Staupitz (Torgau): 35 Jahre RAC für 28 Schafe, 2 Wildschweine und 403 Neonazis

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Völlig ungestört feierte am 26.03.2016 die dienstälteste deutsche Rechtsrock-Band „Endstufe“ ihr 35-jähriges Bestehen in dem 300-Seelen Dorf im sächsischen Staupitz (Torgau). Etwa 400 Neonazis aus ganz Deutschland, Dänemark und Österreich waren angereist um neben der Bremer Band „Endstufe“, den neonazistischen Klängen der Bands „Kraft durch Froide“ (KdF) und „Punkfront“ aus Berlin zu lauschen.

Gegen 19 Uhr versammelten sich bereits die ersten Neonazis, während die Organisatoren noch dabei waren ein Plakat mit der Aufschrift „Für Polizei und Presse kein Zutritt“ vor dem Eingangsbereich im „Alten Gasthof Staupitz“ anzubringen. Immer mehr Autos reisten in den beschaulichen Ort, wo auch Wildschweine die Straßen kreuzen und Schafe im Garten gehalten werden. An einem Haus wird man durch ein Schild mit der Aufschrift „Deutsches Reichsgebiet“ begrüßt.

Die angereisten Gäste, die an diesem Abend die Einwohnerzahl des Dorfs übertrafen, kamen aus 14 Bundesländern. Vertreten waren unter anderen die Städte Leipzig, Hamburg, Bremen, Berlin, Dortmund, Rostock, Ludwigsburg, Rügen, Bonn, Diepholz, Cottbus, Bautzen, Elbe-Elster, Koblenz, Helmstedt, Wiesbaden, Magdeburg, Deggendorf, Bamberg, Greiz sowie Würzburg. Die Neonazis zeigten bereits durch die Wahl ihrer Kennzeichen wie „AH-1488“, ihr nationalsozialistisches Bekenntnis.

In der Location des Eigentümers Andreas Becker finden regelmäßig ungestört Neonazikonzerte statt, sodass sich der Ort in den letzten Jahren zu einer Hochburg neonazistischer Musikevents entwickeln konnte. Auch diese konspirativ organisierte Jubiläumsfeier fand ungestört von Protest oder Polizei statt. Lediglich gegen 22 Uhr drehte ein Streifenwagen ein paar Runden durchs Dorf.

Quelle

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