Braune Folklore

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Am 30. April soll in Erfurt ein extrem rechter Liederabend stattfinden, einen Tag später, am 1. Mai, will dann die Neonazi-Partei „Die Rechte“ in der thüringischen Landeshauptstadt aufmarschieren.

Für den Vorabend des 1. Mai werden drei musikalische Acts angekündigt, die in den Räumlichkeiten der „Volksgemeinschaft Erfurt e.V.“ geplant sind. Die Veranstaltung ist mit dem Hinweis „privat“ deklariert. Zur in der Szene zunehmend angesagten rechtsextremen Folklore wollen „FreilichFrei“, „Freya“ und der auf leisere Töne umgesattelte Rechtsrock-Act namens „Neubeginn“ beitragen. Letztere in Sachsen gegründete Band tauchte zuletzt auf Samplern auf, die sowohl dem international aufgestellten Netzwerk „Blood&Honour“ wie auch der „Hammerskin“-Bewegung zuzurechnen sind.

Unter dem Künstlernamen „FreilichFrei“ ist ein in Zwickau beheimateter Barde unterwegs. Er macht keinen Unterschied bei seinen Veranstaltern. Er tritt bei der NPD ebenso auf wie bei der „Rechten“ oder beim „III. Weg“. Mit „Freya“ gab es am 23. Oktober des Vorjahres im thüringischen Ballstädt einen gemeinsamen Auftritt im von Neonazis bewohnten so genannten „Gelben Haus“. Der Song „Das Haus wird abgerissen“ bescherte dem Sachsen im vergangenen Jahr eine Hausdurchsuchung und weitere Beschlagnahme-Razzien bei diversen rechtsextremen Versandhändlern. Anlass war der Text mit Sympathiebekundungen für das NSU-Trio. Der Urheber sprach selbst von einem ironischen Satire-Beitrag.

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