Mehr Veranstaltungen: Neonazi-Konzertsommer steht vor der Tür

Via „Endstation Rechts“:

Anfang Mai feierten gut 3.500 Neonazis auf dem größten Rechtsrock-Festival der letzten Jahre im thüringischen Hildburgshausen, schon stehen die nächsten Konzerte vor der Tür. Die Szene zeigt sich vital, Beobachter und Behörden registrieren wieder mehr Veranstaltungen als in den Vorjahren. Wahrscheinlich auch, weil mit der braunen Erlebniswelt gutes Geld zu verdienen ist.

Am 28. Mai wird die Dortmunder Neonazi-Band „Oidoxie“ auf dem „Eichsfeldtag“ ihre neue CD vorstellen. Fans könnten bei dieser Gelegenheit „limitierte, signierte Exemplare erstmals vor Ort beim Händler eures Vertrauens“ erwerben, schreibt der örtliche NPD-Kreisverband in der Veranstaltungs-Ankündigung auf seiner „Weltnetz“-Seite. Chef der Gliederung ist der einschlägig vorbestrafte Thorsten Heise, der das Rechtsrock-Festival organisiert.

Neben „Oidoxie“, über die der Rechtsextremismus-Experte Jan Raabe vor dem nordrhein-westfälischen NSU-Untersuchungsausschuss sagte, sie propagiere den „führerlosen Widerstand“ und habe für den bewaffneten Arm von „Blood & Honour“, „Combat 18“, geworben, sollen im Eichsfeld laut einem Werbe-Flyer außerdem u. a. „Tätervolk“, die 2008 einen Tonträger mit dem Namen „Nicht ohne Addi“ veröffentlichten, und der Neonazi-Barde Frank Rennicke auf der Bühne stehen. Rennicke, von dem mehrere Veröffentlichungen durch die Bundeszentrale für jugendgefährdende Medien indiziert wurden, kandidierte 2009 und 2010 erfolglos für die NPD als Bundespräsident.

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