Amoklauf bei Rockerfest

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

24.05.2016 – Wieder gibt es eine Gewalttat aus dem „Blood&Honour“-Netzwerk: Ein österreichisches Mitglied der militanten Organisation lief Amok, angeblich wegen eines Streits mit seiner Freundin.

Gegen den 27-jährigen Todesschützen bestand seit 2004 ein Waffenverbot; Photo: Bärbel Jobst / Pixelio
Der Amokläufer von Nenzing war mehrfach vorbestraft und gehörte dem radikalen rechten Lager an. Er mochte die bundesdeutschen Holocaust-Leugner Horst Mahler und Ursula Haverbeck. Zwei seiner zahlreichen Facebook-Freunde sind junge Neonazis der Partei „Die Rechte“ aus dem niedersächsischen Verden an der Aller, die anderen stammen zum Teil aus FPÖ-Kreisen oder zählen zum tiefbraunen Spektrum in Vorarlberg. Am Wochenende erschoss Gregor S. nachts bei einem Rock-Konzert auf dem Gelände des „MC The Lords“ in Nenzing zwei Menschen und verletzte elf schwer, danach hielt sich der Waffennarr die serbische Kalaschnikow-Nachbildung in den Mund und drückte ab. Zuhause und in seinem Auto fand die Polizei später weitere Waffen und Kriegsmaterial, er hätte demnach ein weitaus größeres Blutbad anrichten können.

Die österreichischen Behörden räumten zwar ein, dass S. dem Inlandsgeheimdienst lange bekannt sei und zwischen 2005 und 2010 achtmal rechtskräftig wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung verurteilt worden sei, aber ein politischer Hintergrund für den Amoklauf wird nicht angegeben. Es soll sich dagegen um eine Beziehungstat handeln.

Gregor S. beging die Tat vor den Augen der Mutter seines kleinen Sohnes, die sich anscheinend überhaupt nicht in der rechten Szene bewegt. Sie stand Medienberichten zufolge in der Nähe auf einem Parkplatz, als der Täter die Waffe aus dem Auto holte und scheinbar wahllos in die Menge der Konzertbesucher schoss. Auch sie floh vor ihm. Bei Facebook schreibt „C… “, nicht mit den Medien reden zu wollen: „Ned hüt, ned morn und ned in 10 johr!“ Freunde pflichten ihr bei, dass sie nichts für die Tat könne. Worin liegt also das Motiv für die Tat ? Warum schoss der Neonazi auf die rund 150 Gäste der zweitägigen „Lordsparty“ . Der 1986 gegründete „Töff“-Club schreibt auf seiner Internetseite, dass es „immer wieder diverse Troubles unter Gleichgesinnten“ gegeben habe. Diese hätten aber „alle erfolgreich geregelt“ werden können.

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