Mit Hilfe des Verfassungsschutzes: Ex-Neonazi-Liedermacherin Müller offiziell ausgestiegen

Via „Endstation Rechts“:

Vor einigen Tagen machte die „Aktion Neustart – Aussteigerprogramm Rechtsextremismus“ den bereits vor fünf Jahren erfolgten Ausstieg einer der bekanntesten Liedermacherinnen der Szene, Annett Müller, öffentlich. Damit solle jetzt gezeigt werden, dass Müller einen „neuen Weg“ eingeschlagen habe.

„Zeit zu rebellieren“ oder „Wenn der Wind sich dreht“. Beobachter extrem rechter Demonstrationen kennen die beiden Songs der Liedermacherin Annett Müller zu gut. Immer wieder greifen die Organisatoren verschiedenster Aufmärsche auf diese Lieder zurück, um ihre Aktionen mit dem „richtigen“ Soundtrack zu unterlegen. Zukünftig werden die Veranstalter in ihren CD-Kisten möglicherweise Alternativen suchen müssen: Denn Müller, so teilte das vom niedersächsischen Verfassungsschutz betriebene Aussteigerprogramm „Aktion Neunstart“ kürzlich mit, habe endgültig mit der Szene gebrochen.

Müller habe sich bereits 2011 mit der Bitte um Hilfe an die Schlapphüte gewandt. Den Ausstieg hätten die Beteiligten damals nicht publik gemacht, heißt es in einer von „Aktion Neustart“ auf Facebook eingestellten Meldung. Nun aber habe der langjährige Kultstar den Wunsch geäußert, an die Öffentlichkeit zu gehen. Grund sei, dass nach wie vor die „alten Lieder aus der rechtsextremen Vergangenheit“ auf YouTube hochgeladen würden. „So soll gezeigt werden, dass Annett vor Jahren einen neuen Weg eingeschlagen hat“, teilt die Behörde weiter mit.

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