Hooligans und Rockerstrukturen

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

24.06.2016 – Der aktuelle Verfassungsschutzbericht für Bremen hebt besonders mehrere auch im Ausland aktive braune Bands und eine rechtsextrem beeinflusste Hooliganszene hervor – die NPD ist nahezu abgetaucht.

Aus Bremen kommen mehrere auch im Ausland aktive rechtsextreme Bands; (Screenshot)
In Bremen hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) den Verfassungsschutzbericht vorgestellt. Darin taucht erstmals die Gruppierung „Identitäre Bewegung“ als Beobachtungsobjekt auf, auch wenn diese in der Hansestadt bislang nahezu unauffällig war und sich nur auf Internetaktivitäten reduzieren lässt. Eine Gruppengröße wird nicht genannt.

Die NPD dümpelt bei rund 30 Mitgliedern und ist in der öffentlichen Wahrnehmung nahezu komplett abgetaucht. Bei der Bürgerschaftswahl im Vorjahr erreichte sie 0,2 Prozent, trat allerdings auch nur in Bremerhaven an und nicht im Stadtgebiet Bremen. Bei den zugleich anstehenden Kommunalwahlen holte sich der seit 2003 agierende NPD-Landesvorsitzende Horst Görmann ein Mandat in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung. Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ verfügt seit 2012 über eine Landesgruppe, aber über keinen Landesverband.

Die Zahl organisierter Neonazis ohne Parteibindung liegt weiterhin bei 30, die im subkulturellen, weniger strukturierten Bereich wahr genommenen aktiven Angehörigen der extrem rechten Szene haben sich von 50 leicht auf 60 erhöht. Genannt wird dabei die Bruderschaft „Nordic 12“, eine 2014 gebildete Abspaltung von „Brigade 8“ in Rocker-ähnlichem Outfit, ohne dass es sich um einen Motorclub handelt.

„Kategorie C“ im Bericht aufgeführt

Ausdrücklich hebt der Jahresbericht die überregional und zum Teil auch im Ausland aktive Musikszene mit den Bands „Endstufe“, „Endlöser“, „Strafmass“ und „Hetzjagd“ hervor. Ebenfalls dazu gezählt wird im aktuellen Bericht die extrem rechte Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Teilweise in Personalunion identisch mit besagter Hooligan-Band ist ferner die Combo „Nahkampf“. Im Bericht ist von der Existenz mehrerer Online-Vertriebe die Rede, ohne diese genau zu benennen. Dort im Angebot: Szenetypische Bekleidung, Musik und revisionistische Schriften.

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