Neonazi-Konzert „In Bewegung“: Hass, Hetze und eine Kinderhüpfburg

„MDR Thüringen“ berichtet:

Neonazi-Konzert „In Bewegung“Hass, Hetze und eine Kinderhüpfburg
Die NPD rief, und Hunderte Neonazis kamen zum Rechtsrock-Konzert „In Bewegung“ in Sondershausen. Was die Organisatoren als Familienfest verkaufen, ist ein Hass-Konzert, das Geld in die Kassen der extremen Rechten spülen soll.

Man trifft sich diesmal im Industriegebiet. Rund 300 Rechtsextreme haben sich am Sonnabend auf dem umzäunten Platz im Norden von Sondershausen eingefunden. Sie sitzen auf Bierbänken in der Sonne. Auf der Bühne verbreiten Redner und Rechtsrockbands im Wechsel Hass und Hetze. Auf der anderen Seite des Platzes ist eine kleine Kinderhüpfburg aufgebaut. Aus mehreren Bundesländern sind heute Neonazis angereist. Es ist die schon die vierte größere Neonazi-Open-Air-Veranstaltung in Thüringen in diesem Jahr.
Draußen kontrolliert die Polizei Neonazis auf verbotene Symbole. Waffen und Alkohol sind auf dem Platz verboten. Wer sich NS-verherrlichende Tattoos abklebt, darf passieren. Eine Gruppe junger Neonazis aus Sachsen-Anhalt verlässt die Polizeikontrollen. Kurz vor dem Einlass beschimpfen sie Journalisten, die das Geschehen fotografieren. Die Kontrollen wirken grotesk: Draußen müssen Besucher ihre T-Shirts mit dem Schriftzug „HKNKRZ“ für „Hakenkreuz“ abkleben. Drinnen werden diese T-Shirts verkauft, und Besucher laufen mit den frisch erworbenen Oberteilen herum.

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