Archiv für August 2017

„Kategorie C“ mit „Flak“

Quelle: Blick nach Rechts

24.08.2017 – Die rechtsextreme Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ kündigt bereits seit geraumer Zeit einen Auftritt am 9. September in Südwestdeutschland an – gemeinsam mit weiteren Rechtsrock-Bands.

„Kategorie C“-Auftritt mit weiteren Rechtsrock-Bands

Beworben wird das Konzert an dem Samstag für den „Großraum Westpfalz“. Ob es dabei bleibt oder wie bereits in der Vergangenheit geschehen beispielsweise ins benachbarte Ausland ausgewichen wird, dürfte allerdings erst kurzfristig publik werden.

Bekannt ist, dass die Bremer Band um Sänger Hannes Ostendorf etliche Anhänger im Raum Kaiserslautern hat. Auf dem jüngsten Tonträger „Gott mit uns“ ist mit dem ehemaligen „Landser“-Sänger Michael Regener, genannt „Lunikoff“, bei einem Stück auch ein besonderer Gast der rechten Szene vertreten, der erst vor wenigen Tagen in Berlin beim Neonazi-Gedenkmarsch für Rudolf Heß anzutreffen war. (bnr.de berichtete)

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Gedenken an Rechtsrock-Ikone

Quelle: Blick nach Rechts

25.08.2017 – Für den 9. September sind musikalische Events in Südschweden und in Polen angekündigt.

„Wallhalla Calling“ mit „Faust“ und Sachsenblut“
Was die Gedenkkonzerte für die am 24. September 1993 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene Rechtsrock-Ikone Ian Stuart Donaldson von der britischen Band „Skrewdriver“ angeht, ist es weltweit ein jährliches Déjà-Vu: Ein Memorial-Konzert reiht sich an das nächste, und dabei sind nicht selten auch deutsche Bands beteiligt. Das gilt am 9. September für das braune Musikspektakel der „Blood&Honour“-Sektion Skandinavien in Südschweden ebenso wie für die parallel stattfindende Veranstaltung in Polen, die offiziell mit „Eastern Europe“ beworben wird. Genaue Örtlichkeiten oder Schleusungspunkte dorthin werden den interessierten Teilnehmern erst unmittelbar vor dem angesetzten Termin mitgeteilt.

Das Meeting in Schweden trägt das Motto „Walhalla Calling“. Dafür wurden ausschließlich deutsche Bands eingeladen. Das lässt das Fortführen und Funktionieren der deutsch-skandinavischen Achse im internationalen B&H-Netzwerk mutmaßen, obwohl die von Donaldson gegründete Organisation seit dem Jahr 2000 hierzulande verboten ist. Mit der Bandauswahl sollen wohl auch viele deutsche Besucher angelockt werden. Demnach sollen „Sachsenblut“ aus Freiberg, „Faust“ aus dem Raum Frankfurt/M. sowie „Sturmwehr“ um Jens Brucherseifer aus Gelsenkirchen auftreten.

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Szene-Zwist spitzt sich zu

Quelle: Blick nach Rechts

14.08.2017 – Gütersloh – Geldmacherei und Zusammenarbeit mit dem Staat wirft der Neonazi-Rapper „Makss Damage“ dem Rechtsextremisten Patrick Schröder vor.

Der NPD-Politiker und Gründer der braunen Sendung „FSN TV“ Patrick Schröder (Jg. 1983) aus dem oberpfälzischen Mantel (Kreis Neustadt an der Waldnaab) sieht sich weiter Kritik aus der Neonazi-Szene ausgesetzt. Der aus Gütersloh stammende Rapper Julian Fritsch (Jg. 1988), der als „Makss Damage“ auftritt, wirft Schröder in einem am Wochenende veröffentlichten Song „FCK F$N“ und einem Musikvideo vor, der NS-Szene in den Rücken zu fallen und nur am Geldverdienen interessiert zu sein.

Es geht unter anderem um Aussagen bei der Polizei, die von Schröder und seinem Umfeld gemacht worden sein sollen. Zudem wirft Fritsch dem Rechtsextremisten vor, die Daten der Ticketbesteller des von Schröder organisierten Neonazi-Festivals „Live H8“ an den polizeilichen Staatsschutz weitergegeben zu haben.

Auch Schröders Mitstreiter Daniel Franz (Jg. 1987), der maskiert als „Vandetta“ bei FSN-TV auftritt, wird von Fritsch belastet. Der damalige Zeitsoldat Franz soll zumindest 2010 bei der Polizei Aussagen zu einer Schlägerei gemacht haben, die es in der vorherigen Silvesternacht in Schwandorf gab. An der Auseinandersetzung waren „Kameraden“ beteiligt. Unter anderem der Name des ehemaligen NPD-Funktionärs Daniel Weigl tauchte bei den Ermittlungen auf.

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Neonazi-Events im Harz

Quelle: Der Blick nach Rechts

Goslar – Für kommenden Samstag mobilisieren Freie Kräfte vom „Kollektiv Nordharz“ zu zwei braunen Veranstaltungen, die wahrscheinlich gezielt zusammen platziert wurden.

Zum einen rührt man bereits sehr frühzeitig die Werbetrommel für den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ), der am 2. Juni 2018 in Goslar stattfinden soll. Für den 12. August wird zu einer Nachmittagskundgebung unter dem Motto „Unser Signal gegen Überfremdung“ in die 42 000-Einwohner-Stadt eingeladen.

Außerdem werden für Samstag ein Vortragsnachmittag und ein Liederabend im Großraum Harz angekündigt. Auch dort soll das Thema TddZ eine Rolle spielen. Für den musikalischen Teil werden dabei „F.i.e.L.“ („Fremde im eigenen Land“) aus Mecklenburg-Vorpommern sowie „Mic Revolt“ benannt. Bei Letzterem handelt es sich um den Künstlernamen des NS-Rappers Michael Zeise aus Thüringen. Bereits für den 24. Juni war zunächst eine Zusammenkunft in Goslar terminiert, die dann aber kurzfristig abgesagt wurde.

Quelle

Neonazi-Konzert mit 6.000 Besuchern am 15. Juli in Themar, Auswertung: Gelder, Strukturen und der Umgang der Behörden

Quelle: Thüringen rechtsaußen

Am 15. Juli 2017 fand im Süden Thüringens mit rund 6.000 Teilnehmern eines der europaweit größten Neonazi-Konzerte seit langem statt. Nach dem Erfolg mobilisieren Neonazis für den 29. Juli 2017 unter dem Motto „Sturm auf Themar 2.0″ ein weiteres Mal in die Region. In diesem Hintergrundtext gibt es einen Überblick über den Ablauf einer solchen Konzertorganisation, über die Finanzierung und Gewinne, über einen Teil der beteiligten Strukturen und Unterstützer. Im Fokus stehen auch der Polizeieinsatz, die Versammlungsbehörde und die Gerichtsurteile zum Konzert in Themar. Kurz: Das Landratsamt hätte das Neonazi-Konzert verhindern können, in dem es den Versammlungscharakter abspricht und es zur Kommerzveranstaltung deklariert, es war jedoch nicht gut vorbereitet und hatte seine Darstellungen vor Gericht nicht ausreichend begründet. In der Neonazi-Szene wird gestritten, den Organisatoren aus Themar wird Geldgier vorgeworfen, eine regionaler Thüringer Stützpunkt einer Neonazi-Partei bezeichnet diese sogar als „braun lackierte Kapitalisten“. Für Skepsis sorgen Kontakte von Tommy Frenck zu Mitarbeitern im Landratsamt, hier wurden entsprechende Emails zu gespielt. Für die Versammlungsbehörde gibt es noch ein paar Handlungsempfehlungen, was sie besser machen könnte, um vor Gericht das nächste mal zu bestehen.

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