Erste juristische Konsequenzen nach antisemitischem Angriff 2015 in Zürich

Quelle: Störungsmelder

Nach einem antisemitischen Angriff in Zürich 2015 wurde nun ein Neonazi verurteilt. Andere konnten nicht belangt werden. Der Haupttäter, der Sänger der Neonazi-Band „Amok“, muss sich Anfang 2018 für den Übergriff verantworten. Er ist auch in Deutschland aktiv.

Die rassistische Attacke schockierte die Schweiz: Im Juli 2015 griff ein Mob von 20 Neonazis einen orthodoxen Juden in Zürich Wiedikon an. Während eines Polterabends bespuckten die Männer den Gläubigen, bedrohten und beleidigten ihn. Es war der massivste Übergriff von Rechtsextremen in der Schweiz seit Jahren. Mehr als zwei Jahre nach dem antisemitischen Vorfall hat die Staatsanwaltschaft Zürich ihre Ermittlungen nun abgeschlossen. Einer der Angreifer, Peter S., Maurer aus dem Kanton St. Gallen, wurde per Strafbefehl zu einer happigen Geldbuße verurteilt. Haupttäter Kevin Gutmann, Sänger der Neonazi-Band Amok, muss Anfang 2018 vor Gericht erscheinen – ihm drohen zweieinhalb Jahre Gefängnis. Gegen die restlichen Beteiligten konnte die Justiz offenbar nicht genügend Beweise sammeln.

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