Archiv für November 2017

WIEDERAUFBAU VON NAZI-IMMOBILIE GESTOPPT

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Das Memminger Bauamt stoppt vorerst den Wiederaufbau der abgebrannten ehemaligen Gartenschänke in Buxach-Hart durch die Neonazikameradschaft Voice of Anger.

In den letzten Wochen begann die Neonazikameradschaft Voice of Anger den Wiederaufbau der ehemaligen Gartenschänke in Buxach-Hart. Nach einer diesbezüglichen Anfrage bei der Stadt Memmingen erfuhr Allgäu ⇏ rechtsaußen, dass der Bau durch das Bauamt bereits wieder gestoppt wurde. Der Bauherr habe keinen Bauantrag bei der Behörde vorgelegt, was aber für eine derartige Maßnahme zwingend notwendig sei. Boris G. habe erklärt, das nachholen zu wollen. Nach Vorlage des Antrages werde die Behörde darüber bescheiden.

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NEONAZIKONZERT ALS »PRIVATE FEIER«?

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Engishausen, 30.04.2017. In den frühen Morgenstunden des 1. Mai entdeckt die Polizei eine »private Feier« in Engishausen. Zu einer Volksverhetzung lässt sich kein Täter ermitteln. Jetzt ist klar: Es war ein Neonazikonzert.

Nur einen Monat nach dem geheimen Neonazikonzert in Krumbach mit 100 Personen veranstaltete die Neonazikameradschaft Voice of Anger ein weiteres Konzert in Egg an der Günz. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zu Musikveranstaltungen der extremen Rechten im zweiten Quartal 2017 hervor. Laut Bundesregierung traten die Bands Schanddiktat und Kommando192 für Voice of Anger auf.

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GEHÖFT IM BESITZ VON VOICE OF ANGER?

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Seit dem Neonazikonzert vor einem Monat wurde spekuliert, ob das einsame Gehöft in den Wäldern Bad Wurzachs in der Hand von Neonazis ist. Jetzt gibt es Gewissheit.

Anfang Oktober lockte die örtliche Neonaziszene etwa 250 Fans extrem rechter Musik zum 15-jährigen Jubiläum von Voice of Anger zu einem Konzert ins Allgäu. Seitdem wurde spekuliert, ob das Ensemble aus mehreren großen Gebäuden in der Hand der Neonazikameradschaft ist oder eigens für das Konzert überlassen wurde. Nach dem Konzert kamen Gerüchte auf, nach denen das landwirtschaftliche Anwesen kürzlich vererbt worden sei. Wir wollten es genau wissen und haben recherchiert.

Nach dem Willen der Veranstalter sollte das Konzert von der Öffentlichkeit unbemerkt über die Bühne gehen. Ein Flugblatt wurde innerhalb der Szene in Umlauf gebracht. Es enthielt die Anweisung, dass es nur intern weiter gegeben werden und nicht ins Internet gestellt werden dürfe.

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NSU-Kontext: Kooperierte die rechte Band „Noie Werte“ mit der Polizei?

Quelle: Telepolis

Der Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg stößt in den Reihen von Neonazis auf weitere Merkwürdigkeiten – Kontaktaufnahmen des Verfassungsschutzes

Die Vernetzung von Rechtsextremisten aus Chemnitz und Baden-Württemberg ist beachtlich – und immer beachtlicher wird, dass an den Knotenpunkten Personen von Geheim- und Sicherheitsdiensten saßen. Im NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart taten sich dazu neue Fragen auf: Kooperierte die rechts-nationale Musikgruppe „Noie Werte“ mit dem Staatsschutz? Und was wollte das Bundesamt für Verfassungsschutz von Andreas Graupner, einer der Verbindungsleute der Szenen in Sachsen und Baden-Württemberg?

Im Landtag in Stuttgart geht es noch immer um die ungeklärten Hintergründe des Polizistenmordes von Heilbronn im April 2007. Nach Überzeugung der Ermittler vor dem Auffliegen des NSU im November 2011 müssen mindestens vier bis sechs Personen an der Tat beteiligt gewesen sein. Darunter möglicherweise die beiden toten mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Wie tief und wie genau sie verwickelt waren, ist unklar. Die Bundesanwaltschaft (BAW) und auch der BaWü-Ausschuss halten sie für die alleinigen Täter, was jedoch nicht haltbar ist. Im Gegensatz zur BAW geht der Ausschuss davon aus, dass die zwei bei der Tat Unterstützer hatten. Die sucht er im Kreis von Rechtsextremisten.

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Siehe auch:
Band im Fokus: NSU-Ausschuss beleuchtet rechtsextreme Musik
Noie Werte“-Musiker zu Rechtsrock-Vergangenheit befragt

Neonazi-Bands wollen Europa verteidigen

Quelle: Blick nach Rechts

09.11.2017 – Für den 18. November wird in der rechten Szene für den alljährlichen braunen „Gedenkmarsch“ in Remagen mobilisiert. An dem Samstag soll auch ein Rechtsrock-Konzert an nicht näher genanntem Ort stattfinden.

„Verteidige Europa“ lautet das Motto, mit dem ein Rechtsrock-Konzert am 18. November beworben wird. Es soll der Ankündigung zufolge irgendwo in Westeuropa stattfinden, doch die Beteiligung von vier deutschen Bands lässt darauf schließen, dass es sich dabei um einen Ort im Westen Deutschland handelt.

Auftreten sollen laut Flyer die Combos „Blitzkrieg“ aus dem Raum Chemnitz, „Exzess“ aus der Region Strausberg, das Quartett „Germanium“ sowie „Barbarossa“ mit Mitgliedern von „Propaganda“ und „Devils Project“ aus Baden-Württemberg. Ein Hinweis auf der Facebook-Seite von „Germanium“ lässt mutmaßen, dass es bei der Veranstaltungsplanung eine Absprache mit den Organisatoren des jährlichen neonazistischen „Gedenkmarschs“ in Remagen (Landkreis Ahrweiler) gegeben hat. Die braune Szene will dort zum nunmehr neunten Mal die Todesopfer des damaligen alliierten Rheinwiesen-Gefangenenlagers für ihre Zwecke instrumentalisieren.

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Grauzonen – Bildungsmaterial zu rechten Lebenswelten

Quelle: a.i.d.a. Archiv

Die „Agentur für soziale Perspektiven“ hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht.

Von Igor Netz

Die anhaltenden gesellschaftlichen Rechtstendenzen finden in unterschiedlichen Bereichen ihren Niederschlag. Nicht zuletzt sind davon jugendliche Subkulturen betroffen. Das Phänomen von rechten jugendlichen Lebenswelten ist bei weitem nicht neu. Für die Bundesrepublik kann es ungefähr in die Zeit der Adaption der britischen Skinhead-Bewegung datiert werden. Die ersten Skinheads waren nicht unbedingt rechts. Die Mehrzahl begriff sich als unpolitisch oder als sogenannte Sharp-Skins (Skinheads Against Racial Prejudice). Vor allem das dem Skinhead-Kult immanente Bild von viriler Männlichkeit dürfte jedoch ein Andocken an rechtsgesinnte Inhalte erleichtert haben. Früh gründeten sich auch rechte Bands wie „Endstufe“ (1981), „Böhse Onkelz“ und „Kraft durch Froide“ (1982, mit dem Schlagzeuger Andreas Pohl, der unter anderem in der neonazistischen „Nationalistischen Front“ aktiv war). Auch der Fußball bietet mit Nationalismus, Männlichkeitskult und Homophobie sowie einer ausgeprägten Gruppenidentifikation unterschiedliche Angebote, die Brücken zu rechten Weltbildern sein können.

Das Team des Vereins „Agentur für soziale Perspektiven“ (ASP) hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht. Die Herangehensweise der Autor_innen, die selbst als Antifaschist_innen aktiv sind, ist durch eigene Affinitäten zu Sport- und Musiksubkulturen geprägt. Ein Zugang, der in der vorliegenden Publikation für ein hohes Maß an Kompetenz spricht.

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Münchner Unternehmen stellt CD-Produktion für Neonazi-Label ein

Quelle: Störungsmelder

Im Rahmen eines RechtsRock-Konzerts war aufgefallen, dass eine Firma aus München CDs für eine Neonazi-Label produziert. Nach einem Hinweis positioniert sich die Firma ausdrücklich gegen rechtsextremes Gedankengut und stellt die Tonträgerproduktion für das Neonazilabel ein.

Vor einigen Wochen war im Kontext eines RechtsRock-Konzertes bekannt geworden, dass die Münchner Firma CUBE medien auch für das Neonazi-Unternehmen Oldschool Records aus Wolfertschwenden im Landkreis Unterallgäu CDs produziert. Dem Unternehmen waren die Inhalte der produzierten Tonträger nicht bekannt. Nach dem Hinweis, für wen hier die Datenträger produziert werden, reagierte CUBE medien umgehend. „In unserer Firmenpolitik ist kein Platz für rechtsradikales Gedankengut, wir sind ein weltoffenes und sozial eingestelltes Unternehmen, das solche Gruppierungen nicht unterstützt“, schrieb Alexander Kühl als Geschäftsführer der CUBE medien in einer E-Mail auf die telefonische Anfrage, ob dem Münchner Unternehmen bewusst sei, dass sie CDs für das Neonazi-Label Oldschool Records produzieren.

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Die Rechte: Bundeschef Christian Worch tritt zurück

Quelle: Endstation Rechts

Vor über fünf Jahren gründete der Neonazi Christian Worch die rechtsextreme Splitterpartei Die Rechte, seitdem fungierte er als Vorsitzender. Erst vergangenes Wochenende wurde er in der Funktion bestätigt, überraschend ist er kurz darauf jedoch zurückgetreten. Der Entscheidung sei ein Streit über einen Antrag zum Thema „Volksgemeinschaft“ vorausgegangen.

Parteigründer und seitdem Vorsitzender: Christian Worch wirft das Handtuch
Christian Worch ist nicht länger Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei Die Rechte. Die Entscheidung und die – zumindest offiziell – genannten Gründe für seinen Rücktritt kommen überraschend. Der 61-Jährige hätte laut einer auf der Webseite der Partei veröffentlichten Nachricht am Dienstag den Parteivorsitz niedergelegt und diesen Schritt in einem internen Rundschreiben begründet.

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DROHUNG MIT TERRORGRUPPE COMBAT 18

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Sonthofen, 29.1.16. Im Rahmen von Streitigkeiten wird mit der militant-terroristischen Neonazi-Gruppe Combat 18 gedroht, die Staatsanwaltschaft Kempten erkennt keine Straftat und stellt das Verfahren ein.

Das teilte die Strafverfolgugnsbehörde am 7.11.17 auf Anfrage mit. Verfahrensgegenstand waren die Vorwürfe Beleidigung und Bedrohung . Hinsichtlich des Vorwurfs der Beleidigung wurde durch die geschädigte Person ein Strafantrag nicht gestellt. Der Tatbestand der Bedrohung war tatbestandlich nicht gegeben, weshalb das Verfahren im April 2016 eingestellt wurde.

Dennoch führt das bayerische Staatsministerium des Innern die Tat in einer Aufstellung zu den Aktivitäten von Combat 18 (C18) in Bayern in einer Antwort auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Katharina Schulze vom 9.2.2017.

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Hassmusik unter freiem Himmel

Quelle: Blick nach Rechts

07.11.2017 – Thüringen ist trauriger Spitzenreiter bei Open Air-Rechtsrock. Mehr als die Hälfte der braunen Konzertveranstaltungen fand zwischen Mitte April und Ende September in Südthüringen statt.

In Thüringen fanden in diesem Jahr durchschnittlich fast zwei Rechtsrock-Konzerte pro Monat unter freiem Himmel statt. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf die Anfrage der Landtagsabgeordneten der Grünen, Madeleine Henfling, hervor. Demnach gab es zwischen Mitte April und Ende September dieses Jahres elf solcher Veranstaltungen, die als politische Versammlungen angemeldet wurden. Mehr als die Hälfte dieser Rechtsrock-Open Airs im Freistaat wurden nach Angaben des Ministeriums am Gasthaus „Goldener Löwen“ des Neonazis Tommy Frenck in Kloster Veßra durchgeführt, vier Hasskonzerte unter freiem Himmel auf einer Wiese im nur knapp drei Kilometer entfernten Themar. Mit den NPD-nahen Open Airs „Eichsfeldtag“ und „Rock für Deutschland“ fand jeweils eine Rechtsrock-Veranstaltung in Leinefelde und Gera statt. Die Teilnehmerzahlen bei den braunen Events schwankten dabei zwischen 25 und knapp 6000, im Durchschnitt wurde jedes der elf Open Airs von knapp 826 Personen besucht.

Das weitaus größte Neonazi-Musikevent wurde mit 5960 Besuchern Mitte Juli auf einer Wiese in Themar veranstaltet, die dem Bürgermeister des nahegelegenen Örtchens Grimmelshausen und ehemaligen AfD-Mitglied Bodo Dressel gehört. Er hat bereits angekündigt, seine Wiese auch im kommenden Jahr zur Verfügung stellen zu wollen. Bei fünf der aufgelisteten Konzerte unter freiem Himmel hat das Ministerium nach eigenen Angaben „keine Kenntnisse“ über mögliche Eintrittsgelder, bei einem Open Air in Kloster Veßra und dem „Rock für Deutschland“ in Gera seien feste Eintrittsgelder erhoben worden. Beim „Eichsfeldtag“ in Leinefelde wären die Besucher mit einer „freiwilligen Spende“ auf das Gelände gelangt, bei zwei Open Airs in Themar sei neben Eintrittskarten im Vorverkauf in Höhe von 30 beziehungsweise 35 Euro am Veranstaltungstag ein „freiwilliger Unkostenbeitrag“ erhoben worden.

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Neonazis reanimieren Terrorgruppe „Combat 18″

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Der bewaffnete Arm der verbotenen rechtsradikalen Organisation „Blood and Honour“ ist offenbar wieder aktiv. Anlass für ein Ermittlungsverfahren sieht die Bundesanwaltschaft aber nicht.

Von Reiko Pinkert und Jan Lukas Strozyk
Unter dem Namen „Combat 18″ hatten sich europaweit jahrelang gewaltbereite Neonazis zusammengeschlossen – auch in Deutschland, bis die Gruppe hierzulande zerschlagen wurde. Seit mittlerweile vier Jahren scheint „Combat 18″ in Deutschland jedoch wieder aktiv zu sein. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.

Nach Recherchen des NDR und der Süddeutschen Zeitung liegen den Ermittlungsbehörden zahlreiche Hinweise zu Aktivitäten der Gruppe vor. „Combat 18″ gilt als der bewaffnete Arm der europaweit tätigen Neonazi-Gruppe „Blood & Honour“. Letztere Gruppierung ist in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten.

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Internationaler Rechtsrock mit „Blood&Honour“

Quelle: Blick nach Rechts

02.11.2017 – In Slownien soll am 11. November ein Rechtsrock-Event mit dem deutschen Liedermacher „Barny“ sowie britischen und serbischen Gruppen stattfinden.

„IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“; (Screenshot)
Die „Blood& Honour-Sektion“ Slowenien bewirbt ohne genaue Ortsangabe ein Konzert am 11. November, bei dem Geld für inhaftierte Gesinnungsfreunde eingespielt werden soll. Mit von der Partie soll auch der Liedermacher „Barny“ sein, bürgerlich Mirko Szydlowski. Der Mittdreißiger trat dieses Jahr unter anderem schon im Februar auf Einladung von „Die Rechte“ auf, aber auch bei der Sonnenwendfeier Ende Juni auf dem Hof des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede. Er stand in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Veranstaltungen, die von „Hammerskins“ in Europa organisiert wurden, auf der Bühne.

In Slowenien ebenfalls dabei das Duo „Ken & Brad“. Bei Erstgenanntem handelt es sich um Ken McLellan, Kopf von „Brutal Attack“, eine der bekanntesten britischen Rechtsrock-Bands. Er hat übrigens auch schon Aufnahmen zusammen mit „Barny“ eingespielt. Weiterhin ist Unterstützung aus Serbien vorgesehen. So wird „Vlada“, ehemals bei der 2002 gegründeten RAC- und NSBM-Band „Battle Flag“, angekündigt. Im Repertoire besagter Combo findet sich mit dem Titel „46 Years Of Pain“ auch eine Huldigung an Rudolf Heß. Außerdem sind „IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“, eingeplant. (hf)

Quelle

„Oldschool Records“ verliert Produktionsfirma

Quelle: Blick nach Rechts

03.11.2017 – Eine Münchner Firma stellt die Herstellung von CDs für das rechtsextreme Musiklabel aus dem Allgäu ein.

„Voller Stolz“ präsentierte das Bandprojekt „PORNO“ jüngst „unsere erste Vollproduktion in Form der Debüt-CD“. „In Zeiten voller Elend und Zerfall“ ¬- so der Titel des Tonträgers – „zeigen uns die Jungs von ‚Gegenpol’, ‚Act of Violence’, ‚Heiliger Krieg’, ‚Sleipnir’ und ‚Exzess’, dass sie noch nicht zu all jenen gehören, die sich den Mund und das freie Wort verbieten lassen.“ Den Vertrieb der Platte übernimmt das rechtsextreme Musiklabel „Oldschool Records“ aus dem Allgäu, das sämtliche genannten Bands seit längerem im Angebot hat und Veröffentlichungen von „Gegenpol“ und „Act of Violence“ selbst produzierte.

Auf Anfrage bestätigte Alexander Kühl, Geschäftsführer von CUBE medien, das Debüt von „PORNO“ und andere Tonträger für den hinter „Oldschool Records“ stehenden Benjamin Einsiedler gepresst zu haben. In der Tat habe die Firma „dieses Jahr einige wenige CD-Produktionen durchgeführt ohne zu wissen, dass es sich hier um rechtsradikales Gedankengut handelt. Natürlich könne man die Liedtexte nicht im Detail auf ihre Inhalte prüfen“, heißt es in der Erklärung vom Donnerstag. Das ist bei den zunehmend modern und aufwändig gestalteten Produktionen, die im Falle von „PORNO“ etwa als „Freiheitsrock“ verkauft werden und sich teils subtiler geben als klassischer Rechtsrock, tatsächlich auch nicht immer einfach.

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DRUCK AUF »UNPOLITISCHES« NAZI-LABEL WÄCHST

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Die Southern Rebels aus Landsberg haben das Allgäuer Neonazilabel Subcultural Records verlassen, Loi!chtfeuer wollen nur noch im Geheimen spielen. Das berichtet der Fachdienst blick nach rechts.

Donnerstag vergangener Woche teilte die Band auf Facebook mit, ihr Label verlassen zu haben. Man habe sich im gegenseitigen Einverständnis getrennt, die Veröffentlichung des bei Subcultural Records geplanten Albums für unbestimmte Zeit verschoben.

Auch die Subcultural Records-Band Loi!chtfeuer beklagt sich über »etliche« Konzertausfälle. Deshalb kündigten sie am Mittwoch letzer Woche auf Facebook an, in Zukunft »nur noch geheim Konzerte im Untergrund spielen« zu wollen. »So halten wir auch den Abschaum fern«, heißt es weiter in dem Statement.

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Siehe auch: Unpolitische „Oi!“-Subkultur?

ZU BESUCH BEIM NAZI-KONZERT MIT FAUSTRECHT

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Heute vor genau zehn Jahren: Faustrecht reist aus dem Allgäu nach Belgien und spielt ein Konzert bei Blood and Honour Vlaanderen. Wir veröffentlichen exklusive Videomitschnitte und wagen einen Streifzug über das Neonazi-Fest.

»Wir sind Faustrecht aus dem Allgäu«, schreit der Frontmann der Band seinem Publikum in Belgien entgegen, streckt den rechten Arm zum Hitlergruß und setzt nach: »Hail Victory!« Dann beginnt die Rechtsrock-Band ihren ersten Song zu spielen. Es ist der 27. Oktober 2007.

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Die Rechte: Bundeschef Christian Worch tritt zurück

Quelle: Endstation Rechts

Vor über fünf Jahren gründete der Neonazi Christian Worch die rechtsextreme Splitterpartei Die Rechte, seitdem fungierte er als Vorsitzender. Erst vergangenes Wochenende wurde er in der Funktion bestätigt, überraschend ist er kurz darauf jedoch zurückgetreten. Der Entscheidung sei ein Streit über einen Antrag zum Thema „Volksgemeinschaft“ vorausgegangen.

Christian Worch ist nicht länger Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei Die Rechte. Die Entscheidung und die – zumindest offiziell – genannten Gründe für seinen Rücktritt kommen überraschend. Der 61-Jährige hätte laut einer auf der Webseite der Partei veröffentlichten Nachricht am Dienstag den Parteivorsitz niedergelegt und diesen Schritt in einem internen Rundschreiben begründet.

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