Wie Klaus Farin zum Böhsen Onkel wurde

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Der korrekte Kampf gegen rechts und sein tollstes Opfer: Wie Klaus Farin, linker und langhaariger Experte für Pop- und Jugendkultur, plötzlich „problematisch“ wurde.

Skinheads, die Älteren werden sich erinnern: Das waren Jugendliche, die freiwillig Glatze trugen. Überwiegend Jungs. Wenn Mädchen dabei waren, hatten sie ihre Haare so wie heute nur noch der Sänger Paul Weller, oben Igel und an den Schläfen lang, was vielen von ihnen aber immer noch besser stand als Weller.

Das letzte Mal Schlagzeilen gemacht haben Skinheads vor ein paar Jahren, als einige in Berlin-Friedrichshain der Antifa in die Hände gerieten, irrtümlich: Es hatte sich bei den Skins um homosexuelle Männer gehandelt, die auf dem Weg zu einer Fetisch-Party waren und mit der Art von Skins, um die es den antifaschistischen Kampfgruppen ging, so viel zu tun hatten wie die Mitglieder der Village People mit Cowboys und Indianern. Aber das harte Image hatte Gründe. Skinheads standen im Ruf, gewaltfreudig und rechts zu sein, was viele von ihnen auch waren. Jedenfalls diejenigen, die nicht gewaltfreudig und links waren. Oder nur gewaltfreudig. Oder nicht mal das.

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