Anschlag in Hamburg-Veddel – Der Täter

Quelle: „Der rechte Rand“

Der mutmaßliche Bombenleger vom S-Bahnhof Veddel bewegte sich schon Mitte der 1980er Jahre im Umfeld der später verbotenen Neonazipartei FAP.

Am späten Nachmittag des 17. Dezember 2017 explodierte am S-Bahnhof Hamburg Veddel ein Sprengsatz, der in einer Tüte auf dem Bahnsteig abgestellt war. Ein Mann erlitt durch die Explosion ein Knalltrauma, eine Glasscheibe ging zu Bruch. Die Polizei nahm am folgenden Tag den 51-jährigen Stephan Kronbügel als Tatverdächtigen fest, das Amtsgericht Hamburg erließ Haftbefehl.

Das Motiv der Tat ist bisher unklar – aber ein rechter Hintergrund liegt nahe, denn der mutmaßliche Täter kommt aus der militanten Neonazi-Szene und auf dem Veddel wohnen viele Menschen mit Migrationshintergrund. Schon Mitte der 1980er Jahre war Kronbügel in der Szene aktiv, wie »der rechte rand« nachweisen kann.

Ein Foto aus dem Archiv des antifaschistischen Magazins »der rechte rand« belegt, dass Kronbügel schon Mitte der 1980er Jahre Kontakt zu der gewalttätigen »Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei« (FAP) hatte. Bei einem Polizeieinsatz am 4. Oktober 1986 wurde der damals 20-Jährige in der FAP-Parteizentrale in Hannover aufgegriffen und kontrolliert. Die FAP war offen nationalsozialistisch und gewalttätig und wurde 1995 verboten.

Weiterlesen

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • RSS
  • MySpace
  • PDF