Grüne: Verbotenes Neonazi-Netzwerk organisiert Ostritzer Festival mit

Quelle: Sächsische Zeitung

Zu den Organisatoren des geplanten Festivals „Schild und Schwert“, zu dem die NPD am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, nach Ostritz einlädt, soll auch das verbotene „Blood and Honour“-Netzwerk gehören. Das berichtet die sächsische Partei Bündnis 90/Grüne. Deren Landtagsabgeordneter Valentin Lippmann hatte dazu eine Kleine Anfrage an Sachsens Innenministerium gestellt. „Die Antworten von Innenminister Roland Wöller (CDU) legen offen, dass dem Innenministerium die Zugehörigkeit einiger Bands, Interpreten und Redner beim Neonazi-Festival in Ostritz zum verbotenen ‚Blood and Honour‘-Netzwerk bekannt ist“, schreiben die Bündnisgrünen. „Blood and Honour“ ist ein weltweites Netzwerk von Neonazis, das mit „Combat 18“ auch über einen bewaffneten Arm verfügt. Ziel des Netzwerkes sei es, neonazistische Bands miteinander zu koordinieren und die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten, so die Grünen. In Deutschland ist „Blood and Honour“ seit 2000 verboten.

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