Rechtslastige „Nacht der Subkulturen“

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Im Juni sollen Bands mit rechtsradikalen Verbindungen auf einer Tattoo Convention auftreten. Ein Organisator war Nazi-Skinhead der ersten Stunde. Inzwischen habe er sich einer unpolitischen Szene zugewandt.

»Durch die Tattoo-Convention haben wir viele Menschen an einen Ort zusammengeführt und da wollten wir in diesem Rahmen einfach etwas Gutes tun und diese Chance nutzen«, erklärte Thorsten Krekeler zwei Wochen nach der ersten zusammen mit seiner Frau Michaela Krekeler organisierten Tattoo Convention in der Alsfelder Hessenhalle im Juni 2017 gegenüber Oberhessen Live. Insgesamt zwei Spendenboxen sollen die Veranstalter im letzten Jahr zum Sammeln von Spenden auf ihrem Tattoo Event verteilt haben. Die dadurch gesammelten 800 Euro übergab man öffentlichkeitswirksam der Kinderkrebshilfe Strahlemännchen e.V.

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Unter dem Motto Night of the subcultures sollen die Birdmountain Bootbois, Martens Army, Extrem Unangenehm und Restrisiko auf der Bühne stehen. Ein ehemaliges Mitglied der letztgenannten Gruppe, die sich selbst dem Punkrock zuordnet, soll später zu den Berliner Rechtsrockern Kraft durch Froide ans Schlagzeug gewechselt haben. Die Bandmitglieder von Extrem Unangenehm sollen sich teils aus Rechtsrock-Bands wie Gegenschlag oder Rachezug rekrutieren, wie etwa das Lotta Magazin berichtet. Auch Martens Army gelten Szeneexperten als eindeutig rechte Band.

Mitglied der Birdmountain Bootbois posiert im Shirt der Skinheads Alsfeld (Screenshot: Facebook)
Die Birdmountain Bootbois stammen aus dem Umfeld der Alsfelder Skinheads. Deren Sänger zeigt wie einige seiner Fans stolz seine Tattoos mit bei Neonazis beliebten Runensymbolen, ihr Bassist posiert im Shirt der wohl dienstältesten deutschen Rechtsrock-Band Endstufe. Seit knapp unter einem Jahr firmiert die Truppe als Labelband von Subcultural Records.

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