Archiv für Februar 2018

Klage wegen Neonazi-Konzert in Gera

Quelle: mdr Thüringen

Der Geraer Stadtrat Peter Jähnert (Die Linke) klagt gegen seine Stadt. Hintergrund ist das im Sommer 2017 genehmigte Neonazifestival „Rock für Deutschland“. Jähnert wirft der Stadtverwaltung vor, nicht ernsthaft geprüft zu haben, ob es sich bei dem Festival um eine politische Kundgebung oder ein kommerzielles Konzert handelte.

Zusammen mit der Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling hatte Jähnert selbst am 1. Juli 2017 eine politische Kundgebung angemeldet – am selben Ort, an dem das Rechtsrockkonzert stattfinden sollte. Die Stadt verwies Jähnert mit seiner Veranstaltung an eine andere Stelle. Der Grund: „Rock für Deutschland“ habe ein Erstanmelder-Recht. Der Linke-Stadtrat hatte auf den Bescheid der Stadt bereits mit Klage im Eilverfahren reagiert und war gescheitert. Nun soll der Streit mit einer so genannten Feststellungsklage am Verwaltungsgericht Gera geklärt werden.

Weiterlesen

Spielraum beim Rechtsrock

Quelle: Neues Deutschland

Nazikonzerte genießen den Schutz der Versammlungsfreiheit. Dagegen regt sich Kritik

Wenn Neonazis Rechtsrock-Konzerte anmelden, nehmen sie dafür in der Regel den Schutz der Versammlungsfreiheit in Anspruch; ungeachtet der Tatsache, dass die Besucher dieser Veranstaltungen anders als bei politischen Kundgebungen üblich Eintritt zahlen müssen und bei diesen Konzerten auch sonst viel Geld umgesetzt wird. Inwieweit solche Eintrittsbeschränkungen und Umsätze mit der im Grundgesetz garantierten Versammlungsfreiheit vereinbar sind, ist aber bislang offenbar nicht abschließend ausgeurteilt worden – obwohl Thüringer Gerichte und Versammlungsbehörden in den vergangenen Jahren immer wieder argumentiert haben, zum deutschen Versammlungsrecht gebe es inzwischen so viele höchstrichterliche Urteile, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, als solche Hasskonzerte unter den Schutz des Grundgesetzes zu stellen.

Weiterlesen

Auch Holocaust-Leugnerin vor Ort: Konzert der rechten Szene in Lingen

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

wrog/pm Lingen. Zu einem größeren Polizeieinsatz in Verbindung mit einer Musikveranstaltung der rechten Szene ist es am Samstag , 24. Februar 2018, in Lingen gekommen.

Wie die Polizei mitteilt, habe der Veranstalter unter einem Vorwand einen Fetenraum in einer ehemaligen Gaststätte an der Haselünner Straße angemietet. Unter dem Motto eines „Lieder- und Vortragsabends“ wurden dort etwa 200 Teilnehmer und zwei in der Szene bekannte Rechtsrockbands erwartet. „Wenn der Eigentümer gewusst hätte, um was für eine Veranstaltung es sich wirklich handelt, hätte er das nicht zugesagt“, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Polizei wurde am Samstagmittag auf die Vorbereitungen für die Veranstaltung aufmerksam. „Diese muss nicht angemeldet werden. Das ist im Prinzip nichts anderes als eine sonstige Privatveranstaltung“, sagte der Polizeisprecher.

Weiterlesen

Bilder von Recherche-Nord hier.

V-Leute setzten sich für „Satansmörder“ Möbus in den USA ein

Quelle: „Antifaschistisches Infoblatt“

Die Flucht von Hendrik Möbus währte nicht einmal ein Jahr: im August 2000 wurde der als „Satansmörder“ bekannt gewordene Neonazi nach mehrwöchiger Observation in West-Virginia festgenommen. Er hatte sich Ende 1999 in die USA abgesetzt, nachdem das Amtsgericht Erfurt seine Bewährung nach der vorzeitigen Haftentlassung im August 1998 widerrufen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Möbus eine vierjährige Haftstrafe wegen gemeinschaftlich geplanten Mordes, Freiheitsberaubung und Nötigung hinter sich gebracht. Er war einer der drei Täter, die 1993 den 15-jährigen Sandro Beyer in einer Waldhütte im thüringischen Sondershausen erdrosselt und den Leichnam in einer Baugrube vergraben hatten.

Wieder in Freiheit, hatte er sein Mordopfer als „Volksschädling“ verhöhnt und bei einem Auftritt seiner Band „Absurd“ den Hitlergruß gezeigt. Möbus flüchtete nicht zufällig nach West-Virginia, denn dort konnte er sich der Unterstützung von William Pierce, dem Gründer der „National Alliance“ (NA), sicher sein. Unter seinem richtigen Namen reiste er nach Washington und hatte sich bei dem Chef des „White Order of Thule“, Nathan Pett, in Seattle eingemietet. Als Zielfahnder seinen Unterschlupf überprüften, war Möbus wieder verschwunden. Im Mai 2000 tauchte dann ein in Moskau abgestempelter und von Möbus unterschriebener Brief auf. Darin hieß es: „Hiermit mache ich bekannt, dass ich mich der Strafverfolgung und -vollstreckung in der Bundesrepublik Deutschland nicht freiwillig stellen werde“. Der Brief war jedoch eine falsche Fährte, denn Möbus befand sich nach wie vor in den USA, wo er einen Musikvertrieb für „National Socialist Black Metal“ (NSBM) namens „Cymofane“ übernommen hatte. Der Vertrieb lief über ein Postfach in Marlington in West-Virginia, den Schlüssel dazu besaß William Pierce. Der vom Bürgerrechtler Leonard Zeskind als „Chefideologe der rechtsextremen Szene in den USA“ bezeichnete Pierce betrieb einen regen Versandhandel und die Plattenfirma „Resistance Records“, eines der weltweit größten Label für rechte Musik.

Weiterlesen

Konspirativer KC-Auftritt

Quelle: „Blick nach Rechts“

23.02.2018 – Karlsruhe – Am 3. März soll im Großraum Karlsruhe ein Konzert der Bremer Combo „Kategorie C“ mit dem Quintett „Unbeliebte Jungs“ aus Sonneberg stattfinden.
Die rechtsextreme auch in „Blood&Honour“-Kreisen agierende Bremer Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ kündigt für den Samtsg kommender Woche ein Konzert im Großraum Karlsruhe an. Ob der Auftritt von Sänger Hannes Ostendorf und seiner Combo dann aber tatsächlich in der Region steigt, bleibt noch ein Geheimnis.

Ein ebenso beworbener Auftritt vor vier Jahren fand schlussendlich im französischen Elsass statt, vor zwei Jahren wurde in Bad Wildbad (Landkreis Calw) aufgespielt. Als weitere Band wird für den 3. März das Quintett „Unbeliebte Jungs“ aus dem thüringischen Sonneberg propagiert. (hf)

Quelle

NAZI-PROPAGANDA AUS DEM ALLGÄU BESCHÄFTIGT LANDGERICHT MEMMINGEN

Quelle: „Allgäu rechtsaußen“

Das Verfahren wegen vielfacher Verbreitung von Neonazi-Propaganda durch Oldschool Records wird im April vor dem Landgericht Memmingen neu verhandelt. Vor über einem Jahr hatte der Angeklagte trotz des äußerst milden Urteils Berufung eingelegt – und seither sein braunes Geschäft weiter betrieben.

In dem Strafverfahren gegen Benjamin Einsiedler wegen des Verbreitens von Propagandamitteln verfassungsfeindlicher Organisationen und Volksverhetzung hat das Landgericht Memmingen nun vorerst vier Verhandlungstermine ab dem 17. April festgelegt. Dann werden beinahe anderthalb Jahre vergangen sein, seit sich der Betreiber des Neonaziunternehmens Oldschool Records für den Verkauf von Tonträgern mit gewaltverherrlichendem und neofaschistischem Inhalt vor dem Amtsgericht Memmingen verantworten musste.

Weiterlesen

Neonazi strebt in die Politik

Quelle: „Blick nach Rechts“

Der umtriebige Südthüringer Gastwirt und Konzert-Veranstalter Tommy Frenck will Landrat werden.

Tommy Frenck ist mittlerweile einer der durch seine Veranstaltungen und seinen Onlineversand bekanntesten Neonazis weit über die Grenzen Thüringens hinaus. Der 30-Jährige, der im südthüringischen Kloster Veßra das Gasthaus „Goldener Löwe“ betreibt, will am 15. April bei den Landratswahlen im Landkreis Hildburghausen kandidieren.

Der frühere Gewichtheber geht dabei als Vertreter für das „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ (BZH) ins Rennen. Für besagtes Bündnis, in dem viele eine Tarnorganisation der NPD sehen, sitzt Frenck bereits seit einigen Jahren im Kreistag – zunächst von 2009 bis 2011 und nunmehr seit 2014. Der tätowierte, untersetzte Muskelprotz strebt nach eigenen Worten ein zweistelliges Ergebnis an und beteuert: „Jede Stimme für mich ist eine Schweißperle auf der Stirn der etablierten Politiker.“ Bei der Thüringer Landtagswahl trat er 2014 als Kandidat für die NPD an. Vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr bekundete er, dass er aus taktischen und strategischen Überlegungen der AfD seine Stimme geben wollte. Das Bekenntnis löste in der Folge rege und kontroverse Diskussionen aus.

Weiterlesen

Rechtslastige „Nacht der Subkulturen“

Quelle: „Blick nach Rechts“

19.02.2018 – Im Juni sollen auf einer Tattoo Convention im hessischen Alsfeld Bands mit extrem rechten Verbindungen auftreten. Angekündigt dafür waren zunächst auch die „Birdmountain Bootbois“, die aber wieder aus dem Programm genommen wurden.

Unter dem Motto „Night of subcultures“ waren einem Bericht des Rechercheblogs „Allgäu rechtsaußen“ zufolge für einen Auftritt Anfang Juni in der Hessenhalle in Alsfeld die Bands „Birdmountain Bootbois“, „Martens Army“, „Extrem Unangenehm“ und „Restrisiko“ angekündigt. Sämtlich weisen sie Verbindungen zur extrem rechten Szene auf. Ein ehemaliges Mitglied der letztgenannten Gruppe, die sich selbst dem Punkrock zuordnet, soll später zu den Berliner Rechtsrockern „Kraft durch Froide“ ans Schlagzeug gewechselt haben. Die Bandmitglieder von „Extrem Unangenehm“ sollen sich teils aus Rechtsrock-Bands wie „Gegenschlag“ oder „Rachezug“ rekrutieren, wie etwa das „Lotta Magazin“ berichtet. Auch „Martens Army“ gelten Szene-Experten als eindeutig rechte Band.

Die „Birdmountain Bootbois“ stammen aus dem Umfeld der Alsfelder Skinheads. Deren Sänger zeigt wie einige seiner Fans stolz seine Tattoos mit bei Neonazis beliebten Runensymbolen, ihr Bassist posiert im Shirt der wohl dienstältesten deutschen Rechtsrock-Band „Endstufe“. Seit knapp einem Jahr firmiert die Truppe als Labelband von „Subcultural Records“. Das Label gibt sich betont subkulturell und erweist sich als Versuch, eine vorgeblich unpolitische Musikszene mit eindeutigen Rechtsrock-Bands zusammenzubringen und nebenbei neue Absatzmärkte zu erschließen. „Subcultural Records“ ist ein Nebenprojekt des klar neonazistisch ausgerichteten Musiklabels „Oldschool Records“. Der Betreiber beider Projekte gilt als Führungsfigur der rechtsextremen Skinhead-Szene im Allgäu.

Weiterlesen

„Lunikoff“ auf ausländischen Bühnen

Quelle: „Blick nach Rechts“

Die Rechtsrock-Band „Die Lunikoff-Verschwörung“ bleibt hierzulande wie international ein Headliner, wenn Neonazis abfeiern wollen. Die Combo um Michael Regener tritt am 24. Februar in Estlands Hauptstadt Tallinn auf, am 10. März im ungarischen Györ.

Der jährliche Unabhängigkeitstag in Estland wird seit einigen Jahren von den beiden estnischen Rechtsrock-Bands „Revalers“ und „PWA“ jeweils mit einem Konzert begleitet. Eingeladen wird dazu auch eine ausländische Band. Das Namenskürzel „PWA“ steht dabei für die rassistische Losung „Preserve White Aryans“. 2018 jährt sich der Unabhängigkeitstag zum 100. Mal. Dafür will man sich für den Samstag das seit 2003 existierende musikalische Nachfolgeprojekt der verbotenen Band „Landser“ um Sänger Michael Regener auf die Bühne holen, der szenebekannt in Anlehnung an eine Wodka-Marke zu DDR-Zeiten den Spitznamen „Lunikoff“ trägt.

Nicht zuletzt über Kontakte zum international agierenden „Blood&Honour“-Netzwerk bestreiten Regener & Co. immer wieder Konzerte im europäischen Ausland wie etwa in Bulgarien, Litauen oder Skandinavien. Aber auch die seit nunmehr fast 30 Jahren aktiven „PWA“ sind international bestens vernetzt, das zeigten Auftritte beispielsweise in Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und Skandinavien.

Weiterlesen

Ködern mit bekannten Klängen

Quelle: Deutschlandfunk

Rechtsextremismus nutzt viele musikalische Masken. Da lässt sich selbst bekannteste Filmmusik zweckentfremden. Ein Blick auf den aktuellen Forschungsstand und die historische Dimension des Themas, denn bekanntermaßen nutzte bereits das NS-Regime gern Musik zur Manipulation.

Musik gilt rechtsextremistischen Vordenkern als ideales Mittel, um ihre Ideen Interessierten näher zu bringen – als „Türöffner“ zur fremdenfeindlichen Szene. Ist die so genannte Schulhof-CD als Propaganda-Mittel schnell zu erkennen, bedienen sich aktuell rechtsextremistische Gruppierungen und Strömungen geschickt unterschiedlichster Musikstile. Selbst Filmmusiken etwa von Howard Shore aus der Trilogie „Herr der Ringe“ oder aus dem Science-Fiction-Blockbuster „Matrix“ werden verwendet für rechtsextremistisches Material, das vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene Anreiz schaffen soll.
Welche Formen von rechtsextremer Musik gibt es? Wie müssen solche Kompositionen beschaffen sein, damit sie funktionieren? Und was können Musikwissenschaft und Musikpädagogik leisten, um aufzuklären?

Weiterlesen

Spielraum beim Rechtsrock

Quelle: Neues Deutschland

Nazikonzerte genießen den Schutz der Versammlungsfreiheit. Dagegen regt sich Kritik

Wenn Neonazis Rechtsrock-Konzerte anmelden, nehmen sie dafür in der Regel den Schutz der Versammlungsfreiheit in Anspruch; ungeachtet der Tatsache, dass die Besucher dieser Veranstaltungen anders als bei politischen Kundgebungen üblich Eintritt zahlen müssen und bei diesen Konzerten auch sonst viel Geld umgesetzt wird. Inwieweit solche Eintrittsbeschränkungen und Umsätze mit der im Grundgesetz garantierten Versammlungsfreiheit vereinbar sind, ist aber bislang offenbar nicht abschließend ausgeurteilt worden – obwohl Thüringer Gerichte und Versammlungsbehörden in den vergangenen Jahren immer wieder argumentiert haben, zum deutschen Versammlungsrecht gebe es inzwischen so viele höchstrichterliche Urteile, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, als solche Hasskonzerte unter den Schutz des Grundgesetzes zu stellen.

Weiterlesen

Internationale rechte Klänge in Tschechien

Quelle: „Blick nach Rechts“

22.02.2018 – Tschechien (Brno)– Am Samstag treten die „Schusterjungs“ aus Weißenfels gemeinsam mit zwei tschechischen RAC-Bands und einer russischen Combo auf die Bühne.

7. Auflage der Konzertreihe „Oi! The Picnic“ am Samstag in Brno; (Screenshot)
Zu den Bands, die sich als unpolitisch bezeichnen, aber durch Auftritte mit Combos, deren Mitglieder in anderen Rechtsrock-Bands aktiv sind, eine unkritische Offenheit ins rechte politische Milieu beweisen, sind auch „Schusterjungs“ aus Weißenfels zu zählen.

Das Trio gehört am 24. Februar zum Line-up im tschechischen Brno, wenn der „Bohemia Skinheads Klan“ zur siebten Auflage der Konzertreihe „Oi! The Picnic“ einlädt. Dort ebenfalls angekündigt sind die tschechischen Bands „Violence Station“ (Decina) sowie „Bootboys Social Club“ (Brno), die auf rechtslastigen Internetseiten beide dem RAC-Genre (Rock Against Communism) zugerechnet werden. Dabei ist auch noch die Moskauer Combo „Mizantrop“

Die beiden tschechischen Bands bestritten im Juli 2015 gemeinsam mit den vom Verfassungsschutz als der Rechtsrock-Szene zugeordneten „Smart Violence“ aus Nordrhein-Westfalen ein gemeinsames Konzert, „Violence Station“ traten zuletzt Anfang Dezember 2017 mit „Smart Violence“ auf.

Weiterlesen

KULTURZENTRUM NIMMT RECHTE OI-BAND AUS DEM PROGRAMM

Quelle: „Allgäu rechtsaussen“

Die Birdmountain Bootbois dürfen in Kulturzentrum nicht auftreten, weil sie zu einem Neonazilabel aus dem Allgäu gehören.

Ende März wollten die Birdmountain Bootbois unter dem Motto »Von Froinden für Froinde« im Kulturzentrum Sägewerk im hessischen Schwalm-Eder-Kreis auftreten. »Love Music. Hate Fascism«, heißt es auf dem Flugblatt zum Festival, das im Internet kursiert.

Die Birdmountain Bootbois, kurz BMBB, stammen aus dem Umfeld der Skinheads Alsfeld. Deren Sänger zeigt wie einige seiner Fans stolz seine Tattoos mit bei Neonazis beliebten Runensymbolen, ihr Bassist posiert auf von der Band im Internet verbreiteten Photos im Shirt der wohl dienstältesten deutschen Rechtsrock-Band Endstufe, wie das Titelbild dieses Beitrags zeigt. Die Band arbeitet nach eigenem Bekunden aktuell an einem neuen Album und firmiert seit knapp unter einem Jahr als Labelband von Subcultural Records, das der Neonaziszene im Allgäu zuzurechnen ist.

Weiterlesen

Entsetzen in Karlshöfen: NPD tagt im „Dancing Club“

Quelle: „Nord 24″

In Karlshöfen (Landkreis Rotenburg) hat am Samstag eine Veranstaltung der NPD stattgefunden. Eine Hundertschaft der Polizei beobachtete das Treffen. Die Betreiberin des Lokals entschuldigte sich.

Ort bleibt lange geheim

Seit Tagen hatte die NPD auf ihre Redner- und Musikveranstaltung „im Raum Bremen“ hingewiesen. Dass sie im „Dancing-Club“ in Karlshöfen stattfinden würde, habe die Polizei erst kurz vor Beginn erfahren. Ursprünglich sei nur vom Landkreis Rotenburg als Veranstaltungsort die Rede gewesen.

Hohe Funktionäre und Ex-Pastor reden

Als einer von drei Rednern war der ehemalige Pastor Ernst Bode angekündigt. Auch der schleswig-holsteinische NPD-Vorsitzende Ingo Stawitz und Thorsten Heise, Vorsitzender der Partei in Thüringen, wurden erwartet.

Einschlägig bekannter Sänger

Für den Abend stand ein Konzert mit Rechtsrock-Sänger Michael Regener alias „Lunikoff“ auf dem Programm. Regener war Sänger der inzwischen als kriminelle Vereinigung verbotenen Rechtsrock-Band Landser.

Weiterlesen

16. Februar Leipzig: Infoveranstaltung „Subcultural Records – Musik für unpolitische Neonazis“/ Fischladen


Quelle

Neonazi-Eventkultur in Thüringen

Quelle: Blick nach Rechts

07.02.2018 – Im Freistaat findet statistisch gesehen rund einmal pro Woche eine Rechtsrock-Veranstaltung statt. Ein zweitägiges braunes Meeting mit Rednern und Bands ist für den 8. und 9. Juni wieder im südthüringischen Themar angemeldet.

In Thüringen werden immer mehr Rechtsrock-Konzerte organisiert; Photo (Archiv): K.B.
Kurz nach seiner Amtsübernahme kündigte Thüringens Innenminister Georg Maier im September 2017 ein gezieltes Vorgehen gegen die Rechtsrock-Szene im Freistaat an und erklärte, in Thüringen sei ein „Ökosystem mit Strukturen für Neonazi-Konzerte gewachsen“. Im Vordergrund standen vor allem die Open Air-Konzerte auf einer Wiese bei Themar in Südthüringen mit insgesamt mehr als 7000 Teilnehmern.

Die Anzahl der rechtsextremen großen Konzertveranstaltungen ist im Vorjahresvergleich zwar gleich geblieben. Während allerdings bei der Teilnehmerzahl schon 2016 hohe Zuwächse verzeichnet wurden, hätten sie sich im vergangenen Jahr noch einmal verdoppelt, sagt Stefan Heerdegen von Mobit. Er spricht von „stetig wachsenden Konzertzahlen“ und einer „starken Normalisierungstendenz bei der neonazistischen Konzert- und Eventkultur in Thüringen“.

Weiterlesen

Neonazi-Konzerte in Thüringen: „Und wer räumt den geistigen Müll weg?“

Quelle: Spiegel

Thüringen ist Hochburg der Neonazi-Konzerte. Im Zentrum: das Städtchen Themar. Tausende Rechtsrock-Fans feierten hier letzten Sommer, weitere Konzerte sind geplant – und spalten den Ort.

Im Gasthaus „Goldener Löwe“ ist die rechtsextreme Welt in Ordnung. Ein Nussknacker auf dem Regal hebt im 45-Grad-Winkel den Arm zum Gruß, auf einem Kissen ist ein Landser mit Gewehr im Anschlag zu sehen, und Rentner Hans bestellt einen Kaffee – „aber in der braunen Tasse“. Er lacht.

Vielen Menschen in der südthüringischen Kleinstadt Themar ist das Lachen schon länger vergangen. Und das liegt am Betreiber des Restaurants, das sich ganz in der Nähe befindet: Tommy Frenck.

Im Sommer 2017 organisierte der 30-Jährige das Konzert „Rock gegen Überfremdung“ – rund 7000 Neonazis kamen am 15. Juli in die Kleinstadt-Idylle an der Werra, grölten, feierten, zeigten dutzendfach den Hitler-Gruß. Es war das europaweit größte Treffen dieser Art im vergangenen Jahr. Das Image der Stadt hat seitdem einen tiefen Kratzer – und daran wird sich so schnell nichts ändern.

Weiterlesen

Neonazi-Konzerte 2018: Eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft

Quelle: mdr Thüringen

„Hass und Kommerz“ lautet der Titel einer neuen Broschüre zum Thema Rechtsrockkonzerte, die die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (Mobit) am Dienstag in Erfurt vorgestellt hat. 59 rechtsextreme Musikveranstaltungen zählten die Berater im Jahr 2017, fünf mehr als im Vorjahr.
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest in einer Broschüre.

Mobit-Sprecher Stefan Heerdegen sagte MDR THÜRINGEN am Rande einer Podiumsdiskussion, Politik, Behörden und Thüringer Zivilgesellschaft stünden auch in diesem Jahr vor großen Aufgaben. „Ich denke schon, dass mit dieser Vielzahl an Aktivitäten, die da gemacht werden, das geht ja auch über Rechtsrock hinaus, das sind ja auch Demonstrationen, Infostände, dass das drauf angelegt ist, die zivilgesellschaftliche Gegenwehr zu erlahmen.“ Es handle sich um ein Kräftemessen, sagte Heerdegen. Politik und Behörden müssten entschiedener gegen die Konzerte vorgehen, es drohe eine Normalisierung antidemokratischer Haltungen durch die rechtsextreme Eventkultur im Freistaat. „Es ist immer gut, wenn Politik sich vornimmt was gegen Neonazismus und auch Rechtsrockkonzerte zu tun.“ Es dürfte aber ein weiter Weg sein, all das, was an professioneller Struktur auf Seiten der Neonazis gewachsen sei, auch wieder zurückzudrängen. In Arnstadt und Themar sind für 2018 Großevents angemeldet. In Themar plant die rechtsextreme Szene sogar ein zweitägiges Festival.

Weiterlesen

VERANKERT UND ETABLIERT – DIE THÜRINGER RECHTSROCK-SZENE

Quelle: mobit

Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, wie fest verankert die neonazistische Musik-Szene in Thüringen ist: Im Schnitt findet jedes Wochenende ein RechtsRock-Konzert statt, und mit den Open Airs in Themar kamen in der Spitze 6.000 Neonazis aus ganz Europa zum gemeinsamen Feiern nach Thüringen. Mobit, die mobile Beratung in Thüringen, hat sich mit der RechtsRock-Szene in Thüringen in einer Broschüre auseinandergesetzt.

Textauszug von Jan Raabe aus der mobit Broschüre „Hass und Kommerz – RechtsRock in Thüringen“

Die Großkonzerte, die im thüringischen Themar im Jahr 2017 mit bis zu 6.000 Teilnehmer*innen stattgefunden haben, sind in aller Munde. Dass die Grundlage dafür, dass solche Konzerte überhaupt stattfinden können, eine aktive und virulente Szene ist, wird dabei oftmals vergessen. Eine solche ist in Thüringen vorhanden. Für die Durchführung der Großevents braucht man nicht nur Bands, die auftreten, dutzende, teils hunderte Helfer*innen, sondern auch erfahrene Akteur*innen und eine Region, die als Veranstaltungsort etabliert ist. So etwas geht alles nicht von heute auf morgen, so etwas muss gewachsen sein. Erinnert sei daran, dass ohne die Szene-Strukturen des Thüringer Heimatschutzes die Politisierung und Organisierung des Nationalsozialistischen Untergrunds nicht denkbar gewesen wäre. Ohne die Unterstützung aus der Szene, gerade aus dem Bereich der Musiknetzwerke, hätten dessen Mitglieder ihre Mordtaten nicht begehen können.

Weiterlesen

12.2.2018 Fanladen Babelsberg: Subcultural Records – Musik für unpolitische Neonazis

Die Ultrash Festival Crew und Black Cat Tapes präsentieren Euch in Zusammenarbeit mit dem Watchblog Allgäu Rechtsaußen folgende Veranstaltung zum Thema Grauzone & Rechtsrock:

„Seit einiger Zeit biedern die »Prolligans« und ihr Label »Subcultural Records« sich an eine vermeintlich unpolitische Skin-Szene an. Dabei ist das Label nicht mehr als ein Tarnverein für den Nazi-Mailorder »Oldschool Records« und die Band ist eng verzahnt mit der Neonaziszene im Allgäu in Südbayern, die Kontakte zum Nazi-Netzwerk Blood&Honour
unterhält, das auch den NSU hervorbrachte.

Es ist ein Beispiel von vielen. Seit jeher versuchen Nazis, (Oi-)Skinkultur politisch zu besetzen. »If the kids are united…« war aber nie ein Angebot an die Faschos. Damit das so bleibt und die Arschlöcher künftig von unseren Konzis und aus unseren Läden fliegen, wollen wir über ihre Machenschaften und ihr Netzwerk aufklären.“

Mehr zum Thema hier: https://allgaeu-rechtsaussen.de/tag/subcultural-records/

FB-Event