Neonazi-Eventkultur in Thüringen

Quelle: Blick nach Rechts

07.02.2018 – Im Freistaat findet statistisch gesehen rund einmal pro Woche eine Rechtsrock-Veranstaltung statt. Ein zweitägiges braunes Meeting mit Rednern und Bands ist für den 8. und 9. Juni wieder im südthüringischen Themar angemeldet.

In Thüringen werden immer mehr Rechtsrock-Konzerte organisiert; Photo (Archiv): K.B.
Kurz nach seiner Amtsübernahme kündigte Thüringens Innenminister Georg Maier im September 2017 ein gezieltes Vorgehen gegen die Rechtsrock-Szene im Freistaat an und erklärte, in Thüringen sei ein „Ökosystem mit Strukturen für Neonazi-Konzerte gewachsen“. Im Vordergrund standen vor allem die Open Air-Konzerte auf einer Wiese bei Themar in Südthüringen mit insgesamt mehr als 7000 Teilnehmern.

Die Anzahl der rechtsextremen großen Konzertveranstaltungen ist im Vorjahresvergleich zwar gleich geblieben. Während allerdings bei der Teilnehmerzahl schon 2016 hohe Zuwächse verzeichnet wurden, hätten sie sich im vergangenen Jahr noch einmal verdoppelt, sagt Stefan Heerdegen von Mobit. Er spricht von „stetig wachsenden Konzertzahlen“ und einer „starken Normalisierungstendenz bei der neonazistischen Konzert- und Eventkultur in Thüringen“.

Weiterlesen

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Google Bookmarks
  • Identi.ca
  • RSS
  • MySpace
  • PDF