Neonazi-Konzerte 2018: Eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft

Quelle: mdr Thüringen

„Hass und Kommerz“ lautet der Titel einer neuen Broschüre zum Thema Rechtsrockkonzerte, die die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (Mobit) am Dienstag in Erfurt vorgestellt hat. 59 rechtsextreme Musikveranstaltungen zählten die Berater im Jahr 2017, fünf mehr als im Vorjahr.
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest in einer Broschüre.

Mobit-Sprecher Stefan Heerdegen sagte MDR THÜRINGEN am Rande einer Podiumsdiskussion, Politik, Behörden und Thüringer Zivilgesellschaft stünden auch in diesem Jahr vor großen Aufgaben. „Ich denke schon, dass mit dieser Vielzahl an Aktivitäten, die da gemacht werden, das geht ja auch über Rechtsrock hinaus, das sind ja auch Demonstrationen, Infostände, dass das drauf angelegt ist, die zivilgesellschaftliche Gegenwehr zu erlahmen.“ Es handle sich um ein Kräftemessen, sagte Heerdegen. Politik und Behörden müssten entschiedener gegen die Konzerte vorgehen, es drohe eine Normalisierung antidemokratischer Haltungen durch die rechtsextreme Eventkultur im Freistaat. „Es ist immer gut, wenn Politik sich vornimmt was gegen Neonazismus und auch Rechtsrockkonzerte zu tun.“ Es dürfte aber ein weiter Weg sein, all das, was an professioneller Struktur auf Seiten der Neonazis gewachsen sei, auch wieder zurückzudrängen. In Arnstadt und Themar sind für 2018 Großevents angemeldet. In Themar plant die rechtsextreme Szene sogar ein zweitägiges Festival.

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