Archiv für März 2018

Debatte um Nazi-Treff in Wurzach

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Petition fordert konsequentes Einschreiten der Behörden gegen Veranstaltungen in Neonazi-Immobilie. Zeitgleich sagt Stadt Bad Wurzach nach Gegenwind aus der CDU eine Informationsveranstaltung über die rechtsradikale Szene ab.

»Wir mussten in den vergangenen Jahren auch hier in der Region viel zu oft erleben, zu welchen Taten rechte Gruppen und Einzelpersonen fähig sind, wenn man ihrer rassistischen und menschenfeindlichen Propaganda freien Lauf lässt«, erklärte die Initiative gegen Rassismus Westallgäu am Donnerstag.

Deshalb unterstütze die Initiative, die nach ihrer Selbstdarstellung für ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander aller Menschen eintritt, eine am Mittwoch vom Bündnis Links im Allgäu (LiA) gestartete Petition unter dem Titel »Kein Nazi-Treff in Wurzach« und ruft zur Teilnahme und Unterstützung auf:

»Weder in Talacker noch sonstwo in der Region dürfen wir zulassen, dass sich rechte Strukturen ausbreiten und verfestigen und somit die Grundlage für weitere Gewalt und Hetze gelegt wird.«

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Antisemitismus: Die dunkle Seite des deutschen Rap // Doku

Quelle: Juice

Rapper kokettieren, übertreiben, pauschalisieren – das ist legitim und dient dem Unterhaltungszweck. Aber, gerade auch im Straßenrap, wird der Interpretationsspielraum dieser Stilmittels oft offen gelassen. Neben (leider üblichen) Sexismen, die Frauen gerne zu »Bitches« degradieren, oder Homophobie, kombinieren deutsche Rapper gerne mal Geld, Juden und damit verbundene Stereotypen. »Ich leih dir Geld – doch nie ohne ’nen jüdischen Zinssatz, äh Zündsatz«, rappt Kollegahs langjähriger Label-Kollege Favorite etwa auf »Sanduhr« vom 2014er-Album »King«. Auch Haftbefehl, Celo und Abdi oder Massiv haben ähnlich provozierende Lines, die nicht selten zu Kontroversen führten. Es bleibt die ewige Frage, ob derartige Aussagen die Freiheit der Kunst nur an eine moralische Grenze treiben oder doch überschreiten. »Die Diskussion über Antisemitismus im deutschsprachigen Rap dreht sich überwiegend um gewisse Codes in Raptexten, bei denen allerdings nicht immer klar ist, ob sie seitens der Sprechenden das transportieren sollen, was die Kritisierenden verstehen wollen«, schrieb Marcus Staiger in einem Essay für die Bundeszentrale für politische Bildung.

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Zur Doku geht es hier: Die dunkle Seite des deutschen Rap

Extrem rechte Umtriebe in der Oberpfalz: Die „Prollcrew Schwandorf“

Quelle: Störungsmelder

Unter dem Namen „Prollcrew Schwandorf“ firmiert in der Oberpfalz seit 2012 eine Gruppierung, die sich nach Kräften als unpolitisch inszeniert. Dabei nimmt die Vereinigung seit mehreren Jahren regelmäßig an einschlägigen neonazistischen Aktionen teil.

Militant und sportbegeistert: Mit diesem Profil präsentiert sich eine Gruppierung namens „Prollcrew Schwandorf“ auf Facebook. „Wir stehen auf Fußball und Gewalt“, heißt es dort, „auf Freundschaft und Zusammenhalt.“ Ihrem Selbstbild folgend handelt es sich um eine unpolitische Vereinigung, die eine gemeinsame Leidenschaft für Sport teilt. Dies verbinde sie mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten sowie mit gelegentlichen Auslandsreisen, insbesondere in verschiedene europäische Staaten. Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Auftreten kaum von dem anderer Organisationen dieser Art, die die sozialen Netzwerke zur eigenen Profilierung entdeckt haben.

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Keine Terrorermittlungen gegen Neonazigruppe

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die Neonazi-Gruppe „Combat 18“ ist seit 2013 in Deutschland aktiv. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit jedoch nicht. Linken-Abgeordnete Renner warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen.

Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit nicht gegen mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Combat 18“ wegen der Bildung einer terroristischen oder kriminellen Vereinigung. Das geht aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner hervor. Das Schreiben liegt der Frankfurter Rundschau vor. „Combat 18“ steht in der Neonaziszene international für den bewaffneten Arm des hierzulande verbotenen Netzwerks „Blood and Honour“. Die Zahl 18 verweist auf den ersten und achten Buchstaben des Alphabets und damit auf die Initialen Adolf Hitlers.

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Hintergrund: Amok – Urgesteine der Schweizer Rechtsrockszene

Quelle: Rechts rockt nicht

Seit über zehn Jahren dominieren Amok die Schweizer Rechtsrockszene. Während diverse andere Bands über die Jahre wieder in der Versenkung verschwunden sind, ist Amok derzeit erfolgreicher als je zuvor. Doch erstmal alles auf Anfang.

2005 trat die bis dahin weitgehend unbekannte Band an einem ISD-Memorial im Kanton Wallis auf. Dabei handelte es sich um eines der grössten Neonazikonzerte in der Schweiz im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Durch antifaschistische Recherchen aufmerksam geworden, interessierten sich auch die Medien für diesen Anlass und das Reportagemagazin „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens schickte gar einen Journalisten undercover in die Konzerthalle. Die Bilder, welche in der Folge ausgestrahlt wurden, führten in der Öffentlichkeit zu Entsetzen. Pöbelnde und grölende Neonazis aus der ganzen Welt propagierten den Krieg der weissen Rasse und skandierten „Sieg Heil!“. Die Erfolgsgeschichte von Amok war damit jedoch lanciert. Für die Band folgten weitere Auftritte im nahen und fernen Ausland. Der Öffentlichkeit blieb jedoch die Identität der einzelnen Mitglieder lange unbekannt. Auch als Rechtsextreme 2007 einen Anlass der Juso im Kanton Glarus angriffen, war lange unklar, wer dahintersteckt. Im selben Jahr tauchte jedoch ein Lied von Amok auf, in welchem die Band zum Mord am Schweizer Journalisten Hans Stutz aufgerufen hat. Veröffentlicht wurde das Lied auf dem ersten Album „Verbotene Wahrheit“. Die Ermittlungen der Behörden enttarnten in der Folge alle vier Bandmitglieder. Ausserdem stellte sich heraus, dass zwei davon auch schon am Angriff in Glarus beteiligt waren. Bei Hausdurchsuchungen wurden unter anderem auch illegal erworbene Waffen festgestellt.

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Hintergrund: Thorsten Heise

Quelle: Rechts rockt nicht

Der 1969 in Göttingen geborene Thorsten Heise ist seit Jahrzehnten eine zentraler Akteur der organisierten militanten Neonaziszene. So war er bereits vor der Wende in der extrem rechten „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) aktiv. Die Partei avancierte Ende der Achtziger Jahre „innerhalb kurzer Zeit zur wichtigsten neonazistischen Aufbauorganisation und Propagandaplattform in der Bundesrepublik“ und wurde 1995 vom Bundesinnenministerium unter der Begründung, dass es sich um keine mit dem Grundgesetz vereinbare Partei handelt, verboten. Weitere Verbote wie beispielsweise das von „Wikinig-Jugend“ und „Nationaler Liste“ führten zu einem Zulauf in die freie Kameradschaftsszene. Auch Thorsten Heise warb zu jener Zeit aktiv für den Aufbau von „neuen Organisationsformen“ und baute die Kameradschaft Northeim auf. Als Herausgeber der neonazistischen Zeitschrift „Volk in Bewegung“, vormals „Der Reichsbote“, agiert Heise am Rande der Legalität: Das Blatt propagiert eine geschlossene neonazistische Weltanschauung.

In den neunziger Jahren wurde Heise zudem zu einem Dreh- und Angelpunkt der bundesdeutschen neonazistischen Vertriebs- und Musikszene. Diese wurde bis zu ihrem Verbot 2000 im wesentlich durch das internationale Nazinetzwerk „Blood and Honour“ dominiert. „Blood and Honour“, zu deutsch „Blut und Ehre“ ist ein vom NSDAP-Ideologen Alfred E. Rosenberg geprägter, mittlerweile indizierter, Ausspruch, welcher vor allem in der Hitler-Jugend als Leitspruch fungierte. Ian John Stuart gründete „Blood and Honour“​​​​​​​ in Großbritannien mit dem Ziel, über Musik neonazistische Ideologie möglichst weit zu verbreiten und die entsprechende Bands zu vernetzen.

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Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica von Polizei begleitet

Quelle: Hallo Minden

Ein Rechtsrock-Konzert (Anm.d.Red.: Die Band heißt „Sturmwehr“) hat am Samstagabend in Porta Westfalica-Veltheim (Kreis Minden-Lübbecke) stattgefunden. Nach Einschätzung der Polizei Minden-Lübbecke versammelten sich am Abend in einem privaten Gebäude am Sprengelweg gut 60 Personen, die zum Teil aus dem Raum Ostwestfalen und dem angrenzenden Niedersachsen angereist waren.

Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz und kontrollierten im Umfeld der Veranstaltung diverse Fahrzeuge und deren Insassen. Gegen Mitternacht setzte nach und nach die Abreise der Personen ein, da auch die in der Rechtsrock-Szene bekannte Band die Örtlichkeit verließ. Störungen stellten die Einsatzkräfte nicht fest.

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Siehe auch: Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica hat Nachspiel

Konzert von Neonazis in Leun-Stockhausen (Hessen)

Quelle: Recherche-Nord

Am 24.03.2018 fand ebenfalls ein Konzert von Neonazis in Leun-Stockhausen (Hessen) mit rund 200 Teilnehmer*innen statt. (#NoNazis, #Rechtsrock, #Nazirock, #WhitePowerMusic, #B&H, #C18, #KC, #RightWing) – Fotostrecke der Teilnehmer*innen findet sich hier.

Bilderstrecke zum geplatzten NPD-Kongress in Wetzlar

Quelle: Recherche-Nord

Bilderstrecke zum geplatzten NPD-Kongress in Wetzlar, Hessen (wz2403). Neben NPD auch parteifreie Neonazis bis hin zu Combat18 (z.B Oidoxie) vor Ort. (#NoNazis #Rechtsrock #Nazirock,#WhitePowerMusic #B&H #C18 #KC #RightWing) Bilderstrecke findet sich hier.

Konzert der Neonaziszene in Veltheim (#NRW)

Quelle: Recherche Nord

Am Wochenende fand ein Konzert der Neonaziszene in Veltheim (#NRW) statt. Zuvor wurde es offen vom internationalen #Blood&Honour-Netzwerk beworben. #NoNazis, #Rechtsrock, #Nazirock, #WhitePowerMusic, #B&H #Unverständnis. Bilderstrecke findet sich hier: https://bit.ly/2ufTPjI

„Kraftschlag“ löst sich auf

Quelle: Blick nach Rechts

29.03.2018 – Die Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ gilt als international bekannteste Band in der „White Power-Szene“. Nach 30 Jahren soll jetzt Schluss sein.

30 Jahre nach ihrer Gründung will sich die norddeutsche Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ auflösen. Das teilte der Gründer und Sänger der Band, Jens-Uwe Arpe, jetzt mit. Er kündigte aber an, dass die Band vor der Auflösung noch einen Tonträger veröffentlichen werde. Außerdem werde man „selbstverständlich noch alle zugesagten Konzerte spielen“. Damit dürfte es mit dem angekündigten Auftritt im Juni beim zweitägigen Rechtsrock-Event „Tage der nationalen Bewegung“ im südthüringischen Themar das letzte Mal sein, dass „Kraftschlag“ die Bühne betritt. Im Mai ist noch ein Konzert in Schweden angekündigt.

Die 1989 in Itzehoe gegründete Formation gilt noch heute als eine der einflussreichsten und international bekanntesten Bands in der White-Power-Szene. Sie besitzt enge Verbindungen zu dem 2000 in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk und eine große Nähe zum rassistischen „Ku Klux Klan“ (KKK). In einem MDR-Beitrag machte Arpe aus seiner Nähe zum Nationalsozialismus keinen Hehl und erklärte: „Meine Ideale sind 1945 aufgehängt worden.“ Als seine drei Wünsche erläuterte er: „Deutschland in den Grenzen von 1937, (…) konsequente Ausländerrückführung, (…) wirklich ein Nationalstaat mit einer Volksgemeinschaft“.

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Prolligans auf Tauchstation?

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Für Ende Mai ist ein Konzert mit den Prolligans angekündigt. Der genaue Ort allerdings bleibt geheim. Das Vorgehen der vorgeblich unpolitischen Allgäuer Band ist aus der Neonaziszene bekannt.

Unter dem Titel »Oifach Oi! Teil II« sollen am 25. Mai 2018 die Prolligans als Headliner mit den Bombecks und Kotten auf einer Bühne irgendwo in Baden-Württemberg auftreten. Das geht aus einem Flyer hervor, den Allgäu ⇏ rechtsaußen heute veröffentlicht. Online soll die Information nicht verbreitet werden.

Nur wer Karten über eine offenbar speziell für das Event erstellte Emailadresse bestellt, erfährt Näheres zu dem genauen Veranstaltungsort. Damit wird nun nun eine Verfahrensweise auf das Konzert der Prolligans angewendet, die auch bei klassischen Neonazikonzerten verwendet wird, um örtliche Behörden im Dunkeln zu lassen und kritische Berichterstattung oder missliebigen Protest zu unterbinden.

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Siehe auch: „Oi“-Band im Visier der Behörden

RECHTS ROCKT NICHT!

Quelle: Rechts rockt nicht!

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild und Schwert“ stattfinden. Im „Hotel Neißeblick“ werden zwei Tage lang eine Vielzahl an Rechtsrockbands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld, ein Kampfsport-Event und jede Menge Merchandise dafür sorgen, dass mehrere tausend Nazis zusammenkommen. Sowohl das Datum als auch der Ort sind nicht zufällig gewählt. So können hunderte Nazis bereits am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, gemeinsam zu „Balladen“ „feiern“, bevor am Samstag eine Vielzahl einschlägiger „Blood & Honour“-Bands spielen sollen. Mit dem „Hotel Neißeblick“ wird auf eine Immobilie zurückgegriffen, die schon in der Vergangenheit für Veranstaltungen der NPD und der AfD genutzt wurde.

Organisiert wird das Festival vom rechten Multifunktionär Thorsten Heise aus Thüringen. Heise gilt in der Naziszene als Bindeglied zwischen „Freien Kameradschaften“ und der NPD. Er suchte Mitte der 2000er den Schulterschluss zwischen parteiunabhängigen Nazis und der NPD, trat dafür selbst in die NPD ein und ist mittlerweile Landesvorsitzender in Thüringen. Doch damit nicht genug. Heise hat auch beste Kontakte in die Rechtsrockszene. So betreibt er einen bekannten Versände für neonazistische Musik, vor allem von Bands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld. Er ist einer der Organisationen der „Schulhof-CD“ der NPD gewesen und organisierte zuletzt in Thüringen den so genannten „Eichsfelder Heimattag“.

Für 45 Euro bekommt das zahlende Publikum, erwartet werden weit über 1000 Teilnehmende, eine komplette neonazistische Lebenswelt geboten. Neben dem Musikprogramm stehen mehrere Freefight-Kämpfe auf dem Programm, daneben soll es eine Tattoo-Convention geben, politischen Reden und natürlich reichlich Bier. Unter dem Deckmantel der politischen Versammlung soll ein kommerzielles Konzert- und Nazilifestyle-Event etabliert und die Kassen der Szene aufgefüllt werden. Mit der Wahl des kleinen 2.500-Einwohner*innen-Ortes an der deutsch-polnischen Grenze hoffen die Organisatoren auf ein störungsfreies Festival. Für zwei Tage soll mit der schieren Masse des anreisenden Publikums eine temporäre nationalbefreite Zone entstehen und etwaige Widerstände ausgebremst werden. Wenn das gelingt ist anzunehmen, dass sich die NPD künftig regelmäßig in Ostritz einfindet. Bereits im Oktober hat Heise eine weitere Veranstaltung angemeldet.

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Ein „NSU-V-Mann“ von höchster Güteklasse

Quelle: Telepolis

Fall Szczepanski immer zentraler – BfV kontrollierte die Quelle „Piatto“ – Vor dem Untersuchungsausschuss in Brandenburg müssen Verfassungsschutzbeamte Rede und Antwort stehen

Enthüllungen im NSU-Skandal haben inzwischen einen doppelten Informationsgehalt: Einmal das Neue an sich – und dann, dass es erst heute, mit Jahren Verspätung, bekannt wird. Und zwar nur, weil Abgeordnete explizit danach fragen. Konkret: Der V-Mann „Piatto“ alias Carsten Szczepanski hatte nicht nur, wie man seit einiger Zeit weiß, Kontakt zum unmittelbaren Umfeld von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe in Chemnitz. Sondern, und das ist neu, auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) war von Anfang an über alle Einzelheiten und Meldungen informiert. Darunter die Einschätzung der Brandenburger bereits 1998, bei dem Trio handle es sich um Rechtsterroristen.

So könnte man die Ergebnisse der letzten Doppelsitzung des NSU-Untersuchungsausschusses (UA) von Brandenburg zusammenfassen.

Vor allem die Rolle des BfV muss neu bewertet und überprüft werden. Seit Jahren kolportieren Verantwortliche, das Amt sei ungenügend unterrichtet gewesen, auch weil die Zusammenarbeit der einzelnen Ämter mangelhaft sei. Das entpuppt sich als Nebelwerferei. Das Gegenteil ist der Fall: Die Quelle „Piatto“ war auch Bundessache.

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Martialische NSBM-Klänge in Norditalien

Quelle: Blick nach Rechts

26.03.2018 – In der Nähe der norditalienischen Stadt Mailand soll am 7. April die siebte Auflage des „Hot Shower-Festivals“ stattfinden.

Fest etabliert hat sich im jährlichen Kalender der NS-Black Metal-Szene (NSBM) das „Hot Shower-Festival“ in der Nähe von Mailand. Die siebte Auflage findet unter dem Motto „Würstelmania Edition“ am 7. April statt. Mit dabei an dem Samstag sind auch zwei deutsche Bands.

Insgesamt werden bereits seit August des Vorjahres sieben Combos angekündigt. Dazu gehört die 2002 gegründete Band „Wodulf“ aus Griechenland. Eine weite Anreise aus Argentinien vor sich haben „Ulfhethnar“. Aus Russland stammen „Velimor“, die mit ihren unter anderem antisemitischen Titeln seit 2001 aktiv sind. 2015 veröffentlichten sie ihr mittlerweile drittes und bislang letztes Album. Aus Finnland vorgesehen sind „Vithran Werwolf“ und „Circle of Dawn“. Letztere wurden als Islamgegner und für ihre maskierten Auftritte bekannt. Aktuell sind die Finnen beim Label Darker Than Black gelistet, mit dem Hendrik Möbus von „Absurd“ international tätig ist.

Dessen Band „Absurd“ ist neuerdings auch wieder live unterwegs. Zuletzt noch im Dezember in Kiew auf der Bühne, ist nun der nächste Auftritt am 7. April für Norditalien geplant. Dabei kommen inzwischen auch andere Sessionmusiker zum Einsatz. Beim „Asgardsrei“-Festival in der ukrainischen Hauptstadt, benannt nach einem „Absurd“-Albumtitel, spielte beispielsweise Thomas Kosmas, Spitzname „Commando Wolf“, aus Griechenland den Bass. Er gehörte viele Jahre zur griechischen NSBM-Band „Der Stürmer“, mit der er sich zuletzt aber überworfen hatte.

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OSTRITZ IM APRIL: DER OFFEN MILITANTE TEIL DER NAZISZENE WIRD KOMMEN

Quelle: Rechts rockt nicht

Am 20. und 21. April 2018 findet in Ostritz das neonazistische Hassfestival Schild und Schwert statt. Erwartet werden mehrere tausend Nazis, um gemeinsam ihrer völkisch-nationalistischen Ideologie zu frönen. Das Spektrum das hier mobilisiert wird ist überaus gewaltaffin und -suchend. Das zeigt sich schon im Programm:

Mit „Kategorie C“ spielt eine Band, die besonders in Hooligankreisen eine große Anhängerschaft hat. Hannes Ostendorf, Sänger von Kategorie C, trat etwa im Oktober 2014 in Köln bei der von Ausschreitungen überschatteten „Hooligans gegen Salafisten“-Demonstration auf.

Ebenfalls angekündigt ist „Oidoxie“. Die Band propagiert in ihren Texten „Leaderless Resistance“ (führerloser Widerstand) und „Race War“ (Rassenkrieg), auf Konzerten warben sie für die Terrorgruppe „Combat 18“, die für eine Vielzahl von Anschlägen verantwortlich gemacht wird und der bewaffnete Arm der der in Deutschland verbotenen Vereinigung „Blood & Honour“ ist.

Die Band Lunikoff Verschwörung ist das Nachfolgeprojekt der als kriminelle Vereinigung eingestuften Rechtsrockcombo Landser. Sänger in beiden Bands war und ist Michael Regener. Er ist unter anderem Gründungsmitglied der Nazigruppierung „Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft“, die ihr Auftreten an die Rockersubkultur anlehnen. Ein bekanntes Mitglied dieser Gruppierung war der Polizistenmörder Kay Diesner.

Teil des Festivals ist ein Kampfsportevent, der von den Machern des „Kampfs der Nibelungen“ organisiert wird. Hinter dem Kampf der Nibelungen verbirgt sich eines der großen europäischen, offen nazistischen Kampfsportevents. Verbindendes Ziel der Kämpfer ist die Vorbereitung auf einen „Endkampf der Kulturen“, den sie in Zukunft auf die Straße tragen wollen. Propagiert wird, wie schon im Nationalsozialismus, ein Idealbild soldatischer Männlichkeit und Herrenmenschentum. Gezielt sollen damit Hooligans und Rocker an die Naziszene angebunden werden.

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Heino schenkt Heimatministerin Platte mit SS-Liedern

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Der Sänger Heino hat Nordrhein-Westfalens Heimatministerin Ina Scharrenbach eine Schlager-LP geschenkt.

Darauf sind Lieder wie „Wenn alle untreu werden“ – ein Gassenhauer aus dem „Liederbuch der SS“.
Die Opposition kritisiert Scharrenbach nicht nur wegen der Platte, sondern auch, weil sie Heino überhaupt empfangen hat.

Ina Scharrenbach erkannte zu spät, welch vergiftetes Geschenk ihr der Mann mit der dunklen Sonnenbrille und den allzeit blonden Haaren da überreichte. Nordrhein-Westfalens Heimatministerin lächelte sogar, als ihr Heino die LP mit den „schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandsliedern“ am vergangenen Samstag beim ersten „NRW-Heimatkongress“ in Münster überreicht hatte. Nur, das Lachen ist der CDU-Politikerin vergangen. Spätestens, seit die Westdeutsche Zeitung eruierte, welches Liedgut auf dem Doppelalbum von anno 1981 ertönt.

Nur einer der insgesamt 24 Titel – das „Steiger-Lied“ – hatte überhaupt einen Bezug zum Bundesland. Vieles hingegen klang schrecklich großdeutsch. „Wenn alle untreu werden“ ist ein Gassenhauer aus dem „Liederbuch der SS“. Und mit „Flamme empor“ und „Der Gott, der Eisen wachsen ließ“ intonierte Heino da noch weitere Melodien, die einst die Nazi-Schergen gesungen hatten.

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23.3.2018 Dosto/Bernau: One Step Ahead & The Spartanics

Diesen Freitag im Dosto in Bernau: Um 22.°° Uhr spielen One Step Ahead​ und The Spartanics ein Solikonzert für Verfahrenskosten.

Vorher gibt es um 19.°° Uhr einen Vortrag des Apabiz über die AfD in Berlin und Brandenburg:
Zwischen Nationalkonservatismus und völkischem Nationalismus

Die Alternative für Deutschland sitzt in mehreren Landtagen und kommunalen Gremien, unter den MandatsträgerInnen und FunktionärInnen finden sich sowohl Polit-Profis als auch absolute Parlamentsneulinge. Nach dem Sieg von Frauke Petrys´ nationalkonservativem Flügel im Kampf um die Parteispitze treten die ParteiaktivistInnen noch deutlicher mit extrem rechten Positionen in Erscheinung. Sowohl im Brandenburger als auch im Berliner Verband gibt es ParteiaktivistInnen mit rechter Biografie und Nähe zur extrem rechten Szene. Also alles verkappte Nazis, konservative Nationalisten oder einfach nur Parteiverdrossene mit einem Hang zu Rassismus?

Und am nächsten Tag gehts zum Halbfinale im AOK-Landespokal Brandenburg mit dem SV Babelsberg 03​ nach Neuruppin! Forza SVB!

Rechtsextreme, rassistische, antisemitische sowie sexistische Äußerungen werden nicht geduldet.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

FB-Event

Am 21. April auf nach Ostritz zum #platznehmen!

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft zum Protest gegen das Neonazifestival in Ostritz am 21. April auf und organisiert eine Anreise mit Reisebussen zu „Rechts rockt nicht!“ Vom 20. bis 22. April soll im „Hotel Neisseblick“ eines der größten Nazifestivals in Europa mit dem Titel „Schild und Schwert“ stattfinden.

„Im Landkreis Görlitz, zu dem Ostritz gehört, wurde die AfD zur Bundestagswahl stärkste Kraft. Michael Kretschmer, jetziger Ministerpräsident, verlor dort sein Mandat an die blauen Nazis“, so Juliane Nagel (MdL, Die Linke). „Die gegenwärtige Entwicklung in Sachsen ist das Ergebnis jahrelanger ignoranter CDU Politik. Sie hat nicht nur die Augen vor dem Problem zunehmend etablierter Nazistrukturen verschlossen, sondern antirassistisches Engagement kriminalisiert und Demokratiebildung massiv vernachlässigt.“

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Vom versteckten und offenen Antisemitismus im Rechtsrock

Quelle: Beltower News

Die Feindbilder in den menschenverachtenden Texten rechtsextremer Musik sind facettenreich. Antisemitismus und antisemitische Verschwörungsideologien spielen dabei eine zentrale Rolle.

Das erste Rechtsrock-Festival des Jahres 2018 beginnt am 20. April, passend zur Feier des Geburtstags von Adolf Hitler: Wenige Meter vom Bahnhof des polnischen Dorfes Krzewina entfernt findet das zweitägige „Schild und Schwert“-Festival auf dem Gelände des Hotels „Neißeblick“ im ostsächsischen Ostritz statt. Das Motto lautet: „Reconquista Europa“. Ein zweites „Schild und Schwert“-Festival wurde bereits für den 02./03. November 2018 angekündigt. „Es gibt die Befürchtung, dass Ostritz zu einem zweiten Themar wird“, meint die sächsische Linken-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz. Sie vermutet, das Festival könnten weit mehr als die angemeldeten 750 Teilnehmenden besuchen. Themar sorgte Mitte Juli 2017 für bundesweite Schlagzeilen: Über 6.000 Neonazis feierten einschlägig bekannte Rechtsrock-Bands wie „Stahlgewitter“ und „Die Lunikoff Verschwörung“. Die Veranstaltung war eines der größten Rechtsrock-Konzerte in der bundesdeutschen Geschichte. In Themar sollen die „Tage der nationalen Bewegung“ am 08./09. Juni an die „Erfolge“ des letzten Jahres anknüpfen.

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