„Wir gegen sie“: Ein Gespräch über Rechtsrock

Quelle: Badische Zeitung

Die Wochen gegen Rassismus widmen sich dem Rechtsrock. Experte Michael Weiss erklärt, warum die Übergänge zwischen Mainstreambands wie Freiwild und neonazistischer Ideologie fließend sind.

Am Dienstag, 13. März, hält der Journalist und Rechtsrock-Experte Michael Weiss in Freiburg einen Vortrag über „Rechtsrock und Grauzonenbands“. Hier spricht er über fließende Übergänge zwischen Mainstream und neonazistischer Ideologie.

Der Sonntag: Herr Weiss, bei Interviews drucken wir in der Regel die Fotos unserer Gesprächspartner ab – das aber haben Sie abgelehnt. Warum?

Weiss: Da bitte ich um Verständnis, aber ich recherchiere seit vielen Jahren in neonazistischen Szenen und habe es dort mit militanten Neonazis zu tun. Für meine Sicherheit und Bewegungsfreiheit ist es daher förderlich, wenn es keine öffentlichen Bilder von mir gibt.

Der Sonntag: Popkultur galt einst als progressiv und emanzipatorisch. Diese Zeiten sind vorbei, längst hat sie sich nach rechts geöffnet: Das zeigt die Band Freiwild, die im April in Freiburg auftritt.

Weiss: Die Übergänge zwischen Mainstream und neonazistischen Ideologien sind fließend, hier gibt es sicher eine Grauzone. Außerdem halten sich rechte Inhalte nicht an Genregrenzen – es geht hier längst nicht mehr nur um Rockmusik, sondern um ein Lebensgefühl, eine politische Einstellung.

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