Weiter Proteste gegen geplante Hasssänger-Auftritte in Deutschland

Quelle: Queer.de

In Berlin wurde das Konzert von Bounty Killer, der in Songs zur Ermordung von Schwulen aufruft, bereits abgesagt. In Wuppertal, Dortmund und Regensburg soll der Jamaikaner nach wie vor auftreten.

LGBTI-Aktivisten wehren sich gegen drei in Deutschland geplante Auftritte des homophoben Dancehall-Interpreten Bounty Killer. Nach Protesten hat der Festsaal Kreuzberg in Berlin ein Konzert des 45-Jährigen bereits gestoppt (queer.de berichtete). Ein Auftritt im Dortmunder Junkyard am 29. April sowie eine Showsession in Wuppertal am gleichen Tag und ein Auftritt im Mischwerk Regensburg am 11. Mai sind aber nach wie vor angesetzt.

Die LSVD-Landesverbände von Nordrhein-Westfalen und Bayern riefen daher am Freitag gemeinsam die Veranstaltungsorte zu einer Absage der Konzerte auf. „Gewaltverherrlichende Texte und Anfeindungen gegenüber Homosexuellen haben auf Bühnen nichts verloren. Unter den Deckmantel der Kunstfreiheit attackieren Interpreten wie Bounty Killer Lesben und Schwule und gefährden den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, erklärte dazu Arnulf Sensenbrenner vom LSVD-Verband in NRW. Besonders wichtig sei Protest in Zeiten, „in denen Rapper mit ihren menschenfeindlichen Texten ausgezeichnet werden und rechtspopulistische und religiös-fundamentalistische Hetze wieder salonfähig wird“. Ein Auftritt von Bounty Killer würde das „demokratiefeindliche Klima“ noch verschärfen.

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