Archiv für April 2018

ABW poluje na faszystów z Dzierżoniowa. Antyterroryści i kilkuset policjantów kryminalnych w akcji

Schwerer Polizeieinsatz mit Antiterroreinheiten heute Abend gegen Blood&Honour-Nazi-Konzert „Night of Identity“ in Dzierżoniów bei Wrocław/PL.
Konzert organisiert von Gruppe Club 28. Mehrere Festnahmen wg. Drogenbesitz. Ausrichter konnten wohl entkommen:

36Kilkuset dolnośląskich policjantów wspierało w sobotę wieczorem funkcjonariuszy Agencji Bezpieczeństwa Wewnętrznego, którzy przybyli do Dzierżoniowa, by nie dopuścić do neonazistowskiego koncertu.

Lokalni neonaziści, zgrupowani w nieoficjalnej organizacji Club 28 (cyfry symbolizują litery alfabetu B i H, jak Blood and Honour – działająca na całym świecie faszystowska międzynarodówka), przechytrzyli prawie wszystkich. Najpierw – kilka miesięcy temu zapowiedzieli – swoją imprezę pod hasłem „Noc tożsamości” w internecie. Potem poinformowali o jej odwołaniu.

Jednym z powodów odwołania miał być odbywający się na polskiej granicy, w niemieckim Ostritz, festiwal „Schild und Schwert”, na którym grały w sobotę największe gwiazdy niemieckiej odmiany brunatnego rocka – m.in. zespół Oidoxie, który rok temu, na zaproszenie Clubu 28, grał na koncercie we wsi Grodziszcze pod Świdnicą. Ale po cichu cały czas przygotowywali swoją imprezę w Dzierżoniowe. To właśnie z tym dolnośląskim miasteczkiem związani są doskonale znani służbom Krzysztof S., ps. „Słowik”, i Piotr G., ps. „Dziki” (to brat aresztowanego niedawno za wyprowadzanie pieniędzy z dolnośląskiego PCK radnego PiS Jerzego G.). Obaj byli już w przeszłości karani za gloryfikację nazizmu i nawoływanie do nienawiści wobec osób o innym kolorze skóry, narodowości i wyznaniu. A dziś przewodzą polskiemu Clubowi 28.

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Rostock: Bewährungsstrafen im Thiazi-Prozess

Quelle: NDR

Im Prozess gegen drei Betreiber der ehemaligen rechtsextremistischen Internetplattform „Thiazi-Forum“ wurde am Donnerstag das Urteil gesprochen. Das Landgericht Rostock verhängte gegen die Angeklagten aufgrund ihrer Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in Tateinheit mit Volksverhetzung Bewährungsstrafen von 19, 21 und 22 Monaten.

Volksverhetzende Musik zum Download

Der 69-Jährige und die beiden 42-jährigen Männer gehörten zur konspirativen Führung der Plattform. Sie ermöglichten Austausch und Abruf von NS-Symbolen und rechtsextremen Musikdownloads, aber auch gewaltverherrlichenden oder pseudowissenschaftlichen Texten, die den Holocaust als Erfindung bezeichnen.

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Weiter Proteste gegen geplante Hasssänger-Auftritte in Deutschland

Quelle: Queer.de

In Berlin wurde das Konzert von Bounty Killer, der in Songs zur Ermordung von Schwulen aufruft, bereits abgesagt. In Wuppertal, Dortmund und Regensburg soll der Jamaikaner nach wie vor auftreten.

LGBTI-Aktivisten wehren sich gegen drei in Deutschland geplante Auftritte des homophoben Dancehall-Interpreten Bounty Killer. Nach Protesten hat der Festsaal Kreuzberg in Berlin ein Konzert des 45-Jährigen bereits gestoppt (queer.de berichtete). Ein Auftritt im Dortmunder Junkyard am 29. April sowie eine Showsession in Wuppertal am gleichen Tag und ein Auftritt im Mischwerk Regensburg am 11. Mai sind aber nach wie vor angesetzt.

Die LSVD-Landesverbände von Nordrhein-Westfalen und Bayern riefen daher am Freitag gemeinsam die Veranstaltungsorte zu einer Absage der Konzerte auf. „Gewaltverherrlichende Texte und Anfeindungen gegenüber Homosexuellen haben auf Bühnen nichts verloren. Unter den Deckmantel der Kunstfreiheit attackieren Interpreten wie Bounty Killer Lesben und Schwule und gefährden den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, erklärte dazu Arnulf Sensenbrenner vom LSVD-Verband in NRW. Besonders wichtig sei Protest in Zeiten, „in denen Rapper mit ihren menschenfeindlichen Texten ausgezeichnet werden und rechtspopulistische und religiös-fundamentalistische Hetze wieder salonfähig wird“. Ein Auftritt von Bounty Killer würde das „demokratiefeindliche Klima“ noch verschärfen.

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In der Freizeit ein Hammerskin

Quelle: taz

VW kündigte einem Neonazi wegen rechtsextremer Aktivitäten. Das Arbeitsgericht Braunschweig erklärt die Kündigung für nichtig.

Rechtsextreme Freizeitaktivitäten sind kein Kündigungsgrund. Mit dieser Begründung hat das Arbeitsgericht Braunschweig den Rauswurf von Denniz Kiebitz für nichtig erklärt. Das Volkswagenwerk Salzgitter hatte Kiebitz vergangenen Sommer wegen rechtsextremer Aktivitäten entlassen. Kiebitz wehrte sich – zu Recht, fand das Gericht: „Was der Mann in seiner Freizeit auch getan haben könnte, es stellt keinen Verstoß gegen seine Pflichten als Arbeitnehmer dar.“

Im Werk sind die politischen Aktivitäten Kiebitzens schon lange bekannt. Bereits 2013 organisierte er als Mitglied der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“ ein bundesweites „National Officer Meeting“ im Dorfgemeinschaftshaus in Werlaburgdorf im Landkreis Wolfenbüttel. 30 Anhänger kamen.

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Antifa Meran verurteilt Konzert auf Schloss Runkelstein

Quelle: Südtirol News

Bozen/Meran – Die Antifa Meran kritisiert die Genehmigung für einen Auftritt der Band „Comgagnia dell’anello“ in den Räumlichkeiten der Gemeinde Bozen auf Schloss Runkelstein heftig.

Die Band wurde bereits in den 70-er Jahren von Mitgliedern der Fronte della Gioventù, dem Jugendableger der postfaschistischen MSI, gegründet. Wie die Antifa die Band zitiert, habe die Gruppe angefangen, Lieder zu schreiben, weil „für die Faschisten niemand singen würde“.

„Diese Aussage lässt keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Gruppe. Und das heißt: Sie hat nichts in Räumlichkeiten der Stadt Bozen zu suchen“, so die Antifa Meran.

Dieses Konzert stelle einen weiteren Versuch der Neofaschisten dar, durch ein auf den ersten Blick harmloses Musikfest rechtsextreme Propaganda zu betreteiben. Es sei skandalös, dass die Gemeinde Bozen ihre Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellt.

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Siehe auch: Faschisten auf Schloss Runkelstein

BMG stoppt Zusammenarbeit mit Rappern Kollegah und Farid Bang

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Das Musikunternehmen BMG hat die Zusammenarbeit mit den beiden Rappern Kollegah und Farid Bang vorerst gestoppt.

BMG hatte in Kooperation mit zwei Musiklabels das umstrittene Album „Jung Brutal Gutaussehend 3″ der beiden Künstler veröffentlicht.

Eine Textzeile hatte heftige Kritik und eine Debatte um Antisemitismus ausgelöst.

Wegen der Debatte um Antisemitismus nach der Echo-Auszeichnung für ein Rap-Album will die Plattenfirma BMG die Zusammenarbeit mit den beiden Rappern Kollegah und Farid Bang vorerst einstellen. „Wir hatten den Vertrag über ein Album. Jetzt lassen wir die Aktivitäten ruhen, um die Haltung beider Parteien zu besprechen“, sagte Vorstandschef Hartwig Masuch am Donnerstag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir entschuldigen uns bei den Menschen, die sich verletzt fühlen“, sagte Masuch weiter.

BMG hatte in Kooperation mit zwei Musiklabels das umstrittene Album „Jung Brutal Gutaussehend 3″ der beiden Künstler veröffentlicht. Es enthält auf einer Bonus-Disc einen Song mit der Textzeile „Mein Körper (ist) definierter als von Auschwitz-Insassen“. Die Musiker waren in der vergangenen Woche für das Werk mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Politiker, Künstler und Vertreter jüdischer Institutionen hatten es als antisemitisch eingestuft.

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Freiwild. Sandalen und Frikadellen – eine Kritik

Quelle: Prinzessinnenreporter

Musikprinzessin Jürgen Kasek hat sich das neue Album der italienischen Band „Freiwild“ angehört.

Bei Freiwild gibt es ja das offensichtliche – die Aneignung oder Abneigung. Dazwischen gibt es wenig. Für eine Band muss das nicht schlecht sein. Zeit also sich dem Sujet (schlagt nach, was es bedeutet) anzunähern und eine zeitgenössische Stilkritik zu schreiben. Freiwild-Fans, die ohnehin über jede Kritik erhaben sind, da sie ohnehin immer nur das hören, was sie hören wollen, sollten die Lektüre an dieser Stelle allerdings besser abbrechen.

Bei Freiwild kann man sich ja mehrere Ebenen anschauen und betrachten. Es gibt die politische, die kommerzielle und die musikalische.

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Zu diesen Bands wollen Neonazis in Ostritz „abhitlern“

Quelle: Beltower News

Am kommenden Wochenende wollen Neonazis im sächsischen Ostritz Hitlers Geburtstag feiern. Neben Tattoo-Convention, einem „Kampf der Nibelungen“ „politischen“ Redebeiträgen, werden auch Band auftreten.

Von Samira Alshater

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild & Schwert“ im „Hotel Neißeblick“ stattfinden. Weder Datum noch Ort dürften zufällig gewählt sein. Besonders die recht hochkarätigen Bands dürften viele Neonazis – auch aus dem Ausland – an Hitlers Geburtstag nach Sachsen mobilisieren.

Besonders brisant ist, dass das internationale, ultra-rassistische Netzwerk „Blood & Honour“ (B&H) für das Hass-Festival wirbt. Dazu passt, dass viele der in Ostritz auftretenden Bands ebenfalls aus dem „Blood & Honour“-Umfeld kommen.

„Blood & Honour“ dient dazu, ein profitables Geschäft – Musik, Konzerte, rechtsextreme Erlebniswelt – aufzuziehen und zu dominieren. Obwohl das Netzwerk in Deutschland verboten ist, gibt es bis heute in der Bundesrepublik Bands, Musikproduzenten, Versände und Personen-Zusammenschlüsse, die dem internationalen B&H-Netzwerk angeschlossen sind. Die Einnahmen durch das Musikgeschäft fließen zurück an die Neonazi-Szene. Einer der größten Nutznießer dürfte der ebenfalls verbotene und dennoch bewaffnete Arm „Combat 18“ sein. Ziel dieser Gruppierungen ist die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung.

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Hassgesänge am Landgericht Memmingen

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Ungewöhnliche Szenen am Landgericht Memmingen: Drinnen verließt ein Richter die Songtexte übler Nazimusik und Kundenlisten eines Szenehändlers. Draußen demonstrieren Nazigegner. Seit gestern muss sich der Betreiber von Oldschool Records erneut für die Verbreitung extrem rechter Hassgesänge verantworten.

»Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!« Diese Parole schallte Dienstag in der früh am Hallhof dem Betreiber eines Unterallgäuer Unternehmens entgegen, als er vor dem Landgericht Memmingen zu seinem Prozess erschien. Antifaschisten hatten sich vor dem Gebäude versammelt, um gegen sein Plattenlabel Oldschool Records zu protestieren. Die Nazigegner skandierten Parolen, warben für eine Demonstration am Samstag und hielten dem Neonazi und seinem Rechtsanwalt ein Banner »gegen rechte Gewalt« entgegen.

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Rechtsrock-Spektakel im Sommer

Quelle: Der Blick nach Rechts

Für den 25. August wird die dritte Auflage von „Rock gegen Überfremdung“ an nicht genanntem Ort beworben. Das Event soll offenbar wieder als politische Veranstaltung stattfinden, wofür bereits mehrere Redner benannt werden.

Es soll die dritte Auflage und damit die Fortsetzung der Rechtsrock-Veranstaltungsreihe „Rock gegen Überfremdung“ werden, die seit geraumer Zeit für den 25. August angekündigt wird, ohne den genauen Ort preis zu geben. Als Orientierung ist lediglich von Mitteldeutschland die Rede.

Im Vorjahr fand das braune Spektakel, das von dem Neonazi Tommy Frenck als politische Versammlung angemeldet wurde, im thüringischen Themar statt. (bnr.de berichtete) Mit rund 6000 Besuchern war es die deutschlandweit größte Musikveranstaltung der Neonazi-Szene. In diesem Jahr soll die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe nach Bekundungen der Organisatoren ausdrücklich nicht in Themar durchgeführt werden. In Videoclips wird das Ereignis online bereits beworben. Jacky Süßdorf, NPD-Funktionärin aus dem Saarland, prahlt bereits, das Meeting werde diesmal auf einem Areal stattfinden, das 20 000 Besuchern Platz bietet.

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Mutmaßliche Terrorgruppe „Nordadler“

Quelle: Der Blick nach Rechts

17.04.2018 – Razzia im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft bei mehreren Personen in Norddeutschland. Sie stehen im Verdacht, Anschläge auf politische Gegner „in Erwägung“ gezogen zu haben.

Erstaunlich viele Rechte wussten von der Existenz der heute aufgeflogenen mutmaßlichen Terrorgruppe „Nordadler“. Vom AfD-Ratsherr aus Papenburg über die Vorsitzende des „Rings Nationaler Frauen“, dem Hamburger NPD-Vorsitzenden, dem stellvertretenden NPD-Vorsitzenden aus dem Eichsfeld, den „Patrioten für Niedersachsen“, dem niedersächsischen NPD-Chef bis hin zum bekannten Neonazi Meinolf Schönborn kannten offenbar viele die Gruppe um Wladislav S. und Patrick S., etwa 1600 User sollen sie gelikt haben.

Heute im Morgengrauen gingen Polizeibeamte im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe gegen die beiden Männer aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie zwei weitere aus dem Großraum Bremen und dem Emsland vor. Die Gruppe steht im Verdacht, Anschläge auf politische Gegner „in Erwägung“ gezogen zu haben. Die Mitglieder sollen sich bemüht haben, an Waffen, Munition und Baumaterial für Brand- und Sprengvorrichtungen heranzukommen. Gefunden wurde anscheinend nichts davon, Datenträger aber beschlagnahmt. Festnahmen gab es nicht.

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Siehe auch: Terrorgruppe Nordadler: Rechtsextreme wollten Waffen und Material zum Bombenbau beschaffen

Neonazi-Fest in Sachsen: Angst vor den braunen Horden

Quelle: Spiegel Online

Wir rechnen eher mit Tausenden Neonazis…

Der sächsischen Kleinstadt Ostritz stehen unruhige Tage bevor: Hunderte Rechtsextreme werden zu einem Festival erwartet. Die Polizei fährt ein Großaufgebot auf, die Politik gibt sich machtlos.

Patrouillenboote auf der Neiße, abgeriegelte Straßenzüge, ein Großaufgebot der Polizei: Ab Freitag wird der beschauliche Ort Ostritz im Osten Sachsens zur Hochsicherheitszone. Die 2300-Einwohner-Stadt wird für drei Tage zum Zentrum der rechtsextremen Szene. Es könnte sogar das bundesweit größte Treffen in diesem Jahr werden.

1000 Neonazis sollen laut Veranstalter am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, zu dem dreitägigen Event an die polnische Grenze reisen. Doch schon seit Bekanntwerden des Treffens geht die Angst um, die Zahlen könnten weitaus höher ausfallen. Der sächsische Verfassungsschutz glaubt sogar, dass Erfolg und Misserfolg maßgeblich über die Zukunft der rechten Szene in Sachsen entscheiden werde.

Bei der Polizei laufen seit Wochen die Vorbereitungen. Ab Freitag will sie mit einem Großaufgebot die Veranstaltung absichern. Von bis zu 1000 Polizisten ist die Rede, auch wenn die Behörde das offiziell nicht bestätigt. Nur so viel: „Sie werden an jeder Straßenecke mehrere Beamte treffen“, sagte der Leiter des Görlitzer Polizeireviers, Holger Löwe, der „Sächsischen Zeitung“.

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Nazi-Konzerte als Geschäftsmodell

Quelle: Neues Deutschland

Zahl der Rechtsrock-Veranstaltungen im vergangenen Jahr gestiegen / Szene setzt zunehmend auf Professionalisierung

Im vergangenen Jahr fanden bundesweit 289 Rechtsrock-Konzerte statt. Das sind 66 mehr als 2016, wie aus einer Anfrage des LINKE-Bundestagsabgeordneten André Hahn hervorgeht. Den größten Zuwachs gab es demnach in Thüringen und Sachsen. Zentrale Gründe sind die Professionalisierung im Rechtsrock und der Rückzug der Neonazi-Szene in subkulturelle Milieus.

Die Zeiten, in denen Neonazis gebrannte CDs mit schlecht kopierten Covern von Bands wie »Macht & Ehre« oder »Screwdriver« austauschten, sind längst vorbei. Heute ist Rechtsrock vor allem ein Geschäftsmodell. Wenn sich am Wochenende tausende Neonazis im sächsischen Ostritz zum »Schild und Schwert« Festival treffen, dann wird es auch eine neue Scheibe der Dortmunder Nazi-Band »Oidoxie« geben. Das hat der langjährige Nazi-Kader und Veranstalter des Festivals, Thorsten Heise, vor wenigen Tagen in einer Videobotschaft versprochen. In seiner Ankündigung spricht Heise von exklusivem Merchandise zur Premiere in Ostritz. Ein T-Shirt soll es geben und eine spezielle Edition des Albums in einer Holzbox. Dinge, die auch aus der normalen Popmusik bekannt sind.

Stefan Heerdegen von »Mobit«, der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen, sieht drei zentrale Gründe für die hohe Zahl der Konzerte im Freistaat. »Thüringen liegt zentral, es gibt hier erfahrene Veranstalter und zahlreiche Immobilien in der Hand von Neonazis«, so Heerdegen gegenüber »nd«.

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Prozess gegen rechtes Plattenlabel – wer steckt dahinter?

Quelle: BR

„Freikorps“ oder „Kraft durch Froide“ nennen sich die Interpreten, die auf der Homepage des Plattenlabels „Oldschool Records“ vertrieben werden. Wegen fragwürdiger Inhalte muss sich der Betreiber nun erneut vor Gericht verantworten. Doch wer steckt eigentlich dahinter?

Worum geht’s in dem Prozess?
Um die Frage: Volksverhetzung oder nicht. Vor Gericht steht ein 35-jähriger Mann aus Wolfertschwenden im Unterallgäu, der im Internet rechte bis rechtsextreme Musik verkauft. Das Landgericht Memmingen muss in diesem Berufungsprozess klären, ob die Texte auf den CDs, die der Händler verkauft hat, als rechte volksverhetzende Propaganda zu werten sind.

Es ist ja nicht der erste Prozess in dieser Sache …. Das Amtsgericht Memmingen war vor rund ein-einhalb Jahren der Meinung, dass der Händler in sieben Fällen gegen geltendes Recht verstoßen – und damit volksverhetzende Musik vertrieben hat. Der 35-Jährige wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Dagegen legten die Staatsanwaltschaft und auch die Verteidigung Berufung ein. Der Verteidiger will einen kompletten Freispruch erreichen. Der Anklagebehörde will den Freispruch verhindern, außerdem ist ihr die bisherige Geldstrafe zu niedrig ausgefallen.

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Warum Frei.Wild doch eine rechte Band sind

Quelle: BR Kultur

Frei.Wild distanzieren sich stets von Rechtsaußen – wettern aber genau wie AfD und Co. gegen eine „Diktatur des Mainstreams“ und gegen alles Fremde. Wie rechts sind Frei.Wild wirklich?

Frei.Wild sind eine der populärsten Bands im Deutschland der Zehner Jahre. 2013 sollten die vier Südtiroler zur Verleihung des Musikpreises Echo eingeladen werden. Nach Protesten anderer Künstler wurde die Band wieder ausgeladen. Kritiker halten sie für rechtsradikal: Frei.Wild-Sänger Philipp Burger hat eine Nazi-Vergangenheit als Sänger und Gitarrist der Rechtsrock-Band Kaiserjäger. Jugendsünden, sagt er selbst. Heute liefern Frei.Wild mit ihrem aggressiven Patriotismus den Soundtrack zu neurechten Bewegungen wie den Identitären, die vor einer „Islamisierung“ warnen und Politik machen mit der Angst vor den Fremden. Und kommen auch im Mainstream an: Von den letzten sechs Alben landeten vier auf Platz eins der deutschen Album-Charts, zwei auf Platz zwei. 2016 sind Frei.Wild endgültig angekommen in der Mitte der Gesellschaft, sie bekommen jetzt auch den Echo verliehen.

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Ostritz: Neonazi-Festival ist Ergebnis langjähriger Kontinuität

Quelle: Kulturbüro Sachsen

Zahlreiche gesellschaftliche Gruppen, Initiativen und Verbände rufen dazu auf am 20./21. April 2018 im ostsächsischen Ostritz mit unterschiedlichen Aktionsformen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen oder entschlossen gegen Neonazis und Rassismus zu demonstrieren. Anlass für diese Aktivitäten ist das extrem rechte „Schild und Schwert“-Festival.

Aus Sicht des Vereins Augen auf e.V. aus dem Landkreis Görlitz und dem Kulturbüro Sachsen e.V. ist das Neonazi-Festival in Ostritz das Ergebnis einer langjährigen Kontinuität organisierter neonazistischer Strukturen und Zusammenhänge in Ostsachsen. Die Region kann auf eine lange rechtsextreme Geschichte zurückblicken, die sich an unterschiedliche Punkten festmachen lässt.

In Ostsachsen existieren langjährig gewachsene Neonazi-Organisationen.

Im Landkreis Görlitz und Bautzen existieren zahlreiche neonazistische Organisationen, die bereits seit den 1990er Jahren aktiv sind und deren Kader über langjährige politische Erfahrungen verfügen. Der Nationale Jugendblock (NJB) Zittau feierte im letzten Jahr sein 25jähriges Bestehen mit einem rechtsextremen Konzert in seinen Vereinsräumen. Die Organisation „Schlesische Jungs“ besteht seit nunmehr 20 Jahren in Niesky. Durch die Verankerung langjähriger, gefestigter Strukturen kann die rechtsextreme Szene in der Region auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

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Die Zahlenspiele des Verfassungsschutzes

Quelle: Störungsmelder

Überraschende Zahlen des bayerischen Verfassungsschutzes: Im Jahr 2017 soll im Freistaat nur ein rechtsextremes Konzert stattgefunden haben. Möglich macht das eine eigenwillige Definition.

Glaubt man Zahlen aus dem Haus des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, dann müsste die rechte Konzertszene im Freistaat kurz vor dem Ende stehen. Gerade mal ein einziges Neonazi-Konzert ist im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2017 aufgezählt, den der CSU-Politiker am Mittwoch im Landtag vorstellte. Bayern – ein Ort, wo ewiggestrige Liedermacher und gegrölte Hassparolen praktisch keine Chance haben? Eine beruhigende Nachricht wäre das, denn rechte Musik ist für Jugendliche oft der erste Kontakt mit der Neonazi-Szene.

Oppositionspolitiker können das kaum fassen. Erst Anfang des Monats hatte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Schulze, ein ausführliches Lagebild zum Rechtsextremismus im Freistaat vorgestellt. Demnach gab es 2017 in den Regierungsbezirken Schwaben und Oberbayern nicht eines, sondern fünf rechte Konzerte mit insgesamt 320 Besuchern.

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„Der deutsche Rap ist so antisemitisch wie Rechtsrock“

Quelle: Berliner Morgenpost

Nach dem Echo für Kollegah und Farid Bang spricht der jüdische Rapper Ben Salomo im Interview über Judenfeindlichkeit im Rap.

Die Rapper Kollegah und Farid Bang haben einen Echo gewonnen. Unter anderem mit der Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz­Insassen“. Der Rapper Ben Salomo ist Jude. Der 41-Jährige wurde in Israel geboren und ist in Berlin aufgewachsen. Außerdem organisiert er Deutschlands größtes Battle-Rap-Event „Rap am Mittwoch“. Mit Julius Betschka hat er über den wachsenden Antisemitismus in der Szene gesprochen.

Sie sind selbst Teil der Rap-Szene, die nach der Verleihung des Echos an Kollegah und Farid Bang nun als antisemitisch beschrieben wird. Haben Sie selbst Antisemitismus erfahren?

Ben Salomo: Natürlich. Das fängt damit an, dass Backstage jemand einen Joint nicht weitergibt und als „Jude“ beschimpft wird. In Gesprächen mit anderen Rappern werde ich sofort in die Außenminister-Position von Israel gedrängt. Da soll ich mich dann von der Politik Israels distanzieren. Aber ich habe Antisemitismus nicht nur in der Rap-Szene erlebt – das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Ich wurde bereits in der siebten Klasse von türkischen und arabischen Mitschülern wegen meines Jüdischseins diskriminiert und angegriffen.

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Naziwatch Dortmund Outing-Broschüre

Quelle: Indymedia

Hier ein Überblick über die Nazis aus Dortmund, damit alle rund um den 14.04. wissen, mit wem sie es zu tun haben.
Unser Blog ist momentan offline. Hier ein Überblick über die Nazis aus #Dortmund, damit alle rund um den 14.04. wissen, mit wem sie es zu tun haben. Ladet die Broschüre runter, schickt sie Freund*innen und ladet sie selbst hoch!
https://docs.zoho.com/file/6dl8o4ab268863a954ac690b79ff79c350e26
Wir bleiben weiterhin aktiv und sind bald wieder an anderer Stelle online. Stay tuned!

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Was deutsche und polnische Neonazis eint

Quelle: Deutschlandfunk

Zum Rechtsrock-Festival im sächsischen Ostritz werden auch polnische Neonazis erwartet. In der rechten Szene gebe es gute Kontakte zwischen Deutschland und Polen, sagte Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen im Dlf. Ihr gemeinsamer Feind: der Islam und die Zuwanderer.

Das sogenannte Schild-und-Schwert-Festival soll am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, in Ostritz in Sachsen beginnen. Anreisen werden dabei wohl auch etliche Rechtsextreme aus dem Nachbarland Polen. Das könnte man befremdlich finden, fordern doch deutsche Neonazis regelmäßig ein Deutschland in den Grenzen vor 1938. Doch insbesondere die sehr aktive polnische Division der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppierung „Blood and Honour“ habe „keine Berührungsängste mit deutschen Nazis“, sagte Starosta.
Polnische und deutsche Nationalisten hätten einen gemeinsamen Feind identifiziert: den Islam und die vermeintliche Bedrohung Europas durch islamische Einwanderung. Ziel der Blood-and-Honour-Bewegung sei die Existenzsicherung der weißen Rasse und der Kampf für eine angebliche arische Kulturtradition.

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