Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert in Reinheim

Quelle: Echo Online

REINHEIM/SPACHBRÜCKEN – Der große Polizeieinsatz am Freitagabend in und um Reinheim herum ist auch Tage später noch Gesprächsthema im Ort. Die Polizei hatte laut Sprecher Sebastian Trapmann „genügend Einsatzkräfte“ – Zahlen werden nicht genannt – vor Ort, um den erwarteten 80 Besuchern eines rechten Rockkonzerts in der Kuckuckshütte in Spachbrücken entsprechend etwas entgegenzustellen. Das Ziel war klar: „Wir wollten verhindern, dass es zu einem Rechtsrockkonzert kommt“, sagt Trapmann.

Die Band „Sleipnir“ aus Nordrhein-Westfalen hätte in Spachbrücken auftreten sollen. Wie Irmhild Rittmeyer für das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ hinweist, ist der Kopf der Band der neonazistischen Liedermacher Marco Bartsch. Vom Bundesamt für Verfassungsschutz werde die Gruppe zudem als rechtsextremistische Band eingeschätzt. Der Kuckucksverein, der die Hütte vermietet, wusste davon jedoch erst, als die Polizei Kontakt mit dem Vorsitzenden Klaus Ahl aufnahm. Die Veranstaltung war als Geburtstagsfeier deklariert. „Wir können nicht von jedem Mieter ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen“, sagt Klaus Ahl. Als klar war, was dort passieren sollte, trat der Verein unverzüglich vom Mietvertrag zurück. Zu einer Schlüsselübergabe kam es nicht. „Wir wollten nicht, dass es ausufert“, sagt Ahl. Der Mieter, der aus Reinheim stammt, wurde von der Polizei darüber informiert. Für ihn gibt es laut Trapmann keinerlei rechtliche Konsequenzen. Stellung zu dem Vorgang wollte der Mieter – der Name ist der Redaktion bekannt – auf ECHO-Anfrage nicht nehmen.

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