„Der III. Weg“ International

Quelle: Antifainfoblatt

Die Neonazi-Partei »Der III. Weg« unterhält gute Beziehungen ins Ausland – auch in Staaten wie Syrien und den Libanon. Dabei profitiert die Organisation teilweise von Verbindungen, die Aktivisten des verbotenen »Freien Netzes Süd« geknüpft haben.

Lange hat die neonazistische Kleinstpartei »Der III. Weg« nicht gewartet, um ihre ersten Auslandsbeziehungen aufzunehmen. Bereits kurz nach ihrer Gründung im September 2013 hat die Organisation erste Kontakte in andere Staaten geknüpft, darunter insbesondere in die osteuropäischen Länder Tschechien und Ungarn sowie nach Griechenland. So hat sich die Partei am 15. Februar 2014 prominent an einem Aufmarsch im tschechischen Karlovy Vary (deutsch Karlsbad) beteiligt, wo als Ersatz für die jährlichen Aktionen in Sachsen ein »Trauermarsch« unter dem Motto »Ein Licht für Dresden« durchgeführt wurde. Als Redner waren damals die Führungskader Tony Gentsch und Matthias Fischer sowie der Parteivorsitzende Klaus Armstroff aufgetreten.

Es blieb nicht der einzige Kontakt, den die Neonazis ins Ausland gesucht haben. Schon im Januar desselben Jahres hatte sich eine Delegation – ebenfalls unter der Begleitung von Armstroff – am sogenannten Imia-Marsch in Griechenland beteiligt. Die Demonstration wird von der neofaschistischen Partei »Chrysi Avgi« (Goldene Morgenröte, griechisch Χρυσή Αυγή) augerichtet und gilt als einer der größten Aufmärsche Europas. Sie bezieht sich auf den territorialen Streit zwischen Griechenland und der Türkei um die gleichnamige Insel, bei dem 1996 drei Mitglieder einer griechischen Hubschrauberbesatzung ums Leben gekommen waren. Die Goldene Morgenröte nutzt diesen Vorfall seit 1997 für ihre politischen Zwecke.

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