Rechtsrock hat Konjunktur

Quelle: Blick nach Rechts

Die Zahl der Rechtsrock-Veranstaltungen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Durchschnittlich fand im ersten Halbjahr 2018 bundesweit an mindestens jedem zweiten Tag ein Neonazi-Konzert statt.

Insgesamt 131 Rechtsrock-Konzerte mit mehr als 13.000 Besuchern haben die Behörden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gezählt. Das teilte das Bundesinnenministerium auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mit. Außerdem wurden zwei geplante Konzerte von der Polizei verboten, drei solcher Veranstaltungen im Vorfeld verhindert, heißt es in der Antwort. Im Vorjahreszeitraum zählten die Behörden 148 Konzerte der rechtsextremen Szene, im gesamten Jahr 2017 nahmen etwa 29.700 Personen an 296 braunen Konzertveranstaltungen im Bundesgebiet teil.

Allein im zweiten Quartal dieses Jahres registrierten die Behörden demnach 95 Straftaten im Zusammenhang mit rechten Musikveranstaltungen. Als Maßnahmen gegen den zunehmenden Einfluss der Neonazi-Musik wurden im ersten Halbjahr 66 Tonträger indiziert. Gründe für die Indizierung waren unter anderem gewaltverherrlichende Inhalte und die Verherrlichung des Nationalsozialismus. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag Ulla Jelpke kritisierte ein fehlendes „abgestimmtes Vorgehen der Behörden in Bund und Ländern (…), um diesem Treiben der Naziszene wirksam etwas entgegenzusetzen“.

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