Konspiratives „Oi!“-Konzert floppt

Quelle: Blick nach Rechts

Neonazis veranstalten in Sachsen ein „Oi!“-Sommerkonzert. Doch das Versteckspiel um den Veranstaltungsort kostet Publikum.

Am Samstagabend führten Neonazis ein Rechtsrock-Konzert mit den „Prolligans“ im „Dancehouse Zeche II“ in Neukirchen im Landkreis Leipzig durch. Zunächst war nur bekannt, dass es irgendwo in Sachsen stattfinden sollte. Eine bekannte Anhängerin der Bornaer Neonazi-Szene, die als Veranstalterin auftrat, gab sich viel Mühe, den genauen Ort des Gigs geheim zu halten.

Selbst die Sicherheitsbehörden sollten monatelang im Dunkeln tappen. Bis zum Tag vor dem Konzert war nur bekannt, was die Veranstalter selbst im Internet veröffentlichten, wie eine Sprecherin des sächsischen Innenministeriums auf Anfrage mitteilte. Auch bei der politischen Einordnung des Events tat sich das Ministerium schwer: „Ob es sich bei dieser Veranstaltung um ein rechtsextremistisches Konzert handelt, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden“, hieß es im Juni auf Anfrage. (bnr.de berichtete)

Erst rund 24 Stunden vor Konzertbeginn erhielten zahlende Gäste eine Telefonnummer. Anrufern wurde ein Treffpunkt mitgeteilt: Getränkemarkt Donat, Borna. Dort sollte es kurz vor Eröffnung des Konzertgeländes weitere Informationen geben. Doch nur weniger als 50 Personen trafen auf dem Parkplatz ein. Beobachter rechneten damit, dass deutlich mehr Teilnehmer anreisen würden. Auch die Veranstalter dürften mit erheblich mehr Resonanz gerechnet haben. Kurz vor Ende des Kartenvorverkaufs wurde sogar die Konspirativität gelockert, um noch einige Kurzentschlossene zur Teilnahme bewegen zu können.

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