Archiv für Oktober 2018

Braune Polit-Show in Zweitauflage

Quelle: Blick nach Rechts

Für den 2. und 3. November steht erneut das martialische „Schild & Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz an.

Verantwortlich für die neonazistische Polit-Show am Freitag und am Samstag zeichnet Thorsten Heise. Dem Bundes-Vize der NPD kommt seine langjährige Kontaktpflege weit über seine Parteigrenzen hinweg hin zu anderen rechtsextremen Parteien, zu Führungsfiguren der „Freien Kräfte“ und hinein in die braune Musikszene zugute. Das selbst erklärte Motto der zweitägigen Veranstaltung lautet „Für Frieden und Freiheit“.

Für das Festival hat der Betreiber des „Hotels Neißeblick“ genau wie bereits zur Premiere des „Schild & Schwert-Festivals“ am 20. und 21. April wieder sein Gelände und diverse nutzbare Veranstaltungshallen zur Verfügung gestellt. Bei der Festival-Premiere auf dem Areal unmittelbar an der polnischen Grenze fanden sich knapp 1200 Besucher aus dem In- und Ausland ein. Erneut wird jetzt wieder ein Mischprogramm aus Rechtsrock, Kampfsport, Tattoo-Messe und rechtsextremen Politbeiträgen angekündigt.

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Professioneller Rechtsrock in Thüringen

Quelle: Blick nach Rechts

Im Freistaat fanden im vergangenen neben kleineren Events vier große Rechtsrock-Konzerte statt. Angemeldet waren sie jeweils als politische Versammlungen. Dem Verfassungsschutz zufolge spielen dabei auch finanzielle Gesichtspunkte eine nicht unbedeutende Rolle.

Der Verfassungsschutzbericht aus Thüringen nimmt sich ausführlich des Themas Rechtsrock-Konzerte an und stellt fest, dass die dahintersteckenden Initiatoren die braunen Events stark professionalisiert und kommerzialisiert haben. In Gera und in dem kleinen Ort Themar (Landkreis Hildburghausen) hat es im Vorjahr vier große Rechtsrock-Veranstaltungen gegeben, denen von knapp 1000 Besuchern bis zu 6000 Teilnehmer beiwohnten. Angemeldet waren sie jeweils als politische Versammlungen und boten einen Mix aus überwiegend Musik, wenigen Redebeiträgen und viele Info- sowie Verkaufsstände. Der Verfassungsschutz fasst zusammen, dass die Open-Air-Großkonzerte der internen Vernetzung dienen, einen Ideologietransfer von Auftretenden zum Publikum beinhalten und finanzielle Gesichtspunkte sowie Interessen eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Auf den Rednerlisten tauchen Vertreter verschiedener rechtsextremer Parteien auf, aber auch parteiungebundene „Freie Kräfte“, die häufig wie die aufspielenden Bands gar nicht aus Thüringen kommen.

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Konspiratives „Joe Rowan Memorial“

Quelle: Blick nach Rechts

Zu einem „Hammerskin“-Konzert mit fünf Rechtsrock-Bands sind am vergangenen Samstag Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und den Niederlanden nach Kirchheim angereist.

Ein „Joe Rowan Memorial“-Konzert veranstalteten Neonazis am vergangenen Samstag in Kirchheim bei Erfurt. Die Teilnehmer reisten aus dem ganzen Bundesgebiet nach Thüringen. Darunter waren nach Informationen der Thüringer Landtagsabgeordneten Katharina König-Preuss unter anderem auch Neonazis aus den Niederlanden. Der genaue Ort der Veranstaltung war zunächst unbekannt, auf dem szeneintern verteilten Flugblatt hieß es nur „Mitteldeutschland“.

Joe Rowan, für den das Konzert offenbar ein „Gedenken“ sein sollte, war der Sänger der US-amerikanischen Rechtsrock-Band „Nordic Thunder“ und Mitglied der „Hammerskins“. Er starb am 1. Oktober 1994 bei einer Schießerei im Anschluss an ein Rechtsrock-Konzert. In der internationalen Rechtsrock-Szene wird er seitdem als Märtyrer verehrt.

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Martialisches Neonazi-Event

Quelle: Blick nach Rechts

Am Samstag soll im sächischen Ostritz die Veranstaltungsreihe „Kampf der Nibelungen“ fortgesetzt werden – das braune Kampfsport-Spektakel ist über die Jahre erheblich gewachsen.

Die seit 2013 jährlich im Herbst praktizierte Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Kampf der Nibelungen“ (KdN) findet am 13. Oktober im sächsischen Ostritz ihre Fortsetzung. Anfangs wurde lange Zeit nur „Mitteldeutschland“ beworben. Dann sickerte schließlich doch durch, dass der Betreiber des „Hotels Neißeblick“ in dem nicht einmal 3000 Einwohner zählenden Ort im Landkreis Görlitz das braune Kampfsport-Spektakel auf seinem Grundstück möglich macht.

Nach dem gerade erlebten Veranstaltungsdebakel rund um das Rechtsrock-Meeting „Rock gegen Überfremdung“ am vergangenen Wochenende im thüringischen Apolda stehen die Organisatoren aus dem Umfeld von „Hammerskins“ und der Partei „Die Rechte“ unter Druck, um zu beweisen, dass sie eine Großveranstaltung für ihre Szene auf die Beine stellen können. Die hiesigen Anfänge in Sachen Kampfsport wurden anfangs noch belächelt, weil im Ausland schon längst größere internationale Turniere aus der Neonazi-Szene ausgetragen wurden. Pioniergeist auf dem Gebiet ist der beinahe kometenhaft aufgestiegenen russischen „White Rex“-Bewegung zu attestieren, die rund um ihre ursprünglich aus Moskauer Hooligan-Kreisen kommende Führungsfigur Denis Nikitin ihren Namen als etablierte Größe zementiert hat. Vor allem werden über ein gleichnamiges Bekleidungslabel mit Kampfsport-kompatiblen Accessoires im Angebot auch nachhaltig und erfolgreich internationale Geschäftsinteressen verfolgt.

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„Kategorie C“ wieder in Aktion

Quelle: Blick nach Rechts

Die rechte Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ will am Freitag und am Samstag zwei Konzerte geben. Eines davon wird von ihr offen auf der eigenen Homepage angekündigt, der andere Auftritt kursiert nur in internen Kreisen der rechtsextremen Szene.

Die Combo des Sängers Hannes Ostendorf aus Bremen, der bei Facebook auch als „Hannes Westenstadt“ unterwegs ist, bewirbt für den 13. Oktober eine eigene Veranstaltung für die Region „Ruhrgebiet Nord“. Der genaue Auftrittsort wird nicht beworben. Auf dem Flyer ist zu lesen: „Nur intern weiterleiten! Kein Facebook usw.!“ – eigentlich ein Widerspruch, selbst damit via Homepage an die Öffentlichkeit zu gehen. Als Support für den Termin wird der braune Liedermacher „Reichstrunkenbold“ angekündigt. Dabei handelt es sich um den Künstlernamen des 1981 in Hessen geborenen Philip Tschentscher, der erst vor kurzem einen Auftritt in Thüringen hatte (bnr.de berichtete) und sich dabei mit der in Holocaustleugner-Kreisen engagierten Neonazi-Aktivistin Angela Schaller ablichten ließ. Tschentscher, der musikalisch seit 2009 aktiv ist und zuletzt Ende des vergangenen Jahres bei dem in Sachsen ansässigen Label Front Records ein Album herausgab, gilt als ein Zögling des 2014 verstorbenen notorischen Holocaust-Leugners und Rechtsterroristen Manfred Roeder.

Dass der Auftritt von Ostendorf & Co. offen publiziert wird, kann in die Richtung gedeutet werden, dass es sich um eine Location handelt, von der die Organisatoren sich sicher sind, sie bespielen zu können – möglicherweise sogar im benachbarten Ausland. Solch Ausweichmanöver hat „Kategorie C“ in der Vergangenheit schon einige Male praktiziert.

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Braunes Spektakel auf dem Acker

Quelle: Der rechte Rand

04.10.2018 – Am Freitag und Samstag soll im mittelthüringischen Magdala die dritte Auflage von „Rock gegen Überfremdung“ stattfinden – unter den Headlinern sind „Die Lunikoff Verschwörung“ sowie „Gigi & Die Braunen Stadtmusikanten“.

Die dritte Auflage des Thüringer Großkonzerts „Rock gegen Überfremdung“ steht unmittelbar bevor. Dazu werden mehrere tausend Besucher aus dem In- und Ausland erwartet. Das Verwirrspiel der letzten Wochen, ob das braune Spektakel nun in Apolda oder im 25 Autominuten entfernten Magdala (beides Kreis Weimarer Land) stattfindet, hat sich erst Ende der Vorwoche gelöst. So verbreitete Frank Krämer von der Band „Stahlgewitter“ via Facebook, dass die für den 5. und 6. Oktober angemeldeten politischen Kundgebungen wegen der sich unkooperativ zeigenden Versammlungsbehörde nicht mehr in Apolda, sondern in Magdala in stattfinden werden. Dort verfügen die auch überregional mit der Organisation solcher Konzertveranstaltungen und mit Security-Diensten befassten „Turonen“ um Steffen R. für das Wochenende über drei Privatgrundstücke. Ein entsprechender Acker steht als Veranstaltungsgelände zur Verfügung, die beiden weiteren als Park- und Campingfläche.

Die Veranstaltung wird von einem Großaufgebot an Polizei begleitet. Aber auch die Ordnungsbehörde ist wie in Fällen solcher Größenordnung vor Ort. Um in Sachen Jugendschutz keine Handhabe für ein Einschreiten zu liefern, ist der Zutritt erst ab dem 18. Lebensjahr gestattet. Aber auch sonst will man sich so wenig Stress wie nur irgend möglich machen. Bei Krämers verbreiteter Mitteilung, die mit der Begrüßung „Heil Euch“ beginnt, wird gepostet: „Es wird auch (…) Presse vor Ort sein. Wir bitten Euch dies einfach zu ignorieren und keine blöden Sprüche in die Kameras zu machen!“

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Aktivistische Szene in der Hauptstadt

Quelle: Blick nach Rechts

Die Anziehungskraft der braunen Musikszene, zu der ein weit gefasstes Netzwerk gehört und der stadtweit 170 Personen zugerechnet werden, ist weiterhin ungebrochen, auch wenn es im Berichtsjahr zu keinem Rechtsrock-Konzert in Berlin gekommen ist. Zu den musikalischen Akteuren gehören: „Deutsch Stolz Treue“ (D.S.T.), „Die Lunikoff Verschwörung“ (Band und Solo), „Legion of Thor“, „Punk Front“, „Second Class Citizen“, „Macht & Ehre“ sowie der NS-Rapper „Villain 051“, der nach Beendigung des Duo-Projekts „A3stus“ sich nun anderen Musik-Projekten widmet.

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