Professioneller Rechtsrock in Thüringen

Quelle: Blick nach Rechts

Im Freistaat fanden im vergangenen neben kleineren Events vier große Rechtsrock-Konzerte statt. Angemeldet waren sie jeweils als politische Versammlungen. Dem Verfassungsschutz zufolge spielen dabei auch finanzielle Gesichtspunkte eine nicht unbedeutende Rolle.

Der Verfassungsschutzbericht aus Thüringen nimmt sich ausführlich des Themas Rechtsrock-Konzerte an und stellt fest, dass die dahintersteckenden Initiatoren die braunen Events stark professionalisiert und kommerzialisiert haben. In Gera und in dem kleinen Ort Themar (Landkreis Hildburghausen) hat es im Vorjahr vier große Rechtsrock-Veranstaltungen gegeben, denen von knapp 1000 Besuchern bis zu 6000 Teilnehmer beiwohnten. Angemeldet waren sie jeweils als politische Versammlungen und boten einen Mix aus überwiegend Musik, wenigen Redebeiträgen und viele Info- sowie Verkaufsstände. Der Verfassungsschutz fasst zusammen, dass die Open-Air-Großkonzerte der internen Vernetzung dienen, einen Ideologietransfer von Auftretenden zum Publikum beinhalten und finanzielle Gesichtspunkte sowie Interessen eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Auf den Rednerlisten tauchen Vertreter verschiedener rechtsextremer Parteien auf, aber auch parteiungebundene „Freie Kräfte“, die häufig wie die aufspielenden Bands gar nicht aus Thüringen kommen.

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