Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Umtriebige Allgäuer Skinheads

Quelle: Blick nach Rechts

Die Aktivitäten der Neonazi-Kameradschaft „Voice of Anger” beschäftigen jetzt Abgeordnete des Bundestags und des Landtags von Baden-Württemberg. Nach einem Konzert der Gruppe, das zwar in Bayern verboten und verhindert wurde, in Württemberg jedoch ungehindert durchgeführt werden konnte, fragen Abgeordnete, was bei den Sicherheitsbehörden über die Skinheads bekannt ist.

In der Region Allgäu und Oberschwaben lässt sich eine Zunahme der Aktivität rechtsextremer Gruppierungen feststellen, die sich unter anderem durch vermehrte Konzertveranstaltungen der Szene bemerkbar mache, heißt es unter Berufung auf Medienberichte in einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Abgeordneten möchten von der Bundesregierung wissen, was den Sicherheitsbehörden über die Aktivitäten der in der Region aktiven Neonazi-Kameradschaft bekannt ist.

Ein Teil des Fragenkatalogs beschäftigt sich mit Straftaten wie Körperverletzungsdelikten, Raub, Straftaten gegen das Leben sowie Verstößen gegen das Waffenrecht, die aus dem Umfeld der seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppierung begangen wurden und inwiefern deren Mitglieder und Sympathisanten als Einzelpersonen unter Beobachtung von Bundesbehörden stehen und in der Rechtsextremismusdatei (RED) gespeichert sind.

Die Abgeordneten der FDP besorgt auch die mitunter internationale Vernetzung von „Voice of Anger”, wie aus einigen der Fragen hervorgeht. Die Bundesregierung soll dem Parlament offenlegen, welche Kontakte und Kooperationen Mitglieder und Unterstützer der traditionsreichen extrem rechten Skinhead-Szene aus dem Allgäu „mit rechtsextremen Vereinigungen, Bewegungen etc. in anderen Staaten” unterhalten, sowie welche konkreten Treffen dahingehend bekannt wurden. Auch Verbindungen zum Netzwerk „Blood&Honour” und dessen bewaffnetem Arm „Combat 18”, sowie „zu Mitgliedern und zum weiteren Umfeld der rechtsterroristischen Gruppierung ‚NSU‘” sind Gegenstand der Anfrage.

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Rassistische Mobilisierungen in Chemnitz – eine Einordnung

Quelle: Antifainfoblatt

Um die 1000 Personen folgten am 26. August 2018 diversen Aufrufen aus den sozialen Netzwerken, sich in der Chemnitzer Innenstadt nahe des Karl-Marx-Monuments zu treffen. Grund dafür war eine Auseinandersetzung auf dem alljährlichen Stadtfest der drittgrößten Stadt Sachsens in der Nacht zuvor, die für einen 35-jährigen Chemnitzer tödlich endete. Schnell wurde sich auf einschlägigen rechten Webseiten auf einen möglichen Migrationshintergrund der Täter geeinigt und, die Tat in den Kontext anhaltender Auseinandersetzungen mit Geflüchteten in der Chemnitzer Innenstadt gesetzt.

Uns als Redaktionskollektiv haben die Vorfälle bestürzt. Nicht nur hinsichtlich des tragischen Todes von Daniel H., einem Familienvater der auch der linken Subkultur nahe stand, sondern auch in Bezug auf die Dynamik der rassistischen Mobilisierung. Die Instrumentalisierung des Todes, die darauf folgenden Hetzjagden auf Migrant_innen und Geflüchtete sowie die Bereitschaft Tausender, mit einer militanten Neonaziszene an Aufmärschen teilzunehmen waren Gründe, uns dem Thema zeitnah anzunehmen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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Nazifestival in Themar: So viel Widerstand

Quelle: ND

Am wirkmächtigsten ist der Widerspruch immer dort, wo er mit Hilfe der weißen Kreuze zum Ausdruck gebracht wird. Die tauchen am Wochenende bei den Protesten gegen das zweitägige Neonazi-Festival in der Kleinstadt Themar immer wieder auf. Zunächst am Freitagabend, als etwa 300 Gegendemonstranten aus dem Inneren der Stadt bis auf etwa einhundert Meter vor die Westseite des Festivalgelände der Rechtsextremisten ziehen. Genau 194 der Demonstranten tragen je eines dieser Kreuze: 193 davon erinnern an die Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit 1990; eines erinnert an den schwarzen US-Bürgerrechtler Martin Luther King, der ebenfalls von einem Rassisten ermordet wurde und den unter anderem der Superintendent des Kirchenkreises Hildburghausen-Eisfeld, Johannes Haak, während eines Friedensgebetes zitiert hatte. Eindringlicher als mit diesen Kreuzen kann man kaum darstellen, wogegen sich der Protest dieser Menschen richtet; für welche Ideologie und welche Taten die stehen, die sich auf einer Wiese am Rande Themars versammeln.

»Die« sind mehr als die Sicherheitsbehörden erwartet hatten – und auch mehr, als der Veranstalter dieses Rechtsrock-Konzerts angekündigt hatte, das wieder als politische Kundgebung getarnt ist. Hatte der Thüringer Verfassungsschutz im Vorfeld des Festivals mit bis zu 1.500 Rechtsextremen gerechnet, die nach Themar kommen würden, sind nach der sehr genauen Zählung der Polizei am Samstag bis zu 2.243 Neonazis auf dem Festivalgelände. Sie kommen nach Angaben der Polizei aus dem gesamten Bundesgebiet. Und aus dem europäischen Ausland, unter anderem aus Frankreich, Italien, Kroatien, Norwegen, Russland, der Schweiz, der Slowakei und Tschechien. Angemeldet waren 800 Versammlungsteilnehmer.

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Vielfältige Proteste gegen Nazikonzert angekündigt

Quelle: Neues Deutschland

Das Festival von Neonazis darf doch stattfinden – dagegen formiert sich zahlreicher Widerstand

Themar. Auch die Braunkehlchen, Schlagschwirl und Bekassine konnten das Nazi-Fest in Themar nicht mehr verhindern. Für den Bürgermeister des Ortes, Hubert Böse (parteilos), waren die seltenen Vögel die letzte Hoffnung, die rechte Szene aus der Stadt fernzuhalten: Weil das für Freitag und Samstag geplante Konzert die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen stören könnte, hatte es der Landkreis Hildburghausen zunächst verboten. Doch der Veranstalter wehrte sich juristisch dagegen.

Am Mittwochabend dann die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Weimar: Es wies eine am selben Tag eingelegte Beschwerde des Landkreises endgültig zurück – das Festival kann stattfinden. »Ich muss es wohl über mich ergehen lassen und etwas dafür tun, dass nicht zu viel von dieser Schande an Themar hängen bleibt«, so Bürgermeister Böse.

Doch gegen das rechte Festival regt sich Protest. Mit »Tagen der Weltoffenheit« will ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis ein deutliches Zeichen gegen das Rechtsrockkonzert setzen. Bereits am Freitag wird ab 19 Uhr zum Friedensgottesdienst in die Stadtkirche eingeladen, teilte das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra auf seiner Webseite mit. Ab 20 Uhr ist dann auf dem Kirchplatz eine Demonstration unter der Überschrift »Themar braucht dich! – Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Demokratie verteidigen!« geplant.

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Razzia bei Rechtsextremisten in Südthüringen

Quelle: MDR Südthüringen

Die Steuerfahndung hat mit Unterstützung der Polizei in Thüringen und Bayern mindestens drei Objekte zweier Rechtsextremisten durchsucht. Bereits am Dienstagmorgen waren die Fahnder in Kloster Veßra und Oberhof sowie in Mantel in der Oberpfalz eingerückt. Im Visier der Behörden sollen dabei die beiden Rechtsextremisten Tommy Frenck und Patrick Schröder stehen, die Rechtsrock-Konzerte organisieren.

Nach Recherchen von MDR THÜRINGEN stehen sie in Verdacht, Einnahmen aus den Konzerten nicht korrekt versteuert haben. Im Juli 2017 waren mehr als 6.000 Rechtsextremisten in Themar zu einem Neonazi-Konzert aufgetaucht. Dabei sollen mindestens 210.000 Euro allein durch Eintrittspreise eingenommen worden sein.

Das zuständige Finanzamt in Gotha und das Thüringer Finanzministerium wollten sich auf Anfrage von MDR THÜRINGEN nicht äußern. Sie verweisen auf das Steuergeheimnis. Es bestehe kein zwingendes öffentliches Interesse, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Zuletzt war immer wieder diskutiert worden, ob es sich bei den Rechtsrock-Konzerten um eine politische Kundgebung oder um eine rein kommerzielle Veranstaltung handeln würde. Die rechtsextremen Veranstalter nutzen das Versammlungsrecht, um drohende Verbote zu umgehen.

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«Die Strategie ist aufgegangen»

Quelle: Neues Deutschland

Rund 1000 Antifaschisten protestieren gegen NPD-Festival in Sachsen

Wer am Wochenende mit dem Auto in das ostsächsische Dorf Ostritz wollte, musste damit rechnen, von der Polizei kontrolliert zu werden. Mit Maschinenpistolen durchsuchten die Beamten am Ortseingang ausgewählte Fahrzeuge nach Waffen und anderen verbotenen Gegenständen. Denn: Von Freitag bis Sonntag fand unter dem Titel «Schild und Schwert» ein Festival der NPD mit angeschlossener Tattoo-Ausstellung und Kampfsportturnier statt – Beginn: 20. April, der Geburtstag von Adolf Hitler. Antifaschisten wollten dies nicht hinnehmen und organisierten, neben einem bürgerlichen «Friedensfest», ein Gegenfestival auf einer Wiese in unmittelbarer Nähe zu den Neonazis. Trotz Provokationen der Rechten blieb es weitestgehend friedlich im Ort.

Schon seit einigen Wochen drehten sich die Diskussionen in der Region um dieses Wochenende. Die Ostritzer befürchteten Chaos. Einige wollten nicht, dass die Faschisten dort Fuß fassen, viele hatten jedoch eher Angst, dass es wegen der Gegenveranstaltung der Antifaschisten zu Gewalt kommen könnte. Das Feindbild war meist klar: Die Linken bringen die Unruhe.

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„Grauzonen — Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“

Quelle: Antifa Infoblatt

Die anhaltenden gesellschaftlichen Rechtstendenzen finden in unterschiedlichen Bereichen ihren Niederschlag. Nicht zuletzt sind davon jugendliche Subkulturen betroffen. Dabei ist das Phänomen von rechten jugendlichen Lebenswelten ist bei weitem nicht neu. Für die Bundesrepublik kann es ungefähr in die Zeit der Adaption der britischen Skinhead-Bewegung datiert werden. Dabei waren die ersten Skinheads nicht unbedingt rechts. Die Mehrzahl begriff sich als unpolitisch oder als sogenannte Sharp-Skins (Skinheads Against Racial Prejudice). Vor allem das dem Skinhead-Kult immanente Bild von viriler Männlichkeit dürfte jedoch ein Andocken an rechtsgesinnte Inhalte erleichtert haben. Früh gründeten sich auch rechte Bands wie „Endstufe“ (1981), Böhse Onkelz und „Kraft durch Froide“ (1982, mit dem Schlagzeuger Andreas Pohl, der unter anderem in der neonazistischen „Nationalistischen Front“ aktiv war). Auch der Fußball bietet mit Nationalismus, Männlichkeitskult und Homophobie sowie einer ausgeprägten Gruppenidentifikation unterschiedliche Angebote, die Brücken zu rechten Weltbildern sein können. Beide Lebenswelten, also die sportbezogene und die musikalische, sollten jedoch nicht nur auf ihre Problemstellungen reduziert werden.

Das Team des Vereins „Agentur für soziale Perspektiven“ (ASP) hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht. Die Herangehensweise der Autor_innen, die sich selbst als Antifaschist_innen aktiv sind, ist durch eigene Affinitäten zu Sport- und Musiksubkulturen geprägt. Ein Zugang, der in der vorliegenden Publikation für ein hohes Maß an Kompetenz spricht.

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Warum wir nach Ostritz fahren..

Quelle: Undogmatische Radikale Antifa Dresden

Am 20. und 21. April wollen (Neo-)Nazis aus ganz Deutschland, Tschechien und Polen mit einem Festival den Geburtstag Hitlers feiern. Dabei wird zusätzlich zu den üblichen Bands aus dem Blood & Honour Umfeld auch einiges Anderes geboten. Neben Merch und Propaganda gibt es eine Tattoo Convention und bei einem Ableger des Nazi-Kampfsportevents „Kampf der Nibelungen“ kann die eigene Männlichkeit und das archaische Weltbild unter Beweis gestellt werden. Das Nazifestival in Ostritz, bei dem mit mehreren tausend (Neo-)Nazis gerechnet wird, schickt sich an dieses Jahr einer der zentralen Momente, nicht nur für die deutsche (Neo-)Naziszene, zu werden. Dabei sind die Akteure keine Unbekannten. So können wir festhalten, dass wir Ostritz in eine Reihe mit anderen Großveranstaltungen wie den (Neo-)Nazikonzerten in der Schweiz oder Themar stellen können, die auf ein neues Selbstvertrauen innherhalb der Szene schließen lässt. Dieses Selbstvertrauen führen wir zurück auf die Enttabuisierung menschenverachtender Einstellungen und die Normalisierung von rassistischen Übergriffen, Äußerungen und anderen reaktionären Verhaltensweisen, die durch den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck Alltag geworden sind. Obwohl diese Verschärfung unserer Beobachtung nach nicht direkt dazu führte, dass (Neo-)Nazistrukturen großen personellen Zulauf bekommen oder sich in größeren Mobilisierungszahlen niederschlägt, hat sich trotzdem gezeigt, dass (Neo-)Nazis ihre Politik immer selbstverständlicher in öffentlichen Veranstaltungen, im offenen Raum ausleben. Durch solche Events wird es immer niedrigschwelliger möglich ihre internationale Vernetzung voranzutreiben. Einen Anhaltspunkt dafür sehen wir auch in der Absage des (Neo-)Nazikonzerts in Wroclaw, welches parallel zum Schild und Schwert Festival hätte stattfinden sollen. Trotz einiger ideologischer Differenzen, mobilisieren die polnischen (Neo-)Nazis nun nach Ostritz. Diese Nazievents dienen aber nicht nur der Selbstbespaßung, sondern spülen große Mengen an Geld in (Neo-)Nazistrukturen wie zum Beispiel Blood & Honour und schlussendlich in terroristische Strukturen wie den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU).

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Bürgermeister wehren sich gegen Neonazi-Festival

Quelle: Spiegel Online

„Wer Menschenrechte infrage stellt, ist hier nicht willkommen“: Am Geburtstag Adolf Hitlers soll ein Neonazi-Festival im Osten Sachsens stattfinden. Dagegen protestieren jetzt 40 Bürgermeister.

„Wir wollen und wir brauchen in der Oberlausitz kein rechtsextremes Festival! Nicht in Ostritz, nicht anderswo! Wer Menschenrechte infrage stellt, Bezüge zu einem verbrecherischen System herstellt, wer Demokratie und Pluralismus bekämpft – der ist hier nicht willkommen, dem soll unsere Region kein Zuhause werden“, heißt es unter anderem.

Die Erklärung wurde auch dem sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) überreicht, der im Landkreis Görlitz unterwegs war. Kretschmer hatte sich bereits vor ein paar Tagen dafür ausgesprochen, das Rechtsrockfestival nicht tatenlos hinzunehmen.

Zu dem Festival auf einem Privatgrundstück werden 800 Teilnehmer erwartet. Die Zahl rechtsextremer Konzerte in Deutschland hat zuletzt stark zugenommen und ist so hoch wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr.

Quelle

Fachtag: Rechte Musik – Marschmusik am rechten Rand

Quelle: Der Blick nach Rechts

Die braune Musikindustrie beschränkt sich heute nicht mehr nur auf den klassischen Rechtsrock-Bereich. In den letzten Jahren wurde das Segment rechter Musikstile zunemend erweitert, um auch verstärkt andere Zielgruppen zu erreichen. Die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (Firm) zu einem Fachtag zum Thema „rechte Musik“ ein. Hierbei sollen die einzelnen Musikgenres mit ihren Protagonistinnen und Protagonisten sowie deren Verbindungen zu verschiedenen Neonazi-Gruppierungen genauer betrachtet werden.

Mittwoch, 18. April, 9.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Feierwerk Orangehouse, Hansastraße 39, 81373 München

Anmeldungen bis zum 10. April 2018 an: firm@feierwerk.de

Nähere Infos

Termin:
18.04.2018 09:00 – 16:00

Quelle

Debatte um Nazi-Treff in Wurzach

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Petition fordert konsequentes Einschreiten der Behörden gegen Veranstaltungen in Neonazi-Immobilie. Zeitgleich sagt Stadt Bad Wurzach nach Gegenwind aus der CDU eine Informationsveranstaltung über die rechtsradikale Szene ab.

»Wir mussten in den vergangenen Jahren auch hier in der Region viel zu oft erleben, zu welchen Taten rechte Gruppen und Einzelpersonen fähig sind, wenn man ihrer rassistischen und menschenfeindlichen Propaganda freien Lauf lässt«, erklärte die Initiative gegen Rassismus Westallgäu am Donnerstag.

Deshalb unterstütze die Initiative, die nach ihrer Selbstdarstellung für ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander aller Menschen eintritt, eine am Mittwoch vom Bündnis Links im Allgäu (LiA) gestartete Petition unter dem Titel »Kein Nazi-Treff in Wurzach« und ruft zur Teilnahme und Unterstützung auf:

»Weder in Talacker noch sonstwo in der Region dürfen wir zulassen, dass sich rechte Strukturen ausbreiten und verfestigen und somit die Grundlage für weitere Gewalt und Hetze gelegt wird.«

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RECHTS ROCKT NICHT!

Quelle: Rechts rockt nicht!

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild und Schwert“ stattfinden. Im „Hotel Neißeblick“ werden zwei Tage lang eine Vielzahl an Rechtsrockbands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld, ein Kampfsport-Event und jede Menge Merchandise dafür sorgen, dass mehrere tausend Nazis zusammenkommen. Sowohl das Datum als auch der Ort sind nicht zufällig gewählt. So können hunderte Nazis bereits am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, gemeinsam zu „Balladen“ „feiern“, bevor am Samstag eine Vielzahl einschlägiger „Blood & Honour“-Bands spielen sollen. Mit dem „Hotel Neißeblick“ wird auf eine Immobilie zurückgegriffen, die schon in der Vergangenheit für Veranstaltungen der NPD und der AfD genutzt wurde.

Organisiert wird das Festival vom rechten Multifunktionär Thorsten Heise aus Thüringen. Heise gilt in der Naziszene als Bindeglied zwischen „Freien Kameradschaften“ und der NPD. Er suchte Mitte der 2000er den Schulterschluss zwischen parteiunabhängigen Nazis und der NPD, trat dafür selbst in die NPD ein und ist mittlerweile Landesvorsitzender in Thüringen. Doch damit nicht genug. Heise hat auch beste Kontakte in die Rechtsrockszene. So betreibt er einen bekannten Versände für neonazistische Musik, vor allem von Bands aus dem „Blood & Honour“-Umfeld. Er ist einer der Organisationen der „Schulhof-CD“ der NPD gewesen und organisierte zuletzt in Thüringen den so genannten „Eichsfelder Heimattag“.

Für 45 Euro bekommt das zahlende Publikum, erwartet werden weit über 1000 Teilnehmende, eine komplette neonazistische Lebenswelt geboten. Neben dem Musikprogramm stehen mehrere Freefight-Kämpfe auf dem Programm, daneben soll es eine Tattoo-Convention geben, politischen Reden und natürlich reichlich Bier. Unter dem Deckmantel der politischen Versammlung soll ein kommerzielles Konzert- und Nazilifestyle-Event etabliert und die Kassen der Szene aufgefüllt werden. Mit der Wahl des kleinen 2.500-Einwohner*innen-Ortes an der deutsch-polnischen Grenze hoffen die Organisatoren auf ein störungsfreies Festival. Für zwei Tage soll mit der schieren Masse des anreisenden Publikums eine temporäre nationalbefreite Zone entstehen und etwaige Widerstände ausgebremst werden. Wenn das gelingt ist anzunehmen, dass sich die NPD künftig regelmäßig in Ostritz einfindet. Bereits im Oktober hat Heise eine weitere Veranstaltung angemeldet.

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23.3.2018 Dosto/Bernau: One Step Ahead & The Spartanics

Diesen Freitag im Dosto in Bernau: Um 22.°° Uhr spielen One Step Ahead​ und The Spartanics ein Solikonzert für Verfahrenskosten.

Vorher gibt es um 19.°° Uhr einen Vortrag des Apabiz über die AfD in Berlin und Brandenburg:
Zwischen Nationalkonservatismus und völkischem Nationalismus

Die Alternative für Deutschland sitzt in mehreren Landtagen und kommunalen Gremien, unter den MandatsträgerInnen und FunktionärInnen finden sich sowohl Polit-Profis als auch absolute Parlamentsneulinge. Nach dem Sieg von Frauke Petrys´ nationalkonservativem Flügel im Kampf um die Parteispitze treten die ParteiaktivistInnen noch deutlicher mit extrem rechten Positionen in Erscheinung. Sowohl im Brandenburger als auch im Berliner Verband gibt es ParteiaktivistInnen mit rechter Biografie und Nähe zur extrem rechten Szene. Also alles verkappte Nazis, konservative Nationalisten oder einfach nur Parteiverdrossene mit einem Hang zu Rassismus?

Und am nächsten Tag gehts zum Halbfinale im AOK-Landespokal Brandenburg mit dem SV Babelsberg 03​ nach Neuruppin! Forza SVB!

Rechtsextreme, rassistische, antisemitische sowie sexistische Äußerungen werden nicht geduldet.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

FB-Event

Am 21. April auf nach Ostritz zum #platznehmen!

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft zum Protest gegen das Neonazifestival in Ostritz am 21. April auf und organisiert eine Anreise mit Reisebussen zu „Rechts rockt nicht!“ Vom 20. bis 22. April soll im „Hotel Neisseblick“ eines der größten Nazifestivals in Europa mit dem Titel „Schild und Schwert“ stattfinden.

„Im Landkreis Görlitz, zu dem Ostritz gehört, wurde die AfD zur Bundestagswahl stärkste Kraft. Michael Kretschmer, jetziger Ministerpräsident, verlor dort sein Mandat an die blauen Nazis“, so Juliane Nagel (MdL, Die Linke). „Die gegenwärtige Entwicklung in Sachsen ist das Ergebnis jahrelanger ignoranter CDU Politik. Sie hat nicht nur die Augen vor dem Problem zunehmend etablierter Nazistrukturen verschlossen, sondern antirassistisches Engagement kriminalisiert und Demokratiebildung massiv vernachlässigt.“

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Klage wegen Neonazi-Konzert in Gera

Quelle: mdr Thüringen

Der Geraer Stadtrat Peter Jähnert (Die Linke) klagt gegen seine Stadt. Hintergrund ist das im Sommer 2017 genehmigte Neonazifestival „Rock für Deutschland“. Jähnert wirft der Stadtverwaltung vor, nicht ernsthaft geprüft zu haben, ob es sich bei dem Festival um eine politische Kundgebung oder ein kommerzielles Konzert handelte.

Zusammen mit der Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling hatte Jähnert selbst am 1. Juli 2017 eine politische Kundgebung angemeldet – am selben Ort, an dem das Rechtsrockkonzert stattfinden sollte. Die Stadt verwies Jähnert mit seiner Veranstaltung an eine andere Stelle. Der Grund: „Rock für Deutschland“ habe ein Erstanmelder-Recht. Der Linke-Stadtrat hatte auf den Bescheid der Stadt bereits mit Klage im Eilverfahren reagiert und war gescheitert. Nun soll der Streit mit einer so genannten Feststellungsklage am Verwaltungsgericht Gera geklärt werden.

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16. Februar Leipzig: Infoveranstaltung „Subcultural Records – Musik für unpolitische Neonazis“/ Fischladen


Quelle

Neonazi-Konzerte 2018: Eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft

Quelle: mdr Thüringen

„Hass und Kommerz“ lautet der Titel einer neuen Broschüre zum Thema Rechtsrockkonzerte, die die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (Mobit) am Dienstag in Erfurt vorgestellt hat. 59 rechtsextreme Musikveranstaltungen zählten die Berater im Jahr 2017, fünf mehr als im Vorjahr.
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest in einer Broschüre.

Mobit-Sprecher Stefan Heerdegen sagte MDR THÜRINGEN am Rande einer Podiumsdiskussion, Politik, Behörden und Thüringer Zivilgesellschaft stünden auch in diesem Jahr vor großen Aufgaben. „Ich denke schon, dass mit dieser Vielzahl an Aktivitäten, die da gemacht werden, das geht ja auch über Rechtsrock hinaus, das sind ja auch Demonstrationen, Infostände, dass das drauf angelegt ist, die zivilgesellschaftliche Gegenwehr zu erlahmen.“ Es handle sich um ein Kräftemessen, sagte Heerdegen. Politik und Behörden müssten entschiedener gegen die Konzerte vorgehen, es drohe eine Normalisierung antidemokratischer Haltungen durch die rechtsextreme Eventkultur im Freistaat. „Es ist immer gut, wenn Politik sich vornimmt was gegen Neonazismus und auch Rechtsrockkonzerte zu tun.“ Es dürfte aber ein weiter Weg sein, all das, was an professioneller Struktur auf Seiten der Neonazis gewachsen sei, auch wieder zurückzudrängen. In Arnstadt und Themar sind für 2018 Großevents angemeldet. In Themar plant die rechtsextreme Szene sogar ein zweitägiges Festival.

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12.2.2018 Fanladen Babelsberg: Subcultural Records – Musik für unpolitische Neonazis

Die Ultrash Festival Crew und Black Cat Tapes präsentieren Euch in Zusammenarbeit mit dem Watchblog Allgäu Rechtsaußen folgende Veranstaltung zum Thema Grauzone & Rechtsrock:

„Seit einiger Zeit biedern die »Prolligans« und ihr Label »Subcultural Records« sich an eine vermeintlich unpolitische Skin-Szene an. Dabei ist das Label nicht mehr als ein Tarnverein für den Nazi-Mailorder »Oldschool Records« und die Band ist eng verzahnt mit der Neonaziszene im Allgäu in Südbayern, die Kontakte zum Nazi-Netzwerk Blood&Honour
unterhält, das auch den NSU hervorbrachte.

Es ist ein Beispiel von vielen. Seit jeher versuchen Nazis, (Oi-)Skinkultur politisch zu besetzen. »If the kids are united…« war aber nie ein Angebot an die Faschos. Damit das so bleibt und die Arschlöcher künftig von unseren Konzis und aus unseren Läden fliegen, wollen wir über ihre Machenschaften und ihr Netzwerk aufklären.“

Mehr zum Thema hier: https://allgaeu-rechtsaussen.de/tag/subcultural-records/

FB-Event

SCHEISZ AUF EUREN Oi! Vol.1

Am 10.2.2018 gibt sich in der Factory in Magdeburg die Creme de la Creme der „unpolitischen“ Oi!-Fraktion die Klinke in die Hand. Unter dem Namen „Oi! for you“ findet dort ein Festival statt, alles organisiert von der Spirit from the street-Crew. Dort sollen neben Rotz und Wasser, Pöbel und Gesocks, Durstige Nachbarn und weiterem Abschaum auch die Band Krawallbrüder aufspielen. Eigentlich dachte ich, dass KB schon unter die Kategorie „Deutschrock“ fällt, dem ist scheinbar nicht so. Da spielen also die Krawallbrüder, die doch selber von sich behaupten, unpolitisch zu sein, in der Factory in Magdeburg. Waren es denn nicht Teile von KB, die gerne mal mit N**** nach Spanien fahren und sich dort auch noch mit den Nasen fotografieren lassen? Man kann sich also selber schon vorstellen, was am 10.2. in der Factory zu erwarten ist: ein Tummelplatz für die ganzen ach so „unpolitischen“ Oi!- und Deutschrock-Fans.
Es wird aber sicher noch einige geben, die darauf keinen Bock haben, Menschen, die keinen Lust darauf haben, sich besoffene Macker anzuschauen, die irgendwas vom „wahren Skinheadkult“ faseln oder einem erzählen, dass Oi! „schon immer unpolitisch“ gewesen sei. Diejenigen, die keinen Bock auf diese Scheisze haben, sind recht herzlich dazu eingeladen, am 10.2.2018 ins LiZ (Libertäres Zentrum) nach Magdeburg zu kommen, denn dort steigt das „Scheisz auf euer‘n Oi!“-Festival. Weitere Infos folgen hier in Kürze.
Bands:
ONE STEP AHEAD (AFA HC-PUNK)
NASTY MATTER (Polit HC-PUNK)
KELLERASSELN (Polit Speed-Punk)
SELBZTJUSTIZ (Riotpunk)
Außerdem wird es eine Mobi-Veranstaltung geben zum Naziaufmarsch am 10. u. 17.3.2018 in Dessau und geplanten Gegenaktivitäten – „Make Dessau nazifrei again „!
In diesem Sinn: Alerta Antifascista, Smash the Greyzone!
Mit freundlicher unterstützung von:
#InfoladenSalbkeMagdeburg
SAVE THE SCENE FESTIVAL
Riot Bike Records
Rash Berlin Brandenburg
True Rebel Store
Opór Streetwar
Streetwar Records

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Neonazikonzerte 2018: Eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft

Quelle: MDR Thüringen

„Hass und Kommerz“ lautet der Titel einer neuen Broschüre zum Thema Rechtsrockkonzerte, die die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (Mobit) am Dienstag in Erfurt vorgestellt hat. 59 rechtsextreme Musikveranstaltungen zählten die Berater im Jahr 2017, fünf mehr als im Vorjahr.
Ein Mann sitzt an einem Tisch und liest in einer Broschüre.
Mobit-Sprecher Stefan Heerdegen
Bildrechte: MDR/Johanna Hemkentokrax
Mobit-Sprecher Stefan Heerdegen sagte MDR THÜRINGEN am Rande einer Podiumsdiskussion, Politik, Behörden und Thüringer Zivilgesellschaft stünden auch in diesem Jahr vor großen Aufgaben. „Ich denke schon, dass mit dieser Vielzahl an Aktivitäten, die da gemacht werden, das geht ja auch über Rechtsrock hinaus, das sind ja auch Demonstrationen, Infostände, dass das drauf angelegt ist, die zivilgesellschaftliche Gegenwehr zu erlahmen.“ Es handle sich um ein Kräftemessen, sagte Heerdegen. Politik und Behörden müssten entschiedener gegen die Konzerte vorgehen, es drohe eine Normalisierung antidemokratischer Haltungen durch die rechtsextreme Eventkultur im Freistaat. „Es ist immer gut, wenn Politik sich vornimmt was gegen Neonazismus und auch Rechtsrockkonzerte zu tun.“ Es dürfte aber ein weiter Weg sein, all das, was an professioneller Struktur auf Seiten der Neonazis gewachsen sei, auch wieder zurückzudrängen. In Arnstadt und Themar sind für 2018 Großevents angemeldet. In Themar plant die rechtsextreme Szene sogar ein zweitägiges Festival.

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