Archiv der Kategorie 'Antifaschistische Aktionen und Veranstaltungen zu Grauz'

2.-4.6.2016 AJZ Neubrandenburg: Punx Picnic

Eine weitere subkulturelle Empfehlung unsererseits – cooles Festival mit klarer Ansage gegen rechtsoffene Bands und einem Workshop zum Thema Grauzone:

Mehr Infos hier und hier.

3./4.6.2016 Paris: Antifagedenkkonzert für Clément Meric

Unsere Empfehlung fürs Wochenende:

Mehr Infos zur Gedenkdemo und den Hintergründen gibt es hier.

Hildburghausen: Kennzeichen angereister Nazis zum Nazifestival

Am Samstag, dem 07.05.2016, feierten mehr als 3.500 Nazis aus der ganzen Bundesrepublik sowie dem europäischen Ausland das so genannte „Rock für Identität“ in Hildburghausen in Südthüringen. Der Großteil der Nazis reiste mit eigenen KFZ sowie Bussen an. Folgende Kennzeichen konnten bisher zweifelsfrei den angereisten Nazis zugeordnet werden.

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Siehe auch: Bilderstrecke der TeilnehmerInnen

Brigadir Tour 2016

Noch eine Empfehlung:

13./14.5.2016 Rostock: Riot in my heart

Festivaltipp:

Stellungnahme zur Ausladung von THE VEGGERS vom TOO DRUNK TO POGO II von Punkfilmfest Booking

Wir dokumentieren:

Wir haben uns entschlossen die südkoreanische Band THE VEGGERS vom TDTP II auszuladen. Hauptgrund für diese Entscheidung ist, das die Band in Südkorea mit einer eindeutig rechten südkoreanischen Band(Name bekannt) mehr als einmal zusammen bei Konzerten gespielt hat.
Uns ist bewusst, das die Szene in Südkorea sehr klein ist und mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, aber unser Selbstverständnis von Punk beinhaltet einen klaren Standpunkt für Antifaschismus. Konzerte mit rechten Bands sind nun einmal eindeutig Grauzone und deshalb nicht akzeptabel, insbesondere da THE VEGGERS wohl eindeutig wussten, das sie mit einer rechten Band zusammen auftreten.
Uns ist auch klar das wir hier in Deutschland/Europa aus einer viel älteren Punkszene kommen, die auch erst lernen musste (und leider auch immernoch muss), das patriotische, nationalistische und rechte Bands/Menschen nichts in der Punkszene zu suchen haben.
Wir hoffen das diese Ausladung auch einen Lerneffekt für die Band (und auch andere Bands aus aller Welt) hat, wer mit Nazis, Rassisten, Nationalisten, Patrioten feiert, kann nun mal nicht in linken Räumen auftreten.

Für Kritik und Diskussionen sind wir gerne offen!

Das Grüne Haus in Suhl – ein alternatives Hausprojekt südlich des Rennsteigs

Via „Alerta Südthüringen“:

existiert das Grüne Haus in Suhl als ein Treffpunkt für Punks, Antifaschist_innen und andere alternative Jugendliche und Erwachsene. Seitdem gab es immer wieder Probleme im Haus, sowohl finanzielle, als auch politische, die das Weiterbestehen des weitestgehend einzigen Hausprojektes dieser Art südlich des Rennsteigs in Frage stellten. Den neusten Höhepunkt der politischen Probleme gab es am 7. August 2015.

Das Grüne Haus ist im Zuge einer Hausbesetzung Anfang der 90er Jahre in der Meininger Straße in Suhl entstanden. Dieses besetzte Haus wurde jedoch kurze Zeit später geräumt. Daraufhin stellte die Stadt den Besetzer_innen ein anderes Gebäude in der Werner-Seelenbinder-Straße zur Verfügung, in dem sie zwei Jahre verbleiben konnten. Hier gründete sich auch der Verein „Alternativer Jugendkreis e.V.“, kurz AJK. 1992 kam es in Suhl zu einer großen Straßenschlacht, da im Vorfeld einige Punks von Nazis krankenhausreif geprügelt wurden. Nachfolgend wurde auch das Haus in der Werner-Seelenbinder-Straße geräumt. Es folgten Demonstrationen und andere Protestformen, wie das Rumasseln im Suhler Stadtzentrum. Damit konnte genug Druck auf die Stadtverwaltung aufgebaut werden, sodass die alternativen Jugendlichen ein Haus in der Gothaer Straße 105 bekamen, sozusagen als Vereinssitz des AJK, das „Grüne Haus“, welches auch noch heute besteht.

Weiter: http://www.autistici.org/agst/alerta/06-das-gruene-haus-suhl.html

Potse Berlin: Statement zu Grauzonenkonzerten in bis 15.2.2014

Wir dokumentieren ein erfreuliches Statement der „Potse“:

Liebe Oire Szene Menschen,

Wir wollen uns mal äußern zu den Grauzonenkonzerten, welche bis zum 15.2.2014 bei uns stattgefunden haben. Alle diese Bands, und einige weitere auch, haben inzwischen bei uns Auftrittsverbot. Wie es zu den Konzerten gekommen ist lässt sich dann verstehen, wenn mensch die Struktur des Kollektives des Autonomen Zentrums kennt. Das Kollektiv setzt sich aus ‚ehren‘amtlichen zusammen die solange dabei sind wie sie halt bock haben. Und am Kollektiv liegt es auch welche Bands organisiert werden und wie viel politische Arbeit gemacht wird. Das hat sich in den letzten zwei Jahren massiv geändert. Nicht nur das einige Personen gegangen und andere dazugekommen sind, sondern auch das beim booking genau hingeschaut wird, infoveranstaltungen stattfinden, politische Gruppen ihre Plenas bei uns abhalten sowie auch das Kollektiv aktiv politisch arbeitet und sich fortbildet.

Mit freundliche Grüßen aus Berlin vom Potse Kollektiv

(B) Auto von Peter Brammann in Brand gesteckt

„indymedia Linksunten“ berichtet:

Auto des „Deutsch Stolz Treue“ Sängers Peter Marko Brammann angezündet. Brammann geboren am 28.05.1969, wohnt unweit von dem Hausprojekt „Köpi“ in der Köpenickerstr. 45 entfernt (Hinterhof rechter Aufgang). Nicht das erstemal ist er Ziel von antifaschistischen Interventionen geworden. Dennoch ist er regelmäßig bei McFit in der Heinrich-Heine-Straße anzutreffen. Ebenso wurde er Freitags beobachtet, wie er Rechts Rock CDs deutschlandweit verschickt.

Auch in Berlin ist es notwendig Nazistrukturen gezielt anzugreifen und sich nicht im Szene Sumpf zu verstecken. Seien wir solidarisch mit hart kämpfenden Antifaschist*innen verteilt über alle Provinzen dieses Landes.

PS: Solidarische Grüße an die Leute in Connewitz. Ihr seit nicht allein. Ebenso senden wir solidarische Grüße, den Genoss*innen ,die den abreisenden Nazis aus Magdeburg einen netten Krankenhausaufenthalt beschert haben.

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Berlin: Kosmetikstudio von Madlen Lück entglast

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Wer sich antifaschistisch betätigen will, braucht nicht unbedingt auf Reisen gehen, zumindest nicht am nächsten Wochenende. Auch in Berlin gibt es genügend faschistische Strukturen, die noch auf einen Besuch warten. Bis heute Morgen auch das Kosmetikstudio von Madlen Lück in der Wichertstrasse 45 in Pankow.

Madlen Lück ist die Partnerin von Alexander-Willibald Bahls, der gründete 1994 die Band „Spreegeschwader“, die lange Zeit neben „Landser“ die bekannteste Rechtsrockband aus Berlin war. Daneben versuchte er Neonaziläden in Berlin zu etablieren – zuletzt 2006 den Laden „Parzifal“ in Treptow-Köpenick. Im Jahr 2006 attackierte Bahls mit zwei weiteren Neonazis einen Naziladenbetreiber in Wismar mit einer Axt, und erpresste von ihm Geld. Dafür und für seine Beteiligung an der Naziband „D.S.T.“ musste er bis 2009 eine längere Haftstrafe absitzen. Nun hat Bahls zusammen mit Madlen Lück eine neue Geschäftsidee aufgetan.

Er betrieb (den inzwischen wieder geschlossenen) „Herz und Seele“-Fashionstore in in der Hellersdorfer Promenade 18 (Berlin-Hellersdorf), ein Laden der Modemarken YAKUZA und „Mafia & Crime“. Auf der dazugehörigen Internetseite sind Alexander Bahls und als Mitarbeiter und Fotomodel Dennis Casper, der zur rechten Terrorszene gehört, und die Lebensgefährtin von Bahls – Madlen Lück – zu erkennen. Weitere Neonazis sind auf den Fotos der Eröffnungsfeier und den Teamfotos abgebildet. Nach mehreren gescheiterten Anläufen von Bahls, mit expliziter Neonazi-Bekleidung in Berlin Geld zu verdienen, versucht er es nun mit Bekleidungsmarken, die sich an ein breiteres Publikum richten. Die beiden Marken sprechen eher ein nicht vordergründig politisches Millieu aus dem Sport- und Fitnessbereich an. Die setzen dafür auf Darstellungen von Gewalt, Männlichkeit und Kriminalität. Es gibt dabei deutliche Überschneidungen mit der Modemarke „Label 23“, die von Neonazis aus Brandenburg gegründet wurde. „Label 23“ und Yakuza teilen sich vereinzelt Geschäfte, wie unter anderem in Berlin-Weißensee.

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17.12.2015 Brandenburg an der Havel: Vortrag: Der Soundtrack der Neonazis

Ein Veranstaltungstipp:

Nach der Filmvorführung mit anschließender intensiver Diskussion am 03. Dezember im Haus der Offiziere, laden wir am kommenden Donnerstag zu einem Vortrag des „Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum“ (apabiz) in das Haus der Offiziere zum Thema „Der Soundtrack der Neonazis“ ein, denn längst schon hören Neonazis nicht mehr nur “klassischen” Rechtsrock und neonazistische Liedermacher_innen. Es gibt kaum einen Musikstil und den dazugehörigen subkulturellen Lifestyle, der nicht auch bei Neonazis zu finden ist. So gibt es u.a. “National Socialist Black Metal”, “National Socialist Hardcore” und “National Socialist Hip Hop”. Der Frage, wie diese Entwicklungen einzuschätzen sind, ob sie trotz aller offensichtlichen Widersprüche authentisch sind oder vielmehr als Mittel zum Zweck dienen, soll in diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion auf den Grund gegangen werden. Auch wenn in der Havelstadt keine neonazistischen Bands oder Gruppen proben, so gibt es doch ab und zu Konzerte, wie im Jahre 2014 in Kirchmöser und 2009 auf dem Flughafen-Briest.
Im Anschluss wollen wir den Abend mit unseren Skaterfreund_innen ausklingen lassen, welche zur Video-Release-Party ab 20:15 Uhr einladen.

17. Dezember – 19 Uhr – Haus der Offiziere (Magdeburger Straße 15, Brandenburg/Havel)

Quelle

Keine Bühne für Nationalismus! Offener Brief gegen das Frei.Wild Konzert in Würzburg

Via „Indymedia Linksunten“:

Am Freitag, den 4.12.2015, wird die Südtiroler Band Frei.Wild in den Würzburger Posthallen das Eröffnungskonzert ihrer Tour „Opposition Exteme“ zu ihrer neuen Platte veranstalten. Wir, als asylpolitischer Arbeitskreis „Mehr als 16a“, positionieren uns dagegen, dass einer nationalistisch und völkisch orientierten Band durch die Posthallen eine Plattform gegeben wird und fordern daher die Betreiber der Posthallen dazu auf, das Konzert abzusagen.

Unterstützt werden wir in unserer Forderung vom Florakreis Würzburg, der Katholischen Hoschulgemeinde Würzburg und den Würzburger Montagsspaziergängern.

Die Band Frei.Wild ist in der Vergangenheit immer wieder durch ihre rechts offenen Liedtexte und Aussagen negativ aufgefallen und dafür auch schon oft kritisiert worden. Frei.Wild selbst lässt allerdings keine Kritik zu. Weder an sich selbst noch an ihrer völkischen Heimatorientierung. Ihre Begründung dafür ist einfach: Sie seien Opfer einer Hetzkampagne der Medien und in Wirklichkeit eine unpolitische Band, die nur „patriotische“ oder „heimatverbundene“ Lieder macht.

Dieser Idee liegt ein sehr verkürztes politisches Verständnis zugrunde. Die Band versteht unter „rechts“ hauptsächlich nationalsozialistisches Gedankengut. Frei.Wild ist keine Naziband, das stimmt. Trotzdem verbreiten und vertreten sie völkisches und nationalistisches Gedankengut, beides sind Grundpfeiler rechter Ideologie.

Wenn es etwa in dem Lied „Wahre Werte“ heißt: „Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen – Wenn ihr euch Ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen“, erinnert dies sehr stark an die bekannte Neonazi-Parole: „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“.

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Gemeinsam gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Diskriminierung

Via „Indymedia Linksunten“:

Im Frühling 2015 wurde die „Taverne de Thor“ in dem Ort Combres-sous-les-Côtes in Frankreich eröffnet. Das Lokal dient einer gefährlichen, rassistischen und internationalen Gruppe von Neonazis als Ort für ihre Aktivitäten, Konferenzen und Konzerte, den Hammerskins. Ein Beispiel für die Gefahr, die von den Hammerskins ausgeht, ist ein bewaffneter Überfall 2013 in Metz. Mitten in der Innenstadt haben die Hammerskins damals einen Senegalesen mit einem Messer angegriffen – einfach nur, weil er schwarz war.

Die Hammerskins sind Anhänger der Ideologie der „Weißen Vorherrschaft“, denn sie fordern offen die Dominanz der „weißen Rasse“. Inspiriert durch den Ku Klux Klan und der American Nazi Party (ANP), definieren sie sich selbst als „Arier“. Auf anti-ausländischen und rassistischen Versammlungen und Demonstrationen sind sie stets dabei. Außerdem sind sie bekannt für Angriffe auf Gay Pride Parades und andere linke Demonstrationen.

Das vorherige Veranstaltungslokal der Hammerskins im lothringischen Toul wurde anlässlich einer St. Patrick-Feier am 16. März 2013 geschlossen. Nur wenige Monate zuvor hatten sich dort noch 2.000 AnhängerInnen der „weißen Rasse“ aus ganz Europa zu RAC-Konzerten („Rock against Communism“) versammelt, die von einem deutschen Chapter der Hammerskins organisiert worden waren. Solche Events dienen den Hammerskins zur Verbreitung ihrer rassistischen und sexistischen Ideologien.

Das werden wir nicht länger tolerieren.

Momentan stehen den Hammerskins seitens der Behörden keine Hindernisse im Weg, um ihr Lokal in Combres-sous-les-Côtes zu eröffnen. Nur öffentlicher Druck kann sie noch aufhalten, deshalb müssen wir viele sein, um sie zu vertreiben. Wir werden keine Aktivitäten einer Gruppe dulden, die den Genozid propagiert.

Hammerskins und Neonazis raus!

Samstag, 14. November, Verdun

- Demonstration: 14 Uhr, Parc de Londres
- Versammlung, Infostände, Workshops und Konzerte von 15:30 bis 19 Uhr, Monument de la Victoire

Quelle

[B] Herbstoffensive gegen Nazistrukturen

Auf „Indymedia Linksunten“ wird folgendes berichtet:

In der Nacht bevor in Dresden die Abendländer ihr Einjähriges feiern wollten, haben wir in Berlin das Blackland angesteckt. Das Blackland ist eine Rock- und Metalkneipeam Ernst-Thälmann Park, die sich als unpolitisch darstellen möchte. Doch ganz so einfach ist es nicht, mittlerweile kann das Blackland auf eine mehrjährige Historie von Nazikonzerten zurück blicken. Und auch für öffentliche Drohungen gegen antifaschistische Strukturen waren sich die Betreiber nicht zu schade: „Antifa, Finger weg Vom Black Metal… oder wir brechen sie euch“ …

Weil die Zeit drängt und es viel zu tun gibt, verweisen wir hier nur schnell auf die Antifa Berlin Recherche Seite, die einen ausführlichen Artikel über die Blackland Naziumtriebe im April diesen Jahres veröffentlicht hatte: https://www.antifa-berlin.info/node/914

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Sa. 10.10. R.A.S.H. München presents: Malasuerte Fi Sud

Ausgehtip:

Im Münchner „Backstage“ findet auch dieses Jahr wieder das „Pogorausch-Festival“ statt. Unter dem Motto „no racism, no sexism, no homophobia – just Dance“soll ein Zeichen gegen Nazis und Grauzone gesetzt werden. Dass dieses Vorhaben einfach nur heiße Lust ist, erkennt mensch spätesten beim Line-up! Bands wie „Booze & Glory“, „The Templars“ oder „Secret Army“ sind kein Zeichen gegen die Grauzone. Sie sind die Grauzone! Mit diesem Konzert wollen wir anfangen, wieder die klare Grenze zu ziehen, die es einst gab. Weg mit dieser trüben „Unity“-Scheiße, denn diese ist absoluter Müll!

Konzert mit „Malasuerte Fi Sud“ (Ska Punk aus Florenz)

Die T-Killas mussten krankheitsbedingt ausfallen.
Support: Rotten Shock (Punk, München)

Quelle

Grauzonenkonzert im Bi Nuu in Berlin

Via RASH Berlin-Brandenburg:

Heute vor 10 Jahren organisierten RASH Berlin-Brandenburg und die Antifaschistische Linke Berlin mit Unterstützung von Fire & Flames im damaligen Kreuzberger Kato ein grandioses Konzert mit The Oppressed, Jeunesse Apatride und Freiboiter! Traurig nur, dass im Nachfolgeladen Bi Nuu fast auf den Tag genau 10 Jahre später ein rechtsoffenes Konzert mit den Bullenschubsern, OHL, Evil Conduct und Thee Flanders stattfindet. Das zeigt leider, dass auch in Berlin mittlerweile die rechtsoffenen Teile der Skinheadsubkultur die Szene dominieren (zumindest im Konzertbereich). Für uns ein Ausdruck der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung nach Rechts. Wir kämpfen auf jeden Fall weiterhin für bessere Skinhead Times! Siempre antifascista!

Den Verfassungsschutz auflösen – Naziterror und Rassismus bekämpfen!

Demonstration gegen eine Podiumsdiskussion mit dem sächsischen Verfassungsschutz (VS)

Erneut soll dem sächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Gordian Meyer-Plath in Leipzig ein Podium geboten werden. Am Dienstag, den 6.Oktober, soll Plath an einem Podium unter dem Titel: „Überwachungsstaat – gestern und heute“ im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Stiftung Friedliche Revolution teilnehmen.

„In guter Verfassung“

Rechte Gesinnung hat beim VS Kontinuität: Gegründet im Jahre 1950 mit ehemaligen Nazis sorgte er dafür, dass Gegner_innen aus dem Dritten Reich erneut in deutsche Gefängnisse kamen. In den sechziger Jahren bekämpfte er die Studentenbewegung, in den siebziger und achtziger Jahren lieferte er das Material für die Berufsverbote linker Aktivist_innen. Vor zwölf Jahren scheiterten die Pläne für ein NPD Verbot nicht zuletzt daran, dass diese bis in die höchsten Führungsetagen von V-Männern/-Frauen und Spitzeln des Verfassungsschutzes durchsetzt war.

Die Geschichte der Verfassungsschutzämter zeigt, dass der unter anderem von SS, SA und anderen Nazi-Kadern aufgebaute Geheimdienst, schon seit Beginn eine gehörige rechte bis rechtsradikale Schlagseite aufweist. Fortan nahm eine Geschichte ihren Lauf, in der Nazis zuhauf als bezahlte Spitzel rekrutiert und als V-Leute eingesetzt wurden – selbst (oder gerade) wenn sie schwere Straftaten begangen haben. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Kameradschafts Netzwerk “Thüringer Heimatschutz” (THS) beispielsweise durch den fränkischen Neonazi Kai Dalek. Im Auftrag des Verfassungsschutzes hat er in den 1990er Jahren das bundesweite Computer-Netzwerk “Thule-Netz” aufgebaut. Über die Jahre soll er 150 000 Euro bekommen haben. Dalek stand mit den späteren Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) in Kontakt, wie auch eine Reihe weiterer V-Leute.

Nach Bekanntwerden der Verstrickungen des Verfassungsschutzes mit dem Terrornetzwerk NSU ist die Forderung, die VS-Ämter aufzulösen, zumindest ab und an in den Medien als legitime Wortmeldung vertreten.

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What We Feel – 10 Years of resistance Tour!

Ein weiterer antifaschistischer subkultureller Ausgehtipp von der Oire Szene Redaktion:

Rock the empire from below – Fire and Flames Festival 2015

Unser Tipp für das kommende Wochenende:

Am 3. Oktober, dem Tag an dem die deutsche Bestie jedes Jahr seine Wiederauferstehung feiert, entgegnen wir mit einer Zusammenkunft von Genoss_innen aus ganz Europa und darüber hinaus, um internationale antifaschistische Gegenkultur zu stärken und den Widerstand gegen das Imperium der kapitalistischen Ausbeutung und Entfremdung, der mörderischen Grenzen, des Krieges, der Autorität, des Nationalismus und der Angst zelebrieren. Im Bewusstsein, dass dies allein niemals unsere Kämpfe draußen auf den Straßen wird ersetzen können, halten wir es nichtsdestotrotz mit der klugen Erkenntnis der guten alten Emma Goldman: Können wir nicht tanzen, ist es nicht unsere Revolution.

VORHANG AUF UND BÜHNE FREI FÜR (…tatata…):
Drowning Dog and Malatesta- Anarchist Rap Collective (Mailand, Italy)
Les Trois Huit – Singalong Antifa Oi (Grenoble, Frankreich)
Moscow Death Brigade – Circle Pit Rap (Moscow, Russland)
Protestera – Militant Anarchopunk, rockin‘ and rioting since 1999 (Götheborg, Schweden)
Stumbling Pins – Melodic but angry Streetpunk (Gaarden, Schleswig-Holstein)
What We Feel – AFA Hardcore (Moscow, Russland)

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Frei.Wild-Security zieht vor der Cap San Diego auf …

25. Sep. 2015 — … und es wird von Leuten mit Frei.Wild-T-Shirts Equipment an Bord des Schiffes gebracht.

LIVE-Beobachtungen von heute um 14 Uhr, Mosaiksteine fügen sich zusammen.

Nun ist auch klar, weshalb die Geschäftsführung der Cap San Diego, das Hamburger Gastmahl und die Stiftung Hamburger Admiralität in den letzten Tagen so laut geschwiegen haben …

Quelle