Archiv der Kategorie 'Antifaschistische Aktionen und Veranstaltungen zu Grauz'

Grauzone erkennen – Neonazis entlarven

Via „antifascism101″:

Die erste Informationsveranstaltung aus der Reihe antifascism101 zum Nachhören:

Zwischen Krawallbrüdern, linker Politik und deutschsprachigem Punk hat sich seit Jahren etwas gebildet, was sich immer offener Bahn bricht. Eine Grauzone rechtsoffener Bands, die sich in der Punk- und Skinhead-Szene breit macht, sich offiziell nach links und rechts „abgrenzt“, aber Verbindungen ins (terroristische) Neonazi-Milieu pflegt. Relativ unbeobachtet von linken Aktivist*innen okkupieren Neonazis nach und nach vermeintlich alternative Subkulturen und verwässern so die Grenzen emanzipatorischer Politik.

Dieser Vortrag soll ein Einblick in Strukturen und Verbindungen geben. „The Kids will never be united!“

Aufgenommen am 22. November 2017 im W23: https://antifascism101.info/text-ton/#01

01./02. Dezember: Oi! The Massacre Vol. II

Quelle: RASH Leipzig

Der Code für den Thumbnail lautet:

Oi! The Massacre Vol. II – Worum es uns nach wie vor geht
Nach der überaus positiven Resonanz des vorangegangenen Jahres stand für uns die Weiterführung dieser Veranstaltungsreihe außer Frage. Dass der Versuch Oi! fernab jedweder schwammiger Kompromisse antifaschistisch zu besetzen unverändert seine Relevanz hat, bekräftigen zwei just am selben Tag in Leipzig bzw. dessen näherer Umgebung stattfindende Konzerte, die sich – im weitesten Sinne – ebenfalls „Oi“ auf die Fahnen geschrieben haben: Zum einen gastiert die Londoner Band „Booze & Glory“ im für seine indifferente Konzertpolitik bestens bekannten Conne Island im Leipziger Süden. War die Band bereits 2010 unter der sonderlich geistreichen Devise „No left, no right, no bullshit!“ u.a. in Leipzig zugegen, so bezeugt exemplarisch deren diesjähriger Auftritt auf dem „Frühlingsfest der Oi! Musik“ gemeinsam mit allerhand rechtsoffenem Kroppzeug, dass Berührungsängste zur politischen Rechten in ungebrochener Kontinuität marginal sein dürften (sofern überhaupt vorhanden). Vielmehr wird der Eindruck genährt, dass in erster Linie die Kohle stimmen müsse.

Zum anderen wäre das in obligatorischer Fascho-Manier für den Raum „Mitteldeutschland“ angekündigte Konzert der Weißenfelser Band „Schusterjungs“ gepaart mit mehreren lupenreinen RAC-Combos. Dem kann durchaus Symbolcharakter attestiert werden, versinnbildlicht es doch den seit nunmehr einigen Jahren anhaltenden gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck, welcher eben auch nicht spurlos an einer sich selbst als vermeintlich unpolitisch verortenden Skinheadszene, als deren Teil sich die Schusterjungs jahrelang begriffen, vorbeigegangen ist.

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ERMITTLUNGEN NACH FRANKREICH AUSGEWEITET

Quelle: Allgäu rechtaußen

Nach mehr als sechs Monaten ohne heiße Spur zu den Tätern setzt die Staatsanwaltschaft in Sachen Brandanschlag auf ein Neonazi-Clubhaus bei Memmingen jetzt auf Hilfe aus Frankreich. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen auf Anfrage mit.

Zur Täterermittlung ist die Strafverfolgungsbehörde auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Wenige Stunden nach dem Anschlag auf die ehemalige Gartenschänke in Buxach-Hart tauchte im Internet ein Schreiben auf. Dort hieß es, man habe in der fraglichen Nacht einen Brandsatz im Clubhaus der Neonazi-Kameradschaft Voice of Anger gelegt.

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Grauzonen – Bildungsmaterial zu rechten Lebenswelten

Quelle: a.i.d.a. Archiv

Die „Agentur für soziale Perspektiven“ hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht.

Von Igor Netz

Die anhaltenden gesellschaftlichen Rechtstendenzen finden in unterschiedlichen Bereichen ihren Niederschlag. Nicht zuletzt sind davon jugendliche Subkulturen betroffen. Das Phänomen von rechten jugendlichen Lebenswelten ist bei weitem nicht neu. Für die Bundesrepublik kann es ungefähr in die Zeit der Adaption der britischen Skinhead-Bewegung datiert werden. Die ersten Skinheads waren nicht unbedingt rechts. Die Mehrzahl begriff sich als unpolitisch oder als sogenannte Sharp-Skins (Skinheads Against Racial Prejudice). Vor allem das dem Skinhead-Kult immanente Bild von viriler Männlichkeit dürfte jedoch ein Andocken an rechtsgesinnte Inhalte erleichtert haben. Früh gründeten sich auch rechte Bands wie „Endstufe“ (1981), „Böhse Onkelz“ und „Kraft durch Froide“ (1982, mit dem Schlagzeuger Andreas Pohl, der unter anderem in der neonazistischen „Nationalistischen Front“ aktiv war). Auch der Fußball bietet mit Nationalismus, Männlichkeitskult und Homophobie sowie einer ausgeprägten Gruppenidentifikation unterschiedliche Angebote, die Brücken zu rechten Weltbildern sein können.

Das Team des Vereins „Agentur für soziale Perspektiven“ (ASP) hat mit „Grauzonen – Rechte (jugendliche) Lebenswelten in Musik und im Sport“ einen über 400 Seiten starken Ordner als methodisch-didaktische Handreichung herausgegeben, der eine Auseinandersetzung mit den Thematiken in unterschiedlichen Kontexten (schulisch und außerschulisch) ermöglicht. Die Herangehensweise der Autor_innen, die selbst als Antifaschist_innen aktiv sind, ist durch eigene Affinitäten zu Sport- und Musiksubkulturen geprägt. Ein Zugang, der in der vorliegenden Publikation für ein hohes Maß an Kompetenz spricht.

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Kampagne: „Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis“

Quelle: Antifainfoblatt

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Neonazis sind im Kampf- und Kraftsport immer häufiger anzutreffen. Durch eine Fülle an rechten Klamotten-Labels wird die Szene zudem mit eigenen Codes und Designs ausgestattet.

Gastbeitrag der Kampagne: „Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis“
Angefangen bei der von rechten Hooligans stark beeinflussten Freefight-Szene, über vereinzelte Teilnahmen von Neonazis an kommerziellen Wettkämpfen, der Gründung eigenständiger rechts-offener Vereine bis hin zur Vermarktung des Life­styles durch Kleidungsmarken wie „Label 23“. All das waren die Vorboten und Wegbereiter einer Szene, die heute europaweit vernetzt ist, eigene Kampfsport-Events organisiert, Sportgruppen fördert und Seminare und Kurse gibt.

Neonazis wurden zu lange hofiert und toleriert. Klare Positionierungen und Distan­zierungen fand man im Kampfsport-Mainstream nur bei wenigen couragierten Organisator_innen und Gyms. Selbst wenn Neonazis als solche klar erkennbar sind, wie etwa der Hamburger MMA-Kämpfer Frank Kortz1, zählt für einige große Veranstalter_innen letztlich der Wettkampf und dessen Vermarktung. Wenn dann noch aufstrebende Kampfsport-Formate den rechten Kämpfern eine mediale Plattform bieten, ist das Kind längst in den Brunnen gefallen.2

Ohnehin gesellschaftlich nur partiell akzeptierte Sportarten wie MMA (Mixed Martial Arts) geraten dadurch weiter in die verruchte Ecke und wecken zudem zusätzliches Interesse von rechts.

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Stomper 98 – Konzert in Herrenberg – Fuck the Greyzone!

Quelle: Indymedia

Im Jugendhaus Herrenberg soll am 17. Oktober ein Konzert mit der Band Stomper 98, die der Grauzone zuzuordnen ist, stattfinden. Der Veranstalter behauptet, dass sich die Band in Interviews vollständig von ihrer rechten Vergangenheit entfernt haben soll und die aufgeführten Beweise, dass sie sich nach wie vor in einem rechten Sumpf bewegen seien veraltet. Die ursprünglichen Auslöser für die Debatte um Stomper 98 mögen vielleicht einige Jahre zurück liegen, von einem Abwenden von der rechten Wertewelt ist die Band aber noch weit entfernt.

Stomper-Sänger Sebastian Walkenhorst pflegte noch bis lange nach seinem Ausstieg aus der aktiven Neonaziszene Kontakte zu Rechten. Walkenhorst hat sich zwar von faschistischen Strukturen losgesagt, sich den Rückweg dorthin aber nie verbaut, was in der Regel durch klare Distanzierung und Offenlegen von Informationen geschieht. Das heißt, dass Kontakte, vor allem über die Musikszene, nach wie vor bestehen. Ab 2008 tauchten immer wieder Fotos von Stomper- Mitgliedern mit Anhängern des rechten Musiksumpfes auf (Bspw. Walkenhorst mit Endstufe-Sänger oder Flacke mit Faschistin Heidi S.).

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2.-4.6.2016 AJZ Neubrandenburg: Punx Picnic

Eine weitere subkulturelle Empfehlung unsererseits – cooles Festival mit klarer Ansage gegen rechtsoffene Bands und einem Workshop zum Thema Grauzone:

Mehr Infos hier und hier.

3./4.6.2016 Paris: Antifagedenkkonzert für Clément Meric

Unsere Empfehlung fürs Wochenende:

Mehr Infos zur Gedenkdemo und den Hintergründen gibt es hier.

Hildburghausen: Kennzeichen angereister Nazis zum Nazifestival

Am Samstag, dem 07.05.2016, feierten mehr als 3.500 Nazis aus der ganzen Bundesrepublik sowie dem europäischen Ausland das so genannte „Rock für Identität“ in Hildburghausen in Südthüringen. Der Großteil der Nazis reiste mit eigenen KFZ sowie Bussen an. Folgende Kennzeichen konnten bisher zweifelsfrei den angereisten Nazis zugeordnet werden.

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Siehe auch: Bilderstrecke der TeilnehmerInnen

Brigadir Tour 2016

Noch eine Empfehlung:

13./14.5.2016 Rostock: Riot in my heart

Festivaltipp:

Stellungnahme zur Ausladung von THE VEGGERS vom TOO DRUNK TO POGO II von Punkfilmfest Booking

Wir dokumentieren:

Wir haben uns entschlossen die südkoreanische Band THE VEGGERS vom TDTP II auszuladen. Hauptgrund für diese Entscheidung ist, das die Band in Südkorea mit einer eindeutig rechten südkoreanischen Band(Name bekannt) mehr als einmal zusammen bei Konzerten gespielt hat.
Uns ist bewusst, das die Szene in Südkorea sehr klein ist und mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, aber unser Selbstverständnis von Punk beinhaltet einen klaren Standpunkt für Antifaschismus. Konzerte mit rechten Bands sind nun einmal eindeutig Grauzone und deshalb nicht akzeptabel, insbesondere da THE VEGGERS wohl eindeutig wussten, das sie mit einer rechten Band zusammen auftreten.
Uns ist auch klar das wir hier in Deutschland/Europa aus einer viel älteren Punkszene kommen, die auch erst lernen musste (und leider auch immernoch muss), das patriotische, nationalistische und rechte Bands/Menschen nichts in der Punkszene zu suchen haben.
Wir hoffen das diese Ausladung auch einen Lerneffekt für die Band (und auch andere Bands aus aller Welt) hat, wer mit Nazis, Rassisten, Nationalisten, Patrioten feiert, kann nun mal nicht in linken Räumen auftreten.

Für Kritik und Diskussionen sind wir gerne offen!

Das Grüne Haus in Suhl – ein alternatives Hausprojekt südlich des Rennsteigs

Via „Alerta Südthüringen“:

existiert das Grüne Haus in Suhl als ein Treffpunkt für Punks, Antifaschist_innen und andere alternative Jugendliche und Erwachsene. Seitdem gab es immer wieder Probleme im Haus, sowohl finanzielle, als auch politische, die das Weiterbestehen des weitestgehend einzigen Hausprojektes dieser Art südlich des Rennsteigs in Frage stellten. Den neusten Höhepunkt der politischen Probleme gab es am 7. August 2015.

Das Grüne Haus ist im Zuge einer Hausbesetzung Anfang der 90er Jahre in der Meininger Straße in Suhl entstanden. Dieses besetzte Haus wurde jedoch kurze Zeit später geräumt. Daraufhin stellte die Stadt den Besetzer_innen ein anderes Gebäude in der Werner-Seelenbinder-Straße zur Verfügung, in dem sie zwei Jahre verbleiben konnten. Hier gründete sich auch der Verein „Alternativer Jugendkreis e.V.“, kurz AJK. 1992 kam es in Suhl zu einer großen Straßenschlacht, da im Vorfeld einige Punks von Nazis krankenhausreif geprügelt wurden. Nachfolgend wurde auch das Haus in der Werner-Seelenbinder-Straße geräumt. Es folgten Demonstrationen und andere Protestformen, wie das Rumasseln im Suhler Stadtzentrum. Damit konnte genug Druck auf die Stadtverwaltung aufgebaut werden, sodass die alternativen Jugendlichen ein Haus in der Gothaer Straße 105 bekamen, sozusagen als Vereinssitz des AJK, das „Grüne Haus“, welches auch noch heute besteht.

Weiter: http://www.autistici.org/agst/alerta/06-das-gruene-haus-suhl.html

Potse Berlin: Statement zu Grauzonenkonzerten in bis 15.2.2014

Wir dokumentieren ein erfreuliches Statement der „Potse“:

Liebe Oire Szene Menschen,

Wir wollen uns mal äußern zu den Grauzonenkonzerten, welche bis zum 15.2.2014 bei uns stattgefunden haben. Alle diese Bands, und einige weitere auch, haben inzwischen bei uns Auftrittsverbot. Wie es zu den Konzerten gekommen ist lässt sich dann verstehen, wenn mensch die Struktur des Kollektives des Autonomen Zentrums kennt. Das Kollektiv setzt sich aus ‚ehren‘amtlichen zusammen die solange dabei sind wie sie halt bock haben. Und am Kollektiv liegt es auch welche Bands organisiert werden und wie viel politische Arbeit gemacht wird. Das hat sich in den letzten zwei Jahren massiv geändert. Nicht nur das einige Personen gegangen und andere dazugekommen sind, sondern auch das beim booking genau hingeschaut wird, infoveranstaltungen stattfinden, politische Gruppen ihre Plenas bei uns abhalten sowie auch das Kollektiv aktiv politisch arbeitet und sich fortbildet.

Mit freundliche Grüßen aus Berlin vom Potse Kollektiv

(B) Auto von Peter Brammann in Brand gesteckt

„indymedia Linksunten“ berichtet:

Auto des „Deutsch Stolz Treue“ Sängers Peter Marko Brammann angezündet. Brammann geboren am 28.05.1969, wohnt unweit von dem Hausprojekt „Köpi“ in der Köpenickerstr. 45 entfernt (Hinterhof rechter Aufgang). Nicht das erstemal ist er Ziel von antifaschistischen Interventionen geworden. Dennoch ist er regelmäßig bei McFit in der Heinrich-Heine-Straße anzutreffen. Ebenso wurde er Freitags beobachtet, wie er Rechts Rock CDs deutschlandweit verschickt.

Auch in Berlin ist es notwendig Nazistrukturen gezielt anzugreifen und sich nicht im Szene Sumpf zu verstecken. Seien wir solidarisch mit hart kämpfenden Antifaschist*innen verteilt über alle Provinzen dieses Landes.

PS: Solidarische Grüße an die Leute in Connewitz. Ihr seit nicht allein. Ebenso senden wir solidarische Grüße, den Genoss*innen ,die den abreisenden Nazis aus Magdeburg einen netten Krankenhausaufenthalt beschert haben.

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Berlin: Kosmetikstudio von Madlen Lück entglast

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Wer sich antifaschistisch betätigen will, braucht nicht unbedingt auf Reisen gehen, zumindest nicht am nächsten Wochenende. Auch in Berlin gibt es genügend faschistische Strukturen, die noch auf einen Besuch warten. Bis heute Morgen auch das Kosmetikstudio von Madlen Lück in der Wichertstrasse 45 in Pankow.

Madlen Lück ist die Partnerin von Alexander-Willibald Bahls, der gründete 1994 die Band „Spreegeschwader“, die lange Zeit neben „Landser“ die bekannteste Rechtsrockband aus Berlin war. Daneben versuchte er Neonaziläden in Berlin zu etablieren – zuletzt 2006 den Laden „Parzifal“ in Treptow-Köpenick. Im Jahr 2006 attackierte Bahls mit zwei weiteren Neonazis einen Naziladenbetreiber in Wismar mit einer Axt, und erpresste von ihm Geld. Dafür und für seine Beteiligung an der Naziband „D.S.T.“ musste er bis 2009 eine längere Haftstrafe absitzen. Nun hat Bahls zusammen mit Madlen Lück eine neue Geschäftsidee aufgetan.

Er betrieb (den inzwischen wieder geschlossenen) „Herz und Seele“-Fashionstore in in der Hellersdorfer Promenade 18 (Berlin-Hellersdorf), ein Laden der Modemarken YAKUZA und „Mafia & Crime“. Auf der dazugehörigen Internetseite sind Alexander Bahls und als Mitarbeiter und Fotomodel Dennis Casper, der zur rechten Terrorszene gehört, und die Lebensgefährtin von Bahls – Madlen Lück – zu erkennen. Weitere Neonazis sind auf den Fotos der Eröffnungsfeier und den Teamfotos abgebildet. Nach mehreren gescheiterten Anläufen von Bahls, mit expliziter Neonazi-Bekleidung in Berlin Geld zu verdienen, versucht er es nun mit Bekleidungsmarken, die sich an ein breiteres Publikum richten. Die beiden Marken sprechen eher ein nicht vordergründig politisches Millieu aus dem Sport- und Fitnessbereich an. Die setzen dafür auf Darstellungen von Gewalt, Männlichkeit und Kriminalität. Es gibt dabei deutliche Überschneidungen mit der Modemarke „Label 23“, die von Neonazis aus Brandenburg gegründet wurde. „Label 23“ und Yakuza teilen sich vereinzelt Geschäfte, wie unter anderem in Berlin-Weißensee.

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17.12.2015 Brandenburg an der Havel: Vortrag: Der Soundtrack der Neonazis

Ein Veranstaltungstipp:

Nach der Filmvorführung mit anschließender intensiver Diskussion am 03. Dezember im Haus der Offiziere, laden wir am kommenden Donnerstag zu einem Vortrag des „Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum“ (apabiz) in das Haus der Offiziere zum Thema „Der Soundtrack der Neonazis“ ein, denn längst schon hören Neonazis nicht mehr nur “klassischen” Rechtsrock und neonazistische Liedermacher_innen. Es gibt kaum einen Musikstil und den dazugehörigen subkulturellen Lifestyle, der nicht auch bei Neonazis zu finden ist. So gibt es u.a. “National Socialist Black Metal”, “National Socialist Hardcore” und “National Socialist Hip Hop”. Der Frage, wie diese Entwicklungen einzuschätzen sind, ob sie trotz aller offensichtlichen Widersprüche authentisch sind oder vielmehr als Mittel zum Zweck dienen, soll in diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion auf den Grund gegangen werden. Auch wenn in der Havelstadt keine neonazistischen Bands oder Gruppen proben, so gibt es doch ab und zu Konzerte, wie im Jahre 2014 in Kirchmöser und 2009 auf dem Flughafen-Briest.
Im Anschluss wollen wir den Abend mit unseren Skaterfreund_innen ausklingen lassen, welche zur Video-Release-Party ab 20:15 Uhr einladen.

17. Dezember – 19 Uhr – Haus der Offiziere (Magdeburger Straße 15, Brandenburg/Havel)

Quelle

Keine Bühne für Nationalismus! Offener Brief gegen das Frei.Wild Konzert in Würzburg

Via „Indymedia Linksunten“:

Am Freitag, den 4.12.2015, wird die Südtiroler Band Frei.Wild in den Würzburger Posthallen das Eröffnungskonzert ihrer Tour „Opposition Exteme“ zu ihrer neuen Platte veranstalten. Wir, als asylpolitischer Arbeitskreis „Mehr als 16a“, positionieren uns dagegen, dass einer nationalistisch und völkisch orientierten Band durch die Posthallen eine Plattform gegeben wird und fordern daher die Betreiber der Posthallen dazu auf, das Konzert abzusagen.

Unterstützt werden wir in unserer Forderung vom Florakreis Würzburg, der Katholischen Hoschulgemeinde Würzburg und den Würzburger Montagsspaziergängern.

Die Band Frei.Wild ist in der Vergangenheit immer wieder durch ihre rechts offenen Liedtexte und Aussagen negativ aufgefallen und dafür auch schon oft kritisiert worden. Frei.Wild selbst lässt allerdings keine Kritik zu. Weder an sich selbst noch an ihrer völkischen Heimatorientierung. Ihre Begründung dafür ist einfach: Sie seien Opfer einer Hetzkampagne der Medien und in Wirklichkeit eine unpolitische Band, die nur „patriotische“ oder „heimatverbundene“ Lieder macht.

Dieser Idee liegt ein sehr verkürztes politisches Verständnis zugrunde. Die Band versteht unter „rechts“ hauptsächlich nationalsozialistisches Gedankengut. Frei.Wild ist keine Naziband, das stimmt. Trotzdem verbreiten und vertreten sie völkisches und nationalistisches Gedankengut, beides sind Grundpfeiler rechter Ideologie.

Wenn es etwa in dem Lied „Wahre Werte“ heißt: „Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen – Wenn ihr euch Ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen“, erinnert dies sehr stark an die bekannte Neonazi-Parole: „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“.

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Gemeinsam gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Diskriminierung

Via „Indymedia Linksunten“:

Im Frühling 2015 wurde die „Taverne de Thor“ in dem Ort Combres-sous-les-Côtes in Frankreich eröffnet. Das Lokal dient einer gefährlichen, rassistischen und internationalen Gruppe von Neonazis als Ort für ihre Aktivitäten, Konferenzen und Konzerte, den Hammerskins. Ein Beispiel für die Gefahr, die von den Hammerskins ausgeht, ist ein bewaffneter Überfall 2013 in Metz. Mitten in der Innenstadt haben die Hammerskins damals einen Senegalesen mit einem Messer angegriffen – einfach nur, weil er schwarz war.

Die Hammerskins sind Anhänger der Ideologie der „Weißen Vorherrschaft“, denn sie fordern offen die Dominanz der „weißen Rasse“. Inspiriert durch den Ku Klux Klan und der American Nazi Party (ANP), definieren sie sich selbst als „Arier“. Auf anti-ausländischen und rassistischen Versammlungen und Demonstrationen sind sie stets dabei. Außerdem sind sie bekannt für Angriffe auf Gay Pride Parades und andere linke Demonstrationen.

Das vorherige Veranstaltungslokal der Hammerskins im lothringischen Toul wurde anlässlich einer St. Patrick-Feier am 16. März 2013 geschlossen. Nur wenige Monate zuvor hatten sich dort noch 2.000 AnhängerInnen der „weißen Rasse“ aus ganz Europa zu RAC-Konzerten („Rock against Communism“) versammelt, die von einem deutschen Chapter der Hammerskins organisiert worden waren. Solche Events dienen den Hammerskins zur Verbreitung ihrer rassistischen und sexistischen Ideologien.

Das werden wir nicht länger tolerieren.

Momentan stehen den Hammerskins seitens der Behörden keine Hindernisse im Weg, um ihr Lokal in Combres-sous-les-Côtes zu eröffnen. Nur öffentlicher Druck kann sie noch aufhalten, deshalb müssen wir viele sein, um sie zu vertreiben. Wir werden keine Aktivitäten einer Gruppe dulden, die den Genozid propagiert.

Hammerskins und Neonazis raus!

Samstag, 14. November, Verdun

- Demonstration: 14 Uhr, Parc de Londres
- Versammlung, Infostände, Workshops und Konzerte von 15:30 bis 19 Uhr, Monument de la Victoire

Quelle

[B] Herbstoffensive gegen Nazistrukturen

Auf „Indymedia Linksunten“ wird folgendes berichtet:

In der Nacht bevor in Dresden die Abendländer ihr Einjähriges feiern wollten, haben wir in Berlin das Blackland angesteckt. Das Blackland ist eine Rock- und Metalkneipeam Ernst-Thälmann Park, die sich als unpolitisch darstellen möchte. Doch ganz so einfach ist es nicht, mittlerweile kann das Blackland auf eine mehrjährige Historie von Nazikonzerten zurück blicken. Und auch für öffentliche Drohungen gegen antifaschistische Strukturen waren sich die Betreiber nicht zu schade: „Antifa, Finger weg Vom Black Metal… oder wir brechen sie euch“ …

Weil die Zeit drängt und es viel zu tun gibt, verweisen wir hier nur schnell auf die Antifa Berlin Recherche Seite, die einen ausführlichen Artikel über die Blackland Naziumtriebe im April diesen Jahres veröffentlicht hatte: https://www.antifa-berlin.info/node/914

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