Ein Jahr nach der Premiere des Dokumentarfilms der Antifaschistischen Aktion 161>88 im Prager Kino BIO OKO wurde der Film auf DVD veröffentlicht, inklusive englischer und deutscher Untertitel.
Im laufe des Jahres nach der Prämiere wurden rund 25 Vorführungen organisiert, sowohl in Tschechien als auch im Ausland (Slowakei, Serbien, Deutschland, Schweden, …). Der Film wurde ebenfalls auf dem internationalen Dokumentarfilm-Festival Jihlava vorgestellt, einer der wichtigsten Veranstaltungen seiner Art in Europa. Der Film wurde ebenfalls ausgewählt für eine Vorführung auf dem East Silver Market, eine Veranstaltung, die auf ein professionelles Publikum abzielt und dessen Fokus auf mittel- und osteuropäische Dokumentarfilmproduktionen liegt. Wir waren besonders froh zu sehen, dass wir Anfragen von Schulen erhalten haben und dass Interviews mit den Autor_innen in einigen Magazinen veröffentlicht wurden.
Eigentlich sollte das Rechtsrockkonzert, das der brandenburgische Parteichef von „Die Rechte“, Klaus Mann, auf seinem Grundstück veranstaltet hatte, bis 22 Uhr gehen. „Nachdem im Verlauf des Abends mehrere Besucher des Konzerts den Hitlergruß gezeigt hatten, haben wir uns zum Abbruch entschlossen“, so Peter Salender, Sprecher der Polizeidirektion Ost in Brandenburg. (Tagesspiegel, taz, rbb online) Zu dem Konzert waren rund 650 Neonazis aus ganz Deutschland angereist, 850 Polizeibeamte waren im Einsatz. (Welt Online) Hunderte Menschen hatten am Samstag friedlich gegen das Neonazi-Konzert protestiert. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich an den verschiedenen Aktionen insgesamt etwa 1.200 Menschen, knapp 1.000 allein an einer Demonstration. Auch zahlreiche Kommunal- und Landespolitiker, darunter Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Linke), gingen auf die Straße. Unter dem Motto „Den Nazis den Stecker ziehen“ hatten dazu erstmals gemeinsam die Initiative „Finowfurt – Nazifrei“ und das Aktionsbündnis „Bunte Schorfheide“ aufgerufen. (Welt Online, Märkische Allgemeine)
Proteste gegen Konzert auf dem Grundstück eines Neonazis im brandenburgischen Finowfurt
In Brandenburg könnten am Wochenende bis zu 1000 Nazis feiern. Der Veranstaltungsort war bereits mehrfach Schauplatz von Nazikonzerten.
Die schlechte Nachricht zuerst: Am Sonnabend soll in Finowfurt ein Rechtsrockkonzert mit bis zu 1000 Besuchern stattfinden. Zwar waren angeblich nur 500 Karten ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. Doch mit dieser Zahl wäre es gar nicht möglich, die von den Neonazis erhofften 15 000 Euro für »Kameraden in Not« einzuspielen, meint Sebastian Walter von der Initiative »Finowfurt nazifrei«. Vermutlich sei die Angabe ein Werbetrick, damit Interessenten schnell zugreifen.
Nach den vorliegenden Informationen sind 13 Musikgruppen angekündigt, darunter berühmt-berüchtigten Rechtsrockbands wie »Sleipnir«, »Legion of Thor« und »12 Golden Years«. Weil diese in der rechten Szene eine große Anziehungskraft ausüben, kann sich Walter vorstellen, dass mehr als 800 Besucher kommen. Maximal 1000 Gäste hat die zuständige Gemeinde Schorfheide genehmigt. »Leider lässt sich eine Veranstaltung, auch wenn sie klar dem rechtsradikalen Milieu zuzuordnen ist, nicht einfach per se oder auf Verdacht hin verbieten«, bedauert Bürgermeister Uwe Schoknecht.
Ein Veranstaltungstipp für das kommende Wochenende:
Am 17.5.2013 präsentieren Euch RASH Berlin-Brandenburg die grandiose AFA-Streetpunkband „The Bayonets“ aus Novi Sad/Serbien und die antifaschistische Punkrockcombo „Vodka Revolte“ aus Mecklenburg-Vorpommern!
Flyer: http://farm9.staticflickr.com/8245/8558771466_a7d77b7848_k.jpg
Wir haben heute Nacht das Nazizentrum an der Markersdorfer Straße 40 in Chemnitz (Sachsen) mit farbe-befüllten Glühbirnen angegriffen und alle Fenster im Erdgeschoss eingeschlagen. Das Nationale Zentrum wird seit November 2011 von Nazigruppen für Rechtsrockkonzerte, Schulungen und Propagandaveranstaltungen genutzt.
Solange Faschisten und Faschistinnen auf der Straße aktiv sind, Migrant*innen und Andersdenkende angreifen, ihren Rassismus und Nationalismus verbreiten und ihre Strukturen aufbauen, solange stehen wir in der Pflicht uns antifaschistisch zu organisieren und konsequenten Widerstand zu leisten – Auf allen Ebenen und mit allen notwendigen Mitteln!
Daher: Damals wie heute, Nieder mit Deutschland!
Um dieser Rechts-Entwicklung entgegen zu treten, bedarf es aber einer klaren Haltung gegenüber Neonazis und einer geschlossenen, solidarischen, antifaschistischen Bewegung, die gegen die erstarkenden neofaschistischen Strukturen in die Offensive geht.
Geht auf die Straße! Werdet antifaschistisch aktiv!
Am 18. Mai soll im brandenburgischen Finowfurt (Landkreis Barnim) ein Rechtsrockkonzert stattfinden, bei dem 1500 Neonazis erwartet werden. Wir wollen dem etwas entgegensetzen. Als Bündnis aus antifaschistischen Initiativen, Parteien, Vereinen und Gewerkschaften wollen wir am 18. Mai in Finowfurt auf die Straße gehen.
Finowfurt hat ein Naziproblem
Seit mittlerweile sechs Jahren dient das Grundstück der Familie Mann in Finowfurt als Veranstaltungsort für Rechtsrockkonzerte sowie für Festveranstaltungen wie das DVU- und NPD- Sommerfest, den NPD-“Preußentag“ und zuletzt für ein Konzert für die Partei “Die Rechte” Brandenburg. Das Gelände ist seit Jahren zum wichtigsten Ort für die rechte Szene in Berlin und Brandenburg geworden. Es bedarf endlich eines deutlichen Signals! Das Konzert mit zwölf angekündigten Bands übertrifft die bisher üblichen Veranstaltungen um Längen und nimmt eine Dimension an, die sonst nur von Großveranstaltungen wie dem „Deutsche Stimme Pressefest“ oder dem „Rock für Deutschland“ bekannt ist.
Den Nazis den Stecker ziehen!
Es bedarf einer breiten gesellschaftlichen Gegenwehr, um dem braunen Spuk entgegenzutreten. Deshalb rufen wir, das Bündnis „Finowfurt Nazifrei“, für den 18. Mai ab 9 Uhr zu einer Gegendemonstration in Finowfurt auf! Unser Ziel, das Konzert zu verhindern, eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, das Nazikonzert zu verhindern!
RASH /// STGT proudly present:
ALL POWER TO THE PEOPLE FESTIVAL 2013!
Leider fehlt auch dieses Jahr einer von uns, an dem die Klassenjustiz ein Exempel statuieren musste. Deno sitzt nun schon seit einem Jahr als politischer Gefangener in U-Haft. So werden wir auch auf unserem 2. Festival in Stuttgart Soligeld für unsere gefangenen Genossen sammeln. Vergessen werden hierbei auch nicht unsere kurdischen Genossen, die man mit 129b-Verfahren überzieht, um die kurdische Bewegung zu kriminalisieren und zurückzudrängen. Auch nicht die politischen Gefangenen in den USA Mumia Abu Jamal, Leonard Peltier, The Cuban 5 usw.
Unser Kampf ist international! Free all political prisoners!
Erinnern wollen wir auf unserem Festival auch an alle gefallenen Genossen wie z.B. Ivan Khutorskoy, der im November 2009 von Neonazis in Moskau ermordet wurde. Auch hier wird unser Festival seinen finanziellen Beitrag für Ivans verbliebene Familie leisten.
Freilich gibt man sich hier auch dieses Jahr nicht mit einem bloß plakativen Antifaschismus zufrieden und hat natürlich auch inhaltlich oder konzertpolitisch darauf geachtet dass keine Grauzonenbands gebucht werden, bzw. Bands autreten, die etwas zu sagen haben. Dem allgemeinen Szene-Mainstream, dem es nur ums Geld geht und seiner sinnentleerten Ideologie wollen wir damit etwas entgegensetzen. Linke Bands, die auch auf Grauzonenkonzerten spielen, weil sie denken dass sie dort noch irgendwas reißen können, oder weil sie der Meinung sind dass sie sonst nur noch auf kleinen Shows spielen können, möchten wir damit zeigen –
Wenn alle so denken würden wie ihr und keiner was unternimmt, wird sich auch nie was ändern!
Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen aus aller Welt!
United we stan ///
No Heimat – No Heise Die NSU-Morde haben es auf schreckliche Weise wieder einmal bewiesen: Nazi-Ideologie ist tödlich. Trotzdem darf der bundesweit bekannte Neonazi Thorsten Heise am 04. Mai 2013 im thüringischen Leinefelde den “Eichsfeldtag” veranstalten. Heises Kontakte zu den NSU-Strukturen sind dabei nicht erst seit kurzem bekannt. Dennoch lässt die Stadt dieses rechte Event zu.
Das Vorgehen der Nazis folgt bei dieser Veranstaltung einer altbekannten Strategie: Zum Einen sollen überregional Nazis durch das Angebot eines Rechtsrock-Konzertes nach Leinefelde kommen und Präsenz zeigen, zum Anderen soll die lokale Bevölkerung über Bratwürste und Hüpfburgen unter dem Charakter eines Familienfestes angesprochen und bei ihnen Interesse und Akzeptanz für die Ideologie der Nazis geweckt werden. Ziel ist es, sowohl die lokalen NPD-Strukturen als auch nicht parteigebundene Nazi-Zusammenhänge zu festigen.
Im besonderen Fokus stehen dabei Jugendliche: Um eine rechte Jugendkultur zu etablieren, geben sich die Nazis auf solchen Veranstaltungen betont frech und rebellisch. Über ihre Subkultur versuchen die Nazis, für die Jugendlichen eine angebliche Alternative zum Alltag zu inszenieren. Doch hinter dieser vermeintlich trendigen Fassade verbergen sich ewiggestrige menschenverachtende Inhalte: Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus werden durch Bandtexte, Reden und Flyer propagiert.
Im Vorfeld des alljährlich in Potsdam stattfindenden “Rhythm Against Racism”-Festivals kam es zu einigen Konflikten. So konfrontierte der ak_antifa die Organistator_innen des Festivals mit einigen Vorwürfen gegenüber der Psychobilly-Band “Thee Flanders”; in ihrem Lied “perverses Schwein” würden sie beispielsweise Vergewaltigungen verharmlosen. In einer auf Facebook verbreiteten Stellungnahme von “Thee Flanders” schreiben sie dazu, dass “einer unserer über hundert Songs aus 15 Jahren Bandgeschichte als Argument gegen unserem Auftritt angeführt [wird]” und glauben, das Argument so entlasten zu können. Ein verantwortungsvoller Umgang bzw. eine Distanzierung von der Verharmlosung sexualisierter Gewalt sieht anders aus. In ihrer Stellungnahme verkündet die Band außerdem, dass sie ihren Auftritt absage, da der Veranstalter “nicht unsere Sicherheit gewährleisten” könne. Weiterhin sähen sie sich “im Moment selber als Opfer von Rassisten” und kündigen am Ende ihrer Stellungnahme an, “alle rechtlichen & öffentlichen Mittel [zu] nutzen, um uns gegen diesen Rufmord zu wehren”. In der PNN veröffentlichte Henri Kramer einen Kommentar zur Situation und gab wieder die allseits beliebte Extremismustheorie zum Besten, indem er schrieb: “Wer meint, so gegen Neonazis zu kämpfen, steht bereits so weit links, dass es nach rechts nicht mehr allzu weit ist.”. Auch die “Linksjugend ‘solid Brandenburg” veröffentlichte einen Tag vor dem Festival eine Stellungnahme und entschuldigt sich in dieser, dass sie die Vorwürfe unhinterfragt übernommen habe und aus diesem Grund ihren Infostand absagte, diesen nun aber doch durchführt.
Der 1. Mai ist internationaler Tag der Arbeiter_innenbewegung. In mehreren Städen der BRD versuchen Neonazis diesen Tag für sich zu instrumentalisieren. Das ist besonders zynisch vor dem historischen Hintergrund des Verbots und der gewaltsamen Niederschlagung von Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten 1933, also vor genau 80 Jahren. Sie pervertierten den 1. Mai zunächst zum „Feiertag der nationalen Abreit“, dann zum „Nationalen Feiertag des deutschen Volkes“.
Zahlreiche Bündnisse mobilisieren, um die verschiedenen Kundgebungen und Aufmärsche der Neonazis zu verhindern. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt.
Zu den anderen Mobivideos gegen die Naziaufmärsche am 1.Mai geht es hier.