Archiv der Kategorie 'Blood & Honour/Combat 18 (Terrormachine)'

Wer unterstützte das NSU-Terrortrio?

Quelle: Fakt

Der NSU-Prozess in München neigt sich dem Ende zu. Doch während der Fokus dabei vor allem auf Beate Zschäpe und ihrem direkten Umfeld lagen, gibt es weitere Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Unterstützer.

Zum Video hier.

Zwischen den Zeilen: Sprachliche Codes im RechtRock

Quelle: Allgäu rechtsaussen

Die Strategie, knallharte Inhalte codiert zu präsentieren, geht auf: Wo etwa von »Erbgut« die Rede war, konnte das Landgericht Memmingen vergangene Woche einen Bezug auf »irgendeine Rassenlehre« nicht erkennen und sprach den Betreiber von Oldschool Records frei. Die Szene aber versteht. Die vom Angeklagten verbreitete Musik ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft gefährlich, weil sie zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Ausschreitungen anstifte.

Anfang der 1990er Jahre lieferten RechtsRock-Bands den Soundtrack für die rassistisch motivierten Übergriffe in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen, die in tödliche Pogrome mündeten und die bundesdeutsche Asyldebatte nachhaltig befeuerten. Die Botschaften der illegalen, meist von Skandinavien und den USA aus vertriebenen RechtsRock-Alben radikalisierten sich und wurden in Folge dessen zur Zielscheibe der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Die Prüfstelle indizierte erstmals 1992 umfangreich RechtsRock-Tonträger.

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Geburtstagsfeier mit „Barny“

Quelle: Blick nach Rechts

Am 27. und 28. Juli soll in Südfinnland das 30-jährige Bestehen der finnischen Rechtsrock-Band „Mistreat“ gefeiert werden. Angekündigt ist dabei auch deutsche Liedermacher „Barny“.

Die Rechtsrocker von „Mistreat“ wollen am 27. und 28. Juli an nicht genauer beschriebenem Ort in Südfinnland ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Die finnische Combo ist der Stadt Kouvola entsprungen. Zwischendurch war einer ihrer Gitarristen auch einmal Mitglied bei der deutschen Band „Kraftschlag“. 1996 gab es von den Finnen und „Kraftschlag“ ein gemeinsames Splitalbum mit dem Titel „Waffenbrüder“. Bei „Mistreat“ soll es nun ein Stelldichein von ehemaligen wie jetzigen Mitgliedern geben.

Außerdem werden auch die finnischen Rechtsrock-Bands „Sniper“ und „Marder“ angekündigt. Erstgenannte Combo existiert seit 1997, nach eigenen Angaben ursprünglich gegründet in Kuusankoski als Reaktion auf eine wohlgesonnene finnische Flüchtlingspolitik. Außerdem beworben werden fürs zweitägige Event Ende Juli „P.W.A.“ aus Estland sowie „Code 291“ aus Schweden, die aus „Pitbullfarm“ hervorgegangen und für ihren Bandleader Jokke Karlsson bekannt sind, der auch ins internationale „Blood&Honour“-Netzwerk involviert gewesen ist.

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„Blood&Honour“-Event in Rom

Quelle: Blick nach Rechts

Am Samstag findet ein international besetztes braunes Gedenk-Konzert für verstorbene Gesinnungskameraden statt – mit von der Partie ist auch „Die Lunikoff Verschwörung“.

Zu einem seit mehreren Jahren stattfindenden Memorial-Konzert für vier bei einem Autounfall verstorbene Aktivisten der rechtsextremen Szene wird mit „Die Lunikoff Verschwörung“ auch eine deutsche Rechtsrock-Band in Rom aufspielen. Terminiert wird der Auftritt der Berliner um Sänger Michael Regener für den 26. Mai.

Organisiert wird das braune Spektakel von der römischen Gruppierung „SPQR“, die dem italienischen Ableger des „Blood&Honour“-Netzwerks zuzurechnen ist. Zuletzt wurde beim NPD-Festival „Schild und Schwert“ in Ostritz ein Teilnehmer mit einem „Blood C 18 Honour Italia“ –Kapuzenpullover gesichtet, wobei „C 1“ für „Combat 18“ steht, dem gewaltbereiten, bewaffneten Arm der rechtsextremen Bewegung.

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Rechtsrock-Event mit NPD & Co.

Quelle: Blick nach Rechts

Mit den „Tagen der nationalen Bewegung“ ist im südthüringischen Themar erneut eine Großveranstaltung unter NPD-Regie mit brauner Musik und Rednern geplant.

Die Geschehnisse bei der „Rock gegen Überfremdung“-Veranstaltung im Juli des Vorjahres mit rund 6000 Besuchern in Themar (Landkreis Hildburghausen) sind noch bis heute ein überregionales Gesprächsthema, da steht vor Ort vorbehaltlich einer noch ausstehenden endgültigen ordnungsrechtlichen Entscheidung bereits eine ähnliche Folgeveranstaltung vor der Tür. Abermals als politische Versammlung angemeldet, soll es am 8. und 9. Juni in unmittelbarer Nähe des südthüringischen 3000-Einwohner-Ortes um die „Tage der nationalen Bewegung“ gehen, ausgerufen von der NPD.

Nach dem „Schild & Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz am 20. und 21. April (bnr.de berichtete) wäre dies nun die zweite Großveranstaltung unter der Regie der NPD, die sich damit abermals gegenüber der gesamten rechten Szene als parteioffener Bündnispartner anzubiedern versucht und dabei offen mit der Partei „Die Rechte“ zusammenarbeitet. „Wir müssen weg von der zerstückelten Szene, hin zu einer gemeinsamen nationalen Bewegung…“ heißt es dementsprechend auf der Veranstaltungshomepage. Hinsichtlich Strukturen, die im Rechtsrock-Milieu in die hierzulande verbotene „Blood&Honour“-Bewegung weisen, zeigen die NPD-Verantwortlichen dabei keine Berührungsängste. War es in Ostritz noch Bundes-Vize Thorsten Heise, der organisatorisch die Verantwortung besaß, ist diesmal Sebastian Schmidtke als Bundesorganisationsleiter der Partei der Strippenzieher für Themar. Als Unterstützer hat er unter anderem den „Gefangenenhilfe Freundeskreis“ und den Initiativkreis vom „Tag der deutschen Zukunft „um sich geschart.

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Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

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Combat 18: Neonazi wegen Munitionsschmuggels zu Freiheitsstrafe verurteilt

Quelle: Störungsmelder

Ein Neonazi aus Hessen ist wegen Einfuhr von Munitionen vom Amtsgericht Hof zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 27-Jährige soll an einer Schießübung deutscher Neonazis der Gruppe Combat 18 in Tschechien teilgenommen und danach Munition nach Deutschland geschmuggelt haben.

Eigentlich könnte es ein Prozess ohne politische Brisanz sein. Ein Mann führt Munition nach Deutschland ein und wird dafür belangt. Doch was am Amtsgericht Hof verhandelt wurde, hat es in sich: Tobias V. aus Hessen wird beschuldigt, 24 Schuss Munition illegal nach Deutschland eingeführt zu haben. Darunter Munition mit immenser Durchschlagskraft, wie sie bei Sturmgewehren zum Einsatz kommt. Der Anwalt von Tobias V. erklärt zu Beginn des Prozesses, sein Mandant bekenne sich schuldig, möchte darüber hinaus aber keine weiteren Angaben machen.

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Was Rechtsrock, Musikfestivals und rechter Terrorismus miteinander zu tun haben

Quelle: Watson

Die Bilder von einem Neonazi-Festival im thüringischen Themar haben im vergangenen Jahr schockiert: Hitlergrüße, Sieg-Heil-Rufe und volksverhetzende Botschaften auf den T-Shirts von Besuchern.

Am vergangenen Wochenende gab es dann erneut ein Neonazi-Festival, diesmal in der sächsischen Kleinstadt Ostritz, nur durch den Grenzfluss Neiße vom benachbarten Polen getrennt. Wieder musste die Polizei wegen verbotenen Symbolen auf T-Shirts eingreifen. Und wieder war das Festival nicht etwa als kommerzielle Veranstaltung angemeldet, wie „Rock am Ring“ oder „Wacken“, sondern als politische Versammlung.

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Combat 18: Neonazi wegen Munitionsschmuggels zu Freiheitsstrafe verurteilt

Quelle: Störungsmelder

Ein Neonazi aus Hessen ist wegen Einfuhr von Munitionen vom Amtsgericht Hof zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 27-Jährige soll an einer Schießübung deutscher Neonazis der Gruppe Combat 18 in Tschechien teilgenommen und danach Munition nach Deutschland geschmuggelt haben.

Eigentlich könnte es ein Prozess ohne politische Brisanz sein. Ein Mann führt Munition nach Deutschland ein und wird dafür belangt. Doch was am Amtsgericht Hof verhandelt wurde, hat es in sich: Tobias V. aus Hessen wird beschuldigt, 24 Schuss Munition illegal nach Deutschland eingeführt zu haben. Darunter Munition mit immenser Durchschlagskraft, wie sie bei Sturmgewehren zum Einsatz kommt. Der Anwalt von Tobias V. erklärt zu Beginn des Prozesses, sein Mandant bekenne sich schuldig, möchte darüber hinaus aber keine weiteren Angaben machen.

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Mehrere Österreicher feierten Hitlers Geburtstag auf einem deutschen Nazi-Festival

Quelle: Vice Magazin

Rund um den 20. April feierten mehrere 100 Neonazis im sächsischen Ort Ostritz ein Festival unter dem Titel „Schild & Schwert“, kurz SS. Unter ihnen Österreicher.

Ostritz/Wostrowc an der deutsch-polnischen Grenze war am vergangenen Wochenende von Nazis aus Deutschland und anderen Ländern förmlich belagert. Der Grund: Ein Festival, veranstaltet von der neonazistischen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Motto des Festivals: „Schild & Schwert“, also kurz SS. Das Festival kann dabei vor allem als Propaganda-Veranstaltung der NPD betrachtet werden.

Und die NPD hat innerhalb des Nazi-Milieus propagandistische Erfolge dringend nötig. In letzter Zeit verliert sie dramatisch an Einfluss, auch und besonders in Ostdeutschland. 2014 hatte sie bei Wahlen in Sachsen noch 4,9 Prozent, 2004 sogar 9,2 Prozent. In einzelnen Hochburgen wählten sogar fast 25 Prozent die NPD. Doch nun wird die Partei von der Alternative für Deutschland (AfD) mehr und mehr geschluckt. Zusätzlich knabbern kleinere Nazi-Parteien wie „Die Rechte“ am braunen Kuchen.

Am Festival in Sachsen nahmen auch Strukturen aus Österreich teil. Der „Presseservice Rathenow“ hat eine umfangreiche Bildergalerie veröffentlicht. Erkennbar ist auf den Bildern einerseits eine Gruppe mit T-Shirts von Alpen Donau Info (etwa hier oder hier), also der Struktur um den inhaftierten Holocaustleugner Gottfried Küssel. Ein solches T-Shirt trug auch Richard Pfingstl, ehemaliger Funktionär des Rings freiheitlicher Jugend, bei seinem kürzlichen Auftritt vor Gericht wegen NS-Wiederbetätigung und seiner Beteiligung als Administrator bei Alpen Donau. Auch Martin Sellner, Leiter der rechtsextremen Gruppe „Identitäre Bewegung“ (IB) soll übrigens Administrator der Nazi-Seite gewesen sein. Andere Kader der IB sollen im Forum von Alpen Donau gepostet haben, wie die „Recherche Wien“ behauptet.

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Von Zerschlagung keine Spur: Der Prozess gegen Oldschool Records

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Das Neonaziproblem im Allgäu wird verharmlost, ein Szeneanwalt führt die Staatsanwaltschaft vor, Behörden wirken zahnlos. Schon die Jahre dauernden Ermittlungen ließen einen Neonazi-Unternehmer kalt. Heute wird sein Prozess wegen massenhafter Verbreitung rechtsradikaler Propaganda fortgesetzt. Am Ende könnte der Freispruch stehen. Ein Kommentar.

Anfang vergangener Woche ging der Prozess gegen den Betreiber des Neonaziplattenlabels Oldschool Records in die zweite Runde. »Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Versandhandel für rechtsextreme Musik betrieben zu haben«, heißt es in einer knappen Randmeldung der Memminger Zeitung dazu.

Also alles paletti?

Die Polizei »zerschlägt« den Neonazi-Versand mit der Razzia schon im Jahr 2014, wie die Augsburger Allgemeine seinerzeit titelte, die Propagandaproduktion und ihr Versand aus dem Unterallgäu nach ganz Europa ist gestoppt, die Justiz führt den Neonazi-Unternehmer seiner gerechten Strafe wegen ein paar Volksverhetzungsdeliktchen zu und das Naziproblem ist erledigt.

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„Night of Identity“ von der Polizei gestoppt

Quelle: Der Blick nach Rechts

Ein für Samstag geplantes Konzert des internationalen „Blood&Honour“-Netzwerks in Polen ist von Sicherheitskräften verhindert worden. Rund 300 Beamte, darunter eine Antiterroreinheit, waren polnischen Medienberichten zufolge im Einsatz.

Als Losung für das Programm am 21. April, einen Tag nach Hitlers Geburtstag, war „Night of Identity“ ausgegeben. Gleich vier Bands aus Deutschland sollten dabei die Bühne betreten. Ein genauer Ort wurde öffentlich nicht beworben. Wie sich herausstellte, sollte das braune Spektakel am Samstag in der 34 000 Einwohner zählenden niederschlesischen Stadt Dzierzoniow stattfinden. In der polnischen Presse war von zwei Festnahmen der unmittelbaren Konzert-Organisatoren die Rede. Es soll sich dabei um Pjotr „Dziki“ Gierczak und Krzysztof Tomasz Slowinski, Spitzname „Nachtigall“, handeln. Letzterer ist Bodybuilder und war im vergangenen Jahr Besucher eines Neonazi-Konzerts im thüringischen Themar. Offenbar wurden bei der groß angelegten Polizeiaktion neben Propagandamaterial auch Drogen gefunden. Die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts ist in Polen strafbar.

Kurz vor dem vorgesehenen Termin kursierte das Gerücht der Event-Absage, um dem zeitgleichen „Schild- und Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz direkt an der deutsch-polnischen Grenze keine Konkurrenzveranstaltung zu bieten. Diese Information erwies sich allerdings nur als Täuschungsmanöver. Zum angedachten Line-Up in Dzierzoniow gehörten die mit deutschen und englischen Texten aufwartenden „Heiliger Krieg“ aus Baden-Württemberg, eine Fortführung des Bandprojekts „Race War“, das 2006 als kriminelle Vereinigung verboten wurde. Bei „Confident of Victory“ handelt es sich um eine Combo aus dem brandenburgischen Senftenberg, von der weitere Mitglieder in Sachsen beheimatet sind. Beim konspirativ organisierten Konzert 2016 im schweizerischen Unterwasser trat man mit dem Lied „Sieg“ auf, bei dem das Publikum sich schnell zum ergänzenden „Heil“-Ausruf inspiriert sah.

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Ostritz: die Propagandashow der NPD

Quelle: Störungsmelder

Die NPD lädt ein – und 1.000 Neonazis folgen: Im sächsischen Ostritz haben Rechtsextreme an diesem Wochenende hemmungslos gefeiert. Das Festival wird zu einer großen Werbeveranstaltung der Nazipartei.

Als sich am Samstagnachmittag die Tore zum Hotel Neißeblick im sächsischen Ostritz öffnen, strömen Reporter ohne Sinn und Verstand hinein. Auf dem Gelände vor der Herberge steht ein Tisch, 80 Journalisten drängeln und schubsen. „Ich stand hier aber eher!“, brüllt einer von ihnen einen anderen an. Kollegen müssen die Kontrahenten trennen.

An dem Tisch sitzt ein Mann und bittet um Ordnung: Thorsten Heise, Neonazi, NPD-Politiker und Veranstalter des rechtsextremen Netzwerktreffens Schild und Schwert. An diesem Wochenende lockt das Festival nach Polizeischätzungen rund 1.000 Neonazis in das Städtchen an der Grenze zu Polen. Mit Rechten, Gegendemonstranten und Polizisten platzt der 2.400-Einwohner-Ort aus allen Nähten.

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Siehe auch: Volksfest für Rechtsaußen
„Schild und Schwert“-Festival in Ostritz: Unter Belagerung
Wellness für Neonazis

Bildergalerien:
Presseservice Rathenow

Neonazi-Musikfestivals in Polen

Quelle: Neues Deutschland

Es klingt paradox: Trotz der Schrecken des Zweiten Weltkrieges werden Musikfestivals mit Nazi-Symbolik mitten in Polen organisiert. Bei solchen Veranstaltungen spielen Bands mit rassistischen und antisemitischen Inhalten – ein verstörendes Zeichen für den Anstieg von Fremdenfeindlichkeit in der polnischen Gesellschaft. Solche Bezüge finden sich in den Liedtexten, auf den Albumcovern und auch in der visuellen Gestaltung der Konzerte.

Mit etwa eintausend Besuchern zählt das Festival »Adlernest«, das jedes Jahr in der ersten Julihälfte im Dorf Kępa in der Region Łódź stattfindet, zu den wichtigsten regelmäßigen Musikevents des rechten Spektrums in Polen. Der Privatsender TVN berichtete in einer vielbeachteten Sendung über das Event. Offiziell handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der Bands patriotische und »identitätsstiftende Inhalte« verbreiten.

Tatsächlich aber zieht Kępa Musikgruppen an, die eng mit dem Neonazi-Milieu aus ganz Europa verbunden sind, darunter die Bands »Obłęd«, »LTW« und »All Bandits«. Neben dem Hören von Musik können Besucher auch Bücher und andere Utensilien kaufen, die rechtsextreme oder nationalistische Ansichten bewerben. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Festivalbetreiber wegen des Verdachts der Propagierung eines faschistischen Regimes.

Ein anderes Beispiel sind Konzerte in Głuszyca in der Woiwodschaft Niederschlesien. Am 7. März 2015 traten hier Bands wie die deutschen »Strafmass« und »Brainwash« sowie die estnische Band »Preserve White Aryans« auf, die Verbindungen zur rechtsextremen Organisation »Blood & Honour« haben. Auf den CD-Covern dieser Gruppen findet man unter anderem ein Abbild von Rudolf Heß, die Texte loben die »weiße Rasse«.

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ABW poluje na faszystów z Dzierżoniowa. Antyterroryści i kilkuset policjantów kryminalnych w akcji

Schwerer Polizeieinsatz mit Antiterroreinheiten heute Abend gegen Blood&Honour-Nazi-Konzert „Night of Identity“ in Dzierżoniów bei Wrocław/PL.
Konzert organisiert von Gruppe Club 28. Mehrere Festnahmen wg. Drogenbesitz. Ausrichter konnten wohl entkommen:

36Kilkuset dolnośląskich policjantów wspierało w sobotę wieczorem funkcjonariuszy Agencji Bezpieczeństwa Wewnętrznego, którzy przybyli do Dzierżoniowa, by nie dopuścić do neonazistowskiego koncertu.

Lokalni neonaziści, zgrupowani w nieoficjalnej organizacji Club 28 (cyfry symbolizują litery alfabetu B i H, jak Blood and Honour – działająca na całym świecie faszystowska międzynarodówka), przechytrzyli prawie wszystkich. Najpierw – kilka miesięcy temu zapowiedzieli – swoją imprezę pod hasłem „Noc tożsamości” w internecie. Potem poinformowali o jej odwołaniu.

Jednym z powodów odwołania miał być odbywający się na polskiej granicy, w niemieckim Ostritz, festiwal „Schild und Schwert”, na którym grały w sobotę największe gwiazdy niemieckiej odmiany brunatnego rocka – m.in. zespół Oidoxie, który rok temu, na zaproszenie Clubu 28, grał na koncercie we wsi Grodziszcze pod Świdnicą. Ale po cichu cały czas przygotowywali swoją imprezę w Dzierżoniowe. To właśnie z tym dolnośląskim miasteczkiem związani są doskonale znani służbom Krzysztof S., ps. „Słowik”, i Piotr G., ps. „Dziki” (to brat aresztowanego niedawno za wyprowadzanie pieniędzy z dolnośląskiego PCK radnego PiS Jerzego G.). Obaj byli już w przeszłości karani za gloryfikację nazizmu i nawoływanie do nienawiści wobec osób o innym kolorze skóry, narodowości i wyznaniu. A dziś przewodzą polskiemu Clubowi 28.

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Zu diesen Bands wollen Neonazis in Ostritz „abhitlern“

Quelle: Beltower News

Am kommenden Wochenende wollen Neonazis im sächsischen Ostritz Hitlers Geburtstag feiern. Neben Tattoo-Convention, einem „Kampf der Nibelungen“ „politischen“ Redebeiträgen, werden auch Band auftreten.

Von Samira Alshater

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild & Schwert“ im „Hotel Neißeblick“ stattfinden. Weder Datum noch Ort dürften zufällig gewählt sein. Besonders die recht hochkarätigen Bands dürften viele Neonazis – auch aus dem Ausland – an Hitlers Geburtstag nach Sachsen mobilisieren.

Besonders brisant ist, dass das internationale, ultra-rassistische Netzwerk „Blood & Honour“ (B&H) für das Hass-Festival wirbt. Dazu passt, dass viele der in Ostritz auftretenden Bands ebenfalls aus dem „Blood & Honour“-Umfeld kommen.

„Blood & Honour“ dient dazu, ein profitables Geschäft – Musik, Konzerte, rechtsextreme Erlebniswelt – aufzuziehen und zu dominieren. Obwohl das Netzwerk in Deutschland verboten ist, gibt es bis heute in der Bundesrepublik Bands, Musikproduzenten, Versände und Personen-Zusammenschlüsse, die dem internationalen B&H-Netzwerk angeschlossen sind. Die Einnahmen durch das Musikgeschäft fließen zurück an die Neonazi-Szene. Einer der größten Nutznießer dürfte der ebenfalls verbotene und dennoch bewaffnete Arm „Combat 18“ sein. Ziel dieser Gruppierungen ist die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung.

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Was deutsche und polnische Neonazis eint

Quelle: Deutschlandfunk

Zum Rechtsrock-Festival im sächsischen Ostritz werden auch polnische Neonazis erwartet. In der rechten Szene gebe es gute Kontakte zwischen Deutschland und Polen, sagte Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen im Dlf. Ihr gemeinsamer Feind: der Islam und die Zuwanderer.

Das sogenannte Schild-und-Schwert-Festival soll am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, in Ostritz in Sachsen beginnen. Anreisen werden dabei wohl auch etliche Rechtsextreme aus dem Nachbarland Polen. Das könnte man befremdlich finden, fordern doch deutsche Neonazis regelmäßig ein Deutschland in den Grenzen vor 1938. Doch insbesondere die sehr aktive polnische Division der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppierung „Blood and Honour“ habe „keine Berührungsängste mit deutschen Nazis“, sagte Starosta.
Polnische und deutsche Nationalisten hätten einen gemeinsamen Feind identifiziert: den Islam und die vermeintliche Bedrohung Europas durch islamische Einwanderung. Ziel der Blood-and-Honour-Bewegung sei die Existenzsicherung der weißen Rasse und der Kampf für eine angebliche arische Kulturtradition.

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DIE RÜCKKEHR VON „BLOOD & HONOUR“ UND DEM BEWAFFNETEN ARM „COMBAT 18″

Quelle: Beltower News

In einer Zeit, in der europaweit rassistische Bewegungen gegen Geflüchtete und Muslime hetzen und vor dem drohenden „Volkstod“ warnen, erhält die Idee eines „bewaffneten Kampfes“ zum Erhalt der „arischen Rasse“ im „Blood & Honour“- und „Combat 18“-Milieu neue Aktualität und auch Aufwind.

Von Samira Alshater

Jahrelang galt die elitäre und ultra-rassistische Neonazi-Organisation „Blood & Honour“ („Blut und Ehre“, B&H) und ihr noch militanterer Flügel „Combat 18“ („Kampfgruppe Adolf Hitler) als eine der bedeutendsten rechten Terrorzellen in Deutschland – bis mit „Blood & Honour“ auch „Combat 18“ im Jahr 2000 verboten wurden. Verschwunden ist das Netzwerk seither allerdings nicht – vielmehr verfolgen die Aktivist_innen ihr Ziel, die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung, im Untergrund weiter. In jüngster Zeit sind verstärkt Aktivitäten des Netzwerkes in Deutschland wahrnehmbar. So griff die Bundespolizei mit Hilfe der GSG9 in September 2017 ein Dutzend Neonazis aus dem C18-Umfeld an der Deutsch-Tschechischen-Grenze auf. Sie hatten gerade ein Schießtraining im Nachbarland absolviert.

“Einzelne terroristische Aktionen, Anschläge und Gewalttaten, auch selbstmotivierter Einzeltäter, müssen in Betracht gezogen werden”, so Stephan Kramer, Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, gegenüber Belltower.News.

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Polnisch-deutsche Aussöhnung auf die extrem rechte Art?

Quelle: Antifa Infoblatt

In Polen finden nationalistische Gruppierungen, (extrem) rechte Parteien und Neonazis immer stärkeren Zulauf.1 Die politische Selbstverortung der rechten und nationalistischen Gruppierungen war hierbei meist offensiv feindlich gegenüber Deutschland und damit auch deutschen potentiellen Bündnispartnern gewesen. Doch in den letzten Jahren gibt es eine neue Entwicklung in Polen. Einige rechte bis neonazistische Gruppierungen, die früher Deutschland als Nachfolger der nationalsozialistischen Besatzungsmacht angriffen, wünschen sich nun, Polen hätte sich mit NS-Deutschland gegen die Sowjetunion verbündet. Die extreme Rechte tritt immer öfter offen neonazistisch auf und sucht vermehrt den Anschluss an die deutschen Gesinnungskameraden.

Erste Annäherungen im RechtsRock

Die ersten extrem rechten polnisch-deutschen Netzwerke gab es in der Neonazi-­Skinheadszene und im „National Socialist Black Metal“ (NSBM). Seit Mitte der 1990er Jahre gab es in Südwestpolen Neonazis, die sich unter dem Label „Blood & Honour“ (B&H) zusammenschlossen und Kontakte nach Deutschland knüpften. Der wegen Mord verurteilte Thüringer NSBM-Aktivist Hendrik Möbus besuchte das polnische Wrocław 1998 direkt nach seiner Entlassung aus der Haft.2 Deutsche RechtsRock-­Bands wie „Brainwash“, „Painful Awake­ning“ und „Kategorie C“ spielen Konzerte in Polen und polnische Neonazibands wie „Legion Twierdzy Wrocław“ (LTW) , „Dark Fury“ oder „Selbstmord“ treten bei deutschen Neonaziveranstaltungen auf. Zuletzt nahmen die Neonazi-Musiker Robert Fudali („Rob Darken“) von „Graveland“ und Jan Peter Kerstin(g) von „Sleipnir“ einen Song zu Ehren des unter polnischen Neonazis Legendenstatus besitzenden 2005 verstor­benen Sängers Mariusz Szczerski „Szczery” von der polnischen Band „Honor“ auf.

Eine Gruppe führender Aktivisten aus dem polnischen „Blood & Honour“-Milieu besuchte im Juli 2017 das RechtsRock-Festival im thüringischen Themar. Diese polnischen Aktivisten kooperieren eng mit Neonazis aus Frankfurt/Oder, welche sich ebenfalls in den Kreisen des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes verorten. Hierbei exponiert sich vor allem der reisefreudige Neonazi-Aktivist Michael H., mit dem zusammen die polnischen Neonazis in verschiedenen europäischen Ländern auftauchen.

Der polnische Neonazi Krzysztof Kwiatkowski („Kwiatek”) gilt in Polen als wichtiger internationaler Netzwerker. Er ist Betreiber des Neonazilabels „Strong Survive Records“ und mit diesem in die internationale Produktion von neonazistischer Propaganda eingebunden. Er bewegte sich u.a. in den Zusammenhängen von „Blood & Honour“ und dem rassistischen „Creativity Movement,“3 Er soll laut Berichten polnischer AntifaschistInnen auch Verbindungen in die Kreise der bayerischen „Kameradschaft Süd“ gehabt haben, die einen Terror-Anschlag in München geplant hatten.

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Gesunder Geist, gesunder Körper und 32 Tonnen nicht-verzollter Tabak

Quelle: Runter von der Matte

Informationen und Einschätzungen zum Turnier des „Kampf der Nibelungen“ auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz

Um ein „ultimative Politik Festival“ – wie der Veranstalter das zweitägige Neonazi-Event im April 2018 betitelt – tatsächlich attraktiv wirken zu lassen, muss auch der Aspekt des Kampfsports untergebracht werden.

Dass dafür niemand anderes als die bundesweit bestens vernetzte Neonazi-Kampfsportorganisation „Kampf der Nibelungen“ in Frage kommt, sollte in der extrem rechten Szene spätestens seit Herbst 2017 offensichtlich sein. In Kirchundem in Nordrhein-Westfalen zog das jährlich seit 2013 stattfindende Kampfsportturnier unter dem Label „Kampf der Nibelungen“ an die 800 Neonazis aus ganz Europa an. Ein Novum für solch ein konspirativ organisierte Event im deutschsprachigen Raum und auch ein Zeichen dafür, dass Kampfsport und Fitness nicht nur im gesellschaftlichen Mainstream im Trend liegen, sondern auch in der Neonazi-Szene an Faszination gewinnen konnte.

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