Archiv der Kategorie 'Darkwave, Gothic, Neofolk...'

[USA] Antifa smasht Infrastruktur bei Nazikonzert in San Francisco

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Am Freitag, den 13. September haben Antifas, die sich the Antifacist Toilet Smasher Brigade nennen, einen wichtigen Teil der Infrastruktur der Konzerthalle Mezzanine in San Francisco zerstoert, um das Konzert der faschistischen und rassistischen Band Death in June, die an dem Tag dort spielen sollte, zu verhindern.

Folgender Artikel wurde auf indybay.org gefunden und uebersetzt.

Am Freitag, den 13., sind wir, die A.T.S., dem oeffentlichen Aufruf gefolgt, das Konzert der britischen Naziband Death in June zu verhindern. Ein paar Tage zuvor wurde ein Schreiben veroeffentlich, indem dem Veranstalter des Konzerts, das Mezzanine in San Francisco, mitgeteilt wurde, dass entweder sie das Nazikonzert absagen oder Antifaschisten werden es tun.

Die Konzertveranstalter vom Mezzanine hatten eine Wahl. Sie waren darueber informiert, dass Death in June eine faschistische und rassistische Band ist und haben sich trotz dieses Wissens dazu entschieden dieser Band eine Buehne zu bieten.

Wir haben daher ihre Toiletten, als einen wichtigen Teil der Infrastruktur, zerstoert, und zwar so, dass die Reperatur sie mehrere zehntausend Dollar kosten wird.

Dies war keine Racheaktion, sondern eine Warnung an alle Clubbesitzer, welche Konsequenzen die Unterstuetzung faschistischer Bands fuer sie hat.

Wir sehen die Tatsachte, dass der offen schwule Musiker Douglas Pearce mit Regenbogenflaggen auftritt und gleichzeitig die Exsistenz schwuler deutscher SA Soldaten betont als einen Schlag ins Gesicht von Holocaustueberlebenden und als Beleidigung der Erinnerung an die vielen homosexuellen Opfer der deutschen Nazivergangenheit und -gegenwart.

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Schoenen Freitag, den 13., ihr Arschloecher!

The Antifacist Toilet Smasher Brigade (die Antifaschistischen Toiletten Zerstoeren)

Denn Antifaschismus ist nicht Gay wie der faschistische Douglas Pearce, sondern Queer im Sinne von Fight Back!

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[Berlin-Friedrichshain] Zur Absage eines rechten Konzerts auf dem RAW-Gelände

„Recherche & Aktion“ berichtet:

Vom Ende der Ausgelassenheit – Aus gege­benen Anlass noch ein paar Worte zur Absage eines Kon­zerts der rechten „Military-Pop“-Band „Der­nière Volonté“, das vor genau einer Woche auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain hätte statt­finden sollen.

Die Absage ging nicht klanglos über die Bühne, es folgte eine Reihe von Stel­lung­nahmen und Debatten in ein­schlä­gigen Kom­men­tar­spalten und Foren. Ließt man dabei die Erklä­rungen der Veranstalter_innen, sucht man Ansätze einer dif­fe­ren­zierten Aus­ein­an­der­set­zung mit der ent­ge­gen­ge­brachten Kritik ver­ge­bens. Auch in den Kom­men­taren domi­nieren Abwehr­re­ak­tionen: Von einem „Mei­nungs­diktat“ ist die Rede und von „anonyme[n] politische[n] Extre­misten“, die das Kon­zert ver­hin­dert hätten [1], gar „mas­sive Dro­hungen durch Auto­nome Kräfte“ werden fabu­liert. [2]

Wir können uns zwar nur schwer aus­malen, welche Panik die Ver­öf­fent­li­chungen im Hause „Cere­mo­nies Berlin“ aus­ge­löst haben müssen: Nachdem der Ver­an­stal­tungsort das Kon­zert kurz­fristig abge­sagt hatte, im Zuge der auf­kei­menden Dis­kus­sion kurz­zeitig gar der „gute Ruf“ auf dem Spiel stand, finden wir es trotzdem etwas schwach, wie sich die Veranstalter_innen nun aus der inhalt­li­chen Debatte davon­stehlen. Anstelle sich dazu zu äußern, wie man in Zukunft mit rechten Künstler_innen umzu­gehen gedenkt, sti­li­siert man sich gekonnt zum Opfer:

„Die Absage des Kon­zerts erfolgte unter mas­sivem Druck der Antifa auf die Konzert-Vernue und uns als Ver­an­stalter. Eine Durch­füh­rung unge­achtet dieser Dro­hungen hätte eine poten­zi­elle Gefahr (im schlimmsten Falle auch kör­per­liche) für die Betei­ligten bedeutet. Das können und wollen wir nicht ver­ant­worten.“[3]

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Berlin: Rechtes Konzert auf dem RAW-Gelände

Via „Indymedia“:

Am 7. September soll im „Urban Spree“ auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain ein Konzert der rechten „Military Pop“-Band „Dernière Volonté“ („Der letzte Wille“) stattfinden.

Das Konzert, welches von der in Szenekreisen bekannten Veranstaltungsgruppe „Ceremonies Berlin“ organisiert wird, sollte ursprünglich im „Bi Nuu“ (ex-Kato) am Schlesischen Tor stattfinden. Dort fand bereits im April diesen Jahres ein Konzert des rechtsoffenen Neofolk-Musikprojekts „Of the Wand & the Moon“ statt, bei dem „Ceremonies Berlin“ involviert war.

Zuletzt im „Bi Nuu“: Of the Wand & the Moon

Das Konzert von „Of the Wand & the Moon“, einem Neo-Folk-Projekt des Dänen Kim Larsen, ging am 7. April diesen Jahres von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt über die Bühne. Die Ästhetik von „Of the Wand & the Moon“ nimmt starke Anleihen an der germanisch- nordischen Mytholgie. Zwar heißt es, er wolle sich damit nicht auf den historischen Nationalsozialismus beziehen, sondern auf die „skandinavischen Lebenswelt“, da er sich allerdings auf Promotionsbildern und während seiner Auftritte meist in uniformartigen Aufmachungen inszeniert und darüber hinaus über Jahre engen Kontakt zu Julius Albin von der Naziband „Der Blutharsch“ pflegte, kommen an einer tatsächlichen Abgrenzung nach Rechts Zweifel auf.

„Of the Wand & the Moon“ veröffentlichten Anfang der 2000er Jahre mehrere Tonträger auf Julius Albins Label „Hau Ruck!“ und waren 2009 mit der „Der Blutharsch“ auf Tour. 2011 begleitete Larsen „Death in June“ auf ihrer Tour zum 30. Jubiläum der Band. „Death in June“ gelten gemeinhin als Vorreiter des rechten Neofolk.

Schon im Jahre 2000 wurde Larsen wegen dieser offenbar bis heute andauernden Offenheit nach rechts von antifaschistischen Initiativen kritisiert. Die Initiative „Grufties gegen Rechts“ charakterisiert Larsen in Bezug auf die „Schwarze Szene“ als einen jener Akteure, „denen zwar keine aktive Betätigung in rechten Organisationen vorzuwerfen ist, die aber durch unreflektierte Verwendung von Ästhetik, etc. in Verbindung mit einer fehlenden Abgrenzung gegen rechte Vereinnahmungsversuche zur Manövriermasse rechter Strategen geworden sind“.

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Rechtes Neofolkkonzert am 01.09

Via „Antifaschistisches Infobüro Rhein-Main“:

Für den 1. September 2013 hat sich in Frankfurt die amerikanische Folk Band Changes angekündigt, die sich auf ihrer “Ride the Tiger – World Tour” befindet. Der Veranstaltungsort wird nicht bekannt gegeben – für ein Konzertticket wird eine Einladung benötigt. Hinter der auf den ersten Blick unscheinbar wirkenden Band verbergen sich Personen, die in den USA seit Jahren in der völkisch rechten Bewegung aktiv sind.
Wer steckt hinter Changes?

Die Band Changes besteht bereits seit 1969 und gruppiert sich um Robert N. Taylor und seinen Cousin Nicholas Tesluk.

Robert N. Taylor war Ende der 60er Jahre Teil der The Minutemen-Bewegung in den USA, einer rechten paramilitärischen Gruppe, die sich gegen die “befürchtete Weltübernahme” durch die Kommunisten organisiert hatte.

Im Jahr 1969 gründete Robert N. Taylor das Folk-Projekt Changes zusammen mit seinem Cousin Nicholas Tesluk.

In den 1970er Jahren war Robert N. Taylor im Odinist/Ásatrú movement aktiv, einer völkisch organisierten Gruppierung, die nicht nur in den USA von Bedeutung war. In Deutschland etwa wurde sie eher bekannt als “germanisches Neuheidentum”. Robert N. Taylor war von Anfang an Mitglied der neuheidnischen rechten Gruppierung Asatru Free Assembly. 1986 löste sich die Asatru Free Assembly aufgrund eines Konflikts um die Erblichkeit von ethnischer Religion auf und spaltete sich in einen völkischen Flügel und einen universalen Flügel.

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Toleranz für Faschisten?(DD)

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Erneut rechtes Konzert in der Reithalle in Dresden geplant Für den 15. Juni 2013 ist das einzige Deutschland-Konzert der rechten US-Band Blood Axis angekündigt. Unsere Recherchen haben ergeben, dass dieses Konzert in der Reithalle auf der Straße E in Dresden stattfinden soll. Die Dark-Wave-Band mit ihrem Frontmann Michael Moynihan verherrlicht offen Faschismus und Nationalsozialismus. Wir fordern die Veranstalter und die Reithallen-Betreiber auf, die Veranstaltung abzusagen.

Die vor allem im Internet kursierenden Konzertankündigungen geben nur spärliche Informationen über den Veranstaltungsort. Dort heißt es, das Konzert finde im »Großraum Dresden« statt. Auf Nachfragen bestätigten sowohl Veranstalter Tower Promotions, als auch die Betreiber des Veranstaltungsraums den genauen Ort.

Kein Bruch, keine Distanz. Nirgends. – Fakten zu Blood Axis

Der Grund für die Zurückhaltung bei der Ortsangabe ist offenkundig. Die Band Blood Axis ist eine Vorreiterin des rechten Neofolks und verherrlicht mit ihrem Schaffen Faschismus und Nationalsozialismus. Das lässt sich anhand zahlreicher Beispiele belegen.

Gegründet wurde die Band, deren Name sich auf die Achsenmächte des 2. Weltkriegs – Deutschland, Italien und Japan – bezieht, Ende der 1980er Jahre. Als Logo nutzt sie das Kruckenkreuz, Symbol des Austrofaschismus und des völkisch-rassistischen Neutempler-Ordens.

Blood Axis beteiligte sich 1998 an der Compilation »Den Tiger reiten«. Diese erschien anlässlich des 100. Geburtstags Julius Evolas auf dem Dresdner Label Eis&Licht. Evola war ein philosophischer Wegbereiter des italienischen Faschismus, heute sind seine Schriften Inspiration für die sogenannte Neue Rechte. Am Sampler beteiligt waren auch die einschlägig rechten Bands Allerseelen, Von Thronstahl und Waldteufel. Im Booklet erläuterte Martin Schwarz das Motto der CD. Schwarz war damals Autor sowohl für das rechte Fanzine Sigill, als auch für die NPD-Zeitung Deutsche Stimme.

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Kein Raum für faschistische Ästhetik!

Von An­ti­fa­schis­ti­sche Grup­pen aus Düs­sel­dorf:

Für den 31. Mai 2013 war im Düs­sel­dor­fer „Welt­kunst­zim­mer“ der Auf­tritt des Mu­sik­pro­jekts TRIA­RII ge­plant. Das Kon­zert, bei dem auch Porta Nigra, Rome, Ordo Ro­sa­ri­us Equi­li­brio, In Slaugh­ter Na­ti­ves, Em­pu­sae und Men­tal Plas­tic Body Fil­ler spie­len soll­ten, wurde ab­ge­sagt.

Die­ses ge­plan­te Kon­zert ist für uns ein Grund, um auf die Schwie­rig­keit im Um­gang mit NS-​af­fi­ner Musik hin­zu­wei­sen. An­ti­fa­schis­ti­sche Grup­pen ste­hen immer wie­der vor dem Pro­blem der In­ter­ven­ti­on bei Kon­zer­ten von Bands des Neo­folk bzw. Mi­li­ta­ry-​Pop. Ein Kon­zert­ver­bot ein­zu­for­dern mit dem Hin­weis, das sei Na­zi­mu­sik, wird dem Gan­zen nicht ge­recht und greift auch zu kurz. Ver­an­stal­te­rIn­nen re­agie­ren dar­auf oft­mals mit Kopf­schüt­teln und Ab­strei­ten. Die Bands seien nicht na­zis­tisch, son­dern un­po­li­tisch. Die An­ti­fa sehe in der Kunst­form der mu­si­ka­li­schen Dar­bie­tung das, was sie sehen wolle.

Wir wi­der­spre­chen dem! Es ist wich­tig und rich­tig, immer wie­der Kon­zer­te der­art zu po­li­ti­sie­ren und zu kri­ti­sie­ren. Kunst ist und bleibt po­li­tisch!

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Demonstration gegen das „Death In June“-Konzert in Wien

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Am 21. und 22.11. will die rechtsextreme Band „Death in June“ ein Konzert im Wiener Club „Massiv“ spielen. Die Lieder und Symbolik der Band sind eng verwoben mit der Glorifizierung der „arischen Rasse“, Geschichtsrevisionismus und der Leugnung des Holocausts. „Death in June“ hat eine große Fangemeinde in der rechtsextremen Szene. Ihr Konzert in Wien wird ein Treffpunkt für Nazis aus ganz Österreich. Das ganze wird schon zum zweiten Mal von „TOTEM Records“ organisiert. Neben dem verkauft der laden auch Musik von international bekannten rechtsextremen Bands.

Die Kampagne „Nazikonzert verhindern!“ mobilisiert dagegen! Mehrere antifaschistische Organisationen beteiligen sich daran, mit Unterstützung vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) und dem Mauthausenkomitee Österreich (MKÖ).

Wir rufen zu einer Demonstration auf, um das Konzert zu verhindern!

Denn Nazi-Propaganda ist noch immer brandgefährlich. Täglich werden Menschen rassistisch beschimpft und angegriffen. Die Gewalt der Nazis hilft den Herrschenden, ihre Sparpolitik umzusetzen. Als Sündenböcke für Bildungsabbau und Arbeitslosigkeit werden „die Ausländer“ benutzt, obwohl es die Politiker und Bosse sind, die uns Arbeitsplätze und Zukunftschancen wegnehmen!

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„Death In June“ auf deutscher Bühne

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Die umstrittene britische Band von Douglas Pearce will bei Festival in Dresden am 7. Dezember aufspielen.

Im musikalischen Spektrum von Neofolk, Industrial und Darkwave tummelt sich seit mehr als drei Jahrzehnten auch die britische Band „Death In June“. Nicht zuletzt durch ihre dargebotene Ästhetik, aber auch aufgrund von Textpassagen wird ihr eine Affinität zum Nationalsozialismus vorgeworfen, auch wenn Band-Kopf Douglas Pearce dies abstreitet. Immer wieder kommt es zur offenbar kalkulierten Provokation. Zwei Alben der Gruppe wurden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden. Die Auftritte der Band ziehen regelmäßig rechtsgerichtetes Publikum an.

Nun wollen die Briten am 7. Dezember in Dresden im Rahmen eines Festivals mit anderen Bands wieder auf eine deutsche Bühne steigen. Im vergangenen Jahr gab es anlässlich eines Gastspiels der Band in Eisleben Proteste und eine Demonstration, an der sich auch die Oberbürgermeisterin Jutta Fischer beteiligte.

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Das OX-Fanzine macht Werbung für die extrem rechten Neo-Folk-Band Death In June

An dieser Stelle veröffentlichen wir einen Gastbeitrag:

Nachdem sich das Punkrock- und Hardcore-Magazin OX-Fanzine in der Vergangenheit bereits schon des Öfteren durch seine unkritische und unsachliche Auseinandersetzung mit Protagonisten der extremen Rechten ausgezeichnet hat, wie u.a. durch die Unterstützung der Textil-Marke Hate-Core und den Nachruf auf Seth Putnam, dem 2011 verstorbenen Frontmann von Anal Cunt und Mitglied der Naziband Vaginal Jesus, bespricht es in seiner aktuellen Ausgabe (Juni/Juli 2012) das Buch „DEATH IN JUNE – Verborgen unter Runnen“ und wirbt so für die zur extremen Rechten zählende Band.

Die 1981 von Douglas Pearce und Tony Wakeford in Großbritannien gegründete Band zählt zu den populärsten Vertretern der rechten Neo-Folk- und Dark Wave-Szene und sorgt seit Jahren für antifaschistische Debatten über die Inszenierung von faschistischer Ästhetik. Der RechtsRock-Experte Christian Dornbusch setzte sich bereits schon 2002 in dem zum Buch „Ästhetische Mobilmachung. Dark Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien“ beigesteuerten Kapitel „Von Landsertrommeln und Lärmorgien. Death In June und Kollaborateure“ intensiv mit der >Kultband < auseinander und ordnet sie aufgrund von entsprechenden Gedanken- und Ideologiefragmenten der extremen Rechten zu.
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Gothic-Szene: Piraten sorgen für Unruhe

„Publikative.org“ schreibt:

Dieses Jahr fand wieder an Pfingsten in Leipzig das “Wave-Gotik-Treffen“ (WGT) statt. Seit einigen Jahren kritisieren Teile der Szene die politische Haltung des Veranstalters. Die “Treffen & Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbh“ duldet es nämlich, dass der Produktanbieter “Verlag und Agentur Werner Symanek“ (VAWS) im Rahmen des Festivals rechtsextreme Waren verkauft. Auch dieses Jahr wurde im Internetportal des WGTs Kritik am VAWS-Verkaufsstand geäußert. Als vermeintlicher Provokateur spielte dabei die Piratenpartei eine wichtige Rolle.

Von Stefan Kubon

In diesem Jahr führte eine einigermaßen absurde Wortmeldung dazu, dass es zur Kritik an dem rechten Verkaufsstand kam. So beschwerte sich ein Besucher des WGTs im Internet-Forum des Festivals darüber, dass die Piratenpartei mit einem Stand für ihr politisches Programm geworben hatte. Um seinem Unmut Luft zu verschaffen, eröffnete der Empörte namens “TheOne1977“ sogar extra eine neue Diskursrubrik mit dem Titel “Piraten ködern Gruftis, oder wie?“ Merkwürdig an der Wortmeldung ist vor allem Folgendes: Der Stand der Piratenpartei befand sich gar nicht auf dem Festivalgelände! Vielmehr hatten die Piraten ihren Stand an einer öffentlichen Straßenbahnhaltestelle aufgebaut, die etwa 100 Meter vom Haupteingang des Festivalgeländes entfernt liegt.

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7.6.2012 Bandito Rosso/Berlin: Info-Veranstaltung zu rechten Tendenzen im Neofolk

Ein Veranstaltungstipp und leider auch aus aktuellen Anlass dringend notwendig, da die bekannte rechte Dark Wave Band „Death in June“ am 6.7.2012 live in Berlin auftreten soll (Quelle):

EAG-Tresen und vorher Info-Veranstaltung zu rechten Tendenzen im Neofolk

Do., 7.6., 19.30 Uhr, Bandito Rosso (Lottumstr. 10a)

Die „Schwarze Szene“, wie sich das Milieu der Gothics und „Gruftis“ selbst bezeichnet, wird wegen rechter Tendenzen immer wieder von Antifaschist_innen kritisiert – meistens völlig zu Recht. Besonders unangenehm fällt in diesem Zusammenhang die Stilrichtung „Neofolk“ auf, der unter anderem die bekannten rechten Musikprojekte „Death in June“ und „Von Thronstahl“ zuzurechnen sind. Der mit ein paar Bildern und Hörbeispielen garnierte Vortrag wird darüber informieren, was Neofolk eigentlich ist, woher die rechten Einflüsse kommen und was das Ganze überhaupt soll.

Passend zum Fronleichnamstag gibt es auch danach noch ein bisschen düstere Musik und gruslige Cocktails wie „Zombie“, „Suicide“ und „Bloody Mary“ (angefragt).

Quelle

Maciej Zurowski: Of Runes and Men

Wir verweisen an dieser Stelle auf einen lesenswerten Beitrag des englischen „Who makes the nazis“-Blogs:

In the first of a series of articles on the troubled relationship between the left and culture, Maciej Zurowski investigates reactionary musical counterculture and looks at the anti-fascist response. This article was originally published by Red Mist.
FWIW, I disagree with the ultra-left quietism of the conclusions – of course LMHR don‘t imagine that tackling these groups is the be-all and end-all of anti-fascism – but the article raises the key questions about the significance of pro-fascist / crypto-fascist cultural groups, and how they can be identified and opposed, and I see it as a contribution from people who are clearly seriously opposed to fascism – STRELNIKOV.

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And: LMHR Calls for Cancellation of Death in June at Camden Underworld

Nazischädel, NVA-Jacken, Küsse und Runenklänge

Die „Freie Presse“ schreibt:

Die Band Death in June tritt halbwegs heimlich in Sachsens Hauptstadt auf

Dresden. Wie viele Nazis erkennt man noch am Musikgeschmack? Mag sein, da sind Fans dieser Rechtsrock-Bands aus Fernseh-Reportagen, die auf Geheimkonzerten üble Texte brüllen und jämmerlich schlechten Punkrock schrammeln. 100.000 NPD-Wähler gibt es in Sachsen- nur ein sehr geringer Teil davon dürfte diese Klänge wirklich antun.

Der gemeine Nazi-Sympathisant hört mit Sicherheit also einfach dort mit, wo die breite Masse sich vergnügt. Und wer tiefer will, findet in Subkulturen diesbezüglich eine Grauzone. Bei André E. etwa, verhafteter Nazi-Terrorverdächtiger aus Zwickau, klebte auf der Autoheckscheibe der Schriftzug der Schweizer Pagan-Metaller Eluveitie, die keltische Folklore mit Rock kreuzen: Die Band ist weit weniger verdächtig als die Böhsen Onkelz, bietet aber wie diese kompatibles Flair. Auch in der Gothic-Szene gibt es Gruppen, die sich in einer eigenen Blase eingerichtet haben, wo kunstvoll Grenzen verwischt werden, um sich dem Diktat üblicher Gesellschafts-Stereotypen zu entziehen. Bilderbuch-Beispiel ist die britische Band Death in June, die am Freitagabend in Dresden konzertierte. Und zwar halbwegs geheim: Keine Abendkasse, Karten nur auf Internet-Vorbestellung, der Veranstaltungsort kam per SMS. Doch es war nur die Reithalle – der übliche Ort für Gothic-Events.

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Aktuelle Ausgabe des „Rechten Randes“ erschienen!

Soeben ist die aktuelle Ausgabe der antifaschistischen Recherchezeitschrift „Der Rechte Rand“ (Nummer 133/November-Dezember 2011) erschienen. Dort gibt es u.a. folgende Artikel zu lesen:

- Inszenierung faschistischer Ästhetik?
Zur Diskussion um die Band »Death In June«
Von Jens Breuer & Christian Grünert

- On tour mit »Death in June«
Von Erik Peddersen, John Postma, Jan Raabe, Nora Wolf, Maria E. Schurian und Reinhard Junghandl»

- Sehnsucht nach Ostpreußen
Der zweite Preußentag der Brandenburger NPD
Von Peter Korig

- Nazirock statt »Politically Correct«
Der Megastore unter den RechtsRock-Labeln – »PC-Records«
Von Jan Raabe

Die komplette Inhaltsübersicht bzw. die Möglichkeit zum Abbonement findet Ihr hier.

Explosives Potenzial

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Bei Rechtsextremisten werden immer wieder Waffen und Sprengstoff gefunden. Eine Gefahr, die nicht unterschätzt werden sollte. Im Oktober erst kam in Bayern ein rechter Sprengstoffbastler ums Leben.

Die rechtsextreme Szene fühlt sich seit jeher stark zu Waffen hingezogen. Der Besitz von Waffen oder Sprengstoff ist jedoch nicht nur in der für viele Neonazis typischen Affinität zu allem Militärischen beziehungsweise als Ausdruck eines weit verbreiteten Waffenkults begründet, sondern wird auch gezielt zum Zweck des Angriffs auf den politischen Gegner beschafft. Bei Razzien in der Neonazi-Szene werden regelmäßig Waffen, darunter Maschinenpistolen, Pistolen, Granaten, Rauchbomben, Gas-, Luft- und Schreckschusswaffen, Hieb- und Stichwaffen, Reizgasspray, Spreng- und Brandvorrichtungen beschlagnahmt. So wurde beispielsweise Anfang bei einer Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen des damaligen NPD-Landesvorstandsmitglieds in Mecklenburg-Vorpommern Sven Krüger im Januar unter anderem auch eine funktionsfähige Maschinenpistole samt 200 Schuss Munition gefunden.

Erst vor wenigen Tagen, am 23. Oktober, starb im oberfränkischen Losau, einem Ortsteil von Rugendorf, der 23-jährige Christopher Sch. Sch. kam beim Basteln mit Sprengstoff ums Leben. Polizei und Staatsanwaltschaft stufen Schoberth übereinstimmend als „nicht organisierten Sympathisanten der regionalen rechten Szene“ ein. In der Wohnung des Vogelspinnen-Liebhabers wurden einschlägige CDs, ein Hitler-Bild und legal zu erwerbende Waffen, darunter ein Elektroschocker, gefunden. Auf seiner Facebook-Seite präsentierte sich Sch. auf einem Foto im Militär-Look. Als Lieblings-Computerspiel gab er „Shadow of Rome“ an. In dem „Spiel“ geht es darum, zu töten oder getötet zu werden. Eine von Sch.s Lieblingsbands war die 1998 aus dem Projekt „Seelenkrank“ hervorgegangene Dark Pop-Band „Blutengel“. Über den Auftritt von „Blutengel“ beim 10. Wave-Gothic-Treffen im Juni 2001 in Leipzig schrieb das NPD-Organ „Deutsche Stimme“: „Der Auftritt von ‚Blutengel’ ist überzeugend, er wird hoffentlich nicht der letzte bleiben.“

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Berlin: Kirlian Camera in der K17

Auf „Indymedia“ wird berichtet:

Am Samstag 29.10. soll die rechte Neofolk-Elektroband „Kirlian Camera“ im K17 (Pettenkoferstraße 17a) in Berlin-Friedrichshain auftreten. Mal wieder, denn schon im Januar 2011 gab es an gleicher Stelle bereits einen Auftritt.
„Kirlian Camera“ (das Kameragebilde steht in esoterischen Kreisen für die sog. Auraphotographie) kommt aus Italien, arbeitet mit faschistischen Symbolen, koketttiert mit der NS-Ästhetik der 30er Jahre, tritt mit rechten Bands zusammen auf ( http://de.indymedia.org/2006/02/137938.shtml) und hat einige Songs, Alben, Sampler, mit Rechtsextremen zusammen herausgebracht bzw. verlegt (z.b. „Der Blutharsch“, „Sol Invictus“, sowie „von Thronstahl“).

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Eisleben: Nazi-Ästhetik auf der Bühne

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet:

EISLEBEN/MZ. Ihr Bandlogo ist ein leicht verfremdeter SS-Totenkopf, auf der Bühne treten sie zuweilen in SS-Uniformen auf, in einigen Texten greifen sie auf NS-Ideologie zurück: Die umstrittene britische Neofolk-Band „Death in June“ (Tod im Juni) stößt auf Kritik. Am kommenden Sonnabend tritt die Gruppe im „Wiesenhaus“ in Eisleben auf. Ihr Konzert – das einzige in Deutschland – ist als geschlossene Veranstaltung deklariert. Unterbinden lassen dürfte es sich deshalb kaum. 800 Gäste aus ganz Europa werden erwartet.

„Von ihrer Ästhetik her ist ,Death in June‘ eine rechtsextreme Band“, sagt der Sozialwissenschaftler Martin Langebach, der sich mit Rechtsextremismus und Jugendkulturen befasst. Die Gruppe ziehe auch Publikum aus dem Milieu der intellektuellen Neuen Rechten an. Das Problem: Ihre Texte ließen sich nicht wie bei anderen Rechtsrock-Gruppen klar zuordnen. So wurde ein Album der Band 2005 indiziert, weil ein Text darauf als Leugnen des Holocaust gelesen werden könne, so Langebach: „Sie sind uneindeutig.“ Für Anetta Kahane ist der Fall dennoch klar: „Es sieht aus wie Rechtsextremismus, es hört sich an wie Rechtsextremismus, es ist Rechtsextremismus“, sagt die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich gegen rechte Gewalt engagiert.

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15./.16.10.2011: Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ in NRW

Für das nächste Wochenende sind in NRW zwei Konzerte der extrem rechten Dark-Wave-Band „Kirlian Camera“ aus Italien angekündigt (Siehe: Fakten und Einschätzungen zur Dark-Wave-Band Kirlian Camera).

15.10.2011 in der Wuppertaler Discothek „Pavillion“

16.10.2011 in Leverkusen im „Shadow“

Der Vorverkauf läuft über den Club „Pavillion“.

Als Beleg für die anhaltend hohe Popularität der Band in der extremen Rechten verweisen wir an dieser Stelle auf einen Link zu einem Artikel aus dem letzten Jahr aus der neonazistischen Theoriezeitschrift „Blauen Narzisse“.
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Neofolk-Konzert in Wien

Der „blick nach rechts“ berichtet:

Österreich (Wien) – In der österreichischen Hauptstadt Wien findet am 27. Oktober (laut Bandblog übrigens auch bereits am 26.10.2011 in Wien – Anmerkung OS) eine konspirativ organisierte Veranstaltung mit der britischen Szene-Band „Death in June“ statt.
Die Band des Briten Douglas Pearce verwendet als Symbol einen SS-Totenkopf und bezieht sich mit ihrem Namen auf die Ermordung des SA-Chefs Ernst Röhm. „Death in June“ ist eine der bedeutendsten Bands der Neofolk-Szene, die eine Vorliebe für Uniformen mit faschistischem oder nationalsozialistischem Hintergrund hat.

Dass Neofolk-Bands und ihre Anhänger vorbelastete NS-Symbole offen zur Schau tragen, macht die Szene für Rechtsextremisten interessant und empfänglich, urteilt das Landesamt für Verfassungsschutz Bayern. Im Dezember 2005 wurde die CD „Rose Clouds of Holocaust“ von „Death in June“, zehn Jahre nach der Erstveröffentlichung, durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert.

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Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen von „Death in June“ fanden bzw. finden in den kommenden Wochen laut Jubiläumsblog der Band noch folgende weitere Konzerte statt:

Sept 30 – Sydney, AUS – The Sly Fox (+ Bain Wolfkind and Beastianity)
Oct 9 – Moscow, RU – 16 Tons (SOLD OUT!)
Oct 12 – Helsinki, FI
Oct 13 – Vilnius, Lithuania – (with Enu Kaleidoskops) PROPAGANDA CLUB (tickets)
Oct 15 – Lisbon, PT (with Die Weisse Rose)
Oct 18 – Barcelona, S – (with Àrnica. Venue yet to be announced)
Oct 20 – Rome, IT – QUBE, Sala C
Oct 21 – Waregem, BE – The Steeple (with :OTWATM:), (SOLD OUT!)
Oct 22 – Eisleben, DE (with :OTWATM: & Sonne Hagal), (SOLD OUT!)
Oct 23 – Copenhagen, DK – Pumpehuset (with :OTWATM:), (SOLD OUT!)
Oct 26 – Vienna, Austria (with Fire + Ice and Vurgart)
Oct 27 – Vienna, Austria (with Fire + Ice and Vurgart), (SOLD OUT!)
Oct 28 – Pavia, IT – Carlito’s Way (with Fire + Ice and Vurgart), (SOLD OUT!)
Oct 29 – Zagreb, Croatia (with Fire + Ice and Vurgart) – Jabuka Klub, Jabukovac 28, Zagreb
(doors open 21:00, club closes 24:00.).

From Subculture to Hegemony: Transversal Strategies of the New Right in Neofolk and Martial Industrial

Der Blog „Who makes the nazis“ schreibt:

Neo-Folk and Martial Industrial are two sub-categories of Industrial Music, which developed in the 1980’s. Industrial as such was a direction that – parallel to Punk Rock – worked with the latest electronics in order to create an aesthetic of futuristic noise machines of the late 20th century and research extreme zones of contemporary society and history. Throbbing Gristle already thematized concentration camps, serial killers, Aleister Crowley etc by using cut-up techniques of William S. Burroughs and Brion Gysin and thus with strategies of liberation from brain washing. Similarly, Cabaret Voltaire were said to wage a “propaganda war against the propaganda war” (Industrial Culture Handbook). With SPK this was combined with a critique of Psychiatry and a presentation of extremes of the body and death. In the 80’s there were agitational and critical bands such as Test Dept., Nocturnal Emissions and Bourbonese Qualk which were often associated with the ever broadening spectrum of “Industrial”. However, with Laibach the critique of totalitarianism became more ambivalent. This ambivalence was at first seemingly shared by Death In June, the band that in many ways was at the origin of what is now considered Neo-Folk and Martial Industrial.

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