Archiv der Kategorie '„DIE RECHTE“'

Braune Schulhof-CD zum Jahresbeginn

Via der „Blick nach Rechts“:

Bielefeld – Die neonazistische Kleinpartei „Die Rechte“ will in Ostwestfalen mit einer CD-Aktion jungen Nachwuchs ködern.

Nach den Weihnachtsferien wolle die Partei eine neue Schulhof-CD für Jugendliche ab 14 Jahren verteilen, kündigte die ostwestfälische „Rechte“ am Wochenende per Facebook an. Die CD mit dem Titel „Eine Jugend rebelliert!“ biete „einen bunten Mix aus Musik, Videos, Bildern und politischen Texten, alles in jugendgerechter Aufmachung und leichtverständlicher Sprache“. In den Schulen würden sich „viele linkslastige Lehrkräfte herumtreiben, die sich an den Jüngsten unseres Volkes vergreifen und versuchen, unsere Kinder mit volks- und lebensverachtenden Ideologien zu infizieren“, heißt es zur Begründung der Aktion der Neonazi-Partei: „Wir wollen dem Ungeist in den Schulen einen anderen Geist entgegenwehen lassen.“

Regie führt bei der „Rechten“ in Ostwestfalen Sascha Krolzig aus Hamm. Der 28-Jährige, der früher für die mittlerweile verbotene „Kameradschaft Hamm“ und anschließend für den örtlichen Kreisverband der Partei aktiv war, gehört auch ihrem Bundesvorstand und dem nordrhein-westfälischen Landesvorstand an. In Bielefeld studierte er Jura, war aber nach dem 1. Staatsexamen nicht zum Referendariat zugelassen worden. (bnr.de berichtete)

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„Die Rechte“

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Die neonazistische Mini-Partei „Die Rechte“ wurde Ende Mai 2012 u.a. durch den Neonazi-Kader Christian Worch und einigen ehemaligen Mitglieder der inzwischen aufgelösten „Deutsche Volksunion“ (DVU) gegründet, die sich nicht mit der Fusion zwischen DVU und NPD im Mai 2012 abfinden wollten. Seitdem gilt „Die Rechte“ als eine relativ verbotssichere Alternative für AktivistInnen aus verbotenen Neonazi-Gruppierungen. Es bestehen Landesverbände in Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Niedersachsen und Bayern. An dieser Stelle sollen die drei Landesverbände NRW, Sachsen und Thüringen vorgestellt werden.

von LOTTA, AIB und Arthur Sajdowski

NRW — Auffangbecken für verbotene Kameradschaften

In keinem anderen Bundesland verfügt „Die Rechte“ über ähnliche viele Kreisverbände und AktivistInnen wie in Nordrhein-Westfalen: Neun Kreisverbände werden auf der offiziellen Parteiseite im Internet aufgeführt, hinzu kommen noch die beiden Kreisverbände Recklinghausen und Ostwestfalen, die bislang vor allem auf „Facebook“ aktiv sind. Ende 2013 soll die Gesamtpartei etwa 500 Mitglieder gehabt haben. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sollen hierbei aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen (NRW) stammen.

Das westliche Bundesland ist die Schwerpunktregion der Neonazi-Partei, hier wurde am 15. September 2012 auch ihr erster Landesverband gegründet. Wenige Wochen zuvor hatte der Landesinnenminister am 23. August drei der wichtigsten Kameradschaften in Hamm, Dortmund und Aachen verboten. Es war ein Verbot mit Ankündigung: Bereits im Mai war schon die „Kameradschaft Walter Spangenberg“ aus Köln verbo­ten worden. Zumindest die stark im öffenlichen Fokus stehenden Gruppen „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) und „Kame­radschaft Aachener Land“ (KAL) konnten danach ahnen, dass sie als Nächste an der Reihe sind.

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Neonazitreff in der Sonnenstrasse: Auf dem Weg zu einer neuen „Kameradschaft“?

„recherche 38″ berichtet:

In den letzten Wochen fanden in der Sonnenstrasse 3 in Braunschweig regelmäßig Treffen, „Kameradschaftsabende“ und Partys der rechten Szene statt. Eingeladen dazu hatte Johannes Welge, der ehemalige Hildesheimer Kreisvorsitzende der Partei »Die Rechte«, der jetzt – mehr oder weniger unfreiwillig – der Partei den Rücken gekehrt hat. Unter anderem sollen Gewaltausbrüche unter Drogen- und Alkoholeinfluß, die sich auch gegen die eigenen Leute richteten, einer der Gründe dafür gewesen sein, dass sich seine ehemaligen „Kameraden“ nun von ihm abgewendet haben. Welge, der vor einiger Zeit mit seiner Familie von Braunschweig in den Landkreis Hildesheim gezogen ist, hat sich in den letzten Wochen wieder häufiger in Braunschweig aufgehalten. Das Wohnhaus in der Sonnenstrasse 3, das von Welge verwaltet wird, diente dem Neonazi auch schon früher als Versammlungsort: Zunächst fanden dort Treffen der »Aktionsgruppe 38« statt, dann Parteiveranstaltungen des aus der Gruppe hervorgegangenen „Kreisverbandes Braunschweiger Land“ der Partei »Die Rechte«.

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Aachen: Nachtrag zur Neonaziparty am 5.9.2015 in Heinsberg

Via „Indymedia Linksunten“:

Nachtrag zur Neonazi-Party Anfang September 2015 in Heinsberg bei Aachen. Anwesend waren etwa 50 Neonazis aus Aachen, Heinsberg, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und den Niederlanden.

Am 5.9.2015 fand ein einige Tage vorher beworbenes Konzert des „Die Rechte Aachen-Heinsberg“ Ablegers Syndikat 52 in Heinsberg statt. Bei Syndikat 52 handelt es sich nicht um eine eigenständige Organisation, dieselben Neonazis die die Partei Die Rechte in Aachen/Heinsberg stellen, sind es auch, die Syndikat 52 ins Leben gerufen haben. Allerdings fällt auf, dass S52 kurz nach der Haftentlassung eines der Anführer der 2012 verbotenen Kameradschaft Aachener Land, Denis Unruh, das erste Mal das Licht der Öffentlichkeit erblickte.

Das Konzert mit anschließender Party fand in Heinsberg im „Pub 44“, Waldfeuchter Straße 44 statt. Diese Location ist eine ehemalige Kneipe, die von den Besitzer_innen vermietet wird.

Nach einem Auftritt von Makss Damage, alias Julian Fritisch, der musikalisch von dem Aachener Neonazi Timm Malcoci begleitet wurde, feierten die Neonazis noch in der Kneipe. Anwesend waren verschiedene Gäste aus Aachen und Umgebung, einige aus dem Rheinland, darunter der Düsseldorfer Sven Skoda, einige Neonazis aus den Niederlanden sowie einige aus dem Ruhrgebiet, etwa aus Duisburg. Aus den von S52 veröffentlichten Bildern geht hervor, dass nicht mehr als 50 Teilnehmende anwesend waren. Einer der Feierenden wurde in Presseberichten als verwandt mit den Besitzer_innen der Kneipe bezeichnet. Zudem zeigte sich, dass er mit Timm Malcoci befreundet ist. Damit ist wohl auch klar, wie die Aachener und Heinsberger Neonazis an die Location kamen. Auch wenn der Mann in genannten Presseberichten als „nicht rechts“ bezeichnet wird, ist es nicht nachvollziehbar, wie man eine Party von Neonazis nicht nur unterstützen, sondern auch noch bis zum Ende mit feiern kann, ohne das auffällt, wer dort feiert.

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Nach Razzia in Bamberg: Rückführungszentrum offenbar Anschlagsziel

Der „BR“ berichtet:

Nach den Festnahmen dreier Rechtsradikaler in Bamberg hat die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Die Mitglieder der Partei „Die Rechte“ hatten offenbar fremdenfeindliche Anschläge in Bamberg geplant.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Polizei haben am Donnerstagnachmittag (22.10.15) gemeinsam über die Razzia am Mittwoch gegen insgesamt 13 Mitglieder rechtsextremer Gruppierungen informiert. Elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 20 und 36 Jahren wurden festgenommen. Fünf von ihnen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Balkanzentrum mögliches Ziel

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass zwei Asylbewerberunterkünfte in Bamberg, darunter das sogenannte Rückführungszentrum für Balkan-Flüchtlinge, konkrete Ziele für Sprengstoffanschläge waren. Möglicherweise sei der Anschlag für den 31. Oktober geplant gewesen. An diesem Tag soll eine großangelegte Demonstration vor dem Rückführungszentrum stattfinden.

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Siehe auch: Razzia bei Neonazis der Partei “Die Rechte”

»Die Rechte« expandiert

Neofaschistische Konkurrenz dehnt sich von West nach Ost aus und könnte der altbackenen NPD den letzten Schlag versetzen. Neuer Landesverband in Thüringen. Die neofaschistische Partei »Die Rechte« könnte sich zu einer ernsthaften Konkurrenz für die NPD entwickeln. Letztere steckt seit Monaten in einer ihrer tiefsten Existenzkrisen, derweil gründete »Die Rechte« am 11. Juli einen neuen Landesverband. Diesmal in Thüringen. Wie die Internetseite »Thüringen rechtsaußen« berichtete, wurde der Neonazi Bert Müller zum Landesvorsitzenden gewählt, Marco Kern zu seinem Stellvertreter, Kevin Kern zum Schatzmeister und Jörg Krautheim aus Gera zum Landesgeschäftsführer. Zum »Landesorganisationsleiter« wurde Michel Fischer aus Tannroda bestimmt – ein Gewalttäter, der erst im vergangen Jahr zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, weil er gemeinsam mit seinem Vater ein 13jähriges Kind verprügelt hatte. Während die NPD aktuell mit Personalquerelen, finanziellen Engpässen und dem laufenden Verbotsverfahren zu kämpfen hat, versucht »Die Rechte« sich zunehmend als radikalere Kraft in Stellung zu bringen. Und dies nicht ohne Erfolg. So gilt Nordrhein-Westfalen als Keimzelle der noch jungen Partei. Infolge des im August 2012 vom dortigen Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) erlassenen Verbotes verschiedener »Kameradschaften« – unter anderem der militanten »Kameradschaft Aachener Land« und des »Nationalen Widerstandes Dortmund« – hatte »Die Rechte« in NRW erste Kreisverbände gegründet. Unter dem Schutz des Parteiengesetzes setzten die Neonazis aus den Kameradschaften ihre Offensive fort und umgingen so das Verbot gekonnt. Heute gilt die Ruhrgebietsmetropole Dortmund als ihre Hochburg in Westdeutschland. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche, in der Neonazis aus der Partei »Die Rechte« nicht gegen Flüchtlinge aufmarschieren oder mit Provokationen öffentliche Aufmerksamkeit einheimsen. Etablierte Politik, Polizei und Inlandsgeheimdienste lassen sie nahezu ungestört agieren und begnügen sich mehrheitlich mit Empörungsgesten. Der aktionistische harte Kern der rechten Parteigänger besteht in Dortmund aus knapp über 60 Personen. Das Mobilisierungspotential liegt deutlich darüber. Eine Ausstrahlungskraft übt »Die Rechte« vor allem auf jüngere Neonazis aus.

via jw: »Die Rechte« expandiert

Konspirative Neonazi-Party in Heinsberg

Via „Indymedia Linksunten“:

Aachen/Heinsberg. Eine in der Neonazi-Szene konspirativ vorbereitete „Party für Deutsche!“, die auf einem Szene-Flyer für den „Raum Aachen“ angekündigt worden war, fand am vergangenen Samstag (5.9.) in Heinsberg statt. Aufgetreten ist bei der Veranstaltung auch der NS-HipHopper „Makss Damage“ aus Bonn, der durch Neonazis aus der Region unterstützt wird. Mitorganisiert wurde das Treffen von Personen aus dem Umfeld der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL).

Auf den in der rechten Szene verbreiteten Flyern wurde das Partymotto ergänzt um die Losung: „Antikommunismus, Heiterkeit und Livemusik“. Verantwortlich zeichnete die Gruppe „Syndikat 52“ (S52), eine indirekte Nachfolgeorganisation der KAL unter dem Deckmantel des Kreisverbandes Aachen-Heinsberg der Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR).

„Makss Damage“ (bürgerlich Julian Fritsch) ist ein HipHopper, der ursprünglich aus der gewaltbereiten, radikalen linken Szene stammt. Vor Jahren gab er seinen „Ausstieg“ bekannt und wendete sich öffentlichkeitswirksam der Neonazi-Szene zu. Teile der Braunszene verehren ihn wegen seiner extremen Texte, in denen der Nationalsozialismus propagiert, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gegen politische Gegner teils offen ausgelebt werden. Andere Vertreter aus der rechten Szene finden, dass der Musiker aus Bonn viel zu extrem ist.

„Makss Damage“ wird von Neonazis aus dem Raum Aachen unterstützt, unter anderem durch den Musiker Timm M., der sich erst kürzlich vor Gericht verantworten musste. M. soll auch diesmal an der Organisation mitbeteiligt gewesen sein. Zu den Besuchern des braunen Treffens gehörten auch der bekannte Neonazi Sven Skoda sowie der ehemalige KAL-„Kameradschaftsführer“ René Laube. Er war in einem T-Shirt erschienen mit der Aufschrift „Terrormachine – Combat 18“ (C18). C18 ist der bewaffnete Arm des in Deutschland verbotenen, internationalen Netzwerkes „Blood & Honour“ (B&H).

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Hooligan-Truppe verhindert Integrationsfest

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

13.09.2015 – Neonazi-Hooligan-Aufmärsche in Hamburg und Bremen wurden verboten. Tausende Menschen protestierten gegen die geplanten Aufzüge. Doch ein interkulturelles Familienfest in Kirchweyhe konnten die Rechten ungehindert stören.

Das Polizeiaufgebot am Samstagvormittag in Bremen war riesig. Vor der Stadthalle parkte eine lange Reihe von Wasserwerfern neben Panzerräumfahrzeugen. Die Bundespolizei fuhr großzügig auf, Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein kamen den Hanseaten zur Hilfe. Nachdem das Bundesverfassungsgericht das Verbot des für Hamburg geplanten „Tags der deutschen Patrioten“ am 12. September bestätigt hatte, wurde bekannt, dass die gewaltbereiten Neonazi-Hooligans an die Weser ausweichen wollten. Per Twitter mobilisierten unter anderem „Die Rechte“ Sachsen oder die „Aktionsgruppe Nordheide“ nach Bremen.

Bereits früh am Morgen versammelten sich die ersten aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Nordic 12“ am Hauptbahnhof. Sie trafen sich mit Aktivisten aus dem Nordwesten Niedersachsens darunter die Neonazistin Daniela Bliesener, die sich bei Facebook mit „88“-Shirt präsentiert und später fleißig Filme mit dem Handy drehte. Anhänger der Pforzheimer Hooligantruppe „Beserker“ kamen hinzu. Mitglieder der berüchtigten Bremer „Standarte“ oder von der Band „Kategorie C“ ließen sich nicht blicken. Laut Recherchen der „taz“ waren zuvor vonseiten der Behörden gegen 500 Hooligans Meldeauflagen verhängt worden. Anscheinend hielten sich die meisten daran. Auch die Anführer von „Die Rechte“ Dortmund blieben zuhause. Als bekannt wurde, dass die extremen Rechten in Bremen für Mittag eine Eildemonstration angemeldet hatten, handelten die Behörden sofort und sprachen ein Verbot aus – zudem gab es ein Betretungsverbot für Teilnehmer. Ankommende Neonazis und rechte Hooligans wurden abgewiesen. Ein kleiner Teil der bereits anwesenden Gruppen wurde auf dem Domshof in Bremen festgesetzt und später mit einem Bus der BSAG zum Hauptbahnhof kutschiert. Unter ihnen war auch der Neonazi Markus Privenau, der zur Partei „Die Rechte“ in Bremen gezählt wird. Überall liefen HoGeSa und „Gemeinsam Stark“-Fans durch die Stadt. Unklar schienen deren Pläne.

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Nationaler 1. Mai in NS-Tradition

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Erfurt/Nürnberg – Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) wirbt bereits jetzt für zwei Demonstrationen, die am 1. Mai nächsten Jahres stattfinden sollen.

Die ostdeutschen „Rechte“-Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin zieht es nach Erfurt, wo unter dem Motto „Tradition verpflichtet“ das „83-jährige Bestehen des nationalen Arbeiterkampftages“ begangen werden soll. „Huldigen“ will man dort „mit allergrößter Achtung und Respekt all die Unternehmen, die bis heute in Deutschland geblieben sind, deutsche Arbeitsplätze erhalten und damit den Reichtum, Wohlstand und somit den Fortbestand unserer deutschen Nation sichern“.

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„Die Rechte“ zwischen SA und Partei

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Mit provokativen Aktionen sorgt die neonazistische Worch-Partei für Propaganda und mediale Schlagzeilen – zur Festigung ihres Parteienstatus‘ plant sie Kandidaturen zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.

„Die Rechte“ macht im kommenden Frühjahr zumindest in zwei Bundesländern ganz auf Partei. Nicht nur in Sachsen-Anhalt will sie sich knapp vier Jahre nach ihrer Gründung erstmals an einer Landtagswahl beteiligen. Auch in Baden-Württemberg hoffen die Neonazis, im nächsten März auf den Stimmzetteln stehen zu können. Weil die Personaldecke zu dünn ist, allerdings nur in einigen wenigen Wahlkreisen.

Zwar konnte man in Baden-Württemberg im vorigen Jahr nach Angaben des Verfassungsschutzes von 30 auf 80 Partei-„Kameraden“ zulegen – große Sprünge lassen sich damit aber nicht machen. „Ein flächendeckender Wahlantritt ist für uns derzeit leider noch nicht zu realisieren“, räumt „Die Rechte“ ein. Mehr als 200 Mitglieder müsste die Partei haben, um zwischen Mannheim im Norden und Friedrichshafen im Süden flächendeckend Kandidaten aufstellen zu können. Mindestens 35 Kandidaten würden benötigt, damit alle Wahlkreise besetzt werden könnten. Und schließlich müssten in jedem Wahlkreis 150 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, unterm Strich 10 500 Unterschriften.

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Rührige Neonazi-Szene in Bayern

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Für das erste Halbjahr 2015 verzeichnete Bayerns Verfassungsschutz einen deutlichen Ausbau von Strukturen der Partei „Die Rechte“ sowie eine starke Zunahme von „Agitationen gegen Asylbewerber“.

Die neonazistische Splitterpartei „Die Rechte“ (DR), die im Mai des Jahres 2012 unter Federführung des bekannten Neonazis Christian Worch gegründet wurde, baute in Bayern ihre Strukturen signifikant aus. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz in seinem jetzt vorgestellten Halbjahresbericht gründete die Partei „zusätzlich zu dem seit 20. April 2014 bestehenden Kreisverband München“ nicht nur drei weitere Ableger für die Regionen Nürnberg, Bamberg und Rosenheim. Auch einen Landesverband unter der Leitung des Münchner KV-Vorsitzenden Philipp Hasselbach und eine Immobilie im unterfränkischen Kolitzheim kann die knapp 40 Personen starke braune Gruppierung zwischenzeitlich vorweisen. Der denkmalgeschützte Gasthof in Unterfranken, der im April 2015 zur Nutzung als Landesparteizentrale angemietet und bereits für Veranstaltungen verwendet wurde, darf gemäß einer Entscheidung des Landratsamt Schweinfurt aktuell jedoch ausschließlich für private Zwecke genutzt werden. Eine definitive juristische Entscheidung über die Nutzungserlaubnis für die erworbene Immobilie steht momentan noch aus.

Die Strukturen der neonazistischen Partei „Der III. Weg“, die in Bayern überwiegend als Nachfolgerin für das verbotene „Freie Netz Süd“ aktiv ist, blieben mit sechs so genannten Stützpunkten hingegen weitgehend unverändert. Lediglich die Anfang Januar als „Stützpunkt Hof/Saale“ gegründete oberfränkische Niederlassung, die sich im Frühjahr 2014 in „Stützpunkt Hochfranken/Vogtland“ umbenannt hatte, spaltete sich zum 1. Februar dieses Jahres in zwei separate Ableger für „Oberfranken“ und das „Vogtland“ auf. Die zwei neuen Niederlassungen stehen seitdem unter selbstständiger Leitung, arbeiten allerdings weiterhin eng zusammen. Damit trug die Partei insbesondere ihren Bemühungen, die militanten braunen Strukturen kontinuierlich in die angrenzenden sächsischen und thüringischen Regionen auszuweiten, (bnr.de berichtete) auf organisatorischer Ebene Rechnung.

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Sachsen: NPD-Abtrünnige übernehmen Leitung der Partei Die Rechte

Via „Endstation Rechts“:

Die Splitterpartei Die Rechte unternimmt einen zweiten Versuch, sich im einstigen Stammland der NPD zu etablieren. Nach einem gescheiterten Vorstoß Ende 2013 übernehmen nun ehemalige NPD-Funktionäre.

Auf dem Landesparteitag, den Die Rechte am Wochenende durchführte, wurde der ehemalige Leipziger NPD-Funktionär Alexander Kurth nach Angaben der Partei einstimmig zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Diese Entscheidung verwundert nicht, da er bereits zuvor als „Landesbeauftragter“ bezeichnet wurde. Zu seiner Stellvertreterin wurde Daniela Stamm gewählt. Die Bautzner Stadträtin war ebenfalls bis November letzten Jahres in der NPD aktiv. Durch sie erhielt Die Rechte in Sachsen ein Stadtratsmandat. Die restlichen Mitglieder des Vorstandes, deren Namen nicht veröffentlicht wurden, kämen aus Chemnitz, dem Vogtland und Ostsachsen.

Neben den sächsischen Aktivisten waren auch der Landesvorsitzende aus Thüringen, Bert Müller, und Philipp Hasselbach vom bayerischen Landesverband anwesend. Frank Rohleder, eigentlich NPD-Anhänger und Mitinitiator der „Freundeskreise Udo Voigt“‚ habe sich ebenfalls auf dem Landesparteitag blicken lassen und eine Rede gehalten.

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Siehe auch: [01.08.2015 – Ostsachsen] – Landesparteitag „DIE RECHTE“