Archiv der Kategorie '„DIE RECHTE“'

Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

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Gesunder Geist, gesunder Körper und 32 Tonnen nicht-verzollter Tabak

Quelle: Runter von der Matte

Informationen und Einschätzungen zum Turnier des „Kampf der Nibelungen“ auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz

Um ein „ultimative Politik Festival“ – wie der Veranstalter das zweitägige Neonazi-Event im April 2018 betitelt – tatsächlich attraktiv wirken zu lassen, muss auch der Aspekt des Kampfsports untergebracht werden.

Dass dafür niemand anderes als die bundesweit bestens vernetzte Neonazi-Kampfsportorganisation „Kampf der Nibelungen“ in Frage kommt, sollte in der extrem rechten Szene spätestens seit Herbst 2017 offensichtlich sein. In Kirchundem in Nordrhein-Westfalen zog das jährlich seit 2013 stattfindende Kampfsportturnier unter dem Label „Kampf der Nibelungen“ an die 800 Neonazis aus ganz Europa an. Ein Novum für solch ein konspirativ organisierte Event im deutschsprachigen Raum und auch ein Zeichen dafür, dass Kampfsport und Fitness nicht nur im gesellschaftlichen Mainstream im Trend liegen, sondern auch in der Neonazi-Szene an Faszination gewinnen konnte.

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Eine verfestigte Szene

Quelle: Lotta-Magazin

Neonazismus in Hamm – ein aktueller Überblick

Behörden und Lokalmedien sind sich einig: Die Neonazi-Szene im westfälischen Hamm befinde sich auf dem Rückzug. Dabei haben sich lediglich die Schwerpunkte der Szene verschoben. Statt Parteiaufbau setzt man aktuell auf die Festigung einer rechten Erlebniswelt. In keiner anderen NRW-Stadt fanden in den letzten zwei Jahren so viele Rechtsrock-Events statt.

Hamm galt viele Jahre als Neonazi-Hochburg. Diesen Ruf begründete seit 2003 die „Kameradschaft Hamm“ (KSH) mit einer umfangreichen Demonstrationspolitik und zahlreichen Gewalttaten (vgl. LOTTA #43, S. 24-25). Nach ihrem Verbot im August 2012 schlossen sich die Neonazis der Partei „Die Rechte“ (DR) an, die ihnen ein Dach zur Fortsetzung ihrer Aktivitäten bot. Der aktuelle NRW-VS-Bericht bezeichnet den DR-Kreisverband Hamm nun als „deutlich weniger aktiv”. Der Inlandsgeheimdienst begründet seine Einschätzung damit, dass die DR am 3. Oktober 2016 keine Demonstration durchgeführt hat. In den Vorjahren waren bis zu 300 Neonazis zum Einheitstag in Hamm aufmarschiert. Auch 2017 fiel der Aufmarsch aus. Der DR-Funktionär und vormalige KSH-Führer Sascha Krolzig hatte im September sämtliche bereits vorliegenden Anmeldungen für die kommenden sieben Jahre zurückgezogen. Daraufhin meldete der lokale Westfälische Anzeiger: „Demo abgeblasen: Rechte Szene zieht sich aus Hamm zurück.“ Die Polizei Hamm sekundierte, es sei hinsichtlich rechter Gewalt „total ruhig“ geworden.

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Braunes Happening in der ostdeutschen Provinz

Quelle: Blick nach Rechts

Am 20. und 21. April soll unter dem Namen „Schild- & Schwert-Festival“ eine Veranstaltung in der Oberlausitz stattfinden – auf der Agenda stehen Kampfsport, Rechtsrock sowie politische Ansprachen. Maßgeblicher Kopf des Neonazi-Events ist der umtriebige Thüringer NPD-Funktionär Thorsten Heise.

Erst Themar in Thüringen, demnächst Ostritz in der Oberlausitz von Sachsen: Immer öfter wird die ostdeutsche Provinz Schauplatz für Großveranstaltungen der braunen Szene. Die rechnet sich aus, dass in weitgehend ländlichen Gegenden ein zivilgesellschaftlicher Gegenprotest überschaubar bleibt. Beide Orte zählen gerade einmal knapp 3000 Einwohner. Seit kurzem wird die zweitägige Veranstaltung „Schild & Schwert-Festival“ am 20. und 21. April 2018 propagiert, die auf dem Gelände des Hotels „Neißeblick“ in Ostritz (Landkreis Görlitz) unmittelbar an der polnischen Grenze stattfinden und eine Fortsetzung am 2. und 3. November finden soll. Dass der erste Termin des offiziell bei den Ordnungsbehörden angemeldeten Meetings auf Hitlers Geburtstag fällt, dürfte dabei keinesfalls Zufall sein.

Als Kopf der Veranstaltung entpuppt sich der umtriebige Thorsten Heise, seines Zeichens Thüringer Landesvorsitzender und Bundesvize der NPD, der sich bestens darauf versteht, erlebnisorientierten Neonazis ein mit Rechtsrock-Musik garniertes Programm zu präsentieren, wie er es seit 2011 bereits jährlich beim so genannten „Eichsfeldtag“ im thüringischen Leinefelde praktiziert. Der zuständigen Versammlungsbehörde liegt für 2018 derzeit noch keine Anmeldung für einen „Eichsfeldtag“ im kommenden Jahr vor.

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Isoliert und trotzdem vernetzt – Rechtsrock im Landkreis Barnim (Brandenburg)

Quelle: Don‘t call it music

Im Brandenburger Landkreis Barnim existiert seit über zehn Jahren eine kleine, aber aktive rechte Musikszene. Das bekannteste Projekt aus der Region ist die Band “Preußenfront” aus Bernau. Ihr Sänger Kai H. gehörte bis Mitte der Zweitausender Jahre der “Deutschen Volksunion” (DVU) an und spielte mit seiner Band auch auf Kundegebungen und Sommerfesten der Partei.

Die Verbindung zwischen Rechtsrockszene und DVU ist in Brandenburg nichts Ungewöhnliches. Auch Klaus M., der bis heute sein Gelände in Schorfheide bei Finowfurt für Konzerte der rechten Szene bereitstellt, war ein wichtiger Ansprechpartner der Partei, bis er vor knapp fünf Jahren den Landesvorsitz der rechten Kleinstpartei “Die Rechte” in Brandenburg übernahm.

Am Bass stand bei “Preußenfront” Kai Hs Bruder Steffen H., der lokalen Kameradschaftsstrukturen entstammt. “Preußenfront” galt als Lokalmatador, schaffte es – vermutlich aufgrund ihrer öden, beliebig wirkenden Rechtsrock-Musik – jedoch nicht, auf den “großen Bühnen” der Szene aufzutreten. Aus “Preußenfront” wurde später “Klänge des Blutes”, bis auch diese Band sich im Jahr 2015 auflöste. Höhepunkt ihrer musikalischen “Karriere” war ein Beitrag auf einer Solidaritäts-CD für den jährlich stattfindenden Naziaufmarsch “Tag der deutschen Zukunft” sowie ein Auftritt auf Siegfried Borchardts Geburtstagsfeier im Jahr 2013.

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Die Rechte: Bundeschef Christian Worch tritt zurück

Quelle: Endstation Rechts

Vor über fünf Jahren gründete der Neonazi Christian Worch die rechtsextreme Splitterpartei Die Rechte, seitdem fungierte er als Vorsitzender. Erst vergangenes Wochenende wurde er in der Funktion bestätigt, überraschend ist er kurz darauf jedoch zurückgetreten. Der Entscheidung sei ein Streit über einen Antrag zum Thema „Volksgemeinschaft“ vorausgegangen.

Parteigründer und seitdem Vorsitzender: Christian Worch wirft das Handtuch
Christian Worch ist nicht länger Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei Die Rechte. Die Entscheidung und die – zumindest offiziell – genannten Gründe für seinen Rücktritt kommen überraschend. Der 61-Jährige hätte laut einer auf der Webseite der Partei veröffentlichten Nachricht am Dienstag den Parteivorsitz niedergelegt und diesen Schritt in einem internen Rundschreiben begründet.

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Internationaler Rechtsrock mit „Blood&Honour“

Quelle: Blick nach Rechts

02.11.2017 – In Slownien soll am 11. November ein Rechtsrock-Event mit dem deutschen Liedermacher „Barny“ sowie britischen und serbischen Gruppen stattfinden.

„IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“; (Screenshot)
Die „Blood& Honour-Sektion“ Slowenien bewirbt ohne genaue Ortsangabe ein Konzert am 11. November, bei dem Geld für inhaftierte Gesinnungsfreunde eingespielt werden soll. Mit von der Partie soll auch der Liedermacher „Barny“ sein, bürgerlich Mirko Szydlowski. Der Mittdreißiger trat dieses Jahr unter anderem schon im Februar auf Einladung von „Die Rechte“ auf, aber auch bei der Sonnenwendfeier Ende Juni auf dem Hof des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede. Er stand in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Veranstaltungen, die von „Hammerskins“ in Europa organisiert wurden, auf der Bühne.

In Slowenien ebenfalls dabei das Duo „Ken & Brad“. Bei Erstgenanntem handelt es sich um Ken McLellan, Kopf von „Brutal Attack“, eine der bekanntesten britischen Rechtsrock-Bands. Er hat übrigens auch schon Aufnahmen zusammen mit „Barny“ eingespielt. Weiterhin ist Unterstützung aus Serbien vorgesehen. So wird „Vlada“, ehemals bei der 2002 gegründeten RAC- und NSBM-Band „Battle Flag“, angekündigt. Im Repertoire besagter Combo findet sich mit dem Titel „46 Years Of Pain“ auch eine Huldigung an Rudolf Heß. Außerdem sind „IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“, eingeplant. (hf)

Quelle

Die Rechte: Bundeschef Christian Worch tritt zurück

Quelle: Endstation Rechts

Vor über fünf Jahren gründete der Neonazi Christian Worch die rechtsextreme Splitterpartei Die Rechte, seitdem fungierte er als Vorsitzender. Erst vergangenes Wochenende wurde er in der Funktion bestätigt, überraschend ist er kurz darauf jedoch zurückgetreten. Der Entscheidung sei ein Streit über einen Antrag zum Thema „Volksgemeinschaft“ vorausgegangen.

Christian Worch ist nicht länger Bundesvorsitzender der rechtsextremen Partei Die Rechte. Die Entscheidung und die – zumindest offiziell – genannten Gründe für seinen Rücktritt kommen überraschend. Der 61-Jährige hätte laut einer auf der Webseite der Partei veröffentlichten Nachricht am Dienstag den Parteivorsitz niedergelegt und diesen Schritt in einem internen Rundschreiben begründet.

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„Europa gemeinsam verteidigen“

Quelle: Lotta-Magazin

Grenzüberschreitende Kooperationen der deutschen Neonazi-Szene

Verschiedene Spektren der extremen Rechten arbeiten grenzüberschreitend in Europa zusammen, sei es auf Parteienebene im Europaparlament oder im subkulturellen Bereich in der RechtsRock-Szene. Auch Neonazi-Strukturen wie „Die Rechte“ und „Der III. Weg“ aus Deutschland pflegen Kontakte ins europäische Ausland.
Für europäische Parteien und Strukturen aus dem neonazistischen Spektrum war jahrelang insbesondere die NPD ein wichtiger Partner in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. In den 2000er Jahren war es die Europäische Nationale Front (ENF), in der sich in wechselnden Konstellationen verschiedene neonazistische und neofaschistische Parteien aus Europa vernetzten. Auch die NPD zählte zu den langjährigen Mitgliedsorganisationen der ENF, die in erster Linie durch gemeinsame Treffen und Konferenzen in Erscheinung trat. Regelmäßig europaweit ausgerichtete Treffen organisierte die NPD mit den sogenannten Europakongressen ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Schon Mitte der 1990er Jahre fanden diese Zusammenkünfte mit europä-ischen Partnerorganisationen statt. Der letzte Europakongress wurde am 09./10. Oktober 2015 in Riesa durchgeführt. Gekommen waren Vertreter_innen neofaschistischer Organisationen aus Tschechien, Finnland, Italien, Belgien, Kroatien, Norwegen, Polen, Rumänien, Serbien und Spanien.
Die bundesweit zunehmend an Bedeutung verlierende NPD/JN versucht auf europäischer Ebene aktuell noch über ihren Europaabgeordneten Udo Voigt und den NPD-„Auslandsbeauftragten“ Jens Pühse in der ENF-Nachfolgeorganisation Alliance for Peace and Freedom als internationaler Player aufzutreten. Daneben sind es in der deutschen Neonazi-Szene insbesondere die Kleinstparteien Die Rechte und Der III.Weg, die einen Austausch ins europäische Ausland — vor allem durch Besuche europaweit wichtiger Aufmärsche — pflegen (vgl. Lotta #60, S. 22-24).

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Braune Schulhof-CD zum Jahresbeginn

Via der „Blick nach Rechts“:

Bielefeld – Die neonazistische Kleinpartei „Die Rechte“ will in Ostwestfalen mit einer CD-Aktion jungen Nachwuchs ködern.

Nach den Weihnachtsferien wolle die Partei eine neue Schulhof-CD für Jugendliche ab 14 Jahren verteilen, kündigte die ostwestfälische „Rechte“ am Wochenende per Facebook an. Die CD mit dem Titel „Eine Jugend rebelliert!“ biete „einen bunten Mix aus Musik, Videos, Bildern und politischen Texten, alles in jugendgerechter Aufmachung und leichtverständlicher Sprache“. In den Schulen würden sich „viele linkslastige Lehrkräfte herumtreiben, die sich an den Jüngsten unseres Volkes vergreifen und versuchen, unsere Kinder mit volks- und lebensverachtenden Ideologien zu infizieren“, heißt es zur Begründung der Aktion der Neonazi-Partei: „Wir wollen dem Ungeist in den Schulen einen anderen Geist entgegenwehen lassen.“

Regie führt bei der „Rechten“ in Ostwestfalen Sascha Krolzig aus Hamm. Der 28-Jährige, der früher für die mittlerweile verbotene „Kameradschaft Hamm“ und anschließend für den örtlichen Kreisverband der Partei aktiv war, gehört auch ihrem Bundesvorstand und dem nordrhein-westfälischen Landesvorstand an. In Bielefeld studierte er Jura, war aber nach dem 1. Staatsexamen nicht zum Referendariat zugelassen worden. (bnr.de berichtete)

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„Die Rechte“

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Die neonazistische Mini-Partei „Die Rechte“ wurde Ende Mai 2012 u.a. durch den Neonazi-Kader Christian Worch und einigen ehemaligen Mitglieder der inzwischen aufgelösten „Deutsche Volksunion“ (DVU) gegründet, die sich nicht mit der Fusion zwischen DVU und NPD im Mai 2012 abfinden wollten. Seitdem gilt „Die Rechte“ als eine relativ verbotssichere Alternative für AktivistInnen aus verbotenen Neonazi-Gruppierungen. Es bestehen Landesverbände in Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Brandenburg, Niedersachsen und Bayern. An dieser Stelle sollen die drei Landesverbände NRW, Sachsen und Thüringen vorgestellt werden.

von LOTTA, AIB und Arthur Sajdowski

NRW — Auffangbecken für verbotene Kameradschaften

In keinem anderen Bundesland verfügt „Die Rechte“ über ähnliche viele Kreisverbände und AktivistInnen wie in Nordrhein-Westfalen: Neun Kreisverbände werden auf der offiziellen Parteiseite im Internet aufgeführt, hinzu kommen noch die beiden Kreisverbände Recklinghausen und Ostwestfalen, die bislang vor allem auf „Facebook“ aktiv sind. Ende 2013 soll die Gesamtpartei etwa 500 Mitglieder gehabt haben. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sollen hierbei aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen (NRW) stammen.

Das westliche Bundesland ist die Schwerpunktregion der Neonazi-Partei, hier wurde am 15. September 2012 auch ihr erster Landesverband gegründet. Wenige Wochen zuvor hatte der Landesinnenminister am 23. August drei der wichtigsten Kameradschaften in Hamm, Dortmund und Aachen verboten. Es war ein Verbot mit Ankündigung: Bereits im Mai war schon die „Kameradschaft Walter Spangenberg“ aus Köln verbo­ten worden. Zumindest die stark im öffenlichen Fokus stehenden Gruppen „Nationaler Widerstand Dortmund“ (NWDO) und „Kame­radschaft Aachener Land“ (KAL) konnten danach ahnen, dass sie als Nächste an der Reihe sind.

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Neonazitreff in der Sonnenstrasse: Auf dem Weg zu einer neuen „Kameradschaft“?

„recherche 38″ berichtet:

In den letzten Wochen fanden in der Sonnenstrasse 3 in Braunschweig regelmäßig Treffen, „Kameradschaftsabende“ und Partys der rechten Szene statt. Eingeladen dazu hatte Johannes Welge, der ehemalige Hildesheimer Kreisvorsitzende der Partei »Die Rechte«, der jetzt – mehr oder weniger unfreiwillig – der Partei den Rücken gekehrt hat. Unter anderem sollen Gewaltausbrüche unter Drogen- und Alkoholeinfluß, die sich auch gegen die eigenen Leute richteten, einer der Gründe dafür gewesen sein, dass sich seine ehemaligen „Kameraden“ nun von ihm abgewendet haben. Welge, der vor einiger Zeit mit seiner Familie von Braunschweig in den Landkreis Hildesheim gezogen ist, hat sich in den letzten Wochen wieder häufiger in Braunschweig aufgehalten. Das Wohnhaus in der Sonnenstrasse 3, das von Welge verwaltet wird, diente dem Neonazi auch schon früher als Versammlungsort: Zunächst fanden dort Treffen der »Aktionsgruppe 38« statt, dann Parteiveranstaltungen des aus der Gruppe hervorgegangenen „Kreisverbandes Braunschweiger Land“ der Partei »Die Rechte«.

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Aachen: Nachtrag zur Neonaziparty am 5.9.2015 in Heinsberg

Via „Indymedia Linksunten“:

Nachtrag zur Neonazi-Party Anfang September 2015 in Heinsberg bei Aachen. Anwesend waren etwa 50 Neonazis aus Aachen, Heinsberg, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet und den Niederlanden.

Am 5.9.2015 fand ein einige Tage vorher beworbenes Konzert des „Die Rechte Aachen-Heinsberg“ Ablegers Syndikat 52 in Heinsberg statt. Bei Syndikat 52 handelt es sich nicht um eine eigenständige Organisation, dieselben Neonazis die die Partei Die Rechte in Aachen/Heinsberg stellen, sind es auch, die Syndikat 52 ins Leben gerufen haben. Allerdings fällt auf, dass S52 kurz nach der Haftentlassung eines der Anführer der 2012 verbotenen Kameradschaft Aachener Land, Denis Unruh, das erste Mal das Licht der Öffentlichkeit erblickte.

Das Konzert mit anschließender Party fand in Heinsberg im „Pub 44“, Waldfeuchter Straße 44 statt. Diese Location ist eine ehemalige Kneipe, die von den Besitzer_innen vermietet wird.

Nach einem Auftritt von Makss Damage, alias Julian Fritisch, der musikalisch von dem Aachener Neonazi Timm Malcoci begleitet wurde, feierten die Neonazis noch in der Kneipe. Anwesend waren verschiedene Gäste aus Aachen und Umgebung, einige aus dem Rheinland, darunter der Düsseldorfer Sven Skoda, einige Neonazis aus den Niederlanden sowie einige aus dem Ruhrgebiet, etwa aus Duisburg. Aus den von S52 veröffentlichten Bildern geht hervor, dass nicht mehr als 50 Teilnehmende anwesend waren. Einer der Feierenden wurde in Presseberichten als verwandt mit den Besitzer_innen der Kneipe bezeichnet. Zudem zeigte sich, dass er mit Timm Malcoci befreundet ist. Damit ist wohl auch klar, wie die Aachener und Heinsberger Neonazis an die Location kamen. Auch wenn der Mann in genannten Presseberichten als „nicht rechts“ bezeichnet wird, ist es nicht nachvollziehbar, wie man eine Party von Neonazis nicht nur unterstützen, sondern auch noch bis zum Ende mit feiern kann, ohne das auffällt, wer dort feiert.

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Nach Razzia in Bamberg: Rückführungszentrum offenbar Anschlagsziel

Der „BR“ berichtet:

Nach den Festnahmen dreier Rechtsradikaler in Bamberg hat die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungsergebnisse bekannt gegeben. Die Mitglieder der Partei „Die Rechte“ hatten offenbar fremdenfeindliche Anschläge in Bamberg geplant.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Polizei haben am Donnerstagnachmittag (22.10.15) gemeinsam über die Razzia am Mittwoch gegen insgesamt 13 Mitglieder rechtsextremer Gruppierungen informiert. Elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 20 und 36 Jahren wurden festgenommen. Fünf von ihnen sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Balkanzentrum mögliches Ziel

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass zwei Asylbewerberunterkünfte in Bamberg, darunter das sogenannte Rückführungszentrum für Balkan-Flüchtlinge, konkrete Ziele für Sprengstoffanschläge waren. Möglicherweise sei der Anschlag für den 31. Oktober geplant gewesen. An diesem Tag soll eine großangelegte Demonstration vor dem Rückführungszentrum stattfinden.

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Siehe auch: Razzia bei Neonazis der Partei “Die Rechte”

»Die Rechte« expandiert

Neofaschistische Konkurrenz dehnt sich von West nach Ost aus und könnte der altbackenen NPD den letzten Schlag versetzen. Neuer Landesverband in Thüringen. Die neofaschistische Partei »Die Rechte« könnte sich zu einer ernsthaften Konkurrenz für die NPD entwickeln. Letztere steckt seit Monaten in einer ihrer tiefsten Existenzkrisen, derweil gründete »Die Rechte« am 11. Juli einen neuen Landesverband. Diesmal in Thüringen. Wie die Internetseite »Thüringen rechtsaußen« berichtete, wurde der Neonazi Bert Müller zum Landesvorsitzenden gewählt, Marco Kern zu seinem Stellvertreter, Kevin Kern zum Schatzmeister und Jörg Krautheim aus Gera zum Landesgeschäftsführer. Zum »Landesorganisationsleiter« wurde Michel Fischer aus Tannroda bestimmt – ein Gewalttäter, der erst im vergangen Jahr zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, weil er gemeinsam mit seinem Vater ein 13jähriges Kind verprügelt hatte. Während die NPD aktuell mit Personalquerelen, finanziellen Engpässen und dem laufenden Verbotsverfahren zu kämpfen hat, versucht »Die Rechte« sich zunehmend als radikalere Kraft in Stellung zu bringen. Und dies nicht ohne Erfolg. So gilt Nordrhein-Westfalen als Keimzelle der noch jungen Partei. Infolge des im August 2012 vom dortigen Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) erlassenen Verbotes verschiedener »Kameradschaften« – unter anderem der militanten »Kameradschaft Aachener Land« und des »Nationalen Widerstandes Dortmund« – hatte »Die Rechte« in NRW erste Kreisverbände gegründet. Unter dem Schutz des Parteiengesetzes setzten die Neonazis aus den Kameradschaften ihre Offensive fort und umgingen so das Verbot gekonnt. Heute gilt die Ruhrgebietsmetropole Dortmund als ihre Hochburg in Westdeutschland. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche, in der Neonazis aus der Partei »Die Rechte« nicht gegen Flüchtlinge aufmarschieren oder mit Provokationen öffentliche Aufmerksamkeit einheimsen. Etablierte Politik, Polizei und Inlandsgeheimdienste lassen sie nahezu ungestört agieren und begnügen sich mehrheitlich mit Empörungsgesten. Der aktionistische harte Kern der rechten Parteigänger besteht in Dortmund aus knapp über 60 Personen. Das Mobilisierungspotential liegt deutlich darüber. Eine Ausstrahlungskraft übt »Die Rechte« vor allem auf jüngere Neonazis aus.

via jw: »Die Rechte« expandiert

Konspirative Neonazi-Party in Heinsberg

Via „Indymedia Linksunten“:

Aachen/Heinsberg. Eine in der Neonazi-Szene konspirativ vorbereitete „Party für Deutsche!“, die auf einem Szene-Flyer für den „Raum Aachen“ angekündigt worden war, fand am vergangenen Samstag (5.9.) in Heinsberg statt. Aufgetreten ist bei der Veranstaltung auch der NS-HipHopper „Makss Damage“ aus Bonn, der durch Neonazis aus der Region unterstützt wird. Mitorganisiert wurde das Treffen von Personen aus dem Umfeld der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL).

Auf den in der rechten Szene verbreiteten Flyern wurde das Partymotto ergänzt um die Losung: „Antikommunismus, Heiterkeit und Livemusik“. Verantwortlich zeichnete die Gruppe „Syndikat 52“ (S52), eine indirekte Nachfolgeorganisation der KAL unter dem Deckmantel des Kreisverbandes Aachen-Heinsberg der Miniaturpartei „Die Rechte“ (DR).

„Makss Damage“ (bürgerlich Julian Fritsch) ist ein HipHopper, der ursprünglich aus der gewaltbereiten, radikalen linken Szene stammt. Vor Jahren gab er seinen „Ausstieg“ bekannt und wendete sich öffentlichkeitswirksam der Neonazi-Szene zu. Teile der Braunszene verehren ihn wegen seiner extremen Texte, in denen der Nationalsozialismus propagiert, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gegen politische Gegner teils offen ausgelebt werden. Andere Vertreter aus der rechten Szene finden, dass der Musiker aus Bonn viel zu extrem ist.

„Makss Damage“ wird von Neonazis aus dem Raum Aachen unterstützt, unter anderem durch den Musiker Timm M., der sich erst kürzlich vor Gericht verantworten musste. M. soll auch diesmal an der Organisation mitbeteiligt gewesen sein. Zu den Besuchern des braunen Treffens gehörten auch der bekannte Neonazi Sven Skoda sowie der ehemalige KAL-„Kameradschaftsführer“ René Laube. Er war in einem T-Shirt erschienen mit der Aufschrift „Terrormachine – Combat 18“ (C18). C18 ist der bewaffnete Arm des in Deutschland verbotenen, internationalen Netzwerkes „Blood & Honour“ (B&H).

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Hooligan-Truppe verhindert Integrationsfest

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

13.09.2015 – Neonazi-Hooligan-Aufmärsche in Hamburg und Bremen wurden verboten. Tausende Menschen protestierten gegen die geplanten Aufzüge. Doch ein interkulturelles Familienfest in Kirchweyhe konnten die Rechten ungehindert stören.

Das Polizeiaufgebot am Samstagvormittag in Bremen war riesig. Vor der Stadthalle parkte eine lange Reihe von Wasserwerfern neben Panzerräumfahrzeugen. Die Bundespolizei fuhr großzügig auf, Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein kamen den Hanseaten zur Hilfe. Nachdem das Bundesverfassungsgericht das Verbot des für Hamburg geplanten „Tags der deutschen Patrioten“ am 12. September bestätigt hatte, wurde bekannt, dass die gewaltbereiten Neonazi-Hooligans an die Weser ausweichen wollten. Per Twitter mobilisierten unter anderem „Die Rechte“ Sachsen oder die „Aktionsgruppe Nordheide“ nach Bremen.

Bereits früh am Morgen versammelten sich die ersten aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Nordic 12“ am Hauptbahnhof. Sie trafen sich mit Aktivisten aus dem Nordwesten Niedersachsens darunter die Neonazistin Daniela Bliesener, die sich bei Facebook mit „88“-Shirt präsentiert und später fleißig Filme mit dem Handy drehte. Anhänger der Pforzheimer Hooligantruppe „Beserker“ kamen hinzu. Mitglieder der berüchtigten Bremer „Standarte“ oder von der Band „Kategorie C“ ließen sich nicht blicken. Laut Recherchen der „taz“ waren zuvor vonseiten der Behörden gegen 500 Hooligans Meldeauflagen verhängt worden. Anscheinend hielten sich die meisten daran. Auch die Anführer von „Die Rechte“ Dortmund blieben zuhause. Als bekannt wurde, dass die extremen Rechten in Bremen für Mittag eine Eildemonstration angemeldet hatten, handelten die Behörden sofort und sprachen ein Verbot aus – zudem gab es ein Betretungsverbot für Teilnehmer. Ankommende Neonazis und rechte Hooligans wurden abgewiesen. Ein kleiner Teil der bereits anwesenden Gruppen wurde auf dem Domshof in Bremen festgesetzt und später mit einem Bus der BSAG zum Hauptbahnhof kutschiert. Unter ihnen war auch der Neonazi Markus Privenau, der zur Partei „Die Rechte“ in Bremen gezählt wird. Überall liefen HoGeSa und „Gemeinsam Stark“-Fans durch die Stadt. Unklar schienen deren Pläne.

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Nationaler 1. Mai in NS-Tradition

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Erfurt/Nürnberg – Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) wirbt bereits jetzt für zwei Demonstrationen, die am 1. Mai nächsten Jahres stattfinden sollen.

Die ostdeutschen „Rechte“-Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Berlin zieht es nach Erfurt, wo unter dem Motto „Tradition verpflichtet“ das „83-jährige Bestehen des nationalen Arbeiterkampftages“ begangen werden soll. „Huldigen“ will man dort „mit allergrößter Achtung und Respekt all die Unternehmen, die bis heute in Deutschland geblieben sind, deutsche Arbeitsplätze erhalten und damit den Reichtum, Wohlstand und somit den Fortbestand unserer deutschen Nation sichern“.

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„Die Rechte“ zwischen SA und Partei

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Mit provokativen Aktionen sorgt die neonazistische Worch-Partei für Propaganda und mediale Schlagzeilen – zur Festigung ihres Parteienstatus‘ plant sie Kandidaturen zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.

„Die Rechte“ macht im kommenden Frühjahr zumindest in zwei Bundesländern ganz auf Partei. Nicht nur in Sachsen-Anhalt will sie sich knapp vier Jahre nach ihrer Gründung erstmals an einer Landtagswahl beteiligen. Auch in Baden-Württemberg hoffen die Neonazis, im nächsten März auf den Stimmzetteln stehen zu können. Weil die Personaldecke zu dünn ist, allerdings nur in einigen wenigen Wahlkreisen.

Zwar konnte man in Baden-Württemberg im vorigen Jahr nach Angaben des Verfassungsschutzes von 30 auf 80 Partei-„Kameraden“ zulegen – große Sprünge lassen sich damit aber nicht machen. „Ein flächendeckender Wahlantritt ist für uns derzeit leider noch nicht zu realisieren“, räumt „Die Rechte“ ein. Mehr als 200 Mitglieder müsste die Partei haben, um zwischen Mannheim im Norden und Friedrichshafen im Süden flächendeckend Kandidaten aufstellen zu können. Mindestens 35 Kandidaten würden benötigt, damit alle Wahlkreise besetzt werden könnten. Und schließlich müssten in jedem Wahlkreis 150 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, unterm Strich 10 500 Unterschriften.

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Rührige Neonazi-Szene in Bayern

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Für das erste Halbjahr 2015 verzeichnete Bayerns Verfassungsschutz einen deutlichen Ausbau von Strukturen der Partei „Die Rechte“ sowie eine starke Zunahme von „Agitationen gegen Asylbewerber“.

Die neonazistische Splitterpartei „Die Rechte“ (DR), die im Mai des Jahres 2012 unter Federführung des bekannten Neonazis Christian Worch gegründet wurde, baute in Bayern ihre Strukturen signifikant aus. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz in seinem jetzt vorgestellten Halbjahresbericht gründete die Partei „zusätzlich zu dem seit 20. April 2014 bestehenden Kreisverband München“ nicht nur drei weitere Ableger für die Regionen Nürnberg, Bamberg und Rosenheim. Auch einen Landesverband unter der Leitung des Münchner KV-Vorsitzenden Philipp Hasselbach und eine Immobilie im unterfränkischen Kolitzheim kann die knapp 40 Personen starke braune Gruppierung zwischenzeitlich vorweisen. Der denkmalgeschützte Gasthof in Unterfranken, der im April 2015 zur Nutzung als Landesparteizentrale angemietet und bereits für Veranstaltungen verwendet wurde, darf gemäß einer Entscheidung des Landratsamt Schweinfurt aktuell jedoch ausschließlich für private Zwecke genutzt werden. Eine definitive juristische Entscheidung über die Nutzungserlaubnis für die erworbene Immobilie steht momentan noch aus.

Die Strukturen der neonazistischen Partei „Der III. Weg“, die in Bayern überwiegend als Nachfolgerin für das verbotene „Freie Netz Süd“ aktiv ist, blieben mit sechs so genannten Stützpunkten hingegen weitgehend unverändert. Lediglich die Anfang Januar als „Stützpunkt Hof/Saale“ gegründete oberfränkische Niederlassung, die sich im Frühjahr 2014 in „Stützpunkt Hochfranken/Vogtland“ umbenannt hatte, spaltete sich zum 1. Februar dieses Jahres in zwei separate Ableger für „Oberfranken“ und das „Vogtland“ auf. Die zwei neuen Niederlassungen stehen seitdem unter selbstständiger Leitung, arbeiten allerdings weiterhin eng zusammen. Damit trug die Partei insbesondere ihren Bemühungen, die militanten braunen Strukturen kontinuierlich in die angrenzenden sächsischen und thüringischen Regionen auszuweiten, (bnr.de berichtete) auf organisatorischer Ebene Rechnung.

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