Archiv der Kategorie '„DIE RECHTE“'

Rührige Neonazi-Szene in Bayern

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

Für das erste Halbjahr 2015 verzeichnete Bayerns Verfassungsschutz einen deutlichen Ausbau von Strukturen der Partei „Die Rechte“ sowie eine starke Zunahme von „Agitationen gegen Asylbewerber“.

Die neonazistische Splitterpartei „Die Rechte“ (DR), die im Mai des Jahres 2012 unter Federführung des bekannten Neonazis Christian Worch gegründet wurde, baute in Bayern ihre Strukturen signifikant aus. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz in seinem jetzt vorgestellten Halbjahresbericht gründete die Partei „zusätzlich zu dem seit 20. April 2014 bestehenden Kreisverband München“ nicht nur drei weitere Ableger für die Regionen Nürnberg, Bamberg und Rosenheim. Auch einen Landesverband unter der Leitung des Münchner KV-Vorsitzenden Philipp Hasselbach und eine Immobilie im unterfränkischen Kolitzheim kann die knapp 40 Personen starke braune Gruppierung zwischenzeitlich vorweisen. Der denkmalgeschützte Gasthof in Unterfranken, der im April 2015 zur Nutzung als Landesparteizentrale angemietet und bereits für Veranstaltungen verwendet wurde, darf gemäß einer Entscheidung des Landratsamt Schweinfurt aktuell jedoch ausschließlich für private Zwecke genutzt werden. Eine definitive juristische Entscheidung über die Nutzungserlaubnis für die erworbene Immobilie steht momentan noch aus.

Die Strukturen der neonazistischen Partei „Der III. Weg“, die in Bayern überwiegend als Nachfolgerin für das verbotene „Freie Netz Süd“ aktiv ist, blieben mit sechs so genannten Stützpunkten hingegen weitgehend unverändert. Lediglich die Anfang Januar als „Stützpunkt Hof/Saale“ gegründete oberfränkische Niederlassung, die sich im Frühjahr 2014 in „Stützpunkt Hochfranken/Vogtland“ umbenannt hatte, spaltete sich zum 1. Februar dieses Jahres in zwei separate Ableger für „Oberfranken“ und das „Vogtland“ auf. Die zwei neuen Niederlassungen stehen seitdem unter selbstständiger Leitung, arbeiten allerdings weiterhin eng zusammen. Damit trug die Partei insbesondere ihren Bemühungen, die militanten braunen Strukturen kontinuierlich in die angrenzenden sächsischen und thüringischen Regionen auszuweiten, (bnr.de berichtete) auf organisatorischer Ebene Rechnung.

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Sachsen: NPD-Abtrünnige übernehmen Leitung der Partei Die Rechte

Via „Endstation Rechts“:

Die Splitterpartei Die Rechte unternimmt einen zweiten Versuch, sich im einstigen Stammland der NPD zu etablieren. Nach einem gescheiterten Vorstoß Ende 2013 übernehmen nun ehemalige NPD-Funktionäre.

Auf dem Landesparteitag, den Die Rechte am Wochenende durchführte, wurde der ehemalige Leipziger NPD-Funktionär Alexander Kurth nach Angaben der Partei einstimmig zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Diese Entscheidung verwundert nicht, da er bereits zuvor als „Landesbeauftragter“ bezeichnet wurde. Zu seiner Stellvertreterin wurde Daniela Stamm gewählt. Die Bautzner Stadträtin war ebenfalls bis November letzten Jahres in der NPD aktiv. Durch sie erhielt Die Rechte in Sachsen ein Stadtratsmandat. Die restlichen Mitglieder des Vorstandes, deren Namen nicht veröffentlicht wurden, kämen aus Chemnitz, dem Vogtland und Ostsachsen.

Neben den sächsischen Aktivisten waren auch der Landesvorsitzende aus Thüringen, Bert Müller, und Philipp Hasselbach vom bayerischen Landesverband anwesend. Frank Rohleder, eigentlich NPD-Anhänger und Mitinitiator der „Freundeskreise Udo Voigt“‚ habe sich ebenfalls auf dem Landesparteitag blicken lassen und eine Rede gehalten.

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Siehe auch: [01.08.2015 – Ostsachsen] – Landesparteitag „DIE RECHTE“