Archiv der Kategorie 'Fußball und Nazis'

Deutsche und polnische Neonazis verbrüdern sich

Sie verabreden sich zu Gewaltdemos und Neonazi-Konzerten: Deutsche und polnische Rechtsradikale arbeiten immer stärker zusammen. Kenner der Szene berichten über beunruhigende Aktionen.

Kaum ein anderer Ort steht so sehr für die deutsch-polnische Annäherung wie das in Niederschlesien gelegene Kreisau, das auf polnisch Krzyzowa heißt. Im November 1989 feierten hier der damalige Kanzler Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki, der erste nichtkommunistische Regierungschef Polens nach dem Zweiten Weltkrieg, eine Versöhnungsmesse.

Hier eröffnete 1998 die Internationale Jugendbegegnungsstätte, die nicht nur der deutsch-polnischen, sondern auch der europäischen Verständigung dient. Und dies an einem historisch symbolischen Ort. Das ehemalige Gut der Familie von Moltke war das Zentrum des Kreisauer Kreises, einer bürgerlichen Widerstandsgruppe gegen das Naziregime.

Doch ausgerechnet in der unmittelbaren Nachbarschaft fand kürzlich unter dem Motto „Night of Terror“ ein Konzert statt, das das Bundesamt für Verfassungsschutz veranlasste, Kontakt mit dem polnischen Inlandsgeheimdienst ABW aufzunehmen. Denn der Stargast des Konzerts war die Dortmunder Combo Oidoxie, eine Größe in der internationalen Neonazi-Szene, deren Umfeld auch Verbindungen zum NSU nachgesagt werden. Organisiert wurde das Konzert von der polnischen Sektion von Blood & Honour, einem internationalen rechten Netzwerk, das momentan eine Reorganisierung erlebt. Zu dem in dem Dorf Grodziszcze veranstalteten Konzert kamen rund 300 Neonazis aus Deutschland und Polen.

„In den letzten Jahren fand ein Dutzend solcher Neonazi-Konzerte in Polen statt“, heißt es in einer Erklärung des Bundesamts für Verfassungsschutz gegenüber dem SPIEGEL. Als Indiz für eine verstärkte Annäherung zwischen deutschen und polnischen Rechtsradikalen möchte der Verfassungsschutz das jedoch nicht deuten. „Die politischen und vor allem die historischen Differenzen sind noch zu groß“, so der Verfassungsschutz.

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Siehe auch: Blood & Honour: Neonaziści z południowej Polski – aktywni za przyzwoleniem władz

In den Fußstapfen der verbotenen KAL

17.03.2017 – Fast fünf Jahre nach dem Verbot der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) haben Neonazis den Wiederaufbau von Strukturen unter Tarnlabels umgesetzt und werben wieder verstärkt Jugendliche an. In Aachen spitzt sich ein Konflikt zwischen Nazigegnern sowie Neonazis und Hooligans dabei zu.

Ausgangspunkt für den aktuellen Konflikt scheint ein Angriff von zwei Neonazis auf Schüler in Aachen am Rande des linksalternativ geprägten Frankenberger Viertels gewesen zu sein. Die Angegriffenen engagieren sich offenbar in der linken Szene. Antifaschisten zufolge fand die Attacke am 2. November 2016 in einer Schulpause statt. Einer der Angreifer wurde kurz darauf an einer benachbarten Schule mittels Sprühaktionen „geoutet“ und bedroht. Dieser junge Neonazi feixte mit zwei anderen „Kameraden“ am 9. November am Rande des Pogromnachtnacht-Gedenkens. Er selbst mischte sich sogar provokativ unter die Mahnwache, sodass die Situation fast zu einer wilden Schlägerei zwischen ihm und Antifaschisten eskaliert wäre. Die Polizei sprach gegen den Störer einen Platzverweis aus.

Rund um Weihnachten und dem Jahreswechsel versuchten Neonazis, im besagten Viertel ihr Revier beziehungsweise ihren „Nazi-Kiez“ mit Aufklebern von „Syndikat 52“ (S52), der „Identitären Bewegung“ (IB) und der „Identitären Aktion“ (IA) sowie „Anti-Antifa“-Schmierereien zu markieren. Das nahe gelegene „Autonome Zentrum“ (AZ), ein Treffpunkt für Nazigegner, wurde beklebt und mit Hakenkreuzen beschmiert. In einem anonym via Internet publizierten Bericht wurde darauf hingewiesen, dass Anfang Januar zudem zwei mit Schlagstöcken bewaffnete Neonazis AZ-Besucher, die gerade das linke Zentrum verließen, angegriffen hätten. Anfang März „outeten“ dann im Gegenzug Antifaschisten den jungen Schüler und dessen beide „Kameraden“: Den aus Düsseldorf stammenden Sebastian „Seppel“ L. sowie Timm M., Sohn eines bekannten Neonazis und Gastsänger für den braunen Musiker „Makss Damage“.

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Das NSU-UnterstützerInnenumfeld zwischen Chemnitz und Zwickau

Während wir im Antifaschistischen Infoblatt (AIB) Nr. 112 über die westsächsische Neonazi-Szene zwischen 1990 und 2002 berichteten, widmen wir uns nun der Zeit von 2002 bis zur Gegenwart. Wir erinnern uns: Anfang 2002 zog der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) aus Chemnitz in die Zwickauer Polenzstraße. Das brachte zwar Veränderung in ihren Alltag im Untergrund, das UnterstützerInnen-Netzwerk und dessen Umfeld blieb jedoch ein ähnliches.

Chemnitz strukturiert sich neu

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Nach dem Verbot von „Blood & Honour Deutschland“ (B&H) und den internen Streitigkeiten innerhalb der B&H-nahen „Skinheads Chemnitz/88er“ mussten deren Protagonisten neue Wege finden, um Chemnitz auch weiterhin als bundesweit relevanten Dreh-und Angelpunkt der Szene halten zu können.

Einer der Leitfiguren der früheren B&H-Struktur und Bekannter des NSU-Trios, Hendrik Lasch, begann Anfang der 2000er Jahre den rechten Streetwear-Laden „Backstreetnoise“ (BSN) aufzubauen, dessen Räume damals das Bundesvermögensamt (!) vermietete. Aufgrund antifaschistischer Proteste musste das Geschäft 2004 umziehen, allerdings nur ein paar Straßen weiter innerhalb des Plattenbau-Gebiets, in dem auch der NSU vor 2002 zwei Wohnungen unterhielt. Lasch, der Uwe Mundlos in dessen Unterschlupf noch Ende der 1990er Jahre besuchte und dabei von Mundlos entworfene Zeichnungen auf T-Shirts druckte und verkaufte, ist bis heute in die Geschäftsleitung des BSN eingebunden.

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Weitere Rechtsrock-„Terror-Nacht“

24.02.2017 – Eine dritte Auflage der Rechtsrock-Reihe „Night of Terror“ wird für den 11. März in Osteuropa beworben.

Zwei Veranstaltungen der „Night of Terror“-Reihe fanden bisher in Polen statt, und auch die Informationsnummer für die dritte Auflage in 2017 stammt aus Polen. Angekündigt werden für den 11. März insgesamt fünf Bands aus vier Nationen.

Mit „Oidoxie“ aus dem Raum Dortmund sowie „Brainwash“ mit Mitgliedern aus Altenburg und Dresden werden auch zwei rechte Szene-Bands aus Deutschland aufgelistet. Die ostdeutsche Combo „Brainwash“ war bereits in den beiden Vorjahren bei der ersten und zweiten Auflage der jährlichen Reihe vertreten. Außerdem soll „Amok“ aus der Schweiz mit von der Partie sein. Die Eidgenossen um den bereits mehrfach verurteilten Kevin Gutmann gelten als Band aus dem „Blood&Honour“-Umfeld.

Die Bühne betreten soll ferner die 1998 gegründete Band „Sokyra Peruna“ aus Kiew. Die Ukrainer haben sich bereits an einem Sampler der B&H-Bewegung beteiligt. War zunächst aus Polen die Band „LTW“ („Legion Twierdzy Wroclaw“) beworben worden, wurde ihr Name inzwischen gegen die Combo „Obled“ ausgewechselt. Diese trat unter anderem im Rahmen eines internationalen Fußball-Hooligan-Turniers am 3. September 2016 in Wroclaw auf, an dem auch eine Mannschaft aus Dresden teilgenommen hat. (hf)

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Hooligan-Band KC feiert Jubiläum

Die Bremer Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ geht ins zwanzigste Jahr ihres Bestehens. Aus diesem Anlass will sie am 4. Februar ein Konzert im Raum Rastatt geben.

In neonazistischen Musikkreisen wurde der Termin für das Konzert bereits im November beworben, inzwischen macht „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ (KC) ihn selbst auf ihrer Homepage bekannt. Der genaue Konzertort für die Jubiläumsveranstaltung am 4. Februar wird nicht genannt – das übliche Prinzip des Bremer Quintetts. Die baden-württembergische Stadt Rastatt dürfte also eher eine grobe Orientierung für einen Schleusungspunkt sein, bei dem erst unmittelbar vor dem Konzert weitere Details bekannt gegeben werden. Durch die unmittelbare Nähe zur französischen Grenze ist auch ein Auftritt im Nachbarland denkbar.

Kopf von „Kategorie C“ ist Hannes Ostendorf. Über die Bremer Fußball-Hooligan-Szene hat sich der Sänger auch im rechtsextremen Milieu sozialisiert. Er ist der jüngere Bruder des besonders die NS-Zeit und die Wehrmacht glorifizierenden Versandbuchhändlers Henrik Ostendorf. Neben Gründungsmitglied Hannes Ostendorf ist Stefan „Ernie“ Behrens, der mal den Bass oder eine E-Gitarre bedient, seit Ende 2007 in der Besetzung am längsten dabei. Komplettiert wird die Band von den Brüdern Julian (Schlagzeug) und Florian „Flo“ Keil (Bass) sowie Marcel Achstätter (Gitarre), die alle aus der hessischen Band „Hausverbot“, die 2009 aus der Taufe gehoben wurde, dem Ruf von Hannes Ostendorf nach Bremen folgten. Zuvor traten die Musiker aus dem Odenwald öfter als Support bei KC-Konzerten auf. Mit dem Wechsel zu KC wurde es für kurze Zeit ruhig um „Hausverbot“, jetzt sind beide Bands wieder häufiger als Doppelpack zusammen unterwegs. Für den anstehenden Auftritt am 4. Februar sind auch beide Bands angekündigt.

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Rechte Netzwerke zerschlagen! – Kampagne gegen die “Imperium Fighting Championship” in Leipzig

Via „Indymedia Linksunten“:

fünften Mal die “Imperium Fighting Championship” stattfinden. Veranstaltungsort ist erstmals der Kohlrabizirkus im Leipziger Süden. Der Veranstalter, das “Imperium Fight Team”, ist eine von bekannten Neonazis durchsetzte Vereinigung. Der bekannteste von ihnen ist sicherlich der Trainer des Teams, Benjamin Brinsa. Brinsa war ein Führungsmitglied der angeblich aufgelösten rechtsradikalen Ultra-Gruppe “Scenario Lok” des 1. FC Lokomotive Leipzig.

Das “Imperium Fight Team” ist in keinster Weise ein “unpolitischer” Sportverein, dessen Mitglieder zufällig den NS-Aktivismus zum Hobby haben. Ganz im Gegenteil: Dahinter steht ein ganzes Neonazi-Netzwerk, welches Kampfsport einerseits erfolgreich vermarktet, andererseits aber diesen auch gezielt außerhalb sportlicher Wettkämpfe anwendet. Dies stellt eine permanente Bedrohung für People of Color, LGBTIQ*, Linke und viele andere Menschen in Sachsen und darüber hinaus dar. Dabei haben wir insbesondere den Angriff auf den eher links geprägten Stadtteil Connewitz am 11. Januar dieses Jahres noch nicht vergessen.

Wir werden es nicht hinnehmen, dass Neonazis ein Großevent nur wenige hundert Meter vom Ort der Angriffe im Januar entfernt durchführen. Mit einer entschlossenen Demonstration zum Kohlrabizirkus und einer politischen Kampagne im Vorfeld wollen wir rechte Netzwerke aufdecken und ins Fadenkreuz der Kritik nehmen. Ihre Zerschlagung ist unser politisches Ziel!

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Obskure Gedenkaktion

Via der „Blick nach Rechts“:

bundesweit an rund 70 Orten aufgestellt – hinter der Aktionskampagne steckt ein rechtsextremer Musiker.

Bereits im dritten Jahr in Folge hat es am 13. Juli bundesweit im rechten Lager die Aktionskampagne „Schwarze Kreuze“ gegeben, bei der dazu aufgerufen wurde, vermeintliche „deutsche Opfer“ von angeblicher Ausländergewalt namentlich durch schwarze Holzkreuze mit Inschriften oder daran befestigten Zetteln zu kennzeichnen und sie damit in die öffentliche Erinnerung zu bringen. Dahinter steckt die Forderung nach einem so genannten „Volkstrauertag für deutsche Opfer“. Initiiert wurde die Idee als eine Fortsetzungsform der rechtsextremen Volkstod-Kampagne vom Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“, der auch in diesem Jahr wieder mit einer entsprechenden Propaganda-Videobotschaft im Internet die Werbetrommel rührte. Dazu wurde diesmal über die sozialen Medien eine eigene Informations- und Mitteilungsseite eingerichtet.

Die Aktionsform hat sich wohl auch deshalb etabliert, weil sie mit vergleichsweise geringem Aufwand und selbst von Einzelpersonen umzusetzen ist. Teilnehmende rechte Kameradschaften beziehungsweise manch ein Orts- oder Kreisverband einer rechtsextremen Partei dürften sich wohl erhoffen, dass damit mit anschließender „Öffentlichkeitsarbeit“ mehr Aktionsfähigkeit vorgegaukelt werden könne als mit einer nur zahlenmäßig schlecht besetzten Kundgebung oder Demonstration. Bei der bekommt nämlich in der Regel sowieso die Seite der Gegenproteste die „bessere Presse“ und größere Aufmerksamkeit.

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Hooligans und Rockerstrukturen

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

24.06.2016 – Der aktuelle Verfassungsschutzbericht für Bremen hebt besonders mehrere auch im Ausland aktive braune Bands und eine rechtsextrem beeinflusste Hooliganszene hervor – die NPD ist nahezu abgetaucht.

Aus Bremen kommen mehrere auch im Ausland aktive rechtsextreme Bands; (Screenshot)
In Bremen hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) den Verfassungsschutzbericht vorgestellt. Darin taucht erstmals die Gruppierung „Identitäre Bewegung“ als Beobachtungsobjekt auf, auch wenn diese in der Hansestadt bislang nahezu unauffällig war und sich nur auf Internetaktivitäten reduzieren lässt. Eine Gruppengröße wird nicht genannt.

Die NPD dümpelt bei rund 30 Mitgliedern und ist in der öffentlichen Wahrnehmung nahezu komplett abgetaucht. Bei der Bürgerschaftswahl im Vorjahr erreichte sie 0,2 Prozent, trat allerdings auch nur in Bremerhaven an und nicht im Stadtgebiet Bremen. Bei den zugleich anstehenden Kommunalwahlen holte sich der seit 2003 agierende NPD-Landesvorsitzende Horst Görmann ein Mandat in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung. Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ verfügt seit 2012 über eine Landesgruppe, aber über keinen Landesverband.

Die Zahl organisierter Neonazis ohne Parteibindung liegt weiterhin bei 30, die im subkulturellen, weniger strukturierten Bereich wahr genommenen aktiven Angehörigen der extrem rechten Szene haben sich von 50 leicht auf 60 erhöht. Genannt wird dabei die Bruderschaft „Nordic 12“, eine 2014 gebildete Abspaltung von „Brigade 8“ in Rocker-ähnlichem Outfit, ohne dass es sich um einen Motorclub handelt.

„Kategorie C“ im Bericht aufgeführt

Ausdrücklich hebt der Jahresbericht die überregional und zum Teil auch im Ausland aktive Musikszene mit den Bands „Endstufe“, „Endlöser“, „Strafmass“ und „Hetzjagd“ hervor. Ebenfalls dazu gezählt wird im aktuellen Bericht die extrem rechte Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Teilweise in Personalunion identisch mit besagter Hooligan-Band ist ferner die Combo „Nahkampf“. Im Bericht ist von der Existenz mehrerer Online-Vertriebe die Rede, ohne diese genau zu benennen. Dort im Angebot: Szenetypische Bekleidung, Musik und revisionistische Schriften.

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Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Die bedeutendste Gruppe in diesem Spektrum sind zweifellos die Hammerskins, die sich als Skinhead-Bruderschaft und Elite der gesamten Neonaziszene verstehen. Das AIB hat in den vergangenen Ausgaben wiederholt ausführlich über Hammerskins berichtet.1

Rechtsrock und Terror seit über 20 Jahren — Die Vandalen

Die älteste rockerähnliche Neonazi-Bruderschaft, die Wert darauf legt, kein MC zu sein, sind die Berliner „Vandalen — Ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Gegründet 1982 in Ostberlin treten sie seit jeher in Kutten auf. Der Kreis aktiver Mitglieder dürfte derzeit nicht mehr als 20 Personen betragen und dennoch sind die Vandalen im neonazistischen Spektrum hochgeachtet und enorm einflussreich. Seit über 20 Jahren betreiben sie das Geschäft mit neonazistischer Musik und die Vermarktung von Bands wie „Landser“, „Tätervolk“, oder „Die Lunikoff Verschwörung“ — Bands, in denen jeweils mindestens ein Vandale mitwirkt.

„Landser“ existierte von 1992 bis 2001 als Untergrund- und Kultband der Szene und gab sich das Image der „Terroristen mit E-Gitarre“. Bandleader war der Vandalen-Gründer Michael „Lunikoff“ Regener, der heute mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ auftritt. Zusammen mit „Blood & Honour“-Aktiven bildeten die Vandalen bis in die 2000er Jahre eine klandestine und kriminelle Struktur zur Herstellung und Verbreitung illegaler Neonazimusik, die im Rechtsrock-Business einmalig gewesen sein dürfte: Aufnahmen der CDs in Tonstudios in Kanada oder Skandinavien, Verschiffung tausender CDs beispielsweise nach Holland, deren Schmuggel nach Deutschland und die flächendeckende Verbreitung über regionale Gewährsleute. 2001 wurde das System von der Polizei ausgehoben, 2003 wurden die Bandmitglieder von Landser verurteilt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

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„Thor Steinar“ mit Millionenumsatz

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Vom Kleinunternehmen aus Brandenburg zum internationalen Firmennetz

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt expandiert die bei Neonazis wei­terhin beliebte Modemarke „Thor Steinar“ und erwirtschaftet sechsstellige Gewinne. In Deutschland gibt es derzeit in elf Städten eigene Geschäfte. Der in Ros­tock ansässige Laden „Haugesund“ musste bis Ende des Jahres 2015 ausziehen. „Haugesund“ und der kürzlich geschlossene Laden in Hannover wurden von der Thor-Steinar-Outlet-Firma „Skytec Outlets GmbH“ betrieben.

Der Trend geht jedoch nach Osteuropa. Allein in der Millionenmetropole Moskau gibt es 13 eigene Thor-Steinar-Läden und selbst im fernöstlichen Kamtschatka hat die brandenburgische Firma einen Shop er­öff­net. Weitere Läden gibt es unter anderem in Bratislava, Helsinki, Kiew, London, Prag, Rom, Sankt Petersburg und Split.

Thor Steinar zählt nach Angaben von Anti­faschist_innen „zu den wichtigsten identifi­kationsstiftenden Marken der neonazisti­schen Szene“, wie es in einer Infobroschüre zu Protesten gegen eine Niederlassung in Berlin-Weißensee heißt. Auch der Verfassungsschutz und zivilgesellschaftliche Organisationen sehen in „Thor Steinar“ ein „Erkennungsmerkmal der rechten Szene“. In einigen öffentlichen Gebäuden, an Universitäten, Schulen und in vielen Fußballstadien ist das Tragen der Marke zumindest offiziell untersagt.

Die Kleidung ist bei Neonazis unter anderem deshalb beliebt, weil die Motive nicht eindeutig als solche der rechten Szene auszumachen sind. Germanische Schrift­zeichen, Wikingerästhetik oder Runenmotive sind nicht in jedem Fall rechte Merkmale. Mittlerweile verkauft die Firma Hosen, Shirts, Sportkleidung, Badesachen, Schuhe und Accessoires für Männer und Frauen. In den letzten Katalogen verzichtete die Firma erneut weitgehend auf Motive, die an rechtes Gedankengut erinnern.

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Brauner HipHopper und Hooligan-Band

Via der „Blick nach Rechts“:

Bremen/Aachen – Die rechtslastige Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC) will am 5. Dezember gemeinsam mit dem neonazistischen HipHopper „Makss Damage“ auftreten.

Schon seit geraumer Zeit kündigt die Bremer Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ für den ersten Dezember-Samstag ein teils konspirativ organisiertes Konzert im „Ruhrpott West“ an. Üblicherweise fanden so beworbene Auftritte in den vergangenen Jahren grenznah im benachbarten Ausland nahe der Region Aachen statt. Zu den Organisatoren gehörten zuweilen Vertreter aus der Aachener Hooligan- und Neonazi-Szene. Auch diesmal deutet einiges darauf hin, dass das Konzert in dieser Region stattfinden könnte.

Seit Donnerstag teilt der wegen seiner zuweilen nationalsozialistischen und gewaltverherrlichenden Texten (bnr.de berichtete) bekannte HipHopper Julian F. alias „Makss Damage“ mit, er werde an jenem Abend im Vorprogramm auftreten. Unterdessen bewirbt auch KC bei der Ankündigung auf ihrer Homepage neben der zweiten Vor- und Szeneband „Faust“ den Auftritt des im Rheinland lebenden „Makss Damage“. (mik)

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Dissidenti findet Rechtsrock-CDs von MSV-Fans

„fanzeit“ schreibt:

Aufeinandertreffen von Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg hat die Düsseldorfer-Ultragruppe „Dissidenti“ einen Fund von CDs mit Rechtsrock publik gemacht, die sie den MSV-Fans von „Toastbrot Duisburg“ zuordnet.

Auf ihrer Webseite haben die Ultras Bilder der CDs veröffentlicht, die sie laut eigenen Angaben auf einer Auswärtsfahrt in einem gemieteten Bus gefunden haben. Neben Schlagern wie „Rote Pferd Party auf Mallorca“ fanden sich in in der Spindel, die mit einem „Toastbrot Duisburg“-Aufkleber beklebt ist, offenbar auch CDs, die mit dem Namen des rechtsextremen norwegischen Attentäters Anders Breivik versehen sind.

Zwar sei eine der CDs trotz der Aufschrift „Heil“ nicht mehr lesbar gewesen, auf den übrigen finden sich laut Angaben von Dissidenti jedoch zahlreiche Lieder von rechtsextremen Bands wie „Landser“. Die Ultras kündigen an, den Fund „fachgerecht“ zu entsorgen und raten den Duisbruger Fans, „selbiges mit der Gruppe „Toastbrot Duisburg“ und dem anderen braunen Rotz zu tun.“ Die Mitteilung endet mit den Worten: „Verpisst euch, Nazischweine! Toastbrot zu Krümeln!“

Quelle

Thüringer Neonazis organisieren drei „Kategorie C“ Konzerte in drei Wochen

Die Hooligan-Band „Kategorie C“ gehört seit Jahren fest zum Inventar der Neonazi-Szene. Auch in Thüringen trat die Band in den vergangenen Jahren immer wieder auf. Nachdem ein Konzert der Band Ende September in der Erfurter „Kammwegklause“ abgesagt worden war, ist „Kategorie C“ in den kommenden vier Wochen gleich zwei Mal wieder in Thüringen zu Gast. Eingeladen durch Tommy Frenck. Patrick Wieschke und Patrick Weber. Den Aufschlag der kleinen Thüringen-Tour von „Kategorie C“ macht Tommy Frenck am 21. November 2015. Zu dem als Kundgebung angekündigten Konzert lädt der umtriebige Neonazi in seine Immobilie nach Kloster Veßra ein. Rund 500 Kameraden sind bereits bei Facebook zur der Veranstaltung eingeladen, Einlass ist ab 17 Uhr. Vor dem Konzert der extrem rechten Band beginnt der Abend laut Ankündigung mit einer Diskussionsrunde und Redebeiträgen gegen 19 Uhr. Das Konzert soll dann ab 21 Uhr erfolgen. Offiziell lässt Frenck die Musik-Veranstaltung unter dem Label „Fußballfans gegen die Überfremdung unserer Heimat“ laufen. Wohl auch, um diese als glaubwürdige Kundgebung abhalten zu können. Diese Absicht zwingt ihn auch dazu, Redebeiträge in das Programm aufzunehmen. Am Neonazi-Hooligan-Publikum wollen neben Frenck auch der Eisenacher NPD-Stadtrat Patrick Wieschke und der extrem rechten Versandhändler und Landesvorstandsmitglied der NPD-Thüringen, Patrick Weber verdienen. Patrick Wieschke wirbt seit Mitte Oktober 2015 für ein “Live und Unplugged” Konzert der Band Kategorie C in Eisenach. “Einlass nur mit Karte, keine Abendkasse. Deshalb bitte vorbestellen” heißt es. Interessierte sollen sich für einen Kartenerwerb bei Patrick Wieschke per Facebook Privatnachricht melden. Das Konzert soll am 11. Dezember in der Katharinenstraße 147 in Eisenach statt finden. Es ist das selbe Haus, in dem auch die NPD ihre Zentrale unterhält. Patrick Weber erstellte zunächst eine private Facebook-Veranstaltung und warb für Kartenvorbestellungen bei ihm sowie Direktabholungen im Haus der Eisenacher NPD-Zentrale. Die Karten sind auf 100 Stück begrenzt und haben einen Verkaufspreis von 12 €, was also einem Umsatz von 1200 € durch den Kartenverkauf entspricht.

via thüringen rechtsaußen: Thüringer Neonazis organisieren drei „Kategorie C“ Konzerte in drei Wochen

Festerling bestätigt Medienberichte – Hooligans sorgen bei Pegida für Ordnung Ordner

Demonstrationen in Dresden sind auch Hooligans. Das hat nun auch Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling bestätigt – wenn auch nicht ganz offiziell. In einem Video, das im Internet aufgetaucht ist, spricht Festerling vor der Burschenschaft Halle zu Mainz. Bei diesem Vortrag erklärt sie unter anderem, dass bei Pegida in Dresden von Anfang an auch Hooligans unter den Ordnern gewesen wären, auch von Dynamo Dresden. Laut Festerling gebe es in Dresden “weniger Berührungsängste zu den bösen Hooligans” als im Westen. Damit bestätigt Festerling auch Medienberichte der Vergangenheit, in denen immer wieder berichtet wurde, dass Hooligans als Ordner und “Sicherheitsdienst” bei Pegida mit marschieren.

via mdr: Festerling bestätigt Medienberichte Hooligans sorgen bei Pegida für Ordnung

Aus für Bremer Hooligan-Kneipe „Old School’s“

Der „Weser-Kurier“ schreibt:

Schon von außen sieht die Bar „Old School’s“ nicht gerade einladend aus: Die Fassade der Kneipe an der Straße auf der Brake ist beschmiert, das schmale Fenster vergittert. An der Tür hängt ein Schild, das Gästen unter 21 Jahren den Eintritt verbietet.

Jahrelang firmierte die Bar in der Nähe des Hauptbahnhofs unter dem Namen „Bells“. Unlängst gab es einen Pächterwechsel, die Bar hieß seitdem „Old School’s“. Doch laut Hans-Joachim von Wachter, Chef des Bremer Verfassungsschutzes, blieb sie auch nach der oberflächlichen Veränderung ein „wichtiger Treffpunkt der Bremer Neonazi- und Hooliganszene“. Seit ein paar Tagen ist die Bar nun geschlossen.

Der Vermieter der Liegenschaft erklärt auf Anfrage des WESER-KURIER, er habe seinen Mieter mit den Vorwürfen, das „Old School’s“ sei ein Treffpunkt der rechten Szene, konfrontiert. „Dabei hat sich herausgestellt, dass unser Vertragspartner nicht der Betreiber der Bar ist“, sagt er. Seinen Namen will der Vermieter lieber nicht in der Zeitung lesen. Nach seiner Auskunft haben er und seine Mitarbeiter nach der Schließung des „Old School’s“ Drohanrufe erhalten.

Betrieben wurde die Szenekneipe zuletzt von der Stieftochter des Mieters. Diese machte in der Vergangenheit aus ihrer einschlägigen Kundschaft keinen Hehl: Mehrfach schoss sie Handyfotos mit diversen bekannten Größen der Bremer Hooligan- und Neonazi-Szene und postete die Bilder in sozialen Netzwerken.

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Gewaltbereit und „rechts-offen“

Via „Deutschlandfunk“:

Borussia Dortmund hat schon länger Probleme mit rechtsextremen Fans. Seit einiger Zeit geht der Verein auch gezielt dagegen vor. Doch nun zeigt eine neue Gruppierung Präsenz und „kämpft um Deutungshoheit auf der Südtribüne“, wie Szenekenner Olaf Sundermeyer im DLF berichtet.

Die Ultra-Gruppierung „0231 Riot“, benannt nach der Telefon-Vorwahl von Dortmund, bereitet den Verantwortlichen beim Bundesligisten Borussia Dortmund zunehmend Sorgen. Wie Szenekenner Olaf Sundermeyer im Deutschlandfunk berichtete, zeigen die etwa 50 radikalen Mitglieder keine Dialogbereitschaft. Vielmehr seien die gewaltbereit, stammten aus dem „rechts-offenen“ Milieu und kämpften sie um die „Deutungshoheit auf der Südtribüne“ im Stadion.

Der Verein habe das Problem mit rechtsextremen Fans jahrelang nicht nur ignoriert, sondern öffentlich geleugnet, kritisierte Sundermeyer. Seit drei Jahren sei aber ein „Klimawandel“ eingeleitet worden. „Das macht sich darin deutlich, dass sehr viele Fans sich immer wieder öffentlich gegen Rechtsextremismus distanzieren und sich klar für Toleranz und auch für Flüchtlinge positionieren.“

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Old School´s: Treffpunkt der Neonazi-Szene

Der „Bremer Schattenbericht“ hat folgende Infos zugesteckt bekommen:

Das Old School´s (ehe­mals Bells) am Bre­mer Haupt­bahn­hof ist ein Treff­punkt der Neonazi-Szene. Die neue Päch­te­rin behaup­tet, dass in ihrer Kneipe die rechte Szene nicht ver­kehre. Das Gegen­teil ist der Fall. Dies zei­gen aktu­elle Fotos aus dem Old School´s, die nun im Inter­net auf­ge­taucht sind. Der Ver­mie­ter Theo Bühr­mann hatte in der taz Bre­men ange­kün­digt der Päch­te­rin zu kün­di­gen, sollte bei ihr die rechte Szene ver­keh­ren. Beim Old School´s hat sich nur der Name geän­dert. Die Gäste sind die sel­ben wie im Bells: Neo­na­zis und Hoo­li­gans.

Eine Chro­nik in Bildern.

Zu den Bildern geht´s hier.

Mit Tattoo-Model und Boxenluder gegen Flüchtlinge

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Innerhalb der fremdenfeindlichen Bewegung behaupten sich Frauen. Sie kommen aus Neonazi-Parteien, rechten Gruppen und sind mitnichten so bürgerlich, wie sie sich darstellen.

Eine Frau bereitet Wilhelmshaven Unbehagen. Denn am 7. November soll in der Stadt am Jadebusen die erste Kundgebung „gegen Asylmissbrauch“ stattfinden. Anmelderin Vanessa Stindt aus Wittmund will unzufriedene Deutsche mobilisieren. Unterstützt wird sie dabei von der Neonazistin Daniela Bliesener, die zur Zeit häufig gemeinsam mit der Bruderschaft „Nordic 12“ in Erscheinung tritt. Oft laufen regionale Anti-Flüchtlingsinitiativen inzwischen über den Namen von Frauen, die gefestigten rechten Strukturen oder so genannten Mischszenen entstammen.

Hinter den Anmeldern stehen meistens verborgene Gruppen. Die Facebook-Seite von „Wilgida“ wird zum Beispiel dem Präsidenten des Wilhelmshavener „MC Schwarzes Rudel“ zugeschrieben, einem Unterstützerclub des „MC Gremium“. In anderen Orten tauchen Verbindungen zu den „Red Devils“, „Bandidos“ oder „Hells Angels“ auf. Vanessa Stindt gehört nach eigenem Bekunden der „Aktionsgruppe Weser/Ems“ an, sie verkündet, deren Kundgebung am Samstag sei nicht von NPD oder „Wilgida“ organisiert, schiebt aber nach: „Was natürlich nicht heißt, dass ich beide Organisationen nicht unterstützen würde.“

Vor wenigen Wochen nahm die neu gegründete „Aktionsgruppe“ an der HoGeSa-Kundgebung in Köln teil. Frauen wie Stindts Mitstreiterin Bliesener aus Jever scheinen innerhalb der rassistischen Straßenbewegung gut vernetzt. Sie betont in einem nahezu feministischen Post bei Facebook: „Es ist unser Land, das Land das unsere Großeltern und unsere Mütter aufgebaut haben“, und fügt kämpferisch hinzu: „Wir können nur gewinnen und wir werden gewinnen. Gemeinsam können wir den Teufel aus der Hölle schlagen.“

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„Manneszucht“ in Leipzig

Das „Antifainfoblatt“ berichtet:

Die PEGIDA-Bewegung ging von Anbeginn einher mit Aufschwung und Politisierung des „Hooliganismus“. Besonders handgreiflich ist das in Leipzig zu sehen.

„Schiebt sie weg, los!“ Dieses Kommando setzte den zweiten extrem rechten LEGIDA-Aufmarsch am 21. Januar 2015 in Bewegung. Die teils vollvermummte Spitze des 5.000 Personen starken Pulks verstand sofort und attackierte meh­rere JournalistInnen. Das würde sich an diesem Abend in Leipzig noch mehrfach wiederholen, begleitet von „Ahu!“-Rufen und Beamten, die nicht eingreifen. Die Polizei, mit sagenhaften 44 Hundertschaften angerückt, sprach hinterher von einem „weitgehend friedlichen Verlauf“ und davon, keine Angriffe bemerkt zu haben. Sachsens Innenministerium will später doch rund 120 Fußballanhänger ausgemacht haben, inklusive 20 „Kategorie C“-Fans. In einer internen Lageanalyse der Polizeidirektion Leipzig wurde dagegen vermerkt, dass sich dem rechten Aufzug „mindestens 1000 gewaltbereite Personen“ angeschlossen hatten, darunter bemer­kens­wert viele Hooligans.

Sie waren an LEGIDA, der stärksten Demonstrationsserie dieser Art außerhalb Dresdens (siehe AIB Nr. 106), von Anbeginn beteiligt. Den ersten Fuß in der Tür hatte „Scenario“, eine berüchtigte Truppe im Umfeld des 1. FC Lokomotive. Der Fußballverein aus dem Stadtteil Probstheida steht für failed soccer, er kam seit Ende der 1990er nicht über die vierte Liga hinaus. Deutlich länger stehen Teile der Fanszene in einem dubiosen Ruch: Er umgab ein Fanprojekt, in dem Neonazis aus- und eingingen; Transparente mit der Aufschrift „Lok-Fans gegen links“; und ebenso gestrickte Anhänger, die zu einem menschlichen Hakenkreuz Aufstellung nahmen, sich in einem NPD-Büro trafen oder zarte Triebe einer bunten Ultra-Kurve mit Gewalt unterbanden. Vorerst letzter Spross dieser ausgeprägten Fankultur ist „Scenario“, eine nach amtlicher Einschätzung rechtsextreme Vereinigung. Zum harten Kern gehören 50 bis 70 Personen. Vor gut einem Jahr wollen sie ihre Gruppe, die fast ein Jahrzehnt gewachsen war, aufgelöst haben.

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„Slaughter To Prevail“ – Russian band with Neo Nazi frontman tours Europe

Via „Indymedia Linksunten“:

Russia is known as a country with a terrible Neo Nazi establishment. Minorities of different colors, religions and sexual orientations are attacked by Neo Nazis in Russia all the time. It’s a huge shame that Russian Neo Nazis feel themselves welcome in Europe and find support and promotion on European music stage.

The outraging example is an approaching tour of a deathcore band from Ekaterinburg, Russia – Slaughter To Prevail (facebook.com/slaughtertoprevailrus), starting November 6 in at 6K Fest in Liege Belgium). The frontman of the band – Alexander Shikolay (also known as Alex Terrible – https://vk.com/satanicmotherfucker, https://instagram.com/aleksatana666) is a known Russian Nazi who don‘t even try to hide his ideas. He wears Neo-Nazi tattoos, has open support of notorious Russian white power bands and famous extreme right-wing clothing brands like White Rex and Thor Steiner, works with Russian extreme right musicians. Since the band was getting strong promotion in Europe, Alex, his band and managers may deny the fact he shares the Neo-Nazi idea, but a closer look at his background, photos and profiles in social media says it all.

1. Nazi tattoos

„Black Sun“ Svastika

On most of the band’s promo photos, also the poster for an upcoming tour Alex is posing with a stylized svastika tattoo on his elbow. This symbol, also known as „Black Sun“ is widely popular among Russian and Eastern-European Nazis and is considered illegal by many goveernments and such organizations as UEFA. According to Fare Network (http://www.farenet.org/) – a worldwide organization that fights racism in football and works closely with UEFA and human rights organization, „the Black Sun represents a swastika with twelve arms or a wheel made of twelve Sig-runes. It was used by the SS (the security squadron of the Nazis) as a Nordic-pagan symbol of religion and is often used as an alternative to the swastika“

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