Archiv der Kategorie 'Hammerskins'

Internationaler Rechtsrock mit „Blood&Honour“

Quelle: Blick nach Rechts

02.11.2017 – In Slownien soll am 11. November ein Rechtsrock-Event mit dem deutschen Liedermacher „Barny“ sowie britischen und serbischen Gruppen stattfinden.

„IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“; (Screenshot)
Die „Blood& Honour-Sektion“ Slowenien bewirbt ohne genaue Ortsangabe ein Konzert am 11. November, bei dem Geld für inhaftierte Gesinnungsfreunde eingespielt werden soll. Mit von der Partie soll auch der Liedermacher „Barny“ sein, bürgerlich Mirko Szydlowski. Der Mittdreißiger trat dieses Jahr unter anderem schon im Februar auf Einladung von „Die Rechte“ auf, aber auch bei der Sonnenwendfeier Ende Juni auf dem Hof des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede. Er stand in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Veranstaltungen, die von „Hammerskins“ in Europa organisiert wurden, auf der Bühne.

In Slowenien ebenfalls dabei das Duo „Ken & Brad“. Bei Erstgenanntem handelt es sich um Ken McLellan, Kopf von „Brutal Attack“, eine der bekanntesten britischen Rechtsrock-Bands. Er hat übrigens auch schon Aufnahmen zusammen mit „Barny“ eingespielt. Weiterhin ist Unterstützung aus Serbien vorgesehen. So wird „Vlada“, ehemals bei der 2002 gegründeten RAC- und NSBM-Band „Battle Flag“, angekündigt. Im Repertoire besagter Combo findet sich mit dem Titel „46 Years Of Pain“ auch eine Huldigung an Rudolf Heß. Außerdem sind „IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“, eingeplant. (hf)

Quelle

VOICE OF ANGER ERNEUT IN THEMAR VERTRETEN

Auch Voice of Anger aus dem #Allgäu erneut bei riesigem #Nazi-Fest in #Themar:

Mehr als 1000 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schweiz, Tschechien, Polen, Slowakei und Italien trafen sich am Samstag in Themar zum Rock gegen Links. Wie bei den beiden Vorangegangen Events in dem kleinen Ort in Südthüringen waren erneut Mitglieder der Allgäuer Neonazi-Kameradschaft Voice of Anger (VoA) mit von der Partie.

Zum mittlerweile dritten Mal dieses Jahr feierten über 1000 Neonazis in Themar. Die Rechtsrockkonzerte wurden als politische Kundgebung angemeldet. Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunk soll neben dem aus der Oberpfalz stammenden NPD-Funktionär Patrick Schröder ein Neonazi aus dem Raum Nürnberg in die Organisation der Konzerte involviert sein, der Mitglied der Hammerskins sei. Die Organisation verstehe sich als elitärer Zirkel von Nazi-Skinheads und stehe der »White Power«-Bewegung nahe.

Weiterlesen

Rechtsextreme Schattenboxer

Quelle: Blick nach Rechts

19.10.2017 – Beim „Kampf der Nibelungen“ versammelten sich am vergangenen Samstag mehrere hundert Rechtsextreme. Experten und Beobachter betonen die Bedeutung des Kampfsport-Events für die Szene und mahnen die Sicherheitsbehörden zu genauerem Hinsehen.

Die Antwort auf die Frage, wer im „Schattenboxen“ um das rechtsextreme Kampfsport-Event „Kampf der Nibelungen“ (bnr.de berichtete) gesiegt hat, ist eindeutig: Während die konspirativ organisierte Veranstaltung in den vergangenen vier Jahren nie mehr als 200 Teilnehmer anzog, hat sich die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr verdreifacht. Bis zu 600 Menschen waren Polizeiangaben zufolge am Samstagabend nach Kirchhundem im Sauerland gekommen, um im dortigen Schützenhaus entweder selbst zu kämpfen oder anderen dabei zuzuschauen.

Bis zuletzt war es den Organisatoren gelungen, den rechtsextremen Charakter der Veranstaltung vor dem Vermieter der Halle, dem Schützenverein Kirchhundem, geheim zu halten. Dieser zeigte sich wenig später vollkommen überrumpelt und distanzierte sich umgehend von dem braunen Treiben seinen Räumen.

Weiterlesen
Siehe auch: Nazis prügeln sich

„Skinhead Way of Life“ und Nazi-Inhalte: Die Band „Smart Violence“

Quelle: Lotta-Magazin

In den vergangenen Jahren erfreuten sich RechtsRock-Bands, die sich stilistisch an Metalcore und Hardcore orientierten, einer großen Beliebtheit in der Szene. Die nordrhein-westfälische Band „Smart Violence“ hält hingegen weiterhin den Skinhead-Kult hoch und möchte zurück zu den angeblichen „glory days of R.A.C.“ Ihre Songtexte drehen sich aber nicht nur um den „Skinhead Way of Life“, sondern sind ebenso deutliche Bekenntnisse zur neonazistischen Ideologie.

Die Band Smart Violence gründete sich 2012 und brachte noch im selben Jahr die Demo-CD „hard hitting skinhead rock“ bei Old School Records, einem der führenden deutschen Label für RechtsRock, heraus. Die Bandmitglieder sind keine Szene-Neulinge, sondern können zum Teil auf jahrelange Erfahrung im neonazistischen Musik-Bereich zurückgreifen. Der Kern der Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern der 2002 gegründeten Angry Boot Boys. In Interviews erklärte Smart Violence, sie habe sich gebildet, weil Angry Boot Boys eine längere Pause absolvieren würde. Aufgelöst hätte sich die Band aber nicht.

Weiterlesen

Widersprüchliche Wahrnehmungen

Quelle: Lotta-Magazin

Die RechtsRock-Szene zwischen Stagnation und Professionalisierung

RechtsRock gilt als eines der wichtigsten Ausdrucks- und Kommunikationsmittel der extremen Rechten in „jungen Jahren“. Welche Bedeutung hat die Musik aktuell noch für die neonazistische Szene? In diesem Artikel werden einige Schlaglichter auf den derzeitigen Zustand der RechtsRock-Szene geworfen und insbesondere das Geschehen in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz unter die Lupe genommen.
Während der Nazi-Rock ab Mitte der 1990er Jahre wegen seiner aggressiven Vernichtungsphantasien und den spektakulären Bildern dutzender den Hitlergruß zeigender Neonazis auf Konzerten als Jugendproblem verharmlost im Fokus der Medien stand, hat das öffentliche Interesse für neonazistische Musik in letzter Zeit nachgelassen. Aktuell stehen die Erfolge der AfD und die Herausbildung einer „neuen sozialen Bewegung von rechts“ stärker im Mittelpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen mit der extremen Rechten.

Weiterlesen

Die neonazistische Musik-Szene: Transnational wie nie

Quelle: Infoportal Meck-Pomm

Von London bis Porto, von Athen bis Helsinki – jede Woche finden europaweit Neonazi-Konzerte statt. Mal kommen nur hundert Zuschauer, mal sind es mehrere tausend. Und oft stehen deutsche Bands auf der Bühne.

Die Rechtsrock-Szene ist gut vernetzt und bietet eine lukrative Einnahmequelle sowohl für Musikverlage als auch für Organisationen wie Blood & Honour oder neonazistische Kameradschaften. Bei keinem anderen Bereich des Rechtsextremismus haben internationale Verbindungen größere Relevanz als bei der Musik. Wie und warum funktioniert diese Zusammenarbeit in einer nationalistischen Szene? Wie weit reichen die Netzwerke? Und welche Ziele haben sie?

Weiterlesen

Neonazi-Konzert mit 6.000 Besuchern am 15. Juli in Themar, Auswertung: Gelder, Strukturen und der Umgang der Behörden

Quelle: Thüringen rechtsaußen

Am 15. Juli 2017 fand im Süden Thüringens mit rund 6.000 Teilnehmern eines der europaweit größten Neonazi-Konzerte seit langem statt. Nach dem Erfolg mobilisieren Neonazis für den 29. Juli 2017 unter dem Motto „Sturm auf Themar 2.0″ ein weiteres Mal in die Region. In diesem Hintergrundtext gibt es einen Überblick über den Ablauf einer solchen Konzertorganisation, über die Finanzierung und Gewinne, über einen Teil der beteiligten Strukturen und Unterstützer. Im Fokus stehen auch der Polizeieinsatz, die Versammlungsbehörde und die Gerichtsurteile zum Konzert in Themar. Kurz: Das Landratsamt hätte das Neonazi-Konzert verhindern können, in dem es den Versammlungscharakter abspricht und es zur Kommerzveranstaltung deklariert, es war jedoch nicht gut vorbereitet und hatte seine Darstellungen vor Gericht nicht ausreichend begründet. In der Neonazi-Szene wird gestritten, den Organisatoren aus Themar wird Geldgier vorgeworfen, eine regionaler Thüringer Stützpunkt einer Neonazi-Partei bezeichnet diese sogar als „braun lackierte Kapitalisten“. Für Skepsis sorgen Kontakte von Tommy Frenck zu Mitarbeitern im Landratsamt, hier wurden entsprechende Emails zu gespielt. Für die Versammlungsbehörde gibt es noch ein paar Handlungsempfehlungen, was sie besser machen könnte, um vor Gericht das nächste mal zu bestehen.

Weiterlesen

HAMMERSKINS: DIE MILITANTE NEONAZI-ELITE IM UNTERGRUND

Quelle: Beltower News

Die selbsternannte Skinhead-Elite der Hammerskins agiert bevorzugt im Verborgenen. Nur selten dringt etwas der Gruppe nach draußen. Ihr Ziel ist es, alle weißen, nationalen Kräfte in einer rassistischen reinen Gemeinschaft – der Hammerskin Nation – zu vereinen. Wir stellen diese militanten Neonazis vor.

Hammerskins sind eine international vernetzte Skinhead-Gruppierung, die 1986 in den USA gegründet wurde. Die Mitglieder begreifen sich selbst als Elite-Organisation und gelten als extrem gewaltbereit. Das große Ziel der Hammerskins ist die „Hammerskin Nation“, eine „rassisch reine“ weltweite Gemeinschaft aus „weißen, nationalen“ Kräften.
Das Logo der Hammerskins stellen zwei sich kreuzende Zimmermannshämmer auf einem Zahnrad dar, als Anlehnung an „Pink Floyds“ „The Wall“. Allerdings wird das Logo nur im internen Kreis zur Schau gestellt. Selbst auf Treffen mit anderen Neonazis geben sich Hammerskins nicht zu erkennen.

Weiterlesen

Neonazi-Netzwerk in Bayern: „Blood and Honour“ aktiv trotz Verbot

„Blood and Honour“ gilt als die weltweit bekannteste Neonazi-Organisation. In Deutschland ist das Netzwerk seit dem Jahr 2000 verboten. Doch zusammen mit der Terrorgruppe „Combat 18″ sind die Rechtsextremen in Bayern wieder aktiv.

Sie wollen den totalen Rassenkrieg. „Combat 18″ – unter diesem Namen schlossen sich europaweit jahrelang gewaltbereite Neonazis zusammen. Die Rechtsextremen waren Teil des Netzwerks „Blood and Honour“, auf deutsch: „Blut und Ehre“. Der bayerische Verfassungsschutz bestätigt auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks, dass die Neonazi-Organisationen im Freistaat wieder Fuss gefasst haben.

Weiterlesen

Hammerskin-Konzert in Frankreich

Am Samstag, den 18.03.2017, versammelten sich über tausend Neonazis unter dem Motto „Defend Europe“ zu einem Rechtsrock-Konzert in einer Sporthalle in Heudicourt-sous-les-Côtes am Lac de Madine im Nordosten von Frankreich. Das Konzert organisierten die „Hammerskins“ mit Unterstützung durch das Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“. Deutsche und französische „Hammerskins“ schleusten hunderte Neonazis über Belgien nach Frankreich. Neben „Heiliger Krieg“ (Württemberg), „Division Germania“ (Mönchengladbach), „Blitzkrieg“ (Chemnitz) und „Squadron“ (Großbritannien) trat als Headliner die australische Band „Fortress“ auf.

Die „Blood & Honour“-Band „Fortress“ veröffentlichte ihr erstes Album 1992 bei dem deutschen Label „Rock-O-Rama Records“. Der „PC-Records“- Betreiber Yves Rahmel aus Chemnitz bewertete „Fortress“ am 16.12.2016 folgendermaßen: „Die kann man ruhig in einem Zug mit Skrewdriver nennen. Legendär und man schaut Vorraus der Dinge die da kommen!“. Auch der „Hammerskin“ Robert Kiefer schrieb begeistert: „Neue Kollektion von der Kultband Fortress aus Australien! Meiner Meinung nach einer der besten Bands überhaupt! Kann mich noch an ein Konzert 1999 bei Koblenz von ihnen erinnern! Tolle Zeit, tolle Musik!“

Aus einem Gespräch zwischen dem „Hammerskin“ und V-Mann Roland Sokol und dem Neonazi Michael „Mike“ Hansen geht hervor, dass Sokol bereits 2014 begann, den Auftritt der Band „Fortress“ zu planen. Hansen lebt seit Anfang 2013 in den USA, kommt ursprünglich aus Offenbach und war dort bei „Blood & Honour“ Hessen organisiert.

Weiterlesen

Nach Auseinandersetzung mit Neonazi – Hausdurchsuchungen in Berlin

Heute morgen drangen Beamte des Berliner Staatsschutzes in mindestens zwei Wochnungen in Kreuzberg und Mitte ein. Im Raum steht der Vorwurf der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil des Neonazis Peter Brammann. Brammann, Sänger der Neonaziband Deutsch, Stolz, Treue (D.S.T.), soll laut Durchsuchungsbeschluss im Dezember 2015 in der Köpenicker Straße »mittels eines gefüllten Strumpfes (…) diverse Prellungen« erlitten haben.

Weiterlesen

Siehe auch: DNA-Entnahme verweigert – Interview mit einem Beschuldigten

„Bullenschubser“? Umschubsen! – Informationen zur rechten Berliner Skinhead-Szene und darüber hinaus

konspiratives Konzert der Band „Bullenschubser“, zusammen mit „Schusterjungs“ im März 2017
Seit rund 8 Jahren bewegt sich die Berliner Oi-Punk Band „Bullenschubser“ auch in der linken Subkultur Berlins. Mal als Bühnenact im Kreuzberger Binuu, oft als gern gesehene Kundschaft im Core-Tex und zum Saufen im „Abgedreht“ in Friedrichshain. Seit ihrer Gründung wird ihnen immer wieder eine Nähe zur sogenannten Grauzone, wie auch zur extrem rechten RAC-Szene (Rock Against Communism) nachgesagt, die allerdings bisher nur schwammig belegt werden konnte. Aufgrund anstehender Konzerte der Band in Berlin und Potsdam möchten wir im Folgenden Informationen zur Band offen legen, damit KonzertveranstalterInnen und Läden den „Bullenschubsern“ auch argumentativ eine Absage erteilen können.

Unterschiedliche Konzepte

„Bullenschubser“ waren in den letzten Jahren immer auf die Sympathie verschiedener linker, subkultureller Clubs angewiesen, denn ihr Ruf eilte ihnen immer voraus. Anders erklärt sich der Auftritt im Kreuzberger Club „BiNuu“ im Oktober 2015 nicht, wo sich „Bullenschubser“ mit den „Thee Flanders“ die Bühne teilen konnten. Gesponsert war die Veranstaltung vom Core Tex, eine Kreuzberger Instanz der Hardcore und Punk-Szene. Dass diese Möglichkeit für die Band eine seltene Chance für eine große Bühne darstellt, lässt die Historie der Auftrittsmöglichkeiten vermuten. Denn wenn selbst die kleinen, oft unbekannten Locations nicht herhalten können, verlässt sich die Band vor allem auf Orte wie das Berliner „Blackland“ – welches bereits durch Auftritte diverser rechter Metalbands bekannt geworden ist – oder weicht auf ein Konzept der extremen Rechten aus: konspirativ organisierte Konzerte, wo die BesucherInnen entweder durch eine Info-Nummer wenige Stunden vor dem Konzert vom Ort des Geschehens erfahren, oder wie im Falle des „Bullenschubser“-Konzerts am 18. März 2017 durch den Kauf eines Tickets.

Ähnlich wurde es mit einer Veranstaltung im Sommer 2016 gehalten. Angekündigt wurden die Bands „Condemned 84“, „Schusterjungs“, „Voice of Hate“, „Anti Clockwise“ und als Haus-und Hof Band der Veranstaltung: „Bullenschubser“. Das Konzert konnte schlussendlich gut besucht und ungestört in Brandenburg über die Bühne gehen. Hinter der Veranstaltung stand eine Konzertgruppe die sich „Oi! The new (old) breed“ nennt und maßgeblich von Tim (Breyer/Müller als Pseudonym bei Facebook) , Bassist bei „Bullenschubser“, und einem „Tom Köhler“ initiiert wurde. Die konspirative Organisation hatte Gründe, betrachtet man das Line-Up des Abends genauer:

Weiter

Ein »Hammerskin« an der Club-Tür

Freitagnacht auf der Braunschweiger Partymeile: Aus einem der Clubs dringt Musik von HipHop über Alternative bis Rock. Das Publikum bunt gemischt wie die Musik, viele Studierende, ein paar Hipster. Wer rein will der muss hier heute an einem Türsteher vorbei. Er wirkt kräftig, eher klein, die Haare kurz geschoren, auffällig bunte Tätowierungen ziehen sich bis über den Hals und die Hände. Was die meisten Besucher*innen wohl kaum ahnen: Dennis Kiebitz, der an diesem Abend vor dem »Lindbergh Palace« steht, ist Mitglied der »Hammerskins«, einer der „gefährlichsten Neonazi-Organisationen überhaupt“ (ZEIT Online).

Weiterlesen

Braune Geburtstagsparty

03.01.2017 – Großbritannien (Coventry) – Am 28. Januar soll im britischen Coventry eine „Birthday-Party“ mit Rechtsrock-Bands aus Deutschland, Finnland und Schweden stattfinden.
Für das Rechtsrock-Event am 28. Januar in Coventry (West Midlands) ist auch die Stuttgarter Combo „Kommando Skin“ gelistet, die seit 1999 unter dem Namen aktiv ist. Neben einer schwedischen Band wurde zudem die finnische Gruppe „Mistreat“ aus Kouvola eingeladen. Diese hat sich bereits 1988 gegründet. Die Finnen waren am 1. Oktober 2016 der Haupt-Act beim „Hammerfest“ der US-amerikanischen „Hammerskin“-Bewegung in Georgia. (hf)

Quelle

Rechtsrock-Event mit B&H und „Hammerskins“

16.11.2016 – Am Samstag soll an nicht näher bezeichnetem Ort in Norditalien ein Konzert mit acht europäischen Neonazi-Bands stattfinden – mit dabei sind auch die deutschen Combos „Blitzkrieg“ und „Frontfeuer“.

Weiterlesen

[HH] Abtrimo: Über das rechte Netzwerk einer Hamburger Band

Eine kurzer Blick auf die rechte Skinheadszene Norddeutschlands – von Blood & Honour über das NSU-Umfeld bis heute
Die Band „Abtrimo“ und das folgend aufgeführte Umfeld stehen hier nur exemplarisch für eine Teilstruktur in einem über Jahre gewachsenen, internationalen Netzwerk bestehend aus vielen Bands, Gruppen und Einzelpersonen der extremen Rechten. Dennoch soll anhand der Bandvorstellung ein Teil des militanten Rechtsrock-Netzwerks Norddeutschlands skizziert werden.

Die Hamburger Band „Abtrimo“ wurde im Dezember 2010 gegründet. Die erste Demo-CD erschien 2012 mit Hilfe des Neonazis Jan Greve über dessen Label und Onlineversand „Skinhead Service“. Ein Jahr zuvor spielten sie bereits das erste Konzert. Es folgten vier weitere Veröffentlichungen und über 20 Konzerte bis heute.

Abtrimo Nienhagen Soltmann, Koschnick, Oest, H&P Mitglied, Tesch, MalinaGemeinsam mit der Hamburger Neonaziband „Likedeelers“ veröffentlichte „Abtrimo“ 2012 ein Album unter dem Titel: „Norddeutscher Untergrund… Der erste Streich!“. Die Anlehnung an die Symbolik und Namensgebung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), die ihre Morde in einem Video mit der Comic Figur Paulchen Panther als „Streiche“ verharmlosten, könnte daher auch als eine Art Sympathiebekundung der Band zu der rechten Terrorgruppe NSU verstanden werden.

Weiter zeigt auch der aktuellste Sampler „4 gewinnt“ der Bands „Abtrimo“, „Ungebetene Gäste“, „Überzeugungstäter Vogtland“ sowie „Alte Schule“ die gemeinsamen, ideologischen Gewaltfantasien. Auf dem Sampler wird dies beispielhaft im Song „F.D.G.K“ der Band „Alte Schule“ deutlich, wobei der szeneintern verwendete Code für „Für Deutschland, gegen Kanaken“ steht. Die von der Band selbst zensierten Text-Stellen werden in der Aufnahme durch Schussgeräusche ersetzt. Auch in der 2014 bei „Oldschool Records“ veröffentlichten, bereits indizierten, EP „Hammonia“ propagiert „Abtrimo“ rassistische Gewaltphantasien.
Gemeinsam mit dem Potsdamer RechtsRock-Musiker Uwe „Uwocaust“ Menzel veröffentlichte die Band das Lied „Gewalt regiert uns alle“ und spielte im Mai 2016 mit ihm, „Faustrecht“ und der japanischen RAC-Band „Aggroknuckle“ ein Konzert in Staupitz in Sachsen.

Weiterlesen

Memorial für „Hammerskin“-Kultfigur

04.10.2016 – Für Samstag ist in „Mitteldeutschland“ ein Gedenk-Konzert für den 1994 verstorbenen Rechtsrock-Musiker Joe Rowan angekündigt.

Weiterlesen

Aktive rechte Szene im Ländle

Via der „Blick nach Rechts“:

Personenpotenzial in Baden-Württemberg stagniert zahlenmäßig – die Zahl der Straf- und Gewaltdelikte ist stark angestiegen.

Die Personenzahl, die der Verfassungsschutz Baden-Württemberg dem Rechtsextremismus zurechnet, liegt unverändert bei rund 1800. Dem aktuellen Jahresbericht zufolge gelten 810 Rechtsextremisten als gewaltorientiert. Die Zahl der Demonstrationen der rechtsextremen Szene ist unter vornehmlicher Konzentration auf das Flüchtlingsthema von 12 auf 17 angewachsen, zehn davon unter maßgeblicher NPD-Beteiligung. Allerdings ist die Teilnehmerzahl bei den Zusammenkünften rückläufig und liegt meist im mittleren zweistelligen Bereich. Deutlich angestiegen um rund zwei Drittel sind die rechtsextrem motivierten Straftaten mit 1484 Vorfällen (2014: 865), die rechtsextremen Gewaltdelikte haben sich mit 73 Vorkommnissen, darunter neun Gewalttätigkeiten auf Asylbewerberunterkünfte, verdreifacht (2014: 23).

Mit unverändert 410 Mitgliedern ist die NPD aktiv, darunter 70 Angehörige ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Der Landesverband spielt im NPD-Ranking eine untergeordnete Rolle, denn kein Parteigänger aus Baden-Württemberg ist stimmberechtigtes Mitglied im Bundesvorstand. Durch intransparentes Verhalten, wechselnde Bezeichnungen und namentliche Dopplungen bleibt die von der NPD ausgewiesene Zahl von 20 Kreisverbänden nicht verifizierbar, dazu existieren noch einige wenige Ortsverbände. Der JN-Stützpunkt Heilbronn ging mit einer „Berufsverbote stoppen“-Kampagne an die Öffentlichkeit. Thematisiert wurde dabei, dass vier Aktivisten mit rechter Gesinnung ihren Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz verloren hätten.

Die Neonazi-Partei „Die Rechte „unter dem Landesvorsitz von Manuel Mültin zählt unverändert 80 Zugehörige. Sie verfügt über zwei Kreisverbände und regionale Schwerpunkte im Raum Karlsruhe, Pforzheim sowie im Enz-Kreis. Die Partei „Der III. Weg“ hat mittlerweile über 30 Mitglieder und damit 20 neue Anhänger. Die Parteiangaben sind stets mit Vorsicht zu behandeln. Als Beispiel gilt die angeblich auf Oktober 2015 datierte Gründung des Stützpunktes Württemberg, dessen Internetseite allerdings bereits viel früher mit Texten bestückt wurde.

Weiter
(mehr…)

Rechtsrock-Events am Wochenende

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

21.06.2016 – Für einen Auftritt am kommenden Samstag „live in Ostsachsen“ bewirbt unter anderem auch die international agierende „Blood&Honour“-Bewegung vier ostdeutsche Bands.

Hassmusik am Samstag in Ostsachsen; (Screenshot)
Der genaue Veranstaltungsort für den 25. Juni wird nicht genannt. Angekündigt werden dafür „Selbststeller“ aus Riesa, „Barricades“ aus Sachsen-Anhalt, „Endless Struggle“ mit Bandmitgliedern verschiedener östlicher Bundesländer sowie „Sista Bataljen“. Das letzte bekannt gewordene Rechtsrock-Konzert in Ostsachsen fand im vergangenen Dezember in der Kleinstadt Niesky statt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Abgeordneten der Linken hervor.

Ebenfalls für den 25. Juni wird „Naziradau im Bratwurst-Gau“ beworben. Eine genaue Örtlichkeit fehlt, doch der Hinweis auf die Bratwurst weist den Weg nach Thüringen. Dort sollen „Ex Umbra In Solem“, die erst einen kleinen Demo-Tonträger veröffentlicht haben, die 1997 in Berlin gegründete Combo „Legion of Thor“ (L.O.T.), die aus dem Raum Zürich kommende Band „Amok“ um den verurteilten Sänger Kevin Gutmann, die dem B&H-Netzwerk zugerechnet werden kann, sowie die mit Legion of Thor befreundeten „D.S.T.“, das Kürzel für die Berliner Band „Deutsch, Stolz, Treue“ um Peter Marko Brammann, auftreten. (hf)

Quelle

Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Die bedeutendste Gruppe in diesem Spektrum sind zweifellos die Hammerskins, die sich als Skinhead-Bruderschaft und Elite der gesamten Neonaziszene verstehen. Das AIB hat in den vergangenen Ausgaben wiederholt ausführlich über Hammerskins berichtet.1

Rechtsrock und Terror seit über 20 Jahren — Die Vandalen

Die älteste rockerähnliche Neonazi-Bruderschaft, die Wert darauf legt, kein MC zu sein, sind die Berliner „Vandalen — Ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Gegründet 1982 in Ostberlin treten sie seit jeher in Kutten auf. Der Kreis aktiver Mitglieder dürfte derzeit nicht mehr als 20 Personen betragen und dennoch sind die Vandalen im neonazistischen Spektrum hochgeachtet und enorm einflussreich. Seit über 20 Jahren betreiben sie das Geschäft mit neonazistischer Musik und die Vermarktung von Bands wie „Landser“, „Tätervolk“, oder „Die Lunikoff Verschwörung“ — Bands, in denen jeweils mindestens ein Vandale mitwirkt.

„Landser“ existierte von 1992 bis 2001 als Untergrund- und Kultband der Szene und gab sich das Image der „Terroristen mit E-Gitarre“. Bandleader war der Vandalen-Gründer Michael „Lunikoff“ Regener, der heute mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ auftritt. Zusammen mit „Blood & Honour“-Aktiven bildeten die Vandalen bis in die 2000er Jahre eine klandestine und kriminelle Struktur zur Herstellung und Verbreitung illegaler Neonazimusik, die im Rechtsrock-Business einmalig gewesen sein dürfte: Aufnahmen der CDs in Tonstudios in Kanada oder Skandinavien, Verschiffung tausender CDs beispielsweise nach Holland, deren Schmuggel nach Deutschland und die flächendeckende Verbreitung über regionale Gewährsleute. 2001 wurde das System von der Polizei ausgehoben, 2003 wurden die Bandmitglieder von Landser verurteilt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

Weiter