Archiv der Kategorie 'Honour & Pride'

Weiblich, unauffällig, radikal: Verein beurlaubt neonazistische Mitarbeiterin. Oder: Ein Doppelleben mit Rechtsrock und »Blood & Honour«

Via „Recherche 38″:

Sie galt als unauffällige, freundliche Mitarbeiterin. Fast niemand in dem Braunschweiger Verein, der Kindertagestätten betreibt, dürfte geahnt haben, dass eine Kollegin tief verstrickt ist in das internationale Netzwerk der Rechtsrockszene. Als der Verein vor einigen Tagen über die neonazistischen Aktivitäten der Mitarbeiterin Joanna Gierzycka informiert wurde, war man deshalb zutiefst schockiert. Der Vorstand zog sofort Konsequenzen: Die Mitarbeiterin wurde umgehend beurlaubt, eine Beratungsstelle und ein Rechtsanwalt eingeschaltet. Eltern und KollegInnen wurden informiert. Nun dürfte es ein juristisches Tauziehen darum geben, ob der Verein die Mitarbeiterin aufgrund ihrer extrem rechten Einstellungen und ihren Aktivitäten auch kündigen kann.

Auch dieser Fall zeigt: Neonazi-Frauen werden oft weniger wahr- und ernst genommen als ihre männlichen „Kameraden“. Im Alltag und Beruf sind sie nicht selten gut integriert und pflegen Kontakte auch über das eigene politische Milieu hinaus. Sie geben sich in der Nachbarschaft, in der Schule oder in der Kita sozial engagiert oder arbeiten selbst im sozialen Bereich. Ihr „Doppelleben“ als Aktivistinnen in der Neonazi-Szene wird oft übersehen, nicht wahrgenommen oder heruntergespielt. Und wenn dieses dann doch einmal thematisiert wird, dann wird ihnen ihre eigenständige radikale politische Überzeugung oft nachgesehen und ihnen eine Rolle als bloße „Anhängsel“ ihrer männlichen Partner unterstellt. Eine gefährliche Verharmlosung der Rolle, die neonazistische Frauen für die Struktur der Neonazi-Szene tatsächlich spielen.

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Wie der Konzertveranstalter Oliver Malina ein MDR-Team bedroht und beleidigt

Der „MDR sachsen-Anhalt“ berichtet:

Warum mache ich das eigentlich? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt, wenn ich mal wieder am Wochenende bei einer Demonstration, Musik- oder Parteiveranstaltung der Rechtsextremen irgendwo in Sachsen-Anhalt stand und angepöbelt oder angefeindet wurde. Schön ist das nicht, manchmal sogar beängstigend. Aber ich muss da stehen. Ich kann und will mich nicht einschüchtern lassen. Ich will Neonazis etwas entgegensetzen und ihr menschenverachtendes und rassistisches Treiben nicht ungehindert stattfinden lassen.

Ähnlich ging es mir jetzt wieder in Nienhagen. Seit zwei Jahren berichte ich regelmäßig aus dem kleinen Dorf bei Halberstadt. Über die Rechtsrock-Konzerte, die ein Bewohner aus Nienhagen dort regelmäßig veranstaltet und über den wachsenden Widerstand dagegen. Am Dienstag-Abend sind wir also mit der Bürgerinitiative „Nienhagen rechtsrockfrei“ verabredet. Vorher wollen wir noch ein paar Ortsansichten drehen. Als wir unser Auto parken und aussteigen, höre ich schon von hinten Gebrüll: „Ihr könnt Eure Kamera gleich wieder einpacken.“ Wir kümmern uns nicht weiter darum und gehen in die andere Richtung zur Hauptstraße.

Dann sehe ich aus dem Augenwinkel wie er auf uns zuwalzt dieser große, zutätowierte Mann: Oliver Malina, der Veranstalter der Rechtsrock-Konzerte in Nienhagen. Offenbar stört ihn, dass wir hier drehen, will auf keinen Fall Aufnahmen von sich und seinem Haus (was sein gutes Recht ist). Dabei achtet Malina aber offensichtlich gar nicht darauf, dass die Kamera zunächst überhaupt nicht auf ihn gerichtet ist. Erst als er von hinten auf uns zukommt, drehen wir uns (mit der Kamera) um. Er schubst und pöbelt den Kamera-Mann samt Technik an, droht und beleidigt uns.

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Siehe auch: Nicht duldend ertragen

14.6.2014 Halberstadt: Greif ein – Nazis und Rassisten keine Ruhe lassen

Ein Ausschnitt aus dem Aufruf zur Antifademo am 14.6.2014 in Halberstadt:

Rechter Subkultur entgegentreten
Seit 2007 finden in Nienhagen regelmäßig Rechtsrockkonzerte statt. Der kleine Ortsteil von Schwanebeck mit gerade einmal 400 Einwohnern liegt ca. 12km von Halberstadt entfernt. Hier haben rechte Konzertveranstalter einen der wenigen Ort gefunden, an dem sie ihre Konzerte öffentlich beworben durchführen können, ohne die Veranstaltung zu gefährden. Nachdem anfänglich hauptsächlich Konzerte der rechten Rocker von „Kategorie C” stattfanden, führt auch der vor ein paar Jahren nach Nienhagen gezogene Neonazi Oliver Malina seit drei Jahren Musikveranstaltungen mit internationalen Neonazibands durch. Außerdem gab es auf dem Gelände von Klaus Slominski auch etliche als Geburtstagsfeiern deklarierte Rechtsrockkonzerte. Slominski versicherte, nachdem sich die Mehrheit der in Nienhagen wohnenden Menschen gegen die Veranstaltungen ausgesprochen hatte, sein Gelände an der sogenannten Hopfendarre nicht weiter an rechte Veranstalter zu vermieten. Nach einigem Hin und Her um das Neonazi-Event “European Skinhead Party” 2013 konnte Malina, nachdem er mehrere angemeldete
Veranstaltungsorte nicht genehmigt bekam, doch wieder auf Slominski zählen. So wurde den Nienhagener_innen schmerzhaft vor Augen geführt, dass Absprachen mit Neonazis oder den durch diese Profitierenden keinen Wert haben.

Im April 2013 wurde bekannt, dass Malina eine Schlossruine in Groß Germersleben im Bördekreis erworben hatte, um auf dem Gelände auch in Zukunft Nazikonzerte und Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Auch wenn im Februar 2014 die Nachricht die Runde machte, dass Malina das Grundstück wieder verkauft hatte bleibt zu befürchten, dass das Geschäft von und mit Neonazis ohne Intervention in der Region weiterhin gut laufen wird. Eine weitere Gefahr stellt die Ausweitung der Strukturen von “Honour & Pride” in Sachsen-Anhalt dar, welche als Nachfolgeorganisation von Blood & Honour angesehen werden kann. Auch Neonazis aus dem Harzgebiet sind in diesen Strukturen aktiv.

Neben Konzerten mit klassischen Rechtsrock-Bands kam es im Harz auch zu Auftritten sogenannter unpolitischer Rockgruppen wie „Notlöhsung“ und „Lost&Found“ Die Lieder bieten mit ihrer Inhaltsleere oft viele Interpretationsmöglichkeiten für eine breite Hörerschaft. Recht konkret und ganz unpolitisch fordert „Lost&Found“ beispielsweise in einem Coversong einen starken Staat, in einem anderen Selbstjustiz. Wo für jeden etwas dabei ist, fällt die eigene Positionierung scheinbar schwer.

Wenig überraschend sind die persönlichen Verbrüderungen von Bandmitgliedern dieser „unpolitischen“ Bands mit Personen aus dem rechten Spektrum. Ein Paradebeispiel: Der ehemalige Bassist von „Lost&Found“ fand nach seinem Umzug schnell Anschluss bei der Berliner Band „Punk Front“, die sich gern für ein Interview mit der Neonazi-Organisation „Blood & Honour“ zur Verfügung stellte. Für Antifaschist_Innen einer von vielen Gründen, diese Konzerte in der Region verstärkt ins Visier zu nehmen.

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Sachse-Anhalt: Umtriebige braune Szene

Via der „Blick nach Rechts“:

„Reichstrunkenbold“ mit Verbindungen zu „Objekt 21“

Die NPD unter dem Landesvorsitzenden Peter Walde (Hecklingen/Salzlandkreis) verfügt über elf Kreisverbände und erzielte bei der Bundestagswahl 2,2 Prozent der Stimmen – 0,9 Prozent über dem bundesweiten Stimmenzuspruch. Mit Andy Knape (Magdeburg) hat die Partei nur ein Mitglied des Landesverbandes im Bundesvorstand. Knape ist Bundesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten (JN), der NPD-Jugendorganisation. Diese versuchte im Vorjahr thematisch besonders durch Hilfseinsätze bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe propagandistisch in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.

In der braunen Musikszene tummelten sich zuletzt neun aktive Bands. Die Zahl der Konzerte im Berichtsjahr 2013 ist von zehn auf 15 angestiegen. Herausgehoben wird das Wirken des Liedermachers Philipp Tschentscher, der seit 14 Jahren unter dem Namen „Reichstrunkenbold“ auftritt und über beste Verbindungen zur österreichischen Neonazi-Szene verfügt, insbesondere zum Netzwerk „Objekt 21“. Laut Verfassungsschutz soll er sich im illegalen Zigarettenhandel betätigt, rechtsextreme Devotionalien veräußert und beim Erwerb, Handel und Schmuggel von und mit Waffen mitgemischt haben. Vom niederösterreichischen Gericht in Korneuburg ist er im Januar zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
Früherer Speisesaal als Konzerttreff

Als umtriebige Organisatoren von Konzerten sind zum einen Enrico Marx aus Allstedt/Südharz sowie Oliver Malina mit seinen Aktivitäten in Nienhagen (Landkreis Harz) aufgefallen. Gleich mehrere Male wurde ein früherer Speisesaal einer ehemaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in Annaburg (Landkreis Wittenberg) als Konzerttreff genutzt. Zum Teil stellen auch Rocker-Vereinigungen Neonazis bei der Durchführung von Konzerten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Ein von der NPD organisiertes Meeting in Berga/Südharz unter dem Titel „In.Bewegung“ soll offenbar als jährliches Ereignis etabliert werden.

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Rechtsrockveranstalter greift Demonstrant*innen an

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Während einer Kundgebungstour durch Sachsen-Anhalt im Rahmen der Kampagne „Greif ein – Nazis und Rassist*innen keine Ruhe lassen“, versuchte Oliver Malina bei der Station in Nienhagen Demonstranten anzugreifen. Spontan hatten sich ca. 50 Antifaschist*innen vor dem Beginn der Kundgebung, die vor der „Hopfendarre“ statt fand, entschieden dem umtriebigen Neonazi einen Besuch abzustatten. Malina ist Organisator der Rechtsrockkonzerte, die mit der „Skinheadparty“ am 28.06.2014 nun schon im vierten Jahr in Folge in Nienhagen statt finden.

Während des kurzen Besuchs vor Malinas Wohnhaus kam es zu unschönen Szenen. Der Neonazi und seine Freundin sowie Verwandte und Freunde versuchten die Demonstranten, von denen keine Gewalt ausging, zu attackieren und beleidigten die Antifaschist*innen beispielsweise als „Kiffer“ oder „linke Assifotze“. Schließlich stürmte Malina, mit seinem Hund in der einen und einer Eisenstange in der anderen Hand, auf die Demonstrant*innen zu. Videomaterial zu diesem Vorfall liegt uns vor. Nur durch das besonnene Handeln einiger Antifaschist*innen konnte hier eine komplette Eskalation mit Verletzten verhindert werden. Mal wieder zeigte sich auf erschreckende Weise, dass Leib und Leben von Menschen, die nicht in das eingeschränkte rechte Weltbild passen, für Neonazis keine Rolle spielen.

Entgegen des Artikels aus der „Volksstimme” vom 26. Mai wurde der anfangs Fußball spielende Sohn des Neonazis kein Ziel verbaler Attacken. Erstaunlich ist außerdem, dass der Autor des Artikels seine Informationen ausschließlich von den anwesenden Freunden des Neonazi-Konzertveranstalters bezieht, war er selbst doch erst am Ende der Szenerie am Ort des Geschehens eingetroffen. Auch der sinnentleerte Bezug auf das verteilte Flugblatt ist so nicht hinnehmbar und eine Veröffentlichung des Originals wünschenswert. Zu keinem Zeitpunkt versuchte der Volksstimme-Autor Kontakt zu den offen und freundlich auftretenden Demonstranten aufzunehmen, sondern beschränkte sich auf das Fotografieren aus der Ferne.

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Rechtsrockveranstaltung „Skinheadparty“ wieder in Nienhagen

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Am 28.06.2014 soll nun schon im vierten Jahr in Folge eine der deutschlandweit größten Rechtsrockveranstaltungen in Nienhagen stattfinden. Im Jahr 2011 wurde zum ersten Mal ein Rechtsrockkonzert dieser Größe, öffentlich beworben, in Nienhagen von den Organisatoren Oliver Malina und Marcus Winter veranstaltet. Unter dem Motto „Transatlantiklinie“ traten Neonazibands aus Deutschland, Großbritannien und den USA vor ca. 1000 Rechtsrockfans auf. In den darauffolgenden Jahren fanden Konzerte vor bis zu 1200 Besucher*innen unter dem Motto „Skinheadparty“ statt.

Dieses Jahr soll das Konzert, dass sich dem Namen nach an ein kahlköpfiges Publikum richtet, schon in die dritte Runde gehen. Das Dorf Nienhagen wird an diesem Tag für alle Andersdenkenden zur No-Go-Area. Ganz offen wird gezeigt, dass die Veranstaltung von der Nachfolgeorganisation des verbotenen „Blood and Honour“-Netzwerks „Honour and Pride“ durchgeführt wird.

Klaus Slominski, der das Gelände der sogenannten Hopfendarre an Malina für diesen Zweck vermietet, ist es jedoch, der letztendlich die rechten Hass-Konzerte ermöglicht. Er hatte mit seinem Wortbruch nach einer Bürgerumfrage mit eindeutigem Ergebnis das Dorf und die Einwohner Nienhagens vorgeführt.
Wer Neonazis unterstützt und mit ihnen zusammenarbeitet, macht es möglich, dass sie ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten, und sich damit auch mitschuldig an den regelmäßig stattfindenden Übergriffen gegen Menschen, die nicht in das eingeschränkte rechte Weltbild passen

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Rechtsrock-Event in Neuauflage

Via der „Blick nach Rechts“:

Für den 28. Juni ist wieder eine so genannte „Skinhead-Party“ an bisher unbekanntem Ort angekündigt – in den Jahren zuvor hat das braune Spektakel in Nienhagen in Sachsen-Anhalt stattgefunden.

Skinhead-Party ist das Schlüsselwort für ein sich erneut ankündigendes Rechtsrock-Großereignis. Ähnlich wie im Vorjahr (bnr.de berichtete) startete Anfang April wieder die international angelegte Werbung für eine geplante dritte Auflage des Musikevents gleichen Namens am 28. Juni. Es wird kein genauer Ort dafür genannt, doch in den beiden Jahren zuvor fand die Veranstaltung jeweils im sachsen-anhaltinischen Nienhagen, dem Ortsteil von Schwanebeck im Vorharz, statt.

Im Vorjahr sahen sich 380 Einheimische knapp 1500 rechtsgesinnten Besuchern, die aus ganz Europa anreisten, und mehreren Hundertschaften Polizei gegenüber. Ein weiteres Jahr zurück waren gar 1700 Besucher zu dem Meeting gepilgert, das von Oliver Malina organisiert wurde. Dieser versuchte gar nicht erst zu verschleiern, dass ein Organisationskreis namens „Honour & Pride“ für das Spektakel verantwortlich ist. Die angeheuerten Security-Mitarbeiter trugen jedenfalls alle T-Shirts mit just dem Namenszug, das nicht zufällig an die Bewegung „Blood&Honour“, die in Deutschland 2000 verboten wurde, erinnert.

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Groß Germersleben rechtsrockfrei – Oliver Malina verkauft Schloss

„endstation rechts“ berichtet:

Eine Gemeinde atmet auf. Erst im vergangenen Jahr hatte der umtriebige Rechtsrock-Veranstalter Oliver Malina bei Magdeburg ein Schloss samt Grundstück erworben, um dort Szene-Events durchzuführen. Doch jetzt hat der Neonazi das Objekt an einen Ortsansässigen abgetreten, offenbar waren ihm die Auflagen zu hoch.

Aufruf der Initiative „Groß Germersleben rechtsrockfrei“ anlässliches des bevorstehendes Konzertes im vergangenen Jahr
„Ich bin der neue Besitzer von Schloss und Park in Groß Germersleben. Oliver Malina hat es mir verkauft“, sagte der Groß Germersleber Mario Fleischhauer am Freitag gegenüber der Volksstimme. Der Mann, der unmittelbar neben dem Schloss wohnt, versichert, dass er kein Mittelsmann Malinas sei und es definitiv keine Rechtsrock-Konzerte auf dem Grundstück geben werde. Der Park soll geschlossen bleiben.

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Neonazi-Versände machen dicht

Via „Recherche 38″:

+++ Klein Elbe / Wolfenbüttel +++ Seit dem 1. Januar 2014 hat der in Wolfenbüttel beheimate Neonaziversand »Old Honour New Hatred Records« (OHNH) seine Tore geschlossen. Auch Jan Greve aus Klein Elbe kündigt an, dass sein Versand »Skinhead Service« demnächst eingestellt wird. Über den »Skinhead Service« berichtete die Zeitschrift DER RECHTE RAND vor einigen Monaten ausführlich. Jan Greve wird dort als “Bindeglied zwischen Oi-Skinheads, rechter Subkultur und organisierten Neonazis” bezeichnet (Den Artikel gibt es hier online zum nachlesen).

»Old Honour New Hatred Records« vertrieb neben einer Eigenveröffentlichung (eine EP der US-amerikanischen Band »Hammerhead«) vor allem Rechtsrock-CDs und T-Shirts mit extrem rechten Motiven – Darunter eins mit der Aufschrift “Die Partei – Seit 1920″ auf der Vorderseite und “Alte Werte noch im Herzen” auf der Rückseite – eine kaum verhohlene Werbung für die NSDAP.

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„Nationaler Sprechgesang“ und Rap

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

„Neue Töne von rechts“: Eine Fachtagung zieht Bilanz über 30 Jahre Rechtsrock in Deutschland.

Musik spielt in der rechten Szene eine unverändert bedeutende Rolle. Sie hilft bei der Rekrutierung von Aktivisten, besitzt also so etwas wie eine Türöffnerfunktion. Die Bundeszentrale für politische Bildung hatte jetzt unter dem Titel „Neue Töne von rechts“ zu einer zweitägigen Tagung über dieses Themenfeld eingeladen. In Großbritannien als nationalistische Antwort auf die Punkmusik aus der Taufe gehoben, haben die braunen Klänge mit Konzerten, Bands oder Tonträgern auch hierzulande rasch Fuß gefasst, so dass inzwischen auf 30 Jahre Rechtsrock zurückgeblickt werden kann.

Sehr zielgerichtet wurde in Großbritannien in den 80er Jahren ein Netzwerk für den Rechtsrock aufgebaut, das den Namen „Blood&Honour“ erhielt, (Blut und Ehre, die Grußformel der Hitlerjugend). Als Initiator dafür ist Ian Stuart Donaldson zu nennen, der Sänger der Band „Skrewdriver“, der im September 1993 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam und seither über Ländergrenzen hinweg als Kultfigur und Ikone im Rechtsrock hochgehalten wird. „Blood&Honour-Initiativen gibt es auf dem gesamten Globus. In Deutschland wurde 1994 eine entsprechende Division gegründet, die im September 2000 verboten wurde. Im Mutterland Großbritannien und auch andernorts operiert die Gruppe weiterhin ganz legal.

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[Adventskalender SH] Türchen 05: Heiko H.

Via „Adventskalender Schleswig-Holstein“:

Besonders in der rechten Musikszene bewegt sich Heiko H. seit Jahren. Seit 2011 nahm er alljährlich am „Ian Stuart Memorial“- Festival in England teil. Erinnert werden soll mit diesem Konzert an Ian Stuart Donaldson, dem bei einem Autounfall verstorbenen Gründer des internationalen Neonazi-Musiknetzwerkes »Blood & Honour« und Sänger der Band ,,Screwdriver“ . Das ISD-Festival ist eines der größten internationalen Treffen der „Blood & Honour“ – Bewegung, welche in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten ist. Jedoch wurden nachfolgende Organisationen gegründet, um die Bewegung am Leben zu erhalten, wie zum Beispiel die Gruppe „Honour & Pride“. Diese pflegt nicht nur die Kontakte zur englischen ,,Blood & Honour“ Szene, sondern auch zu den ,,Kameraden“ der ,,Veneto Fronte Skinheads“ aus Italien, als auch nach Osteuropa.
Jedes Jahr finden sich Mitglieder dieser Szene in England ein, um bekannte rechtsradikale Bands zu sehen und bekannte Gesichter der Bewegung zu treffen, darunter Heiko Hackland.

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Neonaziparty im Sportheim des TSV Watenbüttel e.V.

Via „Recherche 38″:

Rund 50 Neonazis feierten am Samstagabend am Rande Braunschweigs im Sportheim des TSV Watenbüttel e.V. ein sogenanntes „Julfest“. Im T-Shirt mit einem Symbol der gewalttätigen griechischen Neonazi-Partei »Goldene Morgenröte» trat dort der Liedermacher »Fylgien« aus Berlin auf. Außerdem erwartete die Neonazis ein besonderes Gast: Der „Liedermacher Brad aus Wales“. Dahinter verbirgt sich der Gitarrist der britischen Neonaziband »Brutal Attack«, der außerdem bei den Rechtsrock-Bands »Celtic Warrior« und »Blackout« mitmischt. Neben »Skrewdriver« ist »Brutal Attack« eine der bekanntesten Bands aus dem Spektrum des in der BRD verbotenen internationalen Musiknetzwerk »Blood & Honour«. Anwesend waren bei der Feier neben AktivistInnen aus den regionalen »Aktionsgruppen« und der Partei »Die Rechte Braunschweiger Land« auch Anhänger von »Honour & Pride« und der bundesweit bekannte Neonaziaktivist Dieter Riefling aus Hildesheim.

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Neonazifeier von Silar in Koberg

Via „Indymedia“:

Gestern Abend, den 23.11.2013, lud Stefan Silar zu seinem 40. Geburtstag ein. Die Feier fand mit über 150 Neonazis in der Kneipe „Zum Koppelkaten“ in Koberg (Kreis Herzogtum Lauenburg) statt.

Stefan Silar ist seit fast 20 Jahren einer der Führungspersonen der Norddeutschen Neonaziszene und tritt als Veranstalter von Rechtsrockkonzerten auf. Weil er 1992 den Kapitän Gustav Schneeclaus totschlug, saß er eine mehrjährige Haftstrafe ab. Nach seiner Haftentlassung übernahm er eine Führungsposition in der „Blood and Honour Sektion Nordmark“. Nach dem Verbot von „Blood and Honour“ baute er den „Saalschutz Nordmark“ auf, die hauptsächlich Rechtsrockkonzerte absichern sollten. Häufig griff diese Struktur anwesende Antifaschist_innen und Presse bei Veranstaltungen an.

2005 wurde Silar im Prozess gegen eine „Combat 18″ Terrorzelle in Pinneberg mitangeklagt. In dem Verfahren wurde er beschuldigt rechte Versände um Schutzgeld erpresst zu haben. Mit diesem Geld sollten Terrorakte finanziert werden. Kurz bevor die Terrorzelle von der Polizei ausgehoben wurde, gab er dem Neonazis Klemens Otto einen Tipp, dass demnächst eine Razzia bei „C18″ Pinneberg anstehen würde. Im gleichen Jahr eröffnete er im Tostedter Ortsteil Todtglüsingen den Neonazishop „Streetwear-Tostedt“ und baute einen Anlaufpunkt der regionalen und überregionalen Neonaziszene auf. Um den Laden organisieren sich die Tostedter Kameradschaften „Gladiator Germania“ und der „Nationale Widerstand Tostedt“, diese Gruppen sind für diverse Übergriffe auf Menschen verantwortlich. Das Ladengeschäft in der Niedersachsenstraße wurde Anfang 2013 geschlossen, die Artikel werden aber weiterhin über die gleichnamige Internetseite vertrieben.
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Britta Oelschläger im Portrait – Umtriebe in der Neonaziszene

Via „Indymedia Linksunten“:

Britta Oelschläger ist seit dem Jahre 2006 als selbstständige „Freizeitfotografin“ in Hannover tätig. In der breiten Öffentlichkeit wurde sie als Werbeträgerin des Fußballvereins Hannover 96 bekannt. Als langjähriger Fußballfan ließ sie sich den Stadtplan von Hannover auf den Rücken tätowieren und posierte freizügig für die
Internetpräsenz von Hannover 96.

Zudem gewann sie erst am 04.09.2013 im Rahmen eines Fotowettbewerbs der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung den ersten Platz mit einem ihrer Fotos. Ihr Schwerpunkt liegt u.a. in der Fotografie von Hochzeiten, Pärchen, Einzelpersonen, Konzerten und
Bands, wobei sie sich auf den subkulturellen Bereich der Skinhead- und Tattooszene spezialisiert hat. Durch öffentliche Aufrufe im Internet sucht sie Amateurmodels für kostenlose Fotoshootings, um diese Fotos dann zu vermarkten. Neben gewöhnlichen Fotos finden sich jedoch auch zahlreiche Fotos von Personen der rechtsoffenen
Grauzone, sowie bundesweiten Neonaziszene…

Der komplette Artikel samt zahlreicher Fotos als PDF-Datei: https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2013/09/8541495952.pdf

Rechtsrock-Veranstalter wird Schlossherr

Via „Blick nach Rechts“:

Mitte der 1990er Jahre poste der Skinhead Oliver Malina noch für das Jugendmagazin „Bravo“. Jetzt erwarb er für 12 000 Euro ein Schloss.

Mit trotzigem Blick und zusammengekniffenen Lippen reckte der Glatzkopf den Stinkefinger in die Kamera. Er poste in schwarzer Bomberjacke für die Großaufnahme und prahlte gegenüber dem Reporter: „Wer mich anmacht, kriegt eins auf die Mütze“. So stand es in der „Bravo“ des Medienunternehmens Bauer aus München. Der damals 17-jährige Oliver Malina zählte später zur „Kameradschaft Salzgitter“ und danach als führender Kopf zur Organisation „Honour & Pride“, eine Neonazi-Truppe, die in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aktiv ist. Mittlerweile ist Malina einer der bekanntesten Rechtsrock-Veranstalter der Szene, mit über Tausenden von Besuchern allein bei Veranstaltungen in Nienhagen in Sachsen-Anhalt.

Seinerzeit war er nur der Glaserlehrling Olli aus Salzgitter, der der „Bravo“ cool davon erzählte, seit seinem zwölften Lebensjahr Skinhead zu sein und sich demnächst vor Gericht verantworten müsse, weil er einen Punker mit einem Baseballschläger niedergeschlagen hatte. Höhnend machte er sich über das Jugendstrafgesetz lustig, das sei total lasch, ihn erwartete demnach wohl nur eine Geldstrafe und „wenn´s hochkommt“ ein paar Sozialstunden im Altersheim. „Olli“ schilderte weiter, er fahre meistens in den Osten nach Halberstadt oder Werningerode, weil es dort mehr Skins gäbe. Lästerte in der „Bravo“ über „Kanaken“ und „Mischlingskinder“. Berichtete freimütig über „Psychos“ (Gymnasiasten) und „Scheitels“, den organisierten Neonazis, auf die er „überhaupt keinen Bock“ hatte. Für den Fotografen steckte er sich eine Zigarette an und saß breitbeinig mit dem Reporter auf einer Mauer. „Ich bin gerne besoffen und grabbele gern Weiber an“, wird er im Text zitiert. Außerdem habe er viele Schlägereien hinter sich und eines sei ihm wichtig: zur weißen Rasse zu gehören.

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Siehe auch: Nun also doch: Rechtsrock-Strippenzieher wird Schlossherr
Schloss geht doch an Neonazi

Schloss geht doch nicht an Neonazi

Der „MDR“ berichtet:

Das Schloss Groß Germersleben geht doch nicht an den rechtsextremen Konzertveranstalter Oliver Malina. Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Käufer habe den Preis nicht bezahlt. Die Versteigerung werde deshalb nun wiederholt. Die Frist, die 12.000 Euro zu bezahlen, ist am Dienstag ausgelaufen. Malina hatte Anfang April den Zuschlag für das Schloss in der Börde bekommen. Oschersleben hatte daraufhin befürchtet, dass das leerstehende Schloss zu einem Neonazi-Zentrum werden könnte.

Malina ist in der rechtsextremen Szene seit vielen Jahren aktiv. Besonders bekannt geworden ist er als Organisator von Konzerten mit Bands aus der rechtsextremen Szene. Zudem beteiligt er sich aktiv an Demonstrationen und knüpfte in der rechten Szene Kontakte vor allem zu dem verbotenen Netzwerk „Blood & Honour“.

Quelle

Nienhagen: Kritik nach Neonazi-Konzert

Via „Netz gegen Nazis“:

Nach dem Rechtsrock-Konzert in Nienhagen bei Halberstadt steht das Land Sachsen-Anhalt in der Kritik. Der Geschäftsführer des Vereins Miteinander, Pascal Begrich sagte dem MDR, die ehrenamtlichen Bürgermeister der kleinen Kommunen seien allein gelassen worden. Es sei ein Unterschied, ob Roland Kaiser ein Konzert gebe oder ob man mit einer Veranstaltung mit 1.500 Neonazis umgehen müsse. Ähnlich äußerte sich auch der Initiator der Bürgerinitiative „Nienhagen Rechtsrockfrei“, Hans-Christian Anders. Sachsen-Anhalt habe sich mittlerweile als Spielfeld für solche Konzerte regelrecht etabliert. (MDR Online) In Nienhagen hatten am Sonnabend 200 Menschen friedlich gegen das Rechtsrockkonzert protestiert. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt in Magdeburg hatte die Beschwerde des Landkreises zuvor zurückgewiesen. (Mitteldeutsche Zeitung)

Siehe auch: Braunes Musik-Event in Folge

(Hz) Malina findet Ausweichort – Rechtsrock-Party nun abermals in Nienhagen

Via „Indymedia Linksunten“:

Am 23. März 2013 erhielt Oliver Malina den Zuschlag für die Schlossruine in Groß Germersleben nahe Oschersleben mit angrenzenden 48.000 Quadratmeter Grundstück. Dass die Überreste des 1999 durch Brandstiftung fast komplett zerstörten Schlosses für ihn weniger interessant sind, war schnell klar, eignet sich das dazugehörige Gelände wegen seiner Fläche doch bestens für Konzerte der Größe, wie Malina sie schon öfter, zuletzt 2012 in Nienhagen (Harzkreis), durchführte. Die Anmeldung der „Skinhead Party“ für den 25. Mai 2013 war dann nur die logische Folge.

Das Entsetzen bei vielen Bürgern in Groß Germersleben, 530 Einwohner, war groß. Mit Hilfe aus Nienhagen formierte sich ein Bürgerbündnis. Dann wurde bekannt, dass es für den Konzertveranstalter Probleme mit der Anmeldung geben könnte, da das Gelände über keinen eigenen Zugang verfügt und nur über ein Nachbargrundstück betreten werden kann. Da so keine ausreichenden Fluchtwege zur Verfügung stehen würden, wurde die Veranstaltung nicht genehmigt und eine Anmeldung Malinas für Groß Naundorf (700 Einwohner, Landkreis Wittenberg), offenbar als Ausweichort für die geplante „Skinhead Party“, bekannt. Hier scheiterte es an der nicht gestellten Baugenehmigung. Eine Großdisko in Ballenstedt wurde als Ersatzmöglichkeit in Betracht gezogen. Auf Drängen der Stadt zog der Diskothekenbesitzer sein Angebot an Oliver Malina jedoch zurück.

Nun wurde es immer enger für den Veranstalter. Die Karten waren alle verkauft, die Marke „Skinhead Party“ stand auf dem Spiel. Mehrere tausend Euro Miete dürften schließlich den Besitzer der „Hopfendarre“ in Nienhagen nahe Halberstadt dazu bewegt haben, sein Versprechen an die Einwohner Nienhagens zu brechen, nämlich sein Grundstück in Zukunft nicht mehr an Neonazis zu vermieten. In den vergangenen Jahren fanden auf dem Gelände Slominskis bereits wiederholt von Malina organisierte rechte Konzerte statt.

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Siehe auch: Rechtsrock-Großevent in der Provinz: Zuhause ist´s doch am schönsten

Diskobetreiber zieht zurück: Wahrscheinlich kein Rechtsrock in Ballenstedt

Das in Ballenstedt in Sachsen-Anhalt geplante rechtsradikale Rock-Konzert wird voraussichtlich nicht stattfinden. Bürgermeister Michael Knoppik sagte dem MDR, der Inhaber einer Diskothek habe auf Drängen der Stadt sein Angebot an den Veranstalter Oliver Malina zurückgezogen. Möglicherweise kann Malina aber juristisch dagegen vorgehen. (MDR Online)

Siehe auch: Neonazi-Konzerte von Behörden verboten
Wahrscheinlich kein Rechtsrock in Ballenstedt

Hakenkreuzfahne, Hitlerbild und Liedermacher: Neonazis feiern Hitlers Geburtstag

Via „Recherche 38″:

Eine Hakenkreuzfahne an der Wand, daneben ein Porträt von Adolf Hitler: So trat am Samstag, den 20. April, bei einer kleinen Feier von Neonazis aus der Region der Wittenberger »Liedermacher Mario« auf, der sich seit einger Zeit auch »OIRAM« nennt. Der 20. April ist kein beliebiges Datum – es ist der Geburtstag von Adolf Hitler, den die Neonazis an diesem Tag feiern. An der „Hitler-Geburtstagsfeier“ beteiligten sich u.a. Aktivisten aus dem Spektrum von »Honour & Pride« und aus der »Aktionsgruppe 38« um das Braunschweiger Ehepaar Tatjana und Michael Berner.

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