Archiv der Kategorie 'Internationales'

Deutsche und polnische Neonazis verbrüdern sich

Sie verabreden sich zu Gewaltdemos und Neonazi-Konzerten: Deutsche und polnische Rechtsradikale arbeiten immer stärker zusammen. Kenner der Szene berichten über beunruhigende Aktionen.

Kaum ein anderer Ort steht so sehr für die deutsch-polnische Annäherung wie das in Niederschlesien gelegene Kreisau, das auf polnisch Krzyzowa heißt. Im November 1989 feierten hier der damalige Kanzler Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki, der erste nichtkommunistische Regierungschef Polens nach dem Zweiten Weltkrieg, eine Versöhnungsmesse.

Hier eröffnete 1998 die Internationale Jugendbegegnungsstätte, die nicht nur der deutsch-polnischen, sondern auch der europäischen Verständigung dient. Und dies an einem historisch symbolischen Ort. Das ehemalige Gut der Familie von Moltke war das Zentrum des Kreisauer Kreises, einer bürgerlichen Widerstandsgruppe gegen das Naziregime.

Doch ausgerechnet in der unmittelbaren Nachbarschaft fand kürzlich unter dem Motto „Night of Terror“ ein Konzert statt, das das Bundesamt für Verfassungsschutz veranlasste, Kontakt mit dem polnischen Inlandsgeheimdienst ABW aufzunehmen. Denn der Stargast des Konzerts war die Dortmunder Combo Oidoxie, eine Größe in der internationalen Neonazi-Szene, deren Umfeld auch Verbindungen zum NSU nachgesagt werden. Organisiert wurde das Konzert von der polnischen Sektion von Blood & Honour, einem internationalen rechten Netzwerk, das momentan eine Reorganisierung erlebt. Zu dem in dem Dorf Grodziszcze veranstalteten Konzert kamen rund 300 Neonazis aus Deutschland und Polen.

„In den letzten Jahren fand ein Dutzend solcher Neonazi-Konzerte in Polen statt“, heißt es in einer Erklärung des Bundesamts für Verfassungsschutz gegenüber dem SPIEGEL. Als Indiz für eine verstärkte Annäherung zwischen deutschen und polnischen Rechtsradikalen möchte der Verfassungsschutz das jedoch nicht deuten. „Die politischen und vor allem die historischen Differenzen sind noch zu groß“, so der Verfassungsschutz.

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Siehe auch: Blood & Honour: Neonaziści z południowej Polski – aktywni za przyzwoleniem władz

Deutsch-schwedische Vernetzungen

Das rechtsextreme schwedische Medienprojekt „Motgift“ lädt von Freitag bis Sonntag an nicht näher bezeichnetem Ort nach Thüringen ein.

Vom 24. bis 26. März will „Motgift“ (Gegengift) aus Schweden sein fünfjähriges Bestehen nicht in heimischen Gefilden, sondern in Thüringen feiern. Der genaue Ort wird nicht öffentlich benannt. Eingeladen wird unter anderem zu einem kulturhistorischen Ausflug, aber auch zu einem Live-Konzert.

Die Anreise der Teilnehmer soll bis Freitag mit dem Flugzeug über Berlin erfolgen. Von einer Hotelunterkunft ist die Rede. Die Tickets werden für 300 Euro beworben. Unter dem „Motgift“-Dach gibt es ein Online-Radioprogramm, Web-TV, Podcast-Sendungen, Auftritte in sozialen Medien, einen Blog, einen Buchverlag und -vertrieb sowie diverse Merchandisingartikel. Anfangs liefen die Online-Radiobeiträge noch unter dem Namen „Radio Framat“.

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Hammerskin-Konzert in Frankreich

Am Samstag, den 18.03.2017, versammelten sich über tausend Neonazis unter dem Motto „Defend Europe“ zu einem Rechtsrock-Konzert in einer Sporthalle in Heudicourt-sous-les-Côtes am Lac de Madine im Nordosten von Frankreich. Das Konzert organisierten die „Hammerskins“ mit Unterstützung durch das Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“. Deutsche und französische „Hammerskins“ schleusten hunderte Neonazis über Belgien nach Frankreich. Neben „Heiliger Krieg“ (Württemberg), „Division Germania“ (Mönchengladbach), „Blitzkrieg“ (Chemnitz) und „Squadron“ (Großbritannien) trat als Headliner die australische Band „Fortress“ auf.

Die „Blood & Honour“-Band „Fortress“ veröffentlichte ihr erstes Album 1992 bei dem deutschen Label „Rock-O-Rama Records“. Der „PC-Records“- Betreiber Yves Rahmel aus Chemnitz bewertete „Fortress“ am 16.12.2016 folgendermaßen: „Die kann man ruhig in einem Zug mit Skrewdriver nennen. Legendär und man schaut Vorraus der Dinge die da kommen!“. Auch der „Hammerskin“ Robert Kiefer schrieb begeistert: „Neue Kollektion von der Kultband Fortress aus Australien! Meiner Meinung nach einer der besten Bands überhaupt! Kann mich noch an ein Konzert 1999 bei Koblenz von ihnen erinnern! Tolle Zeit, tolle Musik!“

Aus einem Gespräch zwischen dem „Hammerskin“ und V-Mann Roland Sokol und dem Neonazi Michael „Mike“ Hansen geht hervor, dass Sokol bereits 2014 begann, den Auftritt der Band „Fortress“ zu planen. Hansen lebt seit Anfang 2013 in den USA, kommt ursprünglich aus Offenbach und war dort bei „Blood & Honour“ Hessen organisiert.

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MEANTRAITORS – psychobilly for rightwingers and nazi-skins on tour through Europe

The russian Psychobilly-Band THE MEANTRAITORS is touring through europa. The „2017 Spring-a-Bily-Tour“ started in Latvia on March 3rd and will be finshed in Krakow on April 9th. The first seven concerts were be played. But since some activists recognised who is coming to their cities and their clubs more and more concerts were cancelled because of the involvement of the band into the selfproclaimed unpolitical rock scene in Russia whic his well connected to the Rock-Against-Communism (RAC) and also the Blood & Honour network in Russia and Europe. It is really disturbing that a Band with very good contacts to rightwing subcultures and with rightwing fans is playing in alternative (White Trash / Berlin) or even communist (ARCI Camalli / Italy) and leftwing locations. It is aweful that a band like MEANTRAITORS which since the 90ies has no problem with RAC bands and fans can eash their brown attitude as unpolitical.

The background of the band MEANTRAITORS is in Russia well known. Since the late 90ies the band was involved into different controversial debates. The band played 1997 together with the RAC bands Sturm and Vandal in Moscow. Soon after that gig a concert with the russian Blood & Honour Band Kolovrat was planned. The leadsinger Stas Bogorad knew the nazi-band Kolovrat from the early 90ies, when he was one of the organisers of a concert for Kolovrat. The connection to rightwingers continues until today. In 2014 the band played a concert with the russian racist metal band Korroziya Metalla. The singer of this band was involved in different activities connected to nazis since the 90ies. But even more disturbing is that this band is using the nazi-symbol‚ black sun‘ in their band-logo. In december 2015 the MEANTRAITORS played with the right wing rock band Via Sboi from Sankt Petersburg which is part of the RAC movement in russia. So, the band MEANTRAITORS has no problem to party, to play and to organise concerts with RAC, Blood & Honour and other rightwing bands.

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Neofolk im rechten Umfeld

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

10.03.2017 – Griechenland (Athen) – In der griechischen Hauptstadt soll am Freitag und Samstag nächster Woche eine Zweitauflage des Festivals „Tenebrae De Profundis“ (Aus der Tiefe der Nacht) stattfinden.

Ein zweitägiges Neofolk-Festival am 17. und 18. März in Athen stellt auch diverse Künstler auf die Bühne, die in der Vergangenheit auf Events mit Strahlkraft bis weit hinein in den neurechten Dunstkreis aufgefallen sind. So soll unter anderem „Darkwood“, ein Musikprojekt um Henryk Vogel aus Dresden, bei der Zweitauflage der Veranstaltung unter dem Motto „Tenebrae De Profundis“ (Aus der Tiefe der Nacht) auftreten. Dazu gesellen sich mit „Sol Invictus“ und Andrew King britische Vertreter, die in ihren Beiträgen an historische rechte Kulturphilosophen wie Julius Evola und Ezra Pound erinnern und deren Gedankengut hoch halten. Es passt somit durchaus ins Bild, dass Tony Wakeford von „Sol Invictus“ früher Mitglied bei der National Front war.

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Weitere Rechtsrock-„Terror-Nacht“

24.02.2017 – Eine dritte Auflage der Rechtsrock-Reihe „Night of Terror“ wird für den 11. März in Osteuropa beworben.

Zwei Veranstaltungen der „Night of Terror“-Reihe fanden bisher in Polen statt, und auch die Informationsnummer für die dritte Auflage in 2017 stammt aus Polen. Angekündigt werden für den 11. März insgesamt fünf Bands aus vier Nationen.

Mit „Oidoxie“ aus dem Raum Dortmund sowie „Brainwash“ mit Mitgliedern aus Altenburg und Dresden werden auch zwei rechte Szene-Bands aus Deutschland aufgelistet. Die ostdeutsche Combo „Brainwash“ war bereits in den beiden Vorjahren bei der ersten und zweiten Auflage der jährlichen Reihe vertreten. Außerdem soll „Amok“ aus der Schweiz mit von der Partie sein. Die Eidgenossen um den bereits mehrfach verurteilten Kevin Gutmann gelten als Band aus dem „Blood&Honour“-Umfeld.

Die Bühne betreten soll ferner die 1998 gegründete Band „Sokyra Peruna“ aus Kiew. Die Ukrainer haben sich bereits an einem Sampler der B&H-Bewegung beteiligt. War zunächst aus Polen die Band „LTW“ („Legion Twierdzy Wroclaw“) beworben worden, wurde ihr Name inzwischen gegen die Combo „Obled“ ausgewechselt. Diese trat unter anderem im Rahmen eines internationalen Fußball-Hooligan-Turniers am 3. September 2016 in Wroclaw auf, an dem auch eine Mannschaft aus Dresden teilgenommen hat. (hf)

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Im Inneren von „Blood&Honour“

Eine unlängst bekannt gewordenen Veröffentlichung gewährt Einblicke in das Netz der konspirativ agierenden internationalen „Blood&Honour“-Bewegung.

Für bis dato nicht bekannte Einblicke ins Innenleben der „Blood&Honour“-Bewegung in Großbritannien sorgt eine unliebsame Veröffentlichung aus jüngster Zeit. Unlängst hat es ein unfreiwilliges Outing eines über 130-seitigen Fotoalbums aus B&H-Kreisen gegeben, das nun als Leak über das Internet abzurufen ist. Namentliche Zuordnungen der abgelichteten Personen geben auch regionale Bezüge preis beziehungsweise, mit welchen Aufgabenbereichen bestimmte B&H-Aktivisten betraut sind. So besitzt B&H beispielsweise eine eigens aufgestellte und bei Events einheitlich gekleidete Security-Truppe. Im Mutterland der logistischen Organisation für Rechtsrock-Konzerte auf dem gesamten Globus verfügt B&H über beinahe flächendeckende Strukturen.

Es sind nicht nur Porträtfotos von mehreren Dutzend Aktivisten, die jetzt publik gemacht wurden. Vor allem zeigen diese innerhalb ihrer Gemeinschaft umso offener ihre neonazistische Gesinnung. Gleich reihenweise sind Motive mit Hitlergrüßen zu sehen, die posierend gezeigt werden oder als „Stimmungsbarometer“ während der Konzerte betrachtet werden können – fast ausnahmslos in Begleitung sichtbarer alkoholischer Getränke. Und manch ein Abgelichteter ist mit T-Shirts zu sehen, die er wohl sonst nicht in der Öffentlichkeit anziehen würde. Etliche Aufnahmen sind bei den in der braunen Szene Kult besitzenden „Ian Stuart Donaldson-Memorial“-Festivals 2009 und 2016 entstanden.

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„Punk Front“ in Norditalien

21.02.2017 – Mailand – Für den 18. März kündigt die Gruppierung „Punks not red Italia“ ein Musik-Event in der Region Nord-Mailand an – mit dabei ist auch eine Berliner Combo.

Drei Bands, die der Musikrichtung „Rock Against Communism“ (RAC) zuzurechnen sind, wollen am 18. März in der Region Nord-Mailand aufspielen. Als Veranstalter agiert eine Gruppierung namens „Punks not red Italia“.

Angekündigt wird neben den beiden einheimischen Bands „Sumbu Brothers“ (Verona) und „Sud X.T.“ (Palermo) auch die Combo „Punk Front“ aus Berlin. Mit der Textzeile „Wir scheißen auf Rotfront und die verdammte Antifa“ aus ihrem Lied „100 % Hass“ machen sie keinen Hehl aus ihrer politischen Einstellung. Benannt haben die Berliner sich nach einer 1978 kurzzeitig in Großbritannien existierenden gleichnamigen Organisation rechtsgesinnter Punks, die die rechtsextreme National Front unterstützte. (hf)

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B&H-Event mit deutscher Handschrift

zur „Verteidigung Europas“ im März sind auch drei Bands aus Deutschland dabei.

Gleich drei deutsche Rechtsrock-Bands wollen Europa verteidigen; (Screenshot)
Wenn am 18. März fünf Bands unter dem Leitmotiv „Defend Europe“ auf die Bühne steigen, dann steckt einmal mehr inhaltlich wie logistisch eine maßgebliche deutsche Beteiligung hinter dem Event. Die Veranstaltung wird beworben für Western Europe, doch im Jahreskalender der international agierenden „Blood&Honour“-Bewegung wird Frankreich als Konzertort benannt. Im online abrufbaren Werbebanner für den Auftritt sind Kontakttelefonnummern angegeben: Zwei mit deutscher Vorwahl, eine mit einer niederländischen – ein durchaus brisantes Detail, ist doch die B&H-Sektion in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten.

Und auch gleich drei deutsche Bands wollen an besagtem Tag Europa verteidigen. Hinter „Division Germania“ steckt Andreas Koroschetz aus Mönchengladbach, der auch mit der „Hammerskin“-Bewegung in Verbindung steht. Aus Chemnitz kommen „Blitzkrieg“, die bereits seit 1999 aktiv sind und bereits 2014 in Finnland bei einem B&H-Konzert mit von der Partie waren. „Heiliger Krieg“ mit Sänger Max Hirsch ist ein Folgeprojekt der schwäbischen Combo „Race War“, deren Mitglieder im November 2006 vom Stuttgarter Landgericht wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt wurden.

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Rechtsrock-Bühne in Sachsen

01.02.2017 – Dresden – Bereits seit längerer Zeit wird für den 18. Februar ein internationales Rechtsrock-Event mit vier Bands beworben.

Die Dresdner Band „Stahlwerk“ ist am 18. Februar dabei; (Screenshot, Facebook)
Die Bühne soll dabei irgendwo in Sachsen stehen. Geplant ist der Auftritt von „Stahlwerk“ aus Dresden sowie „Sachsenblut“ aus Freiberg. Ferner aufgelistet werden die dem „Blood& Honour“-Netzwerk zuzurechnenden „Katastrof“ aus Nordostitalien sowie „Schmeichelstadt“ aus Tschechien.

Für Samstag, den 18. Februar laufen laut „Sächsischer Zeitung“ Planungen, dass in Dresden Neonazis um den stadtbekannten Maik Müller auf die Straße gehen wollen. Das terminliche Aufeinanderfallen könnte dabei durchaus gewollt sein. (hf)

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Braune Geburtstagsparty

03.01.2017 – Großbritannien (Coventry) – Am 28. Januar soll im britischen Coventry eine „Birthday-Party“ mit Rechtsrock-Bands aus Deutschland, Finnland und Schweden stattfinden.
Für das Rechtsrock-Event am 28. Januar in Coventry (West Midlands) ist auch die Stuttgarter Combo „Kommando Skin“ gelistet, die seit 1999 unter dem Namen aktiv ist. Neben einer schwedischen Band wurde zudem die finnische Gruppe „Mistreat“ aus Kouvola eingeladen. Diese hat sich bereits 1988 gegründet. Die Finnen waren am 1. Oktober 2016 der Haupt-Act beim „Hammerfest“ der US-amerikanischen „Hammerskin“-Bewegung in Georgia. (hf)

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Rechtsrockspektakel nahe Rom

20.12.2016 – Italien (Guidonia Montecelio) – Für den 7. Januar ist ein braunes Musik-Event mit einem „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt.

In Italien startet am ersten Samstag im Januar das Rechtsrock-Jahr mit einem Konzert in Guidonia Montecelio, einer Vorstadt von Rom. Neben den vier italienischen Bands „Gesta Bellica“ (Verona), „Nativi“, „DDT“ (beide Mailand) und „Hobbit“ (Perugia) wird seit längerem auch ein „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt, ohne den Namen preiszugeben. (hf)

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Martialisches „Asgardsrei“-Festival in Kiew

16.12.2016 – Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht am Sonntag auf dem Terminzettel von NSBM-Anhängern.

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Deutscher Rechtsrock bei „Hexagone“

02.12.2016 – Frankreich (Lyon) – Ein „White Christmas“-Konzert ist am 10. Dezember bei der französischen „Blood&Honour-„Division „Hexagone“ geplant

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Braune Töne auf dem Balkan

23.11.2016 – Bulgarien (Plovdiv) – Bei einem von „Blood&Honour“-Bulgarien organisierten Rechtsrock-Konzert am Samstag sind die brandenburgische Band „Exzess“ sowie eine weitere deutsche Band angekündigt.

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Internationaler „Blood and Honour“-Treff im Nazi-Clubhaus

Der kanadische Neonazi David Allan Surette alias „Griffin“ besuchte das neue Clubhaus der Neonazigruppe „Voice of Anger“ bei Memmingen. Bis zu 50 Personen nahmen an dem Treffen vergangenen Samstag teil.

Von Sebastian Lipp

Nach der Veranstaltung am 12.11. meldet die örtliche Polizei lapidar, es hätten sich „40 – 50 Personen von ‚Voice of Anger‘ und deren Umfeld (rechtsgerichtete Szene) in Memmingen – Ortsteil Hart“ in ihrem neuen Clubhaus getroffen. Dabei wird die tatsächliche Dimension des Treffens völlig verkannt. Die Polizei zeigte massiv Präsenz und versperrte sämtliche Zugänge, um die Teilnehmer vor Einlass einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Der Einsatz wurde vom Unterstützungskommando (USK) abgesichert. Das USK zählt zu den Spezialkräften mit besonderen Aufgaben der Bayerischen Polizei und wurde zur Bekämpfung von Schweren Ausschreitungen und zur Absicherung von Einsätzen mit besonders hohem Gefährdungspotential aufgestellt.

„Balladenabend“ mit „Vandale“

Unter den Neonazis befand sich David Allan Surette alias „Griffin“, der mit seinem Dudelsack zum „Balladenabend“ anreiste. Surette gründete 1992 in Kanada die Band „Aryan“ (englisch für Arier oder arisch), mit der er einen religiösen Rassismus besang, wie er auch vom „Ku-Klux-Klan“ oder „Aryan Nations“ gepredigt wird. Das erste Album erschien bei „Resistance Records“, dem Label des Frontmannes der Band „Rahowa“. Der Name steht für „Racial Holy War“, also „Heiliger Rassenkrieg“. Nach vielen Konzerten in den USA und Kanada soll er 1996 einer Einladung aus „Blood and Honour“-Kreisen nach Berlin gefolgt und einschlägige Kontakte ins Milieu geknüpft haben. Noch immer tritt „Griffin“ mit seiner inzwischen in „Stonehammer“ umbenannten Band oder Solo mit Dudelsack auf.

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Hassmusik aus drei Ländern

14.11.2016 – Polen (Wroclaw) – Bei einem Rechtsrock-Konzert am Samstag anlässlich des fünfjährigen Bestehens der polnischen Combo „LTW“ treten auch „Painful Awakening“ aus dem Raum Güstrow auf die Bühne.

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Konspiratives B&H-Event in Vorarlberg

20.10.2016 – Österreich (Feldkirch) – Auch im März fand ein geheimes internationales Neonazi-Konzert aus dem „Blood&Honour“-Umfeld in der Region unterhalb des Bodensees statt.

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150.000 € bei Rechtsrock-Konzert in der Schweiz – Geld landet auf Konto der Thüringer Neonazi-Szene

Am 15. Oktober 2016 fand in der Schweizer Region Toggenburg ein Konzert mit mehreren Tausend Neonazis statt, bei dem über 150.000 € durch Eintrittsgelder umgesetzt worden sein könnten. Beim Kartenvorverkauf wurde eine IBAN für Überweisungen verwendet, die zuletzt bei einem Neonazi-Konzert in Kirchheim (Thüringen) zum Einsatz kam.

Über 5.000 Besucher beim Konzert

Das Konzert in der Schweiz mit den Bands Stahlgewitter, Confident of Victory, Frontalkraft und Amok war zuvor für den Raum „Süddeutschland“ angekündigt worden. Besucher sollten sich am Nachmittag im Raum Ulm aufhalten, zuletzt kamen noch die extrem rechten Musiker Makks Damage und Ekzess dazu. Thüringen Rechtsaußen hatte vorab auf eine organisatorische Beteiligung von Neonazis aus Thüringen hingewiesen. Am Wochenende reisten mehrere Fahrgemeinschaften von Nord- bis Ostthüringen schließlich in die Schweiz, zuvor hatten auch Neonazis aus den Regionen Ballstädt und Saalfeld intensiv die Werbetrommel innerhalb der Szene gerührt.

ie „Brigade Werratal-Rennsteig“ aus Südthüringen plante bereits am 20. September 2016 ihre Anreise und suchte über Facebook nach Unterstützern, „starten soll die wilde Fahrt ab 8 oder 9 Uhr“ hieß es in dem kurzen Aufruf zum Flyer. Der aus Saalfeld stammende David Heinlein, der im Januar 2013 an einem versuchten Messerangriff beteiligt war, stellte seine Kontodaten für das große Konzert zur Verfügung. Interessierte Neonazis sollten auf Anfrage im Vorfeld 30 € auf seine IBAN DE38100100100012359123 bei der Postbank Berlin überweisen, wie eine „Reichsmusikkammer“ mitteilte.

Schweizer Medien berichten im Nachgang über 5.000 bis 6.000 Teilnehmer beim Konzert in Toggenburg. Ohne Kosten für Bands, Anreise, Miete und weitere Logistik dürfte der Umsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten daher bei mindestens 150.000 € liegen. Weitere Einnahmen werden bei solchen Konzerten vor allem durch den Ausschank von Getränken und den Verkauf von CDs und Kleidung generiert. Besucher des Konzertes in der Tennis- und Eventhalle von Unterwasser (Toggenburg) berichteten auf Facebook zudem, dass angeblich ein Bier 3,50 € und eine Wurst 5,00 € gekostet haben sollen.

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Braune Balladen bei der PNOS

19.10.2016 – Schweiz (Rapperswil) – Nur eine Woche nach der großen grenzüberschreitend organisierten Rechtsrock-Veranstaltung mit über 5000 Besuchern im Kanton St. Gallen soll es in der Ost-Schweiz am Samstag erneut musikalische Klänge aus der Neonazi-Szene geben.

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