Archiv der Kategorie 'Internationales'

RAC-Klänge in Belgien

Quelle: Der Blick nach Rechts

Belgien (Brügge) – Am Samstag sollen vier Bands bei einem internationalen Konzert der rechten Skinhead-Szene unter dem Motto „Live & Loud“ in Belgien aufspielen.

„Live & Loud“ am Samstag in Belgien; (Screenshot)
Mit vertreten ist am 29. September bei „Live & Loud“ auch das Kölner RAC-Quartett „Combat BC“. Der genaue Konzertort für den 29. September wird nicht mitgeteilt. Als Information zur Veranstaltung heißt es lediglich, sie soll etwa 15 Kilometer von Brügge stattfinden. Außerdem sollen dann noch „Thumbsrew“ aus Madrid, dazu „Retaliator“ aus der englischen Grafschaft Norfolk sowie deren Landsleute von „Indecent Exposure“ aufspielen, die sich bereits 1981 gründeten und nach mehrjähriger Pause seit 2015 wieder vereint sind.

Ursprünglich wurde das Konzert sogar vom „Blood&Honour“-Netzwerk beworben. Inzwischen ist der dazugehörige Flyer aber wieder von der B&H-Homepage verschwunden. (hf)

Braune Klänge aus drei Nationen

Quelle: Blick nach Rechts

An nicht näher bezeichnetem Ort in „Mitteldeutschland“ wird für Samstag ein Rechtsrock-Event mit einer italienischen, einer tschechischen sowie zwei deutschen Bands beworben.

Das international besetzte Rechtsrock-Konzert soll am 29. September unter der Losung „Live Love Burn Die“ stattfinden. Als Ort der braunen Musikveranstaltung wird mit der Angabe „Mitteldeutschland“ geworben.

Angekündigt werden dafür „Green Arrows“ aus Italien, die ihr neues Album vorstellen, ferner „Saubande“ aus der Tschechischen Republik. „Fight Tonight“ aus der Region Sangerhausen, die im Juni noch in Ungarn auftraten, gehören ebenso zum Line-Up wie „Freicore“, ein Musikprojekt, bei dem Mitglieder der Bands „Skalinger“ und „Path of Resistance“ aus Mecklenburg-Vorpommern zusammengefunden haben. Zum Programm des fusionierten Projekts gehören hauptsächlich Stücke der früheren Band „Freikorps“ aus Schleswig-Holstein.

Anfangs wurden für den Auftritt am 29. September „Painful Awakening“ aus dem Raum Güstrow beworben, ehe die Combo im Programm durch „Freicore“ ersetzt wurde. (hf)

Weiterlesen

„Kategorie C“ als „Anheizer“

Quelle: Blick nach Rechts

Auch die Bremer Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ will bei den gewalttätigen Straßenprotesten der rechten Szene wieder mitmischen – Ende September ist eine mehrstündige Kundgebung in Köthen angemeldet.

Die Reaktionen auf die Toten von Chemnitz und Köthen nach immer noch nicht geklärten Auseinandersetzungen mit Asylsuchenden haben die gewaltbereite rechte Szene noch einmal deutlich an Selbstbewusstsein gewinnen lassen. Zur Umsetzung des Gedankens, die Straße für sich in Besitz zu nehmen, wie vor allem in Chemnitz zeitweise geschehen, will auch die rechte Bremer Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ beitragen. Nach einem selbst komponierten Song auf die Ereignisse, bei dem textlich nur die beiden Städtenamen Chemnitz und Köthen ausgetauscht werden, und der Vorstellung des Liedes, soll dies nun auch live präsentiert werden. Dazu ist auf dem Markt in der rund 28 000-Einwohner-Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt nun am 29. September eine siebenstündige Kundgebung angemeldet. Die Event-Losung lautet „Köthen ist überall“.

Es soll ein Mix aus Musikbeiträgen und Reden werden. Erste Namen dafür sind bereits veröffentlicht. Zu den Personen, die den Kundgebungshinweis zuerst in Umlauf gebracht haben, gehört der Thüringer Neonazi-Gastwirt Tommy Frenck. Wie bereits bei den HoGeSa-Aufmärschen („Hooligans gegen Salafisten“) 2014 und 2015 rückt sich der Bremer Hannes Ostendorf mit seiner Band ins Rampenlicht. Auch 2014 hatte er eigens für die Kundgebung, die zu einer Randale-Demo ausartete, einen Song geschrieben. Der Schulterschluss innerhalb des extrem rechten Spektrums zeigt sich auch damit überdeutlich. Anlassbezogen wird ein Ereignis missbraucht, eine rassistische Stimmung auf der Straße anzuheizen.

Weiterlesen

Gedenkkonzert für Neonazi-Kultfigur

Quelle: Blick nach Rechts

Italien (Verona) – Die rechtsextreme Vereinigung „Veneto Fronte Skinheads“ lädt am Samstag zu einem internationalen Rechtsrock-Meeting nach Norditalien ein.

Der Todestag von Ian Stuart Donaldson am 24. September ist wie jedes Jahr seit seinem Ableben 1993 verbunden mit einer Reihe von Gedenkkonzerten der Rechtsrock-Szene. Das erste davon findet am 15. September im Raum Verona in Italien statt. Angekündigt dafür werden vier Bands, eine davon aus Baden-Württemberg.

Als Veranstalter tritt die rechtsextreme Vereinigung „Veneto Fronte Skinheads“ (VFS) auf, die seit vielen Jahren Rechtsrock-Konzerte organisiert und dazu stets auch internationale Bands einlädt. Unter anderem wird der Termin auch online auf der internationalen „Blood&Honour“-Homepage angezeigt. Das verwundert nicht, war Donaldson bis zu seinem tödlichen Verkehrsunfall doch nicht nur der Kopf der in braunen Kreisen beliebten englischen Band „Skrewdriver“, sondern auch Gründer der B&H-Bewegung, deren Sektion 2000 in Deutschland verboten wurde.

Für die Bühne in Norditalien zum internationalen Konzert sind die einheimischen Combos „Acciaio Vincente“ aus Mantova sowie „Nessun Pentimento“ vorgesehen. „Acciaio Vincente“ erinnert auf ihrer Facebook-Seite an ihren Auftritt beim NPD-Rechtsrock-Meeting „Tage der nationalen Bewegung“ Anfang Juni in Themar mit einem Foto und einem „Danke Thüringen!“. Bei „Nessun Pentimento“ handelt es sich um ein Musikprojekt aus den Bands „Nessuna Resa“ (Lucca) und „Onda Nera“ (Gaeta), was zusammen gefunden hat, weil „Nessuna Resa“s Leadsänger Adam Alexander Mossa eine achtjährige Haftstrafe antreten musste. Außerdem sollen am Samstag „Irreductibles“ aus Barcelona sowie „Heiliger Krieg“ aufspielen. Letztere sind die Nachfolgeband der in Deutschland als kriminelle Vereinigung eingestuften und verbotenen Gruppe „Race War“ aus dem Raum Schwäbisch Gmünd. Die Combo trat zuletzt am 24. August im sächsischen Torgau mit anderen Rechtsrock-Vertretern auf. (bnr.de berichtete)

International besetztes NSBM-Spektakel

Quelle: Blick nach Rechts

23.08.2018 – Ende August findet die vierte Auflage des zweitägigen Festivals „Apocalyptic Rites“ in Finnland statt. Einen Auftritt hat auch die deutsche Kultband „Absurd“.

In der neonazistischen Black Metal-Szene hat die deutsche Band „Absurd“ Kultcharakter. Ihr Bekannt- und Beliebtheitsgrad ist dabei international. Die Combo um ihre charismatische 42-jährige Führungsfigur Hendrik Möbus tritt bei der vierten Auflage des Festivals „Apocalyptic Rites“ am 31. August und 1. September in Finnland auf.

Dass der genaue Ort nicht öffentlich beworben wird, hat seine Gründe, denn es sind nicht nur „Absurd“, sondern auch etliche andere Bands, die nationalsozialistisches Gedankengut gutheißen und propagieren. Die Lokalität soll nach Angaben der Veranstalter nahe der internationalen Urlaubermetropole Tahko etwa 50 Kilometer vom Flughafen Kuopio liegen. In der Organisation des zweitägigen Meetings sind offenkundig NSBM-Musiker eingebunden.

Mit Sturmhauben maskiert auf der Bühne

In den vergangenen Jahren spielten lediglich finnische Bands auf dem Festival. So traten dort beispielsweise 2016 die einschlägigen NSBM-Combos „Goatmoon“ und „Horna“ auf. In diesem Jahr sind unter anderem die finnischen Bands „Aryan Hammer“, „Pagan Skull“, „Marder“ sowie „Circle of Dawn“ mit von der Partie. „Marder“ tritt in ganz Europa bei „Hammerskins“ wie „Blood&Honour“-Veranstaltungen auf. „Circle of Dawn“, die mit Sturmhauben maskiert auf die Bühne gehen, spielten bereits im April zusammen mit „Absurd“ in Norditalien beim jährlichen „Hot Shower“-Festival. (bnr.de berichtete) Einer, der dort als Strippenzieher fungiert, ist Il Colonnello, Sänger bei „Frangar“. Die Italiener gehören in Finnland ebenfalls zum Line-Up. Sie haben aktuell auf dem neuen Album der französischen Band „Baise Ma Hache“ mitgewirkt. Weiterer nichtfinnischer Act bei „Apocalyptic Rites“ ist das Musikprojekt „Zyklon SS“ des Briten Hal Hutchinson.

Bereits seit geraumer Zeit wird ein weiterer „Absurd“-Auftritt beworben. Möbus & Co. sollen am 16. Dezember neben anderen deutschen Bands beim „Asgardsrei“-Festival in Kiew aufspielen. Dort ebenfalls dabei: „Frangar“.

Ersatzveranstaltung nach Rechtsrock-Verbot

Quelle: Blick nach Rechts

Die dritte Auflage der von den Initiatoren so genannten Reihe „Rock gegen Überfremdung“ im thüringischen Mattstedt ist am Samstag zwar ausgefallen, ein Ersatzkonzert hat eineinhalb Autostunden entfernt dann aber doch beim Neonazi Tommy Frenck in Kloster Veßra stattgefunden. Dort haben sich allerdings weitaus weniger Besucher eingefunden.

Zuletzt frohlockte die rechte Szene, dass ihnen über das Versammlungsrecht solche Art von Musikveranstaltungen, die mit wenigen angemeldeten Redebeiträgen zu politisch stationären Kundgebungen deklariert werden, nicht untersagt werden können. Im Fall Mattstedt, wo mit mehreren Tausend Besuchern zu rechnen war, wurden nun aber erstmals per Eilentscheidung über das Verwaltungsgericht in Weimar Eigentumsrechte über die Versammlungsfreiheit gestellt. Die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße hatte das mehreren Privateigentümern gehörende Areal zum Schutz vor möglichen Beschädigungen sichergestellt und in amtliche Verwahrung genommen.

Sehr kurzfristig wurde den Veranstaltern um Anmelder Steffen R. nebst allen potenziellen Besuchern ein Betretungsverbot der Industriebrache auferlegt. Das sorgte dafür, dass nicht einmal die vor Ort aufgebaute Bühne samt Technik mehr abgebaut werden durfte. Der Abbau soll nun erst am heutigen Montag erfolgen. Bei R. handelt es sich um einen ehemaligen NPD-Kreistagskandidaten, der ansonsten eher die Öffentlichkeit scheut. Er gehört zum Zirkel der selbst ernannten „Turonen“, die sich auf die Ausrichtung und Durchführung von Rechtsrock-Konzerten konzentriert haben. Nicht R. verbreitete dann die Nachricht der Konzertabsage, sondern Sebastian Schmidtke, der NPD-Bundesorganisationsleiter.

Weiterlesen

Organisation und internationales Netzwerk: „Combat 18“ in NRW und Hessen

Quelle: Lotta-Magazin

Was lange als Vermutung im Raum stand, ist mittlerweile Gewissheit: In Deutschland ist erneut eine Organisation unter dem Namen „Combat 18 Deutschland“ (C18) aktiv, die Teil eines internationalen Netzwerkes ist, das sich 2012 unter der Parole „Reunion 28“ neu aufstellte. Internes Material und weitere umfangreiche Recherchen machen einen detaillierten Blick auf die C18-Sektionen in NRW und Hessen möglich.
Combat 18 transportiert über seinen Namen und seine gewaltvolle Geschichte das Image der reinen Lehre des Nationalsozialismus, des „Untergrundes“ und des „bewaffneten Kampfes“. Die Gruppe gründete sich Anfang der 1990er Jahre in England und übernahm dort schnell die Kontrolle über die Organisation Blood & Honour (B&H). Ihr Anführer William „The Beast“ Browning gelangte durch das Rechtsrock-Business zu einigem Wohlstand, aber ökonomische Interessen ordnete er seiner Politik unter. Diese war stets am terroristischen Konzept des „Leaderless Resistance“ ausgerichtet. Browning stand hinter einer Reihe von C18-Veröffentlichungen, in denen es von Morddrohungen nur so wimmelte und in denen neben Listen potenzieller Anschlagsziele auch Anleitungen zum Bombenbau abgedruckt waren, kommentiert durch Sätze wie: „Now you have the technology so bomb the bastards“. C18 kann in England mit einer Serie von Brandbombenanschlägen und körperlichen Angriffen auf Gegner*innen in Verbindung gebracht werden. Combat 18 wurde in der Folge ein internationales Label für Rechtsterrorismus und eine Inspirationsquelle für Neonazis, die sich über ihre Bezugnahme auf C18 als militanter Kern der Szene stilisierten.
William Browning ist eine Legende des Combat 18. Und er ist einer der Anführer des 2012 neu strukturierten Combat 18 und unverzichtbar für die Legitimation dieses Netzwerks. Brownings Bezüge nach Deutschland reichen bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück, als er intensive Kontakte zu Thorsten Heise pflegte. Heise und Browning woben in der Folge ein internationales Netz von B&H/C18-Gruppen, die in Konkurrenz zu einem anderen Teil von Blood & Honour traten. Zum Browning-Heise-Flügel zählten die Division von B&H/C18 in Skandinavien sowie die Aktiven von B&H in den Niederlanden und die BelgierInnen von B&H Vlaanderen, die 2006 wegen Vorbereitung von Terroranschlägen verhaftet wurden (vgl. LOTTA #60, S. 58f).
Auch im Rahmen des 2012 neu strukturierten C18-Netzwerks tritt Thorsten Heise immer wieder in Erscheinung. 2015 besuchte er den Divisionsleiter von Combat 18 Serbien und trat mehrfach auf Veranstaltungen des Schweizer C18-Ablegers auf. Am 28. Juli 2016 lud Blood & Honour Scandinavia zu seinem Sommerfest im schwedischen Sölvesborg. Nach einer Rede von Heise trat unter dem Namen Division Voran der Liedermacher Martin Krause aus Bad Doberan (bei Rostock) auf. Krause ist festes Bandmitglied von Oidoxie aus Dortmund. Eben dort waren im Juni 2016 Browning und Heise beim Aufmarsch zum „Tag der deutschen Zukunft“ zugegen, um sie herum bewegten sich zahlreiche Neonazis, die bereits in den 2000er Jahren mit Combat 18 in Verbindung gebracht werden konnten. Dies wurde von antifaschistischen BeobachterInnen als Hinweis auf ein internationales C18-Treffen an dem Wochenende gedeutet (vgl. LOTTA #64, S. 24ff).

Weiterlesen

Internationales RAC-Spektakel in Blackpool

Quelle: Blick nach Rechts

30.07.2018 – Großbritannien (Blackpool) – Das Seebad Blackpool in der Grafschaft Lancashire soll am Samstag Schauplatz für ein Konzert rechtsnationaler Skinheads sein.

Seit Jahren feiern Punks am ersten August-Wochenende ausgelassen in Blackpool, doch seit 2014 setzen Neonazis einen musikalischen Gegenakzent als Provokation. Dafür haben sie sich in der Stadt einen Klub ausgesucht, in dem sich auch schon die „British National Party“ für eine Konferenz getroffen hat.

In diesem Jahr sind am 4. August als RAC-Bands unter anderem „Code 1“ aus London, „Adverse Society“ mit Sänger Clive Thompson aus dem Raum Newcastle sowie „The Tenderizers“ aus dem belgischen Brügge,und „Combat BC“ aus Köln angekündigt. Am 31. März hatten „Combat BC“ und das Quintett aus Brügge bereits ein gemeinsames Konzert im belgischen Wingene bestritten, zu dem eigens ein gecharterter Bus mit Besuchern aus Deutschland gefahren ist.

In den Jahren zuvor steckte mit Jade Griffiths auch eine „Blood&Honour“-Aktivistin in den Event-Vorbereitungen für Blackpool. So verwundert es nicht, dass dadurch auch einschlägige RAC- und Neonazi-Bands wie die inzwischen aufgelösten „Pitbullfarm“ (Schweden) sowie die britischen Gruppen „Pressure 28“, „No Quarter“ oder „Tattooed Motherfuckers“ dort aufspielten. (hf)

Quelle

„Combat 18″: Maulhelden oder rechte Terroristen?

Quelle: Panorama

Der Verdacht erhärtete sich, als am 24. September 2017 zwölf Rechtsextremisten von der Anti-Terror-Einheit GSG9 am Grenzübergang im bayerischen Schirnding gestoppt wurden. Die Gruppe wollte aus Tschechien zurück nach Deutschland. In einem Auto finden die Polizisten Munition – in einer Sporttasche und einem Toastbrotbeutel zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Insgesamt sind es 26 Patronen, teils auch für Sturmgewehre geeignet. Der Fahrer des Kleinbusses ist Tobias V. Er gibt noch vor Ort zu, dass die Munition im Toastbrotbeutel von ihm ist. Die Tasche kann Stanley R. zugeordnet werden.

Waffentraining in Tschechien

Die Kontrolle an der Grenze war kein Zufall. Die Bundespolizei hatte einen Tipp vom Verfassungsschutz bekommen. Denn die zwölf Deutschen gehören mutmaßlich alle zur Neonazi-Gruppe „Combat 18 Deutschland“. Sie kamen von einem Waffentraining im tschechischen Cheb zurück, wie die „Süddeutsche Zeitung“ und NDR berichteten. Die Sicherheitsbehörden beobachten dieses Netzwerk sehr aufmerksam, halten es für potentiell gefährlich. Sogar bei einer Lagebesprechung im Bundeskanzleramt war das Aufgreifen dieser Gruppe Thema. Panorama und STRG_F haben den Schießstand, auf dem die Neonazis ihr Training laut Bayerischem Verfassungsschutz abgehalten haben sollen, besucht und stießen dort auf Nazi-Devotionalien. Eine Büste von Adolf Hitler und Symbolik der Waffen-SS wird dort zur Schau gestellt.

Weiterlesen

„Combat 18″ Reunion

Quelle: Exif Recherche

Im Jahr 2012 gründete sich die Neonaziorganisation «Combat 18» („Kampfgruppe Adolf Hitler“) Deutschland. «Combat 18» (C18) Deutschland ist die „autorisierte“ deutsche Division eines internationalen Netzwerks von C18-Gruppen, die sich als eine weltweite Bruderschaft verstehen und organisatorisch und sozial eng verbunden sind. Regionale Schwerpunkte in Deutschland bilden der Raum Dortmund, Ostholstein, Thüringen und Nordhessen. Von ca. 50 Personen lässt sich eine Mitgliedschaft in «Combat 18» Deutschland belegen. Dutzende weitere Neonazis tauchen regelmäßig in Personenzusammenhängen von «Combat 18» Deutschland auf und/oder beziehen sich auf die Organisation, doch bei ihnen fehlen Nachweise für eine Mitgliedschaft.

«Combat 18» Deutschland hat eine feste Organisationsstruktur. Ein Richtlinien-Papier, das im Stil einer Vereinssatzung gehalten wird, legt diverse „Bruderpflichten“, monatliche Treffen und Beitrittszahlungen, Aufnahme- und Ausschlusskriterien und sogar eine Kleiderordnung fest. Die Gründung von «Combat 18» auf internationaler Ebene im Jahr 2012 geschah unter dem Motto „Reunion 28“ – Wiedervereinigung. Mittlerweile gibt es in ca. 25 Staaten Divisionen. Tatsächlich ist «Combat 18» Deutschland die Weiterführung einer Struktur, die seit den 1990er Jahren existiert. Diese Struktur erlebte Flauten und Hoch-Zeiten, Umbrüche und personelle Fluktuation, wie es in vielen politischen Zusammenhängen passiert. Die „Reunion“ im Jahr 2012 ist je nach Sichtweise eine Reorganisierung, Wiederbelebung, Neustrukturierung und Neugründung.

«Combat 18» Deutschland versteht sich als das „originale“ «Combat 18» und hat das Selbstverständnis, der harte Kern und der bewaffnete Arm von «Blood & Honour» (B&H) zu sein – einer Organisation, die in Deutschland im 2000 verboten wurde. Die Gruppen des «Combat 18»-Netzwerkes nennen sich „B&H/C18“ und nutzen die Grußformeln „C18/28“ und „318/28“. 318 steht für C18, die 28 für BH, «Blood & Honour». Die Selbstsicherheit, mit der «Combat 18» Deutschland auftritt, ist nicht nur mit Naivität und den typisch neonazistischen Allmachtsphantasien zu erklären. Einzelne Führungspersonen sind erfahrene Leute, die die Grundregeln konspirativen Handelns durchaus kennen. Und doch agieren sie so, als ob ihnen nichts passieren könne. Warum?

Weiterlesen
Siehe auch: „Combat 18“-Reunion aufgedeckt

Deutsch-Amerikanischer Rechtsterror

Quelle: taz

In den USA wird die „Atomwaffendivision“ mit fünf Morden in Verbindung gebracht. Sie wirbt auch in Deutschland. Die Behörden sind ahnungslos.

„Der Nationalsozialismus lebt, trotz einer ganzen Welt, die ihn zerstören will“, ruft ein Mann mit Totenkopfmaske und Sonnenbrille in die Kamera. Dann sagt er: „Deutsche Freiheitskämpfer, folgt der Atomwaffendivision!“ In dem Video, das Anfang Juni auf einer US-Videoplattform hochgeladen wurde, beschwört er vor einer Hakenkreuzfahne stehend „den langen letzten Kampf in Trümmern“. „Sieg Heil!“ dröhnt er am Ende des Clips, ein Magazin wird in eine Pistole geschoben und durchgeladen.
Keine Minute ist das Video lang. Die Inszenierung wirkt überzeichnet, die politische Botschaft wird fast karikiert. Dabei ist sie eigentlich brandgefährlich: Die „Atomwaffendivision“ (AWD), 2013 durch Neonazis in den USA gegründet, ruft zum bewaffneten Kampf gegen die Demokratie und gegen Minderheiten auf. In Amerika haben Mitglieder der Gruppe bereits fünf Morde verübt und Bomben für den „Rassenkrieg“ gebaut. Jetzt will die AWD offenbar nach Deutschland expandieren.

Weiterlesen

Schlag gegen rechtsnationalistische Rocker

Quelle: Blick nach Rechts

10.07.2018 – Die militante türkisch-nationalistische Rockergruppe „Osmanen Germania“ wurde am Dienstag verboten.

Mit ihren bundesweit 1500 bis 2500 Mitgliedern gehören die „Osmanen Germania“ zu den gefährlichsten, schnell wachsenden Rockergruppen Deutschlands. Von ihrer Mitgliederstruktur her türkisch-nationalistisch geprägt gelten sie als enge Gefolgsleute Erdogans und verbinden milieuspezifische Kriminalität mit gezielter, sehr rechter Einschüchterungspolitik. Im März dieses Jahres gab es bereits in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg einen schweren Schlag der Sicherheitsbehörden gegen die Gruppierung. Nun hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die „Osmanen“ verboten.

Weiterlesen

Konzerte, Knarren, Kriminelle – RechtsRock in Thüringen

Quelle: Antifainfoblatt

Viele Beobachter waren überrascht, als der Richter im „Ballstädt-Prozess“ vor dem Landgericht Erfurt gegen 15 Angeklagte Urteile sprach, die teils deutlich über den Forderungen der Staatsanwaltschaft lagen. Dazu führten auch die „erheblichen strafrechtlichen Vorbelastungen“ und „das hohe Maß an krimineller Energie“, die das Gericht bei den meisten Angeklagten ausmachte.

Mitglieder von RechtsRock-Bands können ein hohes Maß an krimineller Energie aufweisen. Das zeigt eine Antwort der Thüringer Landesregierung aus dem Jahr 2013 zur Thüringer Band „Sonderkommando Dirlewanger“ (SKD) um den Neonazi Thomas Wagner. Ihre ehemaligen und aktiven Mitglieder wurden zwischen 1991 und Ende Januar 2010 in 34 Fällen verurteilt. Neben den einschlägigen Strafen gehörten zu den Delikten u.a. Raub in mehreren Fällen, Verstöße gegen das Waffengesetz, besonders schwerer Fall des Diebstahls und gefährliche Körperverletzungen.

Aus der RechtsRock-Band, die sich nach dem Kommandeur einer Sondereinheit der Waffen-SS benannte, die in großem Ausmaß an Verbrechen gegen die Menschheit beteiligt war, und aus ihrem Umfeld stammen die Täter des Neonazi-Überfalls auf eine Feier in Ballstädt, bei der im Februar 2014 zehn Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.1 Die Täter zogen vom „Gelben Haus“ in Ballstädt los, das zwei Neonazis 2014 gekauft hatten.

Ein hohes Ausmaß an krimineller Energie kann auch den Mitgliedern der Bruderschaft „Turonen“ attestiert werden, die seit 2015 verstärkt öffentlich auftritt und sich ebenfalls um die Neonazi-­Immobilie in Ballstädt gruppiert. Mindestens fünf Angeklagte im „Ballstädt-Verfahren“2 gehören zu dem Netzwerk, das RechtsRock-Konzerte organisiert und als Einlass- und Sicherheitsdienst bei Neonazi-­Veranstaltungen auftritt. Die Liste der Straftaten, die Mitgliedern der „Turonen“ zugeordnet werden, umfasst knapp 20 verschiedene Delikte, darunter „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“, „besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs“, „gefährliche Körperverletzung“ sowie „Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Spreng­stoff­gesetz“. Dazu kommen immer wieder Drogenfunde bei Hausdurchsuchungen.

Weiterlesen

Internationaler Rechtsrock zum Jubiläum

Quelle: Blick nach Rechts

Zum 25-jährigen Bestehen des RAC-Labels Tuono Records im oberitalienischen Vicenca spielt am 16. Juni auch die Bremer Hoolband „Kategorie C“ auf.

Das Label Tuono Records im italienischen Vicenza existiert mittlerweile seit 25 Jahren. Das Jubiläum wird zum Anlass für ein internationales Rechtsrock-Konzert am 16. Juni genommen. Neben drei einheimischen Bands werden das deutsch-britische Projekt „I.C.1.“ sowie „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ mit Hannes Ostendorf aus Bremen als internationale Acts beworben. Ostendorf hat gerade erst ein Soloalbum herausgebracht. „I.C.1.“ besteht aus dem Sänger der B&H-Band „Razors Edge“ sowie aus Musikern von „Carpe Diem“ aus Baden-Württemberg.

Das von Massimo Bellini, selbst Schlagzeuger, gegründete RAC-Label Tuono Records hat seinen Sitz in Vicenza und gehört unter das Dach der „Veneto Fronte Skinheads“ (VFS). Zum VFS-Clan gehört ebenso die Band „Gesta Bellica“, die auch beim silbernen Jubiläumskonzert dabei ist. Ferner sollen die „Sumbu Brothers“ aus Verona sowie „Psycho“ die Bühne betreten. Die „Sumbu Brothers“ verweisen auf ein gerade erschienenes Split-Album mit „Gesta Bellica“. (hf)

Quelle
Quelle

Rechter „Oi!“-Rock in Tschechien mit sechs Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Für den 16. Juni wird zu einer Streetkids-Party ins tschechische Brno eingeladen. Dabei sind Street- und Oi!punk-Combos, die sich in rechtsorientierten Kreisen bewegen oder eindeutig rechte Titel spielen.

Mit von der Partie unter den insgesamt sechs aufgelisteten Acts ist auch die Band „Kriegsberichter“ aus Magdeburg. Das Trio bezeichnet seine Musik als Hatepunk und hat im Vorjahr ein Album über das Label Feindkontakt Produktion (FK Produktion) aus Plauen vorgelegt. In dem Stück „Aufstand“ findet sich durchaus Militanz wieder, wenn es am Ende heißt: „Wir holen uns unser Land zurück, Krieg auf den Straßen!“ Bei FK Produktion nimmt man auch eine Versandtätigkeit wahr. Dort wird beispielsweise das rechtslastige 48-seitige Fanzine „Spektakuleer“ vertrieben.

Ebenfalls für Brno gebucht sind „Pressure 28“, langjährige RAC-Combo aus Großbritannien, „Riot Krew“ und „Shameless“ aus Frankreich sowie „Arrogants“ und „Operace Artaban“ aus Tschechien. Letztere haben quasi ein Heimspiel, kommen sie doch aus Brno. (hf)

Weiterlesen

Event für „NS Black Metal“-Fans

Quelle: Der Blick nach Rechts

Im tschechischen Nyrsko findet am 14. Juli wieder das „Eternal Hate“-Festival statt – Headliner in diesem Jahr ist eine Band aus der Ukraine.

Es ist bereits die 16. Auflage des „Eternal Hate“-Festivals, das am 14. Juli im tschechischen Nyrsko steigt, und es ist eine dauerhafte Adresse für Freunde des „NS Black Metal“ (NSBM). Ein Blick auf das Programm der vergangenen Jahre unterstreicht dies.

In diesem Jahr ist die aus dem rechten Lager kommende Combo „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine der Headliner. Doch auch die seit 1997 aktiven „Dark Fury“ aus dem polnischen Wroclaw sind in NSBM-Kreisen bestens bekannt und auf internationalen Bühnen präsent. Mitglieder der Band waren auch involviert in das RAC-Projekt „White Devils“. Wie in den Jahren zuvor ist auch eine deutsche Band eingeplant. Es handelt sich um „Nornir“ aus Freiberg, die bis dato nicht dem NSBM zuzurechnen sind, sich mit dem vorgesehenen Auftritt aber in musikalisch braunes Terrain begeben.

Hassmusik und Satanismus

Genau dort ist nämlich auch die tschechische Band „Sekhmet“ anzusiedeln. Ihr Hass auf Juden drückt sich im Lied „Zyklon B“ aus. Die Band spielte beispielsweise im September 2010 im thüringischen Kirchheim bei einem NSBM-Konzertabend. Hassmusik und Satanismus stehen auch bei der seit 1996 aktiven tschechischen Combo „Inferno“ um Sänger Adramelech auf der Visitenkarte. Die jüngste Albumveröffentlichung erfolgte über das in Sachsen-Anhalt beheimatete Label World Terror Committee (WTC) von Sven Zimper, der selbst viele Jahre NSBM-Musiker („Absurd“, „Wolfsmond“) war.

In den Vorjahren dienten NSBM-Bands wie „Graveland“ (2017), „Arkona“ (2016) und „Infernal War“ (2015) aus Polen oder „Ad Hominem“ (2014 und 2016) aus Frankreich als Festival-Zugpferde in Nyrsko. Combos, die schon seit geraumer Zeit aus guten Gründen, wenn überhaupt, dann nur noch konspirativ Bühnen in Deutschland finden. Deutsche Bands dieser auf Provokation und Tabubruch ausgerichteten Musikrichtung in der jährlichen „Eternal Hate“-Reihe wie „Askeregn“ (2014 und 2017), „Drudensang“ sowie „Schrat“ (beide 2017), „Permafrost“ (2016) und „Blutsturm“ (2015) zielen auch ganz klar auf deutsches Publikum ab.

Weiterlesen

„Blood&Honour“-Event in Rom

Quelle: Blick nach Rechts

Am Samstag findet ein international besetztes braunes Gedenk-Konzert für verstorbene Gesinnungskameraden statt – mit von der Partie ist auch „Die Lunikoff Verschwörung“.

Zu einem seit mehreren Jahren stattfindenden Memorial-Konzert für vier bei einem Autounfall verstorbene Aktivisten der rechtsextremen Szene wird mit „Die Lunikoff Verschwörung“ auch eine deutsche Rechtsrock-Band in Rom aufspielen. Terminiert wird der Auftritt der Berliner um Sänger Michael Regener für den 26. Mai.

Organisiert wird das braune Spektakel von der römischen Gruppierung „SPQR“, die dem italienischen Ableger des „Blood&Honour“-Netzwerks zuzurechnen ist. Zuletzt wurde beim NPD-Festival „Schild und Schwert“ in Ostritz ein Teilnehmer mit einem „Blood C 18 Honour Italia“ –Kapuzenpullover gesichtet, wobei „C 1“ für „Combat 18“ steht, dem gewaltbereiten, bewaffneten Arm der rechtsextremen Bewegung.

Weiterlesen

Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

Weiterlesen

Der Teufel marschiert inkognito

Quelle: Blick nach Rechts

Die italienische Combo „SPQR“ spielt im Rahmen einer Europatour am kommenden Wochenende an geheim gehaltenem Ort auf.

Ein oder zwei klandestin vorbereitete Rechtsrock-Konzerte mit der italienischen Band „SPQR“ an einem bislang geheimen Ort stehen am Wochenende 19./20. Mai in Deutschland an. Die Combo aus Rom, die zum Umfeld der gleichnamigen rechtsgerichteten Skinheadgruppe zählt, stellt ihre Tour unter das Motto „Der Teufel marschiert mit uns“.

Neben ihren selbst angekündigten Deutschland-Auftritten will sie neben einheimischen Gastspielen im September noch in Frankreich aufspielen. Zuletzt gab es im März eine Live-Darbietung im ungarischen Györ. (hf)

Quelle

Kämpfen für die Volksgemeinschaft

Quelle: Lotta-Magazin

In den letzten Jahren hat sich innerhalb der extremen Rechten eine eigenständige international vernetzte Kampfsport-Szene mit eigenen Marken, Veranstaltungen und Strukturen herausgebildet. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Netzwerk, das sich rund um das Event „Kampf der Nibelungen“ (KdN) gebildet hat.
Dass Neonazis verschiedene Formen und Arten von Kampfsport betreiben, stellt kein neues Phänomen dar. Kampfsport wird innerhalb der extremen Rechten nicht „nur“ auf einer individuellen Ebene betrieben, sondern auch von organisierten Strukturen durchgeführt. Beispielsweise in der 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), zu deren völkisch-rassistischer Kinder- und Jugendarbeit eine Vielzahl von Zeltlagern gehörten, in denen immer auch „sportliche Maßnahmen“ — inklusive des Erlernens von Kampfsporttechniken — angeboten wurden. Oder in den „Freien Kameradschaften“, wie dem Aktionsbüro Mittelrhein (ABM), dessen Mitglieder sich vor dem Koblenzer Landgericht unter anderem wegen der Bildung einer Kriminellen Vereinigung verantworten müssen. Im Prozess, der 2017 platzte und nun neu aufgerollt wird, kam zu Tage, dass regelmäßige Kampfsport-Trainings durchgeführt wurden, an denen Neonazis aus dem Rheinland teilgenommen haben. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Razzien gegen Mitglieder des ABM ein „Leitfaden für Aktivisten“ gefunden, der unter anderem den Besuch von Kampfsportschulen und die Weitergabe des dort Erlernten an „Kameraden“ propagiert.

Weiterlesen