Archiv der Kategorie 'Internationales'

Neofolk im rechten Umfeld

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

10.03.2017 – Griechenland (Athen) – In der griechischen Hauptstadt soll am Freitag und Samstag nächster Woche eine Zweitauflage des Festivals „Tenebrae De Profundis“ (Aus der Tiefe der Nacht) stattfinden.

Ein zweitägiges Neofolk-Festival am 17. und 18. März in Athen stellt auch diverse Künstler auf die Bühne, die in der Vergangenheit auf Events mit Strahlkraft bis weit hinein in den neurechten Dunstkreis aufgefallen sind. So soll unter anderem „Darkwood“, ein Musikprojekt um Henryk Vogel aus Dresden, bei der Zweitauflage der Veranstaltung unter dem Motto „Tenebrae De Profundis“ (Aus der Tiefe der Nacht) auftreten. Dazu gesellen sich mit „Sol Invictus“ und Andrew King britische Vertreter, die in ihren Beiträgen an historische rechte Kulturphilosophen wie Julius Evola und Ezra Pound erinnern und deren Gedankengut hoch halten. Es passt somit durchaus ins Bild, dass Tony Wakeford von „Sol Invictus“ früher Mitglied bei der National Front war.

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Weitere Rechtsrock-„Terror-Nacht“

24.02.2017 – Eine dritte Auflage der Rechtsrock-Reihe „Night of Terror“ wird für den 11. März in Osteuropa beworben.

Zwei Veranstaltungen der „Night of Terror“-Reihe fanden bisher in Polen statt, und auch die Informationsnummer für die dritte Auflage in 2017 stammt aus Polen. Angekündigt werden für den 11. März insgesamt fünf Bands aus vier Nationen.

Mit „Oidoxie“ aus dem Raum Dortmund sowie „Brainwash“ mit Mitgliedern aus Altenburg und Dresden werden auch zwei rechte Szene-Bands aus Deutschland aufgelistet. Die ostdeutsche Combo „Brainwash“ war bereits in den beiden Vorjahren bei der ersten und zweiten Auflage der jährlichen Reihe vertreten. Außerdem soll „Amok“ aus der Schweiz mit von der Partie sein. Die Eidgenossen um den bereits mehrfach verurteilten Kevin Gutmann gelten als Band aus dem „Blood&Honour“-Umfeld.

Die Bühne betreten soll ferner die 1998 gegründete Band „Sokyra Peruna“ aus Kiew. Die Ukrainer haben sich bereits an einem Sampler der B&H-Bewegung beteiligt. War zunächst aus Polen die Band „LTW“ („Legion Twierdzy Wroclaw“) beworben worden, wurde ihr Name inzwischen gegen die Combo „Obled“ ausgewechselt. Diese trat unter anderem im Rahmen eines internationalen Fußball-Hooligan-Turniers am 3. September 2016 in Wroclaw auf, an dem auch eine Mannschaft aus Dresden teilgenommen hat. (hf)

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Im Inneren von „Blood&Honour“

Eine unlängst bekannt gewordenen Veröffentlichung gewährt Einblicke in das Netz der konspirativ agierenden internationalen „Blood&Honour“-Bewegung.

Für bis dato nicht bekannte Einblicke ins Innenleben der „Blood&Honour“-Bewegung in Großbritannien sorgt eine unliebsame Veröffentlichung aus jüngster Zeit. Unlängst hat es ein unfreiwilliges Outing eines über 130-seitigen Fotoalbums aus B&H-Kreisen gegeben, das nun als Leak über das Internet abzurufen ist. Namentliche Zuordnungen der abgelichteten Personen geben auch regionale Bezüge preis beziehungsweise, mit welchen Aufgabenbereichen bestimmte B&H-Aktivisten betraut sind. So besitzt B&H beispielsweise eine eigens aufgestellte und bei Events einheitlich gekleidete Security-Truppe. Im Mutterland der logistischen Organisation für Rechtsrock-Konzerte auf dem gesamten Globus verfügt B&H über beinahe flächendeckende Strukturen.

Es sind nicht nur Porträtfotos von mehreren Dutzend Aktivisten, die jetzt publik gemacht wurden. Vor allem zeigen diese innerhalb ihrer Gemeinschaft umso offener ihre neonazistische Gesinnung. Gleich reihenweise sind Motive mit Hitlergrüßen zu sehen, die posierend gezeigt werden oder als „Stimmungsbarometer“ während der Konzerte betrachtet werden können – fast ausnahmslos in Begleitung sichtbarer alkoholischer Getränke. Und manch ein Abgelichteter ist mit T-Shirts zu sehen, die er wohl sonst nicht in der Öffentlichkeit anziehen würde. Etliche Aufnahmen sind bei den in der braunen Szene Kult besitzenden „Ian Stuart Donaldson-Memorial“-Festivals 2009 und 2016 entstanden.

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„Punk Front“ in Norditalien

21.02.2017 – Mailand – Für den 18. März kündigt die Gruppierung „Punks not red Italia“ ein Musik-Event in der Region Nord-Mailand an – mit dabei ist auch eine Berliner Combo.

Drei Bands, die der Musikrichtung „Rock Against Communism“ (RAC) zuzurechnen sind, wollen am 18. März in der Region Nord-Mailand aufspielen. Als Veranstalter agiert eine Gruppierung namens „Punks not red Italia“.

Angekündigt wird neben den beiden einheimischen Bands „Sumbu Brothers“ (Verona) und „Sud X.T.“ (Palermo) auch die Combo „Punk Front“ aus Berlin. Mit der Textzeile „Wir scheißen auf Rotfront und die verdammte Antifa“ aus ihrem Lied „100 % Hass“ machen sie keinen Hehl aus ihrer politischen Einstellung. Benannt haben die Berliner sich nach einer 1978 kurzzeitig in Großbritannien existierenden gleichnamigen Organisation rechtsgesinnter Punks, die die rechtsextreme National Front unterstützte. (hf)

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B&H-Event mit deutscher Handschrift

zur „Verteidigung Europas“ im März sind auch drei Bands aus Deutschland dabei.

Gleich drei deutsche Rechtsrock-Bands wollen Europa verteidigen; (Screenshot)
Wenn am 18. März fünf Bands unter dem Leitmotiv „Defend Europe“ auf die Bühne steigen, dann steckt einmal mehr inhaltlich wie logistisch eine maßgebliche deutsche Beteiligung hinter dem Event. Die Veranstaltung wird beworben für Western Europe, doch im Jahreskalender der international agierenden „Blood&Honour“-Bewegung wird Frankreich als Konzertort benannt. Im online abrufbaren Werbebanner für den Auftritt sind Kontakttelefonnummern angegeben: Zwei mit deutscher Vorwahl, eine mit einer niederländischen – ein durchaus brisantes Detail, ist doch die B&H-Sektion in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten.

Und auch gleich drei deutsche Bands wollen an besagtem Tag Europa verteidigen. Hinter „Division Germania“ steckt Andreas Koroschetz aus Mönchengladbach, der auch mit der „Hammerskin“-Bewegung in Verbindung steht. Aus Chemnitz kommen „Blitzkrieg“, die bereits seit 1999 aktiv sind und bereits 2014 in Finnland bei einem B&H-Konzert mit von der Partie waren. „Heiliger Krieg“ mit Sänger Max Hirsch ist ein Folgeprojekt der schwäbischen Combo „Race War“, deren Mitglieder im November 2006 vom Stuttgarter Landgericht wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt wurden.

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Rechtsrock-Bühne in Sachsen

01.02.2017 – Dresden – Bereits seit längerer Zeit wird für den 18. Februar ein internationales Rechtsrock-Event mit vier Bands beworben.

Die Dresdner Band „Stahlwerk“ ist am 18. Februar dabei; (Screenshot, Facebook)
Die Bühne soll dabei irgendwo in Sachsen stehen. Geplant ist der Auftritt von „Stahlwerk“ aus Dresden sowie „Sachsenblut“ aus Freiberg. Ferner aufgelistet werden die dem „Blood& Honour“-Netzwerk zuzurechnenden „Katastrof“ aus Nordostitalien sowie „Schmeichelstadt“ aus Tschechien.

Für Samstag, den 18. Februar laufen laut „Sächsischer Zeitung“ Planungen, dass in Dresden Neonazis um den stadtbekannten Maik Müller auf die Straße gehen wollen. Das terminliche Aufeinanderfallen könnte dabei durchaus gewollt sein. (hf)

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Braune Geburtstagsparty

03.01.2017 – Großbritannien (Coventry) – Am 28. Januar soll im britischen Coventry eine „Birthday-Party“ mit Rechtsrock-Bands aus Deutschland, Finnland und Schweden stattfinden.
Für das Rechtsrock-Event am 28. Januar in Coventry (West Midlands) ist auch die Stuttgarter Combo „Kommando Skin“ gelistet, die seit 1999 unter dem Namen aktiv ist. Neben einer schwedischen Band wurde zudem die finnische Gruppe „Mistreat“ aus Kouvola eingeladen. Diese hat sich bereits 1988 gegründet. Die Finnen waren am 1. Oktober 2016 der Haupt-Act beim „Hammerfest“ der US-amerikanischen „Hammerskin“-Bewegung in Georgia. (hf)

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Rechtsrockspektakel nahe Rom

20.12.2016 – Italien (Guidonia Montecelio) – Für den 7. Januar ist ein braunes Musik-Event mit einem „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt.

In Italien startet am ersten Samstag im Januar das Rechtsrock-Jahr mit einem Konzert in Guidonia Montecelio, einer Vorstadt von Rom. Neben den vier italienischen Bands „Gesta Bellica“ (Verona), „Nativi“, „DDT“ (beide Mailand) und „Hobbit“ (Perugia) wird seit längerem auch ein „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt, ohne den Namen preiszugeben. (hf)

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Martialisches „Asgardsrei“-Festival in Kiew

16.12.2016 – Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht am Sonntag auf dem Terminzettel von NSBM-Anhängern.

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Deutscher Rechtsrock bei „Hexagone“

02.12.2016 – Frankreich (Lyon) – Ein „White Christmas“-Konzert ist am 10. Dezember bei der französischen „Blood&Honour-„Division „Hexagone“ geplant

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Braune Töne auf dem Balkan

23.11.2016 – Bulgarien (Plovdiv) – Bei einem von „Blood&Honour“-Bulgarien organisierten Rechtsrock-Konzert am Samstag sind die brandenburgische Band „Exzess“ sowie eine weitere deutsche Band angekündigt.

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Internationaler „Blood and Honour“-Treff im Nazi-Clubhaus

Der kanadische Neonazi David Allan Surette alias „Griffin“ besuchte das neue Clubhaus der Neonazigruppe „Voice of Anger“ bei Memmingen. Bis zu 50 Personen nahmen an dem Treffen vergangenen Samstag teil.

Von Sebastian Lipp

Nach der Veranstaltung am 12.11. meldet die örtliche Polizei lapidar, es hätten sich „40 – 50 Personen von ‚Voice of Anger‘ und deren Umfeld (rechtsgerichtete Szene) in Memmingen – Ortsteil Hart“ in ihrem neuen Clubhaus getroffen. Dabei wird die tatsächliche Dimension des Treffens völlig verkannt. Die Polizei zeigte massiv Präsenz und versperrte sämtliche Zugänge, um die Teilnehmer vor Einlass einer genauen Kontrolle zu unterziehen. Der Einsatz wurde vom Unterstützungskommando (USK) abgesichert. Das USK zählt zu den Spezialkräften mit besonderen Aufgaben der Bayerischen Polizei und wurde zur Bekämpfung von Schweren Ausschreitungen und zur Absicherung von Einsätzen mit besonders hohem Gefährdungspotential aufgestellt.

„Balladenabend“ mit „Vandale“

Unter den Neonazis befand sich David Allan Surette alias „Griffin“, der mit seinem Dudelsack zum „Balladenabend“ anreiste. Surette gründete 1992 in Kanada die Band „Aryan“ (englisch für Arier oder arisch), mit der er einen religiösen Rassismus besang, wie er auch vom „Ku-Klux-Klan“ oder „Aryan Nations“ gepredigt wird. Das erste Album erschien bei „Resistance Records“, dem Label des Frontmannes der Band „Rahowa“. Der Name steht für „Racial Holy War“, also „Heiliger Rassenkrieg“. Nach vielen Konzerten in den USA und Kanada soll er 1996 einer Einladung aus „Blood and Honour“-Kreisen nach Berlin gefolgt und einschlägige Kontakte ins Milieu geknüpft haben. Noch immer tritt „Griffin“ mit seiner inzwischen in „Stonehammer“ umbenannten Band oder Solo mit Dudelsack auf.

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Hassmusik aus drei Ländern

14.11.2016 – Polen (Wroclaw) – Bei einem Rechtsrock-Konzert am Samstag anlässlich des fünfjährigen Bestehens der polnischen Combo „LTW“ treten auch „Painful Awakening“ aus dem Raum Güstrow auf die Bühne.

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Konspiratives B&H-Event in Vorarlberg

20.10.2016 – Österreich (Feldkirch) – Auch im März fand ein geheimes internationales Neonazi-Konzert aus dem „Blood&Honour“-Umfeld in der Region unterhalb des Bodensees statt.

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150.000 € bei Rechtsrock-Konzert in der Schweiz – Geld landet auf Konto der Thüringer Neonazi-Szene

Am 15. Oktober 2016 fand in der Schweizer Region Toggenburg ein Konzert mit mehreren Tausend Neonazis statt, bei dem über 150.000 € durch Eintrittsgelder umgesetzt worden sein könnten. Beim Kartenvorverkauf wurde eine IBAN für Überweisungen verwendet, die zuletzt bei einem Neonazi-Konzert in Kirchheim (Thüringen) zum Einsatz kam.

Über 5.000 Besucher beim Konzert

Das Konzert in der Schweiz mit den Bands Stahlgewitter, Confident of Victory, Frontalkraft und Amok war zuvor für den Raum „Süddeutschland“ angekündigt worden. Besucher sollten sich am Nachmittag im Raum Ulm aufhalten, zuletzt kamen noch die extrem rechten Musiker Makks Damage und Ekzess dazu. Thüringen Rechtsaußen hatte vorab auf eine organisatorische Beteiligung von Neonazis aus Thüringen hingewiesen. Am Wochenende reisten mehrere Fahrgemeinschaften von Nord- bis Ostthüringen schließlich in die Schweiz, zuvor hatten auch Neonazis aus den Regionen Ballstädt und Saalfeld intensiv die Werbetrommel innerhalb der Szene gerührt.

ie „Brigade Werratal-Rennsteig“ aus Südthüringen plante bereits am 20. September 2016 ihre Anreise und suchte über Facebook nach Unterstützern, „starten soll die wilde Fahrt ab 8 oder 9 Uhr“ hieß es in dem kurzen Aufruf zum Flyer. Der aus Saalfeld stammende David Heinlein, der im Januar 2013 an einem versuchten Messerangriff beteiligt war, stellte seine Kontodaten für das große Konzert zur Verfügung. Interessierte Neonazis sollten auf Anfrage im Vorfeld 30 € auf seine IBAN DE38100100100012359123 bei der Postbank Berlin überweisen, wie eine „Reichsmusikkammer“ mitteilte.

Schweizer Medien berichten im Nachgang über 5.000 bis 6.000 Teilnehmer beim Konzert in Toggenburg. Ohne Kosten für Bands, Anreise, Miete und weitere Logistik dürfte der Umsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten daher bei mindestens 150.000 € liegen. Weitere Einnahmen werden bei solchen Konzerten vor allem durch den Ausschank von Getränken und den Verkauf von CDs und Kleidung generiert. Besucher des Konzertes in der Tennis- und Eventhalle von Unterwasser (Toggenburg) berichteten auf Facebook zudem, dass angeblich ein Bier 3,50 € und eine Wurst 5,00 € gekostet haben sollen.

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Braune Balladen bei der PNOS

19.10.2016 – Schweiz (Rapperswil) – Nur eine Woche nach der großen grenzüberschreitend organisierten Rechtsrock-Veranstaltung mit über 5000 Besuchern im Kanton St. Gallen soll es in der Ost-Schweiz am Samstag erneut musikalische Klänge aus der Neonazi-Szene geben.

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Rechtsrock aus zwei Ländern

Via der „Blick nach Rechts“:

02.08.2016 – Am 20. August soll an nicht näher bezeichnetem Ort vermutlich in Polen ein Konzert unter dem Motto „Polnisch-deutscher Widerstand“ stattfinden.

Dass sich polnische und deutsche Rechtsrock-Bands im August zusammentun und gemeinsam ihre neonazistischen Musikbotschaften verbreiten, hat wie in den Vorjahren auch 2016 wieder Bestand. Für den 20. August wird unter dem Motto „Polnisch-deutscher Widerstand“ ein Konzert mit mehreren Acts in „Osteuropa“ beworben, wobei eine angegebene Kontakttelefonnummer für die Veranstaltung in Polen beheimatet ist. Neben „Sturmbrüder“ aus dem Raum Stuttgart, „Verboten“ und „Sista Bataljen“ sind die polnischen Combos „LTW“, „Odwet“ und „Nordica“ aufgelistet. Zudem wird für den Samstag eine Überraschungsband angekündigt. (hf)

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Französische Rechtsrocker auf Tour

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

14.07.2016 – Halle/Saale – Am heutigen Donnerstag hat sich kurzfristig die französische Band „In Memoriam“ für ein Konzert in Halle an der Saale angekündigt. Der genaue Konzertort wird nicht preisgegeben.

Die Combo gehört in Frankreich zu musikalischen Veteranen einer nationalistisch-patriotischen Ausrichtung, die zugleich viele Anhänger in der stramm rechten Szene wie auch speziell innerhalb der rechtsintellektuellen „Identitären Bewegung“ hat. Zwischenzeitlich hatte sich die Band fast zehn Jahre lang aufgelöst, ist aber seit 2012 wieder aktiv. Sie gab beim jährlichen Festival samt Kampfsportevent „Tana delle Tigri“ von der elitären Kulturfaschismus propagierenden Organisation „Casa Pound“ in Italien ihr Comeback. Genau dort trat sie auch in diesem Jahr am 21. Mai bei der mittlerweile achten Auflage der besagten Festivalreihe in Rom auf.

„In Memoriam“ hatte 1999 im Kosovokrieg für Serbien Partei ergriffen und spielte live in Belgrad. Bei einem Blick auf die Facebook-Seite der französischen Rechtsrocker findet sich auch eine Huldigung für den im Mai 1994 während einer mit Ausschreitungen verbundenen neonazistischen Demonstration in Paris zu Tode gekommenen Sebastien Deyzieu, der seitdem in der rechten Szene als Märtyrer gilt und an dessen Tod in Frankreich jedes Jahr mit Aktionen und Bekundungen erinnert wird.

Anfang des Jahres trat das Sextett auf Einladung der rechtsgerichteten flämischen Initiative mit dem so unverfänglich klingenden Namen „Identität, Musik & Kultur“ in Belgien auf, die im Dezember 2014 bereits den deutschen rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke für ein Gastspiel eingeladen hatte. Nach der geplanten heutigen Stippvisite in Sachsen-Anhalt wollen die Franzosen am morgigen 15. Juli bei einem rechtsgerichteten Tagesfestival in Brno/Tschechien spielen, wiederum einen Tag später sind sie in Kepa bei Zytno bei einem auch über „Blood&Honour“ beworbenen dreitägigen international besetzten Festival in Polen angekündigt. Für die dortige vierte Festivalausgabe findet sich am morgigen 15. Juli auch die rechtsextreme Hooligan-Band „Kategorie C“ aus Bremen im Programm. (hf)

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Spurensuche im rechten Söldner-Milieu

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Das Aufleben der rechten Bewegung motiviert altbekannte Akteure der Neonaziszene wieder politisch aktiv zu werden. Starke Anziehungskraft scheinen vor allem die LEGIDA-Aufmärsche in Leipzig zu haben, die zum Tummelplatz der sächsischen Neonaziszene avanciert sind. Dort ließ sich am 14. September 2015 in vorderster Reihe auch der Geschäftsmann, ehemalige Funktionär der „Republikaner“ und früherer Reisender in Kriegs- und Krisenregionen Reinhard R. blicken. Lange war er öffentlich nicht politisch in Erscheinung getreten. Sein Auftritt überrascht: Reinhard R. versuchte in den vergangenen Jahren mehrfach durch Unterlassungsklagen seinen Namen aus der Berichterstattung über die Neonaziszene verschwinden zu lassen, auch aus früheren Artikeln des Antifaschistischen Infoblatt (AIB). Sein Wiederauftauchen an prominenter Stelle und seine wiederholten Klagen gegen antifaschistische Berichterstattung waren für uns Anlass auf Spurensuche in seinem rechten Netzwerk zu gehen. Reinhard R. selbst und zwei seiner Weggefährten, den Neonazis und mutmaßlichen Söldnern Hans-Jörg Schimanek und Nicolas Peucelle, wollen wir dabei besondere Aufmerksamkeit schenken.

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Pastörs auf italienischer Bühne

Via der „Blick nach Rechts“:

27.06.2016 – Italien (Verona) – Ein internationales Festival aus dem rechten Spektrum mit Reden, Sportaktivitäten, Rechtsrock-Musik und Campingmöglichkeit ist für dieses Wochenende am Gardasee in der Nähe von Verona angesetzt. Zu dem Spektakel werden auch deutsche Gäste angekündigt.

Die Zusammenkunft in Norditalien Anfang Juli läuft unter dem Namen „Festival Boreal“ und fand erstmals 2012 in Ungarn statt – übrigens unter Beteiligung der rechtsextremen Bremer Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. Im Folgejahr gab es dann ein entsprechendes Meeting in der Nähe von Mailand. 2014 und 2015 wurde hingegen pausiert. Nun steigt also vom 1. bis 3. Juli eine dritte Auflage.

Einen bedeutsamen Teil der Veranstaltung an diesem Wochenende nimmt eine Kundgebung mit diversen Rednern rechtsextremer Parteien ein, die sich wiederum in der Europapartei „Alliance for Peace and Freedom“ (AFP) zusammengeschlossen haben. Dazu gehört auch die NPD, die durch den Fraktionsvorsitzenden aus Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, vertreten sein wird. Gelistet werden neben Pastörs noch Daniel Carlsen (Danskernes Parti, Dänemark), Toroczkai Laszlo (Jobbik, Ungarn), Nick Griffin (ehemals Vorsitzender der British National Party) sowie Roberto Fiore (Forza Nuova, Italien). Letzterer ist seit 2015 Vorsitzender der AFP.

Musikalisch beworben werden die italienischen Combos „Legittima Offesa“, „Sumbu Brothers“, „RDD“, „Hobbit“ und „Gesta Bellica“. Für internationale Klänge verantwortlich sind „Post Mortem“ aus Spanien sowie das Quartett „Naked But Armed“ mit Bandmitgliedern aus Baden-Württemberg.

Um sich auch die Teilnahme von Fußballfans zu sichern, wird an dem Wochenende auch die Übertragung der aktuell anstehenden Viertelfinalspiele auf einer Großleinwand angeboten. Dass die Veranstalter dabei mit dem offiziellen Logo der Fußball-EM und mit dem jeweiligen Firmenlogo der Marken Guinness und Löwenbräu als offizielles Festivalbier werben, ist allerdings zumindest für den Ruf der bekannten Getränke befremdlich. (hf)

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