Archiv der Kategorie 'Internationales'

Ostritz: die Propagandashow der NPD

Quelle: Störungsmelder

Die NPD lädt ein – und 1.000 Neonazis folgen: Im sächsischen Ostritz haben Rechtsextreme an diesem Wochenende hemmungslos gefeiert. Das Festival wird zu einer großen Werbeveranstaltung der Nazipartei.

Als sich am Samstagnachmittag die Tore zum Hotel Neißeblick im sächsischen Ostritz öffnen, strömen Reporter ohne Sinn und Verstand hinein. Auf dem Gelände vor der Herberge steht ein Tisch, 80 Journalisten drängeln und schubsen. „Ich stand hier aber eher!“, brüllt einer von ihnen einen anderen an. Kollegen müssen die Kontrahenten trennen.

An dem Tisch sitzt ein Mann und bittet um Ordnung: Thorsten Heise, Neonazi, NPD-Politiker und Veranstalter des rechtsextremen Netzwerktreffens Schild und Schwert. An diesem Wochenende lockt das Festival nach Polizeischätzungen rund 1.000 Neonazis in das Städtchen an der Grenze zu Polen. Mit Rechten, Gegendemonstranten und Polizisten platzt der 2.400-Einwohner-Ort aus allen Nähten.

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Siehe auch: Volksfest für Rechtsaußen
„Schild und Schwert“-Festival in Ostritz: Unter Belagerung
Wellness für Neonazis

Bildergalerien:
Presseservice Rathenow

Neonazi-Musikfestivals in Polen

Quelle: Neues Deutschland

Es klingt paradox: Trotz der Schrecken des Zweiten Weltkrieges werden Musikfestivals mit Nazi-Symbolik mitten in Polen organisiert. Bei solchen Veranstaltungen spielen Bands mit rassistischen und antisemitischen Inhalten – ein verstörendes Zeichen für den Anstieg von Fremdenfeindlichkeit in der polnischen Gesellschaft. Solche Bezüge finden sich in den Liedtexten, auf den Albumcovern und auch in der visuellen Gestaltung der Konzerte.

Mit etwa eintausend Besuchern zählt das Festival »Adlernest«, das jedes Jahr in der ersten Julihälfte im Dorf Kępa in der Region Łódź stattfindet, zu den wichtigsten regelmäßigen Musikevents des rechten Spektrums in Polen. Der Privatsender TVN berichtete in einer vielbeachteten Sendung über das Event. Offiziell handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der Bands patriotische und »identitätsstiftende Inhalte« verbreiten.

Tatsächlich aber zieht Kępa Musikgruppen an, die eng mit dem Neonazi-Milieu aus ganz Europa verbunden sind, darunter die Bands »Obłęd«, »LTW« und »All Bandits«. Neben dem Hören von Musik können Besucher auch Bücher und andere Utensilien kaufen, die rechtsextreme oder nationalistische Ansichten bewerben. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Festivalbetreiber wegen des Verdachts der Propagierung eines faschistischen Regimes.

Ein anderes Beispiel sind Konzerte in Głuszyca in der Woiwodschaft Niederschlesien. Am 7. März 2015 traten hier Bands wie die deutschen »Strafmass« und »Brainwash« sowie die estnische Band »Preserve White Aryans« auf, die Verbindungen zur rechtsextremen Organisation »Blood & Honour« haben. Auf den CD-Covern dieser Gruppen findet man unter anderem ein Abbild von Rudolf Heß, die Texte loben die »weiße Rasse«.

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ABW poluje na faszystów z Dzierżoniowa. Antyterroryści i kilkuset policjantów kryminalnych w akcji

Schwerer Polizeieinsatz mit Antiterroreinheiten heute Abend gegen Blood&Honour-Nazi-Konzert „Night of Identity“ in Dzierżoniów bei Wrocław/PL.
Konzert organisiert von Gruppe Club 28. Mehrere Festnahmen wg. Drogenbesitz. Ausrichter konnten wohl entkommen:

36Kilkuset dolnośląskich policjantów wspierało w sobotę wieczorem funkcjonariuszy Agencji Bezpieczeństwa Wewnętrznego, którzy przybyli do Dzierżoniowa, by nie dopuścić do neonazistowskiego koncertu.

Lokalni neonaziści, zgrupowani w nieoficjalnej organizacji Club 28 (cyfry symbolizują litery alfabetu B i H, jak Blood and Honour – działająca na całym świecie faszystowska międzynarodówka), przechytrzyli prawie wszystkich. Najpierw – kilka miesięcy temu zapowiedzieli – swoją imprezę pod hasłem „Noc tożsamości” w internecie. Potem poinformowali o jej odwołaniu.

Jednym z powodów odwołania miał być odbywający się na polskiej granicy, w niemieckim Ostritz, festiwal „Schild und Schwert”, na którym grały w sobotę największe gwiazdy niemieckiej odmiany brunatnego rocka – m.in. zespół Oidoxie, który rok temu, na zaproszenie Clubu 28, grał na koncercie we wsi Grodziszcze pod Świdnicą. Ale po cichu cały czas przygotowywali swoją imprezę w Dzierżoniowe. To właśnie z tym dolnośląskim miasteczkiem związani są doskonale znani służbom Krzysztof S., ps. „Słowik”, i Piotr G., ps. „Dziki” (to brat aresztowanego niedawno za wyprowadzanie pieniędzy z dolnośląskiego PCK radnego PiS Jerzego G.). Obaj byli już w przeszłości karani za gloryfikację nazizmu i nawoływanie do nienawiści wobec osób o innym kolorze skóry, narodowości i wyznaniu. A dziś przewodzą polskiemu Clubowi 28.

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Antifa Meran verurteilt Konzert auf Schloss Runkelstein

Quelle: Südtirol News

Bozen/Meran – Die Antifa Meran kritisiert die Genehmigung für einen Auftritt der Band „Comgagnia dell’anello“ in den Räumlichkeiten der Gemeinde Bozen auf Schloss Runkelstein heftig.

Die Band wurde bereits in den 70-er Jahren von Mitgliedern der Fronte della Gioventù, dem Jugendableger der postfaschistischen MSI, gegründet. Wie die Antifa die Band zitiert, habe die Gruppe angefangen, Lieder zu schreiben, weil „für die Faschisten niemand singen würde“.

„Diese Aussage lässt keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Gruppe. Und das heißt: Sie hat nichts in Räumlichkeiten der Stadt Bozen zu suchen“, so die Antifa Meran.

Dieses Konzert stelle einen weiteren Versuch der Neofaschisten dar, durch ein auf den ersten Blick harmloses Musikfest rechtsextreme Propaganda zu betreteiben. Es sei skandalös, dass die Gemeinde Bozen ihre Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellt.

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Siehe auch: Faschisten auf Schloss Runkelstein

Zu diesen Bands wollen Neonazis in Ostritz „abhitlern“

Quelle: Beltower News

Am kommenden Wochenende wollen Neonazis im sächsischen Ostritz Hitlers Geburtstag feiern. Neben Tattoo-Convention, einem „Kampf der Nibelungen“ „politischen“ Redebeiträgen, werden auch Band auftreten.

Von Samira Alshater

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild & Schwert“ im „Hotel Neißeblick“ stattfinden. Weder Datum noch Ort dürften zufällig gewählt sein. Besonders die recht hochkarätigen Bands dürften viele Neonazis – auch aus dem Ausland – an Hitlers Geburtstag nach Sachsen mobilisieren.

Besonders brisant ist, dass das internationale, ultra-rassistische Netzwerk „Blood & Honour“ (B&H) für das Hass-Festival wirbt. Dazu passt, dass viele der in Ostritz auftretenden Bands ebenfalls aus dem „Blood & Honour“-Umfeld kommen.

„Blood & Honour“ dient dazu, ein profitables Geschäft – Musik, Konzerte, rechtsextreme Erlebniswelt – aufzuziehen und zu dominieren. Obwohl das Netzwerk in Deutschland verboten ist, gibt es bis heute in der Bundesrepublik Bands, Musikproduzenten, Versände und Personen-Zusammenschlüsse, die dem internationalen B&H-Netzwerk angeschlossen sind. Die Einnahmen durch das Musikgeschäft fließen zurück an die Neonazi-Szene. Einer der größten Nutznießer dürfte der ebenfalls verbotene und dennoch bewaffnete Arm „Combat 18“ sein. Ziel dieser Gruppierungen ist die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung.

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Was deutsche und polnische Neonazis eint

Quelle: Deutschlandfunk

Zum Rechtsrock-Festival im sächsischen Ostritz werden auch polnische Neonazis erwartet. In der rechten Szene gebe es gute Kontakte zwischen Deutschland und Polen, sagte Danilo Starosta vom Kulturbüro Sachsen im Dlf. Ihr gemeinsamer Feind: der Islam und die Zuwanderer.

Das sogenannte Schild-und-Schwert-Festival soll am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, in Ostritz in Sachsen beginnen. Anreisen werden dabei wohl auch etliche Rechtsextreme aus dem Nachbarland Polen. Das könnte man befremdlich finden, fordern doch deutsche Neonazis regelmäßig ein Deutschland in den Grenzen vor 1938. Doch insbesondere die sehr aktive polnische Division der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppierung „Blood and Honour“ habe „keine Berührungsängste mit deutschen Nazis“, sagte Starosta.
Polnische und deutsche Nationalisten hätten einen gemeinsamen Feind identifiziert: den Islam und die vermeintliche Bedrohung Europas durch islamische Einwanderung. Ziel der Blood-and-Honour-Bewegung sei die Existenzsicherung der weißen Rasse und der Kampf für eine angebliche arische Kulturtradition.

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DIE RÜCKKEHR VON „BLOOD & HONOUR“ UND DEM BEWAFFNETEN ARM „COMBAT 18″

Quelle: Beltower News

In einer Zeit, in der europaweit rassistische Bewegungen gegen Geflüchtete und Muslime hetzen und vor dem drohenden „Volkstod“ warnen, erhält die Idee eines „bewaffneten Kampfes“ zum Erhalt der „arischen Rasse“ im „Blood & Honour“- und „Combat 18“-Milieu neue Aktualität und auch Aufwind.

Von Samira Alshater

Jahrelang galt die elitäre und ultra-rassistische Neonazi-Organisation „Blood & Honour“ („Blut und Ehre“, B&H) und ihr noch militanterer Flügel „Combat 18“ („Kampfgruppe Adolf Hitler) als eine der bedeutendsten rechten Terrorzellen in Deutschland – bis mit „Blood & Honour“ auch „Combat 18“ im Jahr 2000 verboten wurden. Verschwunden ist das Netzwerk seither allerdings nicht – vielmehr verfolgen die Aktivist_innen ihr Ziel, die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung, im Untergrund weiter. In jüngster Zeit sind verstärkt Aktivitäten des Netzwerkes in Deutschland wahrnehmbar. So griff die Bundespolizei mit Hilfe der GSG9 in September 2017 ein Dutzend Neonazis aus dem C18-Umfeld an der Deutsch-Tschechischen-Grenze auf. Sie hatten gerade ein Schießtraining im Nachbarland absolviert.

“Einzelne terroristische Aktionen, Anschläge und Gewalttaten, auch selbstmotivierter Einzeltäter, müssen in Betracht gezogen werden”, so Stephan Kramer, Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, gegenüber Belltower.News.

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„Brainwash“ zu Gast in Kiew

Quelle: Der Blick nach Rechts

Kiew – Im Musikclub „Bingo“ in Kiew ist für den 29. April ein Konzert mit Rechtsrock- beziehungsweise NSBM-Bands aus verschiedenen Ländern angekündigt.

Auftreten soll neben fünf weiteren Bands des rechten Spektrums auch die Combo „Brainwash“. Diese existiert seit 2001. Die Mitglieder um Sänger Rene Weiße kommen alle aus Sachsen, vornehmlich aus dem Raum Dresden, und haben engen Kontakt zum Rechtsrock-Label OPOS-Records.

Außerdem werden für das Konzert „M8L8TH“ aus Russland, die bereits zum Jahreswechsel 1989/1990 gegründeten „Kratky Proces“ aus der Slowakei sowie die ukrainischen NSBM-Bands „Sokyra Peruna“, „Nokturnal Mortum“ und die die Gothic- und Industrial-Stilrichtung bevorzugenden „Komu Vnyz“ aufgelistet.

Angesichts dieses Konzerts sollte sich wohl die auch international gefragte deutsche Mittelalter-Szeneband „In Extremo“ aus dem Großraum Berlin vielleicht noch einmal hinterfragen, in welcher Lokalität sie im September in Kiew auftreten möchte. (hf)

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Polnisch-deutsche Aussöhnung auf die extrem rechte Art?

Quelle: Antifa Infoblatt

In Polen finden nationalistische Gruppierungen, (extrem) rechte Parteien und Neonazis immer stärkeren Zulauf.1 Die politische Selbstverortung der rechten und nationalistischen Gruppierungen war hierbei meist offensiv feindlich gegenüber Deutschland und damit auch deutschen potentiellen Bündnispartnern gewesen. Doch in den letzten Jahren gibt es eine neue Entwicklung in Polen. Einige rechte bis neonazistische Gruppierungen, die früher Deutschland als Nachfolger der nationalsozialistischen Besatzungsmacht angriffen, wünschen sich nun, Polen hätte sich mit NS-Deutschland gegen die Sowjetunion verbündet. Die extreme Rechte tritt immer öfter offen neonazistisch auf und sucht vermehrt den Anschluss an die deutschen Gesinnungskameraden.

Erste Annäherungen im RechtsRock

Die ersten extrem rechten polnisch-deutschen Netzwerke gab es in der Neonazi-­Skinheadszene und im „National Socialist Black Metal“ (NSBM). Seit Mitte der 1990er Jahre gab es in Südwestpolen Neonazis, die sich unter dem Label „Blood & Honour“ (B&H) zusammenschlossen und Kontakte nach Deutschland knüpften. Der wegen Mord verurteilte Thüringer NSBM-Aktivist Hendrik Möbus besuchte das polnische Wrocław 1998 direkt nach seiner Entlassung aus der Haft.2 Deutsche RechtsRock-­Bands wie „Brainwash“, „Painful Awake­ning“ und „Kategorie C“ spielen Konzerte in Polen und polnische Neonazibands wie „Legion Twierdzy Wrocław“ (LTW) , „Dark Fury“ oder „Selbstmord“ treten bei deutschen Neonaziveranstaltungen auf. Zuletzt nahmen die Neonazi-Musiker Robert Fudali („Rob Darken“) von „Graveland“ und Jan Peter Kerstin(g) von „Sleipnir“ einen Song zu Ehren des unter polnischen Neonazis Legendenstatus besitzenden 2005 verstor­benen Sängers Mariusz Szczerski „Szczery” von der polnischen Band „Honor“ auf.

Eine Gruppe führender Aktivisten aus dem polnischen „Blood & Honour“-Milieu besuchte im Juli 2017 das RechtsRock-Festival im thüringischen Themar. Diese polnischen Aktivisten kooperieren eng mit Neonazis aus Frankfurt/Oder, welche sich ebenfalls in den Kreisen des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes verorten. Hierbei exponiert sich vor allem der reisefreudige Neonazi-Aktivist Michael H., mit dem zusammen die polnischen Neonazis in verschiedenen europäischen Ländern auftauchen.

Der polnische Neonazi Krzysztof Kwiatkowski („Kwiatek”) gilt in Polen als wichtiger internationaler Netzwerker. Er ist Betreiber des Neonazilabels „Strong Survive Records“ und mit diesem in die internationale Produktion von neonazistischer Propaganda eingebunden. Er bewegte sich u.a. in den Zusammenhängen von „Blood & Honour“ und dem rassistischen „Creativity Movement,“3 Er soll laut Berichten polnischer AntifaschistInnen auch Verbindungen in die Kreise der bayerischen „Kameradschaft Süd“ gehabt haben, die einen Terror-Anschlag in München geplant hatten.

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Gesunder Geist, gesunder Körper und 32 Tonnen nicht-verzollter Tabak

Quelle: Runter von der Matte

Informationen und Einschätzungen zum Turnier des „Kampf der Nibelungen“ auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz

Um ein „ultimative Politik Festival“ – wie der Veranstalter das zweitägige Neonazi-Event im April 2018 betitelt – tatsächlich attraktiv wirken zu lassen, muss auch der Aspekt des Kampfsports untergebracht werden.

Dass dafür niemand anderes als die bundesweit bestens vernetzte Neonazi-Kampfsportorganisation „Kampf der Nibelungen“ in Frage kommt, sollte in der extrem rechten Szene spätestens seit Herbst 2017 offensichtlich sein. In Kirchundem in Nordrhein-Westfalen zog das jährlich seit 2013 stattfindende Kampfsportturnier unter dem Label „Kampf der Nibelungen“ an die 800 Neonazis aus ganz Europa an. Ein Novum für solch ein konspirativ organisierte Event im deutschsprachigen Raum und auch ein Zeichen dafür, dass Kampfsport und Fitness nicht nur im gesellschaftlichen Mainstream im Trend liegen, sondern auch in der Neonazi-Szene an Faszination gewinnen konnte.

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Schweiz: Messerangriff durch Unterstützer der „Hammerskins“

Quelle: Antifa Infoblatt

In der Nacht vom 17. auf den 18. Nov­ember 2017 kam es in Locarno (TI) zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Das Opfer trug eine Schnittverletzung davon. Der 25-jährige Angreifer Mischa K., ein in der Region bekannter Neonazi, ist dem Umfeld der „Hammerskins“ zuzurechnen.

Die Auseinandersetzung nahm ihren Anfang vor einer Bar in der Locarner Innenstadt nahe der malerischen Piazza Grande. Der mit Bomberjacke bekleidete und eindeutige Embleme tragende Mischa K. wurde von Gästen darauf aufmerksam gemacht, dass Neonazis in Locarno nicht erwünscht seien, was zu einem Wortgefecht führte. Auf der Piazza Grande ist der Streit schließlich eskaliert, Mischa K. zückte ein Messer und verletzte einen Anwesenden nahe dem Hals. Auf der Klinge der Tatwaffe, welche später gefunden wurde, waren ein Hakenkreuz und die Inschrift „Sieg Heil“ eingraviert.

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Extrem rechte Umtriebe in der Oberpfalz: Die „Prollcrew Schwandorf“

Quelle: Störungsmelder

Unter dem Namen „Prollcrew Schwandorf“ firmiert in der Oberpfalz seit 2012 eine Gruppierung, die sich nach Kräften als unpolitisch inszeniert. Dabei nimmt die Vereinigung seit mehreren Jahren regelmäßig an einschlägigen neonazistischen Aktionen teil.

Militant und sportbegeistert: Mit diesem Profil präsentiert sich eine Gruppierung namens „Prollcrew Schwandorf“ auf Facebook. „Wir stehen auf Fußball und Gewalt“, heißt es dort, „auf Freundschaft und Zusammenhalt.“ Ihrem Selbstbild folgend handelt es sich um eine unpolitische Vereinigung, die eine gemeinsame Leidenschaft für Sport teilt. Dies verbinde sie mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten sowie mit gelegentlichen Auslandsreisen, insbesondere in verschiedene europäische Staaten. Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Auftreten kaum von dem anderer Organisationen dieser Art, die die sozialen Netzwerke zur eigenen Profilierung entdeckt haben.

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Keine Terrorermittlungen gegen Neonazigruppe

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die Neonazi-Gruppe „Combat 18“ ist seit 2013 in Deutschland aktiv. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit jedoch nicht. Linken-Abgeordnete Renner warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen.

Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit nicht gegen mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Combat 18“ wegen der Bildung einer terroristischen oder kriminellen Vereinigung. Das geht aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner hervor. Das Schreiben liegt der Frankfurter Rundschau vor. „Combat 18“ steht in der Neonaziszene international für den bewaffneten Arm des hierzulande verbotenen Netzwerks „Blood and Honour“. Die Zahl 18 verweist auf den ersten und achten Buchstaben des Alphabets und damit auf die Initialen Adolf Hitlers.

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Hintergrund: Amok – Urgesteine der Schweizer Rechtsrockszene

Quelle: Rechts rockt nicht

Seit über zehn Jahren dominieren Amok die Schweizer Rechtsrockszene. Während diverse andere Bands über die Jahre wieder in der Versenkung verschwunden sind, ist Amok derzeit erfolgreicher als je zuvor. Doch erstmal alles auf Anfang.

2005 trat die bis dahin weitgehend unbekannte Band an einem ISD-Memorial im Kanton Wallis auf. Dabei handelte es sich um eines der grössten Neonazikonzerte in der Schweiz im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Durch antifaschistische Recherchen aufmerksam geworden, interessierten sich auch die Medien für diesen Anlass und das Reportagemagazin „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens schickte gar einen Journalisten undercover in die Konzerthalle. Die Bilder, welche in der Folge ausgestrahlt wurden, führten in der Öffentlichkeit zu Entsetzen. Pöbelnde und grölende Neonazis aus der ganzen Welt propagierten den Krieg der weissen Rasse und skandierten „Sieg Heil!“. Die Erfolgsgeschichte von Amok war damit jedoch lanciert. Für die Band folgten weitere Auftritte im nahen und fernen Ausland. Der Öffentlichkeit blieb jedoch die Identität der einzelnen Mitglieder lange unbekannt. Auch als Rechtsextreme 2007 einen Anlass der Juso im Kanton Glarus angriffen, war lange unklar, wer dahintersteckt. Im selben Jahr tauchte jedoch ein Lied von Amok auf, in welchem die Band zum Mord am Schweizer Journalisten Hans Stutz aufgerufen hat. Veröffentlicht wurde das Lied auf dem ersten Album „Verbotene Wahrheit“. Die Ermittlungen der Behörden enttarnten in der Folge alle vier Bandmitglieder. Ausserdem stellte sich heraus, dass zwei davon auch schon am Angriff in Glarus beteiligt waren. Bei Hausdurchsuchungen wurden unter anderem auch illegal erworbene Waffen festgestellt.

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„Kraftschlag“ löst sich auf

Quelle: Blick nach Rechts

29.03.2018 – Die Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ gilt als international bekannteste Band in der „White Power-Szene“. Nach 30 Jahren soll jetzt Schluss sein.

30 Jahre nach ihrer Gründung will sich die norddeutsche Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ auflösen. Das teilte der Gründer und Sänger der Band, Jens-Uwe Arpe, jetzt mit. Er kündigte aber an, dass die Band vor der Auflösung noch einen Tonträger veröffentlichen werde. Außerdem werde man „selbstverständlich noch alle zugesagten Konzerte spielen“. Damit dürfte es mit dem angekündigten Auftritt im Juni beim zweitägigen Rechtsrock-Event „Tage der nationalen Bewegung“ im südthüringischen Themar das letzte Mal sein, dass „Kraftschlag“ die Bühne betritt. Im Mai ist noch ein Konzert in Schweden angekündigt.

Die 1989 in Itzehoe gegründete Formation gilt noch heute als eine der einflussreichsten und international bekanntesten Bands in der White-Power-Szene. Sie besitzt enge Verbindungen zu dem 2000 in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk und eine große Nähe zum rassistischen „Ku Klux Klan“ (KKK). In einem MDR-Beitrag machte Arpe aus seiner Nähe zum Nationalsozialismus keinen Hehl und erklärte: „Meine Ideale sind 1945 aufgehängt worden.“ Als seine drei Wünsche erläuterte er: „Deutschland in den Grenzen von 1937, (…) konsequente Ausländerrückführung, (…) wirklich ein Nationalstaat mit einer Volksgemeinschaft“.

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Martialische NSBM-Klänge in Norditalien

Quelle: Blick nach Rechts

26.03.2018 – In der Nähe der norditalienischen Stadt Mailand soll am 7. April die siebte Auflage des „Hot Shower-Festivals“ stattfinden.

Fest etabliert hat sich im jährlichen Kalender der NS-Black Metal-Szene (NSBM) das „Hot Shower-Festival“ in der Nähe von Mailand. Die siebte Auflage findet unter dem Motto „Würstelmania Edition“ am 7. April statt. Mit dabei an dem Samstag sind auch zwei deutsche Bands.

Insgesamt werden bereits seit August des Vorjahres sieben Combos angekündigt. Dazu gehört die 2002 gegründete Band „Wodulf“ aus Griechenland. Eine weite Anreise aus Argentinien vor sich haben „Ulfhethnar“. Aus Russland stammen „Velimor“, die mit ihren unter anderem antisemitischen Titeln seit 2001 aktiv sind. 2015 veröffentlichten sie ihr mittlerweile drittes und bislang letztes Album. Aus Finnland vorgesehen sind „Vithran Werwolf“ und „Circle of Dawn“. Letztere wurden als Islamgegner und für ihre maskierten Auftritte bekannt. Aktuell sind die Finnen beim Label Darker Than Black gelistet, mit dem Hendrik Möbus von „Absurd“ international tätig ist.

Dessen Band „Absurd“ ist neuerdings auch wieder live unterwegs. Zuletzt noch im Dezember in Kiew auf der Bühne, ist nun der nächste Auftritt am 7. April für Norditalien geplant. Dabei kommen inzwischen auch andere Sessionmusiker zum Einsatz. Beim „Asgardsrei“-Festival in der ukrainischen Hauptstadt, benannt nach einem „Absurd“-Albumtitel, spielte beispielsweise Thomas Kosmas, Spitzname „Commando Wolf“, aus Griechenland den Bass. Er gehörte viele Jahre zur griechischen NSBM-Band „Der Stürmer“, mit der er sich zuletzt aber überworfen hatte.

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„Amok“-Sänger muss in den Knast

Quelle: Der Blick nach Rechts

Züricher Neonazi und Rechtsrock-Musiker wurde zu einer Freiheits- und Geldstrafe sowie einer Entschädigungszahlung verurteilt.

Die Schweizer Band „Amok“ soll im April auch in der Oberlausitz aufspielen; (Screenshot)
Der mehrfach verurteilte Neonazi Kevin G. (Jg. 1987) wurde vom Bezirksgericht Zürich wegen Rassendiskriminierung sowie Tätlichkeit schuldig gesprochen und zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Ebenso muss G. neben einer Geldstrafe von 1000 Franken seinem Opfer 3000 Franken zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Neonazi einen orthodoxen Juden am 4. Juli 2015 in Zürich-Wiedikon beschimpft und attackiert hatte.

Der Täter gehörte zu einer 20-köpfigen Neonazi-Gruppe, die im Juli 2015 in Zürich-Wiedikon mehrere Juden bedrohten, angriffen oder bespuckten. Sie zeigten den Hitlergruß, skandierten antisemitische Parolen und neonazistische Botschaften. Laut Anklage soll der knasterfahrene Metzger G. den Gläubigen als „Scheißjuden“ beschimpft und ihn mit „Wir werden euch alle vergasen“ sowie „Wir schicken euch nach Auschwitz“ verunglimpft haben. Zudem habe er dem Opfer dreimal ins Gesicht gespuckt und ihn geschubst. Das Urteil gegen den Züricher Neonazi ist noch nicht rechtskräftig.

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Rechtsradikalismus in Griechenland

Quelle: Telepolis

In den vergangenen Wochen traten Rechtsradikale in Griechenland bei vielen Gelegenheiten an das Licht der Öffentlichkeit

Die Beteiligung von Rechtsextremen an den Demonstrationen im Namensstreit mit der Nachbarrepublik EJR-Mazedonien ist lediglich eine kleinere Nachricht. Rechtsradikale Auswüchse beschränken sich nicht nur auf den „üblichen Verdächtigen“, die Goldene Morgenröte.

Combat 18

In Griechenland wurden nach einer Razzia am Dienstag und Mittwoch zahlreiche Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe Combat 18 Hellas und der mit ihr kooperierenden Gruppe „Autonome Mäander Nationalisten“ nach Hausdurchsuchungen vorläufig festgenommen. Gegen sieben der Festgenommenen wurde Haftbefehl erlassen. Sie befinden sich mit dem Vorwurf der Mitgliedschaft einer kriminellen Vereinigung und weiterer Vergehen in Untersuchungshaft. Gegen vier weitere wurden Anklagen wegen geringerer Vergehen erhoben.

Die Festnahmen erfolgten durch die Anti-Terror-Einheit der griechischen Polizei, die zu diesem Zweck in Athen zehn und in der Provinz zwei Hausdurchsuchungen durchführte. Den Gruppen werden mehr als dreißig Brandanschläge, Vandalismus und Körperverletzungen vorgeworfen. Die Hausdurchsuchungen brachten Waffenlager und fünfzig Kilogramm Sprengstoff zum Vorschein. Die Polizei geht davon aus, dass ein größerer Sprengstoffanschlag geplant wurde.

Während einer der Hausdurchsuchungen versuchte einer der Verdächtigen, seinen Computer durch Zerstörung vor dem Zugriff zu schützen. Bei ihm fand die Polizei das meiste belastende Material. Die Mitglieder der Gruppe hatten soziale Netzwerke wie Facebook für ihre interne Kommunikation eingesetzt. Sie wurden mindestens seit Herbst 2017 abgehört und überwacht.

Anders bei Fällen, bei denen die Anti-Terror-Polizei Linksautonome oder Anarchisten festnimmt, wurden die Namen der mutmaßlichen Rechtsterroristen auch nach der Verhaftung durch die Justiz noch nicht an die Öffentlichkeit gegeben. Bekannt ist jedoch, dass einer der Verhafteten Rechtsanwalt in Piräus ist. Der Fünfunddreißigjährige soll zu den führenden Köpfen der Organisationen gehören.

Seine Festnahme führte zu einem Paradoxon in den Arrestzellen der Anti-Terror-Polizei. Einer der übrigen Festgenommenen verlangte nach einem Telefon, um seinen Anwalt zu sprechen. Die Polizisten baten ihn um den Namen des Anwalts und beschieden ihm dann, dass er sich den Anruf sparen könne. Der Anwalt sei bereits in der Zelle, meinten sie.

Die Gruppe Combat 18 Hellas ist Teil eines internationalen Verbunds Gleichgesinnter. Die Zahl 18 steht als Symbol für die Initialen des Idols der Mitglieder, Adolf Hitler. Die Festgenommenen werden mit einem vor wenigen Tagen, am 25. Februar erfolgten Anschlag auf das linke Kulturzentrum „Favela“ in Piräus in Verbindung gebracht. Dabei wurden fünf von sechs dort befindlichen Personen teilweise schwer verletzt.

Interessant ist, dass die Verletzten angaben, die Gruppe hätte „Blut, Ehre, Goldene Morgenröte“ skandiert. Die ebenfalls dem rechtsradikalen Lager zugeordnete, im Parlament vertretene Goldene Morgenröte dementierte jedoch noch am Abend des Überfalls der „Favela“ über ihren Vorsitzenden, den Generalsekretär und Gründer Nikolaos Michaloliakos jegliche Beteiligung.

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Combat 18: Training für den bewaffneten Kampf

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Die international agierende, rechtsextreme Terrorgruppe „Combat 18″ ist wieder in Deutschland aktiv. Vor dem Amtsgericht in Hof mussten sich zwei Rechtsextremisten verantworten. Sie gehören zu einer Gruppe, die der Polizei in Schirnding nach einem Schießtraining ins Netz gegangen war.

Im September 2017 griff die GSG9 – eine Spezialeinheit der Bundespolizei – zwölf deutsche Rechtsextremisten an der deutsch-tschechischen Grenze auf. Die Gruppe soll von einem zweitägigen Schießtraining im tschechischen Cheb zurückgekehrt sein. Bei der anschließenden Kontrolle wurde Munition gefunden, ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde eingeleitet. Bei den Personen handelte es sich laut Sicherheitsbehörden um Mitglieder der Gruppe Combat 18 (C18).

Prozess vor dem Amtsgericht Hof
Das Amtsgericht Hof verhandelte gegen zwei Angeklagte wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die beiden aus Hessen stammenden Angeklagten Stanley R. und Tobias V. sollen insgesamt 26 Schuss Munition illegal nach Deutschland eingeführt haben.

Der Vorsitzende Richter verurteilte den mehrfach vorbestraften Stanley R. zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro. Der zweite Angeklagte Tobias V. aus der rechten Szene war nicht zur Verhandlung erschienen und wird nun mit Haftbefehl gesucht.

Aktivitäten in Bayern

In Bayern konzentrieren sich die Combat 18-Strukturen nach BR24-Recherchen hauptsächlich in Franken. So soll es eine C18-Struktur ab Ende der 1990er Jahre in Nürnberg gegeben haben, die konspirativ agierte. Auch hier sind Überschneidungen zum NSU-Kerntrio feststellbar. So war ein mutmaßliches C18-Mitglied mit einer NSU-Helferin liiert. Dieser soll ihr sogar eine Anleitung zum Bombenbau übergeben haben. Nürnberger Neonazis grüßten Anfang der 2000er Jahre über ihr internes Magazin „Landser“ immer wieder „Combat 18″ und Blood and Honour-Gruppen.

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Siehe auch: Zwei Patronen führen zur Terrorgruppe „Combat 18″

Mehr als nur Klamotten

Quelle: Lotta

Extrem rechte Kampfsportmarken im Überblick

Mit dem Aufkommen eines gesteigerten Interesses der extrem rechten Szene an Kampf- und Kraftsport Anfang der 2000er Jahre witterte die rechte Modeindustrie ihre Chance. Mittlerweile gibt es europaweit mehr als ein Dutzend Kampfsportlabels, die manchmal subtil, zumeist aber offensichtlich mit martialischen Motiven, markigen Slogans und modernen Designs eine wachsende Neonazi-Kampfsportszene bedienen.
Um die Jahrtausendwende entstand in Bremen die rechte Streetwear -und Sportmarke „Sport Frei“. Vertrieben wird sie von Henrik Ostendorf, einem Multifunktionär der extremen Rechten. Zusammen mit seinem Bruder Hannes Ostendorf (Sänger der RechtsRock-Bands „Kategorie C“ und „Nahkampf“) war er Teil der rechten Bremer Hooligangruppe „Standarte“ sowie 2009 Geschäftsführer des „Deutsche Stimme Verlags“, und er publiziert heute das geschichtsrevisionistische Magazin „Ein Fähnlein“. Mit den Designs von „Sport Frei“ wendet er sich vorrangig an die rechte Hooliganszene, schaffte es aber auch, die Marke in der rechten Kampfsportszene zu etablieren. So sponsert er seit 2014 das Neonazi-Kampfsportturnier „Kampf der Nibelungen“ (KdN). Obwohl Ostendorfs Label auf dem Markt rechter Sportkleidung als Vorreiter und Ideengeber gilt, hat es heute kaum noch Wirkung auf die Szene. Dies mag zum einen daran liegen, dass sich der Bremer Neonazi nie bemühte, seine Produkte zeitgemäß zu gestalten, zum anderen scheint Ostendorf in zu vielen rechten Projekten involviert zu sein, als dass er Zeit für die Mitwirkung am Aufbau einer professionellen, internationalen rechten Kampfsportszene hätte.

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