Archiv der Kategorie 'Kampfsport'

Kampagne: „Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis“

Quelle: Antifainfoblatt

Der Code für den Thumbnail lautet:

Neonazis sind im Kampf- und Kraftsport immer häufiger anzutreffen. Durch eine Fülle an rechten Klamotten-Labels wird die Szene zudem mit eigenen Codes und Designs ausgestattet.

Gastbeitrag der Kampagne: „Runter von der Matte. Kein Handshake mit Nazis“
Angefangen bei der von rechten Hooligans stark beeinflussten Freefight-Szene, über vereinzelte Teilnahmen von Neonazis an kommerziellen Wettkämpfen, der Gründung eigenständiger rechts-offener Vereine bis hin zur Vermarktung des Life­styles durch Kleidungsmarken wie „Label 23“. All das waren die Vorboten und Wegbereiter einer Szene, die heute europaweit vernetzt ist, eigene Kampfsport-Events organisiert, Sportgruppen fördert und Seminare und Kurse gibt.

Neonazis wurden zu lange hofiert und toleriert. Klare Positionierungen und Distan­zierungen fand man im Kampfsport-Mainstream nur bei wenigen couragierten Organisator_innen und Gyms. Selbst wenn Neonazis als solche klar erkennbar sind, wie etwa der Hamburger MMA-Kämpfer Frank Kortz1, zählt für einige große Veranstalter_innen letztlich der Wettkampf und dessen Vermarktung. Wenn dann noch aufstrebende Kampfsport-Formate den rechten Kämpfern eine mediale Plattform bieten, ist das Kind längst in den Brunnen gefallen.2

Ohnehin gesellschaftlich nur partiell akzeptierte Sportarten wie MMA (Mixed Martial Arts) geraten dadurch weiter in die verruchte Ecke und wecken zudem zusätzliches Interesse von rechts.

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Rechtsextreme Schattenboxer

Quelle: Blick nach Rechts

19.10.2017 – Beim „Kampf der Nibelungen“ versammelten sich am vergangenen Samstag mehrere hundert Rechtsextreme. Experten und Beobachter betonen die Bedeutung des Kampfsport-Events für die Szene und mahnen die Sicherheitsbehörden zu genauerem Hinsehen.

Die Antwort auf die Frage, wer im „Schattenboxen“ um das rechtsextreme Kampfsport-Event „Kampf der Nibelungen“ (bnr.de berichtete) gesiegt hat, ist eindeutig: Während die konspirativ organisierte Veranstaltung in den vergangenen vier Jahren nie mehr als 200 Teilnehmer anzog, hat sich die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr verdreifacht. Bis zu 600 Menschen waren Polizeiangaben zufolge am Samstagabend nach Kirchhundem im Sauerland gekommen, um im dortigen Schützenhaus entweder selbst zu kämpfen oder anderen dabei zuzuschauen.

Bis zuletzt war es den Organisatoren gelungen, den rechtsextremen Charakter der Veranstaltung vor dem Vermieter der Halle, dem Schützenverein Kirchhundem, geheim zu halten. Dieser zeigte sich wenig später vollkommen überrumpelt und distanzierte sich umgehend von dem braunen Treiben seinen Räumen.

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Siehe auch: Nazis prügeln sich

Das NSU-UnterstützerInnenumfeld zwischen Chemnitz und Zwickau

Während wir im Antifaschistischen Infoblatt (AIB) Nr. 112 über die westsächsische Neonazi-Szene zwischen 1990 und 2002 berichteten, widmen wir uns nun der Zeit von 2002 bis zur Gegenwart. Wir erinnern uns: Anfang 2002 zog der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) aus Chemnitz in die Zwickauer Polenzstraße. Das brachte zwar Veränderung in ihren Alltag im Untergrund, das UnterstützerInnen-Netzwerk und dessen Umfeld blieb jedoch ein ähnliches.

Chemnitz strukturiert sich neu

MEHR ZUM THEMA

AIB 111 / 2.2016 | 14.07.2016
Das Netzwerk des NSU zwischen Chemnitz und Zwickau.
Dossier
Blood & Honour Sachsen
AIB 68 / 4.2005 | 13.09.2005
Fight Club Sachsen
Nach dem Verbot von „Blood & Honour Deutschland“ (B&H) und den internen Streitigkeiten innerhalb der B&H-nahen „Skinheads Chemnitz/88er“ mussten deren Protagonisten neue Wege finden, um Chemnitz auch weiterhin als bundesweit relevanten Dreh-und Angelpunkt der Szene halten zu können.

Einer der Leitfiguren der früheren B&H-Struktur und Bekannter des NSU-Trios, Hendrik Lasch, begann Anfang der 2000er Jahre den rechten Streetwear-Laden „Backstreetnoise“ (BSN) aufzubauen, dessen Räume damals das Bundesvermögensamt (!) vermietete. Aufgrund antifaschistischer Proteste musste das Geschäft 2004 umziehen, allerdings nur ein paar Straßen weiter innerhalb des Plattenbau-Gebiets, in dem auch der NSU vor 2002 zwei Wohnungen unterhielt. Lasch, der Uwe Mundlos in dessen Unterschlupf noch Ende der 1990er Jahre besuchte und dabei von Mundlos entworfene Zeichnungen auf T-Shirts druckte und verkaufte, ist bis heute in die Geschäftsleitung des BSN eingebunden.

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Rechte Netzwerke zerschlagen! – Kampagne gegen die “Imperium Fighting Championship” in Leipzig

Via „Indymedia Linksunten“:

fünften Mal die “Imperium Fighting Championship” stattfinden. Veranstaltungsort ist erstmals der Kohlrabizirkus im Leipziger Süden. Der Veranstalter, das “Imperium Fight Team”, ist eine von bekannten Neonazis durchsetzte Vereinigung. Der bekannteste von ihnen ist sicherlich der Trainer des Teams, Benjamin Brinsa. Brinsa war ein Führungsmitglied der angeblich aufgelösten rechtsradikalen Ultra-Gruppe “Scenario Lok” des 1. FC Lokomotive Leipzig.

Das “Imperium Fight Team” ist in keinster Weise ein “unpolitischer” Sportverein, dessen Mitglieder zufällig den NS-Aktivismus zum Hobby haben. Ganz im Gegenteil: Dahinter steht ein ganzes Neonazi-Netzwerk, welches Kampfsport einerseits erfolgreich vermarktet, andererseits aber diesen auch gezielt außerhalb sportlicher Wettkämpfe anwendet. Dies stellt eine permanente Bedrohung für People of Color, LGBTIQ*, Linke und viele andere Menschen in Sachsen und darüber hinaus dar. Dabei haben wir insbesondere den Angriff auf den eher links geprägten Stadtteil Connewitz am 11. Januar dieses Jahres noch nicht vergessen.

Wir werden es nicht hinnehmen, dass Neonazis ein Großevent nur wenige hundert Meter vom Ort der Angriffe im Januar entfernt durchführen. Mit einer entschlossenen Demonstration zum Kohlrabizirkus und einer politischen Kampagne im Vorfeld wollen wir rechte Netzwerke aufdecken und ins Fadenkreuz der Kritik nehmen. Ihre Zerschlagung ist unser politisches Ziel!

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Deutsche Skin-Band bei „Streetkids-Party“

Via der „Blick nach Rechts“:

Trommelfoier“, ein Trio aus Bremen und Osnabrück, tritt am Samstag bei ihrem ersten Auslandsauftritt im tschechischen Brno auf.

Bands aus verschiedenen Ländern bei der „Streetkids-Party“ am Samstag in Brno (Screenshot)
Die rechtsgerichtete Skinhead-Band reiht sich dort mit anderen Festivalteilnehmern bei der 15. Auflage der „Streetkids-Party“ ein. Neben einheimischen Bands sind am 18. Juni auch die Combo „The Trolls“ aus Polen sowie Solomusiker Frank Marshall, Sänger von „Franky Flame“ aus Großbritannien, angekündigt. Marshall fiel bereits wiederholt mit fremdenfeindlichen Äußerungen auf.

„Trommelfoier“ bezeichnet sich selbst als unpolitisch aber patriotisch. Ein erster Mini-Tonträger wurde über „Aggressive Zone Records“ veröffentlicht, dem Label von Thüringens NPD-Landesvorstandsmitglied Patrick Weber aus Sondershausen. In einem Interview mit dem „Nachtwächter Fanzine“ auf Politik angesprochen, spricht der Bassist der norddeutschen Band von der „internationalen Hochfinanz“, die von Rechtsextremisten verwendete gebräuchliche antisemitische Beschreibung, wenn diese gegen die angeblich die Welt mit ihrem Geld regierenden Juden wettern. (hf)

Quelle

Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Die bedeutendste Gruppe in diesem Spektrum sind zweifellos die Hammerskins, die sich als Skinhead-Bruderschaft und Elite der gesamten Neonaziszene verstehen. Das AIB hat in den vergangenen Ausgaben wiederholt ausführlich über Hammerskins berichtet.1

Rechtsrock und Terror seit über 20 Jahren — Die Vandalen

Die älteste rockerähnliche Neonazi-Bruderschaft, die Wert darauf legt, kein MC zu sein, sind die Berliner „Vandalen — Ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Gegründet 1982 in Ostberlin treten sie seit jeher in Kutten auf. Der Kreis aktiver Mitglieder dürfte derzeit nicht mehr als 20 Personen betragen und dennoch sind die Vandalen im neonazistischen Spektrum hochgeachtet und enorm einflussreich. Seit über 20 Jahren betreiben sie das Geschäft mit neonazistischer Musik und die Vermarktung von Bands wie „Landser“, „Tätervolk“, oder „Die Lunikoff Verschwörung“ — Bands, in denen jeweils mindestens ein Vandale mitwirkt.

„Landser“ existierte von 1992 bis 2001 als Untergrund- und Kultband der Szene und gab sich das Image der „Terroristen mit E-Gitarre“. Bandleader war der Vandalen-Gründer Michael „Lunikoff“ Regener, der heute mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ auftritt. Zusammen mit „Blood & Honour“-Aktiven bildeten die Vandalen bis in die 2000er Jahre eine klandestine und kriminelle Struktur zur Herstellung und Verbreitung illegaler Neonazimusik, die im Rechtsrock-Business einmalig gewesen sein dürfte: Aufnahmen der CDs in Tonstudios in Kanada oder Skandinavien, Verschiffung tausender CDs beispielsweise nach Holland, deren Schmuggel nach Deutschland und die flächendeckende Verbreitung über regionale Gewährsleute. 2001 wurde das System von der Polizei ausgehoben, 2003 wurden die Bandmitglieder von Landser verurteilt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

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Neonazis im Hamburger Rotlichtmilieu

Via „Antifa Infoblatt“:

Seit jeher berichtet das Antifaschistische Infoblatt (AIB) über Personen aus der Neonaziszene, die im Kontext krimineller Milieus, allen voran dem Rotlichtmilieu auftauchen. Immer wieder wurde auf die diversen Gefahren dieser Mischszene hingewiesen, etwa den Zugang zu Waffen, die Nutzung finanzstarker klandestiner Infrastruktur sowie den Schutz durch und den Zugriff auf ein äußerst gewaltbereites Personenpotential.

Rocker haben ihren Platz in den neonazistischen Lebenswelten gefunden und stehen seit Jahren Pate für nach außen informell wirkende Organisierungsmodelle der Szene. Wie wenig persönliche Brüche ein Wechsel vom Neonazi-Aktivisten zum Mitglied krimineller Organisationen erfordert, haben wir mehrfach skizziert. Trotzdem sollen grundlegende Gemeinsamkeiten dieser scheinbar gegensätzlichen Welten an dieser Stelle genannt werden.

Neonazis fordern Gesetzesverschärfungen und einen starken Staat gegen organisiertes Verbrechen, oft jedoch nur im Zusammenhang mit Tätern nicht-deutscher Herkunft. Dass Delikte wie Drogenhandel, Menschenschmuggel, Schutzgelderpressung, Vergewaltigung und Förderung der Prostitution zum Kerngeschäft deutscher Motorradclubs (MC) zählen, wird ignoriert. Die Wertevorstellungen sind in vielen Punkten nahezu identisch: Patriarchale Rollenbilder, die Gültigkeit des Rechts des Stärkeren, das hierarchische Prinzip von Befehl und blindem Gehorsam — welches zu Loyalität verklärt wird — und eine Gewaltaffinität einen die Milieus mehr, als diese je öffentlich eingestehen würden. Die „Outlaw“-Gebärde krimineller MCs lässt sich in der Praxis unkompliziert mit der Ablehnung des als illegitim angesehenen Staates seitens der Neonazis vereinbaren. Das Verschmelzen geschäftlicher und subkultureller Interessen macht die Welt der MCs zur Mischszene. Dazu kommen Verflechtungen in die Hooligan- und die Kampfsportszene. Szenen, in denen ähnliche Werte und Codes existieren, wodurch Überschneidungen mit Neonazis zwar nicht zwangsläufig hervorgerufen, aber begünstigt werden.

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CasaPound Italia – der faschistische Hybrid

Via „Indymedia Linksunten“:

Zu CasaPound Itallia erschien am 09.05.2016 auf dem www.sicherheitspolitik-blog.de ein englischsprachiger Artikel zu CasaPound Italia: CasaPound Italia: the fascist hybrid. Hier ist er mit leichten Veränderungen auf Deutsch nachzulesen.

CasaPound Italia – der faschistische Hybrid

Veränderte politische und ökonomische Situationen bringen neue Typen politischer Akteure hervor – auch bei der extremen Rechten. Ob ihre Strukturen und Organisationsformen Bestand haben, sie sich ausbauen und ihre Modelle sich nachhaltig bewähren können, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Modell, das sich derzeit anschickt bei vielen Rechten in Europa eine Vorzeigefunktion zu erhalten, ist die faschistische Bewegung/Partei CasaPound Italia. Doch warum ist gerade dieses Organisationsmodell in der extremen Rechten Italiens und Europas so erfolgreich?

Mein Beitrag soll die Hybridität CasaPounds und die damit verbundene Kraft zur Erneuerung des Faschismus beleuchten. Um mein Argument auszuführen, werde ich zunächst die Evolution CasaPounds von einer Bewegung zu Partei beschreiben. Daraufhin werde ich Strategien und Praktiken unter dem Aspekt der Hybridisierung erläutern. Um abschließend die europäische Dimension der (nach Eigenaussage) “Faschisten des dritten Milleniums” zu skizzieren.

Fascism for the third millennium? The evolution of CasaPound

Im Dezember 2003 entstand in Rom die (neo)faschistische Bewegung CasaPound. Mitglieder verschiedener national-revolutionärer Gruppierungen, der römischen Rechtsrock-Szene und der Movimento Soziale Italiano – Fiamma Tricolore (MSI-FT) besetzten unter dem Vorzeichen angeblich anti-kapitalistischer Kritik ein sechsstöckiges Mietshaus im Stadtteil Esquilino, in der unmittelbaren Nähe des Hauptbahnhofs Stazione Termini. Die Besetzung nannten sie „Casa Pound“ – nach dem antisemitischen, us-amerikanischen Literaten Ezra Pound. Bis 2008 war CasaPound eng angebunden an die faschistische Traditionspartei Fiamma Tricolore, bis sie sich nach einem internen Streit 2008 von der Partei trennte und als Sozialverband auftrat. 2012 ließ sich CasaPound als Wahlpartei registrieren und nannte sich CasaPound Italia. Seitdem agiert sie nicht nur als Bewegung auf den sozialen, politischen und kulturellen Ebenen, sondern auch als Partei im institutionellen Rahmen. 2013 trat sie das erste Mal bei den römischen Kommunalwahlen an – und 2015 landesweit. Sie brachte es in einigen Kommunen, aber auch unter dem Logo des „Sovranita“ Bündnisses mit der Lega Nord, zu einigen Sitzen in den kommunalen Parlamenten. Im Jahr 2010 gab CasaPound die Zahl ihrer Mitglieder mit 2.200 an. Heute spricht sie von fast 5.000 Mitgliedern.

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Siehe auch: Bolzano: CasaPound verdreifacht seine Mandate bei der Kommunalwahl

[JENA] Lügen haben kurze Beine – Ein Nachtrag zur Fightnight

Manchmal fragt sich wie leichtgläubig viele Menschen in dieser Stadt doch sind. Aktuelles Beispiel gefällig? Vor kurzem fand in der Sparkassen Arena in Jena die 2. Fight Night statt. An sich erstmal nicht besonderes. Doch ein „fremdenfeindlicher“ Zwischenruf beschäftige den Organisator Marcel Kalisch so sehr, dass eine Richtigstellung in der OTZ folgte.

Dort heißt es auch:

Die Sicherheitskräfte sollten dafür Sorge tragen, dass zwielichtige Gestalten keinen Zutritt zur Veranstaltung erhielten und „mindestens 99 Prozent des Publikums sind mit den Sportlern fair umgegangen, egal woher sie kamen“, erinnert sich der Kickbox-Trainer Kalisch.

Komisch, dass sich viele bekannte Neonazis unter den Zuschauern befanden. Auch bei den Kämpfern und Trainern könnte man sich über die Gesinnung streiten. Mit breitem Grinsen und neben Marcel Kalisch erkennt man auf folgendem Foto Lars Weber aus Gera.

Weber war einst Präsident der BSG Wismut Gera, musste jedoch nach überregionalen Berichten in Zeitungen zurücktreten, nachdem seine Nähe zur rechten Szene offenkundig wurde. Nachzulesen hier. Neben dem Training von Boxern ist Weber Inhaber der Alpha Security Firma aus Gera.

Eine weitere spannende Person ist der Kämpfer Max Schlegel. Er wird als Kämpfer des Teams Kalisch gelistet. Im Oktober letzten Jahres trat er noch für ein anderes Team an. Bei der dritten Auflage der Imperium Fight Championship in Leipzig trat er für das Team Bäumler aus Ronneburg an. Auch bei der vierten Auflagen Ende März trat Schlegel wieder an. Sowohl Bäumler als auch die IFC sind für ihre Rechtslastigkeit bekannt.

Weiterhin gab es noch die Zuschauer. Der Zwischenruf ist bereits bekannt, einige Gäste lassen sich auch der rechten Szene zuordnen. Zwei dieser Gäste sind besonders interessant. So war neben dem wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes verurteilten Brandernburger Neonazi Sebastian Dahl auch der Kahlaer NPD-Stadtrat und FN-Aktivist David Buresch vor Ort.

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Kein MMA-Turnier mit Nazis in Berlin-Weißensee!

Wir dokumentieren:

Am 23. April 2016 findet im Tenniscenter Weißensee (Roelckestraße 105, 13088 Berlin) das dritte Turnier der Kampfsport-Reihe »Sprawl and Brawl« statt. Auch dieses Mal treten wieder MMA-Kämpfer der Neumünsteraner Kampfschule »Athletik Klub Ultra« (AKU) an (Wrangelstraße 34, 24539 Neumünster) (01). Betreiber und erster Vorsitzender des AKU ist Tim Bartling (01.07.1970) (02), ein Urgestein der Schleswig-Holsteiner Naziszene. Bartling war Mitbegründer, Sprecher und treibende Kraft des Nazitreffs »Club 88« in Neumünster. Bartling und der Kieler Neonazi Peter Borchert (03) gehen seit den 90er Jahren gemeinsame Wege: Von den Anfängen rechter Straßengangs in Norddeutschland, über die Gründung von Kameradschaften hin zum Rockermilieu und zur organisierten Kriminalität. Dass im AKU nicht zwangsläufig die Mitglieder und Kämpfer*innen das Problem sind, sondern vor allem dessen Leitung, ist selbst in MMA-Kreisen kein Geheimwissen.

Bereits die Teilnahme des AKU am letzten »Sprawl and Brawl« am 31. Oktober 2015 in Berlin (04) hätte für Empörung sorgen können. Hat sie aber nicht! Wahrscheinlich, weil sowohl der Veranstalter (M. Garmendia), als auch der Tenniscenter-Betreiber die an sie herangetragene Kritik einfach abwiegelten. Die Ausrichtung eines Gewinnbringenden MMA-Events steht bei beiden im Vordergrund. Neben kleineren Sponsoren wird »Sprawl and Brawl« auch von »Phantom Athletics« unterstützt – einer der populärsten Bekleidungsausstatter im MMA-Bereich. Die Ladenkette »Asia Sport« genießt unter Kampfsportler*innen in Berlin einen ähnlichen Bekanntheitsgrad. Sie gehört genau wie das größte deutsche MMA-Forum »Ground and pound« zu den Sponsoren der ersten Stunde. Der Kartenverkauf im Reallife läuft über die Modemarke »Yakuza« und deren Berliner Stores.

Tim Bartlings Kameraden aus »alter Zeit« verkehren heute immer noch in seiner Kampfschule. Ein erkennbarer Bruch mit der rechten Szene und ihrer Ideologie ist für uns nicht erkennbar. Es ist von daher vollkommen inakzeptabel, einem Nazi-geleiteten Gym wie dem AKU beim »Sprawl and Brawl« die Möglichkeit zu bieten, anzutreten.

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Razzia in Frankreich gegen Blood & Honour Hexagone

Le 30 mars dernier, une vaste opération policière dans huit régions différentes a conduit à l’interpellation de onze néonazis du réseau Blood & Honour (BH) : au cours des perquisitions, onze armes d’épaule, deux revolvers gomme-cogne, 28 armes blanches, des gilets pare-balles, des casques lourds et divers bibelots nazis ont été découverts. Pour mieux comprendre de quoi il retourne, voici une petite présentation de l’histoire, des animateurs et des activités de ce réseau néonazi français.

Alors que l’état d’urgence est prolongé jusqu’au 26 mai, que des milliers de perquisitions, des centaines de gardes-à-vue ont été menées sur de simples présomptions, les trois principaux membres de Blood & Honour, en dépit du stock d’armes découvert chez eux, sont ressortis libres (sous contrôle judiciaire) après leur mise en examen pour « association de malfaiteurs, acquisition, detention et cession d’armes en bande organisée et participation à un groupe de combat » (ouf !) : pour le parquet de Marseille, « le trouble à l’ordre public est loin d’être évident ». Quelque chose nous dit qu’il en aurait été autrement si les trois interpellés s’étaient appelés Ahmed, Ibrahim et Abdel, et si on avait trouvé chez eux des exemplaires du Coran à la place de Mein Kampf… Mais il se trouve que nos pieds nickelés s’appellent Loïc Delboy, David Dumas et Pierre Scarano, trois militants néonazis « bien de chez nous » du Réseau Blood & Honour Hexagone [Nous avions hier cité par erreur les noms de Romain Balchon et Jérémy Recagno, deux autres membres de BH Hexagone, qui n’ont pas été mis en examen dans cette affaire.]

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Deutsch-griechisches Hass-Spektakel

Via der „Blick nach Rechts“:

22.03.2016 – Griechenland (Athen) – Für den 16. April ist ein Rechtsrock-Konzert in Griechenland mit deutscher Beteiligung geplant.

Anlass ist das zweijährige Bestehen des neonazistischen Kampfklubs „Pro Patria“. Dieser gehört zu einem Netzwerk anderer europäischer Kampfsportvereinigungen und Modelabels wie etwa „White Rex“ (Russland) und „Pride“ (Frankreich). Zusammen mit Gleichgesinnten in Polen und Italien trifft man sich regelmäßig zu Turnieren und Wettkämpfen, aber auch zu Survival- und Trainingscamps. Gekoppelt wird das dann häufig mit einem Konzert-Event. Verbindungen bestehen offenbar auch in die rechte Freefight-Szene nach Deutschland, immerhin wurde das im vergangenen Oktober von Dortmunder Neonazis organisierte „Kampf der Nibelungen“-Meeting durch „Pro Patria“ beworben.

Eingeladen zum zweiten Geburtstag am 16. April sind die 2005 in Brandenburg gegründete und inzwischen in Dresden ansässige Band „Hope For The Weak“ sowie die seit 2001 aktive Combo „Brainwash“ aus Altenburg. Außerdem sollen „Battle Dogs“ aus der griechischen Region Thessalien als heimischer musikalischer Beitrag mitmischen. Das Trio mit Kontakten zur internationalen „Blood&Honour“-Bewegung hat auch beim sächsischen Rechtsrock-Label „Opos Records“ einen Tonträger veröffentlicht. (hf)

Quelle: http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/deutsch-griechisches-hass-spektakel

„Thor Steinar“ mit Millionenumsatz

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Vom Kleinunternehmen aus Brandenburg zum internationalen Firmennetz

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt expandiert die bei Neonazis wei­terhin beliebte Modemarke „Thor Steinar“ und erwirtschaftet sechsstellige Gewinne. In Deutschland gibt es derzeit in elf Städten eigene Geschäfte. Der in Ros­tock ansässige Laden „Haugesund“ musste bis Ende des Jahres 2015 ausziehen. „Haugesund“ und der kürzlich geschlossene Laden in Hannover wurden von der Thor-Steinar-Outlet-Firma „Skytec Outlets GmbH“ betrieben.

Der Trend geht jedoch nach Osteuropa. Allein in der Millionenmetropole Moskau gibt es 13 eigene Thor-Steinar-Läden und selbst im fernöstlichen Kamtschatka hat die brandenburgische Firma einen Shop er­öff­net. Weitere Läden gibt es unter anderem in Bratislava, Helsinki, Kiew, London, Prag, Rom, Sankt Petersburg und Split.

Thor Steinar zählt nach Angaben von Anti­faschist_innen „zu den wichtigsten identifi­kationsstiftenden Marken der neonazisti­schen Szene“, wie es in einer Infobroschüre zu Protesten gegen eine Niederlassung in Berlin-Weißensee heißt. Auch der Verfassungsschutz und zivilgesellschaftliche Organisationen sehen in „Thor Steinar“ ein „Erkennungsmerkmal der rechten Szene“. In einigen öffentlichen Gebäuden, an Universitäten, Schulen und in vielen Fußballstadien ist das Tragen der Marke zumindest offiziell untersagt.

Die Kleidung ist bei Neonazis unter anderem deshalb beliebt, weil die Motive nicht eindeutig als solche der rechten Szene auszumachen sind. Germanische Schrift­zeichen, Wikingerästhetik oder Runenmotive sind nicht in jedem Fall rechte Merkmale. Mittlerweile verkauft die Firma Hosen, Shirts, Sportkleidung, Badesachen, Schuhe und Accessoires für Männer und Frauen. In den letzten Katalogen verzichtete die Firma erneut weitgehend auf Motive, die an rechtes Gedankengut erinnern.

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NL: RechtsRock-Imperialismus

Das „Lotta-Magazin“ schreibt:

ZWOLLE (NIEDERLANDE) – „Ruhrpott West“ lautete die Ortsangabe für ein neonazistisches Rock-Konzert, das am Samstag, den 5. Dezember 2015, letztendlich im niederländischen Zwolle stattfand. Die Stadt liegt immerhin rund 130 Kilometer von der nächstgelegenen Ruhrgebietsstadt entfernt. Vermutlich um Repressionsdruck auszuweichen, dehnten die OrganisatorInnen des Konzerts den geographische Begriff des „Ruhrpott“ weit aus.

Angekündigt für das Konzert waren die Neonazi-Hoolband „Kategorie C“ aus Bremen, die als musikalisches Sprachrohr von HoGeSa bezeichnet werden kann, die alternden Metal-Rocker von „Faust“ aus Frankfurt sowie der neonazistische Rapper „Makss Damage“. Mobilisiert wurde für das Konzert über die Website von „Kategorie C“ und über deren Handynummer. Ein anderer Veranstalter trat zumindest nicht öffentlich in Erscheinung.

Dass Konzerte von „Kategorie C“ nicht in NRW, sondern im benachbarten Ausland stattfinden, ist mittlerweile übliche Praxis. Letztes Jahr fand ein für den „Ruhrpott West“ angekündigtes „Nikolaus Festival“ im belgischen Ort Montzen statt. Ende März wurde ein für das Emsland angekündigtes Konzert, das in Haaksbergen in den Niederlanden stattfinden sollte, von der Polizei verhindert. Ein für den 4. April 2015 mit „grenznah in Westdeutschland“ beworbenes Konzert fand tatsächlich im belgischen Jalhay statt.

Quelle

Was verbirgt sich hinter White Rex?

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

White Rex ist eine russische Bekleidungsmarke mit Fokus auf den Kampfsportbereich.Auch wenn die Eigentümer es immer wieder abstreiten, erschließt sich schnell, dass die Zielgruppe der Marke Neonazis sind. 2008 wurde die Marke von Denis Nikitin gegründet. Ziel war es unter anderem Menschen mit änlichen Ideen und Vorstellungen zu vernetzen, und gleichzeitig Geld für „wohltätige Zwecke“ zu sammeln. In diesem Kontext meinen wohltätige Zwecke wohl die finazielle Unterstünzung inhaftierter Neonazis, welche zu „politischen Gefangenen“ stilisiert werden.

Sämtliche öffentlichen Auftritte sowie die Kleidungsdesigns von White Rex sin voll von Nazisymbolik. Was den auch keine sonderliche Überraschung ist, da sie von einem Mann namens Nils entworfen werden, der sowohl Motive für die Wotan Jugend entwirft aber auch für die Poster einer Reihe russischer Neonaziverantaltungen verantwortlich ist. Vielleicht findet man nicht gerade ein Hakenkreuz auf den Klamotten, dafür umso mehr die beliebten „kolovrat“ Motive (alt-russisches, religiöses Symbol, das heutzutage gerne von Russsischen Neonazis und Rassisten benutzt wird), die Nummer 88 (Acronym für den Nazigruß – Heil Hitler) oder “Tyr” und “Odal” Runen, die von der SS verwendet wurden. Zusätzlich wurde über White Rex auch eine Special Edition Bandshirts der russischen Neonaziband You must die vertrieben.

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Mit Tattoo-Model und Boxenluder gegen Flüchtlinge

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Innerhalb der fremdenfeindlichen Bewegung behaupten sich Frauen. Sie kommen aus Neonazi-Parteien, rechten Gruppen und sind mitnichten so bürgerlich, wie sie sich darstellen.

Eine Frau bereitet Wilhelmshaven Unbehagen. Denn am 7. November soll in der Stadt am Jadebusen die erste Kundgebung „gegen Asylmissbrauch“ stattfinden. Anmelderin Vanessa Stindt aus Wittmund will unzufriedene Deutsche mobilisieren. Unterstützt wird sie dabei von der Neonazistin Daniela Bliesener, die zur Zeit häufig gemeinsam mit der Bruderschaft „Nordic 12“ in Erscheinung tritt. Oft laufen regionale Anti-Flüchtlingsinitiativen inzwischen über den Namen von Frauen, die gefestigten rechten Strukturen oder so genannten Mischszenen entstammen.

Hinter den Anmeldern stehen meistens verborgene Gruppen. Die Facebook-Seite von „Wilgida“ wird zum Beispiel dem Präsidenten des Wilhelmshavener „MC Schwarzes Rudel“ zugeschrieben, einem Unterstützerclub des „MC Gremium“. In anderen Orten tauchen Verbindungen zu den „Red Devils“, „Bandidos“ oder „Hells Angels“ auf. Vanessa Stindt gehört nach eigenem Bekunden der „Aktionsgruppe Weser/Ems“ an, sie verkündet, deren Kundgebung am Samstag sei nicht von NPD oder „Wilgida“ organisiert, schiebt aber nach: „Was natürlich nicht heißt, dass ich beide Organisationen nicht unterstützen würde.“

Vor wenigen Wochen nahm die neu gegründete „Aktionsgruppe“ an der HoGeSa-Kundgebung in Köln teil. Frauen wie Stindts Mitstreiterin Bliesener aus Jever scheinen innerhalb der rassistischen Straßenbewegung gut vernetzt. Sie betont in einem nahezu feministischen Post bei Facebook: „Es ist unser Land, das Land das unsere Großeltern und unsere Mütter aufgebaut haben“, und fügt kämpferisch hinzu: „Wir können nur gewinnen und wir werden gewinnen. Gemeinsam können wir den Teufel aus der Hölle schlagen.“

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„Slaughter To Prevail“ – Russian band with Neo Nazi frontman tours Europe

Via „Indymedia Linksunten“:

Russia is known as a country with a terrible Neo Nazi establishment. Minorities of different colors, religions and sexual orientations are attacked by Neo Nazis in Russia all the time. It’s a huge shame that Russian Neo Nazis feel themselves welcome in Europe and find support and promotion on European music stage.

The outraging example is an approaching tour of a deathcore band from Ekaterinburg, Russia – Slaughter To Prevail (facebook.com/slaughtertoprevailrus), starting November 6 in at 6K Fest in Liege Belgium). The frontman of the band – Alexander Shikolay (also known as Alex Terrible – https://vk.com/satanicmotherfucker, https://instagram.com/aleksatana666) is a known Russian Nazi who don‘t even try to hide his ideas. He wears Neo-Nazi tattoos, has open support of notorious Russian white power bands and famous extreme right-wing clothing brands like White Rex and Thor Steiner, works with Russian extreme right musicians. Since the band was getting strong promotion in Europe, Alex, his band and managers may deny the fact he shares the Neo-Nazi idea, but a closer look at his background, photos and profiles in social media says it all.

1. Nazi tattoos

„Black Sun“ Svastika

On most of the band’s promo photos, also the poster for an upcoming tour Alex is posing with a stylized svastika tattoo on his elbow. This symbol, also known as „Black Sun“ is widely popular among Russian and Eastern-European Nazis and is considered illegal by many goveernments and such organizations as UEFA. According to Fare Network (http://www.farenet.org/) – a worldwide organization that fights racism in football and works closely with UEFA and human rights organization, „the Black Sun represents a swastika with twelve arms or a wheel made of twelve Sig-runes. It was used by the SS (the security squadron of the Nazis) as a Nordic-pagan symbol of religion and is often used as an alternative to the swastika“

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Pivert, eine faschistische Modemarke aus dem Hause CasaPound Italia

Via Heiko Koch:

„Ein Volk von Dichtern, Künstlern, Helden, Heiligen, von Denkern, Wissenschaftlern, Seefahrern, Weltreisenden“. So steht es hoch oben an dem Palazzo della Civiltà Italiana, dem sechsstöckigen Weltausstellungs-Palast in dem unter dem Diktator Benito Mussolini erbauten Stadtteil Esposizione Universale di Roma (EUR) im Süden Roms. Jetzt wirbt unverhohlen eine neue Modemarke mit den Bildern des EUR und dem nationalistischen Sinnspruch des Colosseo Quadrato. Ihr Name: Pivert. Ihre Macher: Militante der faschistischen Partei CasaPound Italia.

- eine Recherche über Mode, MMA und Schattenkommerz -

Auf den ersten Blick hat die Modemarke nichts Faschistisches an sich. Dezent gestylt sieht man auf Polo- und Sweat-Shirts, Jacken und Mützen lediglich ein kleines P mit einem stilisierten Specht. Aus der Entfernung könnte man die Produkte mit Markenartikel aus dem Haus Ralph Lauren mit dem bekannten Signe des Poloreiters verwechseln – oder mit der Marke „Fred Perry“. Es wird kein halb-offener oder direkter Bezug zum Nationalsozialismus oder Faschismus wie bei den Marken „Ansgar Arian“ oder „Svastone“ hergestellt. Keine pseudo-germanische Helden- und Heidentümelei wie bei „Thor Steinar“, „Eric and Sons“ oder „Runa“ geboten. Und die aggressive Pose wie bei „Hard Wolf“, „Calci e Pugni“, „Walhall Athletic“ oder „Greifvogel“ fehlt ebenfalls. Mit Logo und Style, Farben und Schnitt ist an eine Herrenmode für Jedermann gedacht. Denn, wie bei vielen ihrer Projekte und Vorhaben, will CasaPound zwar das Eigene betonen, sich aber dennoch gezielt mitten in der Gesellschaft platzieren – und Geld machen. So ist die Marke nach außen nur für diejenigen zu erkennen, die um ihre Hintergründe und ihre „black contents“ wissen.

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Hammerskin Roland: Tod eines Spitzels

Die „Autonome Antifa Freiburg“ hat mal wieder hervorragende Recherchearbeit geleistet. Es ist mehr als erschreckend, wie hier staatliches Zusammenspiel mit „Hammerskin“–, „Blood & Honour“–, „Rocker“– und Rechtsterrorismusstrukturen offengelegt wird:

Roland Sokol, geboren am 19.06.1972 und zuletzt wohnhaft In den Schneidergärten 79 in 76307 Karlsbad bei Karlsruhe, war seit Ende der 1980er Jahre einer der Protagonisten der badischen Naziskinhead-Szene. Er starb am 22.09.2015 an Krebs. In pathetischen Nachrufen vor allem auf Facebook-Pinnwänden beklagten seine „Kameraden“ sein Ableben und rühmten ihn als einen der letzten Naziskinheads, der der „Bewegung“ über lange Jahre hinweg treu geblieben sei. Roland Sokols Nazikarriere verlief über seine Sozialisation im Naziskin-Milieu der frühen 1990er Jahre und als Bassist der Szeneband „Triebtäter“, über Hooliganaktivitäten von „Destroyers Karlsruhe“ bis HoGeSa, als Besucher und teilweise Organisator von hunderten Nazikonzerten im In- und Ausland, über Aktivitäten bei der „Karlsruher Kameradschaft“, bei „Blood & Honour“ und der „Endstufe-Crew“ bis hin zu seiner Mitgliedschaft bei den „Hammerskins“. Sokol pflegte regen Kontakt zu hunderten von Bekanntschaften auch überregional und international, darunter dutzende Szenegrößen in ganz Deutschland und war stets auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen und Diskussionen der Nazikameradschafts-Szene. Was bisher nicht bekannt ist: Roland Sokol war V-Mann des Verfassungsschutzes.

Kompanielied: „Blut muss fließen“

Abseits seiner Naziaktivitäten verlief Roland Sokols Leben recht ereignislos. Seine Eltern brachen im Jahr 1990 den Kontakt zu ihm ab, nachdem er sich für ein Leben als Naziskinhead entschied: „ich wurde vor 21 Jahren von meinem Vater vor die Wahl gestellt: Entweder Haare normal und Einstellung auch, oder verschwinden. Bin gegangen.“ Seine Zeit bei der Bundeswehr als Panzergrenadier der Kompanie 5./294 in Stetten am kalten Markt behielt der Hauptgefreite Sokol in Erinnerung: „Ich war von Juli ’91 bis Juni ’93 dabei, aber Mannschaftsdienstgrad. Kein Streß und den BCE hab ich da auch gemacht. Der MAD hat ganz schön abgekotzt. Der Großteil der Kompanie dachte rechts. Und: Blut muss fließen von Tonstörung war unser Kompanielied, das haste aus jeder Stube gehört :-) “. Er lernte Offsetdrucker und wechselte in seinen letzten Lebensjahren zwischen Hartz IV und kurzzeitigen Anstellungen als Industriemeister für digitale Druck- und Printmedien hin und her. Zwischenzeitig versuchte er sein unregelmäßiges Einkommen durch den wenig lukrativen Nazi-Onlinehandel „Patria-Versand“ aufzubessern. Nach seiner Trennung 2006 von seiner damaligen Ehefrau Stefanie Sokol, geb. Grün, lebte er meist allein, die gemeinsame Tochter sah er nur sporadisch. Trotz kurzzeitiger Anstellungen in Düsseldorf, Bremen oder der Schweiz blieb die Karlsruher Region sein Lebensmittelpunkt.

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Siehe auch: Rechtsextremismus in Deutschland: Abschied eines Spitzels
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What is White Rex?

Die „Antifa Tschechien“ schreibt:

White Rex is a Russian clothing brand aimed at combat sports. Even though the owner keep denying it, one doesn’t have to be a genius to understand that White Rex targets mainly neo-Nazis. The brand was established in 2008 by Denis Nikitin. It was founded for the purpose of clustering people with similar opinions and beliefs, and at the same time for the purpose of gaining money for “charity”. In this context, charity stands for financial support of imprisoned neo-Nazis, which they call the “prisoners of conscience”.

White Rex is a Russian clothing brand aimed at combat sports. Even though the owner keep denying it, one doesn’t have to be a genius to understand that White Rex targets mainly neo-Nazis. The brand was established in 2008 by Denis Nikitin. It was founded for the purpose of clustering people with similar opinions and beliefs, and at the same time for the purpose of gaining money for “charity”. In this context, charity stands for financial support of imprisoned neo-Nazis, which they call the “prisoners of conscience”.

The whole propagation of White Rex and its designs is swarmed with Nazi symbolic. That is not such a surprise, as they are designed by a person called Nils, who makes motives also for the Wotan Jugend organization as well as posters for different Russian neo-Nazi events. You wouldn’t find the swastika on the clothes, but popular are the „kolovrat“ motives (an Old-Russian religious symbol, which is in the present day used by Russian neo-Nazis and racists), number 88 (acronym for the Nazi salute – Heil Hitler) or “Tyr” and “Odal” runes, which were used by the SS. A special edition of t-shirts of a Russian neo-Nazi band called You Must Murder came out under the White Rex brand.

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