Archiv der Kategorie 'NS-Black Metal'

Deutsches Quartett gibt Frankreich-Debüt

Quelle: Blick nach Rechts

Frankreich (Lyon) – Für den 10. November wird in der Region von Lyon ein offenkundig braun gefärbtes Black Metal-Konzert beworben.

Unter dem Motto „Hatred And War“ stehen vier Bands auf dem abendlichen Programm, darunter „Sarkrista“ aus Schleswig-Holstein bei ihrem Frankreich-Debüt. Das Quartett gibt es seit 2011. Es hat seine Musik beim Label Purity Through Fire aus Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) veröffentlicht, bei dem diverse satanistische Combos zu finden sind, aber eben auch einschlägige internationale NSBM-Vertreter wie die Bands „Baise Ma Hache“ aus Frankreich beziehungsweise „Kroda“ aus der Ukraine.

Ebenfalls angekündigt für den aktuell anstehenden Auftritt in Frankreich wird „Frangar“, das italienische Musikprojekt von Sänger „Il Colonnello“. Er steckt hinter der Organisation des jährlich im Frühjahr in Norditalien stattfindenden NSBM-Festivals „Hot Shower“, das bereits jetzt wieder für den 13. April 2019 beworben wird. Ferner bei „Hatred and War“: „Leib“ sowie „Sacrificia Mortuorum“, beide aus Frankreich. Letztere hat sich einmal an einem Tribute-Sampler zur polnischen NSBM-Band „Graveland“ beteiligt. (hf)

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„Horna“ auf Europa-Tournee

Quelle: Blick nach Rechts

Finnische „Black Metal“-Band mit guten Kontakten zu Musikern aus der NSBM-Szene tritt dieser Tage in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf.

Die umstrittene Band „Horna“ aus Finnland will im Rahmen ihrer Europa-Tournee in dieser Woche auch den deutschsprachigen Raum nicht aussparen. Die Finnen sind für zwei Konzerte in Deutschland gebucht. Angekündigt sind sie für den heutigen Mittwoch in Oberhausen und am morgigen Donnerstag November in Erfurt. Am 9. November soll es einen privaten Gig in der Schweiz geben, einen Tag später einen Auftritt in Wien. Begleitet werden „Horna“ vom Support „Altarage“ aus Spanien, die bisher politisch noch in keiner Weise aufgefallen sind.

Wie bei vielen Bands aus dem Genre des Black Metal betonen auch „Horna“, zwischen ihrer Musik und ihren Privatkontakten unterscheiden zu wollen. Zudem erfolgt die vermeintlich reinwaschende Aussage, unpolitisch zu sein. Das mag für den musikalischen Inhalt zutreffen, denn in erster Linie handelt es sich bei den Finnen mit dem Bandleader und Gitarristen „Shatraug“ um eine dem Satanismus, Okkultismus und Paganismus zuzuordnende Combo. Freundschaftliche Beziehungen zu Musikern aus anderen NSBM-Bands bestehen hingegen, etwa zu ihren Landsleuten von „Satanic Warmaster“.

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International besetztes NSBM-Spektakel

Quelle: Blick nach Rechts

23.08.2018 – Ende August findet die vierte Auflage des zweitägigen Festivals „Apocalyptic Rites“ in Finnland statt. Einen Auftritt hat auch die deutsche Kultband „Absurd“.

In der neonazistischen Black Metal-Szene hat die deutsche Band „Absurd“ Kultcharakter. Ihr Bekannt- und Beliebtheitsgrad ist dabei international. Die Combo um ihre charismatische 42-jährige Führungsfigur Hendrik Möbus tritt bei der vierten Auflage des Festivals „Apocalyptic Rites“ am 31. August und 1. September in Finnland auf.

Dass der genaue Ort nicht öffentlich beworben wird, hat seine Gründe, denn es sind nicht nur „Absurd“, sondern auch etliche andere Bands, die nationalsozialistisches Gedankengut gutheißen und propagieren. Die Lokalität soll nach Angaben der Veranstalter nahe der internationalen Urlaubermetropole Tahko etwa 50 Kilometer vom Flughafen Kuopio liegen. In der Organisation des zweitägigen Meetings sind offenkundig NSBM-Musiker eingebunden.

Mit Sturmhauben maskiert auf der Bühne

In den vergangenen Jahren spielten lediglich finnische Bands auf dem Festival. So traten dort beispielsweise 2016 die einschlägigen NSBM-Combos „Goatmoon“ und „Horna“ auf. In diesem Jahr sind unter anderem die finnischen Bands „Aryan Hammer“, „Pagan Skull“, „Marder“ sowie „Circle of Dawn“ mit von der Partie. „Marder“ tritt in ganz Europa bei „Hammerskins“ wie „Blood&Honour“-Veranstaltungen auf. „Circle of Dawn“, die mit Sturmhauben maskiert auf die Bühne gehen, spielten bereits im April zusammen mit „Absurd“ in Norditalien beim jährlichen „Hot Shower“-Festival. (bnr.de berichtete) Einer, der dort als Strippenzieher fungiert, ist Il Colonnello, Sänger bei „Frangar“. Die Italiener gehören in Finnland ebenfalls zum Line-Up. Sie haben aktuell auf dem neuen Album der französischen Band „Baise Ma Hache“ mitgewirkt. Weiterer nichtfinnischer Act bei „Apocalyptic Rites“ ist das Musikprojekt „Zyklon SS“ des Briten Hal Hutchinson.

Bereits seit geraumer Zeit wird ein weiterer „Absurd“-Auftritt beworben. Möbus & Co. sollen am 16. Dezember neben anderen deutschen Bands beim „Asgardsrei“-Festival in Kiew aufspielen. Dort ebenfalls dabei: „Frangar“.

Metal-Klänge rechter Couleur

Quelle: Blick nach Rechts

In der angesagten Party-Location „Reithalle“ in Dresden soll es am 30. Juni wieder einmal einen umstrittenen Konzertabend geben.

Häufig gescholten, neurechten Neofolk-Bands eine Bühne zu bieten, wird für den letzten Juni-Tag ein aus der rechten Ecke stammender Metal-Sound propagiert. Angesagt haben sich dafür die Bands „Acherontas“ (Griechenland) und „Inferno“ (Tschechien). Außerdem sollen „In Slaughter Natives“ (Schweden/Deutschland) auftreten.

„Inferno“ veröffentlicht beim deutschen NSBM-Label World Terror Committee (WTC) mit Sitz in Tangerhütte und ist im Stil auch bekannt für einen kompromisslosen Paganismus und Satanismus. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder gemeinsame Projekte und Releases mit anderen NSBM-Bands. 2007 wurde eine Konzertveranstaltung der Combo zusammen mit anderen NSBM-Gruppen in Thüringen von der Polizei aufgelöst.

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2.200 Neonazis feiern fast ungestört in Themar

Quelle: Störungsmelder

Die Tage der nationalen Bewegung in der Rechtsrockzentrum Themar sollten eine Politveranstaltung der NPD sein. 2.200 Neonazis kamen aber vor allem, um Spaß zu haben – der Gegenprotest blieb klein.

Themar, eine Landstadt mit 3.000 Einwohnern in Südthüringen, ist seit dem Rechtsrockkonzert mit 6.000 Besuchern im vergangenen Jahr bundesweit bekannt. Eine Wiese im Besitz eines Neonazis dient als Veranstaltungsfläche, auf der Neonazis seit Monaten ungestört Konzerte und Aktionen abhalten können.

An diesem Wochenende war es wieder so weit: Die NPD veranstaltete das zweitätige Musikfestival Tage der nationalen Bewegung. Nach Polizeiangaben kamen am Freitagabend rund 900 und am Samstag 2.200 Teilnehmer. Nach dem Schild-und-Schwert-Festival im sächsischen Ostritz war es die zweite Musikgroßveranstaltung unter NPD-Regie innerhalb weniger Wochen in Ostdeutschland.

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Event für „NS Black Metal“-Fans

Quelle: Der Blick nach Rechts

Im tschechischen Nyrsko findet am 14. Juli wieder das „Eternal Hate“-Festival statt – Headliner in diesem Jahr ist eine Band aus der Ukraine.

Es ist bereits die 16. Auflage des „Eternal Hate“-Festivals, das am 14. Juli im tschechischen Nyrsko steigt, und es ist eine dauerhafte Adresse für Freunde des „NS Black Metal“ (NSBM). Ein Blick auf das Programm der vergangenen Jahre unterstreicht dies.

In diesem Jahr ist die aus dem rechten Lager kommende Combo „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine der Headliner. Doch auch die seit 1997 aktiven „Dark Fury“ aus dem polnischen Wroclaw sind in NSBM-Kreisen bestens bekannt und auf internationalen Bühnen präsent. Mitglieder der Band waren auch involviert in das RAC-Projekt „White Devils“. Wie in den Jahren zuvor ist auch eine deutsche Band eingeplant. Es handelt sich um „Nornir“ aus Freiberg, die bis dato nicht dem NSBM zuzurechnen sind, sich mit dem vorgesehenen Auftritt aber in musikalisch braunes Terrain begeben.

Hassmusik und Satanismus

Genau dort ist nämlich auch die tschechische Band „Sekhmet“ anzusiedeln. Ihr Hass auf Juden drückt sich im Lied „Zyklon B“ aus. Die Band spielte beispielsweise im September 2010 im thüringischen Kirchheim bei einem NSBM-Konzertabend. Hassmusik und Satanismus stehen auch bei der seit 1996 aktiven tschechischen Combo „Inferno“ um Sänger Adramelech auf der Visitenkarte. Die jüngste Albumveröffentlichung erfolgte über das in Sachsen-Anhalt beheimatete Label World Terror Committee (WTC) von Sven Zimper, der selbst viele Jahre NSBM-Musiker („Absurd“, „Wolfsmond“) war.

In den Vorjahren dienten NSBM-Bands wie „Graveland“ (2017), „Arkona“ (2016) und „Infernal War“ (2015) aus Polen oder „Ad Hominem“ (2014 und 2016) aus Frankreich als Festival-Zugpferde in Nyrsko. Combos, die schon seit geraumer Zeit aus guten Gründen, wenn überhaupt, dann nur noch konspirativ Bühnen in Deutschland finden. Deutsche Bands dieser auf Provokation und Tabubruch ausgerichteten Musikrichtung in der jährlichen „Eternal Hate“-Reihe wie „Askeregn“ (2014 und 2017), „Drudensang“ sowie „Schrat“ (beide 2017), „Permafrost“ (2016) und „Blutsturm“ (2015) zielen auch ganz klar auf deutsches Publikum ab.

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Fakten und Einschätzungen zum Neonazi-Festival am 08. und 09.06.18 in Themar

Quelle: Mobit Thüringen

Allgemeine Einordnung

Das neonazistische Großevent „Tage der nationalen Bewegung“ wird das 50. dieser Art in Thüringen sein. In keinem anderen Bundesland fanden vergleichbar viele und große Veranstaltungen dieses Formats statt.
Zweitägige RechtsRock-Veranstaltungen sind bisher eine Seltenheit, jedoch scheinen aktuell Neonazis aus der NPD darauf zu setzen. Unter überparteilichen Motti sollen insbesondere die radikalen Teile der Szene angesprochen und vernetzt werden. Der Veranstaltungstitel verweist darauf. Um möglichst viele Personen zu erreichen, wird auf ein immer breiteres Angebot gesetzt: über Reden und Live-Musik hinaus, werden diesmal auch Vorträge und Diskussionsrunden angeboten. Bei dem ähnlichen Event „Schild und Schwert“ vom 20. auf den 21.04.2018 im sächsischen Ostritz waren außerdem auch eine Tattoo-Convention und ein Kampfsport-Turnier Teil des Programms.

Ungeachtet gewisser Unterschiede dienen solche Veranstaltungsformate der Vernetzung der bundes- und auch der europaweiten Neonazi-Szene und der (Selbst-)Vergewisserung der Szene. Sie sind Stichwortgeber, Vermittler neonazistischer Ideologie und Einnahmequelle.

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Ostritz wappnet sich fürs nächste Neonazi-Festival

Quelle: Sächsische Zeitung

NPD-Funktionär Thorsten Heise hat das zweite „Schild und Schwert“ für November angemeldet. Die Macher des Friedensfestes bereiten schon wieder Gegen-Aktionen vor.

Ostritz. Mit großer Kraftanstrengung hat es die kleine Stadt Ostritz geschafft, nicht als „Nazi-Stadt“ abgestempelt zu werden. Am vorletzten April-Wochenende organisierten Privatleute und Vereine ein großes Friedensfest auf dem Marktplatz und reagierten damit auf ein Festival von Neonazis auf dem Gelände des alten Hotels Neißeblick am Rande der Ostritzer Altstadt. So standen nach Schätzungen der Polizei etwa 1 200 Neonazis rund 3 000 Menschen gegenüber, die sich für Demokratie und Toleranz eingesetzt haben.

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Hass auf Juden in Liedtexten

Quelle: Blick nach Rechts

31.05.2018 – Antisemitismus zieht sich wie ein brauner Faden durch den Rechtsrock.

Antisemitismus als regelrecht fester Bestandteil des Rechtsrocks; (Screenshot)
Mit der Veröffentlichung „Weltbürgertum statt Vaterland“ – Untertitel: „Antisemitismus im Rechtsrock“ – hat Timo Büchner eine Fleißarbeit abgeliefert. Der Autor hat sich dafür 230 Alben aus dem neonazistischem Spektrum angehört. Er stellt fest, dass sich das Feindbild Juden und der Hass auf sie innerhalb des Rechtsrocks wie ein durchgehend brauner Faden durch die Liedtexte zieht, ja regelrecht fester Bestandteil dieser ist.

Mit dem Skandal rund um die Echo-Verleihung für die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang sowie der Folgedebatte darum findet das Buch sogar ungewollt eine aktuelle Diskussionsplattform. Wenn Büchner beinahe akademisch herzuleiten versucht, weshalb er sich an der Schreibweise Rechtsrock stört und vielmehr RechtsRock bevorzugt, arbeitet er sich an einem Nebenschauplatz ab. Wenn er aber in die Textanalyse geht und dazu zahlreiche Beispiele für antisemitisches Gedankengut oder entsprechende Metaphern dafür auflistet, dann gelingt ihm eine dokumentarisch wertvolle Zusammenstellung und Einordnung.

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Metal-Festival mit umstrittenen Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Am Pfingstwochenende findet im finnischen Hyvinkää das zweitägige Steelfest statt – mit dabei sind auch eindeutige NSBM-Bands.

Beim Steelfest am 18. und 19. Mai im finnischen Hyvinkää stehen verschiedene Metal-Orientierungen auf dem Programm. Die Festival-Verantwortlichen haben dabei aber auch eindeutige NSBM-Bands eingeladen. Dazu zählen „Baise Ma Hache“ aus Frankreich, „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine sowie „Satanic Warmaster“ aus Finnland.

Seit Jahren umstritten ist das Gebaren der australischen Band „Deströyer 666“ wegen ihrer partiellen Beiträge bei anderen RAC-Projekten („Rock Against Communism“) wie etwa „Raven’s Wing“. Bereits 1997 grüßten die Australier um Sänger KK Warslut auf ihrem Debütalbum die Rechtsrock-Bands „Fortress“, „Squadron“ und „Brutal Attack“. In diesem Jahr fiel Warslut mit sexistischen Bemerkungen gegen Aktivitäten der „MeToo“-Bewegung auf. Kritik an den Finnen von „Archgoat“ ist ebenfalls berechtigt, da die Band 2015 ein Split-Album mit ihren Landsleuten von „Satanic Warmaster“ aufgenommen hat.

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Antifa Meran verurteilt Konzert auf Schloss Runkelstein

Quelle: Südtirol News

Bozen/Meran – Die Antifa Meran kritisiert die Genehmigung für einen Auftritt der Band „Comgagnia dell’anello“ in den Räumlichkeiten der Gemeinde Bozen auf Schloss Runkelstein heftig.

Die Band wurde bereits in den 70-er Jahren von Mitgliedern der Fronte della Gioventù, dem Jugendableger der postfaschistischen MSI, gegründet. Wie die Antifa die Band zitiert, habe die Gruppe angefangen, Lieder zu schreiben, weil „für die Faschisten niemand singen würde“.

„Diese Aussage lässt keinen Zweifel an der politischen Gesinnung der Gruppe. Und das heißt: Sie hat nichts in Räumlichkeiten der Stadt Bozen zu suchen“, so die Antifa Meran.

Dieses Konzert stelle einen weiteren Versuch der Neofaschisten dar, durch ein auf den ersten Blick harmloses Musikfest rechtsextreme Propaganda zu betreteiben. Es sei skandalös, dass die Gemeinde Bozen ihre Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stellt.

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Siehe auch: Faschisten auf Schloss Runkelstein

„Brainwash“ zu Gast in Kiew

Quelle: Der Blick nach Rechts

Kiew – Im Musikclub „Bingo“ in Kiew ist für den 29. April ein Konzert mit Rechtsrock- beziehungsweise NSBM-Bands aus verschiedenen Ländern angekündigt.

Auftreten soll neben fünf weiteren Bands des rechten Spektrums auch die Combo „Brainwash“. Diese existiert seit 2001. Die Mitglieder um Sänger Rene Weiße kommen alle aus Sachsen, vornehmlich aus dem Raum Dresden, und haben engen Kontakt zum Rechtsrock-Label OPOS-Records.

Außerdem werden für das Konzert „M8L8TH“ aus Russland, die bereits zum Jahreswechsel 1989/1990 gegründeten „Kratky Proces“ aus der Slowakei sowie die ukrainischen NSBM-Bands „Sokyra Peruna“, „Nokturnal Mortum“ und die die Gothic- und Industrial-Stilrichtung bevorzugenden „Komu Vnyz“ aufgelistet.

Angesichts dieses Konzerts sollte sich wohl die auch international gefragte deutsche Mittelalter-Szeneband „In Extremo“ aus dem Großraum Berlin vielleicht noch einmal hinterfragen, in welcher Lokalität sie im September in Kiew auftreten möchte. (hf)

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Martialische NSBM-Klänge in Norditalien

Quelle: Blick nach Rechts

26.03.2018 – In der Nähe der norditalienischen Stadt Mailand soll am 7. April die siebte Auflage des „Hot Shower-Festivals“ stattfinden.

Fest etabliert hat sich im jährlichen Kalender der NS-Black Metal-Szene (NSBM) das „Hot Shower-Festival“ in der Nähe von Mailand. Die siebte Auflage findet unter dem Motto „Würstelmania Edition“ am 7. April statt. Mit dabei an dem Samstag sind auch zwei deutsche Bands.

Insgesamt werden bereits seit August des Vorjahres sieben Combos angekündigt. Dazu gehört die 2002 gegründete Band „Wodulf“ aus Griechenland. Eine weite Anreise aus Argentinien vor sich haben „Ulfhethnar“. Aus Russland stammen „Velimor“, die mit ihren unter anderem antisemitischen Titeln seit 2001 aktiv sind. 2015 veröffentlichten sie ihr mittlerweile drittes und bislang letztes Album. Aus Finnland vorgesehen sind „Vithran Werwolf“ und „Circle of Dawn“. Letztere wurden als Islamgegner und für ihre maskierten Auftritte bekannt. Aktuell sind die Finnen beim Label Darker Than Black gelistet, mit dem Hendrik Möbus von „Absurd“ international tätig ist.

Dessen Band „Absurd“ ist neuerdings auch wieder live unterwegs. Zuletzt noch im Dezember in Kiew auf der Bühne, ist nun der nächste Auftritt am 7. April für Norditalien geplant. Dabei kommen inzwischen auch andere Sessionmusiker zum Einsatz. Beim „Asgardsrei“-Festival in der ukrainischen Hauptstadt, benannt nach einem „Absurd“-Albumtitel, spielte beispielsweise Thomas Kosmas, Spitzname „Commando Wolf“, aus Griechenland den Bass. Er gehörte viele Jahre zur griechischen NSBM-Band „Der Stürmer“, mit der er sich zuletzt aber überworfen hatte.

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V-Leute setzten sich für „Satansmörder“ Möbus in den USA ein

Quelle: „Antifaschistisches Infoblatt“

Die Flucht von Hendrik Möbus währte nicht einmal ein Jahr: im August 2000 wurde der als „Satansmörder“ bekannt gewordene Neonazi nach mehrwöchiger Observation in West-Virginia festgenommen. Er hatte sich Ende 1999 in die USA abgesetzt, nachdem das Amtsgericht Erfurt seine Bewährung nach der vorzeitigen Haftentlassung im August 1998 widerrufen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Möbus eine vierjährige Haftstrafe wegen gemeinschaftlich geplanten Mordes, Freiheitsberaubung und Nötigung hinter sich gebracht. Er war einer der drei Täter, die 1993 den 15-jährigen Sandro Beyer in einer Waldhütte im thüringischen Sondershausen erdrosselt und den Leichnam in einer Baugrube vergraben hatten.

Wieder in Freiheit, hatte er sein Mordopfer als „Volksschädling“ verhöhnt und bei einem Auftritt seiner Band „Absurd“ den Hitlergruß gezeigt. Möbus flüchtete nicht zufällig nach West-Virginia, denn dort konnte er sich der Unterstützung von William Pierce, dem Gründer der „National Alliance“ (NA), sicher sein. Unter seinem richtigen Namen reiste er nach Washington und hatte sich bei dem Chef des „White Order of Thule“, Nathan Pett, in Seattle eingemietet. Als Zielfahnder seinen Unterschlupf überprüften, war Möbus wieder verschwunden. Im Mai 2000 tauchte dann ein in Moskau abgestempelter und von Möbus unterschriebener Brief auf. Darin hieß es: „Hiermit mache ich bekannt, dass ich mich der Strafverfolgung und -vollstreckung in der Bundesrepublik Deutschland nicht freiwillig stellen werde“. Der Brief war jedoch eine falsche Fährte, denn Möbus befand sich nach wie vor in den USA, wo er einen Musikvertrieb für „National Socialist Black Metal“ (NSBM) namens „Cymofane“ übernommen hatte. Der Vertrieb lief über ein Postfach in Marlington in West-Virginia, den Schlüssel dazu besaß William Pierce. Der vom Bürgerrechtler Leonard Zeskind als „Chefideologe der rechtsextremen Szene in den USA“ bezeichnete Pierce betrieb einen regen Versandhandel und die Plattenfirma „Resistance Records“, eines der weltweit größten Label für rechte Musik.

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Frankfurt/Oder: Polizei löst Treffen rechter Rocker auf

Quelle: MOZ

Frankfurt (MOZ) In einer alten Bunkeranlage in der Bahnhofstraße hat die Polizei am Sonnabend ein Konzert von Rechtsextremen aufgelöst. Nach Angaben des Innenministeriums wird die Immobilie seit dem vorigen Jahr von der „Kameradschaft Kommando Werwolf“ genutzt. Der Verfassungsschutz des Landes beobachtet die Gruppierung schon länger.

Es war eine beunruhigende Szene am frühen Samstagabend in der Heilbronner Straße. Vor dem ehemaligen Lichtspieltheater der Jugend standen mehrere Fahrzeuge der Polizei, dazu Pkw von Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes. Das Ziel der Einsatzkräfte war ein ehemaliger Luftschutzbunker, der sich etwas versteckt hinter dem Alten Kino befindet. Dort verhinderte das Großaufgebot offenbar zum wiederholten Male ein Konzert rechtsextremer Rocker.

Laut Ordnungsdezernent Markus Derling hatte die Stadt einige Tage im Vorfeld von der Veranstaltung erfahren. „Da für die Anlage keinerlei baurechtliche Genehmigungen für Veranstaltungen vorliegen, haben wir hier eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen. Die Polizei haben wir dann um Amtshilfe gebeten, um die Vollziehung durchzusetzen“, erläutert Derling. Er war an dem Abend auch selbst vor Ort, um sich ein Bild vom Einsatz zu machen.

Nach Angaben von Bärbel Cotte-Weiß von der Polizeidirektion Ost sei eine Musikveranstaltung im Bunker geplant gewesen. Trotz des amtlichen Verbots hätten die Beamten 21 Personen angetroffen. „Die Veranstaltung wurde aufgelöst und die Personen verhielten sich kooperativ“, erklärt die Sprecherin. Der Einsatz dauerte bis Mitternacht an.

Die Polizeidirektion bestätigte, dass ein Teil der Gäste der rechten Szene und der „Kameradschaft Kommando Werwolf“ (KSKW) zuzuordnen seien. Dabei handelt es sich um eine rechtsextremistische Gruppierung, die sich als „Bruderschaft“ organisiert. Rechtsextreme Rocker werden seit längerem von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet. Sie kopieren den Lebensstil von Motorradgangs, übernehmen deren Äußerlichkeiten wie Lederkutten mit Vereinsabzeichen oder die streng hierarchischen Strukturen. Ziel der „Neonationalsozialisten“ sei es, „den inneren Zusammenhalt zu fördern und einen vermeintlich elitären Zirkel zu formen. Öffentliche, politische Auftritte sind eher die Ausnahme“, heißt es im Verfassungsschutzbericht 2016. In Brandenburg existieren demnach sieben „Bruderschaften“, darunter die „Kameradschaft Kommando Werwolf“. Sie hat nach Angaben der Verfassungsschützer bis zu 15 Mitglieder und setzt sich aus Rechtsextremisten aus Frankfurt, Beeskow und Gardelegen zusammen.

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Versteckspiel mit schlechter Tarnung

Via Sachsen-Anhalt Rechtsaussen:

Identitärer Rapper Komplott nutzt Proberaum von Magdeburger Rechstrockbands

AfD-Abgeordnete gründeten mit Rechtsrockmusikern und Neonazis eine Burschenschaft
Nachdem im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass der Identitäre-Rapper Komplott nicht aus Halle kommt und sich hinter diesem Namen der Neonazi Patrick Bass aus Heidelberg verbirgt, wurde es scheinbar kurz ruhig um den von IB-Faschisten gefeierten Künstler des „identitären Rap“. Nach der Veröffentlichung verließ Bass Berichten zufolge fluchtartig seine Wohnung und löschte verschiedene Accounts in sozialen Medien. Einige Monate später war Komplott wieder bei Instagram und Facebook aktiv. Am 22. Oktober 2017 veröffentlichte der Leipziger Identitäre Alexander „Malenki“ Kleine ein Video mit dem Rapper auf seinem Youtube-Kanal. Zu Beginn, um das folgende Interview anzukündigen, steht Kleine mit seinem Hund auf einem Hinterhof und gibt an „tief irgendwo in Dunkeldeutschland“ zu sein. Im Hintergrund ist die alte Diamantbrauerei in Magdeburg zu erkennen. Wenig später sind Kleine und Bass in einem Bandproberaum zu sehen. Es handelt sich um den Proberaum der Rechtsrockbands Mortuary, Painful Life und Agharta.

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Nationalsozialistischer Black Metal – der Teufel trägt Flecktarn (Teil 2)

Quelle: Don‘t call it music

Um die Dimension des deutschen “National Socialist Black Metal”, kurz NSBM, begreiflich zu machen, folgt heute ein Porträt einer weiteren NSBM-Band, die aus einschlägig bekannten Neonazis besteht und deren Mitglieder maßgeblich das Konzertgeschehen in Ostdeutschland beeinflussen.

Stahlfront – Walhalla oder Neuschwabenland?

Im Jahr 2011 ins Leben gerufen, gilt “Stahlfront” heute als gefragte Band im NSBM-Bereich. Das mag nicht nur an ihrer faschistischen und elitären Aufmachung liegen, sondern vielmehr an den Personen hinter dem Projekt. Als Live-Mitglied saß anfangs der in Gera wohnhafte Denis Sch. am Schlagzeug. Der 1976 geborene Sch. trat 2009 in Gera für die NPD zur Stadtratswahl an und wirkt auch in der bekannten Thüringer NSBM-Band “Totenburg” mit. Über Sch.s Label “Hammerbund” veröffentlicht “Stahlfront” Merchandise-Artikel und mehrere CDs.

Aktueller Schlagzeuger von “Stahlfront” ist Paul M., ebenfalls eine exponierte Person in der Rechtsrock- und NSBM-Szene. Seine derzeitigen Projekte sind die Nazibands “Blitzkrieg”, “Brainwash”, “Camulos”, “Leichenzug”, “Manson” und bis vor Kurzem die Zwickauer Trash-Metal-Band “Aeveron”. Zudem betreibt er an seinem Wohnsitz in Wilkau-Haßlau bei Zwickau das NSBM-Label “Blasphemous Terror Records”.

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Nationalsozialistischer Black Metal – der Teufel trägt Flecktarn (Teil 1)

Quelle: Don‘t call it music

Um sich vom Black-Metal-Mainstream abzugrenzen und den extrem rechten Bands dieses Genres eine Plattform zu geben, entstand in den Neunziger Jahren das Genre “National Socialist Black Metal”, kurz NSBM. Nur wenige Black-Metal-Bands beziehen sich heute explizit auf den NSBM. Andere wollen nicht in diese Schublade gesteckt werden, selbst wenn sie ausschließlich in diesem Milieu Konzerte geben. Für einige Bands ist das Spiel mit Nazi-Symbolen der Versuch einer Provokation, ein Element innerhalb der Darstellung als möglichst brutale, krasse und nihilistische “Untergrundband”.

Für einen nicht unerheblichen Teil dieser Szene ist es jedoch mehr als ein Spiel mit Symbolen. Vielmehr ist NSBM eine Nische, in der Hitler-Kult ausgelebt und die Verbrechen des NS-Regimes verherrlicht werden können. Die NSBM-Szene ist international bestens vernetzt und zu einem festen Bestandteil der neonazistischen Musiklandschaft geworden. Schon in den Neunzigern war eine Vermischung der Rechtsrockszene mit dem NSBM deutlich sichtbar. Musiker aus klassischen Rechtsrock-Bands fingen an, sich der NSBM-Szene anzunähern und unterhielten oft NS-Black-Metal-Bands als Nebenprojekte.

Für viele Neonazis ist Black Metal – und explizit NSBM – die einzig wahre Spielart, die die Ideen des Nationalsozialismus, die Überlegenheit der “weißen, arischen Rasse” und das eigene Elitebewusstsein musikalisch ausdrücken kann.

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Rechtes Black-Metal Konzert kleingeredet

Quelle: Antifainfoblatt

Am 3. September 2016 spielte die extrem rechte Black-Metal-Band „Permafrost“ im Rahmen des „Torn Your Ties“-Festivals im baden-württembergischen Bobstadt (Main-Tauber-Kreis). Pikant: Der Veranstalter war der stellvertretende Ortsvorsteher des kleinen Dorfes, Heiko G..

„Permafrost hat mit Politik nichts zu tun“

„Permafrost“, gegründet 2003 in Zeitz (Sachsen-Anhalt) wird dem „National Socialist Black Metal“1 zugeordnet und tritt bundes- und europaweit im Rahmen konspirativer Konzerte auf. Die Band hingegen betont: „Permafrost hat mit Politik nichts zu tun und dient einzig und allein der Verehrung Satans.“ Vor dem „Torn Your Ties“-Festival stellte die Band erneut fest, sie sei „keine Band welche politische Inhalte transportiert“.

Allerdings sprechen die Liedtexte und das Umfeld der Band eine andere Sprache: 2007 veröffentlichte die Band das Album „Live in Zeitz“ und coverte darin mehrere antisemitische Lieder extrem rechter Bands. Etwa das „Blutlied“ – bekannt auch als „Blut muss fließen“ von „Tonstörung“.2 „Permafrost“ selbst verteidigte das Cover: „Das Lied BMF ist eine Aneinanderreihung von 3 Akkorden welche scherzhaft von uns als ‚Tonstörung Cover‘ bezeichnet wurden. Das ‚Lied‘ ist instrumental und wurde von uns ohne Gesang vorgetragen.“ Die Version der verbreiteten DVD aus dem Jahr 2006 zeigt zwar, dass das Lied ohne Gesang gespielt wurde, doch der Sänger forderte eindeutig zum Mitsingen des Textes auf. Das Publikum und Teile der Band schrien den antisemitischen Liedtext mit – allerdings aus rechtlichen Gründen nicht in das Mikrofon.

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Brainwash und Moshpit – Seit wann liegt Dresden in Thüringen?

Quelle: Don‘t call it music

Die Bands “Brainwash” und “Moshpit” gelten als Aushängeschilder des Dresdner Nazilabels “OPOS Records”. Beide beziehen sich bis heute auf ihre Wurzeln in der Stadt Altenburg (Thüringen), ihre Mitglieder wohnen jedoch seit Jahren überwiegend im Raum Dresden. Der Ruf Altenburgs als Rechtsrock-Hochburg geht bis zur 1996 gegründeten NS-Metal-Band “Kreuzfeuer” zurück, deren Sänger Jens R. im Jahr 2000 Suizid beging. Dass im Jahr 2011 ein Sampler “Altenburg rockt das Reich” mit Beiträgen acht verschiedener Nazibands erschien, illustriert die Zustände in der 33.000-Einwohner-Stadt treffend. Eine von “Thüringen Rechtsaußen” im Jahr 2014 zusammengestellte Liste nennt gar 15 Nazibands mit Schwerpunkt Altenburg.

Frontmann und Sänger der 2001 gegründeten NS-Hardcore-Band “Brainwash” ist René W.. Der 1976 geborene Neonazi produziert und vertreibt außerdem die Kleidungsmarke “Dryve by Suizhyde”. Unter dem Künstlernamen “Mudhater Design” ist er einer der Haus-und-Hof-Grafiker für “OPOS Records”. W. gehört auch der Naziband “Endless Struggle” an und wirkte bei den Bands “Forbidden” und “Sharon Tate” mit. René W. kommt aus Altenburg, wohnt aber seit einigen Jahren in Dresden.

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