Archiv der Kategorie 'Psychobilly, Rockabilly'

MEANTRAITORS – psychobilly for rightwingers and nazi-skins on tour through Europe

The russian Psychobilly-Band THE MEANTRAITORS is touring through europa. The „2017 Spring-a-Bily-Tour“ started in Latvia on March 3rd and will be finshed in Krakow on April 9th. The first seven concerts were be played. But since some activists recognised who is coming to their cities and their clubs more and more concerts were cancelled because of the involvement of the band into the selfproclaimed unpolitical rock scene in Russia whic his well connected to the Rock-Against-Communism (RAC) and also the Blood & Honour network in Russia and Europe. It is really disturbing that a Band with very good contacts to rightwing subcultures and with rightwing fans is playing in alternative (White Trash / Berlin) or even communist (ARCI Camalli / Italy) and leftwing locations. It is aweful that a band like MEANTRAITORS which since the 90ies has no problem with RAC bands and fans can eash their brown attitude as unpolitical.

The background of the band MEANTRAITORS is in Russia well known. Since the late 90ies the band was involved into different controversial debates. The band played 1997 together with the RAC bands Sturm and Vandal in Moscow. Soon after that gig a concert with the russian Blood & Honour Band Kolovrat was planned. The leadsinger Stas Bogorad knew the nazi-band Kolovrat from the early 90ies, when he was one of the organisers of a concert for Kolovrat. The connection to rightwingers continues until today. In 2014 the band played a concert with the russian racist metal band Korroziya Metalla. The singer of this band was involved in different activities connected to nazis since the 90ies. But even more disturbing is that this band is using the nazi-symbol‚ black sun‘ in their band-logo. In december 2015 the MEANTRAITORS played with the right wing rock band Via Sboi from Sankt Petersburg which is part of the RAC movement in russia. So, the band MEANTRAITORS has no problem to party, to play and to organise concerts with RAC, Blood & Honour and other rightwing bands.

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Essen: Neonazis betreiben Modegeschäft in Borbeck

Via „Indymedia Linksunten“:

Im März vergangenen Jahres eröffnete im Essener Stadtteil Borbeck ein Bekleidungsgeschäft, das überwiegend Kleidung und Accessoires der Rockabilly-, Horrorpunk- und Emo-Kultur verkauft. Eigentlich nichts besonderes, wäre da nicht die Tatsache, dass der Laden “Detkill” von Jennifer Killat und Sandra Detmers – zwei örtlichen Neonazis – betrieben wird.

Der Name “Detkil” setzt sich aus den jeweils ersten drei Buchstaben des Nachnamens der Betreiberinnen zusammen: Sandra Det-mers und Jennifer Kil-lat und spielt damit auf die (phonetische) Ähnlichkeit mit den englischen Wörtern “Dead” und “Kill” an. Daran, dass die beiden Neonazi-Aktivistinnen den Laden betreiben, besteht kein Zweifel: Detmers steht namentlich im Impressum auf der Website des dazugehörigen Versandhandels, die im April online ging (xxx.detkil.de) und Killat hat die genannte Top-Level-Domain angemeldet.

Die Betreiberinnen gehören der Kameradschaftsszene an

Die Verknüpfungen von “Detkil” mit der rechten Szene lassen sich leicht nachzeichnen bzw. erklären: Jennifer Killat ist eine langjährige Aktivistin der Essener und Dortmunder Neonaziszene. Seit mehr als zehn Jahren nimmt sie an Neonaziaufmärschen teil und war in der Essener Kameradschaftsszene aktiv. Nachdem sie mit dem Dortmunder Führungskader Dietrich Surmann zusammengekommen war, orientierte sie sich fortan jedoch eher an den Strukturen in der Nachbarstadt, besuchte dort die sogenannten Kameradschaftstreffen, provozierte bei antifaschistischen Veranstaltungen und stellte ihren Wagen für Einschüchterungsversuche gegen Antifaschisten zur Verfügung. Erst im April 2013 wurde sie in ihrer Nachbarschaft geoutet. Parallel dazu wurden die Verbindungen von der Firma ihres Vaters, dem Sanitärunternehmen “Frank Killat Bau und Fließen GmbH“, zur neonazistischen Szene öffentlich gemacht (https://linksunten.indymedia.org/node/84314). Das gut laufende Unternehmen beschäftigt nicht nur Neonazis, sondern der Eigentümer dürfte aus Sympathie für die Rechten Surmann auch beim Erwerb des Ladenlokals in Dortmund-Huckarde, das als Kreis- und Landesgeschäftsstelle für die Partei “Die Rechte” dienen sollte, materiell unterstützt haben (https://linksunten.indymedia.org/de/node/71467). Auch beim “Detkil” dürfte Herr Killat seiner Tochter finanziell unter die Arme gegriffen haben. Darüber hinaus stellte er das Gelände seines Anwesens in der Hövelstraße 152 im Stadtteil Altenessen für ein Fotoshooting mit “Detkil”-Models zur Verfügung und macht somit auch keinen Hehl aus der Unterstützung des Modegeschäfts.

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Morgen gibt’s RACker Martin Grobe im Wild at Heart zu bewundern

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Nach Evil Conduct, den Ruckers und Secret Army hat es nun eine weitere Band ins „Wild at heart“ geschafft, deren Mitglieder es nicht so ganz genau nehmen, auf welcher Hochzeit sie tanzen. Heute im Wild at Heart, morgen unterwegs mit den allseits vertrauten Nazi-Punk-Froinden. Heidiho!

Im folgenden Text geht es um Martin “Grobi” Grobe, der in Köln eine Kneipe betreibt und zudem noch in den Psychobilly-Bands “Minestompers” & “Bad Reputation” spielt. Darüber hinaus hat Grobe keine Berührungsängste zur extrem Rechten.

“Bad Reputation” selbst haben vor nicht all zu langer Zeit ein neues Album aufgenommen und verschicken ihre oberflächlich nicht politisch gelabelte CD derzeit für Reviews, Versandplatzierungen in Mailordern und auf der Suche Auftrittsmöglichkeiten. Diese Ansicht gerät allerdings ins wanken, wenn man sich die Band im Einzelnen ansieht.

Mit Martin “Grobi” Grobe haben “Bad Reputation” ein Bandmitglied, was weder ein Problem hat mit Nazis zu feiern, noch diese Kontakte für (bisher) nötig hielt zu verstecken, wie die Bilder, die er selbst auf der allseits geliebten Plattform Facebook öffentlich zugänglich gemacht hat, auch deutlich zeigen (Anmerkung: mittlerweile wurden einige Bilder aufgrund von Erklärungsnöten der Band gelöscht. Da wir linken Lügenbaron*innen aber dafür bekannt sind, Daten zu sammeln, haben wir sie dem Artikel angehängt.)

Die Bilder zeigen Grobe beim vertrauten Feiern mit Personen des rechten Randes bis hin zur organisierten Nazi-Szene. Seine Freund*innen dienen als Litfaßsäulen für eindeutig rechte Bands wie “Endstufe”, „Hot Rod Frankie“ oder pflegen selbst Kontakte zu bundesweit bekannten Rechtsrockbands wie “Endstufe” oder “Punkfront”. Betreffende Freund*innen machen zudem noch weniger einen Hehl um ihre Kontakte oder Aktivitäten.

Wir gehen davon aus, dass Grobe nicht unwissend sein kann, was seine Kontakte und diese Bands betrifft, da diese auch szene-übergreifend in der Punk-, Skinhead & Psychobilly-Subkultur bekannt sind. Grobe selbst war, bis zu seiner aktuell vorläufigen Endstation in der Psychobilly-Szene, jahrelang in der Subkultur, irgendwo zwischen Deutschpunk, Punk, Rock n Roll, Oi! Und Hardcore, unterwegs. Neben seinem Versuch sich als DJ zu etablieren, führt(e) Grobe in Köln die Kneipe “Church Of Tohuwabohu”, in der ebenfalls bereits einschlägig politisch gelagertes Publikum vollkommen unpolitisch, der guten Stimmung wegen, Bier trinken konnte. Mitglieder von Rechtsrock-Bands wie “Endstufe” aus Bremen oder Personen aus dem Dormagener Nazi-Umfeld wurden ebenfalls in der Vergangenheit mit Grobe auf gemeinsamen Trinktouren gesehen.

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Der Streit ums Erbe – Die Nachfolgestrukturen von Blood & Honour

Ein weiterer interessanter Hintergrundbericht über das Fortbestehen der militanten „Blood&Honour“-Strukturen auch weit über das Verbotsjahr 2000 hinaus (Quelle: AIB Nummer 71/2006):

Am 7. März 2006 durchsuchte die Polizei in sechs Bundesländern insgesamt 119 Wohnungen und Geschäftsräume von 80 Neonazis, die verdächtigt werden, das im September 2000 verbotene Netzwerk der Blood & Honour-Division Deutschland weitergeführt zu haben. Insbesondere wird den Betroffenen die Organisierung »verfassungsfeindlicher Musikveranstaltungen« vorgeworfen. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz zielten die Razzien unter anderem auf die Aktivisten einer Division 28, die sich als die wahren »Erbfolger« von Blood & Honour sehen. Diesen Anspruch versuchen sie mit rabiaten Methoden durchzusetzen.

Es war eine Razzia mit Ansage. Seit Monaten thematisiert der baden-württembergische Innenminister in überraschender Offenheit die gestiegene Anzahl neonazistischer Konzerte. Als auf einem Neonazikonzert am 22. Oktober im bayerischen Mitterskirchen von der Bühne aus für Blood & Honour geworben wurde und Mitglieder von Blood & Honour Vorarlberg aus Österreich (eng verbunden mit der deutschen Division 28) die Bühne enterten, um das berüchtigte U-Bahn-Lied anzustimmen, blieb die zahlreich anwesende Polizei seltsam untätig und begnügte sich mit der Dokumentation des Ganzen.

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Siehe auch: Blood & Honour – Kurzer Prozess in Halle
Blood & Honour macht als Combat 18 weiter
Rechtsextremer Verein „Blood & Honour“ ignoriert Verbot

Nazi Ted Fuck Off!

Andreas Michalke schreibt in der „Jungle World“:

Zum ersten Mal tanzte ich in der vierten Klasse. Tommy, ein Klassenkamerad, war das einzige Kind einer Ärztin und hatte etwas mehr Taschengeld zur Verfügung als ich. Davon kaufte er sich immer die neuesten Singles und machte damit den Kinder-DJ bei unseren Klassenfeten. Ich erinnere mich noch genau, wie wir zu »Ballroom Blitz« von Sweet loshotteten und in unseren Kinderkörpern plötzlich ganz neue, wilde Regungen spürten. In blinder Nachahmung der Erwachsenen tanzten wir sogar Blues, ohne die erotische Komponente des engen Tanzes zu erahnen. Mehr Taschengeld als ich bekamen übrigens fast alle meine Mitschüler. Manchen steckten kleine gebundene Tücher, diese gediegenen Eckardt-von-Hirschhausen-Dinger, in den Hemden. Ihre Eltern gehörten zur Hamburger Oberschicht, und sie wohnten in alten Patrizierhäusern nahe der Alster, mit riesigen Aufgängen und ebenso riesigen Zimmern. Meine Mutter dagegen war Sekretärin, mein Vater Seemann und mein Großvater hatte an der Rothenbaumchaussee eine Schlachterei. Im selben roten Backsteinhaus der fünfziger Jahre wohnten wir unterm Dach zur Miete. Bis ich 13 war, teilte ich mir mit meinem Bruder ein Zimmer und ein Etagenbett. Einmal schockierte mich eine Mitschülerin, als sie sich in einem Laden eine Familienpackung Eis kaufte und es mit einem von Zuhause mitgebrachten Suppenlöffel auslöffelte. Soviel Luxus schien mir unvorstellbar, und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, ihn mir zu leisten.

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Rechte Psychobilly-Band „Cenobites“ auf Tour

Im September soll die holländische Psychobillyband „Cenobites“ u.a. zwei Konzerte in Deutschland spielen. Am 23.9.2011 wird ein Konzert im „Wild at Heart“ in Berlin und am 24.9.2011 im „Logo“ in Hamburg angekündigt („Cenobites“ werden in Deutschland vom rechtsoffenen Label „Bandworm Records“ vertrieben). Das Problem bei dieser Band ist, dass diese in der Vergangenheit auch schon in Naziläden wie dem ehemaligen belgischen „Blood & Honour“-Kultladen „De Kastelein“ auftrat. Aus diesem Grund erscheint es uns unverständlich wieso diese Band von Veranstaltern in kommerziellen Läden (und natürlich auch sonst) eine Bühne geboten bekommt. Auch die Psychobilly-/Rockabilly-Szene hat seit Jahren mit einem rechten Problem zu kämpfen (Allein die Rockabilly- bzw. Psychobilly-Bands „The Treasurers“ (UK), „Adios Pantalones“ (Belgien), „The Wreckoons“ (Belgien), „Bloody Demons“ (Holland) und „The Strangers“ (Holland) sind in der Vergangenheit allesamt bereits im Naziladen „De Kastelein“ bzw. „Moloko Bar“ aufgetreten.). Umso wichtiger, dass die Konzertpolitik fragwürdiger Bands offensiv ghinterfragt wird.

Siehe auch: Rotterdam (Holland): Nazipunks, -skins und -psychos united?!

Welche Haarschnitte sind erlaubt?

Die „Junge Welt“ schreibt:

Da macht man was mit: Der Dokumentarfilm »Rockabilly Ruhrpott«

Autos, Saufen, Fett in den Haaren und Rock’n’Roll können durchaus Spaß machen. Wenn man kein Auto hat, geht es auch ohne. Ohne Saufen ist es schon ein bißchen schwieriger, ohne Fett in den Haaren und vor allem ohne Rock’n’Roll können sich die Helden von »Rockabilly Ruhrpott« keinen Spaß vorstellen.

Nun ist es aber eine seltsame Sache mit der Rock’n’Roll-Szene. Viele Leute, die ich kenne, legen zum Zähneputzen gelegentlich eine Johnny Burnette-Platte auf und vertreiben sich den Kater »with a heave and and a ho« – mit einem Hauruck, wie es in dem Rockabilly-Klassiker »Train kept a-rollin’« heißt. Trotzdem reagieren alle Leute, denen ich erzähle, ich hätte gerade einen Film über Rockabilly im Ruhrpott gesehen, mit mehr oder weniger den gleichen Worten: Großartige Musik, bekloppte Szene.

Denn die heutigen Rock’n’Roller haben den Ruf, extrem rückständig, leicht bescheuert, ziemlich rechts und ziemlich gewalttätig zu sein. Der Film versucht mit diesem Image aufzuräumen, und setzt, wie alle Musikdokus, seine Gesprächspartner in das beste Licht. Die Rockabillys – eigentlich reden nur die Jungs – sind alles prima Kerle, keine Frage. Die Rock’n’Roll-Szene ist eine Jungswelt. Die wenigen Mädchen, die es gibt, sind Freundinnen der Jungs, und machen das so mit. Nur eins taucht ohne ihren Macker auf. Sie erklärt, daß sie (wie im Prinzip alle Frauen in der Szene) aussehen möchte wie die 40er-Jahre Pin-up- und Fetisch-Ikone Betty Page. Die aktuell populärste Betty-Page-Inkarnation Dita von Teese durfte übrigens auch schon mal für Deutschland beim Eurovision Song Contest auftreten.

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Rotterdam (Holland): Nazipunks, -skins und -psychos united?!

Auch in Holland kommt es in der letzten Zeit zunehmend zu einer Vermischung von verschiedenen Subkulturen mit dem neonazistischen Lager. Welches erschreckende Ausmaß diese Entwicklung angenommen hat, wollen wir kurz an dem Projekt „Support Your Scene“ aus Rotterdam vorstellen. Diesen subkulturellen Zusammenschluss von „Punks“, „Skins“ und „Psychos“ gibt es in Rotterdam seit dem Jahr 2008 – seitdem wurden von der Gruppe mehrere Konzerte mit eindeutig neonazistischem Background veranstaltet:

23.5.2008: Konzert in der Rotterdamer Location „De Kajuitbar“ (erinnert stark an den ehemaligen belgischen „Blood and Honour“-Laden „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“) mit der belgischen Neonaziband „Short Cropped“, der holländischen Punkband „Kezus Krijst“ und der holländischen Psychoband „Blood Demons“. Nazi-Punks, -Skins und -Psychos feierten dort Hand in Hand…

31.10.2008: Nazikonzert in der „De Kajuitbar“ zusammen mit „Killerbabies“ aka „Kill Baby Kill“, den Nazipunks von „Drugsmokkel“ (Holland) und „Checkered Flag“ (Rock aus Holland).

23.4.2010: Nazikonzert mit „The Pride“ (Belgien) und „Short Cropped“ (Belgien) im Rotterdamer „Schiedam“.

5.6.2010: Am kommenden Wochenende ist ein weiteres Konzert mit den „X. X.“ und „Y.Y.“ (Die Band könnt Ihr auf der Homepage von „Support Your Scene“ nachlesen – wir wurden mal wieder rechtlich bedroht…) im Rotterdamer Laden „Exit“ geplant. Für den 3.Juli 2010 wird im Rotterdamer „Café Verburgh“ ein weiteres Konzert mit bisher unbekannten Bands angekündigt.

Besonders erschreckend ist, dass diese neonazistischen bis rechtsradikalen Punk- und Oi!-Bands u.a. am 27.11.09 ungestört für die holländische Hausbesetzerbewegung ein Soli-Konzert (!!!) spielen konnten: Es spielten „Vettig Front“, „Kezus Krijst“, „Drugsmokkel“ (spielen auch gerne Mal im belgischen Naziladen „Moloko Bar“) und „The Patrons“. Querfrontpolitik vom allerfeinsten!

Überdies vertreiben „Support Your Scene Rotterdam“ T-Shirts und Platten u.a. von folgenden Bands, welche entweder neonazistisch ausgerichtet sind oder zumindest keine Berührungsängste zur Naziszene haben: „Tattooed Motherfuckers“, „Foienoord“, „Bale Fire“, „The Patrons“, „Drugsmokkel“, „Cenobites“ und „The Strangers“. Fuck off Nazipunks, Naziskins und Nazipsychos!

Quelle