Archiv der Kategorie 'Punk'

10 Jahre Braunzonenrock aus Wernigerode – Jubiläumskonzert in Magdeburg

Via „Harzinfo.net“:

Am 13. April 2013 will die Band „NotlöHsung“ aus Wernigerode in Magdeburg ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Einen Überblick über ihr musikalisches Wirken und ihre angeblich unpolitische Positionierung soll der folgende Artikel vermitteln.

Am 13. April 2013 will die Band „NotlöHsung“ aus Wernigerode in Magdeburg ihr zehnjähriges Jubiläum feiern. Die Band, deren Musik laut eigener Aussage eine „gute Mischung aus Metal, Punkrock und Streetcore“ sein soll, wird zusammen mit „Punkfront“ (Berlin) und „Rien ne vas plus“ spielen. Nach außen hin gibt sich die Gruppe unpolitisch: „Aus Politik halten wir uns raus, dafür sind andere in diesem Land zuständig“, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite.

Die Musikgruppe besteht zur Zeit aus Chris „Scholle“ S. (28) als Bassist, Andy B. (29) am Schlagzeug, Gitarrist Christoper J. (25) und Sänger Rainer „Hakkus“ K. (27). Letzterer macht aus seiner rechtsradikalen Einstellung keinen Hehl und zeigt sich bei Auftritten auch in T-Shirts der Nazibands „Hassgesang“ und „Blutzeugen“. Ein Blick auf die gespielten Konzerte mit der Neonazi-Combo „Kategorie C“, der Nazipunkband „Punkfront“ und der mehr Braun- als Grauzonenband „Elbroiber“ offenbart schnell, dass „NotlöHsung“ kein Problem damit haben, zusammen mit politisch rechtsgerichteten Bands aufzutreten.

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Britain’s Nazi Punk Scene Is Alive and Limping

Das „Vice“-Magazin schreibt in einem sehr lesenswerten Artikel über das Wiederaufblühen der englischen „Blood & Honour“-Nazimusikszene:

Ageing skinheads were forced to flee East London this weekend after a gig that a load of neo-Nazis were expected to attend was cancelled by the Mayor of Newham. Despite the fact the gig was called off, the venue – the iconic Boleyn Tavern, „glamourised“ by Elijah Wood in Green Street as a good place to get bottled after a West Ham match – had its windows smashed in anyway, most likely by anti-fascists.

The fuss was over a skinhead day out called Monsters of Oi, an event with no overt far-right agenda, but a suspicious amount of cross-over with the underground white power music scene – a soft front for something far more sinister. And this is nothing new. While anti-fascist groups have been rightly focusing elsewhere („political“ groups, like the EDL and BNP), pubs across the UK have recently been playing host to pissed-up, sieg-heiling men holding guitars.

This particular line-up had a number of bands whose members have links to Blood and Honour, the neo-Nazi network launched by Ian Stuart (awkward acquaintance of Suggs and singer of Britain’s seminal white power act, Skrewdriver) to fund the far-right in the early 90s. Not all of the bands on the original bill were Nazis, but a few former members of neo-Nazi pseudo terrorist group Combat 18 signed up on the Facebook guestlist to really nail down that weekend bigotry.

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Hardcore-Punk – Wie ursprünglich linke Musik für Rechtsextreme adaptierbar wird

Das „Netz gegen Nazis“ schreibt:

Der Attentäter Wade Page, der in Wisconsin (USA) am 7. August 2012 einen Sikh-Tempel angriff und dabei 6 Menschen tötete, war Musiker in diversen, teils bekannten rechtsradikalen Hardcore-Skindhead Bands, etwa den „Blue Eyed Devils“. Diese Bands versuchen seit vielen Jahren, die inzwischen zum Großteil entpolitisierte Hardcore-Punk-Szene zu unterwandern. Ingo Taler hat in seinem Buch „OUT OF STEP- Hardcore Punk zwischen Rollback und neonazistischer Adaption“ die Wurzeln dieser Entwicklung untersucht.

Der Attentäter Wade Page bezeichnete die Musik seiner Band „End Apathy“ auf seiner Webseite als „rassistisches White Power-Trio mit Punk- und Metal-Wurzeln“. Eine rechtsextreme Hardcore-Bandszene wächst auch in Deutschland und Europa. Sie versucht, die ursprünglich emanzipatorische, eher linke Subkultur Hardcore-Punk zu unterwandern und eine rechtsextrem-rassistische Parallelszene aufzubauen – inklusive eigener Netzwerke für Konzerte und Festivals. Ingo Taler hat in seinem Buch „OUT OF STEP- Hardcore Punk zwischen Rollback und neonazistischer Adaption“ die Wurzeln dieser Entwicklung untersucht.

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Die verstörende Welt der Nazi-Punks

Die „Frankfurter Rundschau“ schreibt:

Wade Page, der Attentäter, der in Milwaukee sechs Menschen in einem Sikh-Tempel erschoss, war ein Star der amerikanischen Nazi-Punk-Szene. In den USA blüht der Markt für rechtsextreme Musik. Einblicke in eine verstörende Welt.

Es war wie so oft nach der Bluttat eines Wahnsinnigen: Die Nachbarn und Bekannten des Täters zeigten sich „schockiert“ und „überrascht“. Wade Page, der sechsfache Mörder von Milwaukee soll „still, freundlich und unauffällig“ gewesen sein.

Leute die mit der finsteren Skinhead und Nazi-Punk Szene in den USA vertraut sind, waren allerdings alles andere als überrascht, als sie hörten, dass Page in der vergangenen Woche wahllos in einem Sikh Tempel um sich geschossen hatte. Page war so etwas wie ein Star in dieser Szene, seine beiden Bands, die „Blue Eyed Devils“ und „End of Apathy“ waren echte Headliner. Noch Anfang Juni spielten beide bei einem regionalen Festival der „Hammerskin Nation“ – eine der größten neo-nazistischen Vereinigung der USA. 20 Dollar hatten die Teilnehmer des Festivals in der floridianischen Stadt mit dem schönen Namen „Christmas“ bezahlt um Page Dinge ins Mikrofon schreien zu hören, wie „Du bist tot Du Scheiß Nigger, ich schieß Dir den Arsch voll mit Blei.“ Freundlich und unauffällig war das nicht.

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Siehe auch: Jello Biafra on ‚Nazi Punks‘ and hate speech
Hate rock’s siren song

Slime, Glaubitz & die NPD

Mal ein Lacher von Seiten der NPD zum Auftritt der Deutschpunk-Legende Slime am vergangenen Wochenende beim Back to future-Festival in Glaubitz:

Flyer in groß

Hass und Gewalt

Der „blick nach rechts“ berichtet über den Naziaufmarsch in Stolberg (NRW):

Im vierten Jahr in Folge haben am Wochenende Neonazis in Stolberg (Städteregion Aachen) fremdenfeindliche Hetzmärsche abgehalten – unter den Teilnehmern waren zahlreiche „Autonome Nationalisten“ und Neonazi-Skinheads.

Die Aufmärsche firmieren rund um den Todestag eines Anfang April 2008 durch einen Migranten erstochenen 19-jährigen Berufsschülers als „Trauer- und Protestmarsch“. Die Aufmarschserie soll unterdessen jedoch „alle[n] Opfer[n] antideutscher Gewalt“ gelten. Im Gegensatz zu den Vorjahren erschienen 2011 aber weniger Neonazis als erwartet. Bei dem „Fackelmarsch“ am Freitag marschierten rund 150 Neonazis und am Samstag gut 430 Neonazis durch die Kleinstadt, im vergangenen Jahr wurden jeweils 230 und 500 Teilnehmer gezählt. Der Aufmarsch am Samstag konnte wegen Protest- und Blockade-Aktionen – etwa der Besetzung des Bahnhofes durch mehrere hundert Nazigegner – zudem erst mit dreieinhalbstündiger Verspätung beginnen.

Organisatoren der Aufmärsche sind die Neonazis Ingo Haller (Niederzier) und Axel Reitz (Pulheim), unterstützt werden sie von der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) und der „autonom“-nationalsozialistischen „Aktionsgruppe Rheinland“ (AGR). Zwar hatten die Organisatoren festgelegt, dass Teilnehmer auf ihrer Kleidung „szenetypische Aufschriften“ vermeiden sollten „und normal und gesittet zu erscheinen“ hätten. Man repräsentiere „immer noch ein Volk, samt Kultur und Identität, keine neuzeitlichen Subkulturen“ hatte es geheißen. Indes erschienen die meist jugendlichen Teilnehmer als zum Teil sehr stark gepiercte „Autonome Nationalisten“ (AN) oder klassische Neonazi-Skinheads in den einschlägigen Rechtsrock-T-Shirts, einige Teilnehmer trugen sogar Irokesen-Haarschnitte.

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Siehe auch: Proteste geg. die Naziaufmärsche in Stolberg
Stolberg: Wenn Neonazis “trauern”…

Einst war Kevin Müller ein Punk, dann wurde er zum Neo-Nazi

Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet:

POTSDAM / BABELSBERG – Kevin Müller hat Gewalt immer gehasst. Trotzdem hat er geschlagen und getreten. Schließlich traf er mit seinen Angriffen keine Menschen. Davon war zumindest Müller überzeugt. „Es waren Untermenschen.“ Müller war ein Neo-Nazi. Doch damit ist Schluss. Gestern berichtete der 23-Jährige Schülern des Berufsbildungswerkes im Oberlinhaus, wie er in die rechte Szene geraten ist.

Müller brachte einen Dokumentationsfilm mit: „Einer von uns“. Er erzählt seine Geschichte. Die Geschichte eines Außenseiters.

Müller wuchs in Berlin-Grunewald auf. Bis er acht Jahre alt war. Wegen seiner Liebe zum Reitsport zogen seine Eltern mit ihm in ein Dorf in der Uckermark. Fast alle in seiner Klasse seien Neo-Nazis gewesen, erklärt Müller den Schülern. Kevins Kleidungs- und Musikgeschmack – er stand auf Hip Hop – war für seine Klassenkameraden ein Ausdruck „schwarzer“ Kultur. Sie verprügelten ihn immer wieder.

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Prag: Nazipunkkonzert verhindert!

Wie wir erfreulicherweise erfahren haben, konnte am 19.2.2011 nicht nur der Nazigroßaufmarsch in Dresden erfolgreich verhindert werden, sondern auch das im Prager „Motoraj Club“ geplante Konzert u.a. mit der Berliner Nazipunkband „Punkfront“. Wir berichteten. Also war der Samstag somit auch subkulturell ein Totalausfall für die Naziszene!
Hier findet Ihr den Bericht unserer antifaschistischen Freund_innen aus Tschechien: Punkfront, Duchin a „apolitická“ politika

Nazipunks fuck off!

Piter: Naziangriff auf Punks in Russland

Auf „Indymedia“ wird folgendes berichtet:

Am vergangenen Samstag, dem 5. Februar, wurde eine Gruppe von Punks auf dem Weg zum Konzert der Band „The Casualties“ im Petersburger Klub „Orlandina“ überfallen. Zwei Menschen wurden schwer verletzt – eine Person kam mit schweren Messerstichen in ein Krankenhaus. Glücklicherweise überlebten beide. Dennoch zeigt diese Aktion der Nazis, daß selbst ein Besuch in einem komerziellen Klub gefählich ist.
Die Nazis wählten bewußt eine Gruppe als Punks erkennbare Menschen aus. Sie warteten in einem Hinterhalt auf Gäste des Konzertes von „The Casualties“ im Klub Orlandina im Petersburger Stadtteil. Petrosavodsk. Unvermittelt, vermummt und bewaffnet griffen sie, wie das Analyse- und Informationszentrum Sova aus Moskau berichtet, die Gruppe an. Zunächst wehrten sich die Angegriffenen erfolgreich. Doch zog einer der Angreifer eine Schreckschußpistole und schoß. Zwei Punks wurden durch die Schüße verletzt. Bis auf eine Person konnte die Gruppe der Punks flüchten. Ein schwer verletzter Mensch blieb offenbar am Boden liegen. Die Nazis traten auf ihn ein und stachen mehrfach zu.

Die zwei beiden Verletzten wurden im Krankenhaus behandelt. Wie RBK aus Petersburg berichtet, haben die Sicherheitsfräfte bereits Informationen im Zusammenhang mit dem Überfall. In Kürze soll, so behauptet die Miliz wird der Überfall aufgeklärt werden.

Quellen:
RBK
Sova Moskau
Indymedia
Analyse, Kritik, Aktion

Punx‘ N‘ Politics

Wir verweisen auf einen Beitrag des Blogs „Punkrock over Darmstadt“:

Nationalfahnen auf unseren Konzerten

Punk over Darmstadt gegen Rassismus und Nationale Symboliken + Nachtrag zum Thema Nackig auf Konzerten

Am 10.12.2010 beim Punk over Darmstadt Konzert mit Stage Bottles, AEF und Skaallüren, kam es zu einem Vorfall, bei dem die Kriegsfahne der Konföderierten Staaten von Amerika gezeigt wurde, auch im normalen Sprachgebrauch als Südstaatenflagge oder „Rebel Flag“ bekannt. Der Abend stand unter dem Motto „ Gegen Grauzone“ und es wurde sich im Vorfeld und auch an dem Abend eindeutig gegen Nationalismus jeder Art und das zeigen der dazugehörigen Symbolik ausgesprochen!

Allerdings fanden es eine Leute im Publikum anscheint angebracht diese Fahne auszupacken und zu schwenken.
Nationale Symbolik lehnen wir von vornherein ab, da es immer etwas mit Ausgrenzung und Unterdrückung von denjenigen zu tun hat, die eben nicht zu dem Konstrukt der jeweiligen Nation dazu gezählt werden können.

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Berliner Nazi-„Punk Front“ zerschlagen!

Die umtriebige Berliner Nazipunkband „Punk Front“ um den Nazipunk „Schmidtgard“ hat vor Kurzem auf dem neonazistischen „Oi Ain´t Red Records“-Label, welches zum ebenfalls neonazistischen „Adler-Versand“ aus Hildesheim in Niedersachsen gehört, Ihr erstes Album mit dem Titel „100 % Hass“ veröffentlicht. Auf dem Album werden rassistische, chauvinistische und sozialdarwinistische Hassgesänge gegen Migrant_innen, Linke und sozial Schwache präsentiert. Die Begleitmusik für Mord- und Totschlag für Nazipunks und –skins, damit das Abfackeln von Berliner Moscheen oder/und wahlweise das Zusammentreten von den entsprechenden verhassten Gruppen noch mehr Spaß macht…

Diese ekelhafte Nazi-Combo hat mit Ihren bisherigen Auftritten u.a. mit „Endstufe“, „Notlöhsung“, „Fiese Kerle“ und „Shaven Heads“ bereits gezeigt, dass sie sich eindeutig in der Naziszene positioniert. Das gerade veröffentlichte Album ist dem verstorbenen Sänger der White Power-Band „Kill Baby Kill“ gewidmet.

Am 19.2.2011 sollen „Punkfront“ für das „Boots & Braces Zine“ unter dem Motto „100% Streetpunk Party Vol.3“ ein Konzert zusammen mit den Bands „3:2 pro MH“, „Prohibice“ und „Beerstreet Bois“ unter dem Label von „Punks not Red“ spielen. Da das Ganze in Prag (Tschechien) im „Motoraj-Club“ stattfindet, wo bereits mehrmals auch RAC- und Nazibands wie u.a. „Short Cropped“ auftreten konnten, (dort spielten vor Kurzem zudem „Mummys Darlings“ aus München/Altötting, welche auf „Randale Records“ bzw. „Sunny Bastard“ vertreten sind – siehe auch: „Mummy´s Darlings“: Von der Grauzonen- zur RAC-Band) , ist damit zu rechnen, dass dort eine Menge Nazis nach dem Aufmarsch in Dresden noch einen Abstecher hinmachen werden…

Im Folgenden dokumentieren wir eine Plattenbesprechung aus dem neonazistischen „Thiazi“-Forum zu „Punkfront“ bzw. die Liedtexte des ersten Albums. Wir glauben, dass sich damit unsere vernunftbegabte Leser_innenschaft selbstständig ein eindeutiges Bild von dieser Band machen kann…:
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Vom autonomen Nationalisten zum Punk?!


An dieser Stelle dokumentiert die Oire Szene Redaktion einen Ausschnitt aus einem Interview in der „Plastic Bomb“ mit einem ehemaligen „Autonomen Nationalisten“ aus Dortmund, welcher durchaus ein paar interessante Aspekte zum Thema Subkultur und Grauzone zu erzählen hat. Das komplette Interview findet Ihr in der aktuellen „Plastic Bomb“ (Nummer 73/Winter 2010/2011):

PB: Du sagtest, Du hörst gern SLIME. Es ist ja auch eine Band, die wegen ihrer teilweise antiimperialistischen Texte aus den 80er Jahren mal in der Diskussion stand. In AN-Kreisen ist linke Punkmusik aufgrund dieser vermeintlichen Schnittstellen verbreitet. Ist das eher Provokation gegenüber der Gegenseite oder wird diese Musik auch wirklich gehört und vielleicht als Querfront-Strategie gesehen?

Ich weiß nicht, ob man sich in Form einer Querfront-Strategie damit auseinander setzt, dass denke ich eher nicht. Aber diese Musik wird auf jeden Fall auch privat gehört. Punkrock, Hiphop, Metal, Rock… da ist alles dabei. Grade bei den AN ist das absolut verbreitet. Die Themen der Songs werden ganz primitiv auf die faschistischen Gedanken zurecht gelegt und schon ist was neues da, worauf diese Leute abfeiern können.

PB: Und da sagt auch keiner „Mach die Zeckenscheiße aus“…?

Nö, gerade in AN-Kreisen ist das vollkommen OK. Soweit ich weiß war es nur einmal ein Problem in Dortmund, als ein paar Leute WIZO quer durch die Straße schallen ließen, aber solange in den Liedern nicht grade den Nazis die Pest gewünscht wird ist das in den meisten Bereichen der Naziszene absolut in Ordnung. Naja, mal abgesehen von den Völkischen, aber die spielen in ihrer eigenen kleinen Welt.

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Slime – Nazis Raus!


Die Oire Szene Redaktion fragt sich aufgrund der aktuellen Tour von der Deutschpunklegende „Slime“ weiterhin, wie es die Band denn heute mit der ganzen Grauzonenproblematik hält. Über ein Statement – welches wir natürlich postwendend veröffentlichen würden – würden wir uns nach wie vor sehr freuen. Also schreibt uns doch Mal ein paar Sätze zu eurer Position zum Thema – über euren Auftritt mit patriotischen und rechtsoffenen Oi!-Bands wie „Schusterjungs“, „Trabireiter“ und Co auf dem diesjährigen „Spirit from the Streets“-Festival sind wir nach wie vor stark verwundert…

Interview in der Jungle World: »Ich habe alles verballert!«

From Anarcho-Punk to Fascism

Ein weiterer Artikel vom „Who makes the nazis“-Blog, auf welchen wir an dieser Stelle verweisen möchten:

I‘ve spoken in a previous post of Gary Smith’s involvement in Above the Ruins and Sol Invictus (Tony Wakeford’s bands after leaving Death in June). Smith was simultaneously a Combat 18 and BNP supporter as well as a member of hardcore Nazi skinhead group No Remorse.

One aspect of the situation that deserves having more light thrown on it is the extent of overlap or continuity between the anarcho-punk and Fascist milieus in the early 80s. On the left is a picture of Gary Smith around the time that he was a member of his first band The Decadent Few. According to their mySpace pages; „Formed in East London,1984 by Kaya, Mike, Bernie and Mark of YOUTH IN ASIA, plus Steph of HAGAR THE WOMB briefly, Decadent Few’s first gig was at Studio One in Slough, June 1984. Mark and Steph had stepped out by this point and a friend, Gary, was taught Bass by Mike in vintage Paul Simenon-style, i.e. coloured stickers on the frets to denote where to play which note which song. Luckily, Gary learnt fast and this line up played regularly across London with bands like FLOWERS IN THE DUSTBIN, TOM’S MIDNIGHT GARDEN, STIGMA, ANDY LOVEBUG & THE TENDERHEARTS and the WET PAINT THEATRE, a Punk Theatre Company“.

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„Admit You‘re Shit“

An dieser Stelle verweisen wir auf einen Artikel des „Who Makes the Nazis?“-Blogs, welcher leider einmal mehr belegt, dass es auch in der englischen (Anarcho-)Punkszene frühzeitig Überschneidungen mit der Naziszene gab:

In considering the vexed question of possible fascist involvement in the mid-1980s anarcho-punk scene, one person in particular needs to be considered. John ‘Weeny’ Cato was the lead singer in AYS (or ‘Admit You’re Shit’) – a fairly obscure London-based band, but one highly-rated by scene insiders. He was also a close personal friend of arguably the most influential figure in London anarcho-punk at that time. Yet within a few years he was to become a prominent figure in some of the most notorious UK neo-Nazi circles. Is this case the smoking gun of attempted far right infiltration of anarcho-punk, or of an early effort at fascist Third Positionist led ‚convergence‘ with historically non-fascist anti-establishment forces? Not quite, but it does pose some interesting questions.

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Force Attack 2011 – Lineup steht

Wir verweisen an dieser Stelle auf einen weiteren Artikel von Diffidati Records – der dortigen Einschätzung des Lineups für 2011 können wir wohl größtenteils zustimmen…:

… da ist aber einer schnell! Das Lineup für das Force Attack 2011 ist bereits komplett, wie heute auf der offiziellen FA Seite zu vernehmen war. Jetzt wird´s schwierig…! (Späte) Einsicht? „Rückbesinnung“? Marketingstrategie nach dem anhaltenden Zuschauerschwund? New Way? Selbstreflektion? Grauzone-Prominenz verlangt zu viel Gage? – all das sind und werden Schlagwörter sein wenn es um das nächste Lineup des Force Attack Festivals geht. Das Lineup für 2010 sorgte völlig zu recht für viel Unmut und Kritik. OHL, Krawallbrüder, Pöbel & Gesocks, Exploited – das war definitiv zu viel des „schlechten Geschmacks“… warum Veranstalter Imre nun ziemlich auffällig im Lineup auf derart dubiose Bands verzichtet und dazu noch recht viele eindeutig antifaschistische Bands gebucht hat?

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„Punkfront“ – Nazipunk aus Berlin

Seit Kurzem gibt es in Berlin eine Nazipunkband mit dem Namen „Punkfront“. Die Band plant bereits Ihre erste Demo-CD „100% Hass“, welche auf dem Rechtsrocklabel „Oi“ Ain´t Red Records“, welches wiederum zum Rechtsrockversand „Adler-Versand“ aus Hildesheim/Niedersachsen gehört, erscheinen soll. Bisher sind auf der Myspace-Seite der Band 2 Lieder zu hören: „100 % Hass“ und „Muezzin“. Im ersteren Song wird „die neue deutsche Fröhlichkeit aus dem Herzen von Berlin“ angekündigt und gegen die „Rotfront und die verdammte Antifa“ gegröhlt. Im Lied „Muezzin“ wird natürlich gegen den „bösen“ Islam gehetzt (u.a. „Ja bin ich denn in Bagdad“) – also auch durchaus die passende ausländerfeindliche Mucke für geistige Brandstifter wie den Herrn Sarrazin und Co aus Berlin…

Auf einem verlinkten Flyer wird zudem aktuell Werbung für ein „Endstufe“-Konzert (neonazistische „Hammerskin“-Band aus Bremen) am 11.9.2010 gemacht. Das „Punkfront“-Mitglied „Stoffel“ hat auf seiner Myspace-Seite ein neonazistisches T-Shirt-Motiv mit der Aufschrift „Hasta La Vista Antifascista“ verlinkt. Das Photo von einem „Punkfront“-Konzert stammt von einer „Jeanette“ von der „Elbroiber“-“Suff-Crew“. „Elbroiber“ sind eine RAC-Band aus Magdeburg. Uns würde es nicht verwundern, wenn „Endstufe-Tim“ aus Berlin da auch seine Finger mit in diesem Projekt hätte…

Für den 25.9.2010 planen „Punkfront“ zusammen mit den rechten Bands „Notlöhsung“ und „Fiese Kerle“ ein Konzert unter dem Motto „Strassenrock im Center“. Stattfinden soll das ganze im „Center Wernigerode“.

Auf Myspace sind „Punkfront“ mit verschiedenen Grau- bis Braunzonenbands, -labels, -locations und -fanzines befreundet – u.a.: „Moloko Bar“, „DIM Records“, „Short Cropped“, „Endstufe“, „Meinungsfreiheit Zine“, „I Don´t Like You“, „Rampage“, „Donars Groll“, „Feindkontakt Fanzine“, „Headcase“, „Heimatfront“, „Projekt Vril“, „Skinhouse Menfis“, „Strongside“, „Faustrecht“, „Filopatria“, „Razors Edge“, „Notlöhsung“, „Les Vilains“, „Eine Prise Hass“, verschiedenen internationalen „Punks not red“-Sektionen u.v.m.

Nachtrag zum Konzert am 11.9.2010: Dort spielten die Bremer Naziband „Endstufe“, „Punkfront“ und „Shaven Heads“ gemeinsam.

Fazit: Nazipunks fuck off!

Good Night Nazipunks!

Laut einem Indymediabericht wurden einem ehemaligen Mitglied der Nazipunk-Band „GrosStatTerror“ kurzzeitig die Lichter ausgeschaltet (in Notwehr wohlgemerkt!): Magdeburg: Faschistenangriff von „Stulle“

Uns interessiert jedoch an dieser Stelle vor allem folgender Textabschnitt:

In der letzten Zeit häufen sich wieder faschistische Übergriffe gegen Linke und fortschrittliche Menschen. „Stulle“ ist alles andere als ein Unbekannter oder gar „unpolitisch“:
Dieser Faschist namens „Stulle“ (ca. Mitte-Ende 20 Jahre alt), wohnt am Ambrosiusplatz im Stadtteil Sudenburg und hat in Stadtfeld Ost Kiezverbot. Warum, kann man ich ja ausmalen. Außerdem quatscht dieser Holzkopf sehr viel mit der Polizei. Da weiß man also, was man hat. Ihn trifft man öfters mit Skrewdriver-Shirt und seinen Kampfköter. Mit dem Totschläger bewaffnet, zieht er durch die Straßen Sudenburgs. Allgemein hat diese Person wenige Hemmungen. Gut möglich, dass er noch auf Bewährung ist. Wobei das aber nur eine Vermutung ist. Er ist sehr schlank gebaut, eher klein statt groß und trägt meist ärmellose T-Shirts, tätowiert ist er am ganzen Körper. Er spielte vor einigen Jahren in der Nazipunk-Band GrosStatTerror (ebenfalls aus Magdeburg, mittlerweile zum Glück aufgelöst). Besonders markant ist seine häßliche NS-Fratze: Innerhalb des Augenwinkels ist eine schwarze Träne tätowiert. Er hatte nahezu eine Glatze. Was die schwarze Träne bedeutet, kann gegoogelt werden. (Anzahl der Knastjahren oder an Morden) Ob er noch in Nazibands sein Unwesen treibt, kann ich leider nicht sagen, da mir seine Aktivität nach GrosStatTerror nicht bekannt ist. Laut unseren Infos ist er nicht in faschistischen Gruppen organisiert. Vielleicht kann jemand anderes ja was dazu posten. Er ist auch auf Fotos zu sehen, wie er den Hitlergruß gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Nazipunk-Band GrosStatTerror (später hieß die wohl Kriegsberichter) ausübt. Kranke Typen. Wer hat Gruppenfotos und kann sie hier reinstellen? Die Typen faseln was von Oi!-Punk oder gar „Hatepunk“, spielen aber heute noch in verschiedenen rechtsoffenen (Grauzonen-)Bands (Rampage, Domstadtbois, Elbroiber etc. – siehe http://oireszene.blogsport.de/). Da muss man sich nicht wunder, dass diese Holzköpfe rechtsoffene und eindeutig faschistische Bands in ihrer Freundesliste haben. Und wer ein wenig pfiffig ist, kann sich ja mal „Freunde“ dieser Bandmitglieder bei StudiVZ oder MySpace anschauen. Da ist so ziemlich alles dabei: einschlägig vorbestrafte Neonazis aus Kreisen der JN-/NPD-Sekte sowie ugly Naziskins oder vermeintlich „unpolitische“ Schläger. Auch tragen diese „edlen Herren“ T-Shirts wie „Punks Not Red“ oder Aufschriften von Nazibands wie „Skrewdriver“ oder „Kill Baby Kill“.

Rotterdam (Holland): Nazipunks, -skins und -psychos united?!

Auch in Holland kommt es in der letzten Zeit zunehmend zu einer Vermischung von verschiedenen Subkulturen mit dem neonazistischen Lager. Welches erschreckende Ausmaß diese Entwicklung angenommen hat, wollen wir kurz an dem Projekt „Support Your Scene“ aus Rotterdam vorstellen. Diesen subkulturellen Zusammenschluss von „Punks“, „Skins“ und „Psychos“ gibt es in Rotterdam seit dem Jahr 2008 – seitdem wurden von der Gruppe mehrere Konzerte mit eindeutig neonazistischem Background veranstaltet:

23.5.2008: Konzert in der Rotterdamer Location „De Kajuitbar“ (erinnert stark an den ehemaligen belgischen „Blood and Honour“-Laden „De Kastelein“ – jetzt „Moloko Bar“) mit der belgischen Neonaziband „Short Cropped“, der holländischen Punkband „Kezus Krijst“ und der holländischen Psychoband „Blood Demons“. Nazi-Punks, -Skins und -Psychos feierten dort Hand in Hand…

31.10.2008: Nazikonzert in der „De Kajuitbar“ zusammen mit „Killerbabies“ aka „Kill Baby Kill“, den Nazipunks von „Drugsmokkel“ (Holland) und „Checkered Flag“ (Rock aus Holland).

23.4.2010: Nazikonzert mit „The Pride“ (Belgien) und „Short Cropped“ (Belgien) im Rotterdamer „Schiedam“.

5.6.2010: Am kommenden Wochenende ist ein weiteres Konzert mit den „X. X.“ und „Y.Y.“ (Die Band könnt Ihr auf der Homepage von „Support Your Scene“ nachlesen – wir wurden mal wieder rechtlich bedroht…) im Rotterdamer Laden „Exit“ geplant. Für den 3.Juli 2010 wird im Rotterdamer „Café Verburgh“ ein weiteres Konzert mit bisher unbekannten Bands angekündigt.

Besonders erschreckend ist, dass diese neonazistischen bis rechtsradikalen Punk- und Oi!-Bands u.a. am 27.11.09 ungestört für die holländische Hausbesetzerbewegung ein Soli-Konzert (!!!) spielen konnten: Es spielten „Vettig Front“, „Kezus Krijst“, „Drugsmokkel“ (spielen auch gerne Mal im belgischen Naziladen „Moloko Bar“) und „The Patrons“. Querfrontpolitik vom allerfeinsten!

Überdies vertreiben „Support Your Scene Rotterdam“ T-Shirts und Platten u.a. von folgenden Bands, welche entweder neonazistisch ausgerichtet sind oder zumindest keine Berührungsängste zur Naziszene haben: „Tattooed Motherfuckers“, „Foienoord“, „Bale Fire“, „The Patrons“, „Drugsmokkel“, „Cenobites“ und „The Strangers“. Fuck off Nazipunks, Naziskins und Nazipsychos!

Quelle

„The Vibrators“ meets „The Corps“

Die Oire Szene Redaktion berichtete erst kürzlich über die englische Punkrocklegende „The Vibrators“ und ihren geplanten Gig mit Rechtsrockbands wie „Kategorie C“ und „Ultima Thule“ (siehe und hier). Nachdem dieser Auftritt gegancelt wurde gingen wir von einem einmaligen Fehltritt aus. Nun sollen „The Vibrators“ aber bereits am 18.6.2010 erneut zusammen mit einer RAC-Band aufteten: zusammen mit „The Corps“ aus Australien u.a. Bands im „The Excelsior Hotel“ in Sydney/Australien. Irgendwie scheint dass dann doch kein Zufall gewesen zu sein… Wir zitieren uns selbst:

Eine Band, die wie zu­letzt bei ihrer Eu­ro­pa­tour 2008, in ein­deu­ti­gen Na­zi­lä­den („Mo­lo­ko Bar“) bzw. zu­sam­men mit ein­deu­ti­gen Nazi-/Rechts­rock­bands ge­spielt hat (u.a. „Short Crop­ped“ und „Tat­too­ed Mo­ther Fu­ckers“) hat in einem an­ti­fa­schis­ti­schen Laden – und auch an­ders­wo – nichts ver­lo­ren!

Quelle: „The Corps“ oder auch „Pro-Ton auf die Finger schauen (1)“

Die Rechtsrockband „The Corps“ soll übrigens ansonsten im Herbst erneut in Europa (UK, Schweiz, Deutschland, Österreich, Tschechien und Holland) unter dem Motto „The Corps – Bottle of Rock´n´Roll-Tour“ in diversen Läden auftreten. U.a. sind in Deutschland bereits Auftritte in den Grauzonenläden „Klex“ in Greifswald (zusammen mit „Automatica Aggregazione“), im „JC Wegeleben/Zuckerfabrik“ mit „Lousy“ und „Troublekid“, im „Drums“ in Weimar zusammen mit der RAC-Band „Bombecks“ – präsentiert von den rechtslastigen „Bootboys Weimar“ – und im neuen Münchner Vorzeigegrauzoneschuppen „Garage Deluxe“ zusammen mit der Münchner Grauzonenband „Mummy´s Darlings“ geplant. Organisiert wird diese Tour gleich von vier bekannten rechtsoffenen Grauzonenlabels: „Bandworm Records“, „Rebellion Records“, „Randale Records“ und „Scampkid Records“.