Archiv der Kategorie 'Rap, Nazirap usw.'

Kategorie C- zu Besuch bei Blood & Honour Slowenien

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Im Folgenden eine kleine Recherche zu dem statt gefundenen Konzert von „Kategorie C“ in Slowenien.

Bereits seit Monaten werben die üblichen recht(s) umtriebigen Seiten für ein Konzert am 25.10.2014 in Slowenien. Der Flyer für dieses Event ist in unterschiedlichen Variationen im Netz zu finden. Mal ist die „Crew 28“ als Organisator abgebildet, mal ist der Name dieser „Crew“ weniger codiert dargestellt, nämlich als „Blood & Honour – Slovenia“.

Die Bühne teilten sich an diesem Abend folgende Bands:

Pitbull Farm

Die aus Schweden stammende Band um den Frontmann Joakim „Jocke“ Karlson bezeichnen sich selbst als „RAC‘a'Billy“ ( RAC = Rock against Communism ) und treten seit Jahren in einschlägigen Treffpunkten der internationalen Neonazi-Szene auf. Durch ihren engen Kontakt zu den deutschen Rechtsrockern von „Kategorie C“ und durch ein Vielfaches von Auftritten mit den Bremern haben sie sich auch in Deutschland einen Namen gemacht, was dazu führte das immer mehr deutsche Neonazis auf den Konzerten jener Schweden anzutreffen sind.

Sah man die Band auf unterschiedlichsten Konzerten „nur“ mit „Anti-Antifa“-Shirts oder Ähnlichem, ließ es sich der Gitarrist diesmal in Slowenien nicht nehmen, mit Hakenkreuz-Shirt aufzutreten.

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„HoGeSa“ – Von Köln nach Hamburg (mit Fotos)

Guter Antifa Recherche-Artikel zu „HoGeSa“ auf „Indymedia Linksunten“:

Machtdemonstration der extremen Rechten in Köln

Am Sonntag den 26.10.2014 versammelten sich ca. 5000 Nazis und Sympathisant_innen auf dem Breslauer Platz in Köln. Offiziell wollten sie um 15 Uhr unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ und dem Namen „Hooligans gegen Salafisten“ („HoGeSa“) durch Köln demonstrieren. Jetzt wollen sie am 15.11. nach Hamburg kommen (siehe unten).

Köln

Bereits um 14 Uhr wurde klar, dass die Analyse von Polizei und Verfassungsschutz, nur 1500 „Demonstrant_innen“ würden kommen, katastrophale Folgen haben wird. Die Polizei setzte 1000 Beamte ein aber es war absehbar, dass weitaus mehr kommen würden. Bis zum Sonntag kündigten immerhin über 7000 Menschen ihr Kommen bei Facebook an und auch Antifa Gruppen warnten bereits im Vorfeld, dass mit vielen, gewaltbereiten Neonazis zu rechnen sei.

Auf dem Breslauer Platz und im Bahnhof herrschte eine äußerst aggressive Stimmung. Die Polizei stand kaum wahrnehmbar im Hintergrund, während die ersten Nazis sich gegenseitig mit Hitlergruß begrüßten und die ersten Journalist_innen, Antifaschist_innen und Migrant_innen angriffen.
Schnell realisierten die meisten Neonazis, dass heute die Machtverhältnisse gekippt werden.
Bei der Auftaktkundgebung sprachen einige Redner – neben dem Neonazi Andreas Kraul aus Herne, der die Veranstaltung angemeldet hatte, sprach auch der Hamburger Neonazi Thorsten de Vries. Später trat noch die Berliner Naziband „Villain 051“ auf, die in zahlreichen Liedern gegen Asylunterkünfte hetzen.
Hannes Ostendorf, Sänger von „Kategorie C“, heizte die Meute weiter ein, unter anderem mit seiner extra für „HoGeSa“ geschriebenen Hymne „Hooligans gegen Salafisten“.
Mit Strophen wie „Wenn das Messer an der Kehle ist dann habt ihrs kapiert – Islam bringt keinen Frieden sondern Gottessklaverei“ und „Moslems verstehen hier keinen Spaß – Bei ihnen regiert vermummter Hass“ hetzt Ostendorf den rassistischen Mob gegen alle Muslime auf. Spätestens seit Montag dem 20.10., dem Tag der Veröffentlichung des Songs, hätte allen klar sein müssen, dass es den „HoGeSa“ und Sympathisant_innen niemals nur um eine reale Bedrohung durch den IS ging.

Während der Demonstration waren zahlreiche klassische Neonazi Parolen wie „Hier marschiert der nationale Widerstand“ oder auch „Frei, sozial und national“, sowie „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“ zu hören. Mehrfach wurden Journalist_innen unter Rufen wie „Lügenpresse auf die Fresse“ Gewalt angedroht und die Drohung nicht selten auch in die Tat umgesetzt. Bereits nach wenigen hundert Metern eskalierte die von der Polizei so gut wie unbegleitete Demonstration. Einige Neonazis vermummten sich und griffen unter anderem einen asiatischen Imbiss, ein Wohnhaus, Journalist_innen und Passant_innen massiv an. Der Aufmarsch teilte sich während dieser Eskalation. Der vordere Teil lief weiter, während die Polizei versuchte gegen den Rest mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray vorzugehen. An dieser Stelle muss betont werden, dass die Polizei die Lage zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle hatte.
Die Polizei erklärte die Demonstration für beendet, absurderweise und sinnbildlich für das Fehlen eines wirksamen Konzeptes, folgte dann die Durchsage der Polizei, dass die „HoGeSa“ Teilnehmer_innen die Demoroute jetzt weiterlaufen können. Die Neonazis sollten zum Bahnhof zurück und so konnte der Mob weiter schlagend, pöbelnd und randalierend durch einen Park zum Breslauer Platz ziehen. Dort wieder angekommen warfen sie dann einen Polizeiwagen um und schmissen die Scheiben von Geschäften im Bahnhof ein. Während der Abreise stürmten sie mehrfach die Polizeiketten, griffen einen Wasserwerfer an und attackierten im Bahnhof zahlreiche Reisende, Pfandsammler_innen und Obdachlose.

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Nazikonzert in Finowfurt verboten

„Inforiot“ berichtet:

INFORIOT — Das für Sams­tag ange­kün­digte Kon­zert der Neo­na­zi­rap­per A3stus in Finow­furt wird nicht statt­fin­den. Die Gemeinde Schorf­heide erlies eine ent­spre­chende Ver­fü­gung gegen das geplante — nach­träg­li­che — Som­mer­fest auf dem Gelände der Fami­lie Mann (Info­riot berich­tete).
Wie bereits nach ihrem abge­sag­ten Kon­zert im Juli ver­öf­fent­li­chen die inzwi­schen drei Neo­na­zis von A3stus — Villian051, R.a.W. und nun auch mit Evil Goat — eine kurze Mel­dung auf ihrer Face­book­seite. Trot­zig kün­di­gen sie an, noch in die­sem Jahr ein Kon­zert in Ber­lin zu veranstalten.

Kon­zert weg und Job weg

Rap­per Villain051 hat nicht nur Pech bei sei­nen Auf­trit­ten. Auch sei­nen Job als Kom­parse hat er ver­lo­ren, wie der Stö­rungs­mel­der von Zeit Online ver­kün­det. Nach Infor­ma­tio­nen des Stö­rungs­mel­ders wurde Patrick Kil­lat, wie Villain051 mit bür­ger­li­chen Namen hei­ßen soll, von sei­ner Kom­par­sen­firma gekün­digt, nach­dem seine Neo­na­zi­ak­ti­vi­tä­ten bekannt wurden.

Quelle

Komparsenfirma feuert Neonazi nach Auftritt bei “Berlin Tag & Nacht”

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Gerade erst hat die Polizei sein Konzert in Berlin-Mitte verhindert, jetzt feuert ihn auch noch seine Komparsen-Firma. Es läuft nicht gut für den Berliner Nazirapper Patrick Killat, alias „Villain051“. Trotzdem will am kommenden Wochenende das rechtsextreme Rapduo „A3stus“ um Killat in einem einschlägigen Szenetreffpunkt im brandenburgischen Finowfurt auftreten.

Bis vor kurzem arbeitete Killat als Komparse für verschiedene Sendungen der Produktionsfirma Filmpool GmbH. Stolz posierte er auf seiner Facebookseite am Set von TV-Produktionen. Zuletzt hatte Killat am Dienstag eine kurze Gastrolle bei „Berlin Tag & Nacht“ auf RTL II. Doch damit ist nun Schluss. Auf Nachfrage von ZEIT ONLINE bestätigte ein Sprecher von Filmpool, dass es keine Zusammenarbeit mehr mit Killat geben werde. Die Firma wurde von den rechtsextremen Aktivitäten des Berliners völlig überrascht. „Von einer rechtsradikalen Gesinnung war uns zum Zeitpunkt des Drehs nichts bekannt“, betonte ein Sprecher. „Natürlich wird dieser Komparse nie wieder in einer unserer Produktionen eingesetzt.“ Die Firma wies darauf hin, dass bei über 160.000 Komparsen und Darstellern in ihrer Kartei, nicht jede Person im Detail überprüft werden könne. Auch der Sender RTL II erteilte dem Neonazi-Komparsen eine deutliche Absage: „RTL II distanziert sich in aller Form von diskriminierenden, beleidigenden oder vorverurteilenden Äußerungen“, sagte eine Sprecherin dem Störungsmelder.

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Aus dem Umfeld des Ex-Rappers „Deso Dogg“: Mutmaßlicher IS-Terrorist in Berlin festgenommen

Der „Tagesspiegel“ schreibt:

In der Hauptstadt hat eine Spezialeinheit der Polizei ein mutmaßliches Mitglied des „Islamischen Staats“ festgenommen. Der Mann hat einen Wohnsitz in Berlin und soll aus dem Umfeld des Ex-Rappers „Deso Dogg“ kommen.

Eine Spezialeinheit der Berliner Polizei hat ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 40-jährigen Mann mit türkischem Pass und Wohnsitz in Berlin. Zuvor hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft, der Mann sei 30 Jahre alt. Er soll im Januar ausgereist und bis Ende August in einem IS-Lager in Syrien an Waffen ausgebildet worden sein und auch an Kampfhandlungen teilgenommen haben. Daher wurde er mit Haftbefehl gesucht und am Freitag nach seiner Rückkehr festgenommen.

Sicherheitsbehörden stuften Murat S. als „Gefährder“ ein. Der Vorwurf lautet nach Paragraf 89a des Strafgesetzbuches auf Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat.

Murat S. war den Berliner Sicherheitsbehörden nach Informationen des Tagesspiegels schon länger bekannt. Sie zählen den Türken zum Umfeld des im Juni 2012 ausgereisten Berliners Denis Cuspert. Der einst als Rapper „Deso Dogg“ bekannt gewordene Cuspert ist einer der Wortführer der salafistischen Szene und heute in Syrien einflussreicher Propagandist bei der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Es gebe Hinweise, dass Murat S. für den IS im syrischen Bürgerkrieg gekämpft hat, hieß es in Sicherheitskreisen. Die Informationen hätten gereicht, um einen Haftbefehl zu beantragen.

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Schweiz: Polizist drohte einst in Rapsong mit Tötung Homosexueller

„Queer.de“ schreibt:

Harmlose Jugendsünde oder eine echte Gefahr? Ein Polizist in Basel versuchte sich einst als homophober Rapper mit Gewaltfantasien.

Der schweizerische Staatsschutz interessiert sich nach Informationen der „Basler Zeitung“ für einen Polizisten, der in der Vergangenheit als Rapper AZO gewaltverherrlichende Videos veröffentlicht hat, in dem er unter anderem Schwulen mit der Erschießung droht. Der Mann, der bei der Kantonspolizei Basel-Stadt arbeitet, bedauert nach Angaben der Behörden inzwischen den Inhalt seiner Songs und bezeichnete sie „als eher unreif“. „Aus diesem Grund hat er die Videos auch von allen ihm zugänglichen Accounts gelöscht“, erklärte ein Sprecher der Justizbehörde in Basel.

Allerdings ist mindestens ein Lied mit dem Titel „Mein Vaterland“ nach wie vor auf Videoplattformen aufrufbar. Darin beklagt sich der Mann über den Krieg in seinem Herkunftsland Bosnien-Herzegowina und droht Gegnern mit Vergeltung.

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AfD-Politiker unter Nazi-Verdacht

Die „MAZ“ schreibt:

„Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“ positiv bewertet, ebenso die Hooligan-Band „Kategorie C“… über den Musikgeschmack von Axel Brösicke, Stadtverordneter der ‚Alternative für Deutschland‘, lässt sich trefflich streiten. Einen Skandal löste nun aber seine positive Bewertung eines (sehr) patriotischen Rap-Songs aus.

Brandenburg an der Havel. Es droht ein handfester Streit um die politische Einstellung des AfD-Fraktionsvorsitzenden Axel Brösicke. Dieser hat in seinem Youtube-Kanal ein Musikvideo von „A3stus“ mit dem harmlos klingenden Titel „Für unsere Kinder“ als „positiv bewertet“. In dem patriotisch klingenden Rap-Gesang geht es um handfeste Volksverhetzung und rechte Ideologie: „Neuer deutscher Widerstand 2014. Wir gehen auf die Straße, um das System zu stürzen.“ „Für unser deutsches Land ziehen wir heute in den Kampf…“ oder „Befreit Euch von der Lüge schnell, Brüder dieser Welt. Bevor Zion fällt, ihm geht’s nicht um Religion oder Volk. Nein, er kommt über Nacht und will nur euer Gold“, heißt es unter anderem in dem Titel der Berliner Band.

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Berliner Polizei verhindert Konzert von Nazirapper

Der „Störungsmelder“ schreibt:

In der Nacht zu Sonntag löste die Polizei in Berlin-Mitte ein Treffen von rund 30 Rechtsextremen auf, die ein Konzert planten. Unter den Teilnehmern befand sich auch Nazirapper Patrick „Villain051“ Killat, der vor allem durch rassistische Hetze gegen Geflüchtete in Hellersdorf Bekanntheit erlangte.

Nach Polizeiangaben war Fahndern gegen 21 Uhr in der Oranienburger Straße in Mitte eine Gruppe bekannter Rechtsextremer aufgefallen, unter denen sich „Mitglieder einer rechtsgerichteten Band befanden, die dort einen Club betraten.“ Bei der Band handelt es sich um das rechte Duo „A3stus“ um den Musiker Patrick Killat, der sich selbst „Villain051“ nennt. Killat macht seit Jahren rechte Musik, zeitweilig im Duett mit der Rechtsrapperin Mia Herm alias „DeeEx“. Bekanntheit erlangte er jedoch nicht durch seine dilettantische Rapmusik, sondern erst Anfang des Jahres im Rahmen der rassistischen Mobilisierung gegen eine Asylunterkunft in Hellersdorf, als er mit „Kameraden“ vor der Einrichtung ein Musikvideo aufnahm und ein Sicherheitsdienstmitarbeiter rassistisch beleidigt wurde.

Neben Killat befanden sich in der Gruppe am Wochenende auch Brandenburger Rechtsextreme aus dem Umfeld der Kameradschaft „Barnimer Freundschaft“, wie Marcel Zech, NPD-Kreistagsabgeordneter in Barnim, der bereits beim Videodreh in Hellersdorf dabei war. Offensichtlich war das Release-Konzert für das gerade erschienene Album von „A3stus“, das unter dem Titel „Wehret den Anfängen“ kürzlich erschienen war, geplant.

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„Marina, wie blöd bist Du eigentlich?“

Die „Jungle World“ schreibt:

Die Facebook-Seiten einiger Deutschrapper verbreiten eine brisante Mischung aus Pop, Promotion und antiisraelischer Propaganda.

Seit Tagen ergeht Massiv sich auf Facebook in Hasstiraden gegen Israel, aber manchem Fan reicht das noch immer nicht. »Du Hund, was du bist«, schreibt ein erboster Facebook-User dem deutschen Rapper mit palästinensischem Migrationshintergrund ins virtuelle Stammbuch, »teil mal lieber was von dein Lande, du Jude, was du bist«, schimpft er, weil Massiv seit gefühlten zehn Postings nichts mehr über Gaza, sondern nur über sein neues Album geschrieben hat. Dabei gelingt es Massiv geschickt, Pop, Promotion und Propaganda zu verbinden. Seit Beginn der israelischen Mi­litäroperation verbreitet Wasim Taha, wie der Rapper mit bürgerlichem Namen heißt, seine Sicht auf den Konflikt. »Gaza ist das dicht besiedelte Gebiet der Welt, jede Bombe fällt auf unschuldige Zivilisten und wird immer wieder billig gerechtfertigt, dass es eine gezielte Terroristen-Tötung sei. Diese drei verschwundenen Kinder auf Israels Seite sind selbst Soldaten gewesen und haben sich selbst immer mit gefangenen palästinensischen Jugendlichen fotografieren lassen in dreckigen Posen!!!!«

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Kein Nazirap in Eberswalde

„Inforiot“ berichtet:

INFORIOT Ein für den 16. August in Ebers­walde geplan­tes Kon­zert der Neonazi-Rapper „A3STUS“ kann offen­bar doch nicht statt­fin­den. Die Betreiber_innen des Clubs „Omega“ in Ebers­walde haben die Ver­an­stal­tung am Don­ners­tag abge­sagt. Man habe keine Kennt­nis über den neo­na­zis­ti­schen Hin­ter­grund der Musi­ker gehabt, hieß es. Erst vor weni­gen Tagen hat­ten die Rap­per von „A3STUS“ den Live-Aufritt angekündigt.

Das Duo — der Ber­li­ner Rap­per „Villian051“ und der Ber­nauer „R.A.W.“ — tre­ten seit Anfang 2014 gemein­sam auf, und beka­men durch ein pro­vo­zie­ren­des Video vor der Flücht­lings­un­ter­kunft in Marzahn-Hellersdorf über­re­gio­nale Auf­merk­sam­keit. In dem Video tre­ten die Musi­ker mit Unter­stüt­zung von Neo­na­zis der „Bar­ni­mer Freund­schaft“ auf. Erst ver­gan­gene Woche waren „A3STUS“ und Bar­ni­mer Neo­na­zis in Bran­den­burg unter­wegs, um mit Holz­kreu­zen an „Opfer von Aus­län­der­ge­walt“ zu erinnern.

Ob sie nun nach einem Ersatz­ort suchen, ist bis­her nicht bekannt. Im nahe­lie­gen­den Finow­furt wur­den in der Ver­gan­gen­heit mehr­fahr Kon­zerte durch anti­fa­schis­ti­schen Druck ver­hin­dert.

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Nazi-Rapper auf Propaganda-Tour

Via „Störungsmelder“:

Am Sonntag haben Neonazis in mehreren Bundesländern eine Propagandaaktion durchgeführt. Neben Brandenburg und Berlin waren auch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Schleswig- Holstein betroffen. Dabei stellten die Neonazis schwarze Holzkreuze mit Zetteln auf, die an mehrere Tausend Deutsche erinnern sollen, die angeblich von Ausländern getötet worden sein sollen. Bereits im Vorfeld waren die Sicherheitsbehörden informiert, bei Facebook riefen die Neonazis den Sonntag zum „Volkstrauertag der Deutschen“ aus. In Neuruppin randalierten die beteiligten Rechtsextremisten vor einem alternativen Zentrum.

Ausgegangen ist die Aktion vom Berliner Neonazi-Rapper Patrick Killat alias „Villain051“. Gemeinsam mit weiteren Neonazis aus dem Barnim stellte Killat schwarze Holzkreuze in verschiedenen Bundesländern, darunter auch in Brandenburg, auf. Die Aktion mit dem Titel „Schwarze Kreuze Deutschland“ baute dabei auch auf Neonazis aus den jeweiligen Orten und sollte ein Aktionstag fernab von verhinderbaren Demonstrationen sein. Die ausgesuchten Stellen für die Kreuze haben keinen strategischen Hintergrund, sondern sind wahllos gewählt worden, wie auch die Städte, in denen die Aktionen stattfanden. So finden sich mal Kreuze an Ortseingangsschildern, mal an Einkaufspassagen oder auch auf einfachen Wiesen. Nur wenige haben einen symbolischen Charakter, wie die Gedenkstätte Sachsenhausen. Direkt vor dem Besucherzentrum hinterließen die Neonazis dort ein Kreuz und posierten für ein Foto. Ein Sprecher der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten nannte die Aktion auf PNN-Anfrage erschreckend. An der Gedenkstätte sei die Aktion in den früheren Morgenstunden, als noch kein Besucherverkehr herrschte, nicht aufgefallen.

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Antisemitismus-Vorwürfe gegen Rapper Macklemore

Via „Ampya“:

Schon wieder Ärger für Macklemore: Der Rapper sieht sich mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert, nachdem er in seiner Heimatstadt Seattle in einem fragwürdigen Kostüm auftrat. Der trat bei eineme Konzert in einem antisemitschen Kostüm auf: Die schwarze Topfschnitt-Perücke, der schwarze Vollbart und die riesige aufgeklebte Hakennase, die Macklemore für den Auftritt trug, erinnerte viele an eine stereotype Darstellung eines Juden aus der Nazi-Propaganda des Dritten Reichs. Besonders pikant: In „Thrift Shop“ geht es ums Geldsparen – ein bekanntes antisemitisches Klischee. „Thrift shops“ sind in den USA Gebrauchtwarenläden, die zumeist von wohltätigen Organisationen geführt werden. Der Künstler äußerte sich bisher nicht dazu (Ampya).

Auch Frei.Wild geht gegen die NPD vor

Wie schon gestern bekannt wurde, hat die NPD in ihren Werbebriefen für Jung-Wähler*innen zum einen den HipHopper Fler zitiert (mit: „“Bei mir hängt die Fahne nicht nur zur Fußball-WM“ aus Stabiler Deutscher“). Der geht nun anwaltlich gegen die NPD vor. Wie laut.de berichtet, kommt im Schreiben allerdings auch eine Zeile „Das ist das Land der Vollidioten, die denken, Heimatliebe ist gleich Staatsverrat“ der Band Frei.Wild vor. So rechts wie die NPD wollen die aber nicht sein und schalteten auch ihre Anwälte ein (laut.de). Da allerdings sowohl der HipHopper als auch die Band in ihrem musikalischen Oeuvre gern mit Rechtsaußen-Themen spielen, kommt der Versuch der Vereinnahmung durch die NPD nicht völlig überraschend.

NPD verwendet Fler-Zitat für Wahkampf – Berliner Rapper kündigt Klage an

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) hat ein Zitat aus Flers Song „Stabiler Deutscher“ für ihren Wahlkampf benutzt. In einem Wahlwerbebrief, den Fler auf seiner Facebookseite postete, nahm die rechte Partei Bezug auf Flers Line „Bei mir hängt die Fahne nicht nur zur Fußball-WM“. Die Interpretation der Rechten: „Heimatliebe scheint so langsam Kult zu werden“. Fler zeigt sich von der Verwendung seiner Zeile überhaupt nicht amüsiert. In einer Stellungnahme erklärte er, er sei schockiert über die dreiste Masche der NPD. Er kündigt an, rechtlich gegen die Partei vorgehen zu wollen. „Ich habe heute meine Anwälte informiert und wir werden Klage einreichen!“ Weiter betont Fler, absolut nichts mit dem Gedankengut der Rechtsextremisten am Hut zu haben. „Ich und mein gesamtes Umfeld repräsentieren Toleranz und Respekt für alle Menschen! In meinem Bezirk hängen NPD-Plakate immer sehr weit oben an den Laternen damit wir sie nicht abreißen….“ Er fordert alle Fans auf, seinen Beitrag zu teilen, um zu zeigen, dass man gegen Rechts sei (rap.de).

William, Cynic, Natürlich, Glaskammer, Handstreich, … – Portrait des Potsdamer Neonazimusikers Martin Rollberg

Via „Antifaschistische Recherche Potsdam Umland“:

Martin Rollberg gehört spätestens seit dem Jahr 2006 zu den kontinuierlich arbeitenden Akteur_innen der Potsdamer Neonazimusikszene. Mit seinen verschiedenen Bandprojekten hat er sich in den vergangenen Jahren in der Szene etabliert, sich einen (bzw. mehrere) Namen gemacht und der Brandenburger Landeshauptstadt somit mit zu ihrem heutigen Ruf innerhalb der deutschen RechtsRockszene verholfen. Ende 2012 heißt es diesbezüglich beim Neonazilabel Rebel-Records: „Ganz Deutschland hört Rechtsrock aus Potsdam“. [1]

Das am 11. März 1985 geborene “Multitalent” begann im Jahr 2004 seine musikalische Karriere und orientierte sich dabei, bis heute, inhaltlich fast ausschließlich am Nationalsozialismus und seinen Ausprägungen nach 1945. Die von ihm besungenen Themen reichen von Liedern über Kameradschaft und Soldatentum, der Verherrlichung und Verharmlosung des NS, Feindbilder von politischen Gegner_innen, antisemitischen und rassistischen Projektionen, bis hin zu emotionaleren und persönlicheren Themen wie Beziehungen und Vaterschaft. Er begann sein Musikprojekt als Einzelperson. Dabei sang er und spielte alle Instrumente für seine Songs selbst ein. Seit 2008 ist er auch mit (s)einer Band auf Konzerten unterwegs. In letzter Zeit versucht er sich auch in Fotografie und Bildbearbeitung.

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Wenn Nazis tanzen

Via „taz“:

Neuer deutscher Widerstand, zweitausendvürzehn: Über einen Großmeister des Naziraps.

Nazis sind dumm. So dumm, dass sie seit 1945 keine neue Idee mehr hatten. Stattdessen klauen sie wie die Raben und bedienen sich in Ermangelung eigener Einfälle bei anderen Leuten. Das gilt für ideologische Versatzstücke und den Kleidungsstil, das gilt aber auch für die Musik, seit die Nazis Ende der siebziger Jahre den Punk für sich entdeckten. Und seit einiger Zeit gibt es sogar das: Nazirap. Das sagt einerseits viel über die Tauglichkeit des HipHop als universeller Musiksprache (sehr tauglich) und ebenso viel über das Rhythmusgefühl der Nazis (sehr untauglich).

Einer der Großmeister des Naziraps heißt Patrick Killat, ein Berliner Nazi, der sich „Villain051“ nennt, ein Prachtexemplar von Herrenmensch. Ein Fettwanst mit schlechten Zähnen, der in seinen selbstgedrehten Videos im Campingplatzstil hüftsteif von einem Bein aufs andere tritt und dazu ungelenk mit den Armen wedelt. Wären diese Clips ohne Ton, man würde vermuten, es mit einem ostdeutschen Stützeempfänger zu tun zu haben, der ganz dringend auf die Toilette muss. Mit dem Ton aber stellt sich eine andere Frage. Mit Rainald Grebe formuliert: Wenn Nazis tanzen, wie soll man das nennen?

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Bonn: Nach Outing und Glasbruch: Julian F. (Makss Damage) zieht aus

Via“Indymedia Linksunten“:

Neo-Nazis haben manchmal auch ganz schnell neue Adressen!

Die Outing Kampange zeigt Erfolg: Neo-Nazi Julian F. alias Makss Damage ist aus seiner Wohnung in Bonn-Endenich Hals über Kopf ausgezogen. Er und seine Neo-Nazi Kollegen treiben sich weiterhin in Bonn rum und bedrohen regelmäßig Menschen die ihnen nicht in den Kram passen. Bleibt wachsam um rechte Gewalt zu verhindern, um euch und andere zu schützen!

Quelle
Siehe auch: Julian Fritsch (Makss Damage) geoutet!

Extrem rechter Frauenhass und neonazistische Gewalt

Das „Antifaschistische Infoblatt“ schreibt:

Eine potenziell tödliche Mischung

Die Ergebnisse der ersten europaweiten Studie zu Gewalt gegen Frauen in den EU-Staaten sind eindeutig: Jede dritte Frau hat seit dem Alter von 15 Jahren körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Zwei Drittel aller Frauen, die Gewalt in einer Partnerschaft erlebt haben, meldeten die schwerwiegendsten Gewaltvorfälle innerhalb der Partnerschaft weder der Polizei noch einer anderen Organisation. Für diese international einmalige Studie hatte die Europäische Grundrechteagentur (FRA) 42.000 Frauen in allen EU-Mitgliedsstaaten zu ihren Erfahrungen befragen lassen.1

Besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden, sind dabei auch Frauen, die freiwillig oder unfreiwillig Kontakt mit Aktivisten der neonazistischen und extrem rechten Bewegung haben. Der Frauenhass, der dieser spezifischen Form von Gewalt zugrunde liegt, ist tief in der Ideologie der Ungleichwertigkeit der extremen Rechten verankert. Diese Gewalt richtet sich sowohl gegen politische Gegnerinnen als auch gegen Lebensgefährtinnen extrem rechter und neonazistischer Aktivisten sowie gegen Zufallsopfer und Sexarbeitende. Besonders auffällig ist hier auch der extreme Widerspruch zwischen der politischen Propaganda der extremen Rechten, in der eine besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen und Kindern mehrheitsdeutscher Herkunft vor sexualisierter Gewalt zum Flügel-übergreifenden Konsens gehört: Mit Kampagnen zu Kinderschutz und Kindesmissbrauch versucht die extreme Rechte zudem seit langem, anschlussfähig zur gesellschaftlichen Mitte zu werden. Im Widerspruch dazu steht vielerorts die konkrete Praxis der extrem rechten Aktivisten.
Im Folgenden beleuchtet der Artikel die tödliche Dimension von extrem rechtem Frauenhass (1), untersucht die Strategie der sexualisierten Gewalt gegen politische Gegnerinnen sowie in einem rassistischen Kontext (2) und thematisiert szeneinterne sexualisierte Gewalt (3).

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Deutscher Rap: Nicht jeder Rüpel ist ein Antisemit

Via „Publikative.org“:

Deutscher Rap hat ein Antisemitismusproblem und darüber muss gesprochen werden. Die Art, in der dies geschieht, ist bisweilen jedoch selbst fragwürdig. Das zeigte sich jüngst wieder, als ein NDR-Tatort noch vor seiner Ausstrahlung einen Sturm im Wasserglas entfachte.

Auslöser war eine Szene, in der sich Jugendliche ein Musikvideo des Rappers Haftbefehl ansehen. Skandalisiert wurde die – im Tatort gar nicht zu hörende – Zeile „Ich ticke Kokain an die Juden von der Börse.“ Auf den ersten Blick handelt es sich tatsächlich um einen Skandal: Die Zeile reproduziert ein gängiges Klischee über Juden und der Track, aus dem sie stammt, wird in einem öffentlich-rechtlichen TV-Format vor einem Millionenpublikum kritik- und kommentarlos wiedergegeben. Betrachtet man den Fall jedoch im gesellschaftlichen und künstlerischen Kontext, wird deutlich, dass die Stilisierung von Haftbefehl zum handfesten Antisemiten schlicht unangemessen ist.

Leider beruhen viele Texte über Antisemitismus im deutschen Rap darauf, dass sich Autoren die passenden Textstellen heraussuchen, sie hintereinander aufreihen und diese selbst erstellte Aneinanderreihung dann als einen roten Faden verkaufen. Mit einer solchen Herangehensweise kommt man zwar zu klaren Ergebnissen, aber zu keiner realistischen Einschätzung der Verbreitung von Antisemitismus im Hip Hop. Will man diese erreichen, muss man sich ernsthafter mit dem Genre auseinandersetzen, als es üblicherweise geschieht.

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Samy Deluxe: “Fußball-Fans viel schlimmer als Rap-Fans”

„Publikative.org“ schreibt:

Gestern libertär, heute reaktionär: Der Hamburger Vorzeigerapper Samy Deluxe ist bei weitem nicht das erste Popkultur-Sternchen, dass den wertkonservativen Spießbürger in sich entdeckt. Aber getreu dem Motto “Scheiße erkennen – Scheiße beim Namen nennen”, lassen wir es uns nicht nehmen, zu dissen, wer gedisst werden muss.

In einem Interview mit Sport1, das sich eigentlich um die sportliche Situation des HSV drehte, fühlte sich Samy Deluxe bemüßigt, folgendes Geplapper von sich zu geben:

Hooligans? Ultras? Alles, was im Leben extrem ist, ist sehr gefährlich. Vielen Leuten fehlt heutzutage der Glaube an innere Werte. […] Was mich schockiert ist, dass Rap immer noch das Unheil der Menschheit sein soll. Dabei sind Fußball-Fans viel schlimmer drauf als Rap-Fans bei einem Konzert. Jeder Fußballer wird mit Millionen-Deals zugeschüttet und das, was da an negativem Kram passiert, schockiert auch, aber die Leute reflektieren das nie auf den Fußball. Sobald ein Rapper Gangster ist, sind wir alle Gangster. Das nervt mich.

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