Archiv der Kategorie 'Rechtsextreme Infrastruktur'

Musikalische Töne bei Neonazi Frenck

findet erneut ein brauner Liederabend im Gasthaus zum Goldenen Löwen in Kloster Veßra statt.

„Fremde im eigenen Land“ oder die Abkürzung „F.i.e.L.“ stehen für eine Band und deren Sänger aus Mecklenburg-Vorpommern. Letzterer will am 18. Februar im Gasthaus des Neonazis Tommy Frenck im thüringischen Kloster Veßra zu einem Liederabend auftreten.

Bereits seit knapp zwei Jahren holt sich der gelernte Koch Frenck regelmäßig an den Wochenenden Musiker aus der extrem rechten Szene für Auftritte in die 350-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Hildburghausen in Südthüringen. (hf)

Quelle

Militante Neonazis kaufen Immobilie in Bad Langensalza

In Thüringen sind erschreckend viele Immobilien im Besitz von Neonazis, problemlos kann die extrem rechte Szene für ihre Veranstaltungen auf Gebäude zugreifen. In einem entsprechenden Länderranking stand 2013 nur Sachsen auf der Liste über Thüringen. Dass diese Immobilien auch Ausgangspunkt von Gewalttaten sein können, zeigt der „Ballstädt-Prozess“ vor dem Landgericht Erfurt.

Das von Neonazis erworbene „Gelbe Haus“ in Ballstädt war Treffpunkt der Neonazis, die beim Überfall auf die örtliche Kirmesgesellschaft im Februar 2014 zehn Personen teils schwer verletzt haben. Die 15 Beschuldigten, die sich deshalb seit Dezember 2015 vor Gericht verantworten müssen, stammen aus der neonazistischen „Kameradschaft Jonastal“ und ihrem Umfeld, die nach ihrem Umzug von Crawinkel ihren Mittelpunkt in Ballstädt hat. Auch die „Hausgemeinschaft Jonastal“ in Crawinkel hatte bereits der Organisierung und Festigung von Neonazistrukturen in Thüringen gedient.

Nun haben Neonazis aus dieser Szene kaum zehn Kilometer von Ballstädt entfernt eine neue Immobilie erworben. In Henningsleben, einem Ortsteil von Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis, kauften sie für rund 30.000 Euro einen Gebäudekomplex mit Wohn- und Nebengebäude sowie einer Scheune. „Betrachtet man die Ereignisse im ‚Gelben Haus‘ in Ballstädt, ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die weitläufige Immobilie rein privaten Zwecken dienen soll. Schon in dem wesentlich kleineren Haus in Ballstädt fanden Neonazi-Treffen und Rechtsrock-Konzerte statt, im Tonstudio werden dort CDs von Rechtsrock-Bands produziert“, erläutert Martina Renner.

Weiterlesen

150.000 € bei Rechtsrock-Konzert in der Schweiz – Geld landet auf Konto der Thüringer Neonazi-Szene

Am 15. Oktober 2016 fand in der Schweizer Region Toggenburg ein Konzert mit mehreren Tausend Neonazis statt, bei dem über 150.000 € durch Eintrittsgelder umgesetzt worden sein könnten. Beim Kartenvorverkauf wurde eine IBAN für Überweisungen verwendet, die zuletzt bei einem Neonazi-Konzert in Kirchheim (Thüringen) zum Einsatz kam.

Über 5.000 Besucher beim Konzert

Das Konzert in der Schweiz mit den Bands Stahlgewitter, Confident of Victory, Frontalkraft und Amok war zuvor für den Raum „Süddeutschland“ angekündigt worden. Besucher sollten sich am Nachmittag im Raum Ulm aufhalten, zuletzt kamen noch die extrem rechten Musiker Makks Damage und Ekzess dazu. Thüringen Rechtsaußen hatte vorab auf eine organisatorische Beteiligung von Neonazis aus Thüringen hingewiesen. Am Wochenende reisten mehrere Fahrgemeinschaften von Nord- bis Ostthüringen schließlich in die Schweiz, zuvor hatten auch Neonazis aus den Regionen Ballstädt und Saalfeld intensiv die Werbetrommel innerhalb der Szene gerührt.

ie „Brigade Werratal-Rennsteig“ aus Südthüringen plante bereits am 20. September 2016 ihre Anreise und suchte über Facebook nach Unterstützern, „starten soll die wilde Fahrt ab 8 oder 9 Uhr“ hieß es in dem kurzen Aufruf zum Flyer. Der aus Saalfeld stammende David Heinlein, der im Januar 2013 an einem versuchten Messerangriff beteiligt war, stellte seine Kontodaten für das große Konzert zur Verfügung. Interessierte Neonazis sollten auf Anfrage im Vorfeld 30 € auf seine IBAN DE38100100100012359123 bei der Postbank Berlin überweisen, wie eine „Reichsmusikkammer“ mitteilte.

Schweizer Medien berichten im Nachgang über 5.000 bis 6.000 Teilnehmer beim Konzert in Toggenburg. Ohne Kosten für Bands, Anreise, Miete und weitere Logistik dürfte der Umsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten daher bei mindestens 150.000 € liegen. Weitere Einnahmen werden bei solchen Konzerten vor allem durch den Ausschank von Getränken und den Verkauf von CDs und Kleidung generiert. Besucher des Konzertes in der Tennis- und Eventhalle von Unterwasser (Toggenburg) berichteten auf Facebook zudem, dass angeblich ein Bier 3,50 € und eine Wurst 5,00 € gekostet haben sollen.

Weiterlesen

Sommerauftritte von „Kategorie C“

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

22.07.2016 – Die vom Bremer Verfassungsschutz dem rechtsextremen Spektrum zugerechnete Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ aus der Weser-Metropole kündigt zwei weitere Auftritte für diesen Sommer an, will danach aber dieses Jahr laut eigener Verlautbarung nicht mehr in Westdeutschland aufspielen.

„Kategorie C“ kündigt weitere Konzerte an; (Screenshot)
In ostdeutschen Bundesländern könnte man die verbal-radikalen Musiker demnach also durchaus noch antreffen. Beworben werden von der Hooligan-Band aus der Weser-Metropole aktuell ein Balladenabend am 30. Juli im Raum Bremerhaven, zum anderen ein Open Air-Gastspiel am 13. August in der Region Westpfalz, also im Raum Kaiserslautern. Dort hat die Band in den vergangenen Jahren immer wieder aufzuspielen versucht, was auch damit zu tun hat, dass in der Gegend eine größere Anzahl gleichgesinnter Hooligans beheimatet ist, meist aus dem Umfeld des derzeitigen Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. So gelten die Mitglieder der Fangruppierung „Rot-Front“ als Anhänger der Band „Kategorie C“, die vom Bremer Verfassungsschutz dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet wird. Beim diesmaligen Spektakel in der Pfalz soll auch der rechte Rapper „Makss Damage“ alias Julian Fritsch aus Gütersloh dabei sein, der in jüngerer Vergangenheit bereits einige gemeinsame Bühnenauftritte mit der Bremer Band absolviert hat. Zudem ist noch eine nicht namentlich benannte Support-Band angekündigt.

Der Hinweis auf einen Open Air-Auftritt legt die Vermutung nahe, dass die Organisatoren Zugang zu einem bereitgestellten Privatgelände haben. Womöglich gibt es ein Deja-Vu mit einem Auftritt des Quintetts im September 2014, als für die Region Kaiserslautern szeneweit mobilisiert wurde, das Konzert dann aber auf einem Privatgrundstück in Walschbronn kurz hinter der französischen Grenze bei Zweibrücken stattfand. Dort waren „Pitbullfarm“ aus Schweden sowie das deutsch-britische Musikprojekt „I.C.1.“ (mit „Carpe Diem“) die musikalischen Mitstreiter. Nur drei Monate später wiederholte sich das Szenario: Beworben wurde ein Auftritt im Raum Trier, stattgefunden hat dieser wieder in Walschbronn. Dort waren dabei erneut „Pitbullfarm“, „The Firm“ aus den Niederlanden und „Tattooed Motherfuckers“ aus Großbritannien, die sich inzwischen aufgelöst haben. Das letzte bekannt gewordene Konzert in Walschbronn, das von Rechtsextremisten aus Rheinland-Pfalz organisiert wurde, fand im Juli 2015 statt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken hervor.

Weiter

„Rock gegen Überfremdung“: Saalfelder Messerstecher organisiert Openair-Konzert mit kriminellen Neonazis

Via „Thüringen Rechtsaussen“:

Ein weiteres Freiluftkonzert der Neonazi-Szene wird zur Zeit für den 20. August 2016 in Thüringen vorbereitet. Neben einem parteiübergreifenden Rednerprogramm werden fünf Bands angekündigt. Einer der Veranstalter ist ein Messerstecher, welcher der neugegründeten „Anti-Antifa Ostthüringen“ zugehörig ist, Redner kommen aus einer verbotenen militanten Nazi-Gruppe und einem Netzwerk von Holocaust-Leugnern, als Headliner soll ein Sänger auftreten dessen vorherige Band gerichtlich zur kriminellen Vereinigung erklärt wurde, Verbindungen gibt es auch zum Ballstädt-Verfahren.

Weiter

Sommerspektakel der Sachsen-NPD

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

22.06.2016 – Riesa – Die NPD Sachsen lädt am Samstag zu einem Sommerfest auf das Gelände von Haus Wieland in Riesa ein.

Dort residiert seit vielen Jahren der parteieigene Deutsche Stimme-Verlag, der die gleichnamige Parteizeitung herausgibt. Damit wird auf ein Veranstaltungsformat zurückgegriffen, dass bereits im Vorjahr angeboten wurde. Als Redner für das diesjährige Sommerfest sind der NPD-Chef Frank Franz, der sächsische Kopf der Partei, Jens Baur, sowie Jürgen Werner Gansel, Pressesprecher und Landesvorstandsmitglied der Sachsen-NPD, Stadtrat in Riesa sowie Kreisrat in Meißen, angekündigt.

Bei der Veranstaltung am 25. Juni wird zwar auf Rechtsrock-Klänge verzichtet, man will aber auch nicht ganz ohne musikalische Begleitung auskommen. Zum wiederholten Mal Gast bei der NPD ist Liedermacher „FreilichFrei“ alias Maik K. aus Zwickau, der auf Vorhaltungen mit dem Hinweis reagiert, er trete nicht aus besonderer Vorliebe für einzelne Parteien auf, sondern seine Partei sei Deutschland. Wegen des Verdachts, mit einem Lied den NSU-Terror zu verherrlichen, gab es im vergangenen Jahr eine Razzia bei dem braunen Barden, bei der auch dessen CD beschlagnahmt wurde. (hf)

Quelle

Geburtstagsfeier von Neonazi-Kameradschaft fällt ins Wasser

„Endstation Rechts“ schreibt:

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wollte die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern ein konspirativ organisiertes Rechtsrock-Konzert durchführen. Doch beide Male bekam die Polizei davon Wind und konnte die Veranstaltungen unterbinden.

Mitglieder der Neonazi-Kameradschaft auf einer Anti-Asyl-Demo in Torgelow
Ursprünglich wollte Robert Wolinski einen Rechtsrock-Event über ein gesamtes Wochenende auf die Beine stellen. Das „Sonnentanz-Festival“ sollte von 17. bis 19. Juni im brandenburgischen Finowfurt stattfinden, auf dem Gehöft eines ehemaligen Funktionärs der Rechten. Bis zu 500 Teilnehmer wurden erwartet, die rund zehn angekündigte Bands sehen wollten, darunter auch „Painful Awakeing“ und „Thrima“. Doch das Konzert fand an dem Ort nicht statt. Stattdessen wurde Wolinski, NPD-Stadtvertreter in Velten, am Abend des 18. Juni in der Greifswalder Chaussee in Stralsund gesichtet.

Konspirativ wurde auf das Gelände eines Rockerclubs mobilisiert, einige der für das Festival geplanten Bands sollten dort auftreten. Die Polizei, die mit 200 Beamten im Einsatz war, erlangte allerdings Kenntnis von der geplanten Aktion und konnte diese unterbinden. Doch der Veranstalter wollte sich auch nach der zweiten Pleite nicht geschlagen geben.

Weiter

Sommerspektakel der Sachsen-NPD

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

22.06.2016 – Riesa – Die NPD Sachsen lädt am Samstag zu einem Sommerfest auf das Gelände von Haus Wieland in Riesa ein.

Dort residiert seit vielen Jahren der parteieigene Deutsche Stimme-Verlag, der die gleichnamige Parteizeitung herausgibt. Damit wird auf ein Veranstaltungsformat zurückgegriffen, dass bereits im Vorjahr angeboten wurde. Als Redner für das diesjährige Sommerfest sind der NPD-Chef Frank Franz, der sächsische Kopf der Partei, Jens Baur, sowie Jürgen Werner Gansel, Pressesprecher und Landesvorstandsmitglied der Sachsen-NPD, Stadtrat in Riesa sowie Kreisrat in Meißen, angekündigt.

Bei der Veranstaltung am 25. Juni wird zwar auf Rechtsrock-Klänge verzichtet, man will aber auch nicht ganz ohne musikalische Begleitung auskommen. Zum wiederholten Mal Gast bei der NPD ist Liedermacher „FreilichFrei“ alias Maik K. aus Zwickau, der auf Vorhaltungen mit dem Hinweis reagiert, er trete nicht aus besonderer Vorliebe für einzelne Parteien auf, sondern seine Partei sei Deutschland. Wegen des Verdachts, mit einem Lied den NSU-Terror zu verherrlichen, gab es im vergangenen Jahr eine Razzia bei dem braunen Barden, bei der auch dessen CD beschlagnahmt wurde. (hf)

Weiter

Nazi-Konzert kurzfristig genehmigt

Via „MOZ“:

Finowfurt (MOZ) Die fürs vergangene Wochenende geplante Konzertveranstaltung mit rechtsextremen Bands auf dem Grundstück der Familie Mann wurde kurzfristig genehmigt. Das bestätigt Uwe Schoknecht, Bürgermeister der Gemeinde Schorfheide, auf Anfrage der MOZ. Seine Behörde hatte dem Veranstalter, Medienberichten zufolge der NPD-Politiker Robert Wolinski, die Genehmigung versagt, dieser daraufhin rechtliche Schritte eingeleitet. „Das Verwaltungsgericht Frankfurt Oder hat einem Eilantrag des Veranstalters kurz vorher stattgegeben“, so Schoknecht. Offenbar zu kurzfristig für die Organisatoren. Es fanden keine Konzerte statt. Stattdessen sei die Szene auf den Standort Stralsund ausgewichen.
Für die Gemeinde Schorfheide ist die unerwartete Genehmigung trotzdem ein Rückschlag, nach dem sie in diesem Jahr bereits fünf Veranstaltungen im Vorfeld verhindern konnte. „Wir sind damit raus“, sagt Uwe Schoknecht. Seine Behörde will sich künftig aus der Sache zurückziehen und fordert den Landkreis Barnim sowie das Land Brandenburg auf, ihrer Verantwortung nachzukommen.

Weiter
Siehe auch: Verwirrspiel um rechtes Konzert
Nazi-Konzertveranstalter hat sich verzockt

Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Die bedeutendste Gruppe in diesem Spektrum sind zweifellos die Hammerskins, die sich als Skinhead-Bruderschaft und Elite der gesamten Neonaziszene verstehen. Das AIB hat in den vergangenen Ausgaben wiederholt ausführlich über Hammerskins berichtet.1

Rechtsrock und Terror seit über 20 Jahren — Die Vandalen

Die älteste rockerähnliche Neonazi-Bruderschaft, die Wert darauf legt, kein MC zu sein, sind die Berliner „Vandalen — Ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Gegründet 1982 in Ostberlin treten sie seit jeher in Kutten auf. Der Kreis aktiver Mitglieder dürfte derzeit nicht mehr als 20 Personen betragen und dennoch sind die Vandalen im neonazistischen Spektrum hochgeachtet und enorm einflussreich. Seit über 20 Jahren betreiben sie das Geschäft mit neonazistischer Musik und die Vermarktung von Bands wie „Landser“, „Tätervolk“, oder „Die Lunikoff Verschwörung“ — Bands, in denen jeweils mindestens ein Vandale mitwirkt.

„Landser“ existierte von 1992 bis 2001 als Untergrund- und Kultband der Szene und gab sich das Image der „Terroristen mit E-Gitarre“. Bandleader war der Vandalen-Gründer Michael „Lunikoff“ Regener, der heute mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ auftritt. Zusammen mit „Blood & Honour“-Aktiven bildeten die Vandalen bis in die 2000er Jahre eine klandestine und kriminelle Struktur zur Herstellung und Verbreitung illegaler Neonazimusik, die im Rechtsrock-Business einmalig gewesen sein dürfte: Aufnahmen der CDs in Tonstudios in Kanada oder Skandinavien, Verschiffung tausender CDs beispielsweise nach Holland, deren Schmuggel nach Deutschland und die flächendeckende Verbreitung über regionale Gewährsleute. 2001 wurde das System von der Polizei ausgehoben, 2003 wurden die Bandmitglieder von Landser verurteilt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

Weiter

11.06.2016: Wiedermal Rechtsrock in Schleswig-Holstein

„Recherche Nord“ schreibt:

Am Samstag, den 11. Juni 2016 fand in Schleswig-Holstein ein Konzert der Rechtsrockband „Kategorie C“ statt. Etwa 50 bis 60 Anhänger*Innen der Neonaziszene versammelten sich zu diesem Zweck in der Gemeinde Koberg. Nahezu ungestört konnte die Veranstaltung durchgeführt werden.

Zahlreichen Anhänger*Innen der parteifreien Neonaziszene waren am vergangenen Samstag in Koberg zugegen. Über einen Schleusungspunkt an der Raststätte Gudow wurden diese zu dem etwa 25 Kilometer entfernten Veranstaltungsort im Kreis Herzogtum Lauenburg geleitet. Darunter auch der Hamburger Neonazifunktionär Torben Klebe, welcher in der norddeutschen Neonaziszene beileibe kein Unbekannter ist. Bekleidete er doch bis zum Jahr 2014 den Landesvorsitz der NPD-Hamburg. Der 1976 geborene Klebe gehörte ferner bis zum Jahr 2000 zu den Führungskräften der im Jahr 2000 verbotenen Kameradschaftsgruppe „Hamburger Sturm“ sowie des im gleichen Jahr verbotenen Neonazi-Netzwerks „Blood & Honour“ (B&H). Dieses, in mehreren europäischen Ländern legal fortbestehende Netzwerk, verfolgt das Ziel neonazistische Ideologie mittels Musik und Konzertveranstaltungen gezielt zu verbreiten.

Neben Neonazifunktionären wie Torben Klebe dürfte auch die Anwesenheit weiterer Szenegrößen eine gewisse Anziehungskraft auf die anreisenden Neonazis ausgeübt haben. Zu diesen dürften die Bandmitgliedern der Rechtsrockgruppe „Nahkampf“ gezählt werden. Deren Bandmitglieder sind mit denen der Rechtsrock- und Hooligan-Band „Kategorie C“ zum Teil deckungsgleich. So tritt der Bremer Neonazi Hannes Ostendorf als Sänger beider Formationen zumeist lautstark in Erscheinung, zuletzt im Mai 2016 auf dem sogenannten „Eichsfeldtag“, einer regelmäßig stattfindenden Neonaziveranstaltung im nördlichen Thüringen.

Weiter

München: Neonazi-Keller aufgeflogen

Via „AIDA München“:

Münchner Neonazis haben in den letzten Jahren regelmäßig versucht, eigene Räumlichkeiten anzumieten. Bei der Objektwahl waren sie dabei durchaus dreist, z. B. als sie im Jahr 2010 ihr „Kulturzentrum“ in einem Gebäudeensemble einrichteten, in dem auch eine Polizeiinspektion untergebracht ist. Jetzt ist wieder eine Anmietung aufgeflogen: unter einem Wohnhaus im Westend.

Seit März 2016 stand Münchner Neonazis aus den Kreisen von „Freies Netz Süd“ und „Dritter Weg“ ein Trefflokal im Westend zur Verfügung. Ein junger Elektriker hatte hier in einem Wohnhaus der Westendstr. 49 einen Kellerraum angemietet und, als er den Lagerraum nicht mehr benötigte, über einen weiteren Bekannten schlussendlich an den Münchner Neonazikader Thomas Sch. untervermietet. Als „Hobbyraum“ wolle er ihn nutzen, habe dieser behauptet. Der nach eigenen Angaben getäuschte Elektriker will nichts vom Hintergrund seines Untermieters gewusst haben und auch keinerlei Verdacht geschöpft haben.

Thomas Sch. und die Münchner Neonazis hatten offenbar eine andere Nutzung im Sinn. Auch wenn ihnen zunächst wohl kaum mehr als 15 Quadratmeter zur Verfügung standen, wurde im Keller eine Art Kneipe eingerichtet, mit alkoholischen Getränken und einer Musikanlage. Ein Wehrmachtsstahlhelm soll als Dekoration gedient haben.

Neonazi-Treffen

Nach a.i.d.a.-Informationen haben sich zumindest ab April diesen Jahres mehrfach bis zu einem Dutzend Neonazis und Sympathisant_innen im Keller getroffen – vor allem am späten Abend unter der Woche oder an Sonntagen, wenn die im Erdgeschoss befindlichen Ladengeschäfte geschlossen hatten. Die Hausbewohner_innen wollen von all dem nichts mitbekommen haben. Lediglich an „laute Musik“ aus dem Keller oder „so schwarz gekleidete Security-Typen“ vor dem Haus erinnern sich einige im Nachhinein.

Weiter

Nazis, Rocker, Hammerskins

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Zuletzt wurden Konzerte im Neonazitreffpunkt „Thinghaus“ in Grevesmühlen noch untersagt. Jetzt scheinen die Behörden Rechtsrock-Veranstaltungen wieder zu genehmigen. Am Samstag den 04.06.2016 fand dort ein Konzert mit mehreren Nazi-bands statt. Unter dem Motto „Thingtanz“ spielten die Gruppen „Hausmannskost“ und „Exzess“ aus Brandeburg, sowie „Timebomb“ aus Schleswig-Holstein vor rund 100 Rechtsextremen.

Der mehrfach vorbestrafte Neonazi Sven Krüger organisierte die Veranstaltung und gab sich Mühe alles nach Vorschrift durchzuführen. Gegen 15 Uhr kontrollierte die Polizei gemeinsam mit dem Organisator das Gebäude um sicherzustellen, dass alle notwendigen Auflagen erfüllt sind. Ebenfalls zu der Zeit anwesend waren vier Mitglieder des Rockerclubs „MC Gremium Schwerin“. Nach der gemeinsamen Begehung des Gebäudes setzten sich diese auf ihre Motorräder und fuhren davon.

Weiter

Bekannte Masche: Rechte Musik und Reden

Via der „Blick nach Rechts“:

10.06.2016 – Kloster Veßra – Am 18. Juni soll auf dem Gelände des Gasthofs „Goldener Löwe“ eine „Politische Kundgebung“ mit braunen Bands stattfinden.

Der Gastwirt Tommy Frenck aus Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) hat bereits nach dem großen neonazistischen Rechtsrock-Meeting „Rock für Identität“ am 7. Mai in Hildburghausen mit rund 3500 Besuchern einen nächsten Szenetermin verkündet: Auf dem Außengrundstück seines Gasthofs „Goldener Löwe“ sollen am 18. Juni „Nahkampf“ aus Bremen sowie „Zeitnah“ aus Gotha auftreten. Hat die Rechtsrock-Combo von der Weser, die teilweise personell identisch ist mit der rechten Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ eine lange Anfahrt, fällt die Anreise des Thüringer Liedermacher-Duos kürzer aus. „Kategorie C“ traten bereits bei Frenck auf – man kennt und schätzt sich also.

Die Masche der Freiluft-Auftritte ist dabei stets gleich: Als politische Kundgebung angemeldet, werden auch Reden gehalten, so dass für die eigentlich anziehende Live-Musik quasi ein passender Verbotsschutz geschaffen wird. Frenck ist Kreistagsmitglied für die NPD-nahe Wählervereinigung „Bündnis Zukunft Hildburghausen“ (BZH). „Nahkampf“ hat nach längerer Pause gerade einen neuen Tonträger veröffentlicht, der ausgiebig in der rechten Szene beworben wird. Bereits Ende August des vergangenen Jahres war ein Auftritt der Bremer bei Frenck fest eingeplant, doch die Musiker blieben im Stau stecken, so dass das Konzert ausfallen musste. (hf)

Quelle

Braune Kümmerer

Der „Blick nach Rechts“ schreibt:

02.06.2016 – Rechte Liedermacher planen im Sommer in Eisenach ein Soli-Konzert für krebskranke Kinder.

Solidaritätsaktionen von und mit Neonazis bezwecken in der Regel zwei Ziele: Zum einen wird Mitgliedern und Angehörigen aus der eigenen Szene Unterstützung angeboten, was dem Zusammenhalt unter Gesinnungsgenossen dienen soll, zum anderen zeigt man sich als Kümmerer mit sozialer Ader, wenn beispielsweise Spielplatzinitiativen oder Tierauffangstellen geholfen wird.

Mehrere braune Liedermacher haben sich nun nach einem Aufruf abgestimmt und zusammengefunden, um am 13. August in Eisenach ein Konzert zu geben, mit dem man sich für krebskranke Kinder und deren Angehörige engagieren will. Initiiert wurde die Aktion vom Duo „Zeitnah“ aus Gotha gemeinsam mit „Hermunduren“, einer Thüringer Band aus dem Raum Eisenach und Schmalkalden, die in verschiedene Musikprojekte (unter anderem „Killuminati“) involviert ist. Gleich mehrere Tonträger von den beworbenen Acts oder deren Musikprojekten sind von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden.

Weiter

Drei Tage Hassmusik

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

31.05.2016 – Vom 17. bis 19. Juni ist im brandenburgischen Finowfurt ein so genanntes „Sonnentanz-Festival“ mit zahlreichen braunen Bands geplant – angekündigt sind 350 bis 500 Teilnehmer.

Zahlreiche Neonazi-Bands mit so genannten „Sonnentanz-Festival“ in Finowfurt; Photo: bnr.de/H.K.
Rechtsrock hat seine bekannten Anlaufstellen, wo Ordnungsbehörden und Polizei sich nicht selten mit Untersagungen schwer tun: Eine davon ist in den vergangenen Jahren immer wieder das Grundstück von Klaus Mann im brandenburgischen Finowfurt gewesen. Dort soll nun vom 17. bis 19. Juni das sogenannte „Sonnentanz-Festival“ stattfinden, eine Anspielung auf das bereits von Nationalsozialisten und nunmehr von Rechtsextremisten missbrauchte Brauchtum, die Sommersonnenwende zu feiern.

Bei Anfragen zum seit geraumer Zeit beworbenen Hassmusik-Spektakel mit internationalen Musik-Acts hat sich herausgestellt, dass offenbar Robert Wolinski organisatorisch dahinter steckt. Dieser gehört dem NPD-Landesvorstand in Brandenburg an und ist für die Partei Stadtverordneter in Velten (Oberhavel). Er gilt als gut vernetzt in der neonazistischen Musikszene. Nur selten kommt heraus, wer hinter den oft genug konspirativ vorbereiteten Konzerten steckt. Wolinski war aber der Initiator eines unangemeldeten Rechtsrock-Meetings im November 2014 in Greifswald, das von rund 500 Besuchern angesteuert und schließlich von der Polizei unterbunden wurde. Dabei kam es zu gewalttätigen Tumulten. Der 28-jährige NPD-Kader ist wegen diverser Aktivitäten polizei- und justizbekannt. Bereits im September des Vorjahres wollte Wolinski die rechte Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ in Finowfurt auftreten lassen. Nach behördlichem Verbot zog der NPDler aber seine Anmeldung zurück. Als er jüngst seinen Geburtstag bei der Familie Mann mit musikalischer Umrahmung feiern wollte, war die Polizei schneller und untersagte das unangemeldete Vorhaben, nachdem in sozialen Medien kurzfristig öffentliche Teilnahmeaufrufe aufgetaucht waren.

Weiter

„Sommer, Sonne, NPD“

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Erneut veranstaltete der Neonazi Matthias Polt einen Redner- und Liederabend für seinen NPD-Berzirksverband Oberbayern in seinem Szeneladen “Versand der Bewegung” in Murnau. Für Gäste sorgen sollten die Reden von Sascha Roßmüller und Baldur Landogart, der seit kurzen Beisitzer im Bundesvorstand der NPD ist. Als Musiker wurde “Lunikoff” angekündigt. Das Motto: “Sommer, Sonne, NPD”.

Zur Veranstaltung am 18.5. reisten laut Polizei zwischen 50 und 60 Rechtsextreme an. Die Veranstalter sprechen von »genau 72« Besuchern und bezeichnen den Tag als eine “tolle und erfolgreiche Veranstaltung”, obwohl sie ausnahmsweise nicht am Wochenende stattfand. Damit wäre der Trend zu wieder mehr Besuchern ungebrochen. Vermeldete die Polizei zur “Weisse Weihnacht” 2014 nur 15 NPD-Anhänger, waren es im Folgejahr bereits 30 bis 40.

Weiter

Verurteilter „Objekt 21″-Neonazi, Waffentransporteur und NSU-Ausschusszeuge tritt am 27. Mai in Kloster Veßra als Liedermacher auf

„Thüringen Rechtsaussen“ berichtet:

Südthüringer Neonazis Tommy Frenck kündigt für den 27. Mai 2016 einen Liederabend mit dem Liedermacher „Reichstrunkenbold“ an. Hinter dem Namen steht der aus Hessen stammende Neonazi Philip Tschentscher, der auch in Thüringen aktiv war und in Verbindung mit dem kriminellen österreichischen Neonazi-Kulturverein „Objekt 21″ im Januar 2014 zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wurde.

„In Buchenwald, in Buchenwald, da wird kein Jude richtig alt“

Das Netzwerk „Objekt 21″ sammelte Waffen, darunter auch ein AK 47 Sturmgewehr, eine Skorpion Maschinenpistole und Pistolen, eine abgesägte Schrotflinte und 10 kg Sprengstoff. Die Gruppe verbreitete NS-Ideologie und machte auch Rotlichtgeschäfte. Tschentscher wurden in Österreich NS-Wiederbetätigung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen, auch weil er die deutsch-österreichische Grenze eine Pistole schmuggeln wollte. Er ist seit den 90er Jahren in der extrem rechten Szene aktiv, zog 2002 nach Erfurt, trat auch als Redner der „Kameradschaft Frei­heits­kämpfer Erfurt“ bei Veranstaltungen wie „Süd-Westthüringer Runden freier Nationalisten” in Dillstädt auf und war Betreiber des Kameradschaftspostfachs in Erfurt. Er war organisatorisch bei der Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren An­gehörige (HNG) und anderen Vereinen aktiv, gilt auch als langjähriger Vertrauter von Manfred Roeder. Über weitere Aktivitäten berichtete auch das Magazin LOTTA. Tschentscher war als Liedermacher und fahrender Devotionalienhändler, CD und Waffenhändler in Österreich, Italien und Deutschland unterwegs, das Cover seiner ersten CD 2009 „Viel Asche um Nichts“ bildete auf dem Cover ein KZ-Krematorium ab, die Texte strotzten vor Antisemitismus, Rassismus und NS-Verherrlichung, riefen direkt zum Mord auf. Die im Folgejahr erschienene CD „Der Untergrund stirbt nie“ mit Hakenkreuz-Cover enthält neben Liedern wie „Arisches Kind“ den Bonustrack „live in der Waffenschmiede“ , der im Konzert­raum von Objekt 21 aufgenommen wurde. Im mit SS-Runen verzierten Keller trällerte Tschentscher dort Sätze wie „In Buchenwald, in Buchenwald, da wird kein Jude richtig alt. Fiederallala, fiederallala, fiederallalalala“ oder „Nach Bergen-Belsen fährt unser Reisebus. Wir fahren nach Bergen-Belsen. Die Öfen sind voll, die Stimmung ist toll“. Der Organisation Objekt 21 wurden etwa 150 Neonazis zugerechnet, mehrere Verbindungen habe es nach Thüringen insbesondere zur dem nun im Ballstädt Prozess angeklagten Neonazis. Nach seiner Festnahme im Sommer 2013 sagte er im selben Jahr als Zeuge beim Prozess gegen Objekt 21-Mitglieder im oberösterreichischen Wels aus und rief den Angeklagten zu „Lasst euch nicht unterkriegen, Jungs. Alles für Deutschland!“. Weitere Thüringer die wegen Objekt 21 inhaftiert wurden, waren Andreas Potyra und Steffen Mäder. Letzterer organisiert inzwischen auch Solidaritätskonzerte für die Angeklagten aus dem Ballstädt-Prozess.

Weiter

CasaPound Italia – der faschistische Hybrid

Via „Indymedia Linksunten“:

Zu CasaPound Itallia erschien am 09.05.2016 auf dem www.sicherheitspolitik-blog.de ein englischsprachiger Artikel zu CasaPound Italia: CasaPound Italia: the fascist hybrid. Hier ist er mit leichten Veränderungen auf Deutsch nachzulesen.

CasaPound Italia – der faschistische Hybrid

Veränderte politische und ökonomische Situationen bringen neue Typen politischer Akteure hervor – auch bei der extremen Rechten. Ob ihre Strukturen und Organisationsformen Bestand haben, sie sich ausbauen und ihre Modelle sich nachhaltig bewähren können, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Modell, das sich derzeit anschickt bei vielen Rechten in Europa eine Vorzeigefunktion zu erhalten, ist die faschistische Bewegung/Partei CasaPound Italia. Doch warum ist gerade dieses Organisationsmodell in der extremen Rechten Italiens und Europas so erfolgreich?

Mein Beitrag soll die Hybridität CasaPounds und die damit verbundene Kraft zur Erneuerung des Faschismus beleuchten. Um mein Argument auszuführen, werde ich zunächst die Evolution CasaPounds von einer Bewegung zu Partei beschreiben. Daraufhin werde ich Strategien und Praktiken unter dem Aspekt der Hybridisierung erläutern. Um abschließend die europäische Dimension der (nach Eigenaussage) “Faschisten des dritten Milleniums” zu skizzieren.

Fascism for the third millennium? The evolution of CasaPound

Im Dezember 2003 entstand in Rom die (neo)faschistische Bewegung CasaPound. Mitglieder verschiedener national-revolutionärer Gruppierungen, der römischen Rechtsrock-Szene und der Movimento Soziale Italiano – Fiamma Tricolore (MSI-FT) besetzten unter dem Vorzeichen angeblich anti-kapitalistischer Kritik ein sechsstöckiges Mietshaus im Stadtteil Esquilino, in der unmittelbaren Nähe des Hauptbahnhofs Stazione Termini. Die Besetzung nannten sie „Casa Pound“ – nach dem antisemitischen, us-amerikanischen Literaten Ezra Pound. Bis 2008 war CasaPound eng angebunden an die faschistische Traditionspartei Fiamma Tricolore, bis sie sich nach einem internen Streit 2008 von der Partei trennte und als Sozialverband auftrat. 2012 ließ sich CasaPound als Wahlpartei registrieren und nannte sich CasaPound Italia. Seitdem agiert sie nicht nur als Bewegung auf den sozialen, politischen und kulturellen Ebenen, sondern auch als Partei im institutionellen Rahmen. 2013 trat sie das erste Mal bei den römischen Kommunalwahlen an – und 2015 landesweit. Sie brachte es in einigen Kommunen, aber auch unter dem Logo des „Sovranita“ Bündnisses mit der Lega Nord, zu einigen Sitzen in den kommunalen Parlamenten. Im Jahr 2010 gab CasaPound die Zahl ihrer Mitglieder mit 2.200 an. Heute spricht sie von fast 5.000 Mitgliedern.

Weiter
Siehe auch: Bolzano: CasaPound verdreifacht seine Mandate bei der Kommunalwahl

NPD-Funktionär organisiert Nazi-Festival

Die „PNN“ berichtet:

Veltener NPD-Stadtverordneter Wolinski plant Konzertveranstaltung mit bis zu 500 Personen in Finowfurt

Finowfurt/Potsdam – Brandenburg steht das größte Neonazi-Konzert seit Jahren bevor. Robert Wolinski, Vorstandsmitglied in der Brandenburger NPD und Stadtverordneter in Velten (Oberhavel), organisiert nach PNN-Informationen vom 17. bis 19. Juni ein „Sonnentanz Festival“ mit bis zu 500 Teilnehmern. Veranstaltungsort soll das Gehöft von Klaus Mann sein, er ist Ex-Landeschef der Neonazi-Partei „Die Rechte“, war vormals auch bei NPD und DVU.

Die Sicherheitsbehörden sind vor allem wegen der von Wolinski angemeldeten Teilnehmerzahl von 350 bis 500 Personen besorgt. Die Gemeindeverwaltung Schorfheide, zu der Finowfurt gehört, prüft derzeit das weitere Vorgehen. Wolinski hat nach PNN-Informationen bereits Ende Februar beim örtlichen Ordnungsamt eine Ausnahmegenehmigung nach dem Landesimmissionsschutzgesetz für das Festival beantragt, dabei geht es also um Lärm. Vor Ort werden die Chancen, über diesen Hebel den Aufmarsch von Hunderten Neonazis in Finowfurt verhindern zu können, aber eher gering eingeschätzt. Eine Versammlung muss Wolinski nicht anmelden.

Weiter