Archiv der Kategorie 'Rechtsextreme Labels und Versände'

Ersatzveranstaltung nach Rechtsrock-Verbot

Quelle: Blick nach Rechts

Die dritte Auflage der von den Initiatoren so genannten Reihe „Rock gegen Überfremdung“ im thüringischen Mattstedt ist am Samstag zwar ausgefallen, ein Ersatzkonzert hat eineinhalb Autostunden entfernt dann aber doch beim Neonazi Tommy Frenck in Kloster Veßra stattgefunden. Dort haben sich allerdings weitaus weniger Besucher eingefunden.

Zuletzt frohlockte die rechte Szene, dass ihnen über das Versammlungsrecht solche Art von Musikveranstaltungen, die mit wenigen angemeldeten Redebeiträgen zu politisch stationären Kundgebungen deklariert werden, nicht untersagt werden können. Im Fall Mattstedt, wo mit mehreren Tausend Besuchern zu rechnen war, wurden nun aber erstmals per Eilentscheidung über das Verwaltungsgericht in Weimar Eigentumsrechte über die Versammlungsfreiheit gestellt. Die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße hatte das mehreren Privateigentümern gehörende Areal zum Schutz vor möglichen Beschädigungen sichergestellt und in amtliche Verwahrung genommen.

Sehr kurzfristig wurde den Veranstaltern um Anmelder Steffen R. nebst allen potenziellen Besuchern ein Betretungsverbot der Industriebrache auferlegt. Das sorgte dafür, dass nicht einmal die vor Ort aufgebaute Bühne samt Technik mehr abgebaut werden durfte. Der Abbau soll nun erst am heutigen Montag erfolgen. Bei R. handelt es sich um einen ehemaligen NPD-Kreistagskandidaten, der ansonsten eher die Öffentlichkeit scheut. Er gehört zum Zirkel der selbst ernannten „Turonen“, die sich auf die Ausrichtung und Durchführung von Rechtsrock-Konzerten konzentriert haben. Nicht R. verbreitete dann die Nachricht der Konzertabsage, sondern Sebastian Schmidtke, der NPD-Bundesorganisationsleiter.

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Konspiratives „Oi!“-Konzert floppt

Quelle: Blick nach Rechts

Neonazis veranstalten in Sachsen ein „Oi!“-Sommerkonzert. Doch das Versteckspiel um den Veranstaltungsort kostet Publikum.

Am Samstagabend führten Neonazis ein Rechtsrock-Konzert mit den „Prolligans“ im „Dancehouse Zeche II“ in Neukirchen im Landkreis Leipzig durch. Zunächst war nur bekannt, dass es irgendwo in Sachsen stattfinden sollte. Eine bekannte Anhängerin der Bornaer Neonazi-Szene, die als Veranstalterin auftrat, gab sich viel Mühe, den genauen Ort des Gigs geheim zu halten.

Selbst die Sicherheitsbehörden sollten monatelang im Dunkeln tappen. Bis zum Tag vor dem Konzert war nur bekannt, was die Veranstalter selbst im Internet veröffentlichten, wie eine Sprecherin des sächsischen Innenministeriums auf Anfrage mitteilte. Auch bei der politischen Einordnung des Events tat sich das Ministerium schwer: „Ob es sich bei dieser Veranstaltung um ein rechtsextremistisches Konzert handelt, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beurteilt werden“, hieß es im Juni auf Anfrage. (bnr.de berichtete)

Erst rund 24 Stunden vor Konzertbeginn erhielten zahlende Gäste eine Telefonnummer. Anrufern wurde ein Treffpunkt mitgeteilt: Getränkemarkt Donat, Borna. Dort sollte es kurz vor Eröffnung des Konzertgeländes weitere Informationen geben. Doch nur weniger als 50 Personen trafen auf dem Parkplatz ein. Beobachter rechneten damit, dass deutlich mehr Teilnehmer anreisen würden. Auch die Veranstalter dürften mit erheblich mehr Resonanz gerechnet haben. Kurz vor Ende des Kartenvorverkaufs wurde sogar die Konspirativität gelockert, um noch einige Kurzentschlossene zur Teilnahme bewegen zu können.

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RECHTSROCK UND HITLERGRÜSSE AM OSTSEESTRAND

Quelle: Exif-Recherche

Wie sozialen Netzwerken zu entnehmen ist, fand am vergangenen Samstag, den 5. August 2018, in der Ostseestrandbar „Na’bitte“ in Dahme (Schleswig-Holstein) ein öffentlich beworbenes Neonazikonzert statt. Die Mitglieder der Band sind allesamt bekannte Neonazis, die auch in anderen Rechtsrock-Bands spielen: Marco Eckert, «Combat 18»-Mitglied aus Grube in Ostholstein und Musiker der C18-Band «Oidoxie» spielt an der Gitarre, am Schlagzeug sitzt Falk Pirnke aus Nordkirchen, ehemaliges Bandmitglied von «Oidoxie». Frontmann der Band ist Patrick Janssen aus Potsdam, der als Sänger der neonazistischen Band «Faust» bekannt ist. Am Bass findet sich Dirk Mewis aus Wismar, der zugleich Mitglied der Band «Vidar» ist.
Die Band «Gehasst-Verdammt-Vergöttert» versucht sich in sozialen Medien als unpolitisch darzustellen um so ein größtmögliches Publikum zu erreichen. Für ihre Auftritte greifen sie dennoch gerne auf ihr Neonazinetzwerk zurück. So spielten sie beispielsweise am 28. Oktober 2017 in der „Parkgaststätte“ in Lindenau. Betreiber der Gaststätte ist Sebastian Raack, Inhaber der bedeutenden Neonazilabels «OPOS Records» und «Greifvogel Wear».
Die politische Ausrichtung von «Gehasst-Verdammt-Vergöttert» erschließt sich bereits bei der Wahl des Logos, das den Zahlencode „28“ darstellt, was für «Blood & Honour» steht. Neben der Bandbesetzung war auch das Publikum des Konzerts an der Ostsee deutlich neonazistisch geprägt. Auf Videos des Konzerts ist mehrfach der offen gezeigte Hitlergruß zu erkennen. Unter den Gästen befanden sich neben diversen, lokalen Akteuren der extremen Rechten auch Mitglieder von «Combat 18», wie Martin Krause aus Bad Sülze und Alexander Michels aus Malchin. Ebenso waren Lars Bergeest und «MC Bandidos»-Mitglied Alexander Hardt anwesend. Auch der Betreiber des NS-Hardcore Labels «GWT Produktionen / Leveler Records» und zudem Bandmitglied und Initiator zahlreicher, neonazistischer Musikprojekte, Frank Haack, war mit seiner Partnerin Marie Dorant vor Ort.

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Wachsender Rechtsextremismus in Brandenburg

Quelle: Blick nach Rechts

Insgesamt fanden in Brandenburg fünf Rechtsrock-Konzerte sowie sieben braune Liederabende statt. Zwei Konzerte wurden verhindert. In dem Bundesland existieren 20 aktive Bands sowie 13 Liedermacher. Die kanadische Rechtsrock-Combo „Stonehammer“ wird inzwischen als brandenburgische mit Sitz im Landkreis Oder-Spree geführt. Dazu gehört vornehmlich der Sänger „Griffin“ (David Allen Surette). Zu den aktivsten Bands zählen „Frontalkraft“ und „Hausmannskost“ (beide Cottbus) sowie „Confident of Victory“ (Raum Oberspreewald-Lausitz), dazu noch „Uwocaust“ samt Verstärkung, die sich zum einen „Helfershelfer“, ein anderes Mal „RAConquista“ nennt. Unter den Liedermachern tritt „Toitonicus“ (Landkreis Havelland) auch als „Preußen.Wut“ oder „Thomas“ auf. Etwas verwirrend der Liedermachername „AK – Solingen (47)“, der aber aus Cottbus kommt.

„Böhse-Onkelz“-Cover-Konzert in der „Parkgaststätte“

„Exzess“ ist nicht nur ein Bandname einer seit vielen Jahren aktiven Combo aus dem Raum Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland), sondern auch ein Label für Musikproduktionen. Mit dem Musiklabel Rebel Records und der Kampfsport-Marke „Black Legion“ werden von Cottbus aus Geschäfte gemacht. Hinter „Fylgien“ verbirgt sich nicht nur ein Liedermacher-Pseudonym, sondern auch ein Versandhandelsname aus Templin (Landkreis Uckermark). OPOS Records steht für „One People One Struggle“. Der Betreiber Sebastian R. hat sich in Lindenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) niedergelassen. Er ist dort noch in einer „Parkgaststätte“ und einer „Pizzeria 18“ involviert, dazu Mitstreiter eines Hotels in Ortrand (Oberspreewald-Lausitz). Neben OPOS wird noch die Kampfsportmarke „Greifvogel-Wear“ offeriert, bei entsprechenden Events werden eigene Greifvogel-Eskadron-Kämpfer benannt. R. war bis zum Verbot im Jahr 2000 Kontaktperson für die Organisation „Blood&Honour“. Inzwischen pflegt er Verbindungen zu den „Hammerskins“.

Am 28. Oktober fand in der „Parkgaststätte“ ein „Böhse Onkelz“-Cover-Konzert mit der Band „28“ statt. Drei der Musiker sind sonst für die Rechtsrock-Combos „Faust“ und „Oidoxie“ tätig. Die „Hammerskins“ in Brandenburg sind bundesweit inzwischen zum sogenannten Vollmitglied aufgestiegen. Als Treffpunkt dient ein Kleingarten in Rathenow (Landkreis Havelland), der im August 2017 auch für einen Liederabend mit „Flak“ herhalten musste.

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Brücke in die Neonazi-Szene

Quelle: Blick nach Rechts

07.08.2018 – Die Gruppe „Martens Army“ ließ bislang Berührungsängste mit Rechtsrock-Bands zwar vermissen, galt aber nicht als rechtsextrem. Mitte September wollen die „Oi!“-Rocker ein Konzert mit den Band „Prolligans“ und „Oi!ropäer“ ausrichten.

Am 15. September wollen „Martens Army“ zusammen mit den „Prolligans“ und „Oi!ropäer“ in Thüringen auftreten. Die Tickets sollten dem Flyer nach auf 150 limitiert sein. Doch schon nach rund zehn Tagen erwägen „Martens Army“ das Kontingent zu erhöhen, nachdem bereits 100 Karten für die so genannte „Night of Oi!“ in Sondershausen verkauft worden sein sollen, wie mitgeteilt wird.

„Wir sind eine junge bühnenhungrige Oi-Punk Band aus dem schönen Sondershausen“, heißt es harmlos auf einer Website über die „Oi!ropäer“. Man habe Spaß an der Musik und wolle Menschen damit begeistern. Bier soll es auch geben, Geld stehe nicht im Vordergrund. Allerdings erschien das jüngste Album von „Oi!ropäer“ beim Musiklabel „Subcultural Records“. Das Projekt versucht offenbar gezielt, eine sich als nicht-rechts verstehende Musikszene mit Neonazi-Bands zusammen zu bringen. Dahinter steht der Allgäuer Plattenproduzent Benjamin Einsiedler, der auch das einschlägige Neonazi-Label „Oldschool Records“ betreibt und zugleich als Führungsfigur der größten bayerischen Skinhead-Kameradschaft „Voice of Anger“ gilt. (bnr.de berichtete)

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„Voice of Anger“-Konzert in Süddeutschland

Quelle: Blick nach Rechts

17.07.2018 – Am Samstag feierten bis zu 200 Neonazis mit Bands aus dem Umfeld von „Blood&Honour“ und den „Hammerskins“. Nachdem die bayerische Polizei die Veranstaltung verhinderte, wichen die Rechten einfach über die nahe Landesgrenze nach Baden-Württemberg aus.

Die Neonazi-Kameradschaft „Voice of Anger“ führte am vergangenen Samstag ein konspirativ organisiertes Konzert in Süddeutschland durch. Das Portal „Allgäu rechtsaußen“ veröffentlichte am Dienstag ein Flugblatt, aus dem hervorgeht, dass wohl die Band „Mistreat“, „Kommando Skin“, „Proissische Herzbuben“ und „Kotten“ auf der Bühne standen. Bis dato war unbekannt, wen „Voice of Anger“ zur Veranstaltung eingeladen hatte, die Polizei sprach lediglich von „vier Bands“.

Trotz aller Konspirativität erfuhren bayerische Behörden von den Konzertplänen für den 14. Juli und erließen kurzfristig ein Verbot. Die Polizei verhinderte den Aufbau eines Festzeltes bei Memmingen im Unterallgäu. Dennoch konnte das Konzert stattfinden. Die bis zu 200 aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland angreisten Neonazis wichen einfach in den benachbarten Landkreis Ravensburg jenseits der bayerischen Grenze aus, wo sie in Stockbauren bei Aichstetten ungestört feiern konnten. Die Polizei postierte sich in der Umgebung und kontrollierte die Anreise.

Siehe auch: So radikal war das Skinhead-Konzert bei Aichstetten
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„Combat 18″ Reunion

Quelle: Exif Recherche

Im Jahr 2012 gründete sich die Neonaziorganisation «Combat 18» („Kampfgruppe Adolf Hitler“) Deutschland. «Combat 18» (C18) Deutschland ist die „autorisierte“ deutsche Division eines internationalen Netzwerks von C18-Gruppen, die sich als eine weltweite Bruderschaft verstehen und organisatorisch und sozial eng verbunden sind. Regionale Schwerpunkte in Deutschland bilden der Raum Dortmund, Ostholstein, Thüringen und Nordhessen. Von ca. 50 Personen lässt sich eine Mitgliedschaft in «Combat 18» Deutschland belegen. Dutzende weitere Neonazis tauchen regelmäßig in Personenzusammenhängen von «Combat 18» Deutschland auf und/oder beziehen sich auf die Organisation, doch bei ihnen fehlen Nachweise für eine Mitgliedschaft.

«Combat 18» Deutschland hat eine feste Organisationsstruktur. Ein Richtlinien-Papier, das im Stil einer Vereinssatzung gehalten wird, legt diverse „Bruderpflichten“, monatliche Treffen und Beitrittszahlungen, Aufnahme- und Ausschlusskriterien und sogar eine Kleiderordnung fest. Die Gründung von «Combat 18» auf internationaler Ebene im Jahr 2012 geschah unter dem Motto „Reunion 28“ – Wiedervereinigung. Mittlerweile gibt es in ca. 25 Staaten Divisionen. Tatsächlich ist «Combat 18» Deutschland die Weiterführung einer Struktur, die seit den 1990er Jahren existiert. Diese Struktur erlebte Flauten und Hoch-Zeiten, Umbrüche und personelle Fluktuation, wie es in vielen politischen Zusammenhängen passiert. Die „Reunion“ im Jahr 2012 ist je nach Sichtweise eine Reorganisierung, Wiederbelebung, Neustrukturierung und Neugründung.

«Combat 18» Deutschland versteht sich als das „originale“ «Combat 18» und hat das Selbstverständnis, der harte Kern und der bewaffnete Arm von «Blood & Honour» (B&H) zu sein – einer Organisation, die in Deutschland im 2000 verboten wurde. Die Gruppen des «Combat 18»-Netzwerkes nennen sich „B&H/C18“ und nutzen die Grußformeln „C18/28“ und „318/28“. 318 steht für C18, die 28 für BH, «Blood & Honour». Die Selbstsicherheit, mit der «Combat 18» Deutschland auftritt, ist nicht nur mit Naivität und den typisch neonazistischen Allmachtsphantasien zu erklären. Einzelne Führungspersonen sind erfahrene Leute, die die Grundregeln konspirativen Handelns durchaus kennen. Und doch agieren sie so, als ob ihnen nichts passieren könne. Warum?

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Siehe auch: „Combat 18“-Reunion aufgedeckt

Konspiratives „Oi for Saxony“

Quelle: Rechter Rand

13.07.2018 – Am 11. August soll ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert in Sachsen stattfinden, dem Innenministerium ist der genaue Veranstaltungsort noch immer unbekannt.

Seit Monaten wird im Internet ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert im Freistaat angekündigt, ebenso lange tappen die Behörden im Dunkeln. Das sächsische Innenministerium bestätigte vor wenigen Tagen, dass der genaue Ort des Events noch immer unbekannt ist. Außer den „in den sozialen Netzwerken verfügbaren Informationen, liegen uns derzeit keine Informationen vor“, schreibt der stellvertretende Behördensprecher auf Anfrage.

Demnach soll ein so genanntes „Oi!“-Konzert unter dem Motto „Oi for Saxony“ am 11. August 2018 irgendwo in Sachsen stattfinden. (bnr.de berichtete) Als Headliner des Abends sollten die „Prolligans“ neben „Bombecks“, „Angry Bootboys“, „Combat BC“, „Skinfront“, „Crophead“ und „Kotten“ auf der Bühne stehen. Der Auftritt der „Angry Bootboys“ wurde zwischenzeitlich wieder abgesagt, allerdings heißt es aus Veranstalterkreisen, es werde als Überraschung den Auftritt einer ungenannten Band geben.

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Beschlagnahmung von Neonazi-Treffpunkt in Oberprex ist rechtmäßig

Quelle: BR

Die Enteignung des ehemaligen Neonazi-Treffpunkts in Oberprex im Landkreis Hof ist rechtmäßig. Das hat das Verwaltungsgericht Bayreuth nun entschieden. Die Klage der Hausbesitzerin ist damit abgewiesen.

2014 hatte das Innenministerium das rechtsextreme „Freie Netz Süd“ verboten. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Haus im oberfränkischen Oberprex (Lkr. Hof), das als Treffpunkt diente, geschlossen und beschlagnahmt. Dagegen hatte die Hausbesitzern geklagt. Die Klage gegen den Freistaat Bayern wurde am Verwaltungsgericht Bayreuth aber abgewiesen. Die Hausbesitzerin könnte nun einen Antrag auf Zulassung der Berufung beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München stellen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßte das Urteil: „Es stärkt uns im Kampf gegen den Rechtsextremismus.“

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Internationaler Rechtsrock zum Jubiläum

Quelle: Blick nach Rechts

Zum 25-jährigen Bestehen des RAC-Labels Tuono Records im oberitalienischen Vicenca spielt am 16. Juni auch die Bremer Hoolband „Kategorie C“ auf.

Das Label Tuono Records im italienischen Vicenza existiert mittlerweile seit 25 Jahren. Das Jubiläum wird zum Anlass für ein internationales Rechtsrock-Konzert am 16. Juni genommen. Neben drei einheimischen Bands werden das deutsch-britische Projekt „I.C.1.“ sowie „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ mit Hannes Ostendorf aus Bremen als internationale Acts beworben. Ostendorf hat gerade erst ein Soloalbum herausgebracht. „I.C.1.“ besteht aus dem Sänger der B&H-Band „Razors Edge“ sowie aus Musikern von „Carpe Diem“ aus Baden-Württemberg.

Das von Massimo Bellini, selbst Schlagzeuger, gegründete RAC-Label Tuono Records hat seinen Sitz in Vicenza und gehört unter das Dach der „Veneto Fronte Skinheads“ (VFS). Zum VFS-Clan gehört ebenso die Band „Gesta Bellica“, die auch beim silbernen Jubiläumskonzert dabei ist. Ferner sollen die „Sumbu Brothers“ aus Verona sowie „Psycho“ die Bühne betreten. Die „Sumbu Brothers“ verweisen auf ein gerade erschienenes Split-Album mit „Gesta Bellica“. (hf)

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Rechter „Oi!“-Rock in Tschechien mit sechs Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Für den 16. Juni wird zu einer Streetkids-Party ins tschechische Brno eingeladen. Dabei sind Street- und Oi!punk-Combos, die sich in rechtsorientierten Kreisen bewegen oder eindeutig rechte Titel spielen.

Mit von der Partie unter den insgesamt sechs aufgelisteten Acts ist auch die Band „Kriegsberichter“ aus Magdeburg. Das Trio bezeichnet seine Musik als Hatepunk und hat im Vorjahr ein Album über das Label Feindkontakt Produktion (FK Produktion) aus Plauen vorgelegt. In dem Stück „Aufstand“ findet sich durchaus Militanz wieder, wenn es am Ende heißt: „Wir holen uns unser Land zurück, Krieg auf den Straßen!“ Bei FK Produktion nimmt man auch eine Versandtätigkeit wahr. Dort wird beispielsweise das rechtslastige 48-seitige Fanzine „Spektakuleer“ vertrieben.

Ebenfalls für Brno gebucht sind „Pressure 28“, langjährige RAC-Combo aus Großbritannien, „Riot Krew“ und „Shameless“ aus Frankreich sowie „Arrogants“ und „Operace Artaban“ aus Tschechien. Letztere haben quasi ein Heimspiel, kommen sie doch aus Brno. (hf)

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Neue RechtsRock-Broschüre online

Quelle: Mobit Thüringen

RechtsRock ist viel mehr als nur Musik und hat für die Szene zahlreiche Funktionen, auch jenseits der enormen finanziellen Einnahmen, die damit generiert werden. Ab sofort steht unsere Broschüre „Hass und Kommerz – RechtsRock in Thüringen“ auf der Homepage zum Download bereit

Hass & Kommerz – RechtsRock in Thüringen (PDF)
MOBIT-Broschüre zur extrem rechten Musikszene in Thüringen, Stand Dezember 2017.

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Freispruch für Nazi-Propaganda

Quelle: Allgäu rechtsaussen

Einen glatten Freispruch und den Anspruch auf Entschädigung für eine Razzia und die dabei beschlagnahmten Produkte sprach die 3. Strafkammer des Landgerichts Memmingen am Donnerstag dem Betreiber des Neonaziunternehmens Oldschool Records zu.

Damit ist das Gericht dem Antrag der Verteidigung gefolgt. Allgäu ⇏ rechtsaußen hatte bereits Wochen zuvor damit gerechnet, dass sich der Betreiber von Oldschool Records am Ende über einen Freispruch würde freuen können. Nun darf er der Staatsanwaltschaft sogar den seiner Meinung nach an seinem Plattenlabel entstandenen Schaden in Rechnung stellen.

Laut seiner mündlichen Urteilsbegründung war der vorsitzende Richter in der Berufung zwar überzeugt, dass der Angeklagte Benjamin Einsiedler »im Rahmen eines professionell betriebenen Onlinehandels« massenweise »sogenanntes rechtes Liedgut« vertrieben habe. Im Einzelnen zu klären sei allerdings gewesen, ob er sich damit gemäß dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gemacht habe.

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Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

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Kämpfen für die Volksgemeinschaft

Quelle: Lotta-Magazin

In den letzten Jahren hat sich innerhalb der extremen Rechten eine eigenständige international vernetzte Kampfsport-Szene mit eigenen Marken, Veranstaltungen und Strukturen herausgebildet. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Netzwerk, das sich rund um das Event „Kampf der Nibelungen“ (KdN) gebildet hat.
Dass Neonazis verschiedene Formen und Arten von Kampfsport betreiben, stellt kein neues Phänomen dar. Kampfsport wird innerhalb der extremen Rechten nicht „nur“ auf einer individuellen Ebene betrieben, sondern auch von organisierten Strukturen durchgeführt. Beispielsweise in der 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), zu deren völkisch-rassistischer Kinder- und Jugendarbeit eine Vielzahl von Zeltlagern gehörten, in denen immer auch „sportliche Maßnahmen“ — inklusive des Erlernens von Kampfsporttechniken — angeboten wurden. Oder in den „Freien Kameradschaften“, wie dem Aktionsbüro Mittelrhein (ABM), dessen Mitglieder sich vor dem Koblenzer Landgericht unter anderem wegen der Bildung einer Kriminellen Vereinigung verantworten müssen. Im Prozess, der 2017 platzte und nun neu aufgerollt wird, kam zu Tage, dass regelmäßige Kampfsport-Trainings durchgeführt wurden, an denen Neonazis aus dem Rheinland teilgenommen haben. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Razzien gegen Mitglieder des ABM ein „Leitfaden für Aktivisten“ gefunden, der unter anderem den Besuch von Kampfsportschulen und die Weitergabe des dort Erlernten an „Kameraden“ propagiert.

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Oldschool Records: Staatsanwaltschaft zieht sich zurück

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Die Staatsanwaltschaft zieht ihre Berufung gegen die Freisprüche wegen der Verbreitung von Neonazipropaganda durch Oldschool Records zurück. Von den 88 Taten aus der Anklage bleiben nun noch sechs, die verurteilt werden könnten – doch auch das ist fraglich.

Die Staatsanwaltschaft nimmt ihre Berufung gegen die Freisprüche in Sachen Oldschool Records zurück. Das erwiderte eine Vertreterin der Behörde am Dienstag als das Gericht um die Begründung des Rechtsmittels bat. Der offenbar überraschte Richter beendete daraufhin den zweiten Prozesstag am Landgericht Memmingen. »Dann habe ich kein Programm mehr für heute«, sagte er nach der knapp einstündigen Verhandlung. Die Freisprüche des Amtsgerichts sind damit rechtskräftig.

In einem Kommentar schrieb Allgäu ⇏ rechtsaußen am Dienstag bereits vor Verhandlungsbeginn, dass das Vorgehen der Behörden gegen das rechtsradikale Unternehmen weitgehend ins Leere laufen könnte.

Angeklagt ist Benjamin Einsiedler als Betreiber des Neonazi-Plattenlabels wegen der Verbreitung von rechtsradikaler Propaganda. Das Amtsgericht Memmingen verurteilte ihn Ende 2016 zu einer Geldstrafe wegen der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung. Einsiedler ging gegen die Verurteilung in Berufung, die Staatsanwaltschaft griff die Freisprüche an.

Nach dem Rückzug der Staatsanwaltschaft bleiben sieben Taten aus dem Urteil des Amtsgerichtes, mit denen sich das Landgericht auseinandersetzen muss. Um diese drehte sich die knapp einstündige Verhandlung am Dienstag. Der vorsitzende Richter ließ die fraglichen Musikstücke teilweise abspielen und setzte sich jeweils kurz mit den am ersten Verhandlungstag vor einer Woche von Alexander Heinig, dem Verteidiger des Angeklagten, schriftlich eingebrachten Stellungnahmen auseinander.

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Von Zerschlagung keine Spur: Der Prozess gegen Oldschool Records

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Das Neonaziproblem im Allgäu wird verharmlost, ein Szeneanwalt führt die Staatsanwaltschaft vor, Behörden wirken zahnlos. Schon die Jahre dauernden Ermittlungen ließen einen Neonazi-Unternehmer kalt. Heute wird sein Prozess wegen massenhafter Verbreitung rechtsradikaler Propaganda fortgesetzt. Am Ende könnte der Freispruch stehen. Ein Kommentar.

Anfang vergangener Woche ging der Prozess gegen den Betreiber des Neonaziplattenlabels Oldschool Records in die zweite Runde. »Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Versandhandel für rechtsextreme Musik betrieben zu haben«, heißt es in einer knappen Randmeldung der Memminger Zeitung dazu.

Also alles paletti?

Die Polizei »zerschlägt« den Neonazi-Versand mit der Razzia schon im Jahr 2014, wie die Augsburger Allgemeine seinerzeit titelte, die Propagandaproduktion und ihr Versand aus dem Unterallgäu nach ganz Europa ist gestoppt, die Justiz führt den Neonazi-Unternehmer seiner gerechten Strafe wegen ein paar Volksverhetzungsdeliktchen zu und das Naziproblem ist erledigt.

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„Night of Identity“ von der Polizei gestoppt

Quelle: Der Blick nach Rechts

Ein für Samstag geplantes Konzert des internationalen „Blood&Honour“-Netzwerks in Polen ist von Sicherheitskräften verhindert worden. Rund 300 Beamte, darunter eine Antiterroreinheit, waren polnischen Medienberichten zufolge im Einsatz.

Als Losung für das Programm am 21. April, einen Tag nach Hitlers Geburtstag, war „Night of Identity“ ausgegeben. Gleich vier Bands aus Deutschland sollten dabei die Bühne betreten. Ein genauer Ort wurde öffentlich nicht beworben. Wie sich herausstellte, sollte das braune Spektakel am Samstag in der 34 000 Einwohner zählenden niederschlesischen Stadt Dzierzoniow stattfinden. In der polnischen Presse war von zwei Festnahmen der unmittelbaren Konzert-Organisatoren die Rede. Es soll sich dabei um Pjotr „Dziki“ Gierczak und Krzysztof Tomasz Slowinski, Spitzname „Nachtigall“, handeln. Letzterer ist Bodybuilder und war im vergangenen Jahr Besucher eines Neonazi-Konzerts im thüringischen Themar. Offenbar wurden bei der groß angelegten Polizeiaktion neben Propagandamaterial auch Drogen gefunden. Die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts ist in Polen strafbar.

Kurz vor dem vorgesehenen Termin kursierte das Gerücht der Event-Absage, um dem zeitgleichen „Schild- und Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz direkt an der deutsch-polnischen Grenze keine Konkurrenzveranstaltung zu bieten. Diese Information erwies sich allerdings nur als Täuschungsmanöver. Zum angedachten Line-Up in Dzierzoniow gehörten die mit deutschen und englischen Texten aufwartenden „Heiliger Krieg“ aus Baden-Württemberg, eine Fortführung des Bandprojekts „Race War“, das 2006 als kriminelle Vereinigung verboten wurde. Bei „Confident of Victory“ handelt es sich um eine Combo aus dem brandenburgischen Senftenberg, von der weitere Mitglieder in Sachsen beheimatet sind. Beim konspirativ organisierten Konzert 2016 im schweizerischen Unterwasser trat man mit dem Lied „Sieg“ auf, bei dem das Publikum sich schnell zum ergänzenden „Heil“-Ausruf inspiriert sah.

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Rechtsstreit um Neonazi-Immobilie

Quelle: Der Blick nach Rechts

20.04.2018 – Das Verbot des Neonazi-Netzwerks „Freies Netz Süd“ beschäftigt erneut die Justiz. Im Juni muss das Verwaltungsgericht Bayreuth entscheiden, ob die begleitende Beschlagnahmung des Anwesens „Oberprex 47“ samt „Final-Resistance-Versand“ ebenfalls rechtmäßig war.

Nach langwierigen Vorermittlungen wurde im Juli 2014 das neonazistische Netzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) verboten. Die bayerischen Behörden erkannten in der militanten Vereinigung eine Nachfolgeorganisation der „Fränkischen Aktionsfront“ (FAF), die ihrerseits 2004 zerschlagen wurde. Zudem hätte das FNS eine Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus aufgewiesen sowie die „aggressiv-kämpferischen Bestrebungen“ fortgesetzt, die damals für das Verbot der FAF ausschlaggebend waren. (bnr.de berichtete) Neben dem Netzwerk samt Vermögen betraf die Maßnahme auch die Immobilie „Oberprex 47“ im Landkreis Hof und den „Final-Resistance-Versand“, der unter derselben Adresse ansässig war. Beide wurden organisatorisch dem FNS zugerechnet.

Das Verbot selbst erlangte inzwischen Rechtskraft, nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München eine entsprechende Klage der Neonazis abwies. In ihrem Urteil waren die Richter zu dem Schluss gekommen, dass das FNS zutreffend als Verein eingestuft wurde und als solcher verboten werden konnte. Die Neonazis hatten zuvor die Vereinseigenschaften bestritten, indem sie ihr Netzwerk lediglich als „Netzseite“ ausgegeben hatten. Doch mit der Entscheidung ist die juristische Auseinandersetzung, die das Verbot seither begleitet, noch nicht beendet.

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Hassgesänge am Landgericht Memmingen

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Ungewöhnliche Szenen am Landgericht Memmingen: Drinnen verließt ein Richter die Songtexte übler Nazimusik und Kundenlisten eines Szenehändlers. Draußen demonstrieren Nazigegner. Seit gestern muss sich der Betreiber von Oldschool Records erneut für die Verbreitung extrem rechter Hassgesänge verantworten.

»Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!« Diese Parole schallte Dienstag in der früh am Hallhof dem Betreiber eines Unterallgäuer Unternehmens entgegen, als er vor dem Landgericht Memmingen zu seinem Prozess erschien. Antifaschisten hatten sich vor dem Gebäude versammelt, um gegen sein Plattenlabel Oldschool Records zu protestieren. Die Nazigegner skandierten Parolen, warben für eine Demonstration am Samstag und hielten dem Neonazi und seinem Rechtsanwalt ein Banner »gegen rechte Gewalt« entgegen.

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