Archiv der Kategorie 'Rechtsextreme Labels und Versände'

Von Blood & Honour zum Polizeichef?

Quelle: Antifa Infoblatt

Der US-Amerikaner Bart Alsbrook wurde kürzlich zum kommissarischen Polizeichef des nahe der texanischen Grenze gelegenen Örtchens Colbert im Bundesstaat Oklahoma ernannt. Seine Karriere geriet allerdings kurz darauf wieder ins Wanken, nachdem die Reporterin Rachel Knapp vom TV-Sender KXII Fox Channel 12 News begonnen hatte, Fragen zu stellen. Etwa die, ob es sich bei dem neuen Chief um den gleichen Bart Alsbrook handelt, der eine Neonazi-Musik-Webseite betreut.

Bart Alsbrook distanzierte sich von den Vorwürfen und stritt Verbindungen zur „White Supremacy“-Szene ab. Er behauptete, eine Gruppe von Skinheads habe in den 1990er Jahren seine Brieftasche gestohlen und seitdem immer wieder seine Daten zur Anmeldung von Neonazi-Webseiten missbraucht.

Es ist bekannt, dass Identitätsdiebstahl Leben zerstören kann. 16 Milliarden Dollar Schaden von über 15 Millionen Opfern allein im Jahr 2016 – das ist laut einer Studie das Ausmaß des Phänomens Identitätsdiebstahl in den Vereinigten Staaten.

Während die Umstände jenes Diebstahls bei Bart Alsbrook nebulös bleiben, ist seine Geschichte in der organisierten Neonazibewegung recht gut dokumentiert:

Gruppenfoto mit der B&H-Spitze

Auf einem Foto – veröffentlicht in dem Neonazi-Strategiepapier mit dem Titel „Blood & Honour: The Way Forward“ – posiert Alsbrook (in der Bildunterschrift „Bart USA“ genannt) vor einem großen „Blood & Honour“ (B&H)-­Wandbild, flankiert von drei Aktivisten des neonazistischen Netzwerks: Marko „Jäsä“ Järvinen aus Finnland, Erik Blücher aus Norwegen und der 2001 verstorbene Marcel Schilf (Dänemark).

Die drei waren maßgeblich verantwortlich für Produktion bzw. Vertrieb der Ende der 1990er Jahre unter Neonazis sehr populären Videoreihe „Kriegs­berichter“, in der neben RechtsRock-Interviews und Konzertausschnitten Hinrichtungen von Afroamerikanern und politischen Gegnern gezeigt wurden. Sie waren zentrale Figuren des internationalen RechtsRock-Business und der zugehörigen Subkultur, die als Rekrutierungsfeld für die Fußsoldaten des kommenden Rassenkrieges galt. Jeder von ihnen war über Jahrzehnte wichtig für den Geldfluss in diese Szene und in eine ihrer gefährlichsten Netzwerke – „Combat 18″ (C18).

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„Oldschool Records“ produziert weiter

Quelle: Blick nach Rechts

Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht Memmingen gegen den Betreiber des braunen Musiklabels wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr ein Verhandlungstermin angesetzt.

Das Verfahren wegen der Verbreitung von Neonazi-Propaganda durch das Label „Oldschool Records“ kommt nach über fünf Jahren und einem äußerst milden vorläufigen Urteil noch immer nicht zu einem Ende. Ein Termin zur Neuverhandlung auf Grund der eingelegten Berufung wird nicht vor Anfang des nächsten Jahres festgelegt werden.

Das habe laut „Allgäu rechtsaußen“ ein Sprecher am Landgericht Memmingen auf Anfrage mitgeteilt. Für den Verkauf von Tonträgern mit gewaltverherrlichendem, neonazistischem Inhalt musste sich Benjamin Einsiedler bereits Ende letzten Jahres als Betreiber des braunen Unternehmens vor dem Amtsgericht Memmingen verantworten. (bnr.de berichtete)

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Siehe auch ausführlich: HARTE KLÄNGE, MILDES URTEIL – UND DOCH KEIN ENDE

NSU-Kontext: Kooperierte die rechte Band „Noie Werte“ mit der Polizei?

Quelle: Telepolis

Der Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg stößt in den Reihen von Neonazis auf weitere Merkwürdigkeiten – Kontaktaufnahmen des Verfassungsschutzes

Die Vernetzung von Rechtsextremisten aus Chemnitz und Baden-Württemberg ist beachtlich – und immer beachtlicher wird, dass an den Knotenpunkten Personen von Geheim- und Sicherheitsdiensten saßen. Im NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart taten sich dazu neue Fragen auf: Kooperierte die rechts-nationale Musikgruppe „Noie Werte“ mit dem Staatsschutz? Und was wollte das Bundesamt für Verfassungsschutz von Andreas Graupner, einer der Verbindungsleute der Szenen in Sachsen und Baden-Württemberg?

Im Landtag in Stuttgart geht es noch immer um die ungeklärten Hintergründe des Polizistenmordes von Heilbronn im April 2007. Nach Überzeugung der Ermittler vor dem Auffliegen des NSU im November 2011 müssen mindestens vier bis sechs Personen an der Tat beteiligt gewesen sein. Darunter möglicherweise die beiden toten mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Wie tief und wie genau sie verwickelt waren, ist unklar. Die Bundesanwaltschaft (BAW) und auch der BaWü-Ausschuss halten sie für die alleinigen Täter, was jedoch nicht haltbar ist. Im Gegensatz zur BAW geht der Ausschuss davon aus, dass die zwei bei der Tat Unterstützer hatten. Die sucht er im Kreis von Rechtsextremisten.

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Siehe auch:
Band im Fokus: NSU-Ausschuss beleuchtet rechtsextreme Musik
Noie Werte“-Musiker zu Rechtsrock-Vergangenheit befragt

Münchner Unternehmen stellt CD-Produktion für Neonazi-Label ein

Quelle: Störungsmelder

Im Rahmen eines RechtsRock-Konzerts war aufgefallen, dass eine Firma aus München CDs für eine Neonazi-Label produziert. Nach einem Hinweis positioniert sich die Firma ausdrücklich gegen rechtsextremes Gedankengut und stellt die Tonträgerproduktion für das Neonazilabel ein.

Vor einigen Wochen war im Kontext eines RechtsRock-Konzertes bekannt geworden, dass die Münchner Firma CUBE medien auch für das Neonazi-Unternehmen Oldschool Records aus Wolfertschwenden im Landkreis Unterallgäu CDs produziert. Dem Unternehmen waren die Inhalte der produzierten Tonträger nicht bekannt. Nach dem Hinweis, für wen hier die Datenträger produziert werden, reagierte CUBE medien umgehend. „In unserer Firmenpolitik ist kein Platz für rechtsradikales Gedankengut, wir sind ein weltoffenes und sozial eingestelltes Unternehmen, das solche Gruppierungen nicht unterstützt“, schrieb Alexander Kühl als Geschäftsführer der CUBE medien in einer E-Mail auf die telefonische Anfrage, ob dem Münchner Unternehmen bewusst sei, dass sie CDs für das Neonazi-Label Oldschool Records produzieren.

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„Oldschool Records“ verliert Produktionsfirma

Quelle: Blick nach Rechts

03.11.2017 – Eine Münchner Firma stellt die Herstellung von CDs für das rechtsextreme Musiklabel aus dem Allgäu ein.

„Voller Stolz“ präsentierte das Bandprojekt „PORNO“ jüngst „unsere erste Vollproduktion in Form der Debüt-CD“. „In Zeiten voller Elend und Zerfall“ ¬- so der Titel des Tonträgers – „zeigen uns die Jungs von ‚Gegenpol’, ‚Act of Violence’, ‚Heiliger Krieg’, ‚Sleipnir’ und ‚Exzess’, dass sie noch nicht zu all jenen gehören, die sich den Mund und das freie Wort verbieten lassen.“ Den Vertrieb der Platte übernimmt das rechtsextreme Musiklabel „Oldschool Records“ aus dem Allgäu, das sämtliche genannten Bands seit längerem im Angebot hat und Veröffentlichungen von „Gegenpol“ und „Act of Violence“ selbst produzierte.

Auf Anfrage bestätigte Alexander Kühl, Geschäftsführer von CUBE medien, das Debüt von „PORNO“ und andere Tonträger für den hinter „Oldschool Records“ stehenden Benjamin Einsiedler gepresst zu haben. In der Tat habe die Firma „dieses Jahr einige wenige CD-Produktionen durchgeführt ohne zu wissen, dass es sich hier um rechtsradikales Gedankengut handelt. Natürlich könne man die Liedtexte nicht im Detail auf ihre Inhalte prüfen“, heißt es in der Erklärung vom Donnerstag. Das ist bei den zunehmend modern und aufwändig gestalteten Produktionen, die im Falle von „PORNO“ etwa als „Freiheitsrock“ verkauft werden und sich teils subtiler geben als klassischer Rechtsrock, tatsächlich auch nicht immer einfach.

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DRUCK AUF »UNPOLITISCHES« NAZI-LABEL WÄCHST

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Die Southern Rebels aus Landsberg haben das Allgäuer Neonazilabel Subcultural Records verlassen, Loi!chtfeuer wollen nur noch im Geheimen spielen. Das berichtet der Fachdienst blick nach rechts.

Donnerstag vergangener Woche teilte die Band auf Facebook mit, ihr Label verlassen zu haben. Man habe sich im gegenseitigen Einverständnis getrennt, die Veröffentlichung des bei Subcultural Records geplanten Albums für unbestimmte Zeit verschoben.

Auch die Subcultural Records-Band Loi!chtfeuer beklagt sich über »etliche« Konzertausfälle. Deshalb kündigten sie am Mittwoch letzer Woche auf Facebook an, in Zukunft »nur noch geheim Konzerte im Untergrund spielen« zu wollen. »So halten wir auch den Abschaum fern«, heißt es weiter in dem Statement.

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Siehe auch: Unpolitische „Oi!“-Subkultur?

Rechtsrock in Kundgebungs-„Verpackung“

Quelle: Blick nach Rechts

24.10.2017 – Unter dem Motto „Rock gegen Links“ findet am Samstag im südthüringischen Themar erneut ein braunes Musik-Spektakel mit angekündigten Rednern statt. Gelistet sind für das Event neun einschlägige Szene-Band, davon zwei aus Übersee.

Bereits am 28. Oktober soll es im thüringischen Themar (Landkreis Hildburghausen) wieder ein Rechtsrock-Meeting geben. Für den Titel „Rock gegen Links“ zeichnet unfreiwillig eine aus dem Zusammenhang gerissene unbedachte Äußerung von SPD-Justizminister Heiko Maas verantwortlich. Die Zusammenkunft am Samstag wurde als politische Kundgebung angemeldet, stellt von der Aufmachung aber nichts anderes dar als eine Konzertveranstaltung mit mehreren einschlägigen Szene-Bands, zu denen auch „Fortress“ aus Australien und „Blue Eyed Devils“ aus den USA gehören.

Als Veranstalter agiert Patrick Schröder, NPD-Funktionär aus dem oberpfälzischen Mantel, Betreiber des Szeneportals FSN.tv und verantwortlich für das Modelabel Ansgar Aryan. Jüngst war Schröder noch Besucher am Stand des Antaios-Verlags auf der Frankfurter Buchmesse. Die für Themar angekündigten Reden unter anderem von NPD-Bundesorganisationsleiter Sebastian Schmidtke aus Berlin und dem als „Mic Revolt“ bekannten NS-Rapmusiker und der Partei „Der III. Weg“ zuzurechnende Michael Zeise aus dem nahen Apolda bilden bei dem Treffen nur den formalen Rahmen. Im Fokus steht augenscheinlich die Musik und die Szene-Vermarktung mit etlichen Verkaufsständen. Nicht von ungefähr werden in der Bewerbung der Veranstaltung PC Records aus Chemnitz, Front Records aus Lossatal bei Leipzig und Rebel Records aus Cottbus als Unterstützer genannt.

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„Skinhead Way of Life“ und Nazi-Inhalte: Die Band „Smart Violence“

Quelle: Lotta-Magazin

In den vergangenen Jahren erfreuten sich RechtsRock-Bands, die sich stilistisch an Metalcore und Hardcore orientierten, einer großen Beliebtheit in der Szene. Die nordrhein-westfälische Band „Smart Violence“ hält hingegen weiterhin den Skinhead-Kult hoch und möchte zurück zu den angeblichen „glory days of R.A.C.“ Ihre Songtexte drehen sich aber nicht nur um den „Skinhead Way of Life“, sondern sind ebenso deutliche Bekenntnisse zur neonazistischen Ideologie.

Die Band Smart Violence gründete sich 2012 und brachte noch im selben Jahr die Demo-CD „hard hitting skinhead rock“ bei Old School Records, einem der führenden deutschen Label für RechtsRock, heraus. Die Bandmitglieder sind keine Szene-Neulinge, sondern können zum Teil auf jahrelange Erfahrung im neonazistischen Musik-Bereich zurückgreifen. Der Kern der Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern der 2002 gegründeten Angry Boot Boys. In Interviews erklärte Smart Violence, sie habe sich gebildet, weil Angry Boot Boys eine längere Pause absolvieren würde. Aufgelöst hätte sich die Band aber nicht.

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Widersprüchliche Wahrnehmungen

Quelle: Lotta-Magazin

Die RechtsRock-Szene zwischen Stagnation und Professionalisierung

RechtsRock gilt als eines der wichtigsten Ausdrucks- und Kommunikationsmittel der extremen Rechten in „jungen Jahren“. Welche Bedeutung hat die Musik aktuell noch für die neonazistische Szene? In diesem Artikel werden einige Schlaglichter auf den derzeitigen Zustand der RechtsRock-Szene geworfen und insbesondere das Geschehen in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz unter die Lupe genommen.
Während der Nazi-Rock ab Mitte der 1990er Jahre wegen seiner aggressiven Vernichtungsphantasien und den spektakulären Bildern dutzender den Hitlergruß zeigender Neonazis auf Konzerten als Jugendproblem verharmlost im Fokus der Medien stand, hat das öffentliche Interesse für neonazistische Musik in letzter Zeit nachgelassen. Aktuell stehen die Erfolge der AfD und die Herausbildung einer „neuen sozialen Bewegung von rechts“ stärker im Mittelpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen mit der extremen Rechten.

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Grauzone in besetztem Haus in Luckenwalde

Quelle: Neues Deutschland

Rätselhaftes Rechtsrockkonzert im linksalternativen Projekt Trebbe 12

Am Haus Nummer 12 ist die Trebbiner Straße in Luckenwalde besonders schmal, da sie durch ein Baugerüst verengt wird. Es stehen aber keine Arbeiter auf dem Gerüst, um einen der zahlreichen Schäden am Gebäude auszubessern. Vielmehr scheint es darum zu gehen, lockere Steine oder Dachziegel daran zu hindern, auf die Fahrbahn zu poltern und einen Unfall auszulösen.

Am Hauseingang befindet sich kein klassisches Klingelschild. Stattdessen ist ein Zettel angenagelt, auf dem zwölf Namen stehen, wobei ein weiblicher Name durchgestrichen und durch einen männlichen Namen ersetzt ist. Links vom Eingang steht eine kleine Seitentür einen Spalt breit offen. Der Blick fällt in einen dunklen, fast kahlen Raum. Es könnte gut sein, dass dort die Konzerte stattfinden, die im Internet angekündigt sind.

Der Altbau Trebbiner Straße 12, szenetypisch kurz Trebbe 12 genannt, soll seit dem Jahr 2000 besetzt sein. Es findet sich der Hinweis, dass die Bewohner bis heute keinen Mietvertrag haben. Es gibt auch eine alte Ankündigung, wonach am 23. Mai 2009 ein NPD-Aufmarsch an dem Haus vorbeiziehen wollte. Dies sei »nicht nur eine Provokation, sondern eine direkte Kampfansage von rechts«, hieß es. In den letzten Wochen habe es in Luckenwalde vermehrt Übergriffe auf Linke, Punks und Hausbewohner gegeben, in den vergangenen Jahren immer wieder auch Angriffe auf die Trebbe 12. Kreativer Widerstand sei gefragt, um den NPD-Aufmarsch nicht durchzulassen. Wenn genug Gegendemonstranten am Bahnhof erscheinen, »werden die ›Kameraden‹ gar nicht erst aussteigen«, hoffte die Hausbesetzerszene, die zu einer solchen Gegendemonstration mobilisierte.

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Hammerskin-Konzert in Frankreich

Am Samstag, den 18.03.2017, versammelten sich über tausend Neonazis unter dem Motto „Defend Europe“ zu einem Rechtsrock-Konzert in einer Sporthalle in Heudicourt-sous-les-Côtes am Lac de Madine im Nordosten von Frankreich. Das Konzert organisierten die „Hammerskins“ mit Unterstützung durch das Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“. Deutsche und französische „Hammerskins“ schleusten hunderte Neonazis über Belgien nach Frankreich. Neben „Heiliger Krieg“ (Württemberg), „Division Germania“ (Mönchengladbach), „Blitzkrieg“ (Chemnitz) und „Squadron“ (Großbritannien) trat als Headliner die australische Band „Fortress“ auf.

Die „Blood & Honour“-Band „Fortress“ veröffentlichte ihr erstes Album 1992 bei dem deutschen Label „Rock-O-Rama Records“. Der „PC-Records“- Betreiber Yves Rahmel aus Chemnitz bewertete „Fortress“ am 16.12.2016 folgendermaßen: „Die kann man ruhig in einem Zug mit Skrewdriver nennen. Legendär und man schaut Vorraus der Dinge die da kommen!“. Auch der „Hammerskin“ Robert Kiefer schrieb begeistert: „Neue Kollektion von der Kultband Fortress aus Australien! Meiner Meinung nach einer der besten Bands überhaupt! Kann mich noch an ein Konzert 1999 bei Koblenz von ihnen erinnern! Tolle Zeit, tolle Musik!“

Aus einem Gespräch zwischen dem „Hammerskin“ und V-Mann Roland Sokol und dem Neonazi Michael „Mike“ Hansen geht hervor, dass Sokol bereits 2014 begann, den Auftritt der Band „Fortress“ zu planen. Hansen lebt seit Anfang 2013 in den USA, kommt ursprünglich aus Offenbach und war dort bei „Blood & Honour“ Hessen organisiert.

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Mildes Urteil gegen Neonazi-Plattenlabel in Memmingen

Betreiber von Oldschool Records für Verbreitung von nur 7 von 88 angeklagten Nazi-Platten verurteilt. Staatsanwaltschaft sieht Mitverantwortung von rechter Musik für rassistische Übergriffe wie in Sömmerda.

Am 15.12. fiel das Urteil gegen den Betreiber des Neonazi-Plattenlabel Oldschool Records (OSR). Benjamin Einsiedler habe sich laut Gericht der Volksverhetzung und dem Verbreiten von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch den Vertrieb von Neonazi-CDs schuldig gemacht. Dafür wurde er zur Zahlung von 120 Tagessätzen zu je 40, insgesamt 4800 Euro und einem Bußgeld wegen einem Verstoß gegen das Waffengesetz verurteilt. 1600 Euro seines durch die Straftaten erzielten Gewinnes werden eingezogen. Das urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft plädierte auf eine etwa doppelt so hohe Strafe und verwies auf die rassistischen Übergriffe in Sömmerda. Musik wie die vom Angeklagten verbreitete sei gefährlich, weil sie zu solchen Taten anstifte. Bei Anklageerhebung sah die Strafverfolgungsbehörde noch bei 88 der 2014 sichergestellten Produktionen – darunter Oldschool Records-Eigenproduktionen – einen volksverhetzenden, Gewalt- und Straftaten billigenden, das Naziregime verherrlichenden oder sonstigen bei Verbreitung strafbaren Inhalt. In manchen der Machwerke wird zum Mord an Juden, Kommunisten oder Schwulen aufgerufen. Teilweise werden verbotene Kennzeichen von Naziorganisationen dargestellt.

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[HH] Abtrimo: Über das rechte Netzwerk einer Hamburger Band

Eine kurzer Blick auf die rechte Skinheadszene Norddeutschlands – von Blood & Honour über das NSU-Umfeld bis heute
Die Band „Abtrimo“ und das folgend aufgeführte Umfeld stehen hier nur exemplarisch für eine Teilstruktur in einem über Jahre gewachsenen, internationalen Netzwerk bestehend aus vielen Bands, Gruppen und Einzelpersonen der extremen Rechten. Dennoch soll anhand der Bandvorstellung ein Teil des militanten Rechtsrock-Netzwerks Norddeutschlands skizziert werden.

Die Hamburger Band „Abtrimo“ wurde im Dezember 2010 gegründet. Die erste Demo-CD erschien 2012 mit Hilfe des Neonazis Jan Greve über dessen Label und Onlineversand „Skinhead Service“. Ein Jahr zuvor spielten sie bereits das erste Konzert. Es folgten vier weitere Veröffentlichungen und über 20 Konzerte bis heute.

Abtrimo Nienhagen Soltmann, Koschnick, Oest, H&P Mitglied, Tesch, MalinaGemeinsam mit der Hamburger Neonaziband „Likedeelers“ veröffentlichte „Abtrimo“ 2012 ein Album unter dem Titel: „Norddeutscher Untergrund… Der erste Streich!“. Die Anlehnung an die Symbolik und Namensgebung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU), die ihre Morde in einem Video mit der Comic Figur Paulchen Panther als „Streiche“ verharmlosten, könnte daher auch als eine Art Sympathiebekundung der Band zu der rechten Terrorgruppe NSU verstanden werden.

Weiter zeigt auch der aktuellste Sampler „4 gewinnt“ der Bands „Abtrimo“, „Ungebetene Gäste“, „Überzeugungstäter Vogtland“ sowie „Alte Schule“ die gemeinsamen, ideologischen Gewaltfantasien. Auf dem Sampler wird dies beispielhaft im Song „F.D.G.K“ der Band „Alte Schule“ deutlich, wobei der szeneintern verwendete Code für „Für Deutschland, gegen Kanaken“ steht. Die von der Band selbst zensierten Text-Stellen werden in der Aufnahme durch Schussgeräusche ersetzt. Auch in der 2014 bei „Oldschool Records“ veröffentlichten, bereits indizierten, EP „Hammonia“ propagiert „Abtrimo“ rassistische Gewaltphantasien.
Gemeinsam mit dem Potsdamer RechtsRock-Musiker Uwe „Uwocaust“ Menzel veröffentlichte die Band das Lied „Gewalt regiert uns alle“ und spielte im Mai 2016 mit ihm, „Faustrecht“ und der japanischen RAC-Band „Aggroknuckle“ ein Konzert in Staupitz in Sachsen.

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Aktive rechte Szene im Ländle

Via der „Blick nach Rechts“:

Personenpotenzial in Baden-Württemberg stagniert zahlenmäßig – die Zahl der Straf- und Gewaltdelikte ist stark angestiegen.

Die Personenzahl, die der Verfassungsschutz Baden-Württemberg dem Rechtsextremismus zurechnet, liegt unverändert bei rund 1800. Dem aktuellen Jahresbericht zufolge gelten 810 Rechtsextremisten als gewaltorientiert. Die Zahl der Demonstrationen der rechtsextremen Szene ist unter vornehmlicher Konzentration auf das Flüchtlingsthema von 12 auf 17 angewachsen, zehn davon unter maßgeblicher NPD-Beteiligung. Allerdings ist die Teilnehmerzahl bei den Zusammenkünften rückläufig und liegt meist im mittleren zweistelligen Bereich. Deutlich angestiegen um rund zwei Drittel sind die rechtsextrem motivierten Straftaten mit 1484 Vorfällen (2014: 865), die rechtsextremen Gewaltdelikte haben sich mit 73 Vorkommnissen, darunter neun Gewalttätigkeiten auf Asylbewerberunterkünfte, verdreifacht (2014: 23).

Mit unverändert 410 Mitgliedern ist die NPD aktiv, darunter 70 Angehörige ihrer Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN). Der Landesverband spielt im NPD-Ranking eine untergeordnete Rolle, denn kein Parteigänger aus Baden-Württemberg ist stimmberechtigtes Mitglied im Bundesvorstand. Durch intransparentes Verhalten, wechselnde Bezeichnungen und namentliche Dopplungen bleibt die von der NPD ausgewiesene Zahl von 20 Kreisverbänden nicht verifizierbar, dazu existieren noch einige wenige Ortsverbände. Der JN-Stützpunkt Heilbronn ging mit einer „Berufsverbote stoppen“-Kampagne an die Öffentlichkeit. Thematisiert wurde dabei, dass vier Aktivisten mit rechter Gesinnung ihren Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsplatz verloren hätten.

Die Neonazi-Partei „Die Rechte „unter dem Landesvorsitz von Manuel Mültin zählt unverändert 80 Zugehörige. Sie verfügt über zwei Kreisverbände und regionale Schwerpunkte im Raum Karlsruhe, Pforzheim sowie im Enz-Kreis. Die Partei „Der III. Weg“ hat mittlerweile über 30 Mitglieder und damit 20 neue Anhänger. Die Parteiangaben sind stets mit Vorsicht zu behandeln. Als Beispiel gilt die angeblich auf Oktober 2015 datierte Gründung des Stützpunktes Württemberg, dessen Internetseite allerdings bereits viel früher mit Texten bestückt wurde.

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Organisationsübergreifende Szene

Via der „Blick nach Rechts“:

30.06.2016 – Deutlich mehr rechtsextreme Straf- und Gewalttaten in Niedersachsen – das Personenpotenzial setzt sich größtenteils aus Neonazis und subkulturellem Spektrum zusammen, die NPD dümpelt vor sich hin.

Die Zahl der Personen, die dem rechten Spektrum in Niedersachsen zuzuordnen sind, ist rückläufig. Der Verfassungsschutz spricht in seinem Jahresbericht von 1455 nach noch 1560 im vorhergehenden Berichtszeitraum. Das deutliche Anwachsen von Straftaten, die politisch rechts motiviert sind, ist ein Aspekt, der dennoch Anlass zur Sorge gibt. Registriert wurden 1659 Fälle, 1140 waren es ein Jahr zuvor. Den Hauptteil machen 963 Propagandadelikte aus. Alarmierend ist der Anstieg von 53 auf 89 Gewaltdelikte, darunter ein Vorgang der versuchten Tötung. Die intensive Hetze gegen Islam, Flüchtlinge und Fremde generell führte zu 90 Übergriffen im Zusammenhang mit Asylunterkünften, darunter der bundesweit Schlagzeilen machende Brandanschlag auf eine Flüchtlinge beherbergende Immobilie in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) im vergangenen August. Die drei mutmaßlichen Täter wurden in erster Instanz – die Entscheidung ist aber nicht rechtskräftig.

Laut Verfassungsschutz gibt es immer weniger den klassisch aktiven Rechtsextremisten, der sich einer Partei oder Gruppierung zuordnen lasse. Zu beobachten sei vielmehr, dass sich Mischszenen entwickelt haben, bei denen Angehörige organisations- und parteiübergreifend in mehreren Zusammenhängen agierten. Eine überalterte NPD unter ihrem Landesvorsitzenden Ulrich Eigenfeld hat weiter Mitglieder verloren, bringt es landesweit auf 370 Angehörige. Sie verfügt über elf Unterbezirke und einen Kreisverband. Von diesen Gliederungen scheinen viele aber inaktiv zu sein. 15 Aktivisten werden der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten zugeordnet. Auf dem Papier sind sie Konkurrenz, bei Aktivitäten agieren sie häufig gemeinschaftlich: Der Landesverband „Die Rechte“. Die Neonazi-Partei unter dem Landeschef Holger Niemann bringt es auf 50 Mitglieder, aufgeteilt auf fünf Kreisverbände und sporadisch erwähnte Stützpunkte. Für besondere Anlässe wird zu Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen auch die Ländergrenze nach Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt überschritten.

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Neonazi-Konzert „In Bewegung“: Hass, Hetze und eine Kinderhüpfburg

„MDR Thüringen“ berichtet:

Neonazi-Konzert „In Bewegung“Hass, Hetze und eine Kinderhüpfburg
Die NPD rief, und Hunderte Neonazis kamen zum Rechtsrock-Konzert „In Bewegung“ in Sondershausen. Was die Organisatoren als Familienfest verkaufen, ist ein Hass-Konzert, das Geld in die Kassen der extremen Rechten spülen soll.

Man trifft sich diesmal im Industriegebiet. Rund 300 Rechtsextreme haben sich am Sonnabend auf dem umzäunten Platz im Norden von Sondershausen eingefunden. Sie sitzen auf Bierbänken in der Sonne. Auf der Bühne verbreiten Redner und Rechtsrockbands im Wechsel Hass und Hetze. Auf der anderen Seite des Platzes ist eine kleine Kinderhüpfburg aufgebaut. Aus mehreren Bundesländern sind heute Neonazis angereist. Es ist die schon die vierte größere Neonazi-Open-Air-Veranstaltung in Thüringen in diesem Jahr.
Draußen kontrolliert die Polizei Neonazis auf verbotene Symbole. Waffen und Alkohol sind auf dem Platz verboten. Wer sich NS-verherrlichende Tattoos abklebt, darf passieren. Eine Gruppe junger Neonazis aus Sachsen-Anhalt verlässt die Polizeikontrollen. Kurz vor dem Einlass beschimpfen sie Journalisten, die das Geschehen fotografieren. Die Kontrollen wirken grotesk: Draußen müssen Besucher ihre T-Shirts mit dem Schriftzug „HKNKRZ“ für „Hakenkreuz“ abkleben. Drinnen werden diese T-Shirts verkauft, und Besucher laufen mit den frisch erworbenen Oberteilen herum.

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Deutsche Skin-Band bei „Streetkids-Party“

Via der „Blick nach Rechts“:

Trommelfoier“, ein Trio aus Bremen und Osnabrück, tritt am Samstag bei ihrem ersten Auslandsauftritt im tschechischen Brno auf.

Bands aus verschiedenen Ländern bei der „Streetkids-Party“ am Samstag in Brno (Screenshot)
Die rechtsgerichtete Skinhead-Band reiht sich dort mit anderen Festivalteilnehmern bei der 15. Auflage der „Streetkids-Party“ ein. Neben einheimischen Bands sind am 18. Juni auch die Combo „The Trolls“ aus Polen sowie Solomusiker Frank Marshall, Sänger von „Franky Flame“ aus Großbritannien, angekündigt. Marshall fiel bereits wiederholt mit fremdenfeindlichen Äußerungen auf.

„Trommelfoier“ bezeichnet sich selbst als unpolitisch aber patriotisch. Ein erster Mini-Tonträger wurde über „Aggressive Zone Records“ veröffentlicht, dem Label von Thüringens NPD-Landesvorstandsmitglied Patrick Weber aus Sondershausen. In einem Interview mit dem „Nachtwächter Fanzine“ auf Politik angesprochen, spricht der Bassist der norddeutschen Band von der „internationalen Hochfinanz“, die von Rechtsextremisten verwendete gebräuchliche antisemitische Beschreibung, wenn diese gegen die angeblich die Welt mit ihrem Geld regierenden Juden wettern. (hf)

Quelle

Das Spektrum der neonazistischen Bruderschaften

Das „Antifa Infoblatt“ schreibt:

Derzeit aktive neonazistische Bruderschaften tragen Namen wie „Brigade 8“, „Blood Brother Nation“, „Midgards Wächter“, „Sons of Asgard“, „Wodan Bruderschaft“, „Bru­derschaft H8“, „Road Crew“ oder „Sturm­gruppe 44“. Manche bestehen aus einem halben Dutzend Personen, andere haben Hunderte Mitglieder und Supporter. Manche werden so schnell von der Bildfläche verschwinden, wie sie erschienen sind, andere gibt es seit über 20 Jahren. Nachfolgend betrachten wir unterschiedliche Facetten des Modells Bruderschaft und stellen Gruppen vor, die dafür exemplarisch stehen.

Die bedeutendste Gruppe in diesem Spektrum sind zweifellos die Hammerskins, die sich als Skinhead-Bruderschaft und Elite der gesamten Neonaziszene verstehen. Das AIB hat in den vergangenen Ausgaben wiederholt ausführlich über Hammerskins berichtet.1

Rechtsrock und Terror seit über 20 Jahren — Die Vandalen

Die älteste rockerähnliche Neonazi-Bruderschaft, die Wert darauf legt, kein MC zu sein, sind die Berliner „Vandalen — Ariogermanische Kampfgemeinschaft“.
Gegründet 1982 in Ostberlin treten sie seit jeher in Kutten auf. Der Kreis aktiver Mitglieder dürfte derzeit nicht mehr als 20 Personen betragen und dennoch sind die Vandalen im neonazistischen Spektrum hochgeachtet und enorm einflussreich. Seit über 20 Jahren betreiben sie das Geschäft mit neonazistischer Musik und die Vermarktung von Bands wie „Landser“, „Tätervolk“, oder „Die Lunikoff Verschwörung“ — Bands, in denen jeweils mindestens ein Vandale mitwirkt.

„Landser“ existierte von 1992 bis 2001 als Untergrund- und Kultband der Szene und gab sich das Image der „Terroristen mit E-Gitarre“. Bandleader war der Vandalen-Gründer Michael „Lunikoff“ Regener, der heute mit der Band „Die Lunikoff Verschwörung“ auftritt. Zusammen mit „Blood & Honour“-Aktiven bildeten die Vandalen bis in die 2000er Jahre eine klandestine und kriminelle Struktur zur Herstellung und Verbreitung illegaler Neonazimusik, die im Rechtsrock-Business einmalig gewesen sein dürfte: Aufnahmen der CDs in Tonstudios in Kanada oder Skandinavien, Verschiffung tausender CDs beispielsweise nach Holland, deren Schmuggel nach Deutschland und die flächendeckende Verbreitung über regionale Gewährsleute. 2001 wurde das System von der Polizei ausgehoben, 2003 wurden die Bandmitglieder von Landser verurteilt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

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Rechtsoffene Skinhead-Musikszene

Via der „Blick nach Rechts“:

03.06.2016 – Berlin – Am 18. Juni steht ein größeres Konzert mit rechtslastigen beziehungsweise rechtsgerichteten Skinhead-Bands in Berlin an, das bereits seit Mitte Januar beworben wird.

Als Zugpferd soll an dem Samstag die britische Combo „Condemned 84“ dienen. Ferner angekündigt werden „Schusterjungs“ (Weißenfels), „Bullenschubser“, „Voice of Hate“ (beide Berlin) sowie „Anticlockwise“ (Magdeburg). Gern gerieren sich Skins dieser Ausrichtung als unpolitisch, stellen lediglich ihre Aufmüpfigkeit und ihren Saufspaß in den Vordergrund.

Die besagten Bands zeigen sich allerdings als rechtsoffen, grenzen sich gegenüber eindeutigen Rechtsrock-Bands nicht ab, teilen die Bühne mit diesen, weshalb man sie der so genannten „Grauzone“ zuordnet. In der eigenen kleinen Szene gibt es Magazine und Internetportale wie etwa das bei Facebook einlesbare „Love of Oi–Skinheadzine“ aus Hessen. Dort wird beispielsweise gepostet: „Rechts ist immer richtig…, denn rechts ist das Gaspedal“.

Bezeichnend ist auch, dass der genaue Ort des anstehenden Konzerts, das offenbar unter freiem Himmel stattfinden soll und bereits für die Nachmittagsstunden angesetzt ist, nicht publik gemacht wird. Seit einigen Wochen heißt es, die Veranstaltung sei ausverkauft. Dies erfährt man beispielsweise auch beim Adler-Versand aus Diekholzen (Landkreis Hildesheim), der sich mit seinem Onlinevertrieb genau auf dies besondere Skin-Publikum spezialisiert hat.

„Condemned 84“ aus Ipswich existieren seit 1980. Die Briten positionieren sich rassistisch und gegen die Punkbewegung. Sie suchen die Nähe zu RAC-Bands („Rock Against Communism“) und tauchen im Umfeld von „Hammerskins“ auf. Für den 23. Juli kündigen sie erstmals einen Auftritt in der Schweiz an. (hf)

Quelle

„Sommer, Sonne, NPD“

Der „Störungsmelder“ berichtet:

Erneut veranstaltete der Neonazi Matthias Polt einen Redner- und Liederabend für seinen NPD-Berzirksverband Oberbayern in seinem Szeneladen “Versand der Bewegung” in Murnau. Für Gäste sorgen sollten die Reden von Sascha Roßmüller und Baldur Landogart, der seit kurzen Beisitzer im Bundesvorstand der NPD ist. Als Musiker wurde “Lunikoff” angekündigt. Das Motto: “Sommer, Sonne, NPD”.

Zur Veranstaltung am 18.5. reisten laut Polizei zwischen 50 und 60 Rechtsextreme an. Die Veranstalter sprechen von »genau 72« Besuchern und bezeichnen den Tag als eine “tolle und erfolgreiche Veranstaltung”, obwohl sie ausnahmsweise nicht am Wochenende stattfand. Damit wäre der Trend zu wieder mehr Besuchern ungebrochen. Vermeldete die Polizei zur “Weisse Weihnacht” 2014 nur 15 NPD-Anhänger, waren es im Folgejahr bereits 30 bis 40.

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