Archiv der Kategorie 'Rechtsrock'

Rechts­rock­kon­zert in Cott­bus

Quelle: Cottbus schaut hin!

Am Sams­tag den 21.10.17 kam es im Merz­dor­fer Weg 32 in Cott­bus, dem in­of­fi­zi­el­len Haupt­quar­tier der Cott­bus­ser Hoo­li­gan-Grup­pie­rung „Colec­tivo Bi­anco Rosso“ zu ei­nem Rechts­rock­kon­zert an­läss­lich ih­res 15. Ju­bi­lä­ums. Ein Auf­tritt zweier Mit­glie­der der Rechts­rock­band „Fron­tal­kraft“ lockte über hun­dert Per­so­nen aus dem ge­sam­ten Bun­des­ge­biet.

Bis­her von der Cott­bu­ser Öffent­lich­keit weit­ge­hend un­be­merkt, or­ga­ni­sierte die Ul­tra-Grup­pie­rung „Collec­tivo Bi­anco Rosso“ (CBR) zum 15. Jah­res­tag ih­rer Grün­dung ein Kon­zert in ih­rem Stamm­sitz; mit da­bei: Gi­tar­rist und Sän­ger von „Fron­tal­kraft“. Wie aus dem Um­feld von CBR mit­ge­teilt wurde, ka­men etwa 150 „Freunde“ der Ul­tra-Grup­pie­rung nach Merz­dorf – un­ter an­de­rem aus Stutt­gart und Nürn­berg.

Fron­tal­kraft ist die älteste noch ak­tive Neo­nazi-Band und hat auch in­ter­na­tio­nal ei­nen ho­hen Be­kannt­heits­grad er­reicht. So trat die Band auch bei „Rock ge­gen Über­frem­dung“ im thü­rin­gi­schen The­mar im Juli 2017 auf, dem bis heute größ­ten Rechts­ex­tre­men­kon­zert der Nach­kriegs­ge­schichte. Ihre Texte ent­hal­ten un­ver­hüllte na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sches Ge­dan­ken­gut wie z.B. in fol­gen­den Zei­len: „Dein Glied der Ah­nen­kette, weißt Du, wann sie be­gann? Sei Hit­ler stets ge­hor­sam, und Du hast recht ge­tan! Sei Hit­ler stets ge­hor­sam, und Du hast recht ge­tan!“ (Fron­tal­kraft: Go­den-Hymne)

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„Flak“ und „Rommel“ bei B&H-Ritual in Bulgarien

Quelle: Blick nach Rechts

13.11.2017 – Ende November veranstaltet die bulgarische „Blood&Honour“-Sektion in Plovdiv einen Fackelmarsch sowie zwei Rechtsrock-Konzerte an zwei aufeinander folgenden Tagen an – gelistet dafür sind auch deutsche Musiker.

„Flak“ bei „Blood&Honour“ in Bulgarien; (Screenshot)
Es gibt in der bulgarischen Neonazi-Szene zwei seit vielen Jahren regelmäßig zelebrierte Ritualtermine: Zum einen den seit 2003 stattfindenden so genannten Lukov-Marsch im Februar in Sofia, der den früheren Nationalistenführer und mit Hitler kollaborierenden Hristo Lukov (1887-1943) huldigt, zum anderen einen Fackelmarsch in Plovdiv „gegen das Diktat von Neuilly“ (Friedensvertrag nach dem Ersten Weltkrieg 1919). In Plovdiv ist die „Blood&Honour“-Sektion Bulgarien für die Veranstaltung verantwortlich und verknüpft die Zusammenkunft stets mit einem Musikevent. So wird es dieses Jahr gleich zwei Konzerte geben, zunächst am 24. November und dann nach besagtem Marsch am 25. November.

Zunächst wird ein Konzert von Flak-Solist Philipp „Phil“ Neumann (Bonn) sowie dem sächsischen Liedermacher „Rommel“ angekündigt. Am Folgetag sollen dann vier Bands aufspielen, darunter „Flak“. Außerdem werden die seit 20 Jahren aktiven „Whitelaw“ aus dem britischen Nottingham, „Copy Rinka“ aus Bulgarien und die bislang noch nicht in Erscheinung getretene Combo „Weiße Revolutionäre“ beworben.

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Neonazi-Musikszene im Allgäu im Aufwind

Quelle: Störungsmelder

Die RechtsRock-Szene im Allgäu ist weiter im Aufwind, die Zahl der Konzerte steigt. Ein Grund ist der Erwerb eigener Immobilien, die der Szene neuen Freiraum verschaffen.

Bereits in den 1980er-Jahren erkannte der britische Neonazi-Musiker Ian Stuard Donaldson die Bedeutung einer rechten Erlebniswelt und Subkultur für Rekrutierung, Bindung und Ideologisierung der Neonaziszene und gründete Blood&Honour in Großbritannien. Inzwischen ist aus dem in Deutschland zwar seit dem Jahr 2000 verbotenen aber weiter aktiven Zusammenschluss ein international aktives Netzwerk geworden, das mit jahrzehntelanger Erfahrung ein Millionengeschäft mit teils konspirativ organisierten Neonazikonzerten betreibt. Das Netzwerk ist in der Lage auch illegale Tonträger sowie Aufrufe und Anleitungen für eine terroristische Durchsetzung neonazistischer Ideologie zu verbreiten. Der NSU wurde aus Blood&Honour-Strukturen heraus unterstützt und ging aus dieser Szene hervor.

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Neonazis planen erneut „Gedenkmarsch“ in Remagen

Quelle: Störungsmelder

Am Samstag planen Neonazis einen „Gedenkmarsch“ in Remagen. Weil dort zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Gefangenenlager der Alliierten existierte, treffen sich einmal im Jahr Rechtsextreme in dem Ort in Rheinland-Pfalz. Zahlreiche Organisationen rufen auch in diesem Jahr zu Protesten gegen die Veranstaltung auf. Am Abend soll es offenbar zudem ein Rechtsrockkonzert in Westdeutschland geben.

Bereits zum neunten Mal treffen sich Neonazis in diesem Jahr zu ihrem geschichtsrevisionistischen Aufmarsch in Remagen. In der Vergangenheit wurde dieser von Gruppierungen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen organisiert. Auch Neonazis des ehemaligen „Aktionsbüro Mittelrhein“ beteiligten sich an der Organisation. Die Gruppe stand bis vor kurzem in Koblenz vor Gericht. Ihnen war die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen worden. Im Sommer platzte der Prozess nach mehr als 300 Verhandlungstagen wegen der „überlangen Verfahrensdauer“. Wie es weiter geht, ist noch unklar.

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Rechtsrockkonzert angekündigt
Für den Abend bewerben Neonazis zudem ein Rechtsrockkonzert in Westdeutschland. Auftreten sollen die Bands „Germanium“, „Blitzkrieg“, „Exzess“ und „Barbarossa“. Wo das Konzert stattfinden soll, ist unklar. Wie für die Szene üblich, bewerben die Bands das Konzert, ohne den genauen Veranstaltungsort anzugeben. Die Veranstaltung scheint jedoch in der Nähe von Remagen geplant zu sein. So ruft die Band „Germanium“ dazu auf, „zuerst zum Gedenkmarsch nach Remagen, dann zum Konzert“ zu fahren. Ob die Veranstalter des Gedenkmarsches auch das Konzert organisieren, ist ebenfalls unklar. Das erscheint jedoch unwahrscheinlich, denn die Organisatoren des „Gedenkmarsches“ legten in der Vergangenheit viel Wert auf „Disziplin“ und den elitären Charakter der Versammlung. Im Anschluss auf einem Konzert zu feiern, passt eigentlich nicht zu diesem Selbstverständnis.

Auch die Behörden kennen den genauen Vertanstaltungsort des Neonazi-Konzertes wohl nicht. Die zuständige Polizeidirektion in Mayen teilte auf Anfrage des ZEIT ONLINE Störungsmelders mit, sie wisse von der Ankündigung, könne aber derzeit noch keine näheren Auskünfte geben. Zuerst hatte der Blick nach Rechts über das geplante Konzert berichtet.

ERMITTLUNGEN NACH FRANKREICH AUSGEWEITET

Quelle: Allgäu rechtaußen

Nach mehr als sechs Monaten ohne heiße Spur zu den Tätern setzt die Staatsanwaltschaft in Sachen Brandanschlag auf ein Neonazi-Clubhaus bei Memmingen jetzt auf Hilfe aus Frankreich. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen auf Anfrage mit.

Zur Täterermittlung ist die Strafverfolgungsbehörde auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Wenige Stunden nach dem Anschlag auf die ehemalige Gartenschänke in Buxach-Hart tauchte im Internet ein Schreiben auf. Dort hieß es, man habe in der fraglichen Nacht einen Brandsatz im Clubhaus der Neonazi-Kameradschaft Voice of Anger gelegt.

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WIEDERAUFBAU VON NAZI-IMMOBILIE GESTOPPT

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Das Memminger Bauamt stoppt vorerst den Wiederaufbau der abgebrannten ehemaligen Gartenschänke in Buxach-Hart durch die Neonazikameradschaft Voice of Anger.

In den letzten Wochen begann die Neonazikameradschaft Voice of Anger den Wiederaufbau der ehemaligen Gartenschänke in Buxach-Hart. Nach einer diesbezüglichen Anfrage bei der Stadt Memmingen erfuhr Allgäu ⇏ rechtsaußen, dass der Bau durch das Bauamt bereits wieder gestoppt wurde. Der Bauherr habe keinen Bauantrag bei der Behörde vorgelegt, was aber für eine derartige Maßnahme zwingend notwendig sei. Boris G. habe erklärt, das nachholen zu wollen. Nach Vorlage des Antrages werde die Behörde darüber bescheiden.

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NEONAZIKONZERT ALS »PRIVATE FEIER«?

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Engishausen, 30.04.2017. In den frühen Morgenstunden des 1. Mai entdeckt die Polizei eine »private Feier« in Engishausen. Zu einer Volksverhetzung lässt sich kein Täter ermitteln. Jetzt ist klar: Es war ein Neonazikonzert.

Nur einen Monat nach dem geheimen Neonazikonzert in Krumbach mit 100 Personen veranstaltete die Neonazikameradschaft Voice of Anger ein weiteres Konzert in Egg an der Günz. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zu Musikveranstaltungen der extremen Rechten im zweiten Quartal 2017 hervor. Laut Bundesregierung traten die Bands Schanddiktat und Kommando192 für Voice of Anger auf.

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GEHÖFT IM BESITZ VON VOICE OF ANGER?

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Seit dem Neonazikonzert vor einem Monat wurde spekuliert, ob das einsame Gehöft in den Wäldern Bad Wurzachs in der Hand von Neonazis ist. Jetzt gibt es Gewissheit.

Anfang Oktober lockte die örtliche Neonaziszene etwa 250 Fans extrem rechter Musik zum 15-jährigen Jubiläum von Voice of Anger zu einem Konzert ins Allgäu. Seitdem wurde spekuliert, ob das Ensemble aus mehreren großen Gebäuden in der Hand der Neonazikameradschaft ist oder eigens für das Konzert überlassen wurde. Nach dem Konzert kamen Gerüchte auf, nach denen das landwirtschaftliche Anwesen kürzlich vererbt worden sei. Wir wollten es genau wissen und haben recherchiert.

Nach dem Willen der Veranstalter sollte das Konzert von der Öffentlichkeit unbemerkt über die Bühne gehen. Ein Flugblatt wurde innerhalb der Szene in Umlauf gebracht. Es enthielt die Anweisung, dass es nur intern weiter gegeben werden und nicht ins Internet gestellt werden dürfe.

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NSU-Kontext: Kooperierte die rechte Band „Noie Werte“ mit der Polizei?

Quelle: Telepolis

Der Untersuchungsausschuss von Baden-Württemberg stößt in den Reihen von Neonazis auf weitere Merkwürdigkeiten – Kontaktaufnahmen des Verfassungsschutzes

Die Vernetzung von Rechtsextremisten aus Chemnitz und Baden-Württemberg ist beachtlich – und immer beachtlicher wird, dass an den Knotenpunkten Personen von Geheim- und Sicherheitsdiensten saßen. Im NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart taten sich dazu neue Fragen auf: Kooperierte die rechts-nationale Musikgruppe „Noie Werte“ mit dem Staatsschutz? Und was wollte das Bundesamt für Verfassungsschutz von Andreas Graupner, einer der Verbindungsleute der Szenen in Sachsen und Baden-Württemberg?

Im Landtag in Stuttgart geht es noch immer um die ungeklärten Hintergründe des Polizistenmordes von Heilbronn im April 2007. Nach Überzeugung der Ermittler vor dem Auffliegen des NSU im November 2011 müssen mindestens vier bis sechs Personen an der Tat beteiligt gewesen sein. Darunter möglicherweise die beiden toten mutmaßlichen Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Wie tief und wie genau sie verwickelt waren, ist unklar. Die Bundesanwaltschaft (BAW) und auch der BaWü-Ausschuss halten sie für die alleinigen Täter, was jedoch nicht haltbar ist. Im Gegensatz zur BAW geht der Ausschuss davon aus, dass die zwei bei der Tat Unterstützer hatten. Die sucht er im Kreis von Rechtsextremisten.

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Siehe auch:
Band im Fokus: NSU-Ausschuss beleuchtet rechtsextreme Musik
Noie Werte“-Musiker zu Rechtsrock-Vergangenheit befragt

Neonazi-Bands wollen Europa verteidigen

Quelle: Blick nach Rechts

09.11.2017 – Für den 18. November wird in der rechten Szene für den alljährlichen braunen „Gedenkmarsch“ in Remagen mobilisiert. An dem Samstag soll auch ein Rechtsrock-Konzert an nicht näher genanntem Ort stattfinden.

„Verteidige Europa“ lautet das Motto, mit dem ein Rechtsrock-Konzert am 18. November beworben wird. Es soll der Ankündigung zufolge irgendwo in Westeuropa stattfinden, doch die Beteiligung von vier deutschen Bands lässt darauf schließen, dass es sich dabei um einen Ort im Westen Deutschland handelt.

Auftreten sollen laut Flyer die Combos „Blitzkrieg“ aus dem Raum Chemnitz, „Exzess“ aus der Region Strausberg, das Quartett „Germanium“ sowie „Barbarossa“ mit Mitgliedern von „Propaganda“ und „Devils Project“ aus Baden-Württemberg. Ein Hinweis auf der Facebook-Seite von „Germanium“ lässt mutmaßen, dass es bei der Veranstaltungsplanung eine Absprache mit den Organisatoren des jährlichen neonazistischen „Gedenkmarschs“ in Remagen (Landkreis Ahrweiler) gegeben hat. Die braune Szene will dort zum nunmehr neunten Mal die Todesopfer des damaligen alliierten Rheinwiesen-Gefangenenlagers für ihre Zwecke instrumentalisieren.

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Münchner Unternehmen stellt CD-Produktion für Neonazi-Label ein

Quelle: Störungsmelder

Im Rahmen eines RechtsRock-Konzerts war aufgefallen, dass eine Firma aus München CDs für eine Neonazi-Label produziert. Nach einem Hinweis positioniert sich die Firma ausdrücklich gegen rechtsextremes Gedankengut und stellt die Tonträgerproduktion für das Neonazilabel ein.

Vor einigen Wochen war im Kontext eines RechtsRock-Konzertes bekannt geworden, dass die Münchner Firma CUBE medien auch für das Neonazi-Unternehmen Oldschool Records aus Wolfertschwenden im Landkreis Unterallgäu CDs produziert. Dem Unternehmen waren die Inhalte der produzierten Tonträger nicht bekannt. Nach dem Hinweis, für wen hier die Datenträger produziert werden, reagierte CUBE medien umgehend. „In unserer Firmenpolitik ist kein Platz für rechtsradikales Gedankengut, wir sind ein weltoffenes und sozial eingestelltes Unternehmen, das solche Gruppierungen nicht unterstützt“, schrieb Alexander Kühl als Geschäftsführer der CUBE medien in einer E-Mail auf die telefonische Anfrage, ob dem Münchner Unternehmen bewusst sei, dass sie CDs für das Neonazi-Label Oldschool Records produzieren.

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Hassmusik unter freiem Himmel

Quelle: Blick nach Rechts

07.11.2017 – Thüringen ist trauriger Spitzenreiter bei Open Air-Rechtsrock. Mehr als die Hälfte der braunen Konzertveranstaltungen fand zwischen Mitte April und Ende September in Südthüringen statt.

In Thüringen fanden in diesem Jahr durchschnittlich fast zwei Rechtsrock-Konzerte pro Monat unter freiem Himmel statt. Das geht aus einer Antwort des Thüringer Innenministeriums auf die Anfrage der Landtagsabgeordneten der Grünen, Madeleine Henfling, hervor. Demnach gab es zwischen Mitte April und Ende September dieses Jahres elf solcher Veranstaltungen, die als politische Versammlungen angemeldet wurden. Mehr als die Hälfte dieser Rechtsrock-Open Airs im Freistaat wurden nach Angaben des Ministeriums am Gasthaus „Goldener Löwen“ des Neonazis Tommy Frenck in Kloster Veßra durchgeführt, vier Hasskonzerte unter freiem Himmel auf einer Wiese im nur knapp drei Kilometer entfernten Themar. Mit den NPD-nahen Open Airs „Eichsfeldtag“ und „Rock für Deutschland“ fand jeweils eine Rechtsrock-Veranstaltung in Leinefelde und Gera statt. Die Teilnehmerzahlen bei den braunen Events schwankten dabei zwischen 25 und knapp 6000, im Durchschnitt wurde jedes der elf Open Airs von knapp 826 Personen besucht.

Das weitaus größte Neonazi-Musikevent wurde mit 5960 Besuchern Mitte Juli auf einer Wiese in Themar veranstaltet, die dem Bürgermeister des nahegelegenen Örtchens Grimmelshausen und ehemaligen AfD-Mitglied Bodo Dressel gehört. Er hat bereits angekündigt, seine Wiese auch im kommenden Jahr zur Verfügung stellen zu wollen. Bei fünf der aufgelisteten Konzerte unter freiem Himmel hat das Ministerium nach eigenen Angaben „keine Kenntnisse“ über mögliche Eintrittsgelder, bei einem Open Air in Kloster Veßra und dem „Rock für Deutschland“ in Gera seien feste Eintrittsgelder erhoben worden. Beim „Eichsfeldtag“ in Leinefelde wären die Besucher mit einer „freiwilligen Spende“ auf das Gelände gelangt, bei zwei Open Airs in Themar sei neben Eintrittskarten im Vorverkauf in Höhe von 30 beziehungsweise 35 Euro am Veranstaltungstag ein „freiwilliger Unkostenbeitrag“ erhoben worden.

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Internationaler Rechtsrock mit „Blood&Honour“

Quelle: Blick nach Rechts

02.11.2017 – In Slownien soll am 11. November ein Rechtsrock-Event mit dem deutschen Liedermacher „Barny“ sowie britischen und serbischen Gruppen stattfinden.

„IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“; (Screenshot)
Die „Blood& Honour-Sektion“ Slowenien bewirbt ohne genaue Ortsangabe ein Konzert am 11. November, bei dem Geld für inhaftierte Gesinnungsfreunde eingespielt werden soll. Mit von der Partie soll auch der Liedermacher „Barny“ sein, bürgerlich Mirko Szydlowski. Der Mittdreißiger trat dieses Jahr unter anderem schon im Februar auf Einladung von „Die Rechte“ auf, aber auch bei der Sonnenwendfeier Ende Juni auf dem Hof des NPD-Mannes Joachim Nahtz in Eschede. Er stand in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Veranstaltungen, die von „Hammerskins“ in Europa organisiert wurden, auf der Bühne.

In Slowenien ebenfalls dabei das Duo „Ken & Brad“. Bei Erstgenanntem handelt es sich um Ken McLellan, Kopf von „Brutal Attack“, eine der bekanntesten britischen Rechtsrock-Bands. Er hat übrigens auch schon Aufnahmen zusammen mit „Barny“ eingespielt. Weiterhin ist Unterstützung aus Serbien vorgesehen. So wird „Vlada“, ehemals bei der 2002 gegründeten RAC- und NSBM-Band „Battle Flag“, angekündigt. Im Repertoire besagter Combo findet sich mit dem Titel „46 Years Of Pain“ auch eine Huldigung an Rudolf Heß. Außerdem sind „IZ Revolta“, die serbische B&H-„Hausband“, eingeplant. (hf)

Quelle

„Oldschool Records“ verliert Produktionsfirma

Quelle: Blick nach Rechts

03.11.2017 – Eine Münchner Firma stellt die Herstellung von CDs für das rechtsextreme Musiklabel aus dem Allgäu ein.

„Voller Stolz“ präsentierte das Bandprojekt „PORNO“ jüngst „unsere erste Vollproduktion in Form der Debüt-CD“. „In Zeiten voller Elend und Zerfall“ ¬- so der Titel des Tonträgers – „zeigen uns die Jungs von ‚Gegenpol’, ‚Act of Violence’, ‚Heiliger Krieg’, ‚Sleipnir’ und ‚Exzess’, dass sie noch nicht zu all jenen gehören, die sich den Mund und das freie Wort verbieten lassen.“ Den Vertrieb der Platte übernimmt das rechtsextreme Musiklabel „Oldschool Records“ aus dem Allgäu, das sämtliche genannten Bands seit längerem im Angebot hat und Veröffentlichungen von „Gegenpol“ und „Act of Violence“ selbst produzierte.

Auf Anfrage bestätigte Alexander Kühl, Geschäftsführer von CUBE medien, das Debüt von „PORNO“ und andere Tonträger für den hinter „Oldschool Records“ stehenden Benjamin Einsiedler gepresst zu haben. In der Tat habe die Firma „dieses Jahr einige wenige CD-Produktionen durchgeführt ohne zu wissen, dass es sich hier um rechtsradikales Gedankengut handelt. Natürlich könne man die Liedtexte nicht im Detail auf ihre Inhalte prüfen“, heißt es in der Erklärung vom Donnerstag. Das ist bei den zunehmend modern und aufwändig gestalteten Produktionen, die im Falle von „PORNO“ etwa als „Freiheitsrock“ verkauft werden und sich teils subtiler geben als klassischer Rechtsrock, tatsächlich auch nicht immer einfach.

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DRUCK AUF »UNPOLITISCHES« NAZI-LABEL WÄCHST

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Die Southern Rebels aus Landsberg haben das Allgäuer Neonazilabel Subcultural Records verlassen, Loi!chtfeuer wollen nur noch im Geheimen spielen. Das berichtet der Fachdienst blick nach rechts.

Donnerstag vergangener Woche teilte die Band auf Facebook mit, ihr Label verlassen zu haben. Man habe sich im gegenseitigen Einverständnis getrennt, die Veröffentlichung des bei Subcultural Records geplanten Albums für unbestimmte Zeit verschoben.

Auch die Subcultural Records-Band Loi!chtfeuer beklagt sich über »etliche« Konzertausfälle. Deshalb kündigten sie am Mittwoch letzer Woche auf Facebook an, in Zukunft »nur noch geheim Konzerte im Untergrund spielen« zu wollen. »So halten wir auch den Abschaum fern«, heißt es weiter in dem Statement.

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Siehe auch: Unpolitische „Oi!“-Subkultur?

ZU BESUCH BEIM NAZI-KONZERT MIT FAUSTRECHT

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Heute vor genau zehn Jahren: Faustrecht reist aus dem Allgäu nach Belgien und spielt ein Konzert bei Blood and Honour Vlaanderen. Wir veröffentlichen exklusive Videomitschnitte und wagen einen Streifzug über das Neonazi-Fest.

»Wir sind Faustrecht aus dem Allgäu«, schreit der Frontmann der Band seinem Publikum in Belgien entgegen, streckt den rechten Arm zum Hitlergruß und setzt nach: »Hail Victory!« Dann beginnt die Rechtsrock-Band ihren ersten Song zu spielen. Es ist der 27. Oktober 2007.

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Themar: Aus für Rechtsrock-Konzerte durch Grundstückskauf möglich

Quelle: MDR

Nach Ansicht von Themars Bürgermeister Hubert Böse könnten die Rechtsrock-Konzerte in dem Ort durch den Kauf der Festwiese beendet werden. Böse sagte MDR THÜRINGEN, er wolle keine Rechtsrockkonzerte mehr in der Stadt. Wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb die Wiese kaufen würde, dann hätten die rechtsextremistischen Veranstalter keinen Raum mehr für ihre Konzerte.

Die Stadt Themar würde durch den Kauf der Wiese allerdings überfordert. „So eine Fläche zu erwerben, ist sicher für einen Landwirt überhaupt kein Problem, für eine Kommune schon“, sagte Böse dem MDR. Sollte der Wiesenbesitzer tatsächlich zum Verkauf bereit sein, dann werde er einen Landwirt als Käufer finden.

Damit reagierte Böse auf ein Interview, dass der Besitzer der Veranstaltungsfläche, Bodo Dressel, zuvor Deutschlandfunk Kultur gegeben hatte. Mit Blick auf die Konzert-Gegner hatte Dressel gesagt, „Wenn die das nächstes Jahr verhindern wollen, dann sollen sie es mir abkaufen. Ansonsten haben sie es nächstes Jahr wieder. Ich, Bodo Dressel, mache das nächstes Jahr wieder.“

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Siehe auch: Rechtsextreme verhöhnen Themar nach neuem Konzert

Rechtsrock: Neonazi-Paradies Thüringen

Quelle: BR24

Thüringen hat ein Problem mit Neonazis und Rechtsrock. Dort finden im bundesweiten Vergleich die meisten Hass-Konzerte statt. BR24-Recherchen belegen: Die Veranstaltungen werden auch von Rechtsextremisten aus Bayern organisiert. Denn hier lohnt sich das Festival-Geschäft nicht mehr.

Zehn Kilometer hinter der bayerisch-thüringischen Grenze liegt der Ort Themar. Eine unauffällige Kleinstadt mit 2.800 Einwohnern. Doch Themar hat ein kräftiges Problem: Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland strömen seit Monaten immer wieder in den Ort. Neonazis veranstalten dort die größten Rechtsrock-Konzerte in der deutschen Geschichte. Heimlich gefilmte Aufnahmen zeigen, wie die Neonazis dabei ungestört „Sieg Heil“ brüllten und kollektiv den Hitlergruß zeigten. Teilnehmer reisten sogar mit Hakenkreuz-T-Shirts an.

Hass-Hochburg Thüringen
Vergangenes Jahr registrierten die Behörden bundesweit insgesamt 223 rechtsextreme Konzert- und Liederabende. Viele der Veranstaltungen fanden in Thüringen statt. Selbst der Verfassungsschutz bewertet das Bundesland als bevorzugten Veranstaltungsraum der rechten Szene. Dass Thüringen zur Rechtsrock-Hochburg wurde, hat vielerlei Gründe.

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Superhelden gegen mehr als 1000 Neonazis

Zusammengefasst: Wie sich #Themar wieder gegen ca. 1100 Neonazis wehrt. Und was wieder im Zelt geschah. #the2810

Kostümiert und mit bunten Luftballons haben Menschen in Themar gegen das dritte Rechtsrock-Konzert in diesem Jahr in der Stadt im Landkreis Hildburghausen demonstriert. So kreativ war der Protest gegen Neonazis selten irgendwo. Trotzdem scheint es wieder zu Exzessen im Festzelt gekommen zu sein.

Themar/Suhl – In der Kleinstadt Themar haben erneut zahlreiche Menschen gegen ein neuerliches Rechtsrock-Konzert protestiert. Zunächst versammelten sich am Samstag nach Polizeiangaben etwa 90 Menschen zu einem Friedensgebet in der Kirche der Stadt. Schon da trugen viele von ihnen Kostüme oder bunte Luftballons. Anschließend zogen etwa 150 Menschen ebenfalls kostümiert und mit Luftballons in der Hand durch die Stadt unweit der thüringisch-bayerischen Landesgrenze. Einige von ihnen waren dabei schwarz gekleidet und hielten Spott-Schilder mit der Aufschrift „Schwarzer Block“ hoch. Bei den vorangegangenen Protesten in Themar gegen Neonazis hatte es Kontroverse darüber gegeben, ob man sich diesem Proteste anschließen könne und dürfe, da schwarz gekleidete, junge Menschen dabei gewesen waren.

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Siehe auch: ZEIGEN HIER RECHTE SCHON WIEDER VOR DER POLIZEI DEN HITLERGRUSS
Mit Superhelden gegen Neonazis
Rechtsrock-Event in Themar etabliert sich

Rede auf dem Rechtsrock-Konzert in #Themar

Quelle: LaVieVagabonde

Gestern war es mal wieder soweit: Wie schon im Sommer wurde das 3.000 Einwohner zählende Thüringische Städtchen von Neo-Nazis überrollt. Die Politikerin Katharina König war wieder einmal dort und hat eine Rede und einige Eindrücke vom Konzert über Periscope live gestreamt.

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