Archiv der Kategorie 'Rechtsrock'

Juristisches Nachspiel für Neonazi-Bands

Quelle: mdr Thüringen

„Sieg Heil“-Rufe, verfassungsfeindliche Kennzeichen und volksverhetzende Texte: Einige rechtsextreme Bands müssen nach ihrem Auftritt in Themar mit Konsequenzen rechnen.

Das rechtsextreme Großkonzert Mitte Juli 2017 in Themar hat für einige der beteiligten Bands juristische Folgen. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Hildburghausen sagte, gegen den Sänger der Neonazi-Band „Blutzeugen“ sei ein Strafbefehl in Höhe von 1.500 Euro wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ergangen. Der Dresdner habe dagegen Einspruch eingelegt, ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Nach MDR-Informationen soll Laszlo K. während des Auftritts seiner Band mehrfach die Worte „Sieg Heil“ im Refrain eines Liedes gesungen haben.
Auch gegen den Sänger der rechtsextremen Band „Stahlgewitter“ ist laut Amtsgericht im Zusammenhang mit dem Konzert Anklage wegen Volksverhetzung in zwei Fällen erhoben worden. Daniel Giese soll während des Auftritts zwei Lieder mit volksverhetzenden Inhalten gesungen haben. Auch in diesem Fall steht der Prozesstermin noch nicht fest.

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Themar: Anmelder geht juristisch gegen Konzert-Verbot vor

Quelle: mdr

Der Anmelder des rechtsextremen Konzerts Anfang Juni in Themar geht juristisch gegen das Verbot vor. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Meiningen sagte am Mittwoch auf Anfrage von MDR THÜRINGEN, ein entsprechendes Schreiben liege dem Gericht seit wenigen Tagen vor. Vor einer Entscheidung müsse aber zunächst der Landkreis Hildburghausen zum Widerspruch des Anmelders Stellung nehmen.

Mitte März hatte der Landkreis das zweitägige, als politische Versammlung angemeldete Rechtsrock-Konzert verboten und die Entscheidung mit dem Bundesnaturschutzgesetz begründet. Danach ist es verboten, streng geschützte Vogelarten während der Fortpflanzungs- oder Aufzuchtzeiten erheblich zu stören. Konkret geht es dabei vor allem um drei Vogelarten: Blaukehlchen, Bekassine und Schlagschwirl. Die Tiere leben in einem Biotop nahe der Wiese, die die Rechten für ihre Konzerte nutzen wollen. Der Landkreis bezieht sich dabei auf Paragraf 44 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dies sei bei dem geplanten Konzert am 8. und 9. Juni gegeben.

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Neonazi-Festival im sächsischen Ostritz

Quelle: Exakt

Ausgerechnet am 20. April wollen sich Rechtsextremisten in dem Ort an der polnischen Grenze treffen. Ein Hotelbetreiber mit Kontakten in die rechte Szene stellt sein Grundstück zur Verfügung. Wer ist Hans-Peter Fischer?

An der deutsch-polnischen Grenze – im ostsächsischen Ostritz – wollen sich ausgerechnet am 20. April Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet treffen. Am Geburtstag Hitlers soll es auf dem Gelände des Hotels „Neißeblick“ Rechtsrockkonzerte, Reden einschlägiger Neonazis und Kampfsport-Veranstaltungen geben. In der Gemeinde herrscht Unverständnis für den Hotelbetreiber, auf dessen Grundstück das Ganze ablaufen soll.

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(Ex)Polizist vor Gericht

Quelle: Antifa Infoblatt

Der Berliner Geschäftsmann, Neonazi und frühere Polizeikommissar Andreas Tanjsek beschäftigt seit zehn Jahren diverse Gerichte. Wie das AIB berichtete gehörte er zum Umfeld der Berliner Neonazi-Band „Deutsch, Stolz, Treue“ (D.S.T.).

Dass er seit September 1990 im Poli­zeidienst des Landes Berlin stand, schien ihm hierbei kaum Probleme zu bereiten. Er soll bundesweit auf Szene-Veranstaltungen gewesen sein. Laut Ermittlungen seiner Kollegen u.a. im August 2004 auf einem Konzert in Suhl und im Januar 2006 bei der Geburtstagsfeier eines RechtsRock-Musikers. Erst 2007 durchsuchte die Polizei seine Wohnung, da er im Verdacht stand als Layouter an der RechtsRock-CD „Gift für die Ohren“ mitgewirkt zu haben. In sämtlichen Räumlichkeiten fanden die Beamten Devotionalien der rechten Szene. Darunter RechtsRock-CDs, Kleidungsstücke mit Aufdrucken von D.S.T. sowie gerahmte Abbildungen von Adolf Hitler, Rudolf Heß und Horst Wessel.

Auch die Wohnung seiner Lebensgefährtin, der früheren Berliner NPD-Funktionärin Micha­ela Zanker, war von der Polizei-Razzia betroffen. Hier wurden zahlreiche Fotos sichergestellt. Die Bilder zeigen Versammlungen von Neonazis. Tanjsek war auf einigen Fotos erkennbar. Er war u.a. vor einer Hakenkreuz­fahne bzw. eine solche Fahne haltend foto­grafiert worden. Die daraufhin gegen ihn geführten Ermittlungen wurden eingestellt, weil sich ein Inlandsbezug nicht nachweisen ließ.

Durch ein Urteil des Landgerichts Berlin von 2011 wurde Tanjsek im CD-Produktions-Prozess freigesprochen, weil die Lieder auf der CD keine strafrechtlich relevanten Texte enthielten. Auch Ermittlungen wegen seiner rechten Tätowierungen wurden von der Staatsanwaltschaft Berlin 2008 eingestellt. Nach der Razzia kassierte er eine geringe Geldstrafe, ein „Verbot der Amtsausübung“ und im September 2007 eine vorläufige Dienstenthebung ohne Kürzung der Dienstbezüge.1 Die Geldbuße wurde wegen einer ungenehmigten Nebentätigkeit als Firmen-Gesellschafter im Handel mit „Paintball“-Zubehör über die Firma „Mc Paintball East-­Group-Germany GbR“ verhängt.

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Schweiz: Messerangriff durch Unterstützer der „Hammerskins“

Quelle: Antifa Infoblatt

In der Nacht vom 17. auf den 18. Nov­ember 2017 kam es in Locarno (TI) zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Das Opfer trug eine Schnittverletzung davon. Der 25-jährige Angreifer Mischa K., ein in der Region bekannter Neonazi, ist dem Umfeld der „Hammerskins“ zuzurechnen.

Die Auseinandersetzung nahm ihren Anfang vor einer Bar in der Locarner Innenstadt nahe der malerischen Piazza Grande. Der mit Bomberjacke bekleidete und eindeutige Embleme tragende Mischa K. wurde von Gästen darauf aufmerksam gemacht, dass Neonazis in Locarno nicht erwünscht seien, was zu einem Wortgefecht führte. Auf der Piazza Grande ist der Streit schließlich eskaliert, Mischa K. zückte ein Messer und verletzte einen Anwesenden nahe dem Hals. Auf der Klinge der Tatwaffe, welche später gefunden wurde, waren ein Hakenkreuz und die Inschrift „Sieg Heil“ eingraviert.

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Debatte um Nazi-Treff in Wurzach

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Petition fordert konsequentes Einschreiten der Behörden gegen Veranstaltungen in Neonazi-Immobilie. Zeitgleich sagt Stadt Bad Wurzach nach Gegenwind aus der CDU eine Informationsveranstaltung über die rechtsradikale Szene ab.

»Wir mussten in den vergangenen Jahren auch hier in der Region viel zu oft erleben, zu welchen Taten rechte Gruppen und Einzelpersonen fähig sind, wenn man ihrer rassistischen und menschenfeindlichen Propaganda freien Lauf lässt«, erklärte die Initiative gegen Rassismus Westallgäu am Donnerstag.

Deshalb unterstütze die Initiative, die nach ihrer Selbstdarstellung für ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander aller Menschen eintritt, eine am Mittwoch vom Bündnis Links im Allgäu (LiA) gestartete Petition unter dem Titel »Kein Nazi-Treff in Wurzach« und ruft zur Teilnahme und Unterstützung auf:

»Weder in Talacker noch sonstwo in der Region dürfen wir zulassen, dass sich rechte Strukturen ausbreiten und verfestigen und somit die Grundlage für weitere Gewalt und Hetze gelegt wird.«

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Extrem rechte Umtriebe in der Oberpfalz: Die „Prollcrew Schwandorf“

Quelle: Störungsmelder

Unter dem Namen „Prollcrew Schwandorf“ firmiert in der Oberpfalz seit 2012 eine Gruppierung, die sich nach Kräften als unpolitisch inszeniert. Dabei nimmt die Vereinigung seit mehreren Jahren regelmäßig an einschlägigen neonazistischen Aktionen teil.

Militant und sportbegeistert: Mit diesem Profil präsentiert sich eine Gruppierung namens „Prollcrew Schwandorf“ auf Facebook. „Wir stehen auf Fußball und Gewalt“, heißt es dort, „auf Freundschaft und Zusammenhalt.“ Ihrem Selbstbild folgend handelt es sich um eine unpolitische Vereinigung, die eine gemeinsame Leidenschaft für Sport teilt. Dies verbinde sie mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten sowie mit gelegentlichen Auslandsreisen, insbesondere in verschiedene europäische Staaten. Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Auftreten kaum von dem anderer Organisationen dieser Art, die die sozialen Netzwerke zur eigenen Profilierung entdeckt haben.

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Hintergrund: Amok – Urgesteine der Schweizer Rechtsrockszene

Quelle: Rechts rockt nicht

Seit über zehn Jahren dominieren Amok die Schweizer Rechtsrockszene. Während diverse andere Bands über die Jahre wieder in der Versenkung verschwunden sind, ist Amok derzeit erfolgreicher als je zuvor. Doch erstmal alles auf Anfang.

2005 trat die bis dahin weitgehend unbekannte Band an einem ISD-Memorial im Kanton Wallis auf. Dabei handelte es sich um eines der grössten Neonazikonzerte in der Schweiz im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. Durch antifaschistische Recherchen aufmerksam geworden, interessierten sich auch die Medien für diesen Anlass und das Reportagemagazin „Rundschau“ des Schweizer Fernsehens schickte gar einen Journalisten undercover in die Konzerthalle. Die Bilder, welche in der Folge ausgestrahlt wurden, führten in der Öffentlichkeit zu Entsetzen. Pöbelnde und grölende Neonazis aus der ganzen Welt propagierten den Krieg der weissen Rasse und skandierten „Sieg Heil!“. Die Erfolgsgeschichte von Amok war damit jedoch lanciert. Für die Band folgten weitere Auftritte im nahen und fernen Ausland. Der Öffentlichkeit blieb jedoch die Identität der einzelnen Mitglieder lange unbekannt. Auch als Rechtsextreme 2007 einen Anlass der Juso im Kanton Glarus angriffen, war lange unklar, wer dahintersteckt. Im selben Jahr tauchte jedoch ein Lied von Amok auf, in welchem die Band zum Mord am Schweizer Journalisten Hans Stutz aufgerufen hat. Veröffentlicht wurde das Lied auf dem ersten Album „Verbotene Wahrheit“. Die Ermittlungen der Behörden enttarnten in der Folge alle vier Bandmitglieder. Ausserdem stellte sich heraus, dass zwei davon auch schon am Angriff in Glarus beteiligt waren. Bei Hausdurchsuchungen wurden unter anderem auch illegal erworbene Waffen festgestellt.

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Hintergrund: Thorsten Heise

Quelle: Rechts rockt nicht

Der 1969 in Göttingen geborene Thorsten Heise ist seit Jahrzehnten eine zentraler Akteur der organisierten militanten Neonaziszene. So war er bereits vor der Wende in der extrem rechten „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) aktiv. Die Partei avancierte Ende der Achtziger Jahre „innerhalb kurzer Zeit zur wichtigsten neonazistischen Aufbauorganisation und Propagandaplattform in der Bundesrepublik“ und wurde 1995 vom Bundesinnenministerium unter der Begründung, dass es sich um keine mit dem Grundgesetz vereinbare Partei handelt, verboten. Weitere Verbote wie beispielsweise das von „Wikinig-Jugend“ und „Nationaler Liste“ führten zu einem Zulauf in die freie Kameradschaftsszene. Auch Thorsten Heise warb zu jener Zeit aktiv für den Aufbau von „neuen Organisationsformen“ und baute die Kameradschaft Northeim auf. Als Herausgeber der neonazistischen Zeitschrift „Volk in Bewegung“, vormals „Der Reichsbote“, agiert Heise am Rande der Legalität: Das Blatt propagiert eine geschlossene neonazistische Weltanschauung.

In den neunziger Jahren wurde Heise zudem zu einem Dreh- und Angelpunkt der bundesdeutschen neonazistischen Vertriebs- und Musikszene. Diese wurde bis zu ihrem Verbot 2000 im wesentlich durch das internationale Nazinetzwerk „Blood and Honour“ dominiert. „Blood and Honour“, zu deutsch „Blut und Ehre“ ist ein vom NSDAP-Ideologen Alfred E. Rosenberg geprägter, mittlerweile indizierter, Ausspruch, welcher vor allem in der Hitler-Jugend als Leitspruch fungierte. Ian John Stuart gründete „Blood and Honour“​​​​​​​ in Großbritannien mit dem Ziel, über Musik neonazistische Ideologie möglichst weit zu verbreiten und die entsprechende Bands zu vernetzen.

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Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica von Polizei begleitet

Quelle: Hallo Minden

Ein Rechtsrock-Konzert (Anm.d.Red.: Die Band heißt „Sturmwehr“) hat am Samstagabend in Porta Westfalica-Veltheim (Kreis Minden-Lübbecke) stattgefunden. Nach Einschätzung der Polizei Minden-Lübbecke versammelten sich am Abend in einem privaten Gebäude am Sprengelweg gut 60 Personen, die zum Teil aus dem Raum Ostwestfalen und dem angrenzenden Niedersachsen angereist waren.

Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz und kontrollierten im Umfeld der Veranstaltung diverse Fahrzeuge und deren Insassen. Gegen Mitternacht setzte nach und nach die Abreise der Personen ein, da auch die in der Rechtsrock-Szene bekannte Band die Örtlichkeit verließ. Störungen stellten die Einsatzkräfte nicht fest.

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Siehe auch: Rechtsrock-Konzert in Porta Westfalica hat Nachspiel

Konzert von Neonazis in Leun-Stockhausen (Hessen)

Quelle: Recherche-Nord

Am 24.03.2018 fand ebenfalls ein Konzert von Neonazis in Leun-Stockhausen (Hessen) mit rund 200 Teilnehmer*innen statt. (#NoNazis, #Rechtsrock, #Nazirock, #WhitePowerMusic, #B&H, #C18, #KC, #RightWing) – Fotostrecke der Teilnehmer*innen findet sich hier.

Bilderstrecke zum geplatzten NPD-Kongress in Wetzlar

Quelle: Recherche-Nord

Bilderstrecke zum geplatzten NPD-Kongress in Wetzlar, Hessen (wz2403). Neben NPD auch parteifreie Neonazis bis hin zu Combat18 (z.B Oidoxie) vor Ort. (#NoNazis #Rechtsrock #Nazirock,#WhitePowerMusic #B&H #C18 #KC #RightWing) Bilderstrecke findet sich hier.

Konzert der Neonaziszene in Veltheim (#NRW)

Quelle: Recherche Nord

Am Wochenende fand ein Konzert der Neonaziszene in Veltheim (#NRW) statt. Zuvor wurde es offen vom internationalen #Blood&Honour-Netzwerk beworben. #NoNazis, #Rechtsrock, #Nazirock, #WhitePowerMusic, #B&H #Unverständnis. Bilderstrecke findet sich hier: https://bit.ly/2ufTPjI

„Kraftschlag“ löst sich auf

Quelle: Blick nach Rechts

29.03.2018 – Die Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ gilt als international bekannteste Band in der „White Power-Szene“. Nach 30 Jahren soll jetzt Schluss sein.

30 Jahre nach ihrer Gründung will sich die norddeutsche Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ auflösen. Das teilte der Gründer und Sänger der Band, Jens-Uwe Arpe, jetzt mit. Er kündigte aber an, dass die Band vor der Auflösung noch einen Tonträger veröffentlichen werde. Außerdem werde man „selbstverständlich noch alle zugesagten Konzerte spielen“. Damit dürfte es mit dem angekündigten Auftritt im Juni beim zweitägigen Rechtsrock-Event „Tage der nationalen Bewegung“ im südthüringischen Themar das letzte Mal sein, dass „Kraftschlag“ die Bühne betritt. Im Mai ist noch ein Konzert in Schweden angekündigt.

Die 1989 in Itzehoe gegründete Formation gilt noch heute als eine der einflussreichsten und international bekanntesten Bands in der White-Power-Szene. Sie besitzt enge Verbindungen zu dem 2000 in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk und eine große Nähe zum rassistischen „Ku Klux Klan“ (KKK). In einem MDR-Beitrag machte Arpe aus seiner Nähe zum Nationalsozialismus keinen Hehl und erklärte: „Meine Ideale sind 1945 aufgehängt worden.“ Als seine drei Wünsche erläuterte er: „Deutschland in den Grenzen von 1937, (…) konsequente Ausländerrückführung, (…) wirklich ein Nationalstaat mit einer Volksgemeinschaft“.

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Prolligans auf Tauchstation?

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Für Ende Mai ist ein Konzert mit den Prolligans angekündigt. Der genaue Ort allerdings bleibt geheim. Das Vorgehen der vorgeblich unpolitischen Allgäuer Band ist aus der Neonaziszene bekannt.

Unter dem Titel »Oifach Oi! Teil II« sollen am 25. Mai 2018 die Prolligans als Headliner mit den Bombecks und Kotten auf einer Bühne irgendwo in Baden-Württemberg auftreten. Das geht aus einem Flyer hervor, den Allgäu ⇏ rechtsaußen heute veröffentlicht. Online soll die Information nicht verbreitet werden.

Nur wer Karten über eine offenbar speziell für das Event erstellte Emailadresse bestellt, erfährt Näheres zu dem genauen Veranstaltungsort. Damit wird nun nun eine Verfahrensweise auf das Konzert der Prolligans angewendet, die auch bei klassischen Neonazikonzerten verwendet wird, um örtliche Behörden im Dunkeln zu lassen und kritische Berichterstattung oder missliebigen Protest zu unterbinden.

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Siehe auch: „Oi“-Band im Visier der Behörden

Martialische NSBM-Klänge in Norditalien

Quelle: Blick nach Rechts

26.03.2018 – In der Nähe der norditalienischen Stadt Mailand soll am 7. April die siebte Auflage des „Hot Shower-Festivals“ stattfinden.

Fest etabliert hat sich im jährlichen Kalender der NS-Black Metal-Szene (NSBM) das „Hot Shower-Festival“ in der Nähe von Mailand. Die siebte Auflage findet unter dem Motto „Würstelmania Edition“ am 7. April statt. Mit dabei an dem Samstag sind auch zwei deutsche Bands.

Insgesamt werden bereits seit August des Vorjahres sieben Combos angekündigt. Dazu gehört die 2002 gegründete Band „Wodulf“ aus Griechenland. Eine weite Anreise aus Argentinien vor sich haben „Ulfhethnar“. Aus Russland stammen „Velimor“, die mit ihren unter anderem antisemitischen Titeln seit 2001 aktiv sind. 2015 veröffentlichten sie ihr mittlerweile drittes und bislang letztes Album. Aus Finnland vorgesehen sind „Vithran Werwolf“ und „Circle of Dawn“. Letztere wurden als Islamgegner und für ihre maskierten Auftritte bekannt. Aktuell sind die Finnen beim Label Darker Than Black gelistet, mit dem Hendrik Möbus von „Absurd“ international tätig ist.

Dessen Band „Absurd“ ist neuerdings auch wieder live unterwegs. Zuletzt noch im Dezember in Kiew auf der Bühne, ist nun der nächste Auftritt am 7. April für Norditalien geplant. Dabei kommen inzwischen auch andere Sessionmusiker zum Einsatz. Beim „Asgardsrei“-Festival in der ukrainischen Hauptstadt, benannt nach einem „Absurd“-Albumtitel, spielte beispielsweise Thomas Kosmas, Spitzname „Commando Wolf“, aus Griechenland den Bass. Er gehörte viele Jahre zur griechischen NSBM-Band „Der Stürmer“, mit der er sich zuletzt aber überworfen hatte.

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OSTRITZ IM APRIL: DER OFFEN MILITANTE TEIL DER NAZISZENE WIRD KOMMEN

Quelle: Rechts rockt nicht

Am 20. und 21. April 2018 findet in Ostritz das neonazistische Hassfestival Schild und Schwert statt. Erwartet werden mehrere tausend Nazis, um gemeinsam ihrer völkisch-nationalistischen Ideologie zu frönen. Das Spektrum das hier mobilisiert wird ist überaus gewaltaffin und -suchend. Das zeigt sich schon im Programm:

Mit „Kategorie C“ spielt eine Band, die besonders in Hooligankreisen eine große Anhängerschaft hat. Hannes Ostendorf, Sänger von Kategorie C, trat etwa im Oktober 2014 in Köln bei der von Ausschreitungen überschatteten „Hooligans gegen Salafisten“-Demonstration auf.

Ebenfalls angekündigt ist „Oidoxie“. Die Band propagiert in ihren Texten „Leaderless Resistance“ (führerloser Widerstand) und „Race War“ (Rassenkrieg), auf Konzerten warben sie für die Terrorgruppe „Combat 18“, die für eine Vielzahl von Anschlägen verantwortlich gemacht wird und der bewaffnete Arm der der in Deutschland verbotenen Vereinigung „Blood & Honour“ ist.

Die Band Lunikoff Verschwörung ist das Nachfolgeprojekt der als kriminelle Vereinigung eingestuften Rechtsrockcombo Landser. Sänger in beiden Bands war und ist Michael Regener. Er ist unter anderem Gründungsmitglied der Nazigruppierung „Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft“, die ihr Auftreten an die Rockersubkultur anlehnen. Ein bekanntes Mitglied dieser Gruppierung war der Polizistenmörder Kay Diesner.

Teil des Festivals ist ein Kampfsportevent, der von den Machern des „Kampfs der Nibelungen“ organisiert wird. Hinter dem Kampf der Nibelungen verbirgt sich eines der großen europäischen, offen nazistischen Kampfsportevents. Verbindendes Ziel der Kämpfer ist die Vorbereitung auf einen „Endkampf der Kulturen“, den sie in Zukunft auf die Straße tragen wollen. Propagiert wird, wie schon im Nationalsozialismus, ein Idealbild soldatischer Männlichkeit und Herrenmenschentum. Gezielt sollen damit Hooligans und Rocker an die Naziszene angebunden werden.

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Vom versteckten und offenen Antisemitismus im Rechtsrock

Quelle: Beltower News

Die Feindbilder in den menschenverachtenden Texten rechtsextremer Musik sind facettenreich. Antisemitismus und antisemitische Verschwörungsideologien spielen dabei eine zentrale Rolle.

Das erste Rechtsrock-Festival des Jahres 2018 beginnt am 20. April, passend zur Feier des Geburtstags von Adolf Hitler: Wenige Meter vom Bahnhof des polnischen Dorfes Krzewina entfernt findet das zweitägige „Schild und Schwert“-Festival auf dem Gelände des Hotels „Neißeblick“ im ostsächsischen Ostritz statt. Das Motto lautet: „Reconquista Europa“. Ein zweites „Schild und Schwert“-Festival wurde bereits für den 02./03. November 2018 angekündigt. „Es gibt die Befürchtung, dass Ostritz zu einem zweiten Themar wird“, meint die sächsische Linken-Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz. Sie vermutet, das Festival könnten weit mehr als die angemeldeten 750 Teilnehmenden besuchen. Themar sorgte Mitte Juli 2017 für bundesweite Schlagzeilen: Über 6.000 Neonazis feierten einschlägig bekannte Rechtsrock-Bands wie „Stahlgewitter“ und „Die Lunikoff Verschwörung“. Die Veranstaltung war eines der größten Rechtsrock-Konzerte in der bundesdeutschen Geschichte. In Themar sollen die „Tage der nationalen Bewegung“ am 08./09. Juni an die „Erfolge“ des letzten Jahres anknüpfen.

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Wetzlar verbietet Rechtsrock-Konzert

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die NPD plant am Samstag in Wetzlar ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Oidoxie“ und „Kategorie C“. Die Stadt hat die Auftritte jetzt untersagt.

Die Stadt Wetzlar will den Auftritt mehrerer Rechtsrock-Bands bei einer für Samstag geplanten Veranstaltung der hessischen NPD in der lokalen Stadthalle verhindern. Man habe der NPD eine entsprechende Untersagungsverfügung geschickt, die den Auftritt der Musikgruppen verbiete, sagte Eckhard Nickig, Pressesprecher der Stadt, der Frankfurter Rundschau.

Zur Begründung hieß es, die Stadt sehe sich von der NPD getäuscht: Die rechtsextreme Partei habe eine Wahlkampfveranstaltung zur hessischen Landtagswahl im Oktober angekündigt, plane aber offensichtlich ein kommerzielles Rechtsrock-Konzert. Für Donnerstag werde eine Anhörung der NPD zu der Untersagungsverfügung angesetzt, sagte Nickig. Die Stadt stelle sich darauf ein, dass die Partei gegen die Verfügung klagen werde. Derzeit gebe es keinen unterzeichneten Mietvertrag für die Stadthalle.

Am kommenden Samstag plant die NPD unter dem Motto „Familie – Heimat – Nation“ ab 14 Uhr eine Saalveranstaltung in der Stadthalle Wetzlar, angekündigt ist sie als Auftakt zum Landtagswahlkampf. Dabei sollen unter anderem bekannte rechtsextreme Redner wie Michael Brück von der Neonazipartei „Die Rechte“ aus Dortmund, der Berliner NPD-Kader Sebastian Schmidtke und der Neonazi Sven Skoda sprechen. Da die Stadt sich zunächst geweigert hatte, ihre Stadthalle zur Verfügung zu stellen, hatte die NPD das Recht auf deren Nutzung im Februar vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel erstritten.

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Allgäuer Nazibands unter Beobachtung

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Verfassungsschutz: Ein Drittel der bayerischen rechtsextremen Bands stammt aus der Region. Dazu kommen zwei von drei inaktiven Bands. Doch sind alle erfasst?

Das geht aus der Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine schriftliche Anfrage des Landtagsabgeordneten Christoph Rabenstein hervor. Der SPD-Politiker fragte nach dem Kenntnisstand des Bayerischen Innenministeriums zu Bands aus dem Rechtsrockbereich.

Unter den zehn in dem Bericht genannten aktiven bayerischen Bands werden gleich drei aus der Region genannt: Kodex Frei (Raum Kempten), Faustrecht und die Prolligans (beide aus dem Unterallgäu). Als zwei von drei inaktiven Bandprojekten in Bayern stuft der Verfassungsschutz die National Born Haters (Neu-Ulm) sowie Hard As Nails ein.

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Siehe auch: Innenministerium: Drei Hofer Bands sind rechtsextrem