Archiv der Kategorie 'Rechtsrock'

Event für „NS Black Metal“-Fans

Quelle: Der Blick nach Rechts

Im tschechischen Nyrsko findet am 14. Juli wieder das „Eternal Hate“-Festival statt – Headliner in diesem Jahr ist eine Band aus der Ukraine.

Es ist bereits die 16. Auflage des „Eternal Hate“-Festivals, das am 14. Juli im tschechischen Nyrsko steigt, und es ist eine dauerhafte Adresse für Freunde des „NS Black Metal“ (NSBM). Ein Blick auf das Programm der vergangenen Jahre unterstreicht dies.

In diesem Jahr ist die aus dem rechten Lager kommende Combo „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine der Headliner. Doch auch die seit 1997 aktiven „Dark Fury“ aus dem polnischen Wroclaw sind in NSBM-Kreisen bestens bekannt und auf internationalen Bühnen präsent. Mitglieder der Band waren auch involviert in das RAC-Projekt „White Devils“. Wie in den Jahren zuvor ist auch eine deutsche Band eingeplant. Es handelt sich um „Nornir“ aus Freiberg, die bis dato nicht dem NSBM zuzurechnen sind, sich mit dem vorgesehenen Auftritt aber in musikalisch braunes Terrain begeben.

Hassmusik und Satanismus

Genau dort ist nämlich auch die tschechische Band „Sekhmet“ anzusiedeln. Ihr Hass auf Juden drückt sich im Lied „Zyklon B“ aus. Die Band spielte beispielsweise im September 2010 im thüringischen Kirchheim bei einem NSBM-Konzertabend. Hassmusik und Satanismus stehen auch bei der seit 1996 aktiven tschechischen Combo „Inferno“ um Sänger Adramelech auf der Visitenkarte. Die jüngste Albumveröffentlichung erfolgte über das in Sachsen-Anhalt beheimatete Label World Terror Committee (WTC) von Sven Zimper, der selbst viele Jahre NSBM-Musiker („Absurd“, „Wolfsmond“) war.

In den Vorjahren dienten NSBM-Bands wie „Graveland“ (2017), „Arkona“ (2016) und „Infernal War“ (2015) aus Polen oder „Ad Hominem“ (2014 und 2016) aus Frankreich als Festival-Zugpferde in Nyrsko. Combos, die schon seit geraumer Zeit aus guten Gründen, wenn überhaupt, dann nur noch konspirativ Bühnen in Deutschland finden. Deutsche Bands dieser auf Provokation und Tabubruch ausgerichteten Musikrichtung in der jährlichen „Eternal Hate“-Reihe wie „Askeregn“ (2014 und 2017), „Drudensang“ sowie „Schrat“ (beide 2017), „Permafrost“ (2016) und „Blutsturm“ (2015) zielen auch ganz klar auf deutsches Publikum ab.

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Neue RechtsRock-Broschüre online

Quelle: Mobit Thüringen

RechtsRock ist viel mehr als nur Musik und hat für die Szene zahlreiche Funktionen, auch jenseits der enormen finanziellen Einnahmen, die damit generiert werden. Ab sofort steht unsere Broschüre „Hass und Kommerz – RechtsRock in Thüringen“ auf der Homepage zum Download bereit

Hass & Kommerz – RechtsRock in Thüringen (PDF)
MOBIT-Broschüre zur extrem rechten Musikszene in Thüringen, Stand Dezember 2017.

Quelle

Fakten und Einschätzungen zum Neonazi-Festival am 08. und 09.06.18 in Themar

Quelle: Mobit Thüringen

Allgemeine Einordnung

Das neonazistische Großevent „Tage der nationalen Bewegung“ wird das 50. dieser Art in Thüringen sein. In keinem anderen Bundesland fanden vergleichbar viele und große Veranstaltungen dieses Formats statt.
Zweitägige RechtsRock-Veranstaltungen sind bisher eine Seltenheit, jedoch scheinen aktuell Neonazis aus der NPD darauf zu setzen. Unter überparteilichen Motti sollen insbesondere die radikalen Teile der Szene angesprochen und vernetzt werden. Der Veranstaltungstitel verweist darauf. Um möglichst viele Personen zu erreichen, wird auf ein immer breiteres Angebot gesetzt: über Reden und Live-Musik hinaus, werden diesmal auch Vorträge und Diskussionsrunden angeboten. Bei dem ähnlichen Event „Schild und Schwert“ vom 20. auf den 21.04.2018 im sächsischen Ostritz waren außerdem auch eine Tattoo-Convention und ein Kampfsport-Turnier Teil des Programms.

Ungeachtet gewisser Unterschiede dienen solche Veranstaltungsformate der Vernetzung der bundes- und auch der europaweiten Neonazi-Szene und der (Selbst-)Vergewisserung der Szene. Sie sind Stichwortgeber, Vermittler neonazistischer Ideologie und Einnahmequelle.

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Vom „Schlachtfeld Osteuropa“ bis zum Kampfsport-Seminar

Quelle: Endstation Rechts

180 Veranstaltungen und Aktionen der rechtsextremen Szene listet die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern für das vergangene Jahr auf. Darunter fanden auch etliche konspirativ organisierte Konzerte und Zeitzeugen-Vorträge statt, von denen die Sicherheitsbehörden erst im Nachhinein Kenntnis erlangten.

Fast jeden zweiten Tag konnte die rechtsextreme Szene im Jahr 2017 eine Aktion durchführen. Darunter befanden sich neben Konzerten, Liederabenden und Kampfsport-Events aber auch Plakatierungen Unbekannter. Die Auflistung ist das Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Karen Larisch.

Mehr als einmal pro Monat – insgesamt 13 Mal – wurde im Schnitt das Thinghaus in Grevesmühlen für Veranstaltungen genutzt. Das Gebäude, das sich im Besitz des Neonazis Sven Krüger befindet, diente für eine Vielzahl von Events, unter anderen Konzerte, Zeitzeugen-Vorträge, „Partys“ und eine Landesdelegiertenversammlung der NPD. Dazu kommen vier weitere Szene-Veranstaltungen in Jamel, die ebenfalls auf dem Grundstück Krügers durchgeführt werden, darunter ein Kinderfest mit einer Sonnenwendfeier oder eine Gegenveranstaltung zum jährlich in der kleinen Gemeinde stattfindenden „Jamel rockt den Förster“.

Über ein Dutzend Veranstaltungen konnte die Szene derart konspirativ organisieren, dass die Landesregierung jeweils ein „wurde im Nachhinein bekannt“ ergänzen musste. So kam es im Mai 2017 zu einem Kampfsport-Seminar in der knapp 9.000 Einwohner zählenden Gemeinde Heringsdorf auf Usedom. Involviert sei dabei Denis Nikitin gewesen, der russische Neonazi und Kampfsportler wurde nur wenige Monate später zu einem Vortrag in Anklam eingeladen, dort hat auch die NPD-Landesgeschäftsstelle ihren Sitz.

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Neonazi-Konzerte in Themar dürfen endgültig stattfinden

Quelle: mdr Thüringen

Das Oberverwaltungsgericht Weimar hat eine Beschwerde des Landkreises Hildburghausen gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Meiningen zurückgewiesen. Damit dürfen die Neonazi-Konzerte am Freitag und am Samstag in Themar endgültig stattfinden. Das Oberverwaltungsgericht teilte mit, dass der Rechtsstreit damit rechtskräftig abgeschlossen und der Bescheid unanfechtbar ist.

Die Weimarer Richter begründen ihre Entscheidung unter anderem damit, dass der Landkreis Hildburghausen den Veranstaltern gegenüber bereits Auflagen für die Durchführung der Konzerte erlassen hat. Das stehe im Gegensatz zum Versammlungsverbot, um das es in der Beschwerde gegangen sei.

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Zahl der Neonazi-Konzerte in Sachsen und Thüringen konstant hoch

Quelle: Spiegel

2017 organisierte die rechtsextreme Szene bundesweit so viele Neonazi-Konzerte wie seit Langem nicht – neuesten Zahlen zufolge setzt sich dieser Trend fort. Durch die Events rekrutiert die rechte Szene neue Anhänger.

Lange sah es so aus, als ob Blaukehlchen, Bekassine und Schlagschwirl das Neonazi-Treffen im thüringischen Themar verhindern könnten. Diese Vogelarten gelten als geschützt, und sie brüten nahe jener Wiese, auf der in diesem Jahr erneut ein großes Rechtsrock-Konzert stattfinden sollte. Doch nun hat ein Verwaltungsgericht das Verbot des Landkreises kassiert. Es sieht keinen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

Am Wochenende droht der Kleinstadt im Süden Thüringens damit erneut der Ausnahmezustand – im vergangenen Jahr feierten dort mehr als 6000 Neonazis.

Themar steht für einen Trend: Die rechtsextreme Szene organisiert so viele Musikveranstaltungen wie lange nicht. Diese Entwicklung setzt sich auch in diesem Jahr fort. Das zeigt eine Antwort des Bundesinnenministeriums (BMI) auf Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken, die dem SPIEGEL vorliegt.

Von Januar bis März 2018 zählte das Innenministerium bereits 71 rechte Musikveranstaltungen: Darunter fallen 18 Konzerte, 27 Liederabende und 26 sonstige Musikveranstaltungen. Die Zahlen bewegen sich auf einem hohen Niveau und unterscheiden sich von den ersten drei Monaten des Vorjahres kaum. Damals registrierten die Behörden 69 Musiktreffen dieser Art.

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Zwischen den Zeilen: Sprachliche Codes im RechtRock

Quelle: Allgäu rechtsaussen

Die Strategie, knallharte Inhalte codiert zu präsentieren, geht auf: Wo etwa von »Erbgut« die Rede war, konnte das Landgericht Memmingen vergangene Woche einen Bezug auf »irgendeine Rassenlehre« nicht erkennen und sprach den Betreiber von Oldschool Records frei. Die Szene aber versteht. Die vom Angeklagten verbreitete Musik ist nach Auffassung der Staatsanwaltschaft gefährlich, weil sie zu gewalttätigen ausländerfeindlichen Ausschreitungen anstifte.

Anfang der 1990er Jahre lieferten RechtsRock-Bands den Soundtrack für die rassistisch motivierten Übergriffe in Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen, die in tödliche Pogrome mündeten und die bundesdeutsche Asyldebatte nachhaltig befeuerten. Die Botschaften der illegalen, meist von Skandinavien und den USA aus vertriebenen RechtsRock-Alben radikalisierten sich und wurden in Folge dessen zur Zielscheibe der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Die Prüfstelle indizierte erstmals 1992 umfangreich RechtsRock-Tonträger.

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Ostritz wappnet sich fürs nächste Neonazi-Festival

Quelle: Sächsische Zeitung

NPD-Funktionär Thorsten Heise hat das zweite „Schild und Schwert“ für November angemeldet. Die Macher des Friedensfestes bereiten schon wieder Gegen-Aktionen vor.

Ostritz. Mit großer Kraftanstrengung hat es die kleine Stadt Ostritz geschafft, nicht als „Nazi-Stadt“ abgestempelt zu werden. Am vorletzten April-Wochenende organisierten Privatleute und Vereine ein großes Friedensfest auf dem Marktplatz und reagierten damit auf ein Festival von Neonazis auf dem Gelände des alten Hotels Neißeblick am Rande der Ostritzer Altstadt. So standen nach Schätzungen der Polizei etwa 1 200 Neonazis rund 3 000 Menschen gegenüber, die sich für Demokratie und Toleranz eingesetzt haben.

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Geburtstagsfeier mit „Barny“

Quelle: Blick nach Rechts

Am 27. und 28. Juli soll in Südfinnland das 30-jährige Bestehen der finnischen Rechtsrock-Band „Mistreat“ gefeiert werden. Angekündigt ist dabei auch deutsche Liedermacher „Barny“.

Die Rechtsrocker von „Mistreat“ wollen am 27. und 28. Juli an nicht genauer beschriebenem Ort in Südfinnland ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Die finnische Combo ist der Stadt Kouvola entsprungen. Zwischendurch war einer ihrer Gitarristen auch einmal Mitglied bei der deutschen Band „Kraftschlag“. 1996 gab es von den Finnen und „Kraftschlag“ ein gemeinsames Splitalbum mit dem Titel „Waffenbrüder“. Bei „Mistreat“ soll es nun ein Stelldichein von ehemaligen wie jetzigen Mitgliedern geben.

Außerdem werden auch die finnischen Rechtsrock-Bands „Sniper“ und „Marder“ angekündigt. Erstgenannte Combo existiert seit 1997, nach eigenen Angaben ursprünglich gegründet in Kuusankoski als Reaktion auf eine wohlgesonnene finnische Flüchtlingspolitik. Außerdem beworben werden fürs zweitägige Event Ende Juli „P.W.A.“ aus Estland sowie „Code 291“ aus Schweden, die aus „Pitbullfarm“ hervorgegangen und für ihren Bandleader Jokke Karlsson bekannt sind, der auch ins internationale „Blood&Honour“-Netzwerk involviert gewesen ist.

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Hass auf Juden in Liedtexten

Quelle: Blick nach Rechts

31.05.2018 – Antisemitismus zieht sich wie ein brauner Faden durch den Rechtsrock.

Antisemitismus als regelrecht fester Bestandteil des Rechtsrocks; (Screenshot)
Mit der Veröffentlichung „Weltbürgertum statt Vaterland“ – Untertitel: „Antisemitismus im Rechtsrock“ – hat Timo Büchner eine Fleißarbeit abgeliefert. Der Autor hat sich dafür 230 Alben aus dem neonazistischem Spektrum angehört. Er stellt fest, dass sich das Feindbild Juden und der Hass auf sie innerhalb des Rechtsrocks wie ein durchgehend brauner Faden durch die Liedtexte zieht, ja regelrecht fester Bestandteil dieser ist.

Mit dem Skandal rund um die Echo-Verleihung für die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang sowie der Folgedebatte darum findet das Buch sogar ungewollt eine aktuelle Diskussionsplattform. Wenn Büchner beinahe akademisch herzuleiten versucht, weshalb er sich an der Schreibweise Rechtsrock stört und vielmehr RechtsRock bevorzugt, arbeitet er sich an einem Nebenschauplatz ab. Wenn er aber in die Textanalyse geht und dazu zahlreiche Beispiele für antisemitisches Gedankengut oder entsprechende Metaphern dafür auflistet, dann gelingt ihm eine dokumentarisch wertvolle Zusammenstellung und Einordnung.

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Freispruch für Nazi-Propaganda

Quelle: Allgäu rechtsaussen

Einen glatten Freispruch und den Anspruch auf Entschädigung für eine Razzia und die dabei beschlagnahmten Produkte sprach die 3. Strafkammer des Landgerichts Memmingen am Donnerstag dem Betreiber des Neonaziunternehmens Oldschool Records zu.

Damit ist das Gericht dem Antrag der Verteidigung gefolgt. Allgäu ⇏ rechtsaußen hatte bereits Wochen zuvor damit gerechnet, dass sich der Betreiber von Oldschool Records am Ende über einen Freispruch würde freuen können. Nun darf er der Staatsanwaltschaft sogar den seiner Meinung nach an seinem Plattenlabel entstandenen Schaden in Rechnung stellen.

Laut seiner mündlichen Urteilsbegründung war der vorsitzende Richter in der Berufung zwar überzeugt, dass der Angeklagte Benjamin Einsiedler »im Rahmen eines professionell betriebenen Onlinehandels« massenweise »sogenanntes rechtes Liedgut« vertrieben habe. Im Einzelnen zu klären sei allerdings gewesen, ob er sich damit gemäß dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gemacht habe.

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„Blood&Honour“-Event in Rom

Quelle: Blick nach Rechts

Am Samstag findet ein international besetztes braunes Gedenk-Konzert für verstorbene Gesinnungskameraden statt – mit von der Partie ist auch „Die Lunikoff Verschwörung“.

Zu einem seit mehreren Jahren stattfindenden Memorial-Konzert für vier bei einem Autounfall verstorbene Aktivisten der rechtsextremen Szene wird mit „Die Lunikoff Verschwörung“ auch eine deutsche Rechtsrock-Band in Rom aufspielen. Terminiert wird der Auftritt der Berliner um Sänger Michael Regener für den 26. Mai.

Organisiert wird das braune Spektakel von der römischen Gruppierung „SPQR“, die dem italienischen Ableger des „Blood&Honour“-Netzwerks zuzurechnen ist. Zuletzt wurde beim NPD-Festival „Schild und Schwert“ in Ostritz ein Teilnehmer mit einem „Blood C 18 Honour Italia“ –Kapuzenpullover gesichtet, wobei „C 1“ für „Combat 18“ steht, dem gewaltbereiten, bewaffneten Arm der rechtsextremen Bewegung.

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Rechtsrock-Event mit NPD & Co.

Quelle: Blick nach Rechts

Mit den „Tagen der nationalen Bewegung“ ist im südthüringischen Themar erneut eine Großveranstaltung unter NPD-Regie mit brauner Musik und Rednern geplant.

Die Geschehnisse bei der „Rock gegen Überfremdung“-Veranstaltung im Juli des Vorjahres mit rund 6000 Besuchern in Themar (Landkreis Hildburghausen) sind noch bis heute ein überregionales Gesprächsthema, da steht vor Ort vorbehaltlich einer noch ausstehenden endgültigen ordnungsrechtlichen Entscheidung bereits eine ähnliche Folgeveranstaltung vor der Tür. Abermals als politische Versammlung angemeldet, soll es am 8. und 9. Juni in unmittelbarer Nähe des südthüringischen 3000-Einwohner-Ortes um die „Tage der nationalen Bewegung“ gehen, ausgerufen von der NPD.

Nach dem „Schild & Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz am 20. und 21. April (bnr.de berichtete) wäre dies nun die zweite Großveranstaltung unter der Regie der NPD, die sich damit abermals gegenüber der gesamten rechten Szene als parteioffener Bündnispartner anzubiedern versucht und dabei offen mit der Partei „Die Rechte“ zusammenarbeitet. „Wir müssen weg von der zerstückelten Szene, hin zu einer gemeinsamen nationalen Bewegung…“ heißt es dementsprechend auf der Veranstaltungshomepage. Hinsichtlich Strukturen, die im Rechtsrock-Milieu in die hierzulande verbotene „Blood&Honour“-Bewegung weisen, zeigen die NPD-Verantwortlichen dabei keine Berührungsängste. War es in Ostritz noch Bundes-Vize Thorsten Heise, der organisatorisch die Verantwortung besaß, ist diesmal Sebastian Schmidtke als Bundesorganisationsleiter der Partei der Strippenzieher für Themar. Als Unterstützer hat er unter anderem den „Gefangenenhilfe Freundeskreis“ und den Initiativkreis vom „Tag der deutschen Zukunft „um sich geschart.

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Zwangsvollstreckung gegen rechten Szenetreff abgewendet

Quelle: Frankfurter Rundschau

Ein NPD-Mitglied hat die Zwangsversteigerung einer von Rechtsextremen genutzten Kneipe in Leun-Stockhausen verhindert.

Ein NPD-Mitglied hat das finanzielle Aus für einen rechtsextremen Szenetreff in Leun (Lahn-Dill-Kreis) verhindert. Es geht um das ehemalige „Bistro Hollywood“ im Stadtteil Stockhausen. „Eine für Februar 2018 vom Amtsgericht Wetzlar im Rahmen einer Zwangsvollstreckung geplante Versteigerung wurde durch ein NPD-Mitglied abgewendet“, erklärte das hessische Landesamt für Verfassungsschutz dem Radiosender hr-info. Das Haus ist laut Bundesregierung eine von fünf rechtsextremistisch genutzten Immobilien in Hessen.

In Leun fanden einschlägige Veranstaltungen statt, wie zuletzt Ende März ein Rechtsrockkonzert. Hinter dem Erhalt des Treffs stehe möglicherweise eine strategische Entscheidung der NPD, vermutet Reiner Becker, Leiter des Demokratiezentrums Hessen an der Uni Marburg: „Ein Teil der NPD will eine stärkere Anbindung der Partei an die so genannten freien Kameradschaften“, sagt er hr-info. Dabei könne dem „Bistro Hollywood“ eine wichtige Funktion auch zur überregionalen Vernetzung in der Szene zukommen. (dpa)

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Der Sound der Heimat

Quelle: Junge Welt

Vorabdruck. In der Popkultur ringt die Rechte erfolgreich um Hegemonie. Wie das funktioniert, lässt sich mit Gramsci erklären

Markus Metz und Georg Seeßlen: Der Rechtsruck. Skizzen zu einer Theorie des politischen Kulturwandels. Verlag Bertz und Fischer, Berlin 2018, 240 Seiten, 12 Euro

In diesen Tagen erscheint im Berliner Verlag Bertz und Fischer von Markus Metz und Georg Seeßlen das Buch »Der Rechtsruck. Skizzen zu einer Theorie des politischen Kulturwandels«. Wir veröffentlichen daraus stark gekürzt und mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Verfassern das Kapitel »Popgida: Der Kulturkampf in der Popkultur«. (jW)

Beim Verständnis von Rechtsextremismus hat man sich seit den neunziger Jahren davon verabschieden müssen, die beiden wichtigsten Indikatoren für dessen gesellschaftliche Wirkung zum einen im Erfolg der rechtsextremen Parteien zu sehen und zum anderen in einer mehr oder weniger festen, identifizierbaren neofaschistischen Jugendbewegung. Während die eine Seite das »schweigende« Potential der bürgerlichen Rechtsextremen repräsentierte, das sich im normalen Leben nicht unbedingt anders als durch eine im Alltäglichen verborgene Niedertracht zu erkennen gab, stand die andere für einen aktionistischen Teil, dem es gelang, ländliche und urbane Räume zu besetzen. Zeichen des Rechtsextremismus, Moden und Verhaltensweisen waren dabei auch für Jugendliche attraktiv, die sich mit der »Ideologie« der Rechten nicht weiter beschäftigten. So gab es junge Menschen, die aussehen wollten wie Nazis, ohne tiefer über Ideologie nachzudenken, und ältere Menschen, die faschistisch dachten, aber unbedingt nicht nach Nazi aussehen wollten.

Die Verbindungen zwischen beiden Szenen waren evident, bildeten doch »Kameradschaften« und Skinheads »Ordnungsdienste« bei Veranstaltungen der rechtsextremen Parteien oder wurden zu anderen Diensten herangezogen. Umgekehrt speiste sich die rechte Subkultur auch von den finanziellen und organisatorischen Zuwendungen der Parteien. Zwischen der traditionalistischen Parteienorganisation und der jugendlichen Subkultur hatten sich indes schon lange Überschneidungen gebildet, ganz allgemein rechte Lebensstile, Dresscodes, Sprachformen und Zeichen, die in die verschiedensten, dafür empfänglichen Szenen und Kulturen eindrangen. Zunächst war »Rechtsrock« oder »Nazirock« ein Angebot für einen direkten Bruch mit dem Mainstream nicht nur im Pop.

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Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert in Reinheim

Quelle: Echo Online

REINHEIM/SPACHBRÜCKEN – Der große Polizeieinsatz am Freitagabend in und um Reinheim herum ist auch Tage später noch Gesprächsthema im Ort. Die Polizei hatte laut Sprecher Sebastian Trapmann „genügend Einsatzkräfte“ – Zahlen werden nicht genannt – vor Ort, um den erwarteten 80 Besuchern eines rechten Rockkonzerts in der Kuckuckshütte in Spachbrücken entsprechend etwas entgegenzustellen. Das Ziel war klar: „Wir wollten verhindern, dass es zu einem Rechtsrockkonzert kommt“, sagt Trapmann.

Die Band „Sleipnir“ aus Nordrhein-Westfalen hätte in Spachbrücken auftreten sollen. Wie Irmhild Rittmeyer für das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ hinweist, ist der Kopf der Band der neonazistischen Liedermacher Marco Bartsch. Vom Bundesamt für Verfassungsschutz werde die Gruppe zudem als rechtsextremistische Band eingeschätzt. Der Kuckucksverein, der die Hütte vermietet, wusste davon jedoch erst, als die Polizei Kontakt mit dem Vorsitzenden Klaus Ahl aufnahm. Die Veranstaltung war als Geburtstagsfeier deklariert. „Wir können nicht von jedem Mieter ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen“, sagt Klaus Ahl. Als klar war, was dort passieren sollte, trat der Verein unverzüglich vom Mietvertrag zurück. Zu einer Schlüsselübergabe kam es nicht. „Wir wollten nicht, dass es ausufert“, sagt Ahl. Der Mieter, der aus Reinheim stammt, wurde von der Polizei darüber informiert. Für ihn gibt es laut Trapmann keinerlei rechtliche Konsequenzen. Stellung zu dem Vorgang wollte der Mieter – der Name ist der Redaktion bekannt – auf ECHO-Anfrage nicht nehmen.

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Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

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Braune Events mit Thorsten Heise

Quelle: Blick nach Rechts

Auch in diesem Jahr will der NPD-Landesvorsitzende in Thüringen Thorsten Heise offenbar das Rechtsrock-Festival „Eichsfeldtag“ durchführen. Im November steht dann der zweite Teil des neonazistischen „Schild- und Schwert-Festivals“ an.

Im thüringischen Leinefelde soll wohl auch 2018 das jährliche Rechtsrock-Open Air „Eichsfeldtag“ stattfinden. Auf einer rudimentären Homepage, die offenbar noch im Aufbau begriffen ist, wird als Termin dafür der 1. September dieses Jahres angegeben. Unter der entsprechenden Internetadresse wurde bereits in den vergangenen Jahren für den „Eichsfeldtag“ geworben. Das Copyright lag im vergangenen Jahr beim NPD-Kreisverband Eichsfeld, dessen Vorsitzender Thorsten Heise ist.

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Metal-Festival mit umstrittenen Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Am Pfingstwochenende findet im finnischen Hyvinkää das zweitägige Steelfest statt – mit dabei sind auch eindeutige NSBM-Bands.

Beim Steelfest am 18. und 19. Mai im finnischen Hyvinkää stehen verschiedene Metal-Orientierungen auf dem Programm. Die Festival-Verantwortlichen haben dabei aber auch eindeutige NSBM-Bands eingeladen. Dazu zählen „Baise Ma Hache“ aus Frankreich, „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine sowie „Satanic Warmaster“ aus Finnland.

Seit Jahren umstritten ist das Gebaren der australischen Band „Deströyer 666“ wegen ihrer partiellen Beiträge bei anderen RAC-Projekten („Rock Against Communism“) wie etwa „Raven’s Wing“. Bereits 1997 grüßten die Australier um Sänger KK Warslut auf ihrem Debütalbum die Rechtsrock-Bands „Fortress“, „Squadron“ und „Brutal Attack“. In diesem Jahr fiel Warslut mit sexistischen Bemerkungen gegen Aktivitäten der „MeToo“-Bewegung auf. Kritik an den Finnen von „Archgoat“ ist ebenfalls berechtigt, da die Band 2015 ein Split-Album mit ihren Landsleuten von „Satanic Warmaster“ aufgenommen hat.

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Der Teufel marschiert inkognito

Quelle: Blick nach Rechts

Die italienische Combo „SPQR“ spielt im Rahmen einer Europatour am kommenden Wochenende an geheim gehaltenem Ort auf.

Ein oder zwei klandestin vorbereitete Rechtsrock-Konzerte mit der italienischen Band „SPQR“ an einem bislang geheimen Ort stehen am Wochenende 19./20. Mai in Deutschland an. Die Combo aus Rom, die zum Umfeld der gleichnamigen rechtsgerichteten Skinheadgruppe zählt, stellt ihre Tour unter das Motto „Der Teufel marschiert mit uns“.

Neben ihren selbst angekündigten Deutschland-Auftritten will sie neben einheimischen Gastspielen im September noch in Frankreich aufspielen. Zuletzt gab es im März eine Live-Darbietung im ungarischen Györ. (hf)

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