Archiv der Kategorie 'Sonstiges'

Nach Nazi-Rufen in Ellwanger Festzelt: Musiker von Gamsbart-Trio zahlt Geldbuße

Der umstrittene Auftritt des Original Gamsbart-Trios auf dem Ellwanger Volksfest im Juni 2015 hat ein juristisches Nachspiel. Wie die Staatsanwaltschaft Ellwangen mitteilt, ist ein Verfahren gegen einen der Musiker nach der Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden. Das Gamsbart-Trio hatte das Publikum im Ellwanger Festzelt zu „Sieg-Heil“-Rufen animiert. „Dieser Ausruf ist in Deutschland eine Straftat“, sagte der Erste Staatsanwalt Armin Burger von der Ellwanger Staatsanwaltschaft. Deshalb habe man gegen einen der Musiker ermittelt. Dieser habe eine Geldbuße bezahlt, woraufhin das Verfahren eingestellt worden sei.

Weiter

Phil Anselmo zeigt Hitlergruß bei Konzert

#‎mfgn‬ ‪#‎metal‬ ‪#‎pantera‬ ‪#‎anselmo‬ Er wollte wohl die alten Zeiten wieder aufleben lassen (die es für viele ja gar nicht gab *hust*). Ich sag nur, was ich als PANTERA-Fan dazu fühle: „Fuck you, Phil!“.
Und an die ‪#‎besorgtenmetaller‬: Einfach die Fresse halten.

Sucht euch die Quelle eures Vertrauens einfach aus:
http://www.blabbermouth.net/news/philip-anselmo-denies-being-racist-after-white-power-shoutout-at-dimebash-event/
http://www.stormbringer.at/videos/50586/phil-anselmo-zeigt-den-hitlergruss.html
http://www.metal-hammer.de/phil-anselmo-zeigt-hitlergruss-bei-konzert-572457/
Das Verhalten des Herrn Anselmo lässt für mich KEINE Rückschlüsse auf die anderen Mitglieder von DIMEBASH zu.
https://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/42674-dimebash-dave-grohl-rob-trujillo-phil-anselmo-und-dave-lombardo-covern-ace-of-spades.html

Quelle: Metallfans gegen Nazis

Musik und nationale Identität: Wie deutsch kann Pop sein?

Via „BR“:

Popmusik aus Deutschland. Deutscher Pop. Pop mit deutschen Texten. Deutschpop. Komisches Wort. Wann wird aus einem deutschsprachigen Lied ein Lied über Deutschland, und wann wird aus diesem ein Lied, das Deutschland als imaginierte Gemeinschaft suggeriert? Ein Generator über die Wandlung der deutschen Popmusik zum identitären Angebot.

Popmusk mit deutschen Texten ist Deutschpop? All die Genres und Subgenres des Pop – Beat, Rock, Heavy Metal, Reggae, Punk, HipHop, Indie… deutscher Text dazu, und fertig ist Deutschpop?

Deutschpop ist Popmusik mit deutschen Texten, bei denen das Deutschsein irgendwie wichtig ist. Deutschpop kann alles mögliche sagen, er sagt aber immer gleichzeitig: Schau her, wie deutsch ich bin. Im Hintergrund wehen da immer schwarz-rot-gelbe Fähnchen. Mal ein bisschen trist im Smog der Stadt, mal begeistert im Wind.

Also nationaler Pop? Oder schon Nationalpop? Nationalpop für eine Popnation vielleicht. Musik für eine Nation, die sich vor allem über Popkultur versteht. Musik für Popnationalisten? Popmusikalischer Nationalismus? Im schlimmsten Fall.
Jedenfalls: identitär.

Weiter

„Lemmy“-Fans in der rechten Szene

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

Großbritannien (London) – Mit Lemmy Kilmister von „Motörhead“ ist ein weltbekanntes Gesicht der Metal-Musik im Alter von 70 Jahren gestorben. Selbst in Teilen der rechten Szene hatte der alkoholfeste Bassist und Sänger seine Fans.

Das zeigen Reaktionen im Internet auf die plötzliche Todesnachricht. Allzu bekannt sind Fotos des Musikers, auf denen Hakenkreuze, Hitler-Bildnisse, Reichskriegsflaggen und andere NS-Devotionalien zu sehen sind. Auf der von Andrew Anglin seit 2013 herausgegebenen Homepage des rassistischen „Daily Stormer“ heißt es beispielsweise, dass die 1993 verstorbene Rechtsrock-Ikone Ian Stuart Donaldson, Gründer von „Blood&Honour“ ebenfalls „Lemmy“-Fan gewesen sein soll. Als Beweis dafür wurde ein Foto hochgeladen, das Donaldson mit „Motörhead“-T-Shirt zeigt.

In Kurzkommentaren bei dem US-amerikanischen Portal wird aber auch kritisiert, dass Kilmister zwar Interesse an Ästhetik und Kultur des Dritten Reiches gezeigt, auch vereinzelt mit Symbolen daraus provoziert habe, allerdings nie ideologisch hinter dem Gedankengut stand. In eigenen Interviews hatte der Rockstar, wenn er darauf angesprochen wurde, auch immer genau das gesagt: Er sei Sammler von Emblemen und Zeichen jener Zeit, teile aber in keiner Weise die nationalsozialistischen Positionen oder Inhalte. (hf)

Quelle

Staatsaffäre Popmusik

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

European Song Contest und die Renationalisierung der Musikkritik

Nichts mehr los in der Welt als Krieg und Terror? Weit gefehlt. Endlich hatte die Nation mal wieder ein Thema. Eines, das Bedeutung hat: Xavier Naidoo darf die Nation nicht beim European Song Contest vertreten!

Nichts mehr los in der Welt als Krieg und Terror? Weit gefehlt. Endlich hatte die Nation mal wieder ein Thema. Eines, das Bedeutung hat und die Einzelnen zu einem Wir vereint: Xavier Naidoo darf die Nation nicht beim European Song Contest (ESC) vertreten! Das dröhnte tagelang von der Titelseite der »Bild« über »Tagesschau« und »Spiegel« bis in die linke Medienwelt. Und so kam es: Am Samstag machte, prominent platziert in den Abendnachrichten, die Neuigkeit die Runde, dass der federführende NDR einen Rückzieher macht.

Es hat Naidoo wenig geholfen, dass er, wiewohl sein Zuckersoul natürlich Geschmackssache ist, im Gegensatz zu jüngst entsandten MusikdarstellerInnen etwas vom Fach versteht und womöglich einen eigenen Song abgeliefert hätte statt des üblichen Schrotts aus den Hitfabriken. Es hat ihm auch nicht geholfen, dass er jüngst in einem Brief an die Kanzlerin gemeinsam mit etwa den »Ärzten« und Nena für die gleichgestellte »Ehe für alle« plädiert hat oder mit dem Projekt »Brothers Keepers« langjährig gegen Rassismus eingetreten ist. Gemessen wurde er an Ausführungen, die nach Sympathie mit rechtsobskurantistischen Sektierern klangen oder an Songtexten, die sich als homophob oder gar antisemitisch auslegen ließen. Man befand, dass dieser Hintergrund kein guter Beitrag sei zu dem vor allem in der schwullesbischen und Queerkultur populären TV-Event. Xavier Naidoo? Das ist nicht Deutschland!

Weiter

Shitstorm gegen die ARD: Umstrittener Xavier Naidoo soll zum Eurovision Song Contest

„Endstation Rechts“ schreibt:

Die Entscheidung der ARD, Xavier Naidoo im nächsten Jahr zum Eurovision Song Contest (ESC) nach Stockholm zu schicken, hat in den Sozialen Medien heftige Reaktionen ausgelöst. Eine Petition soll den Start verhindern, derweil verteidigte die ARD Naidoo als Künstler, der für „Werte wie Frieden, Toleranz und Liebe“ stehe.

Vor vier Jahren trat Xavier Naidoo im ARD-Morgenmagazin auf. Dort antwortete der Künstler, dessen Alben alle die Poleposition der Charts eroberten, auf die Frage der Moderation, ob „wir in Deutschland frei“ seien: „Nein, wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land.“ Deutschland habe nach wie vor keinen Friedensvertrag, es sei „kein echtes Land“ und deshalb nicht frei. Bereits damals fiel die ideologische Nähe zu den Vorstellungen der sogenannten Reichsbürger auf, die ihrerseits die Existenz der Bundesrepublik Deutschland bestreiten, vom Fortbestehen des Deutschen Reiches schwadronieren oder dieses Land als Firma ansehen. Stichwort „BRD GmbH“. Daher überraschte es viele Beobachter kaum, als der 44-Jährige im letzten Jahr am 3. Oktober auf einer von Verschwörungstheoretikern durchgeführten Kundgebung in Berlin sprach. Damals versicherte er auch, er möchte auf die Menschen zugehen. Dazu zählten eben „Reichsbürger“ – und die NPD.

Weiter

Schlagersänger Christian Anders hetzt auf YouTube gegen Flüchtlinge

Der Schlagersänger Christian Anders hetzt auf seinem YouTube-Kanal gegen Flüchtlinge und verharmlost Seuchen. Und dann hat er noch eine Theorie zu Michelle Obama. Verschwörungstheorien und Hetze gegen Flüchtlinge. Auf seinem Youtube-Kanal beweist Musiker Christian Anders (70): Christian ist anders im Kopf! Die Videos, in denen der Gaga-Guru mit sonorer Stimme seine geistigen Ergüsse verbreitet, tragen Titel wie: „Es gibt keine Ebola Seuche“, „Michelle Obama ist ein Mann“, „Hitler war Kommunist“ oder „Die Fotolüge des Jahres“. In Letzterem lässt Anders sich über den Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi aus, der Anfang September tot an einem Strand in der Türkei angeschwemmt wurde. „Die Lügenmedien haben sich mit Begeisterung auf das Foto gestürzt“, sagt Anders. Dabei sei Aylan „gar kein Flüchtlingskind“.

via bz berlin: Schlagersänger Christian Anders hetzt auf YouTube gegen Flüchtlinge

Eine Band-breite an Abstrusität

„Indymedia Linksunten“ berichtet:

Bei teils peitschendem Regen (kann das Zufall sein oder hat da die Regierung doch etwas nachgeholfen?) gab sich die verschwörungsideologische Musik-Kombo „die Bandbreite“ in Potsdam die Ehre.

Etwa 20 Zuschauer_innen waren auf den Platz der Einheit gekommen, um der Veranstaltung der Potsdamer Montags-Mahnwache – ausnahmsweise mal an einem Dienstag, denn es ist ja deutscher Weltfriedenstag – beizuwohnen. Mit Blick auf die Potsdamer Nikolaikirche konnte man gleich zu Beginn in einem Nebengespräch, Friedensbewegte darüber fachsimpeln hören, dass diese Kirche doch Ähnlichkeit mit dem US-Amerikanischen Pentagon habe.

Als ein besonderes Highlight trat die Duisburger „Polit-Pop-Band“ die Bandbreite auf.
Seit Wochen wurde die Veranstaltung heute beworben. Es war für viele von uns anstrengend die Bewerbungsplakate von den Laternen zur reißen.
Doch warum der Aufriss, was nervt uns an der Bandbreite und an den Montagsdemos?

Die deutsche Friedensbewegung war seit den 90er Jahren quasi in Auflösung begriffen. Viele von uns, die sich heute hier gegen diese Veranstaltung aussprechen waren damals ein Teil von ihr. Es war uns wichtig gegen Kriege aufzustehen. Seitdem hat sich vieles geändert, anderes nicht, wir sind älter geworden, die Bewegung auch. Vor allem die Art und Weise und die Inhalte der Friedensbewegung stoßen immer breiter auf Ablehnung und Unverständnis.

Doch zuerst zur Band „Die Bandbreite“. Sie setzen sich ein gegen Krieg und für den Frieden, sind sogar solidarisch mit Flüchtlingen.

Weiter

Reichsbürgeraktivist Xavier Naidoo erpresst Medien und die Amadeu Antonio Stiftung

Via „Indymedia Linksunten“:

Xavier Naidoo klagte vor dem Landgericht Mannheim gegen die Amadeu Antonio Stiftung und den Autor Roland Sieber mit Berufung auf das noch nicht rechtskräftige Münchner Urteil im Prozess des rechtspopulistischen Verlegers und Volksfrontaktivisten Jürgen Elsässer gegen Jutta Ditfurth wegen eines Artikels auf Netz-gegen-Nazis.de.

Scheinbar kamen weder der Autor noch die antifaschistische Amadeu Antonio Stiftung einer Abmahnung des Mannheimer Popstars und Reichsbürgeraktivisten gegen einen Artikel nach. Trotz Xavier Naidoos Drohungen mit einem teuren und langwierigen Prozess unterschrieben die Angegriffen wohl dessen Unterlassungserklärung nicht. Vor dem Prozess zeigten sich die von Xavier Naidoo Angegriffenen zuversichtlich in allen Punkten vor Gericht Recht zu bekommen. Am Mittwoch, den 19. August 2015 fand ab 13 Uhr dann die mündliche Verhandlung am Landgericht Mannheim statt.

Zu Beginn der Hauptverhandlung erhöhte der Vorsitzende Richter den Streitwert von 15.000 Euro auf 100.000 Euro. Im weiteren Verhandlungsverlauf lässt der Vorsitzende Richter aber durchblicken, dass er den Antisemitismusvorwurf in dem Artikel „Xavier Naidoo: Telegramm für X oder wie bringe ich Reichsbürger-Inhalte ins Fernsehen“ für eine zulässige Meinungsäußerung hält. Dies wollte Xavier Naidoo nicht in einem Urteil haben und war deshalb zu einem Vergleich bereit.

Das Ärgerliche an der Sache ist, dass die Amadeu Antonio Stiftung um verständlicherweise das Kostenrisiko möglichst klein zu halten und um die Finanzierung ihrer zahlreichen Projekte gegen menschenfeindliche Einstellungen wie unter anderem gegen Rassismus und Antisemitismus durch einen noch teureren Rechtsstreit nicht zu gefährden, auf einem Vergleich aus war, wenn der Mannheimer Popstar dafür bei den nicht unerheblichen Gerichtskosten entgegen kommt.

Weiter

Mit Reichsfahne auf’s Festival

Das „Vice-Magazin“ schreibt:

Dass auf Österreichs größtem Rockfestival auch ein paar Menschen dabei sind, die musikalisch und politisch eher die Frei.Wild-Schiene fahren und sich nicht mit Den Toten Hosen identifiziern, sondern mit jenen, die Die Ärzte besingen, sollte niemanden verwundern. Eine Reichsfahne ist dann aber doch ein bisschen mehr als ein stummer Schrei nach Liebe. Die wehte zusammen mit einer Österreichfahne auf einer Stange zwischen den Zelten am Nova Rock dieses Wochenende. (…) Die Farbkombination gab es schon vor 1933 im Deutschen Kaiserreich, doch in der Verordnung über die Hoheitszeichen der Wehrmacht vom 14. Mai 1933 steht die Flagge unter Punkt 1—„Flaggen der Wehrmacht“—beschrieben: „Die Reichskriegsflagge besteht aus drei gleich breiten Querstreifen, oben schwarz, in der Mitte weiß, unten rot; im weißen Streifen, etwas nach der Stange verschoben, ein schwarzes weißgerändertes Kreuz von der Form des Eisernen Kreuzes.“ Der Veranstalter soll verständigt worden sein, aber nichts dagegen getan haben, so heißt es zumindest in den sozialen Medien.

via vice: Mit Reichsfahne auf’s Festival: http://noisey.vice.com/de/blog/Nova-Rock-Festival-Reichsfahne-902/?utm_source=noiseyfb

Internet-Troll jubelt H&M Nazi-Bands unter

„20min.ch“ berichtet:

Die Online-Community ist gerade komplett verwirrt: Verkauft H&M tatsächlich Kleider mit Logos von Nazi-Bands?

Im Internet macht momentan die Meldung die Runde, dass H&M neu Jacken von Metal-Bands mit Nazi-Hintergrund verkauft.

Eines vorweg: Das Ganze ist höchstwahrscheinlich ein einziger grosser Gag. Dahinter stecken Internet-Trolle, die der Modekette eins auswischen wollen. 20 Minuten versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Kleider gibt es wirklich – die Bands nicht

Gestern verkündete ein (fiktives) Metalmusik-Label namens «Strong Scene Productions», H&M würde eine neue Kollektion zum Thema «Underground Metal Music» herstellen. Es sei eine «Reise in die Vergangenheit zu vergessenen Perlen des Untergrund-Metals». Dazu gestellt wurde das Foto eines H&M-Models mit der angekündigten Lederjacke.

Die von «Strong Scene Productions» angekündigte Kleiderserie bietet H&M tatsächlich an. Bisher zwar nicht in der Schweiz – in den internationalen Shops kann man die Jacke jedoch bestellen. Was der Blog «Metal Injection» jedoch herausfand: Die aufgedruckten Bands haben nie existiert. Alle Informationen, die man im Internet zu den Musikern findet, gingen erst in den letzten paar Wochen online. Mehr noch: Die Informationen liessen darauf schliessen, dass die Bands aus der Neonazi-Szene stammen.

Weiter

Boris Becker mit Schal von rechten Hooligans: „Weißt du, was du trägst?“

„Fussball gegen Nazis“ schreibt:

Beim gestrigen Champions-League-Achtelfinale FC Chelsea gegen Paris St. Germain wurde Boris Becker mit einem Schal der Hooligan-Gruppierung „Chelsea Headhunters“ abgelichtet. Ob gewollt oder nicht, hat er damit Werbung für Rassismus und Gewaltbereitschaft gemacht.

„Ich sage ja auch ganz klar in diesem Buch, dass ich stolz Deutscher zu bin“, verkündete der ehemalige Tennisprofi Boris Becker im vorvergangenen Jahr bei der Vorstellung seines Buches „Das Leben ist kein Spiel“ auf der Frankfurter Buchmesse. Dass Becker nicht nur stolzer Deutscher, sondern auch stolzer Chelsea-Hooligan ist, ist zwar nicht zu vermuten. Doch beim Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales bei seinem Lieblingsverein in London hatte er offenbar keine Probleme, Zeichen der genannten berüchtigten Gruppierung zu tragen.

Die „Chelsea Headhunters“ wurden in den 1960er-Jahren als „Chelsea Shed boys“ gegründet und waren vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren für gewalttätige Aktionen im und um das Stadion verantwortlich. Zäune kamen in die englischen Stadien, weil u.a. die „Headhunters“ mit Ausschreitungen das Sicherheitsrisiko für die Spieler und Verantwortlichen deutlich erhöhten. Ihre Mitglieder verbreiten rassistische Ansichten und haben Kontakte zu neonazistischen und terroristischen Organisationen – beispielsweise zu „Combat 18″, dem bewaffneten Arm des „Blood and Honour“-Netzwerks, wie ein Enthüllungsjournalist im Jahr 1999 nachwies. Doch auch in den vergangenen Jahren war die Gruppierung immer wieder an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt: 2011 wurden nach Hooligan-Schlägereien mit der Cardiffer Gruppe „Soul-Crew“ Gefängnisstrafen gegen Mitglieder ausgesprochen , zuletzt sorgten Randale beim Champions-League-Viertelfinale im letzten Jahr in Paris für Schlagzeilen.

Weiter

Schräge Töne

Das „Neue Deutschland“ berichtet:

In Duisburg soll die Band »Die Bandbreite« jungen Nachwuchs zum Ostermarsch locken. 
Blöd nur, dass die Gruppe in der Linken als rechts verschrien ist.

Die Wahl des Musik-Acts sorgt für Ärger beim Ostermarsch im Ruhrgebiet: Für die lokale Gruppe kommt eine Absage nicht in Frage, andere Friedensfreunde wollen sich nun mit Flugblättern distanzieren.

Wenig friedlich verlaufen die Vorbereitungen für den Ostermarsch Rhein-Ruhr: Ein heftiger Streit um den Auftritt der umstrittenen Band »Die Bandbreite« bei der Duisburger Auftaktveranstaltung am 4. April überlagert die kommenden Friedensdemonstrationen. Duisburger Aktivisten halten trotz massiver Kritik am Auftritt des Duos fest. Die anderen Friedensfreunde aus der Region wollen sich bei der Auftaktveranstaltung von der Band distanzieren.

Neu ist der Streit um »Die Bandbreite« nicht. Das Problem: Die Band behauptet, links zu sein, ihre Kritiker werfen ihr Antisemitismus, Rassismus und Kontakte ins extrem rechte Spektrum vor. »Die Texte des Sängers Marcel Wojnarowicz offenbaren ein paranoides, von Verschwörungstheorien geprägtes Weltbild«, sagt der Buchhändler Helmut Loeven von der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG/VK). Er kritisiert, dass die Band eine Brückenfunktion in die rechte Szene hat. »Wojnarowicz ist einer, der den Rechten die Tür aufhält«, sagt Loeven. Immer wieder lasse sich Wojnarowicz mit führenden Nazis fotografieren – um dann zu erklären, er habe nicht gewusst, um wen es sich handelt. »Das Friedensforum weiß, was für Vorwürfe gegen die Band erhoben werden«, sagt Loeven. »Aber man weigert sich, das zur Kenntnis zu nehmen und hält Augen und Ohren zu.«

Weiter

Xavier Naidoo

Via „Antifaschistisches Infoblatt“:

Soundtrack der „Wahrheits“- und Reichsbürgerbewegung

Der Soulsänger Xavier Naidoo verbreitet seit Jahren eine rechts-libertäre Ideologie vor Millionen­publikum. Bis zu seinem Auftritt bei einer Reichsbürgerdemonstration wurde diese zumeist als Spinnerei verharmlost. Der Popststar vereint ein gespaltenes und zerstrittenes Spektrum hinter sich, dass getrieben durch gemeinsame Feindbilder immer häufiger zusammen auf die Straße geht.

Xavier Kurt Naidoo ist ein Soul- und R&B-Sänger. Neben seiner Solokarriere ist er Gründungsmitglied der Musikgruppe „Söhne Mannheims“. Zusätzlich war er Mitinitiator und Dozent an der Mannheimer Popakademie und hat mit „Beats Around the Bush“ und „naidoo records“ zwei eigene Labels gegründet. Xavier Naidoos Debütalbum verkaufte sich über eine Million Mal. Seine weiteren Soloalben erreichten ebenfalls Platz eins der deutschen Albumcharts. 1998 erhielt Xavier Naidoo das erste Mal den Echo als Bester nationaler Künstler. 2006 sang er anlässlich der Begrüßung der deutschen Fußballnationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft auf der Fanmeile in Berlin. 2010 erhielt er erneut den Echo Preis, besuchte die deutschen Truppen der Bundeswehr in Afghanistan und gab dort mehrere Konzerte. In den Jahren 2011 und 2012 war er einer der Juroren und Coaches in der deutschen Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“. 2012 trat er zusammen mit Kool Savas unter dem Namen Xavas für das Bundesland Baden-Württemberg beim „Bundesvision Song Contest“ an und gewann diesen.

Weiter

Hackte NPD-Jugend Punk-Versand?

Via „Störungsmelder“:

Die NPD-Jugendorganisation in Brandenburg soll einen Internethandel für Punks gehackt und zehntausende Kundendaten gestohlen haben. Nun ermittelt die Polizei.

von René Strammber und Alexander Fröhlich

Potsdam/Duisburg – Die Polizei Duisburg (Nordrhein-Westfalen) ermittelt wegen Zehntausender gestohlener Kundendaten eines Internethandels für Punks gegen die Jungen Nationaldemokraten (JN) Brandenburg, die Nachwuchsorganisation der rechtsextremen NPD. Wie ein Sprecher der Duisburger Polizei den PNN sagte, werde gegen den JN-Landesverband wegen des Verdachts auf Computersabotage ermittelt, die JN werde als möglicher Täter geführt. Bereits am Freitag hatten die Beamten mitgeteilt, dass rechtsextreme Hacker, nach ersten Erkenntnissen eine Gruppe aus Brandenburg, offenbar Kundendaten des Duisburger Internethandels „Impact-Mailorder“ gestohlen und im Netz veröffentlicht haben. Jetzt hat die Polizei auf PNN-Anfrage erstmals mitgeteilt, welche Neonazis in Brandenburg sie im Visier hat.

Weiter

Xavier Naidoo und die Systemfrage

Via „Publikative.org“:

Während Neonazis gegen eine angebliche „Zionist Occupied Government (ZOG)“ demonstrieren und Truther gegen eine „Neue Weltordnung (NWO)“ mobilisieren, singt der Popstar Xavier Naidoo gegen das „Babylon System“ an. Inhaltlich geht es gegen ein ähnliches Feindbild: Eine herbeifantasierte geheime jüdische Weltregierung. Der Sänger und seine ehemalige Band „Söhne Mannheims“ transportieren Antisemitismus und rufen sogar zum Systemsturz auf.

An Silvester traf sich angeblich ein Reichsbürgergrüppchen um Stefan G. Weinmann im Restaurant „Kurfürst am Markt“ in Mannheim und unterzeichneten nach eigenen Angaben ein „Dokument zur Abwicklung der BRD“. Dabei beriefen sie sich auf Aussagen von „Prof. Faurisson“, einem international bekannten Holocaustleugner – sowie auf Xavier Naidoo. Mit ihm als Soundtrack wollen die Reichsideologen nach eigenen Aussagen „den Reichstag ausmisten“ und den Bundespräsidenten Joachim Gauck „verhaften“. Eigentlich nichts Neues, denn davon sang Naidoo bereits 2009 in dem Song „Raus aus dem Reichstag“.

Weiter

Xavier Naidoo beim Aufmarsch der Reichsbürger

Der „Störungsmelder“ schreibt:

Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretiker, Reichsbürger und mittendrin Popstar Xavier Naidoo. Die bizarre Szene spielte sich am 3. Oktober vor dem Bundestag ab. Angekündigt war die Reichsbürgerversammlung als “Sturm auf den Reichstag”. Auch der Berliner NPD-Chef Schmidtke nahm an der Versammlung teil.

Vor den circa 200 Teilnehmern sprach Naidoo auf der nur wenige quadratmetergroßen Bühne. “Ich hab keine Ahnung, wer hier steht, mir geht’s um Liebe.” Auf seinem T-Shirt stand die Aufschrift “Freiheit für Deutschland”, was als Hommage an sein Publikum gedacht war, die ihrem Fürsprecher frenetisch applaudierten.

Die sogenannten Reichsbürger erkennen die hiesigen Gesetze und Institutionen nicht an. Deutschland sei 1945 nicht befreit sondern besetzt worden, so das krude Argument. Die Grenzen des Deutschen Reiches von 1937 würden immer noch gelten. Anhänger dieser Gruppierung fallen immer wieder durch Holocaustleugnung und Volksverhetzung auf. Bekannteste Reichsbürger in Deutschland sind Holocaustleugner Horst Mahler und seine frühere Lebensgefährtin Sylvia Stolz.

Weiter
Siehe auch: Xavier Naidoos Weg in die Reichsbürgerszene

Der Kritiker: Vom Popstar zum Populisten

Via „Spiegel Online“:

Verschwörungstheorien, Demokratiefeindlichkeit, Nationalismus: Xavier Naidoo glaubt, Deutschland sei „immer noch besetzt“ und werde von Pädophilen bevölkert – jetzt tritt der Soulsänger auf Demos der Neuen Rechten auf.

Xavier Naidoo ist ein Erweckungs-Säusler mit einem gläubig-treuen Millionenpublikum; er ist auch, wie sich jetzt herausgestellt hat, ein politischer Irrläufer, der für neue rechte Überzeugungen steht.

Hinter all dem Schmuse-Schmarrn, der seine Musik schon immer schwer erträglich gemacht hat, hinter all dem Gottes-Gewimmer, das in atheistischen Zeiten schon als Glauben durchgeht, hinter all dem Ich-singe-wie-Deutsche-sich-Soul-vorstellen-Klimbim steckt ein Mensch, der sich aus seinen Ressentiments eine Weltanschauung gezimmert hat. Bei dieser werden Verschwörungstheorien, Demokratiefeindlichkeit, Nationalismus, Antiamerikanismus, Antikapitalismus und Friedensgeraune zu einer dunklen Suppe verrührt, wie sie auf den neurechts-gekaperten Montagsdemonstrationen seit Monaten serviert wird.

Da steht er bei einer dieser Demonstrationen auf einem feuerroten Spielmobil mitten in Mannheim, es war wohl am Montag dieser Woche, und philosophiert so vor sich hin: „Hat Deutschland eine Verfassung? Ist Deutschland noch besetzt? Tut die NSA gar nichts Verbotenes, sondern darf er das eigentlich sogar, weil die Deutschen es ihr per Gesetz erlauben? Weil wir eigentlich gar kein richtiges Land sind. Weil wir immer noch besetzt sind.“

Das sind die Gedanken und Codes, die in der alten Bundesrepublik in rechten Kreisen herumgereicht wurden, das ist der Lackmus-Test für politische Dummheit, der heute noch gilt: Sind wir befreit worden 1945 oder haben wir den Krieg verloren? Und nur wenn wir den Krieg verloren haben, wenn die Alliierten uns also keinen Gefallen damit getan haben, dass sie Hitler besiegten, nur dann macht das Gerede überhaupt Sinn, dass Deutschland „immer noch besetzt“ ist.

Weiter

Schlagerstar Helene Fischer geht gegen NPD vor

Via „Endstation Rechts“:

In ihren aktuellen Landtagswahlkämpfen beweist die NPD kein glückliches Händchen. Nachdem der Leiter eines Asylbewerberwohnheims die Verbreitung eines NPD-Propagadastreifens in Sachsen stoppen ließ, geht jetzt die Schlagersängerin Helene Fischer der Tagesschau zufolge gegen die Partei vor. Mit Hilfe ihrer Anwälte will die 30-Jährige den Rechtsextremisten untersagen, ihren Hit „Atemlos“ bei deren Wahlkampfautritten in Thüringen zu spielen.

„Atemlos durch die Nacht“: Für ihren aktuellen Hit „Atemlos“ wurde Schlagersängerin Helene Fischer kürzlich mit Doppelplatin für mehr als 600.000 verkaufte Einheiten ausgezeichnet. Der gemeinsame Auftritt mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Siegesfeier nach der gewonnenen Weltmeisterschaft bescherte der 30-Jährigen und ihrem Song einen weiteren Popularitätsschub – das Lied ist in aller Munde.

Von dieser Bekanntheit möchte offenbar auch die NPD profitieren. Im Spätsommer und Herbst steht für die angeschlagene Partei, die stets mit leeren Kassen zu kämpfen hat, nicht weniger als ihre Existenz auf dem Spiel. In Sachsen können Funktionäre und Basis den Verlust der achtköpfigen Landtagsfraktion nicht ausschließen, in Thüringen scheint der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde trotz großer Anstrengungen und eines seit Monaten auf Hochtouren laufenden Wahlkampf fraglich, in Brandenburg hat die Partei keine Chance.

Weiter

Foto von Feine Sahne Fischfilet: Schwere Schlappe für Verfassungsschutz

„Publikative.org“ berichtet:

Der Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern hat vor dem Landgericht Berlin eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ein Fotograf hatte den Geheimdienst verklagt, weil dieser ein Bild der Band Feine Sahne Fischfilet in seinem Verfassungsschutzbericht veröffentlicht hat – ohne Genehmigung und ohne korrekte Quellenangabe.

Das Landgericht Berlin wird der Klage aller Wahrscheinlichkeit stattgegeben. Das hat der Richter bei der Verhandlung am 8. April 2014 deutlich gemacht. Der Geheimdienst muss den Verfassungsschutzbericht dann aus dem Netz nehmen. Dem Gericht zufolge handet es sich bei der Verwendung des Bildes um eine Urheberrechtsverletzung; wenn der Verfassungsschutz unbedingt ein Foto der Band zeigen wolle, müsse er sich um eigene Fotos bemühen oder eine Genehmigung einholen. Ob das Innenministerium in Schwerin gegen das zu erwartende Urteil vorgehen wird, ist noch unklar.

In dem Fall ging es, wie berichtet, um den Verfassungsschutzbericht Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2012, Seite 58. In der Rubrik “Strukturen des linksextremen Antifaschismus” führte der Inlandsgeheimdienst erneut die Band “Feine Sahne Fischfilet” auf – in diesem Jahr sogar mit einem Foto der Mitglieder, was der Verfassungsschutz bei keiner einzigen Rechtsrockband für nötig hielt, obgleich mehrere Gruppen in dem Bundesland zum Umfeld von “Blood & Honour” gezählt werden.

Weiter