Archiv der Kategorie 'Stellungnahmen'

Das Grüne Haus in Suhl – ein alternatives Hausprojekt südlich des Rennsteigs

Via „Alerta Südthüringen“:

existiert das Grüne Haus in Suhl als ein Treffpunkt für Punks, Antifaschist_innen und andere alternative Jugendliche und Erwachsene. Seitdem gab es immer wieder Probleme im Haus, sowohl finanzielle, als auch politische, die das Weiterbestehen des weitestgehend einzigen Hausprojektes dieser Art südlich des Rennsteigs in Frage stellten. Den neusten Höhepunkt der politischen Probleme gab es am 7. August 2015.

Das Grüne Haus ist im Zuge einer Hausbesetzung Anfang der 90er Jahre in der Meininger Straße in Suhl entstanden. Dieses besetzte Haus wurde jedoch kurze Zeit später geräumt. Daraufhin stellte die Stadt den Besetzer_innen ein anderes Gebäude in der Werner-Seelenbinder-Straße zur Verfügung, in dem sie zwei Jahre verbleiben konnten. Hier gründete sich auch der Verein „Alternativer Jugendkreis e.V.“, kurz AJK. 1992 kam es in Suhl zu einer großen Straßenschlacht, da im Vorfeld einige Punks von Nazis krankenhausreif geprügelt wurden. Nachfolgend wurde auch das Haus in der Werner-Seelenbinder-Straße geräumt. Es folgten Demonstrationen und andere Protestformen, wie das Rumasseln im Suhler Stadtzentrum. Damit konnte genug Druck auf die Stadtverwaltung aufgebaut werden, sodass die alternativen Jugendlichen ein Haus in der Gothaer Straße 105 bekamen, sozusagen als Vereinssitz des AJK, das „Grüne Haus“, welches auch noch heute besteht.

Weiter: http://www.autistici.org/agst/alerta/06-das-gruene-haus-suhl.html

Potse Berlin: Statement zu Grauzonenkonzerten in bis 15.2.2014

Wir dokumentieren ein erfreuliches Statement der „Potse“:

Liebe Oire Szene Menschen,

Wir wollen uns mal äußern zu den Grauzonenkonzerten, welche bis zum 15.2.2014 bei uns stattgefunden haben. Alle diese Bands, und einige weitere auch, haben inzwischen bei uns Auftrittsverbot. Wie es zu den Konzerten gekommen ist lässt sich dann verstehen, wenn mensch die Struktur des Kollektives des Autonomen Zentrums kennt. Das Kollektiv setzt sich aus ‚ehren‘amtlichen zusammen die solange dabei sind wie sie halt bock haben. Und am Kollektiv liegt es auch welche Bands organisiert werden und wie viel politische Arbeit gemacht wird. Das hat sich in den letzten zwei Jahren massiv geändert. Nicht nur das einige Personen gegangen und andere dazugekommen sind, sondern auch das beim booking genau hingeschaut wird, infoveranstaltungen stattfinden, politische Gruppen ihre Plenas bei uns abhalten sowie auch das Kollektiv aktiv politisch arbeitet und sich fortbildet.

Mit freundliche Grüßen aus Berlin vom Potse Kollektiv

Grünes Haus Suhl schützt Nazi und schmeißt Antifaschist*Innen raus

Via „Indymedia Linksunten“:

Nazisübergriff im Haus – Nazis sind für das Grüne Haus in Suhl kein Problem.

Am 07.08.2015 veranstaltet das Grüne Haus Suhl eine Soliparty mit diversen Punkbands um diesen „Frei“-Raum zu erhalten. Niemensch konnte erahnen, was an diesem Abend passiert. Während des Abends betrat eine Person mit einen Grauzone-Shirt die Veranstaltung, da er dem Grünen Haus bekannt war, wurde er ohne wenn und aber hereingelassen. Nach kurzer Zeit fing er Stress an. Er beleidigte diverse Menschen nicht nur als „F*tze“, „H*rrensohn“ und „Schw*chtel“ sondern drohte anderen auch mit dem Tod. Zudem Schlug er aus heiterem Himmel jemensch ins Gesicht, weil dieser seiner Meinung nach eine „Antifaf*tze“ sei. Anstatt die Verantwortlichen diese Hausprojekt, diese Person entfernten, stellten sie sich schützend vor Ihnen und schmissen die anderen heraus. Auch dabei schrie einer der Verantwortlichen, scheiß Antifa. Hier wurde seitens des Grünen Hauses nicht nur ein Nazi beschützt, sondern auch noch supportet. Mensch sollte sich ehrlich fragen ob mensch diese Haus weiter unterstützen sollte und es nicht besser wäre wenn es doch zu macht. Wir, Antifas aus Suhl, werden diese Haus ab jetzt meiden und empfehlen auch anderen das grüne Haus in Suhl solange zu meiden, bis sie ihr Naziproblem im Griff haben. Solang Nazis in Haus gelassen werden, ist dies kein emanzipatorischer Freiraum. Ein ähnlicher Vorfall am Vorabend führte bereits dazu, dass die Band Start A Rio aus Hamburg abreiste und nicht aufgetreten ist.

Quelle
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OUT AND LOUD FESTIVAL 2015 +++ FREI.WILD BESTÄTIGT +++ DEIN FEUER SAGT AB

Wir dokumentieren das Statement bzw. die Absage von „Dein Feuer“ beim „Out and Loud Festival 2015″:

(English version below)

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Offener Brief an die Veranstalter des Out & Loud Festivals,

vor wenigen Tagen wurde unsere Newcomer-Band DEIN FEUER offiziell für das diesjährige Lineup bestätigt.
Heute Abend wurde bekanntgegeben, dass die Band Frei.Wild ebenfalls beim Festival auftreten wird.

Wir sind DEIN FEUER – offen und bunt!

Wir treten nicht mit Bands auf, die Stimmung machen gegen Migranten, Ausländer und gegen Andersdenkende – egal wie viel Publikum diese Bands mobilisieren!

Wie kann man als Veranstalter eines großen öffentlichen Events seine gesellschaftliche Verantwortung so missachten – vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Debatten?

Da Frei.Wild auftritt, treten wir beim O&L Festival AB!

Wir fühlen uns ausgetrickst!
Warum erfolgt die Bekanntgabe dieser – eurem Wortlaut nach: „polarisierenden“ Band – erst jetzt, nachdem der Kartenverkauf bereits begonnen hat?

Warum wird die Mehrheit der Metal-Fans, die so etwas nicht unterstützen wollen, einfach übergangen?

Unsere Fans geben die Karten unter Protest zurück!

Wehrt Euch!
Teilt Euer Festival, teilt Eure Bühne nicht mit populistischen Bands!
Es liegt an uns allen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen:

Arch Enemy Aborted AHAB Alestorm Alpha Tiger Asphyx Battle Beast Beyond Orcus Blizzen Blues Pills Carcass Carnal Ghoul official Civil War (the band) Combustion Dark Fortress (Official) Dark Zodiak Dead Alone Dead Ember DESERTED FEAR Diablo Blvd. Dvalin Eluveitie Evil Invaders (OFFICIAL) Feuerschwanz Finsterforst Forensick Furious Anger Grave Digger Helloween Insomnium J.B.O. Kambrium Knockdown Industries Majesty Martyrion Megaherz Offiziell Moonspellofficialband MY SLEEPING KARMA – OFFICIAL Orchid Overkill PhallaX Ravenpath Rogash Scalpture Secrets of the Moon Skeleton Pit Skull Fist Smoke The Sky StormHammer (Power Metal – official band page) Subway to Sally TANKARDTestament The Privateer The Vintage Caravan The Vision Bleak -official- UNLEASHED Visions of Atlantis Official Wintersun

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MDB und WWF: Gegen Hass, Diskriminierung und elitärem Denken innerhalb der Szene

Wir wollten Euch natürlich auf keinen Fall das sehr ausführliche und aus unserer Sicht gelungene Statement von What We Feel und Moscow Death Brigade vorenthalten. Wir werden die beiden Bands aus Den Augen der Oire Szene Redaktion auch zukünftig weiterhin offensiv supporten! Wir haben nichts einzuwenden gegen eine solidarische innerlinke Kritik – in diesem Fall ist die (nicht von uns stammende) Kritik aber definitiv übers Ziel hinausgeschossen. Auch wir haben in der Vergangenheit Fehler gemacht und finden es wichtig, dass zumindest innerhalb der Szene eine Kritik an klar antifaschistisch eingestellten Bands entsprechend fair ablaufen muss! For a strong antifascist subculture movement and struggle worldwide!:

Liebe Alle

Im Namen von What We Feel und Moscow Death Brigade legen wir hier unsere offizielle Stellungsnahme zum Artikel: „Die Bands What We Feel und Moscow Death Brigade als Beispiel eines zu kritisierenden Antifaschismus“ vor, der uns und die russische antifaschistische Szene im Generellen beschuldigt „faschistisch, homophob, sexistisch“ etc. zu sein. Während diese Beschuldigungen im Allgemeinen auf uns bizarr wirken, möchten wir dennoch einzeln auf diese Vorwürfe antworten.

Zuerst möchten wir sagen, dass wir froh darüber sind, dass dieses Thema endlich an die Öffentlichkeit gelangt ist. Bereits seit Jahren haben anonyme Poster_innen versucht unsere Touren zu verhindern, indem Mails mit diffamierenden Aussagen über unsere Bands an unsere Promoter_innen und Unterstützer_innen versendet wurden. Beispielsweise versuchten sie erfolglos unsere Soli-Tour für die Familie des von Neonazis ermordeten antifaschistischen Aktivisten Ivan Khurtoskoy im Mai 2014, sowie unsere Auftritte am Ultrash Festival und am Barrio Antifascista Festival zu verhindern.

Während die Promoter_innen entweder den Hassmails keine Beachtung schenkten oder mit unseren Erklärungen zufrieden waren, versuchten wir die Autor_innen für eine direkte Diskussion zusammen mit Repräsentant_innen der europäischen antifaschistischen Szene als Mediator_innen zu treffen, da unsere Bands immer offen gegenüber Kritik sind. Die Autor_innen vermieden aber den Dialog.

Unsere Bands kommen nicht umhin sich zu wundern, warum die Autor_innen nie versucht haben, die Themen dieses Artikels zuerst mit uns zu diskutieren. Auch sind wir ratlos darüber, dass der Artikel gepostet wurde, währenddessen wir auf Tour waren und keine englische (oder bevorzugt russische) Übersetzung vorlag, was verhinderte, dass wir den Artikel richtig lesen und verstehen, sowie rechtzeitig darauf antworten konnten. Wir müssen zugeben, dass wir dies als einen unehrlichen Ansatz sehen, der sowohl uns, als auch den Leser_innen gegenüber respektlos ist. Dies und alles oben erwähnte lässt uns denken, dass der wahre Grund hinter dieser Agitation persönliche Feindschaft ist.

Wir sehen diese Situation als eine großartige Möglichkeit, um die Geschichte unserer Bands zu teilen, die einigen Leser_innen nicht vertraut sein könnte und endlich die Differenzen zwischen russischen und europäischen Szenen zu diskutieren und sie zu überwinden.

Wir haben diesen Beitrag auf englisch geschrieben, anstelle unserer Muttersprache russisch, um sicherzustellen, dass die Menschen, die ihn lesen wollen dies mit kleinstmöglicher Schwierigkeit tun können, da Mitglieder von antifaschistischen Gemeinschaften rund um die Welt unserer Erfahrung nach normalerweise in englisch miteinander kommunizieren.

1. Vorwürfe

Soweit wir richtig verstehen – dank unseren Freund_innen und Google Translate – versuchen die Autor_innen darzulegen, dass MDB, WWF, einige mit ihnen verbundene Bands und (was gemäß der Sprache des Artikels angenommen werden kann) die russische militante Szene im Allgemeinen nicht „richtige“ Antifaschist_innen sind, sondern faktisch gewalttätige „Thugs“, Homophobe, Sexist_innen, Nationalist_innen etc..

Ein paar Aussagen werden mit Zitaten aus einigen Interviews unterstützt. Das erste mit Gryundik – Mitglied von 210 und ehemaliges Mitglied von Razor Bois. Das andere mit Vova – Mitglied von MDB, ehemaliges Mitglied von Razor Bois und WWF.

Das Interview mit Gryundik wurde nach der Veröffentlichung gelöscht, da (gemäß 210) Gryundiks Antworten vom Interviewer falsch interpretiert wurden.

Das Razor Bois – Interview mit Vova ist fünf Jahre alt und die Zitate daraus wurden falsch übersetzt und aus dem Kontext genommen.

Außerdem wird versucht uns mit Personen zu verlinken, mit denen wir nie irgendetwas gemacht haben und die wir nicht einmal kennen oder ein Label, mit dem wir sämtliche Zusammenarbeit vor einiger Zeit niedergelegt haben.

Einige Vorwürfe scheinen auf der Wahrnehmung und Vermutungen der Autor_innen zu basieren, die entweder von einem Mangel an Wissen zum Thema hergeleitet werden oder auf einem persönlichen Standpunkt basieren.

Wir werden versuchen einzeln auf die wichtigeren Diskussionspunkte im Artikel zu antworten. Leider arbeitet die Zeit gegen uns und wir hatten auch keine adäquate Übersetzung vom Originalartikel, womit es schwer ist, eine gut vorbereitete Antwort vorzulegen, aber wir tun unser Bestes.

Um diesen Abschnitt zusammenzufassen – wir wollen darlegen, dass die Vorwürfe keinen Bezug zur Realität haben. Zu behaupten, dass wir Xenophobe oder Faschisten seien widerspricht dem, das wir immer beabsichtigt haben in unseren Songs, unseren Aussagen, unseren Aktionen und in unserer Arbeit für die antifaschistischen Ideale auszudrücken. Wir haben gegen Rassismus, Nationalismus und allen Formen von Diskriminierung, die auf der ethnischen Herkunft, der Hautfarbe oder der Religion basiert gekämpft. Wir haben gegen Diskriminierung, die auf dem Geschlecht oder der sexuellen Orientierung basiert gekämpft. Gegen Stereotypen und Generalisierungen im Allgemeinen. Aufgrund dieser Positionen wurden wir zu zahlreichen Gelegenheiten physisch attackiert, erhielten Morddrohungen, unsere Fotos und privaten Informationen wurden mit dem Aufruf unserer physischen Eliminierung auf Neonazi-Websites gepostet.

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Siehe auch: MDB and WWF: against hate, discrimination, and inner-scene elitis
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Stellungnahme von WWF und MDB zu den erhobenen Vorwürfen

Dear all! On behalf of What We Feel and Moscow Death Brigade we are presenting our official reply to the article called “Die Bands What We Feel und Moscow Death Brigade als Beispiel eines zu kritisierenden ‘Antifaschismus‘”, which accuses us and Russian militant Antifascist scene in general of being “fascist, homophobic, sexist” etc. While those accusations in general sound outright bizarre to us, we would like to answer these allegations in detail.

First of all we’d like to say that we’re happy that this subject has finally come to the public attention. For years now anonymous posters have been trying to hinder our tours sending letters with defamatory statements about our bands to the promoters and supporters. For example they were fruitlessly trying to cancel our Benefit Tour in support of the family of a murdered Russian Antifa activist Ivan Khutorskoi in May 2014, Ultrash Fest and Barrio Antifascista Fest.

While the promoters either had paid no attention to the hatemail or had been satisfied with our explanations, we still tried to meet with the authors for a proper discussion with representatives of European Antifascist scene acting as mediators, as our bands are always open for criticism. However the ill-meaning authors kept avoiding the dialogue.

Our bands can’t help but wonder why the authors never tried to discuss the topics of their article with us in the first place. Still clueless why this article was posted while we were on tour and why there had been no English (or preferably Russian) translation which didn’t let us to properly read it, understand it and reply to it on time. We have to admit that we see it as a dishonest approach, which is both disrespectful to us and to the readers. We also are unpleasantly surprised by the tone of the article. This and all of the above make us think that the real reason behind this activity is personal hostility.

We see this situation as a great opportunity to share the story of our bands that some of the readers might not be familiar with and to finally discuss the differences between Russian and European scenes and the ways to overcome them.

We’ve written this post in English, instead of our first language Russian, to make sure that people who want to read it and understand it can do so with as little difficulty, as possible, since members of Antifascist communities across the world usually use English to communicate with each other. A German translation is currently being worked on and will be posted as soon as possible.

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[B] Abgeordneter als Rechtsrockfan? – Stellungnahme von und zu Andreas Baum (Piraten)

„Indymedia Linksunten“ schreibt:

Auf Indymedia wurde jüngst über einen Abgeordneten der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus berichtet, der anscheinend tiefe Verwicklungen in die internationale NSHC und Rechtsrock-Szene aufweißt. In einer weitestgehend unbefriedigenden Stellungnahme äußerte sich Baum nun zu dem Vorfall und bestätigte den Kontakt zur Naziszene.

Zur Erinnerung – in dem Artikel forderte die veröffentlichende Gruppe den Abgeordneten Andreas Baum auf, eine Reihe offener Fragen zu beantworten:

Wir sehen es als höchst problematisch an, wenn ein Abgeordneter explizite nationalsozialistische Kleidung trägt – tat er das freiwillig? Und wollte er tatsächlich auf ein Konzert, das „White X-Mas“ als Thema hatte und auch für szeneunkundige, aber politisch vorgebildete Beobachter*innen als reines Nazikonzert zu erkennen war?

Am 9. Januar 2015 veröffentliche Andreas Baum dann eine kurze Stellungnahme, die hier im Originaltext wiedergegeben wird:

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Böhse Onkelz: Sänger Kevin Russell blamiert sich mit Videobotschaft

In einem Gartenvideo bezeichnet der selbst ernannte Prediger Kevin Russell Journalisten als A****löcher. Hier ist der Clip. “F****” und “A****löcher” – fickt euch alle, ihr A****fi****” – in einem Video, aufgenommen in einem Garten, blamiert sich Böhse-Onkelz-Sänger Kevin Russell mit einer Schimpftirade gegen Journalisten von “Spiegel” und “Stern”. Anscheinend beflügelt durch die Hockenheim-Konzerte seiner Band, übt sich Russell in einer Ben-Becker-ähnlichen Siegessprache: “Ich werd’ sie überleben. Habt ihr das verstanden?”

via rolling stone: Böhse Onkelz: Sänger Kevin Russell blamiert sich mit Videobotschaft

Stellungnahme vom „Jolly Roger“ und „4 Promille“

Via „Jolly Roger“:

Moin,
in den letzten Tagen hatte die Diskussion bzgl. des Auftritts der Band 4 Promille auf der Jolly Roger Bühne am Hafengeburtstag an Fahrt aufgenommen, da bekannt wurde, dass einige Bandfotos von einer Fotografin gemacht wurden, die sich offensichtlich auch in Nazikreisen herumtreibt. (Siehe: Britta Oelschläger im Portrait – Umtriebe in der Neonaziszene) Darauf angesprochen regierte die Band zunächst ungläubig, um dann aber auch nach entsprechender Prüfung feststellen zu müssen, dass die Vorwürfe der Wahrheit entsprechen.
Sie schickte uns dann folgendes Statement:
***
Seit Wochen gibt es im Vorfeld unseres geplanten Auftritts beim Hamburger Hafengeburtstag leider eine rege Diskussion um unsere Teilnahme.

Im Laufe der hitzigen Diskussion, an der wir uns auch beteiligten, (anfangs vielleicht etwas vorschnell im festen Glauben zu Unrecht an den Pranger gestellt zu werden), gab es aber auch mit der Zeit Fakten, die nach eingehender Recherche unserem Verständnis von Toleranz und politischer Vertretbarkeit in jeder Form widersprechen!

Fakt ist, dass wir bei 2 unserer Konzerten Anfang 2013 Band- und Live-Fotos von Britta Ölschläger in Auftrag gegeben haben.
Besagte Fotografin war uns durch andere Bands empfohlen worden, die allesamt nicht gerade im Verdacht stehen in Punkto Politik auch mal „5-e gerade sein zu lassen“.
In gutem Glauben haben wir die Fotografin deshalb engagiert.
Dies scheinen – ohne damit etwas verharmlosen zu wollen – in den letzten Jahren viele andere Bands und Konzertveranstalter auch getan zu haben.

Nach der Diskussion jetzt haben wir uns den Bericht auf „links unten“ vom 25.09.2013 genauer angesehen und sind entsetzt .
Unabhängig davon, dass dieser Bericht uns im Frühjahr bei unserem Shooting gar nicht bekannt sein konnte, wurden beim „Son of a Bastard“-Festival letzten Monat auch Bilder von allen Bands geschossen.
Hiervon haben wir unser Label heute auch in Kenntnis gesetzt.
Auch hier wird dementsprechend reagiert, denn seit Jahren wurde das Festival von der Fotografin besucht, ohne dass die Veranstalter von solchen Vorrgängen wussten.
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Stellungnahme Antifascist Rock Action Hannover

Wir dokumentieren:

Zu dem geplanten Konzert der Antifascist Rock Action Hannover ist am 14.03.2014 ein Artikel bei Indymedia Linksunten veröffentlicht
worden (Nachzulesen hier: https://linksunten.indymedia.org/en/node/108371). Es geht darum, dass die Hannoveraner Band Cracks&Scars der Grauzone zuzuordnen sei, aufgrund von drei im Artikel aufgeführten Konzerten. Es wird ein falscher Umgang mit Inhalten und vermeintlichen Fakten unterstellt. Nun handelt es sich bei den Bands, mit denen gespielt wurde, nicht um Nazi-Bands, sondern um Bands die selbst in Misskredit geraten sind. Es wird so argumentiert, als wäre „Grauzone“ etwas, dass sich auf eine Band überträgt, sobald man eine Verbindung mit ihr aufzeigen kann (Bsp. Zitat Indymedia Kommentar: „Wenn A mit B spielt, B mit C spielt, C mit D spielt und D scheiße ist, ist A dann auch automatisch scheiße?“). Dies führt unweigerlich dazu, dass nahezu jeder Band, egal wie sie sich positioniert, eine grundsätzliche Rechtsoffenheit unterstellt werden kann.

Es wird nicht differenziert zwischen Bands, die bewusst mit Rechten Bands zusammenspielen (Als Beispiel werfen wir hier mal Vortex aus Hameln in den Raum) und Bands, die mit einer Band gespielt haben, die mal mit einer gespielt hat, die verwerflich ist. Die „Beweiskette“ ist viel zu lang, als das hier ein ernst zunehmender Vorwurf im Raum stehen könnte.

Dies soll natürlich nicht berechtigte Kritik an bestimmten Bands bagatellisieren, es soll lediglich aufgezeigt werden, dass hier explizit differenziert werden muss. Es wird von den Autor*innen eine weitere „Zwischenstufe“, irgendwo zwischen „Grauzone“ und politisch einwandfrei geschaffen.
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Statement zum geplanten AFRAAuftaktkonzert in Hannover

Statement von Artifical Eyes zu folgendem Text: Grauzone bei AntifascistRockAction – Geht das ? :

Hallo zusammen,

ich wurde gerade durch einen Bekannten aus Stuttgart zum Glück auf diesen Beitrag hier aufmerksam gemacht und bin doch ganz schön verwundert.Da wir alle Familie, Arbeit und anderweitige Verpflichtungen haben, können wir auch nicht sofort auf gewisse Anschuldigungen reagieren.
Als erstes will ich sagen, dass ich den letzte Absatz das Statement von 2012 betreffend schon sehr unpassend finde.
Wenn man schon so up to Date sein will, sollte man vielleicht auch bemerkt haben, dass seit Ende 2012 die Band bis auf Micha aus einer komplett neue Besetzung besteht.

Dies hat auch seinen triftigen Grund und es ist an sich auch hinlänglich zumindest in den RASHKreisen bekannt, dass die Band sich komplett vom gesamten Stage Bottles-Umfeld gelöst hat und ich dies persönlich sogar schon vor über 10 Jahren.

Mich haben die Fehltritte von Marcel und Slavko weniger bis gar nicht gewundert, da ich damals Olaf und die Anderen teils kennen gelernt habe und persönlich auch einen komplett anderen Anspruch in Bezug auf Antifaschismus habe.Und hierbei spreche ich an sich auch für die jetzige komplette Band Artificial Eyes!
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Frei.Wild versucht Befreiungsschlag: Neue Webseite stellt „journalistisch-falsche und unprofessionelle Artikel“ an den Pranger

Via „Endstation Rechts“:

Frei.Wild reagiert mit einer eigenen Webseite auf die zunehmende Medienberichterstattung der letzten Wochen. Dort möchte die Band „auf journalistisch wertvolle und gut recherchierte Beiträge/Zitate, als auch journalistisch- falsche und unprofessionelle Artikel“ hinweisen. Ein gefährliches Spiel, das mit der Mär der (System)Presse ein weiteres rechtsextremes Klischee bedient, und zugleich Kritiker der umstrittenen Musikgruppe in ihrer Meinung bestärkt.

Die Kritik zahlreicher Print- und Onlinemedien ist an Frei.Wild nicht spurlos vorübergegangen. Die umstrittene Südtiroler Kapelle sieht sich zu Unrecht an den medialen Pranger gestellt. Die von einigen Journalisten vorgebrachten Argumente seien an den Haaren herbeigezogen. Die Band vertrete keine völkisch-nationalistischen Ansichten, sondern versteht sich als „unpolitische“ Musikgruppe, die keinem Lager – ob rechts oder links – zugehörig sei.

Begriffe wie Heimat und Volk würden in Deutschland mit einer ganz anderen Sensibilität ausgesprochen werden als in Südtirol, konstatiert Frei.Wild in der Frage-und-Antwort-Rubrik einer neuen Webseite. „Beide Begriffe sind in Deutschland eher negativ besetzt und belastet. Sie werden nur ungern benutzt, da sie schnell falsche Assoziationen hervorrufen. Das mussten wir erst lernen und stellte uns anfangs tatsächlich echt fassungslos.“

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Statement der Stage Bottles zur Teilnahme am „Spirit of the Streets-Festival 2013“ und zur Grauzonen-Diskussion

An dieser Stelle dokumentieren wir das aktuelle Statement der „Stage Bottles“ zur Grauzonendebatte und Ihrem geplanten Auftritt auf dem „Spirit from the streets“-Festival 2013 zusammen mit den „Krawallbrüdern“, „Stomper 98″, „Evil Conduct“, „Last Resort“, „Lammkotze“, „Berliner Weisse“, „Gumbles“ u.a.. Wir wollen diese Stellungnahme gar nicht weiter kommentieren, denn wir glauben die dort gemachten Aussagen sind mehr als klar und jeder sollte sich da, wie von der Band selbst eingefordert, eine eigene Meinung dazu bilden – wir haben unsere Meinung dazu bereits zu einem früheren Zeitpunkt geäussert. Als Konsequenz bezüglich des Auftritts der „Stage Bottles“ auf dem „Spirit from the streets“ haben wir sie nun jedoch schweren Herzens aus unserer Linkliste der empfehlenswerten Bands gestrichen.:

Wir, die Stage Bottles sehen uns in letzter Zeit zunehmend folgenden Kritikpunkten ausgesetzt:

Die Teilnahme an eher kommerziellen Festivals ohne politischen Hintergrund, und die damit verbundene Legitimation bestimmter dort auftretenden Bands und bestimmter Teile des Publikums im Rahmen der Grauzonen-Diskussion.
Unglaubwürdiges Auftreten durch fehlende Abgrenzung zu Personen und Gruppen im Rahmen der Grauzonen-Diskussion.

Im Rahmen unserer geplanten Teilnahme am „Spirit of the Streets Festival 2013“ erreichten uns erneut Rückfragen, warum wir auf einem solchen Festival spielen. In den vergangen Jahren haben wir immer wieder versucht, unsere Standpunkte persönlich gegenüber bestimmten Personen/Gruppen zu rechtfertigen, möchten dies aber heute öffentlich tun.

Kurz Vorweg:
Die Grauzonen-Diskussion ist aus unserer Sicht sinnvoll, sollte aber auch auf einem anderen Niveau geführt werden, wie wir anhand der von uns selbst gemachten Erfahrungen nun feststellen müssen. Vor allem die Möglichkeit für Bands, sich zu Vorwürfen äußern zu können oder auch die Möglichkeit einer Gegendarstellung die – sofern gerechtfertigt – auch Gehör findet, sollte gegeben sein. Selbst wenn Bands und Personen nicht im erwünschten Maße Rechenschaft ablegen, sollte hier allgemein differenzierter mit politischen Einordnungen von bestimmten Handlungen oder Aussagen umgegangen werden. Vorschnelle Diffamierungen – wie sie im Zeitalter des Internets leider an der Tagesordnung sind – vergraulen Personen, bevor diese zu dem Schluss kommen können, dass die linke Szene ja doch einiges Positives zu bieten hat.
Für uns ist es auch in diesem Zusammenhang wichtig festzustellen, dass jeder linke politische Mensch selbst entscheiden darf, was für sie/ihn bezüglich des eigenen Handelns und Auftretens gegenüber anderen Personen als erträglich erscheint und was nicht. Diesen Standpunkt nehmen wir aber auch für uns in Anspruch.
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Offener Brief vom ehemaligen Bassisten von Artifical Eyes zur Grauzonendebatte

Die Oire Szene Redaktion verweist an dieser Stelle auf eine von RASH Berlin-Brandenburg heute veröffentlichte Stellungnahme rund um die bitteren Vorfälle in Bezug auf die Stage Bottles, Artifical Eyes und United Struggle:

Wir dokumentieren als RASH Berlin-Brandenburg das folgende Statement (konkret geht es um verschiedene Kuschelbilder von 2 Bandmitgliedern der Stage Bottles auf dem diesjährigen Riverside Stomp Festival in Mainz mit einem Bandmitglied von Stomper 98 – siehe). In Folge dessen ist davon auch das relative neue Bandprojekt Artifical Eyes betroffen. Außerdem hat sich die Redskinband United Struggle aufgelöst, da es auch hier zu einem gemeinsamen Photo mit Stomper 98 Bandmitglied Lars zusammen mit einem Bandmitglied von United Struggle kam. Aber lest selber…:

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Infariot – The Conclusion

Die Auseinandersetzung zwischen den „Angelic Upstarts“ und „Infariot“ haben Ihren Höhepunkt erreicht – die Positionierungen sind mittlerweile eindeutig, so dass sich weitere Diskussionen wohl erübrigen. An dieser Stelle verweisen wir auf die letzte Stellungnahme von Mensi, dem Sänger der Angelic Upstarts:

For the past couple of weeks talks have taken between Marc (MAD Tour), Mensi and myself with no input from Infa Riot regards Barry Damery and his close ties to the Far Right. In fact I’d copied Lee Wilson in many of the emails but there has been no response from him or any other member of Infa Riot. Due to this lack of input from the Infa Riot camp Mensi issued this final statement.

“Barry is scared? Barry does not own the rights on being scared. He was not scared when he attacked me and the left publicly. I do not believe Infa Riot or Barry are Nazis. But Barry is guilty of colluding with a known Nazi and then defending him and his position. He has created this position himself. To be perfectly honest Marc I have no sympathy for him or Infa Riot . It was a quite simple task for him to distance himself and the band from Nazis but he chose to defend them and attack me quite publicly. This puts me in a position of being the instigator of all the problems and me being once again the focus of the Nazis. I have been on the road for 34yrs I think I have done enough to earn a little respect but none was forthcoming from Infa Riot , indeed quite the opposite. You say we don’t need it now marc? I don’t need it anytime. This situation has been created and fuelled by Infa Riot not me, I withdrew to make them see sense and up to date they have done nothing to placate the situation in fact quite the opposite. I went to great lengths to explain this to Lee Wilson and I pleaded with him to send me Barry’s statement before releasing it but they chose to go their own way with total disregard for my advice. The whole thing angers me no end as it could have all been avoided quite simply and easily but they did not want that. They wanted to keep their right wing friends and promote their ideology. To be perfectly honest their excuses are piss weak. Only last week Lee Wilson was saying, ‘if what you say is correct’. If? He has had two months to check the information. If? He has eyes he can read his own web site can’t he? If people are now calling Infa Riot Nazis they have only themselves to blame. No one else only themselves! Barry claims to have no interest in politics? Not from where I’m sitting. He cant be that stupid so if he is not stupid he is with them because the rhetoric he uses is nothing less than Nazi. Absolutely nothing less than Nazi!”
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Stellungnahme von „Kontor Records“ zu den Vorwürfen gegen „H.P. Baxxter“ von „Scooter“

An dieser Stelle dokumentiert die Oire Szene Redaktion eine Stellungnahme der Plattenfirma von „Scooter“ zu unserem Bericht. Was das Bild mit dem „Burzum“-Schriftzug betrifft, sind wir da soweit wir das mittlerweile beurteilen können tatsächlich geleimt worden (Bilder zu fälschen um andere in eine politische Ecke zu drängen halten wir für mehr als indiskutabel – wir distanzieren uns davon in aller Schärfe!). Wenn es sich nachweisbar – wie es zur Zeit aussieht – um eine Fotomontage handelt, dann entschuldigen wir uns an dieser Stelle ausdrücklich für die falsche Verdächtigung. Bezüglich des Bildes mit „Kategorie C“ sind wir allerdings nach wie vor skeptisch und würden uns über eine persönliche Stellungnahme von H.P. Baxxter freuen. Ansonsten verweisen wir auf die Einschätzung des Störungsmelders, welche wir in dieser Form teilen: „Jeder weiß, dass ich mit Neonazis nichts zu tun habe“

Außerdem haben wir unseren Artikel „Scooter goes Rechtsrock“ erstmal von unserem Blog runtergenommen, da wir zur Zeit davon ausgehen, dass das ganze eine gezielte Diffamierungs- bzw indirekte Werbeaktion einer bestimmten Band war (die wir hier aus rechtlichen Gründen lieber nicht nennen…).

Die Stellungnahme der Plattenfirma:

Ich bin von der Plattenfirma von Scooter (Kontor Records). Den Link zum Artikel habe ich heute morgen direkt zugeschickt bekommen. Hier meine Stellungnahme an Oire Szene: Liebe Redaktion von Oire Szene,

soeben wurden wir auf euren heute online gestellten Blog aufmerksam gemacht. http://oireszene.blogsport.de/

Hiermit möchte ich betonen, dass weder die Band Scooter noch der Frontmann H.P. Baxxter jeglichen Kontakt oder auch Vorliebe zur Rechten Szene pflegt.

Die von euch genannte Band „Kategorie C“ haben Scooter per Zufall im Flugzeug getroffen und nur deswegen einem Foto zugestimmt, da sie keine Ahnung hatten, dass es sich hierbei um eine Nazihooliganband handelt.

Das Bild, welches H.P. Baxxter mit Ostfriesentee und einem Schriftzug auf dem Hemd zeigt, ist ganz klar eine Fotomontage [Hier der Link zum Originalfoto http://weblog.hanken-net.de/archive/2006/03/].

Gerne sind Scooter zu einer Stellungnahme bezüglich dieses Vorwurfes bereit.

Ich freue mich von euch zu hören

Viele Grüße aus Hamburg
Anne*

Siehe auch: Gerüchteküche Internet – Aufstieg und Fall eines Gerüchts
Kategorie H.P.
Wie schnell wird vorverurteilt?
SCOOTER!
Fauxpas im Flieger – Technopapst Scooter und die „Nazihooliganband“