Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen der extremen Rechten'

Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert in Reinheim

Quelle: Echo Online

REINHEIM/SPACHBRÜCKEN – Der große Polizeieinsatz am Freitagabend in und um Reinheim herum ist auch Tage später noch Gesprächsthema im Ort. Die Polizei hatte laut Sprecher Sebastian Trapmann „genügend Einsatzkräfte“ – Zahlen werden nicht genannt – vor Ort, um den erwarteten 80 Besuchern eines rechten Rockkonzerts in der Kuckuckshütte in Spachbrücken entsprechend etwas entgegenzustellen. Das Ziel war klar: „Wir wollten verhindern, dass es zu einem Rechtsrockkonzert kommt“, sagt Trapmann.

Die Band „Sleipnir“ aus Nordrhein-Westfalen hätte in Spachbrücken auftreten sollen. Wie Irmhild Rittmeyer für das Bündnis „Odenwald gegen Rechts – bunt statt braun“ hinweist, ist der Kopf der Band der neonazistischen Liedermacher Marco Bartsch. Vom Bundesamt für Verfassungsschutz werde die Gruppe zudem als rechtsextremistische Band eingeschätzt. Der Kuckucksverein, der die Hütte vermietet, wusste davon jedoch erst, als die Polizei Kontakt mit dem Vorsitzenden Klaus Ahl aufnahm. Die Veranstaltung war als Geburtstagsfeier deklariert. „Wir können nicht von jedem Mieter ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen“, sagt Klaus Ahl. Als klar war, was dort passieren sollte, trat der Verein unverzüglich vom Mietvertrag zurück. Zu einer Schlüsselübergabe kam es nicht. „Wir wollten nicht, dass es ausufert“, sagt Ahl. Der Mieter, der aus Reinheim stammt, wurde von der Polizei darüber informiert. Für ihn gibt es laut Trapmann keinerlei rechtliche Konsequenzen. Stellung zu dem Vorgang wollte der Mieter – der Name ist der Redaktion bekannt – auf ECHO-Anfrage nicht nehmen.

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Rückblick und Auswertung des Kampfsportturniers „Kampf der Nibelungen“ auf dem Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ am 21.04.2018

Quelle: Runter von der Matte

Im Vorhinein des Turniers des „Kampf der Nibelungen“ (KdN) auf dem im ostsächsischen Ostritz ausgerichteten „Schild & Schwert-Festival“, war sich die extrem rechte Szene nicht eins, ob Kampfsport und RechtsRock zusammen funktionieren kann.

Die sich elitär gebende Neonazi-Partei „Der III.Weg“ beispielsweise distanzierte sich intern schon Wochen vor der Veranstaltung von selbiger, wohl im Hinblick auf das zu erwartende negative Bild des „Suff-Nazis“. Gegen ein solches Bild hatte sich die Partei schon nach dem „Rock gegen Überfremdung II“ im Juli 2017 in Themar ausgiebig ausgesprochen.

Auch die Verantwortlichen des KdN waren sich nicht sicher, ob sie Teil eines solchen Events sein wollen, verlautbarten jedoch in den sozialen Netzwerken, dass man „zusammen stehen“ müsse, damit die „Volksgemeinschaft funktionieren“ könne.

Im Rückblick auf das Turnier stellen wir erneut fest, dass sich Events wie der KdN immer mehr professionalisieren und in ihrer Struktur an Zuwachs gewinnen. Neben den seit Jahren involvierten Neonazi-Kampfsportmarken „White Rex“, „Greifvogel Wear“, „Black Legion“, „Sport Frei“ und „Pride France“ kamen nicht nur neue Marken wie „Blutzoll“ dazu, sondern auch Labels und Produktionen aus der RechtsRock-Szene, wie etwa „Wewelsburg Records“. Mit den Köpfen hinter diesem Geschäftszweigen gewann die Struktur zudem an Personen aus den Reihen der Neonazi-Bruderschaft „Hammerskins“. Diese schickte auch internationale Vertreter nach Ostritz um im Rahmen des KdN Aufgaben zu übernehmen.
Die enge Bindung des KdN zur extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie zu Gruppen aus der „NS-Straight Edge“-Szene war abermals zu verzeichnen, während neue rechte Gruppen wie das „Rise Above Movement“ aus den USA zum ersten Mal an dem Event teilnahmen. Eine Expansion und weltweite Vernetzung wird auch dadurch ersichtlich.

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Braune Events mit Thorsten Heise

Quelle: Blick nach Rechts

Auch in diesem Jahr will der NPD-Landesvorsitzende in Thüringen Thorsten Heise offenbar das Rechtsrock-Festival „Eichsfeldtag“ durchführen. Im November steht dann der zweite Teil des neonazistischen „Schild- und Schwert-Festivals“ an.

Im thüringischen Leinefelde soll wohl auch 2018 das jährliche Rechtsrock-Open Air „Eichsfeldtag“ stattfinden. Auf einer rudimentären Homepage, die offenbar noch im Aufbau begriffen ist, wird als Termin dafür der 1. September dieses Jahres angegeben. Unter der entsprechenden Internetadresse wurde bereits in den vergangenen Jahren für den „Eichsfeldtag“ geworben. Das Copyright lag im vergangenen Jahr beim NPD-Kreisverband Eichsfeld, dessen Vorsitzender Thorsten Heise ist.

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Metal-Festival mit umstrittenen Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Am Pfingstwochenende findet im finnischen Hyvinkää das zweitägige Steelfest statt – mit dabei sind auch eindeutige NSBM-Bands.

Beim Steelfest am 18. und 19. Mai im finnischen Hyvinkää stehen verschiedene Metal-Orientierungen auf dem Programm. Die Festival-Verantwortlichen haben dabei aber auch eindeutige NSBM-Bands eingeladen. Dazu zählen „Baise Ma Hache“ aus Frankreich, „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine sowie „Satanic Warmaster“ aus Finnland.

Seit Jahren umstritten ist das Gebaren der australischen Band „Deströyer 666“ wegen ihrer partiellen Beiträge bei anderen RAC-Projekten („Rock Against Communism“) wie etwa „Raven’s Wing“. Bereits 1997 grüßten die Australier um Sänger KK Warslut auf ihrem Debütalbum die Rechtsrock-Bands „Fortress“, „Squadron“ und „Brutal Attack“. In diesem Jahr fiel Warslut mit sexistischen Bemerkungen gegen Aktivitäten der „MeToo“-Bewegung auf. Kritik an den Finnen von „Archgoat“ ist ebenfalls berechtigt, da die Band 2015 ein Split-Album mit ihren Landsleuten von „Satanic Warmaster“ aufgenommen hat.

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Der Teufel marschiert inkognito

Quelle: Blick nach Rechts

Die italienische Combo „SPQR“ spielt im Rahmen einer Europatour am kommenden Wochenende an geheim gehaltenem Ort auf.

Ein oder zwei klandestin vorbereitete Rechtsrock-Konzerte mit der italienischen Band „SPQR“ an einem bislang geheimen Ort stehen am Wochenende 19./20. Mai in Deutschland an. Die Combo aus Rom, die zum Umfeld der gleichnamigen rechtsgerichteten Skinheadgruppe zählt, stellt ihre Tour unter das Motto „Der Teufel marschiert mit uns“.

Neben ihren selbst angekündigten Deutschland-Auftritten will sie neben einheimischen Gastspielen im September noch in Frankreich aufspielen. Zuletzt gab es im März eine Live-Darbietung im ungarischen Györ. (hf)

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Kämpfen für die Volksgemeinschaft

Quelle: Lotta-Magazin

In den letzten Jahren hat sich innerhalb der extremen Rechten eine eigenständige international vernetzte Kampfsport-Szene mit eigenen Marken, Veranstaltungen und Strukturen herausgebildet. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Netzwerk, das sich rund um das Event „Kampf der Nibelungen“ (KdN) gebildet hat.
Dass Neonazis verschiedene Formen und Arten von Kampfsport betreiben, stellt kein neues Phänomen dar. Kampfsport wird innerhalb der extremen Rechten nicht „nur“ auf einer individuellen Ebene betrieben, sondern auch von organisierten Strukturen durchgeführt. Beispielsweise in der 2009 verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), zu deren völkisch-rassistischer Kinder- und Jugendarbeit eine Vielzahl von Zeltlagern gehörten, in denen immer auch „sportliche Maßnahmen“ — inklusive des Erlernens von Kampfsporttechniken — angeboten wurden. Oder in den „Freien Kameradschaften“, wie dem Aktionsbüro Mittelrhein (ABM), dessen Mitglieder sich vor dem Koblenzer Landgericht unter anderem wegen der Bildung einer Kriminellen Vereinigung verantworten müssen. Im Prozess, der 2017 platzte und nun neu aufgerollt wird, kam zu Tage, dass regelmäßige Kampfsport-Trainings durchgeführt wurden, an denen Neonazis aus dem Rheinland teilgenommen haben. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Razzien gegen Mitglieder des ABM ein „Leitfaden für Aktivisten“ gefunden, der unter anderem den Besuch von Kampfsportschulen und die Weitergabe des dort Erlernten an „Kameraden“ propagiert.

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Europa der Nationalisten

Quelle: Der Blick nach Rechts

Am Freitag und Samstag findet der 3. „Europakongress“ der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ an bisher unbekanntem Ort* statt. Auch in Paris wird am 12. Mai zum „4. Forum de l’Europe“ eingeladen.

Die Europäische Union lehnen sie ab, der Gedanke für ein Europa der Vaterländer eint Rechtsextremisten in der Europa-Frage. Die „Jungen Nationalisten“ veranstalten am 11./12. Mai einen Europakongress unter dem Motto „(Re)generation.Europa“. Auch in Paris finden sich am 12. Mai Vertreter verschiedener nationalistischer Rechtsaußen aus Europa zusammen.

Wo genau der 3. JN-Kongress stattfindet, wird nicht publiziert. 2014 traf man sich im thüringischen Kirchheim. Damals übrigens mit dabei: Sören Oltersdorf aus Dresden, heute aktiv in der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“.

Die NPD-Spitze wird diesmal durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Thorsten Heise sowie durch den Europaabgeordneten Udo Voigt repräsentiert. Heise gibt dabei den Kongress-Leitgedanken auf seine Art wieder: „Europas Jugend – Träger und Bewahrer von Kultur, Erbe und Diversität der europäischen Völker des 21. Jahrhunderts“. Als ein Vertreter der Freien Kräfte ergänzt der Rechtsrock-Musiker („Stahlgewitter“) und Video-Blogger („Der dritte Blickwinkel“) Frank Kraemer Heises Vortragsthema, indem sein Referat den Titel trägt: „Die europäischen Völker als Lebenskampfgemeinschaft“. Als Redner wurden zudem Tomislav Sunic und Ivan Bilokapic aus Kroatien eingeplant. Letzterer ist einer von acht Vorstandsmitgliedern der extrem rechten Stiftung „Europa Terra Nostra“. Er soll skizzieren, wie das gemeinsame Feindbild des Islamismus verhasste Völker von Kroaten und Serben eint.

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SS-Veteran und brauner Liedermacher

Für kommenden Samstag ist ohne nähere Ortsangabe im Großraum Leipzig ein „Zeitzeugenvortrag“ angekündigt. Im Anschluss daran spielt „FreilichFrei“ auf.

Am 5. Mai soll es im Großraum Leipzig einen „Zeitzeugenvortrag“ des Bielefelders Klaus Grotjahn (Jahrgang 1928) geben, der der 11. SS-Freiwilligen Panzergrenadierdivision „Nordland“ angehörte. Seine biografischen Erlebnisse gibt es seit Ende 2014 auch in Taschenbuchform, unter anderem als Hörbuch-Version vertrieben durch den Versand von Opos Records aus Lindenau.

Schilderungen, als er 1945 in russische Kriegsgefangenschaft geriet, verbreitete er bereits 2005 in der rechtslastigen Wochenzeitung „Junge Freiheit“. 2015 gastierte er im „Thinghaus“ der NPD in Grevesmühlen. 2016 war Grotjahn bei der Splitterpartei „Der III. Weg“ in Berlin als Vortragsredner eingeladen, im Folgejahr bei der „Burschenschaft Thuringia“ in Braunschweig. Als musikalischer Gast wird am 5. Mai zudem „FreilichFrei“, bürgerlich Maik Krüger, aus Zwickau angekündigt, der nach eigenen Angaben bereits am vergangenen Samstag in Mittelsachsen in die Saiten gegriffen hat.

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Braune Brauchtumsfeier in Jamel

Quelle: Blick nach Rechts

Auch in diesem Jahr hat die „Dorfgemeinschaft Jamel“ wieder zum rechten Maitanz eingeladen. Trotz der regen Beteiligung von bis zu 200 Neonazis aus dem gesamten norddeutschen Raum wollte keine fröhliche Tanzstimmung aufkommen.

Bereits Tage zuvor bereitete die rechte Dorfgemeinschaft rund um den mehrfach verurteilten Neonazi Sven Krüger das Fest zur Walpurgisnacht am 30. April vor. Es wurden neue Unterstände gebaut, Festzelte aufgestellt sowie der mehrere Meter hohe Maibaum von seiner Rinde befreit. Das gesamte Dorf war erneut mit Girlanden geschmückt und der öffentliche Platz in der Dorfmitte für die parkenden Autos der Neonazis hergerichtet. Eingeläutet wurde der Festnachmittag dann von Regen, sodass sich das Tagesprogramm ein wenig in die Abendstunden verschob.

Nur nach und nach trudelten über den Nachmittag verteilt bis zu 200 Neonazis aus dem norddeutschen Raum im Dorf ein. Unter ihnen waren Kader wie David Petereit, Alf Börm oder der Wismarer NPDler Rainer Schütt. Auch Mitglieder des „Freundeskreis Thinghauses“, der Kameradschaft „Dreiländer Jungs“, des „Kameradschaftsbunds Anklam“ und Personen aus dem Umfeld der „Hammerskins“ wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Zu Fuß machte sich auch einige Anwohner aus dem Nachbarort Gressow auf den Weg, um ebenfalls an dem Tanz in den Mai mit Maibaumaufstellung teilzunehmen.

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„Night of Identity“ von der Polizei gestoppt

Quelle: Der Blick nach Rechts

Ein für Samstag geplantes Konzert des internationalen „Blood&Honour“-Netzwerks in Polen ist von Sicherheitskräften verhindert worden. Rund 300 Beamte, darunter eine Antiterroreinheit, waren polnischen Medienberichten zufolge im Einsatz.

Als Losung für das Programm am 21. April, einen Tag nach Hitlers Geburtstag, war „Night of Identity“ ausgegeben. Gleich vier Bands aus Deutschland sollten dabei die Bühne betreten. Ein genauer Ort wurde öffentlich nicht beworben. Wie sich herausstellte, sollte das braune Spektakel am Samstag in der 34 000 Einwohner zählenden niederschlesischen Stadt Dzierzoniow stattfinden. In der polnischen Presse war von zwei Festnahmen der unmittelbaren Konzert-Organisatoren die Rede. Es soll sich dabei um Pjotr „Dziki“ Gierczak und Krzysztof Tomasz Slowinski, Spitzname „Nachtigall“, handeln. Letzterer ist Bodybuilder und war im vergangenen Jahr Besucher eines Neonazi-Konzerts im thüringischen Themar. Offenbar wurden bei der groß angelegten Polizeiaktion neben Propagandamaterial auch Drogen gefunden. Die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts ist in Polen strafbar.

Kurz vor dem vorgesehenen Termin kursierte das Gerücht der Event-Absage, um dem zeitgleichen „Schild- und Schwert-Festival“ im sächsischen Ostritz direkt an der deutsch-polnischen Grenze keine Konkurrenzveranstaltung zu bieten. Diese Information erwies sich allerdings nur als Täuschungsmanöver. Zum angedachten Line-Up in Dzierzoniow gehörten die mit deutschen und englischen Texten aufwartenden „Heiliger Krieg“ aus Baden-Württemberg, eine Fortführung des Bandprojekts „Race War“, das 2006 als kriminelle Vereinigung verboten wurde. Bei „Confident of Victory“ handelt es sich um eine Combo aus dem brandenburgischen Senftenberg, von der weitere Mitglieder in Sachsen beheimatet sind. Beim konspirativ organisierten Konzert 2016 im schweizerischen Unterwasser trat man mit dem Lied „Sieg“ auf, bei dem das Publikum sich schnell zum ergänzenden „Heil“-Ausruf inspiriert sah.

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Ostritz: die Propagandashow der NPD

Quelle: Störungsmelder

Die NPD lädt ein – und 1.000 Neonazis folgen: Im sächsischen Ostritz haben Rechtsextreme an diesem Wochenende hemmungslos gefeiert. Das Festival wird zu einer großen Werbeveranstaltung der Nazipartei.

Als sich am Samstagnachmittag die Tore zum Hotel Neißeblick im sächsischen Ostritz öffnen, strömen Reporter ohne Sinn und Verstand hinein. Auf dem Gelände vor der Herberge steht ein Tisch, 80 Journalisten drängeln und schubsen. „Ich stand hier aber eher!“, brüllt einer von ihnen einen anderen an. Kollegen müssen die Kontrahenten trennen.

An dem Tisch sitzt ein Mann und bittet um Ordnung: Thorsten Heise, Neonazi, NPD-Politiker und Veranstalter des rechtsextremen Netzwerktreffens Schild und Schwert. An diesem Wochenende lockt das Festival nach Polizeischätzungen rund 1.000 Neonazis in das Städtchen an der Grenze zu Polen. Mit Rechten, Gegendemonstranten und Polizisten platzt der 2.400-Einwohner-Ort aus allen Nähten.

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Siehe auch: Volksfest für Rechtsaußen
„Schild und Schwert“-Festival in Ostritz: Unter Belagerung
Wellness für Neonazis

Bildergalerien:
Presseservice Rathenow

Neonazi-Musikfestivals in Polen

Quelle: Neues Deutschland

Es klingt paradox: Trotz der Schrecken des Zweiten Weltkrieges werden Musikfestivals mit Nazi-Symbolik mitten in Polen organisiert. Bei solchen Veranstaltungen spielen Bands mit rassistischen und antisemitischen Inhalten – ein verstörendes Zeichen für den Anstieg von Fremdenfeindlichkeit in der polnischen Gesellschaft. Solche Bezüge finden sich in den Liedtexten, auf den Albumcovern und auch in der visuellen Gestaltung der Konzerte.

Mit etwa eintausend Besuchern zählt das Festival »Adlernest«, das jedes Jahr in der ersten Julihälfte im Dorf Kępa in der Region Łódź stattfindet, zu den wichtigsten regelmäßigen Musikevents des rechten Spektrums in Polen. Der Privatsender TVN berichtete in einer vielbeachteten Sendung über das Event. Offiziell handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der Bands patriotische und »identitätsstiftende Inhalte« verbreiten.

Tatsächlich aber zieht Kępa Musikgruppen an, die eng mit dem Neonazi-Milieu aus ganz Europa verbunden sind, darunter die Bands »Obłęd«, »LTW« und »All Bandits«. Neben dem Hören von Musik können Besucher auch Bücher und andere Utensilien kaufen, die rechtsextreme oder nationalistische Ansichten bewerben. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Festivalbetreiber wegen des Verdachts der Propagierung eines faschistischen Regimes.

Ein anderes Beispiel sind Konzerte in Głuszyca in der Woiwodschaft Niederschlesien. Am 7. März 2015 traten hier Bands wie die deutschen »Strafmass« und »Brainwash« sowie die estnische Band »Preserve White Aryans« auf, die Verbindungen zur rechtsextremen Organisation »Blood & Honour« haben. Auf den CD-Covern dieser Gruppen findet man unter anderem ein Abbild von Rudolf Heß, die Texte loben die »weiße Rasse«.

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Zu diesen Bands wollen Neonazis in Ostritz „abhitlern“

Quelle: Beltower News

Am kommenden Wochenende wollen Neonazis im sächsischen Ostritz Hitlers Geburtstag feiern. Neben Tattoo-Convention, einem „Kampf der Nibelungen“ „politischen“ Redebeiträgen, werden auch Band auftreten.

Von Samira Alshater

Im ostsächsischen Ostritz soll am 20. und 21. April 2018 das neonazistische Festival „Schild & Schwert“ im „Hotel Neißeblick“ stattfinden. Weder Datum noch Ort dürften zufällig gewählt sein. Besonders die recht hochkarätigen Bands dürften viele Neonazis – auch aus dem Ausland – an Hitlers Geburtstag nach Sachsen mobilisieren.

Besonders brisant ist, dass das internationale, ultra-rassistische Netzwerk „Blood & Honour“ (B&H) für das Hass-Festival wirbt. Dazu passt, dass viele der in Ostritz auftretenden Bands ebenfalls aus dem „Blood & Honour“-Umfeld kommen.

„Blood & Honour“ dient dazu, ein profitables Geschäft – Musik, Konzerte, rechtsextreme Erlebniswelt – aufzuziehen und zu dominieren. Obwohl das Netzwerk in Deutschland verboten ist, gibt es bis heute in der Bundesrepublik Bands, Musikproduzenten, Versände und Personen-Zusammenschlüsse, die dem internationalen B&H-Netzwerk angeschlossen sind. Die Einnahmen durch das Musikgeschäft fließen zurück an die Neonazi-Szene. Einer der größten Nutznießer dürfte der ebenfalls verbotene und dennoch bewaffnete Arm „Combat 18“ sein. Ziel dieser Gruppierungen ist die Vorherrschaft der „weißen Rasse“ in einem Führerstaat nach nationalsozialistischer Prägung.

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Rechtsrock-Spektakel im Sommer

Quelle: Der Blick nach Rechts

Für den 25. August wird die dritte Auflage von „Rock gegen Überfremdung“ an nicht genanntem Ort beworben. Das Event soll offenbar wieder als politische Veranstaltung stattfinden, wofür bereits mehrere Redner benannt werden.

Es soll die dritte Auflage und damit die Fortsetzung der Rechtsrock-Veranstaltungsreihe „Rock gegen Überfremdung“ werden, die seit geraumer Zeit für den 25. August angekündigt wird, ohne den genauen Ort preis zu geben. Als Orientierung ist lediglich von Mitteldeutschland die Rede.

Im Vorjahr fand das braune Spektakel, das von dem Neonazi Tommy Frenck als politische Versammlung angemeldet wurde, im thüringischen Themar statt. (bnr.de berichtete) Mit rund 6000 Besuchern war es die deutschlandweit größte Musikveranstaltung der Neonazi-Szene. In diesem Jahr soll die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe nach Bekundungen der Organisatoren ausdrücklich nicht in Themar durchgeführt werden. In Videoclips wird das Ereignis online bereits beworben. Jacky Süßdorf, NPD-Funktionärin aus dem Saarland, prahlt bereits, das Meeting werde diesmal auf einem Areal stattfinden, das 20 000 Besuchern Platz bietet.

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Neonazi-Fest in Sachsen: Angst vor den braunen Horden

Quelle: Spiegel Online

Wir rechnen eher mit Tausenden Neonazis…

Der sächsischen Kleinstadt Ostritz stehen unruhige Tage bevor: Hunderte Rechtsextreme werden zu einem Festival erwartet. Die Polizei fährt ein Großaufgebot auf, die Politik gibt sich machtlos.

Patrouillenboote auf der Neiße, abgeriegelte Straßenzüge, ein Großaufgebot der Polizei: Ab Freitag wird der beschauliche Ort Ostritz im Osten Sachsens zur Hochsicherheitszone. Die 2300-Einwohner-Stadt wird für drei Tage zum Zentrum der rechtsextremen Szene. Es könnte sogar das bundesweit größte Treffen in diesem Jahr werden.

1000 Neonazis sollen laut Veranstalter am 20. April, dem Geburtstag von Adolf Hitler, zu dem dreitägigen Event an die polnische Grenze reisen. Doch schon seit Bekanntwerden des Treffens geht die Angst um, die Zahlen könnten weitaus höher ausfallen. Der sächsische Verfassungsschutz glaubt sogar, dass Erfolg und Misserfolg maßgeblich über die Zukunft der rechten Szene in Sachsen entscheiden werde.

Bei der Polizei laufen seit Wochen die Vorbereitungen. Ab Freitag will sie mit einem Großaufgebot die Veranstaltung absichern. Von bis zu 1000 Polizisten ist die Rede, auch wenn die Behörde das offiziell nicht bestätigt. Nur so viel: „Sie werden an jeder Straßenecke mehrere Beamte treffen“, sagte der Leiter des Görlitzer Polizeireviers, Holger Löwe, der „Sächsischen Zeitung“.

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Ostritz: Neonazi-Festival ist Ergebnis langjähriger Kontinuität

Quelle: Kulturbüro Sachsen

Zahlreiche gesellschaftliche Gruppen, Initiativen und Verbände rufen dazu auf am 20./21. April 2018 im ostsächsischen Ostritz mit unterschiedlichen Aktionsformen ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen oder entschlossen gegen Neonazis und Rassismus zu demonstrieren. Anlass für diese Aktivitäten ist das extrem rechte „Schild und Schwert“-Festival.

Aus Sicht des Vereins Augen auf e.V. aus dem Landkreis Görlitz und dem Kulturbüro Sachsen e.V. ist das Neonazi-Festival in Ostritz das Ergebnis einer langjährigen Kontinuität organisierter neonazistischer Strukturen und Zusammenhänge in Ostsachsen. Die Region kann auf eine lange rechtsextreme Geschichte zurückblicken, die sich an unterschiedliche Punkten festmachen lässt.

In Ostsachsen existieren langjährig gewachsene Neonazi-Organisationen.

Im Landkreis Görlitz und Bautzen existieren zahlreiche neonazistische Organisationen, die bereits seit den 1990er Jahren aktiv sind und deren Kader über langjährige politische Erfahrungen verfügen. Der Nationale Jugendblock (NJB) Zittau feierte im letzten Jahr sein 25jähriges Bestehen mit einem rechtsextremen Konzert in seinen Vereinsräumen. Die Organisation „Schlesische Jungs“ besteht seit nunmehr 20 Jahren in Niesky. Durch die Verankerung langjähriger, gefestigter Strukturen kann die rechtsextreme Szene in der Region auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

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Die Zahlenspiele des Verfassungsschutzes

Quelle: Störungsmelder

Überraschende Zahlen des bayerischen Verfassungsschutzes: Im Jahr 2017 soll im Freistaat nur ein rechtsextremes Konzert stattgefunden haben. Möglich macht das eine eigenwillige Definition.

Glaubt man Zahlen aus dem Haus des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, dann müsste die rechte Konzertszene im Freistaat kurz vor dem Ende stehen. Gerade mal ein einziges Neonazi-Konzert ist im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2017 aufgezählt, den der CSU-Politiker am Mittwoch im Landtag vorstellte. Bayern – ein Ort, wo ewiggestrige Liedermacher und gegrölte Hassparolen praktisch keine Chance haben? Eine beruhigende Nachricht wäre das, denn rechte Musik ist für Jugendliche oft der erste Kontakt mit der Neonazi-Szene.

Oppositionspolitiker können das kaum fassen. Erst Anfang des Monats hatte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Schulze, ein ausführliches Lagebild zum Rechtsextremismus im Freistaat vorgestellt. Demnach gab es 2017 in den Regierungsbezirken Schwaben und Oberbayern nicht eines, sondern fünf rechte Konzerte mit insgesamt 320 Besuchern.

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„Brainwash“ zu Gast in Kiew

Quelle: Der Blick nach Rechts

Kiew – Im Musikclub „Bingo“ in Kiew ist für den 29. April ein Konzert mit Rechtsrock- beziehungsweise NSBM-Bands aus verschiedenen Ländern angekündigt.

Auftreten soll neben fünf weiteren Bands des rechten Spektrums auch die Combo „Brainwash“. Diese existiert seit 2001. Die Mitglieder um Sänger Rene Weiße kommen alle aus Sachsen, vornehmlich aus dem Raum Dresden, und haben engen Kontakt zum Rechtsrock-Label OPOS-Records.

Außerdem werden für das Konzert „M8L8TH“ aus Russland, die bereits zum Jahreswechsel 1989/1990 gegründeten „Kratky Proces“ aus der Slowakei sowie die ukrainischen NSBM-Bands „Sokyra Peruna“, „Nokturnal Mortum“ und die die Gothic- und Industrial-Stilrichtung bevorzugenden „Komu Vnyz“ aufgelistet.

Angesichts dieses Konzerts sollte sich wohl die auch international gefragte deutsche Mittelalter-Szeneband „In Extremo“ aus dem Großraum Berlin vielleicht noch einmal hinterfragen, in welcher Lokalität sie im September in Kiew auftreten möchte. (hf)

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Gesunder Geist, gesunder Körper und 32 Tonnen nicht-verzollter Tabak

Quelle: Runter von der Matte

Informationen und Einschätzungen zum Turnier des „Kampf der Nibelungen“ auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz

Um ein „ultimative Politik Festival“ – wie der Veranstalter das zweitägige Neonazi-Event im April 2018 betitelt – tatsächlich attraktiv wirken zu lassen, muss auch der Aspekt des Kampfsports untergebracht werden.

Dass dafür niemand anderes als die bundesweit bestens vernetzte Neonazi-Kampfsportorganisation „Kampf der Nibelungen“ in Frage kommt, sollte in der extrem rechten Szene spätestens seit Herbst 2017 offensichtlich sein. In Kirchundem in Nordrhein-Westfalen zog das jährlich seit 2013 stattfindende Kampfsportturnier unter dem Label „Kampf der Nibelungen“ an die 800 Neonazis aus ganz Europa an. Ein Novum für solch ein konspirativ organisierte Event im deutschsprachigen Raum und auch ein Zeichen dafür, dass Kampfsport und Fitness nicht nur im gesellschaftlichen Mainstream im Trend liegen, sondern auch in der Neonazi-Szene an Faszination gewinnen konnte.

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Braune Kampfsport-Events

Quelle: Der Blick nach Rechts

06.04.2018 – Für den 9. Juni wird mit martialischer Rhetorik eine Kampfsport-Veranstaltung in Sachsen beworben. Kampfpaarungen soll es auch beim „Schild & Schwert-Festival“ Ende April im sächsischen Ostritz geben.

Martialische Kampfsport-Veranstaltung im Juni; (Screenshot)
Ob auf der Matte oder im Ring, reine Kampfsportveranstaltungen der extrem rechten Szene finden immer mehr Zulauf. Das wachsende Interesse spiegelt nun auch ein Event am 9. Juni in Sachsen wider, das den Namen „Tiwaz“ trägt – die nordische Rune für den Gott Tyr als Symbol für Mut, Ruhm und Kraft.

Der genaue Ort der Zusammenkunft wird nicht preisgegeben. Neben Freefight-Kämpfen soll es am 9. Juni auch Boxduelle geben. Für das braune Spektakel wird bereits im Vorwege mit martialischer Rhetorik die Werbetrommel gerührt. Da heißt es beispielsweise „Frauen vergießen Tränen, Männer vergießen Blut!“

„Fleisch aus Stahl geschaffen“

Mehrere rechte Szenelabel, die Sportbekleidung und entsprechende Ausrüstung anbieten, unterstützen die Organisatoren. Dazu gehören Black Legion (Martin Seidel, Cottbus), Greifvogel Wear (Sebastian Raack, Lindenau), Pride France (Tomasz Szkatulski aus Frankreich) und Wardon. Ebenfalls werden die auch von den „Hammerskins“ mitorganisierte Veranstaltungsreihe „Kampf der Nibelungen“ aus dem Raum Dortmund sowie der Sonnenkreuzvertrieb von Frank Kraemer aus Eitorf als Unterstützer genannt. Auch Wardon mit seiner Maxime des sportlichen Körperkults in Anlehnung an den Nationalsozialismus bedient sich der martialischen Sprache und schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Für Wardon ist es eine Selbstverständlichkeit, dort Unterstützung zu leisten, wo Fleisch aus Stahl geschaffen wird.“ Pride France-Gründer Szkatulski, selbst Kampfsportler, kündigt bereits an: „Pride France come with fighter“.

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