Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen der extremen Rechten'

Lauter Rechtsrock: Polizei löst rechte Feier auf

Quelle: Volksstimme

In Magdeburg wurde eine Feier mit lauter rechter Musik aufgelöst. Die Anwesenden leisteten Widerstand.

In Magdeburg hat die Polizei gegen erheblichen Widerstand eine Feier mit Dutzenden mutmaßlichen Anhängern der rechten Szene aufgelöst. Bei der mehr als fünfstündigen Aktion seien in der Nacht zum Sonntag die Personalien von 31 Anwesenden festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zeugen hatten die Beamten gegen Mitternacht gerufen, weil in dem Kiosk nahe des Neustädter Bahnhofs rechte Musik abgespielt wurde.

Die ersten Beamten wurden von Feiernden behindert, so dass sie Unterstützung anforderten. Mit der Verstärkung wurde das Lokal geräumt. Dabei gab es laut Polizei teils aktiven Widerstand und „Sieg Heil“-Rufe. Technik und Tonträger wurden sichergestellt.

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„Voice of Anger“-Konzert in Süddeutschland

Quelle: Blick nach Rechts

17.07.2018 – Am Samstag feierten bis zu 200 Neonazis mit Bands aus dem Umfeld von „Blood&Honour“ und den „Hammerskins“. Nachdem die bayerische Polizei die Veranstaltung verhinderte, wichen die Rechten einfach über die nahe Landesgrenze nach Baden-Württemberg aus.

Die Neonazi-Kameradschaft „Voice of Anger“ führte am vergangenen Samstag ein konspirativ organisiertes Konzert in Süddeutschland durch. Das Portal „Allgäu rechtsaußen“ veröffentlichte am Dienstag ein Flugblatt, aus dem hervorgeht, dass wohl die Band „Mistreat“, „Kommando Skin“, „Proissische Herzbuben“ und „Kotten“ auf der Bühne standen. Bis dato war unbekannt, wen „Voice of Anger“ zur Veranstaltung eingeladen hatte, die Polizei sprach lediglich von „vier Bands“.

Trotz aller Konspirativität erfuhren bayerische Behörden von den Konzertplänen für den 14. Juli und erließen kurzfristig ein Verbot. Die Polizei verhinderte den Aufbau eines Festzeltes bei Memmingen im Unterallgäu. Dennoch konnte das Konzert stattfinden. Die bis zu 200 aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland angreisten Neonazis wichen einfach in den benachbarten Landkreis Ravensburg jenseits der bayerischen Grenze aus, wo sie in Stockbauren bei Aichstetten ungestört feiern konnten. Die Polizei postierte sich in der Umgebung und kontrollierte die Anreise.

Siehe auch: So radikal war das Skinhead-Konzert bei Aichstetten
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Feierlaune mit rechtem Streetpunk

Quelle: Blick nach Rechts

17.07.2018 – Am Freitag und Samstag dieser Woche findet an nicht genauer bezeichnetem Ort ein „Oi!-Punk“-Festival mit acht Bands statt.

Die rechte Streetpunk-Szene gibt sich am 20. und 21. Juli beim Festival „Oi! The new (old) breed“ ein Stelldichein. Es ist bereits die dritte Auflage der Festivalreihe, deren Treffen im vergangenen Jahr nach Veranstalterangaben in Leipzig stattfand. Diesmal ist keinerlei Ortsbezeichnung genannt.

Für diese „Oi!-Punk“-Zusammenkunft am 20. und 21. Juli gilt: All die Bands sind keine ausgewiesenen Rechtsrock-Vorzeigebands, doch sie lehnen es auch nicht ab, wenn RAC-Vertreter („Rock Against Communism“) beteiligt sind. Das international zusammengestellte Meeting wurde bereits langfristig vorbereitet. Schon Ende des Vorjahres tauchten erste Terminhinweise und Band-Ankündigungen auf. Von den ursprünglich annoncierten Combos mussten „Queensbury Rules“ aus Großbritannien allerdings wieder absagen, da man sich nach internen Unstimmigkeiten zunächst auf unbestimmte Zeit aufgelöst habe, wie die Musiker mitteilten. Mit „Pressure 28“ ist allerdings eine weitere britische Band mit von der Partie, die nach eigener Bekundung in diesem Jahr lediglich vier Live-Auftritte vorgesehen hat. Einer davon fand am 16. Juni in der Tschechischen Republik statt. Dort auch genau wie beim vorgesehenen zweitägigen Festival „Oi! The new (old) breed“ mit auf der Bühne: „Shameless“ aus Frankreich.
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„Combat 18″ Reunion

Quelle: Exif Recherche

Im Jahr 2012 gründete sich die Neonaziorganisation «Combat 18» („Kampfgruppe Adolf Hitler“) Deutschland. «Combat 18» (C18) Deutschland ist die „autorisierte“ deutsche Division eines internationalen Netzwerks von C18-Gruppen, die sich als eine weltweite Bruderschaft verstehen und organisatorisch und sozial eng verbunden sind. Regionale Schwerpunkte in Deutschland bilden der Raum Dortmund, Ostholstein, Thüringen und Nordhessen. Von ca. 50 Personen lässt sich eine Mitgliedschaft in «Combat 18» Deutschland belegen. Dutzende weitere Neonazis tauchen regelmäßig in Personenzusammenhängen von «Combat 18» Deutschland auf und/oder beziehen sich auf die Organisation, doch bei ihnen fehlen Nachweise für eine Mitgliedschaft.

«Combat 18» Deutschland hat eine feste Organisationsstruktur. Ein Richtlinien-Papier, das im Stil einer Vereinssatzung gehalten wird, legt diverse „Bruderpflichten“, monatliche Treffen und Beitrittszahlungen, Aufnahme- und Ausschlusskriterien und sogar eine Kleiderordnung fest. Die Gründung von «Combat 18» auf internationaler Ebene im Jahr 2012 geschah unter dem Motto „Reunion 28“ – Wiedervereinigung. Mittlerweile gibt es in ca. 25 Staaten Divisionen. Tatsächlich ist «Combat 18» Deutschland die Weiterführung einer Struktur, die seit den 1990er Jahren existiert. Diese Struktur erlebte Flauten und Hoch-Zeiten, Umbrüche und personelle Fluktuation, wie es in vielen politischen Zusammenhängen passiert. Die „Reunion“ im Jahr 2012 ist je nach Sichtweise eine Reorganisierung, Wiederbelebung, Neustrukturierung und Neugründung.

«Combat 18» Deutschland versteht sich als das „originale“ «Combat 18» und hat das Selbstverständnis, der harte Kern und der bewaffnete Arm von «Blood & Honour» (B&H) zu sein – einer Organisation, die in Deutschland im 2000 verboten wurde. Die Gruppen des «Combat 18»-Netzwerkes nennen sich „B&H/C18“ und nutzen die Grußformeln „C18/28“ und „318/28“. 318 steht für C18, die 28 für BH, «Blood & Honour». Die Selbstsicherheit, mit der «Combat 18» Deutschland auftritt, ist nicht nur mit Naivität und den typisch neonazistischen Allmachtsphantasien zu erklären. Einzelne Führungspersonen sind erfahrene Leute, die die Grundregeln konspirativen Handelns durchaus kennen. Und doch agieren sie so, als ob ihnen nichts passieren könne. Warum?

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Siehe auch: „Combat 18“-Reunion aufgedeckt

Verbotenes Neonazi-Konzert im Allgäu?

Quelle: Allgäu rechtaußen

Am Wochenende könnte das Allgäu erneut Schauplatz eines Neonazikonzertes werden – trotz Verbot und polizeilicher Auflösungsdrohung.

Die Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg hat am Freitag »alle nichtangezeigten Musikveranstaltungen unter dem Motto ›Angry, Live and Loud 2‹ und etwaige Ersatzveranstaltungen verboten«, heißt es in einer heute öffentlich gewordenen Sicherheitsverfügung.

Unter dem Motto Angry, Live and Loud reisten Anfang Oktober vergangenen Jahres über 250 Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland zu einem Konzert im nahen Landkreis Ravensburg. Das Event sollte geheim bleiben, wurde aber am Vortag durch Allgäu ⇏ rechtsaußen öffentlich gemacht. Wenig später deckte unsere Recherche auf: Das Gehöft im Bereich Talacker gehört einem Anhänger der extrem rechten Skinheadkameradschaft Voice of Anger.

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Konspiratives „Oi for Saxony“

Quelle: Rechter Rand

13.07.2018 – Am 11. August soll ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert in Sachsen stattfinden, dem Innenministerium ist der genaue Veranstaltungsort noch immer unbekannt.

Seit Monaten wird im Internet ein so genanntes „Oi!“-Sommerkonzert im Freistaat angekündigt, ebenso lange tappen die Behörden im Dunkeln. Das sächsische Innenministerium bestätigte vor wenigen Tagen, dass der genaue Ort des Events noch immer unbekannt ist. Außer den „in den sozialen Netzwerken verfügbaren Informationen, liegen uns derzeit keine Informationen vor“, schreibt der stellvertretende Behördensprecher auf Anfrage.

Demnach soll ein so genanntes „Oi!“-Konzert unter dem Motto „Oi for Saxony“ am 11. August 2018 irgendwo in Sachsen stattfinden. (bnr.de berichtete) Als Headliner des Abends sollten die „Prolligans“ neben „Bombecks“, „Angry Bootboys“, „Combat BC“, „Skinfront“, „Crophead“ und „Kotten“ auf der Bühne stehen. Der Auftritt der „Angry Bootboys“ wurde zwischenzeitlich wieder abgesagt, allerdings heißt es aus Veranstalterkreisen, es werde als Überraschung den Auftritt einer ungenannten Band geben.

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Rechtsrockkonzert in Mattstedt: Gemeinde appelliert an Landkreis und Freistaat für ein Verbot

Quelle: Thüringer Allgemeine

Die Gemeinde fordert die Behörden vom Landkreis Weimarer Land und des Freistaates Thüringen in einem Offenem Brief auf, ein geplantes rechtes Konzert zu verbieten.

Mattstedt. In einem Offenen Brief haben sich Mattstedt und die Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße an die Behörden vom Landkreis Weimarer Land und des Freistaates Thüringen gewandt. Wir veröffentlichen nachfolgend den kompletten Brief:

„Für eine friedliches und weltoffenes Mattstedt – gegen Extremismus“

Sehr geehrte Frau Landrätin Schmidt-Rose, sehr geehrter Herr Präsident Roßner, sehr geehrter Herr Minister Maier, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Ramelow,

vor wenigen Wochen konnte die Ortschaft Mattstedt nach gut 2 Jahren intensiver Vorbereitung die 800-jährige urkundliche Ersterwähnung unseres Dorfes mit seinen Einwohnern, Freunden und vielen Gästen feiern.

An der Vorbereitung/ Durchführung haben sich viele Mattstedter Bürger beteiligt und wir haben auch zahlreiche Unterstützung von Verwaltungen und regionalen Unternehmen erfahren dürfen. Es war schön, mit anzusehen, wie Bürger miteinander ins Gespräch und in ein gemeinsames ehrenamtliches Tätigwerden gekommen sind.

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Rechtsrock in Kloster Veßra

Quelle: Blick nach Rechts

05.07.2018 – Kloster Veßra – Am 13. Juli soll in Südthüringen ein konspiratives Konzert mit „Gigi & die Braunen Stadtmusikanten“ sowie „TreueOrden“ stattfinden.

Die Masche, ein Rechtsrock-Konzert als politische Versammlung zu veranstalten, ist mittlerweile zur gängigen Praxis geworden. Gerade in Thüringen, neuerdings aber auch in Sachsen, reizen Neonazis diese Möglichkeit, ihre braunen Klänge unter behördlicher Obhut und ohne Geheimniskrämerei zu verbreiten, geradezu provokativ aus. In diesem Sommer stehen diesbezüglich wieder mehrere größere Events an. Aber auch kleinere Konzertformate mit immerhin noch niedrigen dreistelligen Besucherzahlen bieten in Thüringen für die rechte Szene aus deren Sicht so genannte „erlebnisorientierte“ Momente.

Eines davon wird für den 13. Juli in Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) angekündigt. Vermutlich wieder im Gasthaus „Goldener Löwe“ des Neonazis Tommy Frenck sollen dann an dem Freitag „Gigi & Die Braunen Stadtmusikanten“ um Sänger Daniel Giese aus Meppen sowie die ursprünglich im Raum Gotha ins Leben gerufene Deutsch-Schweizer Combo „TreueOrden“ auftreten, bei der der Thüringer Thomas Wagner wie bei etlichen anderen Bandprojekten am Schlagzeug sitzt. Giese, der insbesondere auch mit seinem Musikprojekt „Stahlgewitter“ Kultcharakter unter Neonazis genießt, taucht mit seinen Aktivitäten gerade erst wieder im aktuellen niedersächsischen Verfassungsschutzbericht auf. (hf)

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Musikalische Hetze in Mittelthüringen

Quelle: Blick nach Rechts

03.07.2018 – Mit der dritten Auflage der Rechtsrock-Reihe „Rock gegen Überfremdung“ steht Thüringen Ende August ein weiteres rechtsextremes Konzert unter freiem Himmel bevor. Dieses Mal soll es in der Mitte des Freistaats stattfinden.

Erst Anfang Juni waren etwa 2200 Neonazis aus ganz Deutschland und Europa nach Südthüringen gekommen, um auf einer Wiese am Rand der 2800-Einwohner-Stadt Themar ein zweitägiges Rechtsrock-Festival zu verfolgen. (bnr.de berichtete) Nun haben Neonazis aus dem Umfeld der Bruderschaft „Turonen“ für Ende August ein weiteres braunes Musik-Spektakel angemeldet. Stattfinden soll es im 500-Seelen-Dorf Mattstedt im Nordosten des Landkreises Weimarer Land. Der Ort liegt in der Mitte des Freistaates und ist verkehrsgünstig gelegen. Nach ersten Gesprächen zwischen dem Innenministerium und dem Landkreis kündigte Thüringens Innenminister Georg Maier an, das Rechtsrock-Open Air in einer Sitzung des Kabinetts der Landesregierung anzusprechen, um dort über einen Umgang damit zu beraten.

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Rechtsrock mit dem III. Weg

Quelle: Blick nach Rechts

04.07.2018 – Am Samstag soll im thüringischen Kirchheim eine Veranstaltung mit brauner Musik und Rednern stattfinden.

Die neonazistische Splitterpartei „Der III. Weg“ begibt sich unter die Veranstalter einer Eventcharakter-Angebotspalette. Dazu offeriert man am 7. Juli im thüringischen Kirchheim („Erfurter Kreuz“) unter dem Motto „Jugend im Sturm“ den bekannten Mix aus Rechtsrock, Action, Geselligkeit und Indoktrination. Erwartet werden laut Anmeldung lediglich 300 Besucher. Der Veranstaltungsort ist den Organisatoren wohlbekannt, fanden doch bisher alle Bundesparteitage des „III. Wegs“ dort statt.

Beworben werden für Samstag Kampfsport, Armdrücken, Aktions- und Infostände, Reden, Rechtsrock und braune Balladen sowie eine Podiumsdiskussion mit den beteiligten Musikern über die Rolle von Rechtsrock. Dazu stellen die Veranstalter die Frage „Subkultur oder Propagandawaffe?“ Dieser Diskurs startete im Nachgang zur großen Rechtsrock-Veranstaltung „Rock gegen Überfremdung“ im Vorjahr im thüringischen Themar. Seitens des „Der III. Wegs“ kritisierte man mit elitärer Attitüde das Neonazi-Spektakel, zu dem mehr als 6000 Besucher kamen, als vorrangig kommerzielle Interessen verfolgendes Saufgelage unter nationalem Anstrich.

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Illustrer Gast bei „Freigeist e.V.“

Quelle: Blick nach Rechts

28.06.2018 – Schwarzenberg – Rechter Verein lädt für Samstag zu einem „Freigeistigen Sommerabend“ ins Erzgebirge ein.

Musikalischer Part mit Frank Rennicke und dem „Hauer“; (Screenshot)
Am 30 Juni soll mitten in der 19 000 Einwohner zählenden Erzgebirgsgemeinde Schwarzenberg gefeiert werden. Eingeladen wird von einem Verein, an dessen Spitze mit Stefan Hartung ein NPD-Funktionär steht. Bemerkenswert an dem als „Sommerabend“ deklarierten Fest mit Familiencharakter (Hüpfburg für Kinder) des 2016 gegründeten Vereins „Freigeist e.V.“ ist dabei die Teilnahme des regional bekannten Stimmungsmusikers „Der Hauer“, der sonst andere Gesellschaften bespaßt.

Die „Bild-Zeitung“ titelte vor wenigen Tagen „Für Geld spielt er auch bei Rechten“, denn auf Nachfrage bezeichnete er das Gastspiel als einen Job wie jeden anderen. Den musikalischen Part des über vierstündigen Treffens teilt sich André Groß, so der eigentliche Name der Künstlerfigur „Der Hauer“, mit dem braunen Barden Frank Rennicke, der bereits im Vorjahr einer Einladung von Freigeist e.V. nachkam.

Auf der Rednerliste steht am Samstag neben Hartung mit Mario Löffler ein weiterer NPD-Kader, der für die Partei Gemeinde- und Kreisratsmitglied ist. Außerdem soll auch der parteilose Karsten Teubner sprechen, der für die AfD ein Kreisratsmandat wahrnimmt. Rechtsextremisten und Rechtspopulisten gemeinsam auf einer Bühne – in Schwarzenberg beim so genannten „Freigeistigen Sommerabend“ dank Freigeist e.V. überhaupt kein Problem. (hf)

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Neonazis feiern Sonnenwende in Jamel

Quelle: Blick nach Rechts

26.06.2018 – Als privates Brauchtumsfeuer angezeigt zelebrierte sich die rechtsextreme „Dorfgemeinschaft Jamel“ anlässlich der Sommersonnenwende. Die Verpachtung der Dorfmitte an einen Angehörigen der rechten „Dorfgemeinschaft“ zwang die Ordnungsbehörden zum Improvisieren.
Wie die Jahre zuvor, lud die „Dorfgemeinschaft Jamel“ wieder zu ihrer Sommersonnenwende in das kleine Dorf der Gemeinde Gägelow ein. Der Ablauf war, wie in der Vergangenheit auch, sehr durchstrukturiert. Nachmittags begann das Fest mit Kinderbespaßung. Eine Hüpfburg und Strohballen waren auf dem Platz in der Dorfmitte aufgebaut. Eltern und Kinder konnten mit einer Pferdekutsche durch die umliegende Landschaft fahren oder sich beim Schubkarrenrennen beweisen. Einige der Neonazi-Eltern unterhielten sich derweil an den aufgebauten Stehtischen und nahmen die ersten Biere zu sich. Neben der Polizei, die umfangreiche Kontrollen durchführte, war auch das Ordnungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg anwesend.

In diesem Jahr wurde die Veranstaltung als Brauchtumsfeuer von einer Privatperson bei den Ordnungsbehörden angezeigt. Inwieweit die Veranstaltung noch als „privat“ angesehen werden kann, bei einer Anzahl von rund 200 Teilnehmern und einem geschmückten Dorf, bleibt natürlich fraglich. Das Ordnungsamt begutachtete die Veranstaltung und achtete auf mögliche Verstöße. Den Höhepunkt des Tages stellte das Entzünden des Feuers dar. Ein unangemeldeter Fackelmarsch quer durch das halbe Dorf, ähnlich wie in den vergangenen Jahren, konnte aber unterbunden werden. Der Aufzug musste auf das Privatgrundstück Sven Krügers ausweichen.

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Feiern mit der NPD

Quelle: Blick nach Rechts

12.06.2018 – Riesa – Sachsens NPD will in den Räumlichkeiten des DS-Verlags in Riesa am Samstag wieder ihr Sommerfest durchführen.

Die Sachsen-NPD lädt zum Sommerfest ein; (Screenshot)
Die NPD in Sachsen lädt zu einem Sommerfest ein. Dies soll am 16. Juni auf dem Gelände des Deutsche Stimme-Verlages in Riesa stattfinden. Reden von Parteifunktionären, Angebote fürs leibliche Wohl, Kinder-Bespaßung und -Beschäftigung sowie rechtsextreme Musik – was die NPD da für Samstag bewirbt, ist ein bekannter Aktions-Mix.

Als Redner angekündigt sind der Bundesvorsitzende der Nationaldemokraten Frank Franz, der von der NPD als designierter Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2019 vorgesehene Peter Schreiber und der sächsische Landesvorsitzende Jens Baur. Für den musikalisch rechten Ton soll „FreilichFrei“ sorgen, der Künstlername von Maik Krüger. Dieser trat zuletzt am 11. Mai an gleicher Stelle beim Europakongress der Jungen Nationalisten auf, dem Parteinachwuchs der NPD. (hf)

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Konzerte, Knarren, Kriminelle – RechtsRock in Thüringen

Quelle: Antifainfoblatt

Viele Beobachter waren überrascht, als der Richter im „Ballstädt-Prozess“ vor dem Landgericht Erfurt gegen 15 Angeklagte Urteile sprach, die teils deutlich über den Forderungen der Staatsanwaltschaft lagen. Dazu führten auch die „erheblichen strafrechtlichen Vorbelastungen“ und „das hohe Maß an krimineller Energie“, die das Gericht bei den meisten Angeklagten ausmachte.

Mitglieder von RechtsRock-Bands können ein hohes Maß an krimineller Energie aufweisen. Das zeigt eine Antwort der Thüringer Landesregierung aus dem Jahr 2013 zur Thüringer Band „Sonderkommando Dirlewanger“ (SKD) um den Neonazi Thomas Wagner. Ihre ehemaligen und aktiven Mitglieder wurden zwischen 1991 und Ende Januar 2010 in 34 Fällen verurteilt. Neben den einschlägigen Strafen gehörten zu den Delikten u.a. Raub in mehreren Fällen, Verstöße gegen das Waffengesetz, besonders schwerer Fall des Diebstahls und gefährliche Körperverletzungen.

Aus der RechtsRock-Band, die sich nach dem Kommandeur einer Sondereinheit der Waffen-SS benannte, die in großem Ausmaß an Verbrechen gegen die Menschheit beteiligt war, und aus ihrem Umfeld stammen die Täter des Neonazi-Überfalls auf eine Feier in Ballstädt, bei der im Februar 2014 zehn Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.1 Die Täter zogen vom „Gelben Haus“ in Ballstädt los, das zwei Neonazis 2014 gekauft hatten.

Ein hohes Ausmaß an krimineller Energie kann auch den Mitgliedern der Bruderschaft „Turonen“ attestiert werden, die seit 2015 verstärkt öffentlich auftritt und sich ebenfalls um die Neonazi-­Immobilie in Ballstädt gruppiert. Mindestens fünf Angeklagte im „Ballstädt-Verfahren“2 gehören zu dem Netzwerk, das RechtsRock-Konzerte organisiert und als Einlass- und Sicherheitsdienst bei Neonazi-­Veranstaltungen auftritt. Die Liste der Straftaten, die Mitgliedern der „Turonen“ zugeordnet werden, umfasst knapp 20 verschiedene Delikte, darunter „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“, „besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs“, „gefährliche Körperverletzung“ sowie „Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Spreng­stoff­gesetz“. Dazu kommen immer wieder Drogenfunde bei Hausdurchsuchungen.

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Metal-Klänge rechter Couleur

Quelle: Blick nach Rechts

In der angesagten Party-Location „Reithalle“ in Dresden soll es am 30. Juni wieder einmal einen umstrittenen Konzertabend geben.

Häufig gescholten, neurechten Neofolk-Bands eine Bühne zu bieten, wird für den letzten Juni-Tag ein aus der rechten Ecke stammender Metal-Sound propagiert. Angesagt haben sich dafür die Bands „Acherontas“ (Griechenland) und „Inferno“ (Tschechien). Außerdem sollen „In Slaughter Natives“ (Schweden/Deutschland) auftreten.

„Inferno“ veröffentlicht beim deutschen NSBM-Label World Terror Committee (WTC) mit Sitz in Tangerhütte und ist im Stil auch bekannt für einen kompromisslosen Paganismus und Satanismus. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder gemeinsame Projekte und Releases mit anderen NSBM-Bands. 2007 wurde eine Konzertveranstaltung der Combo zusammen mit anderen NSBM-Gruppen in Thüringen von der Polizei aufgelöst.

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2.200 Neonazis feiern fast ungestört in Themar

Quelle: Störungsmelder

Die Tage der nationalen Bewegung in der Rechtsrockzentrum Themar sollten eine Politveranstaltung der NPD sein. 2.200 Neonazis kamen aber vor allem, um Spaß zu haben – der Gegenprotest blieb klein.

Themar, eine Landstadt mit 3.000 Einwohnern in Südthüringen, ist seit dem Rechtsrockkonzert mit 6.000 Besuchern im vergangenen Jahr bundesweit bekannt. Eine Wiese im Besitz eines Neonazis dient als Veranstaltungsfläche, auf der Neonazis seit Monaten ungestört Konzerte und Aktionen abhalten können.

An diesem Wochenende war es wieder so weit: Die NPD veranstaltete das zweitätige Musikfestival Tage der nationalen Bewegung. Nach Polizeiangaben kamen am Freitagabend rund 900 und am Samstag 2.200 Teilnehmer. Nach dem Schild-und-Schwert-Festival im sächsischen Ostritz war es die zweite Musikgroßveranstaltung unter NPD-Regie innerhalb weniger Wochen in Ostdeutschland.

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Hassmusik mit vier Neonazi-Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Für den 16. Juni wird irgendwo in „Mitteldeutschland“, in der Lesart der rechten Szene handelt es sich um die neuen Bundesländer, ein Rechtsrock-Event angekündigt.

Gleich vier deutsche Bands sollen dabei an dem Samstag ihre Hassmusik beziehungsweise Glorifizierungsreminiszenzen für Nationalsozialismus und Wehrmacht auf die Bühne bringen. Beworben werden „Heiliger Krieg“ aus Baden-Württemberg, die Fortführung der als kriminelle Vereinigung verbotenen Band „Race War“. Ebenfalls zum Line-Up gehören „Confident of Victory“ aus dem brandenburgischen Senftenberg. Beide Bands sollten neben anderen Acts anlässlich von Hitlers Geburtstag auch auf dem „Blood&Honour“-Konzert am 21. April in Polen spielen, was die Polizei allerdings verhinderte. (bnr.de berichtete)

Am 16. Juni sollen auch „Blutzeugen“ aus dem Raum Dresden zum Programm gehören. Auf ihrem Album „Völkisch Orthodox“ aus dem Jahr 2014 findet sich auch der Titel „Budapest 1944 -1945“, der eingeleitet wird durch Original-Mitschnitte aus der damaligen Deutschen Wochenschau. Ferner ist die 2010 aus der Taufe gehobene Band „Exzess“ um ihren Sänger und Bassisten Tobias Vogt aus Strausberg dabei. Dieser ist dafür bekannt, dass er auch bei den Berliner Rechtsrocker-Kollegen von „Die Lunikoff Verschwörung“ ab und an aushilft. (hf)

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Internationaler Rechtsrock zum Jubiläum

Quelle: Blick nach Rechts

Zum 25-jährigen Bestehen des RAC-Labels Tuono Records im oberitalienischen Vicenca spielt am 16. Juni auch die Bremer Hoolband „Kategorie C“ auf.

Das Label Tuono Records im italienischen Vicenza existiert mittlerweile seit 25 Jahren. Das Jubiläum wird zum Anlass für ein internationales Rechtsrock-Konzert am 16. Juni genommen. Neben drei einheimischen Bands werden das deutsch-britische Projekt „I.C.1.“ sowie „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ mit Hannes Ostendorf aus Bremen als internationale Acts beworben. Ostendorf hat gerade erst ein Soloalbum herausgebracht. „I.C.1.“ besteht aus dem Sänger der B&H-Band „Razors Edge“ sowie aus Musikern von „Carpe Diem“ aus Baden-Württemberg.

Das von Massimo Bellini, selbst Schlagzeuger, gegründete RAC-Label Tuono Records hat seinen Sitz in Vicenza und gehört unter das Dach der „Veneto Fronte Skinheads“ (VFS). Zum VFS-Clan gehört ebenso die Band „Gesta Bellica“, die auch beim silbernen Jubiläumskonzert dabei ist. Ferner sollen die „Sumbu Brothers“ aus Verona sowie „Psycho“ die Bühne betreten. Die „Sumbu Brothers“ verweisen auf ein gerade erschienenes Split-Album mit „Gesta Bellica“. (hf)

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Rechter „Oi!“-Rock in Tschechien mit sechs Bands

Quelle: Blick nach Rechts

Für den 16. Juni wird zu einer Streetkids-Party ins tschechische Brno eingeladen. Dabei sind Street- und Oi!punk-Combos, die sich in rechtsorientierten Kreisen bewegen oder eindeutig rechte Titel spielen.

Mit von der Partie unter den insgesamt sechs aufgelisteten Acts ist auch die Band „Kriegsberichter“ aus Magdeburg. Das Trio bezeichnet seine Musik als Hatepunk und hat im Vorjahr ein Album über das Label Feindkontakt Produktion (FK Produktion) aus Plauen vorgelegt. In dem Stück „Aufstand“ findet sich durchaus Militanz wieder, wenn es am Ende heißt: „Wir holen uns unser Land zurück, Krieg auf den Straßen!“ Bei FK Produktion nimmt man auch eine Versandtätigkeit wahr. Dort wird beispielsweise das rechtslastige 48-seitige Fanzine „Spektakuleer“ vertrieben.

Ebenfalls für Brno gebucht sind „Pressure 28“, langjährige RAC-Combo aus Großbritannien, „Riot Krew“ und „Shameless“ aus Frankreich sowie „Arrogants“ und „Operace Artaban“ aus Tschechien. Letztere haben quasi ein Heimspiel, kommen sie doch aus Brno. (hf)

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Event für „NS Black Metal“-Fans

Quelle: Der Blick nach Rechts

Im tschechischen Nyrsko findet am 14. Juli wieder das „Eternal Hate“-Festival statt – Headliner in diesem Jahr ist eine Band aus der Ukraine.

Es ist bereits die 16. Auflage des „Eternal Hate“-Festivals, das am 14. Juli im tschechischen Nyrsko steigt, und es ist eine dauerhafte Adresse für Freunde des „NS Black Metal“ (NSBM). Ein Blick auf das Programm der vergangenen Jahre unterstreicht dies.

In diesem Jahr ist die aus dem rechten Lager kommende Combo „Nokturnal Mortum“ aus der Ukraine der Headliner. Doch auch die seit 1997 aktiven „Dark Fury“ aus dem polnischen Wroclaw sind in NSBM-Kreisen bestens bekannt und auf internationalen Bühnen präsent. Mitglieder der Band waren auch involviert in das RAC-Projekt „White Devils“. Wie in den Jahren zuvor ist auch eine deutsche Band eingeplant. Es handelt sich um „Nornir“ aus Freiberg, die bis dato nicht dem NSBM zuzurechnen sind, sich mit dem vorgesehenen Auftritt aber in musikalisch braunes Terrain begeben.

Hassmusik und Satanismus

Genau dort ist nämlich auch die tschechische Band „Sekhmet“ anzusiedeln. Ihr Hass auf Juden drückt sich im Lied „Zyklon B“ aus. Die Band spielte beispielsweise im September 2010 im thüringischen Kirchheim bei einem NSBM-Konzertabend. Hassmusik und Satanismus stehen auch bei der seit 1996 aktiven tschechischen Combo „Inferno“ um Sänger Adramelech auf der Visitenkarte. Die jüngste Albumveröffentlichung erfolgte über das in Sachsen-Anhalt beheimatete Label World Terror Committee (WTC) von Sven Zimper, der selbst viele Jahre NSBM-Musiker („Absurd“, „Wolfsmond“) war.

In den Vorjahren dienten NSBM-Bands wie „Graveland“ (2017), „Arkona“ (2016) und „Infernal War“ (2015) aus Polen oder „Ad Hominem“ (2014 und 2016) aus Frankreich als Festival-Zugpferde in Nyrsko. Combos, die schon seit geraumer Zeit aus guten Gründen, wenn überhaupt, dann nur noch konspirativ Bühnen in Deutschland finden. Deutsche Bands dieser auf Provokation und Tabubruch ausgerichteten Musikrichtung in der jährlichen „Eternal Hate“-Reihe wie „Askeregn“ (2014 und 2017), „Drudensang“ sowie „Schrat“ (beide 2017), „Permafrost“ (2016) und „Blutsturm“ (2015) zielen auch ganz klar auf deutsches Publikum ab.

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